Und noch einmal die Acht: Alchemie und Kamea des Mercurius

Manifold of Infinites: Neptun trifft die Lemniskate

Manifold of Infinites:
Neptun trifft die Lemniskate: Gegenpol des Merkur
©scrano2015

Sigille auf der Kamea des Merkur
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Magisches Quadrat, Kamea des Merkur

Die Sigille des Merkur basiert auf  dem 8×8 Quadrat, dessen Spalten-, Zeilen- und Diagonalsumme  ergibt 260, die Quersumme wieder 8. Neben der 3, ist auch die acht dem Merkur zugeordnet, dem alchemischen Merkurius und dem Hermes Trismegistos.

hermesachter

Hermes Trismeghistos mit der Lemniskate:
Sie umgibt die beiden grossen Lichter – Sonne und Mond.
Bei Jung symbolisieren sie Animus und Anima,
die im alchemistischen Prozess der Seele (chymische Hochzeit) vereint werden müssen.

Auch hier ist sie Sinnbild der Transformation. Daher hat auch der grosse Hermes der Alchemie stets eine Lemniskate als Teil seiner Ikonographie: z.B. in den Schlangen des Caduceus.

Die Zahl acht hängt auch mit der Ishtar-Venus zusammen, in einem Verlauf von acht Jahren beschreibt der Planet Venus sein Pentagramm der unteren Konjunktionen. Weiterhin hängt die Venus mit der 13 (8+5) zusammen, welche im Maya-Kalender die Basis der Monatsberechnung lieferte. In den acht Erdumläufen für das Pentagramm umrundet die Venus die Sonne genau dreizehn mal. Die 13 verbindet auch die beiden weiblichen Archetypen, Venus und Mond. Der Mond durchläuft in einem Erdjahr 13 Zyklen.

In Babylonischer Überlieferung wird deshalb der Morgenstern als Symbol der Ishtar/inanna mit acht Strahlen dargestellt. Auch auf der Tarotkarte: “Der Stern”, die das Wassermannprinzip verkörpert, finden wir acht achtzackige Sterne der Venus, aus ihrer mythologischen Geburt im Uranus-Mythos.

Diese Karte mit der Nummer 17, ihre Quersumme ergibt ebenfalls acht. Aus dem Sturz des Uranus entsteht Venus als neuer Schöpfungsarchetyp. Wiederum das Thema der Regeneration und Transformation.

Der berühmte Mathematiker Leonard Euler (*1707) fand heraus, das sich dieses Quadrat auf ein Schachbrett projizieren lässt. Folgt man den Ziffern, kann man sich mit dem Springer (Pferd) per Schachzug durch alle Zahlen der Reihe nach (also 1, 2, 3, 4, 5, …, 61, 62, 63, 64) bewegen! Vielleicht der Ursprung des Schachspiels – erfunden von einem Reitervolk aus Persien.

 

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