Bald ist wieder Halloween: Kürbis-Zeit für Alle!

Kürbis-Vielfalt: Die bunten Früchte stammen aus Amerika.

Kürbis-Vielfalt: Die bunten Früchte stammen aus Amerika.

Im Kürbis stecken die Kraft der Sonne und des Mondes, zusammen mit ihrem Gegenpol Saturn aber auch Jupiter/Merkur und Venus/Pluto steuern etwas bei. Seine kräftigen Orangetöne stimmen fröhlich, die gelben Farbstoffe sind gut für die Augen. Die Fülle der Frucht zeigt hauptsächlich eine Jupiter/Venus-Signatur mit der Wässrigkeit des Mondes. Auch die Kerne mit ihrer stärkenden Wirkung auf Harnblase und Prostata und dem leckeren grünen Öl sind für den Menschen ein Segen. In ihnen steckt die Signatur von Sonne (fettes Öl), Mond/Venus und Pluto (Blase und Prostata). Dass wieder die gesamte Achse vorhanden ist sehen wir an der der harten äusseren Fruchtschale, der zähen Kernhülle (beides Saturn) und der wurmtreibenden (Pluto) Wirkung, einer geringen Wurzelausbildung (Uranus), sowie der rankenden Gestalt (Merkur).

Kürbiscremesuppe: Zutaten möglichst alle BIO (am Besten aus dem Garten).

Zutaten für 4 Portionen:

Trick or Treat !

Trick or Treat !

  • 2 kleine Hokkaido-Kürbisse
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1-2 El Butter
  • 1 frische Knoblauchzehe
  • 2 El brauner Zucker
  • Salz & Pfeffer, Ingwer, Garam Masala
  • 1-2 Messerspitzen Muskat
  • 200 ml Sahne oder Schmand
  • 1 Handvoll Kürbiskerne
  • Croutons

Zubereitung:

Den Kürbis zuerst aufschneiden und von den Kernen und dem faserigen Innenleben befreien. Kürbis kleinschneiden, bei Hokkaido muss man nicht schälen! Äpfel vom Kernhaus befreien, mit Schale in Stifte schneiden. Zusammen mit dem Kürbisfleisch in einen großen Kochtopf geben, Butter zufügen, alles leicht anschwitzen.  Die Gemüsebrühe hinzu geben und alles ca. 15-20 Minuten weich kochen lassen. Dann mit einem Passierstab oder im Mixglas alles fein Pürieren. Knoblauch und den Zucker hinzu geben und mit Salz, Pfeffer, Ingwer,Garam Masala und Muskat abschmecken. Nochmals mit dem Pürierstab gut mischen und kurz aufkochen lassen. Nun den Topf von der heißen Platte nehmen und ca. 3 Minuten ruhen lassen. Zum Schluss die Sahne dazu geben und gut umrühren – ab jetzt darf die Suppe nicht mehr aufkochen, sonst flockt die Sahne aus! Mit heissen Croutons servieren.

Alternative: Suppe wie oben, aber ohne Sahne zubereiten. Croutons und Kürbiskerne in der Pfanne leicht rösten. Schmand in Teller geben, heisse Suppe darüber verteilen. Crouton-Kürbiskernmischung darüberstreuen.

kurbis Kopie

Kürbis Blüte – ausch sie ist essbar, wie bei der Zucchini.
Curcubita flower ©beast666 2016

Kürbissuppe mit Ingwer und Kokosmilch – schnell für Gäste!

Zutaten für 6 Portionen:

  • 800 g Hokkaidokürbis(se), waschen, bürsten entkernen
  • 500 g Möhre(n), geschält
  • 2 Frühlingsziebeln
  • 5 cm Ingwerwurzel
  • 2 EL Butter
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 500 ml Kokosmilch
  • 100 ml Apfelsaft
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Zitrone(n), ausgepresst
  • Koriandergrün zum Garnieren, oder
  • Petersilie/Kerbel, wenn man den Geruch nicht mag.

