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ABI 2014

News Ticker heute: Zuviel Handy-oder Game-Gedaddel lenkt ab und macht unkonzentriert oder nervös, weil man sich nicht mehr bewegt. Dafür gibt es dann Pokemon – Go!

News Ticker gestern: Das Acht-Klassen Abi überfordert Jugendliche und macht Kopfschmerzen … die Kids haben gar keine Zeit mehr für Hobbys.

Was denn nun? Freizeit für Gameboy, SMS und sich gegenseitig per Handy-Cam abzulichten ist ja wohl da ….

Dann liest am Auto eines zukünftigenHoffnungsträgers stolz: ABI 2014.

Oh Himmel, das Abitur war zu unserer Zeit einfach ein Mittel zum Zweck um dem Elternhaus zu entfleuchen und ein Studium anzufangen, keine besonders grosse Sache. Ach ja und wir hatten auch schon den Numerus Clausus. Der war aber strenger, und es gab trotzdem mehr Studenten.

Dazu eine allgemeine Vogel-Strauss-Politk. Besser niemand merkt, dass das Bildungsniveau und der Leistungsanspruch an unserern Schulen sowieso dem absoluten Nullpunkt zustreben. Die weiterführenden “Bildungsinstitutionen” entlassen heute nach dem Abitur nicht mündige Bürger, sondern Spätpubertierende, häufig antriebslos oder in einer “Findungsphase”. Was auch immer dies heißen mag. Schuld an der Fehlentwicklung sind auch die Jugend-Psychologen, die am liebsten die “Kleinen” möglichst bis ins Alter von 20 jahren nicht überfordern wollen, damit sie länger in einer Spielphase verweilen können. Das grosse Spiel des Lebens geht unterdessen vorbei, oder man will erst gar nicht mitspielen, zu real, zu langweilig zu UNCOOL. Was daraus geworden ist, zeigen die diversen PISA-Studien, die man aber mittlerweile besser zu manipulieren gelernt hat.

Sind die angehenden Akademiker erst einmal an der Universität, geht dieser Trend weiter:  Thema Noten-Inflation. So werden Arbeiten nach einem “neuen” Benotungschema beurteilt. Die schlechteste Note ist dann eine 2-.

Da werden Veteranen des akademischen Bildungsganges aufhorchen – Wie Bitte?

Ganz einfach, ein Professor kann doch keine schlechtere Note vergeben, denn dann würden ja keine Studenten mehr zu ihm kommen. Wenn sich erst einmal herumspricht, dass er schlechte Noten erteilt. Und Studenten, die Ihre Masterarbeitet oder Doktorarbeit machen,  sind nun mal billiges und williges Arbeitsvieh, auf das der Herr Professor nicht verzichten kann.

Falls sie sich als  totale Nieten erweisen, kann man sie ja den Stabsmitarbeitern aufbürden, die werden dann schon eine Art “Abschlussarbeit” zusammen basteln. Bei manchen dieser Kandidaten wirkt wohl eine Mischung aus Kindchenschema und Mitleidseffekt bei ihren Betreuern. Allerdings  kann man so leider gute junge Akademiker, die wirklich etwas können, und schlechte, denen fast noch die Arbeit geschrieben wurde nicht mehr unterscheiden. Für in diesem Umfeld entstehende Doktorarbeiten gilt dann oft die Devise: “Nicht sagen, nichts fragen”.

Aber das zählt vielleicht bei Bewerbungen sowieso nicht mehr, da muss der Mitarbeiter zu uns passen, sein fachlicher Hintergrund ist eher unwichtig. So der O-Ton eines HR Fachmanns einer grösseren Automobilfirma in einem TV-Interview.

Na dann gut Rückruf und Patente ade!

Aber die haben sowieso schon die Chinesen.

 

 

 

 

Posted by on September 9th, 2014 1 Comment