Archive for Januar 15th, 2016

 

Heilpflanzen im Januar: Signatur des Saturn

Satrun von Bonatti, 1550. Wikimedia.

Saturn von Bonatti, 1550. Wikimedia.

Signaturen in der Pflanzenastrologie:

Alle Lebendige aber auch sonstiges Dingliches teilt sich mit. Pflanzen kommunizieren mit ihren Farben, ihrem Geruch oder Duft, in der Ausformung ihres Wurzelgeflechts, Anzahl, Form und Stellung von Blättern, Erscheinungsform und Symmetrie der Blüten, Eigenschaften ihrer Früchte, Samen oder Sporen, ihrer kompletten Erscheinungsform, ja sogar einer Art “Ausstrahlung”. Bei der Interpretation der Pflanzen muss man aber bedenken, dass sie sozusagen verkehrt herum leben: Ihr Kopf oder “Gehirn” steckt im Boden, ihre Fortpflanzungs- und Bewegungsorgane (z.B. Ranken) sind nach oben, dem Licht entgegengestreckt.

  • Hinweise für Signaturen finden sich auch darin, wie, wo und wann eine Pflanze wächst, blüht oder fruchtet  in welchen Gemeinschaften und unter welchen Randbedingungen.
  • Namen, besonders die ortsüblichen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sofern noch bekannt) spielen eine Rolle. Auch Bezeichnungen aus dem Volksmund sind eine interessante Quelle, wobei man aber Heilwissen, Brauchtum und dummen Aberglauben manchmal nicht trennen kann.

Diese Erscheinungsbilder und Ausdrucksformen lassen sich in die Sprache astrologischer Archetypen übersetzen, sie bilden dann eine sogenannte Signatur.

In der klassischen Signaturenlehre werden meist nur die einseitigen Prinzipien der hermetischen Polarität herangezogen, ausserdem verwendet man nur die 7 Himmelskörper der Antike: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Ich ziehe aber die Trans-Saturnier durchaus mit heran, da es mittlerweile einige Erfahrung damit gibt. Bei allen hermetischen Korrespondenzen muss man immer bedenken, dass durch das symmetrische Achsenprinzip der Gegenpol immer mit zum Tragen kommt. In allen Dingen oder Wesen, welche die Erde oder der Kosmos hervorbringt ist zudem auch jedes archetypische Wirkprinzip vertreten, wenn auch nicht in gleichem Aussmass oder in allen Stadien oder Phasen ihrer Existenz. Manche Wirkungen z.B. bei Pflanzen sind nur auf einen Teil, wie Früchte oder Wurzeln beschränkt, manche muss man erst durch Zubereitung und Anwendung erschliessen. Zum Teil kann man eine Rückbeziehung durch die Funktion der Inhaltsstoffe für die Pflanze selbst herstellen.

Dazu kommt: Nicht alles was aus dem planetaren Entsprechungen stammt, ist dem Menschen dienlich – es ist in erster Linie für die Pflanze lebensnotwendig und prägt IHR Wesen. Wir nutzen nur den Anteil, der uns hilfreich ist.

Helleborus niger: Typische Saturnpflanze, mit Rhizom und Winterblüte.

Helleborus niger: Typische Saturnpflanze, mit Rhizom und Winterblüte.

Doch jetzt zu den Planeten:

Saturn:

Nach der Elemente-Lehre: kalt, trocken. Erde. Eine ausführlichere Beschreibung der Korrespondenzen des Saturn gibt es hier. Seine Gegenpole sind Mond (Krebs) und Sonne (Löwe): Saturn im Steinbock und Wassermann. Die Gegenpole sind in den Pflanzenaufstellungen nicht explizit erwähnt, wenn sehr stark wirksam sind, werdfen sie unter ihrem eigenen Prinzip aufgelistet -> Mondpflanzen, Sonnenpflanzen.

