18.9.2015: Ingress des Saturn in den Schützen

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Limes-Turm: Symbol für die Zeit von Saturn im Schützen ?
Das Imperium Romanum war eine saturnische Gesellschaft.

Der Hüter der Schwelle schaute Anfang des Jahres schon mal im “happy go lucky” Zeichen Schütze vorbei. Danach zog er sich wegen seiner Retrogradation wieder kurz in den Skorpion zurück. Jetzt ist er endgültig da, und er wird uns für zwei Jahre erhalten bleiben. Mit Saturn im Schützen erleben wir also auf  direkterer Ebene, was der Plutotransit durch den Steinbock schon seit längerem andeutet: Einen Rückbau der Folgen der jupterianischen Blähung aus der Zeit von 1997-2009, als Pluto den Schützen durchlief. In der Börsensprache: Der Bulle ist durch das zu weit offenstehende Gatter davongesprungen, dafür ist jetzt der Bär los.

Saturns Eigenschaften im Zeichen Schütze sind kontraktiver Natur:

  • Kritische Überprüfung spiritueller Überzeugngen, Religiosität, Zweifel an der Sinnsuche,
  • konservative Werte, Misstrauen gegen alles Fremde (Ausländer, Einwanderer, Asylanten…),
  • Beschränkung von Fern-Reisen, vor allem Flugreisen.
  • Angst vor Überfremdung und Identitätsverlust
  • Angst vor der eigenen Bedeutungslosigkeit
  • Angst davor, dass Führungspersönlichkeiten  (Religion, Regierungen) keine Lösungen für drängende Fragen des Lebens haben
  • Dogmatische Glaubensvorstellungen und Lebenseinstellungen
  • Sittenstrenge, wenig Toleranz oder Empathie für “moralische Schwäche”
  • Entwicklung von Disziplin, Ausdauer, Nachhaltigkeit und sachlicher Einschätzung.
  • Vorsicht und Gründlichkeit
  • Es ist die Zeit der Ameise, nicht der Grille

Saturn weist uns im Schützen darauf hin, dass das Leben nicht aus Philosophien und Theorien besteht, sondern dass die praktischen Erfahrungen zählen.  Saturn wird hier versuchen, jede Theorie auf ihre Lebenstauglichkeit hin zu prüfen. Er ist das personifizierte Motto: Abgerechnet wird zum Schluss. Saturn ist der Kostenrechner, der Controller, der Betriebsprüfer. Ausserdem hat er eine Sichel: Was übersteht, wird gekappt. Bei seinem Durchgang durch den Skorpion stand Saturn in Rezeption zum Pluto im Steinbock. Eine Rezeption liegt dann vor, wenn sich die Herrscher zweier Zeichen jeweils im Zeichen des Anderen befinden. Durch diese Verstärkung im Skorpion stand das globale Schuldenthema daher gross im Vordergrund. Skorpion und 8. Haus herrschen über die Resourcen der Anderen, Schulden, Finanzmarkt und Börse. Saturn in Schütze lässt falsche Hoffnungen verpuffen und fordert die Überprüfung unserer Ziele, Vorstellungen und Ideale. Gefragt sind jetzt vor allem charakterlich gefestigte Vorbilder, deren Fähigkeit komplexe Strukturen zu durchschauen fundiert ist, und die statt auf Lobby-Berater auf den eigenen Sachverstand setzen können. Aber halt …das ist ja schon wieder Traumwelt!

Jetzt werden gesellschaftliche Fragestellungen aufgeworfen, deren Beantwortung eine große Ernsthaftigkeit erfordert, wobei Pflicht und Verantwortungsbewusstsein die Regeln bestimmen. Die Zeit des Zockens und Herumspielens ist wohl vorbei. Saturn lässt nur das zur Ernte kommen, was mit ehrlicher Anstrengung erarbeitet wurde. Ausserdem konfrontiert er mit den Konsequenzen früherer Handlungen. In alten Zeiten wurde er daher als Bemesser des Karma angesehen.

Schlechte Zeiten für Poser: Die Motive der Handlungen von Menschen werden jetzt auf ihre Tragfähigkeit und Integrität geprüft. Jene Autoritäten, die sich als Vorbilder hervortun und es mit den Gesetzen selber nicht so genau nehmen, werden jetzt in ihre Schranken verwiesen, ihre Doppelmoral wird aufgedeckt, was ihre Machtbasis wohl schwächen dürfte. So manche Entthronung steht jetzt an. Für Länder unter dem Zeichen Schütze, wie die extrem expansiven USA wird’s auch ein wenig eng werden. Weltmachtsträume könnten schmerzhaft auf dem Boden der Tatsachen landen.