Kürbis, Möhren, Ingwer und Zwiebel schälen und würfeln, in der Butter andünsten. Mit der Brühe aufgießen und in etwa 15 – 20 Minuten weich kochen. Dann sehr fein pürieren, eventuell durch ein Sieb streichen. Die Kokosmilch unterrühren, mit Salz, Pfeffer, Apfel- und Zitronensaft abschmecken und noch mal erwärmen. Mit Korianderblättchen garniert servieren.

Ich benutze gerne die Sorten Muskat oder Hokkaido, die muss man für Suppen nicht schälen, und ihr Aroma ist am kräftigsten. In Asien gibt man zur Kürbissuppe kleine Garnelen als Einlage.

bubissen-web

Zierkürbisse – nicht alle sind geniessbar.
Turban-Trubel ©beast666 2015

Beschreibung:

  • Cucurbita pepo (Cucurbitaceae)
  • Kletterpflanze oder kriechend bis zu 10 m, wächst gerne auf Komposthaufen
  • Farbe der Blüten: Hell- bis Goldgelb.
  • Erntezeit: September bis Dezember.
  • Vorkommen: ursprünglich aus Amerika, heute nahezu weltweit angebaut.
  • Standorte: sonnig, auf sehr nahrhaften Böden, ein wirklicher Starkzehrer!
  • verwendete Pflanzenteile: Samen, Fruchtfleisch, Schale als Halloweenlaterne.

Inhaltsstoffe:

Alkaloide, Enzyme (Diastase = Amylase, Emulsin, Urease), Harz, Lecithin, Linolsäure, Mineralstoffe (Calcium, Kalium, Kieselsäure, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natron, Selen, Zink), fettes Öl, Pektine, Phytin, Phytosterin, Proteine (Cucurbitin, Edestin, Globulin), Rohrzucker, Salizylsäure, Vitamin C, Vitamin E.

  • Blasenschwäche (Mond)
  • Fettsucht (Venus, Jupiter)
  • Gicht (Jupiter, Saturn)
  • gutartige Prostatavergrößerung (Pluto, Jupiter)
  • Herzbeschwerden (Sonne, Mond, das Herz ist auch ein Hohlorgan!)
  • Nierenschwäche (Venus)
  • Prostatabeschwerden, hier zusammen mit Brennesselwurzel, die ähnliche Wirkstoffe besitzt (Pluto, Venus)
  • Reizblase (Venus, Merkur)
  • Rheuma (Mond, Saturn)
  • Schwangerschaftserbrechen (Mond)
  • Verstopfung (Pluto, Saturn)
  • Würmer (Saturn, Pluto)
Kürbisse in der Abendsonne.Feld bei Nabern.

Kürbisse in der Abendsonne, für Kalebassen und Jack ‘o Lantern..
Feld bei Nabern.

Funktionen der flüssigkeitsgefüllten Hohlorgane werden auch mit Neptun in Verbindung gebracht, weil sie eine Art Mini-Gewässer beinhalten, so die Blase, Gallenblase oder das Herz und der Magen.  Der Neptuneinfluss (Klassisch: Jupiter in den Fischen) beim Kürbis wäre hier dann als Gegenpol des Jungfrau-Merkurs zu sehen, wie beim Hopfen, oder Baldrian. Bei diesen Pflanzen kommt das aber stärker zum Tragen, da die eindeutig psychoaktive Wirkung des Hopfens und des Baldrian eine starke Neptun-Signatur darstellt. Da die Harnspeicherung aber auch dem Körper-Wasserhaushalt zugehörig ist kann man im Fall der Blasenwirksamkeit von Kürbiskernen eher den Mond, Herrscher(in) über die Gewässer als Signaturgeber heranziehen und die Venus, die Nieren und Harnleiter regiert.  Die rankende, wuchernde Üppigkeit verdanken Kürbisgewächse einem eher unspezifischeren Jupiter/Merkurprinzip. Überdies verwendet man die transpersonalen Planeten meist nur zur Ergänzung der klassischen Signaturen. Eine Neptunsignatur trägt ohnehin schon etwas mondhaftes und als höhere Oktave der Venus auch etwas von deren Eigenschaften in sich.  Die Gewächse  der Pflanzenfamilie Curcubitaceae, Kürbis, Gurke, Melone und Co. rechnet man klassisch dem Sternzeichen Krebs, dem 4. Haus und dem Mond zu. Eine Zuordnung zu Hohlorganen sieht man auch schon an der unregelmässig-kugeligen Frucht, bei der die Schale zäh und  hart ist. Das eigentliche saftig-feste Fruchtfleisch umgibt ein Inneres aus losem, lockerem, faserartigem Gewebe, in dem die hartschaligen, innen grünen Kerne sitzen. Beim steirischen Ölkürbis nutzt man eine natürliche Mutation: Hier fehlt die holzige (Saturn) Hülle der Kerne. Die Region der Samen ist deutlich vom restlichen Fruchtkörper abgesetzt, wodurch ein Kürbis sehr leicht ausgehöhlt werden kann. Da man oft schon Lufttaschen findet, ist er praktisch ein vegetabiles Hohlorgan, was gut zu seiner ihm zugeschriebenen Wirkung bei Magen-und Blasenstörungen passt. Das schwammartige Innerere ist auch ein Hinweis auf eine Prostata-Signatur (Pluto/Mars).