Hartlaubig, immergrün, zäh, Holz, leicht verholzend, vierkantig, vierzählig (Blüte, Blätter), Nadeln, Flechten, giftig, dunkelblau, schwarz, dunkelgrün, bitter, dürr, gerade, greisenhaft, im Schatten wachsend, vertrocknet, abgestorben, unfruchtbar, (muffig) stinkend, borkig, trocken, kalt, im Gebirge oder der Ödnis wachsend, im Winter oder Vorfrühling blühend, Früchte nach dem Frost geniessbar, hartschalig, derb,  langlebig, oft aus der Erdurzeit, kieselsäurehaltig, Gerbstoffe, zusammenziehend, Rauschmittel (giftige!), schwarz, Blüte oft weiss (Gegenpol: Mond!) oder düster, dunkel-violett, schmutzige Brauntöne, fleckig. Betonte Wurzeln: Oft rübenartig oder knollig: Zaunrübe oder Alraune, Alpenveilchen, Beinwell auch die Kartoffel. In den fleischigen Knollen und Rhizomen zeigt sich wieder der Gegenpol Mond, auch im häufiger vorkkommenden Milchsaft.

 Hier  dominiert das Saturnprinzip:

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  • Ackerschachtelhalm Equisetum arvense -> alle Schachtelhalme: kieselsäurehaltig und aus dem Erdaltertum (Karbon)
  • Aloe (mit Mars, Mond) Aloe – stark bitter, austreibend
  • Alpenveilchen (Venus/Pluto), Cyclamen -> Knolle, Frauenmittel, giftig
  • Alraune ( Venus/Pluto) Mandragora officinarum -> Rhizom, fleischige Früchte, stark giftiges Rauschmittel
  • Beinwell (mit Jupiter/Merkur) Symphytum officinale -> starkes Rhizom, heilt Verletzungen von Haut, Gewebe und Knochen
  • Bittersüsser Nachtschatten Solanum dulcamara -> alle Solanaceen, zusammen mit Venus/Pluto, daher auch alle toxisch
  • Bärlapp  (Mars), Lycopodium -> Urpflanze des Karbon, Schamanenpflanze
  • Bilsenkraut (Pluto/Venus), Hyoscyamus niger -> giftiges Rauschmittel, Schamanenpflanze
  • Blauer und gelber Eisenhut ( Venus/Pluto, Merkur/Neptun) Aconitum napellus extrem giftig, homöopathisches Schmerz-und Fiebermittel
  • Bockshornklee Foenum graecum
  • Buche Fagus silvatica -> Gerbstoffe, extem hartes Holz
  • Christophskraut (Mond, Merkur),
  • Deutsche Schwertlilie: Iris Germania – Iris sind generell von Saturn/Mond und Venus/Mars regiert -> Wasserpflanze, starkes Rhizom, Hautmittel
  • Efeu (mit Merkur/Jupiter)  Hedera helix -> Immergrün, schwach giftig, schwarze Beeren, Hustenmittel
  • Eibe (mit Pluto) Taxus baccata -> Immergrün, zähes, hartes Holz, sehr langsam wachsend, stark giftig (Pluto)
  • Erdrauch Fumaria officinalis
  • Einbeere, Paris quadrifolia: saturnische Vierzahl sehr deutlich, giftig, Rhizom
  • alle Farne  -> Urzeitpflanzen des Karbon, starkes Rhizom, auch Merkur/Neptun-Einfluss, Purgier- und Wurmmittel, oft giftig
  • Faulbaum (mit Mond) Rhamnus frangula
