Archive for Juni, 2015

 

Und schon wieder: Schwachsinnige Copyright-Bestrebungen …

Siegels-Göttin: Berliner Wahrzeichen, zum Glück älter als 70 Jahre!

Sieges-Göttin: Berliner Wahrzeichen, zum Glück älter als 70 Jahre!

Jetzt haben sie schon unsere selbst gemachten Fotos im Visier!

Das geht uns alle an, Blogger, Social Media Nutzer: facebookies, twitterianer etc.

Alle Dinge unter dem freien Himmel, solange keine Geheimhaltungsvorschriften bestehen, also im sogenannten öffentlichen Raum, müssen von jeder Person mittels Fotographie abblidbar bleiben. Und diese Bilder sind auch nutzbar! Wenn ein Künstler seine Werke in die Öffentlichkeit stellt: Z.B. Brunnen, Baukunst, Gartenkunst muss er es akzeptieren, dass Bildwerke davon hergestellt werden, die auch publiziert werden dürfen. Vor allem im Zusammenhang mit Illustration und Bild-Dokumentation im Internet, bei korrekter Nennung des Urhebers und einer “fair use” Lizenz. Was die Nutzung durch Printmedien, wie Bildbände anbelangt, halte ich eine urherrechtlich eingeschränkte Nutzung allerdings für in Ordnung. Aber wer von uns will schon einen Pracht-Bildband herausgeben? Im Gegenteil, durch unsere Bildzitate oder  teilweise Verwendung als Stock für Digital-Kunst machen wir auf manchen, bis dato vielleicht nur lokal bekannten  Künstler erst aufmerksam. Oder bringen einen Vergessenen wieder ins Gespräch!

Aus wikipedia: Zeit zum Handeln!

Es ist höchste Zeit zum Handeln, da die Abstimmung des Europäischen Parlaments über den Bericht bereits am 9. Juli erfolgen soll. Daher: Kontaktiert einen Europaabgeordneten

­– per E-Mail, per Telefon oder per Brief.

  • Seid höflich, auch wenn ihr mit der politischen Orientierung des Abgeordneten nicht übereinstimmt
  • Erklärt, warum die Panoramafreiheit in Europa für alle gelten soll.
  • Erklärt, dass die Änderung 421 aus dem Abschlussbericht entfernt werden muss.
  • Wenn ihr bei Wikipedia mitarbeitet, erklärt vor allem, inwiefern ihr durch eine derartige Änderung in eurer Arbeit betroffen wäret und was eine solche Änderung für die Leser bedeuten würde.
  • Wenn Ihr eine Antwort des Abgeordneten erhaltet, so solltet ihr ihm je nachdem für seine Antwort danken oder ihm höflich erläutern, warum ihr mit seiner Reaktion nicht zufrieden seid.

Und ebenfalls sehr wichtig: Bemüht euch darum, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema zu lenken und andere Gruppen und Organisationen zu involvieren, die ebenfalls betroffen sein könnten. Dazu gehören Wissenschaftler, Journalisten, Photographen, Autoren, Angehörige der Verlagsbranche etc. Jeder kann betroffen sein, auch der Betreiber einer privaten Homepage, der ein Werbebanner geschaltet hat und seine Photos dort hochlädt, wenn dort irgendwo ein Werk der Architektur zu sehen ist, dessen Schöpfer noch nicht 70 Jahre lang tot ist. Und nicht zu vergessen: Plattformen wie Facebook und Flickr sind selbstverständlich kommerziell. Jeder kann betroffen sein, jeder hat eine Stimme ­– wenn er sie erhebt.

Die Autorinnen und Autoren wenden sich in einem offenen Brief an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments gegen die geplante Änderung. Bis zum 29. Juni kann noch unterschrieben werden.

Also wirklich, geht’s noch ???

