Archive for November 14th, 2015

 

Mandala im November: Black Light from a Dying Sun

Black Sun

Black Sun, verborgen bis zur Wiedererstehung.

Dead can Dance: “Black Sun” aus dem Album AION

Murderer!
Man of fire.

Murderer!
I’ve seen the eyes of living dead.
It’s the same game – survival.
The great mass play a waiting game.
Embalmed, crippled, dying in fear of pain.
All sense of freedom gone.

Black sun in a white world.
Like having a black sun in a white world.

I have a son,
His name is Eden.
It’s his birthright,
Beyond estranged time.

Give me 69 years,
Another season in this hell.
It’s all sex and death as far as I can tell.

Like Prometheus we are bound,
Chained to this rock of a brave new world,
Our godforsaken lot.
And I feel that’s all we’ve ever needed to know,
‘Til worlds end and the seas run cold.

Give me 69 years,
Another season in this hell.
There is sex and death
In mother nature’s plans.

Like Prometheus we are bound,
Chained to this rock of a brave new world,
Our godforsaken lot.

Ein sehr eindringlicher und plutonischer Text, der von der Unentrinnbarkeit des Schicksals und der ewigen Fortsetzung der naturgegebenen Kreisläufe handelt.

Langsam nähern wir uns der Zeit, in der der Sonnengott sich vorbereitet, aus dem Schoss der Grossen Mutter wiedergeboten zu werden. Die Zeit des Dunklen Mondes von Samhain ist vorrüber, und die Wintersonne ruht im Schoss der Erde.  Vielleicht sind noch ein paar Kürbisse übrig … Nicht das willkürliche Datum 31.10. ist die Zeit an dem die alte Jahresgrenze zwischen Sommer und Winter verläuft, sondern die Zeit vom letzten Neumond im Oktober bis zum 11. Vollmond des Jahres. Nicht umsonst werden an drei Sonntagen des Monates November Trauergedenkfeiern abgehalten. In den düsteren Tagen, im Zwielicht  des Nebelung versammeln sich die Geister derer, die uns vorausgegangen sind, damit wir uns an sie erinnern. Sie gemahnen die Lebenden sich den Kreislauf von Werden und Vergehen zu vergegenwärtigen, weisen hin auf die Reihe der vergangenen und zukünftigen Inkarnationen. Dies ist auch ein Moment der eigenen Lebensschau, und nicht nur dazu da die Grabschmuckindustrie anzukurbeln, oder den neuen Wintermantel beim Gräberumgang zur Schau zu stellen, wie das in ländlichen Gegenden heute noch so üblich  ist.  Nicht umsonst ist der letzte Sonntag vor Allerheiligen oft verkaufsoffen und trägt den Namen “Mantelsonntag” für die katholische Bevölkerung. Den Protestanten gibt man später Gelegenheit zum öffentlichen Totengedenken, etwa am Totensonntag. Dann statt Rummel und Tratsch auf dem Friedhof doch besser ein Moment des stiller Andacht in der freien Natur. Vielleicht räuchert man auch zu Hause und zündet ein paar Kerzen an, ein Brauch der nicht nur an Samhain augeübt werden kann.

Dead Can Dance, eine Neo-Klassik/Gothic Gruppe aus Australien, die Elemente der Weltmusik mit Jazz und Rock in einem sehr eigenen Stil verbindet. Dazu die aussergewöhnlichen Stimmen von Lisa Garrett und Brendan Perry. Lisa Garrett war auch als Lead-Stimme in Hans Zimmers Oskar- gekrönten Soundtrack für “Gladiator” aus dem Jahr 2000 zu hören. Sie hat ausserdem als Komponistin und Sängerin noch an weiteren erfolgreichen Filmmusikprojekten mitgewirkt.  Leider unterbrachen die beiden Musiker ihre gemeinsame Arbeit von 1998 bis zum Jahr 2011 für  reine Solokarrieren. Erst 2012 erschien ihr letztes gemeinsames Album Anastasis – Wiederauferstehung.

Dead can Dance “Black Sun” auf Youtube.

Posted by on November 14th, 2015 Kommentare deaktiviert