  • Feld-Mannstreu Eryngium campestre
  • Geißfuß, Giersch Aegopodium podagraria -> Neptun/Merkur gleichwertig neben Mond/Saturn -> Fuss(Neptun)-Gichtmittel, Bronchialmittel, vitaminreich (Karotinoide, C), hier sieht man da Zusammnewirken von Neptun (unterwandernd) und Saturn (langlebiges, zähes Wurzelwerk), wassertreibend (Mond), Gelenkschmerzen, Rheuma(Saturn). Nicht bekämpfen – aufessen! Im verlinkten Beitrag ganz unten steht etwas zum vielseitigen Giersch.
  • Getreide-Arten: Roggen, Gerste, Einkorn, Dinkel, doch hier ist der Jungfrau-Merkur-Einfluss der stärkere
  • Großblumige Königskerze (mit Jupiter und Merkur) Verbascum thapsiforme -> Merkur-Einfluss als Hustenmittel ist der stärkste
  • Habichtskraut Hieracium pilosella
  • Haselwurz  (Pluto/Venus), Asarum europaeum -> Rhizom, violettbraune Blüten, Abortivum (Pluto+Saturn), giftiges Rauschmittel, gut erkennbar an den glänzenden nierenförmigen Blättern (Venus)
  • Herbstzeitlose (Venus/Pluto), Colcicum autumnale -> Zwiebel (Mond), herbstblühend, sehr giftig (Pluto), Gichtmittel
  • Hirtentäschelkraut (mit Venus und Mars) Capsella bursa pastoris -> stark adstringierend, Frauenmittel, blutstillend
  • Holunder (mit Mond und Venus/Pluto) Sambucus nigra
  • Immergrün (mit Neptun/ Merkur) Vinca minor : giftig, enthält Vincamin -> früher ein potentes Mittel bei Schlaganfällen
  • Isländisch Moos ->Flechten, Urpflanze des Karbon
  • Kiefer (mit Mars) Pinus silvestris -> alle echten Nadelgehölze, Harz wirkt entzündungshemmend, Weihrauchersatz
  • Klatschmohn und andere Mohnarten ( Neptun/Merkur) Papaver rhoeas -> Milchsaft der Mohngewächse (Mond), Vierzahl der Blüte, unterschiedlich toxisch, je nach Sorte, Schmerzmittel, Rauschmittel
  • Klette (mit Venus/Mars) Arctium lappa -> starke Pfahlwirzel, Haarpflege, Brandwunden (Öl, Mars), Hautekzeme (öl, Venus), Magenmittel (Tee, Mond), Leber- Gallemittel (Tee, Mars), antiviral, antitumoral (Saturn, Mars), Phyto-Östrogene (Venus), weisslicher spinnwebenartiger, klebriger  Überzug zeigt die Mondsignatur, klettig wie ein Krebs, eben.
  • Krähenfuß Plantago coronopus, ein Wildgemüse, das an der Küste (Grenze) wächst, starke Pfahlwurzel
  • Küchenzwiebel (mit Mars und Mond) Allium cepa
  • Mais (mit Jupiter /Merkur) Zea mays -> Getreide
  • Meerstranddistel (mit Jupiter/Merkur) Eryngium maritimum, enthält Saponine, Grenzgänger, wirkt vertrocknet, starke Wurzel, sehr hartlaubig
  • Meerzwiebel (mit Pluto/Venus) Scilla maritima -> enthält Herzglykoside wie Fingerhut, sehr giftig, als Mittel gegen Altersherz eingesetzt.
Meerzwiebel, Köhlers Arzneipflanzen ca. 1895