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BSD Devil kämpft für Freiheit

Eure Autoren

 PS: Urheberschaft innerhalb der letzten siebzig Jahre: TJA, so manche angeblich künstlerische Nachkriegsmonstrosität ist dann auch betroffen … vieleicht sieht man dann nicht mehr so viele davon, weil sie vorsorglich gleich wegretouchiert werden. Nur aus Ureheberrechtsgründen, selbstbverständlich … ! Nix gegen moderne Kunst, wie Bauhaus oder Le Corbousier, Leger, Chagall etc. aber was manche heutzutage dafür halten spottet oft jeder Beschreibung.

 

 

Posted by on Juni 27th, 2015 3 Comments

Wunderschöne Bretagne

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Cote Sauvage: Halbinsel Quiberon

Wir verbrachten unseren Urlaub während der letzten 10 Jahre sehr häufig in der Bretagne, der Seeluft und der Landschaft wegen. Auf der Flucht vor den Pollen, vor allem im Juni, wenn Getreide wie Roggen und Weizen ihr ganzen Reizpotential entfalten. In der Bretagne kommt der Wind von der See, Ärmelkanal oder Atlantik, so dass die Pollenkonzentration in Meeresnähe gering ist. Die imposante und vielfältige Küstenlandschaft lädt zum Wandern und Klettern ein. Wegen des enormen Gezeitenhubs sind während der Ebbe ausgedehnte Begehungen des freigelegten Meeresbodens möglich: Neben der direkten Exposition der Atemwege mit Meerwasserdampf (Inhalation frei Haus) hat man auch die Gelegenheit Gezeitentümpel mit deren Mini-Biotopen zu beobachten, oder den Seevögeln zuzusehen, wie sie eifrig die vom Wasser freigegebenen  Strände “abweiden”. Historische Stätten zum Besichtigen gibt es ebenfalls genug: Von den Zeugnissen der Megalith-Kultur bis zu den malerischen mittelalterlichen Küstenörtchen und den gotischen Fachwerk-Städten im Landesinneren. Wie man sieht, eine gute Rückzugsmöglichkeit für Stressgeplagte und Allergiker.

Allerdings – mit einer Einschränkung: Wer Ruhe sucht, meidet besser die Zeit des “Franzosensturms” im Juli und August! Dann schwärmen viele Campingbegeisterte aus der Hauptstadt in die Bretagne aus, vor allem um Badeferien zu machen. Wer Trubel will oder braucht, während der französichen Sommerferien  ist auch die Zeit der “Fest Noz” und der vielen ländlichen irisch-bretonischen Tanzveranstaltungen, der ist im Juli und August allerdings gut bedient. Für Freunde einsamer Strandspaziergänge: Die beste Zeit ist der Mai oder die zweite Junihälfte, letztere, da hier bereits alles geöffnet hat und die prächtigen Blumensträucher schon blühen. Wer nur Natur pur möchte, ist auch mit dem Herbst: September/Oktober noch gut beraten. Da finden auch die “Grandes Marees” statt, mit dem stärksten Gezeitenhub.

Zur Unterkunft: Hotels scheiden meistens aus. Der Klassiker ist und bleibt neben dem Campingmobil das Ferienhaus. Wir nutzen das Feriendomizil einer befreundeten Familie am Rand des netten Örtchens Plouezec an der Cote de Goelo mit ihren fantastischen Steilklippen. Es ist vollständig ausgestattet, vor allem wie in Frankreich üblich, mit einer kompletten Küche, so dass man auch die Vielfalt der regionalen Produkte samt der passenden Rezepte ausprobieren kann. Mein Mann gibt allerdings lieber den Auftrags-Griller … lol! Waschmaschine und Trockner besitzen die meisten Ferienhäuser, so auch unseres, was das Gepäckvolumen erheblich verringert.

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Altes Bauernanwesen in typisch bretonischem Baustil,  restauriert als Ferienhaus.

Typisches Bretagnebild: Das meistfotografierte Postkartenmotiv, ein Küstenhäuschen zwischen Felsen nahe “Le Gouffre”, einer spektakulären Klippenformation.  Ohne die Autos, die die Besitzerin sonst davorstellen lässt um professionelle Fotografen abzuschrecken. Erwischt!