Kürbis-Vielfalt, auch viele der Deko-Sorten sind essbar. Mache enthalten den Bitterstoff Curcubitacin, der toxisch wirkt.

Vielgestaltige Kürbiswelt, auch viele der Deko-Sorten sind essbar.
Manche enthalten aber den Bitterstoff Curcubitacin, der toxisch wirkt.

Cucurbitacine kommen vorwiegend in Gurken (Cucumis) und Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae) und einigen Kreuzblütlern (Brassicaceae) vor. Der bittere Geschmack der Cucurbitacine ist noch in sehr hohen Verdünnungen wahrnehmbar. Die pharmakologische Wirkung ist stark abführend, diuretisch, blutdrucksenkend und antirheumatisch. Alle Cucurbitacine sind toxisch und wirken auch gegen Pilze und Insekten, sowie Darmparasiten.

Eine echte Vergiftungsgefahr geht vor allem von Zier- und Wildkürbissen aus. Durch Rückmutationen oder unkontrollierte Rückkreuzung kultivierter Kürbisse, vereinzelt auch von Garten-Zucchinis, mit Wildkürbissen können die Cucurbitacine auch heftige, in seltenen Fällen tödlich verlaufende Lebensmittelvergiftungen verursachen.

Die Medizin will sich schon seit langerem die Wirkung der Bitterstoffe zu Heilzwecken nutzbar machen, ohne die giftigen Nebeneffekte. Zur zytotoxischen Wirkung fanden bereits experimentelle Studien für den Einsatz als Chemotherapeutikum in der Krebstherapie statt. Besonders interessant sind die Curcubitacine in der Koloquinte (Citrullus colcynthis). Auch bekannt als: Alhandal, Bitterapfel, Bittergurke, Purgiergurke, Pomaquinte, Teufelsapfel.  Vor allem im Nahen Osten ist sie schon lange in der Volksmedizin in Verwendung, gerade gegen Tumore und Entzündungen, aber auch bei Diabetes.  Bei uns wird sie gegenwärtig nur homöopathisch angewendet: Colocynthis D6.

Dieses giftige Potential der Kürbisgewächse ist eine Signatur von Mars/Pluto (gegen Parasiten und Mikroben) als Gegenpol zur Venus und von Saturn (extreme Bitterkeit) als Gegenpol zum Mond.

Gewächshaus im Herbst: Letzte Ernte von Tomaten, Paprika etc. Das grüne Ungeheuer ist ein Hokkaido-Kürbis.

Gewächshaus im Herbst:
 Das grüne Rank-Ungeheuer ist ein Hokkaido-Kürbis.

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This entry was posted on Freitag, Oktober 2nd, 2015 at 07:13 and is filed under Alchemistenküche, Galerie, Heilpflanzen, Kräuterhex, Kulinarisch, Merkur, Mond, Neptun, Pluto, Signaturen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

 
 

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