Meerzwiebel, Köhlers Arzneipflanzen ca. 1895

  • Milzkraut Chrysosplenium -> 4 und 8-zähligkeit, milzförmige blätter, starkes Rhizom, im Mittelalter als Milzmittel eingesetzt
  • Mispel (mit Venus) Mespilus germanica
  • Mutterkorn, Claviceps purpurea -> Neptun/Merkur und Mond/Saturn, schmarozender Pilz (Neptun) auf Getreide (Merkur), Hebammenpflanze (Mond) mit extrem adstrinierender Wirkung (Saturn) auf die Gebärmutter (Mond). Rauschmittel mit LSD-Derivaten und sehr toxisch.
  • Nieswurz (mit Mond, Pluto,/Venus) -> Christrose Helleborus niger, alle Helleborus bzw. Hahnenfussgewächse, die aber auch eine Merkur/Neptun(Jupiter) Signatur tragen, giftig bis stark giftig, Winterblüher.
  • Olivenbaum (Mond/Sonne), Olea europea -> Langlebig, hartes Holz, adstringierend, harter Samen (Kern)
  • Patchouli (Mond, Merkur/Neptun), Pogostemon -> Aphrodisiakum (Duft), Antiparasitenmittel
  • Pappelarten (mit Jupiter/Merkur) Populus -> auch ein Baum der Hekate, adstringierend, Gerbstoffe, schmerzstillend, entzündungshemmend (wie bei der Weide)
  • Potentilla – Blutwurz, Fingerkraut (Venus/Mars) -> Vierzahl der Blüten, Rhizom, blutstillend, zusammenziehend
  • Quitte (mit Venus/Mars) Cydonia vulgaris -> adstringierend, Gerbstoffe
  • rote Beete, Beta vulgaris und rubra -> Knolle, adstringierend, Wintergemüse, entzündungswidrig, Wurmmittel
  • Roter Fingerhut ( Venus/Pluto) Digitalis purpurea -> sehr giftig, Herzmittel (Altersherz), wassertreibend (Venus, Mond)
  • Salomonssiegel (mit Mond) Polygonatum officinale -> toxisch
  • Samtblume Amaranthus -> Getreide, ein Wolfsmilchgewächs (Mond), bitter, Saponine, Gerbstoffe, roh giftig
  • Schwalbenwurz (Mond/Saturn, Neptun/Merkur – das Rhizom wird verwndet – giftig-Saponine)
  • Schierling (mit Neptun/Merkur) Conium maculatum -> muffuger Geruch, Rhizom, alles an dem Gewächs sehr giftig, äusserlich in der Antike als Schmerzmittel gebraucht, daher Vorsicht vor Hautkontakt.
  • Schlehe (mit Mars/Venus) Prunus spinosa -> Schwarzdorn (düstere Erscheinung), blüht bereits im Nachwinter, sehr adstringierend, harter Samen(Kern), scharze Frucht, braucht Frost zum Reifen
  • Sennes Senna -> Gerbstoffe, Abführmittel, Purgiermittel, schwach giftig
  • Sperberbaum, Speierling (Merkur/Jupiter) Sorbus domestica -> Gerbstoffe, dient der Mostbereitung: Klärung und Haltbarmachung
  • Stechpalme (mit Mars) Ilex aquifolium, giftig
  • Tabak (mit Mars(Pluto)/Venus), Nictiana tabaccum -> sehr giftig, extrem adstringierend (Gefässverengung), Suchtmittel, Schamanenpflanze (atropopäisch und purgierend), wirkt antidepressiv und kan zu Agitation führen.
  • Tamarinde Tamarindus indica, auch Sauerdattel, enthält Gerbstoffe
  • Taumel-Lolch (mit Merkur/Neptun) Lolium temulentum -> eine Grasart, Rauschmittel, bewirkt Schwindel
  • Tollkirsche (mit Venus/Pluto) Atropa belladonna -> schwarze Beeren, sehr giftiges Rauschmittel
  • Thuja (Mond), Thuja occidentalis -> Immergrün, langlebig, toxisches Rauschmittel, Abortivum, früher gegen Hautgeschwüre und Warzen eingesetzt, weisse Blüten.
  • Ulme (mit Merkur/Jupiter) Ulmus campestris
  • Vogelknöterich (mit Merkur/Jupiter) Polygonum aviculare (Merkur/Neptun), starke Pfahlwurzel, enthält Gerbstoffe und Kieselsäure
  • Vogelmiere  (mit Merkur/Neptun) Stellaria media, enthält Saponine, gegen Gelenkschmerzen und allgemein als Schmerzmittel, zum Salat oder als Wildgemüse in geringen Mengen (Verdauungsbeschwerden).
  • Waldmeister, Mond, Saturn in 4 (Blüte) und 8 (Blattquirl) Zähligkeit. Schattenpflanze, Venus/Pluto
  • Wasserschierling (mit Mond, Merkur/Neptum) Cicuta virosa -> extrem giftig, Cicutoxin wird als Antikrebsmittel (pflanzl. Chemotherapie) diskutiert, wegen der extremen Toxizität. Alles andere wie beim gefleckten Schierling – Abstand halten! Zudem riecht der Wasserschierling kaum nach irgendetwas, im Gegensatz zum gefleckten Schierling -> der stinkt nach Mäuseurin. Er ist auch weniger auffällig, da er die ohne rötliche Scheckung der Stängel daherkommt, welche seinem Verwandten den Namen gegeben hat. Er steht am oder im Wasser, seine Wurzel enthält Kammern.
  • Weidenröschen (mit Venus/Pluto) Epilobium angustifolium -> Gerbstoffe, Prostatamittel , Phyto-Östrogene (Venus/Pluto)
  • Weißdorn (mit Mars/Venus) Crataegus oxvacantha, -> muffiger Geruch, düstere Erscheinung, Herzmittel (Altersherz), immunstimulierend, generell anregend, Geriatrikum
  • Weißer Germer (mit Mond) Veratrum album, sehr giftig, Rauschmittel
  • Wiesenschaumkraut, Kreuzblütler, Mond, Mars/Venus
  • Wintergrün (mit Merkur) Gaultheria procumbens, schwach giftig, desinfizierend -> gegen Blasenleiden (wie Bärentraube) und Geschwüre, als Aromastoff in den USA geschätzt
  • Wegwarte (Jupiter/Merkur), Cichorium intybus -> dunkles Rhizom mit weissen Michsaft, Bittermittel, Kaffee-Ersatz. leberwirksam
  • Zaunrübe (Jupiter/Merkur), Bryonia ->  giftig, homöopathisch als Anti-Krampfmittel (Husten) und gegen Gelenkschmerzen/Rheuma (Saturn).
  • Zypresse, Cupressus -> Immergrün, düstere Gestalt, bei Hautleiden für Umschläge (Zypressenöl), da antibakteriell.