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Felsen-Hexenhäuschen

Ruine einer gotischen Abtei gleich in der Nähe: Sie dient auch als Kulisse für Musik-Festivals. Nachts im Vollmond sollen hier die Elfen tanzen – es ist schliesslich Keltenland …

Malerische Ruine: Abbaye Beauport, bei Paimpol.

Malerische Ruine: Abbaye Beauport, bei Paimpol. Wie in Schottland …

Unser Lieblings- Ferienhaus hat auch einen gemauerten Kaminofen mit Glastür und einen schönen Wintergarten: Wer das bretonisch-launische Wetter kennt, weiss dies zu schätzen! Unsere Katzen waren immer wild darauf, ein kuscheliges Plätzchen vor dem Ofen vorzufinden, oder von ihrem “Ansitz” hinter sicherem Glas die Umgebung zu beobachten. Dazu kommt noch ein grosser Garten, eine Garage mit Stellplatz, eine Dependance mit Gartenmöbeln und Wäschetrockner und ein Freisitz mit Gartengrill(kamin). Es bietet grosszügigen Platz für bis zu acht Personen und kann von Br. Freimaurern gemietet werden. Haustiere sind erlaubt. Der nächste grössere Ort ist Paimpol, zum Baden eignet sich die nahe Plage Brehec (kinderfreundlicher Sandstrand). Der Steilklippen-Wandertrail liegt quasi vor der Haustür. Und nicht vergessen: Zuallererst einen Gezeitenführer besorgen! Und einen Wochenmarkt-Plan … Supermärkte haben sonntags vormittags geöffnet, auch der in Plouezec. Der örtliche Bäcker, Metzger und Konditor ebenfalls – sogar der Blumenladen, so dass man seiner Angebeteten auch frische Blumen für den Frühstückstisch mitbringen kann (Männer rafft Euch mal auf)! Die Apotheke findet man direkt gegenüber der Kirche. Einmal wöchentlich gibt es frischen Fisch direkt aus Port Lazo, dem kleinen Hafen der Gemeinde, das wird dann per Anzeigetafel bekannt gegeben. Zu unseren diversen Bretagne-Aufenthalten werde ich eine kleine Artikelserie mit Bildern einstellen – vielleicht findet der eine oder andere ein neues Urlaubsziel …

  • Bei Interesse email an Ambrosia: ambrosia(at)athanor-und-alembik.de, ich leite den Kontakt dann weiter.
Jamilla an ihrem Lieblingsplatz im Wintergarten.

Jamilla an ihrem Lieblingsplatz im Wintergarten.

Zur Kultur: Die Verbindung mit Irland habe ich schon erwähnt. Die Bretagne wurde nach den Völkerwanderungswirren durch Einwanderer aus Wales, Cornwall, Irland und zu geringeren Anteilen aus Schottland rebesiedelt. Sie gehört zur keltischen Sprachgemeinschaft. Das moderne Bretonisch stammt im wesentlichen vom Walisischen und Cornischen ab und wird in vier Dialekten vor allem im Finistere und in der Südbretagne gesprochen. Obwohl diese keltischen Idiome vom Aussterben bedroht sind. Allerdings hat man versucht, durch sogenannte Diwan-Schulen, das Interesse an der heimatlichen Sprache wiederzubeleben. Orts-Schilder und andere offizielle Bezeichnungen findet man überall in der Bretagne bilingual: Französisch und darunter der jeweilige keltische Landesdialekt. In der Westbretagne herrscht auch mehr Bereitschaft zu europäischer Zweisprachigkeit: Mit Englischkenntnissen kommt man da eher voran als im restlichen Frankreich. Jedenfalls sind die Bretonen wieder stolz auf ihre Herkunft von den Inseln: Sie nennen ihr Land Breizh, ausgesprochen als Bre, und fühlen sich in  der Pan-Keltischen Bewegung zuhause.

flagge-bretagne

Fahne der Bretagne:
Erinnert ein bisschen an die US-Flagge.
Die “Sternchen” sind aber Hermeline

int-celt

Pan-Keltische Fahne:
Bretagne, Isle of Man, Schottland, Wales, Cornwall, Irland. Die Triskell ist das Symbol der keltischen Muttergöttin Danu

Strassenschild in Rennes

Strassenschild in Rennes

 

 

 

 

 

 

 

  • Alle Bilder ausser Flaggen und Schilder: ©beast666.