Für die persönliche Entwicklung: Saturn fördert Konzentration und Ausdauer, wenn er im Transit günstig steht: Gute Gelegenheit für eine langfristige Fortbildung oder ein persönliches Projekt. Bleibt man am Ball, steht eine gute Ernte ins Haus. Denn Saturn ist auch dafür zuständig:  Ein jeder soll seinen gerechten Lohn empfangen.

 

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One Response to “18.9.2015: Ingress des Saturn in den Schützen”

  1. FatherTime Says:

    Nach dem Schrecken von Paris:
    Die Konsequenzen des Saturn – Ein Problem mit Rückkehrern … ?

    Junge Männer, teilweise noch Jugendliche, die sich aus “freien Stücken”, aus Abenteuerlust, oder vielleicht auch durch Gehirnwäsche, die ihnen österreichische oder deutsche Anwerber verabreicht haben, diesen pseudoreligiösen Mördern angeschlossen haben, bitten um “Rettung”. Sie seien ernüchtert und wollen dass man sie nach Hause holt. Wirkt auf einmal nicht mehr die romantische Vorstellung, die häufig als Motivation für den Dschihad-Tourismus genannt wird, vor allem bei jungen Mädchen, die sich unbegreiflicherweise ebenfalls für solcherlei mittelalterliche Glaubensauslegungen begeistern lassen. Oder wollen sie zurück um sich bei uns für ihre Vorstellung von Gott und einer vorgegaukelten Paradiesversprechung in die Luft zu sprengen und möglichst viele von uns mitzunehmen? Wollen sie Terror verbreiten? Was sind die Hintergründe? Gibt es einen Plan? Einen faustischen Märtyrer-Selbstmordpakt ?

    Es ist nicht so einfach zu durchschauen, die Gesellschaft befindet sich daher in einer Zwickmühle. Die perfideste Form der Subversion ist die Indoktrination der eigenen Nachfolgegeneration. Das trifft eine der verwundbarsten Stellen. Eine brennende Frage ist auch, sind die vermeintlich Reumütigen als Glaubenskämpfer an Verbrechen beteiligt gewesen? An Kriegsverbrechen sogar ? Haben wir es mit Kriminellen zu tun oder wirklich nur mit Opfern? Sollten Sie an Übergriffen beteiligt gewesen sein, so müssen derartige Taten nach unseren Recht gesühnt werden. Kriegsverbrechen gehören vor den Gerichtshof von Den Haag. Vielleicht schreckt das potentielle Rekruten zukünftig ab.

    Wie sollen bzw. wie müssen wir mit der Situation umgehen? Lassen sich diese Aussagen, dass sie wieder nach Hause wollen, um in Frieden zu leben und die Erlebnisse der Kriegsgrausamkeiten zu bewältigen, überhaupt sinnvoll überprüfen? Muss man sie nicht erst einmal unter Beobachtung stellen?! Es fast wie bei einer Seuche, Quarantäne ist notwendig. Wo und wie ist dies möglich, ohne ihre Freiheit einzuschränken? Jetzt hat sich ein Verdächtiger trotz Fussfessel ins Ausland abgesetzt. Was macht man mit den Minderjährigen, die sind nicht so leicht zu internieren. Gibt es Einzelunterricht für die Dschihad-Teenager? Oder will man sie mit “normalen” Gleichaltrigen zusammen in eine Schule schicken? Braucht man sogenannte Experten für die Deprogrammierung von ehemaligen Sektenmitgliedern ?

    Es kommen riesige Probleme auf uns zu, und die staatlichen Behörden lassen die Anwerber der IS-Anhänger weiter auf freiem Fuß und fleissig Mitglieder rekrutieren. Auch an der EU-Front nicht viel Neues. Gerade hier wäre stärkerere europäische Schlagkraft in der Bekämpfung solcher Umtriebe gefordert. Diesen atavistischen Religionskriegern kann man wahrscheinlich nur mit ebensolchen Gegenreaktionen beikommen. Müssen wir bald eine Art Guantanamo einrichten? Steht Stammheim noch zur Verfügung? Das hat man extra wegen ein paar RAF-Terroristen gebaut. Die waren nur halb so gefährlich für die Öffentlichkeit, wie die neuen Gotteskrieger. Aber da hat man reagiert, weil die Zielpersonen nicht normale Staatsbürger waren, sondern die Angehörigen der regierenden Oberschicht. Darüber sollte man auch mal nachdenken.