Hauptsächliche Wirkungen saturnischer Pflanzen:

Umschliessend, begrenzend, zusammenziehend, bitter, herb, koagulierend, mineralisierend, knochenbildend, gegen Entzündungen und Schwellungen, hautheilend, für Zähne und Zahnfleisch. Lebensfeindlich – ähnlich wie Pluto: Wurmtreibend, Insektizid, Insektenabwehr. Wirkstoffe: Kieselsäure, Alkaloide, Gerbstoffe, Oxalsäure – diese kann sogar in Kristallnadeln vorkommen, wie in der Dieffenbachie. Die gefährlichen Alkaloide unterstehen auch dem Mars/Pluto Prinzip, der Gegenpol ist hier Venus. Rauschmittel des Saturn bzw. Pluto sind oft gefährlich toxisch im Gegensatz zu den ausschliesslich neptunhaften wie Hopfen, Hanf oder Baldrian oder Passionsblume. Bei hohem Mars-Anteil wirken sie Libido-steigernd, wie z.B. Bilsenkraut oder Stechapfel. Oder sie erzeugen Agitation und Aggressivität wie Nikotin.

  • Alle Listen mit Planetensignaturen werden immer wieder ergänzt und überarbeitet.
schwalb

Schwalbenwurz – Signatur von Saturn/Mond und Merkur/Neptun.
Sie ist giftig und stinkt fischig. ©beast666 2016

 

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des  6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter Mondaspekt -> Ursache, nächster Mondaspekt -> Heilungschancen und Dauer.

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  direkt nachfragen.

 

Posted by on Januar 15th, 2016 Kommentare deaktiviert