 

Posted by on Juni 26th, 2015 Kommentare deaktiviert

Galerie im Juni: Sommerfreude

Summerville © Scrano 2014

Summerville © Scrano 2014

 

Der Sommer
Der Sommer, der Sommer,
Das ist die schönste Zeit:
Wir ziehen in die Wälder
Und durch die Au’n und Felder
Voll Lust und Fröhlichkeit.
Der Sommer, der Sommer,
Der schenkt uns Freuden viel:
Wir jagen dann und springen
Nach bunten Schmetterlingen
Und spielen manches Spiel.
Der Sommer, der Sommer,
Der schenkt uns manchen Fund:
Erdbeeren wir uns suchen
Im Schatten hoher Buchen
Und laben Herz und Mund.
Der Sommer, der Sommer,
Der heißt uns lustig sein:
Wir winden Blumenkränze
Und halten Reigentänze
Beim Abendsonnenschein.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Flora - Allegorie des Sommers

Flora – Allegorie des Sommers

 

Posted by on Juni 15th, 2015 Kommentare deaktiviert

Gipfel-Schwips

Und noch ‘n Gedicht: Aber nicht im Stil der Wirtschaftswunderkinder …

Es knirscht wieder mal in der EuroZone:

BSD Daemon Copyright 1988 by Marshall Kirk McKusick. All Rights Reserved. Permission to use the daemon may be obtained from: Marshall Kirk McKusick 1614 Oxford St Berkeley, CA 94709-1608 USA or via email at mckusick@mckusick.com

I am the Beast: BSD-Devil wirbt für freie OS
und gegen Diktate von IT-Riesen.

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine, ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird ‘n bisschen Krieg gemacht.

Fundsache aus dem Internet, Autor unbekannt.
 

Leider immer noch aktuell: Griechenkrise, G7-Schwachsinn und TTIP sind nur die Spitze des Eisbergs. Und immer dabei : Bundesmutti, um im vorauseilenden Gehorsam dem Grossen Bruder USA die Stiefel zu lecken.  Einen Friedensvertrag haben wir, Adenauer sei Dank, sowieso nicht. Für die Cowboys sind wir noch ein besetztes Land, kein souveräner Staat. Warum stimmen wir eigentlich nicht ab, der neueste Bundesstaat in Burgerland zu werden? Dann müssen sie uns durchfüttern und dürfen uns nicht mehr ausspähen, allerdings drohen dann Chlorhuhn, Schwarzwaldschinken aus Kentucky  und Fracking – aber das ist ja im Land der geschwinden Anwälte und irrsinnigen Klagesummen dann ganz einträglich?  Ausserdem darf man sich dann bis an die Zähne bewaffnen und keiner sagt was, ganz neue Formen der Freizeitgestaltung werden so möglich. Oder man startet eine neue Karriere als Serienmörder, das ist in Amiland eine Art Traumberuf mit VIP-Status. Und das TV-Programm für die Unterschicht ist dann original dümmlich und nicht ein noch mieserer Klon aus deutschen Landen. Vielleicht bleibt uns sogar Mutantenstadl erspart.  Also lasst uns eine Petition einreichen und schon mal drohend die Obama-Fähnchen schwenken: YESSS, We can! Angela for President, wer braucht schon Hilary … Dann wird auch überm Teich Alles alternativlos. Und die deutsche Sprache lernen muss dann auch keiner mehr – juhu äh YAHOO natürlich für unsere PISA Kids.

 

Posted by on Juni 8th, 2015 Kommentare deaktiviert