Archive for Februar, 2016

 

Zodiak Humor: Schnauferl oder Rennsemmel?

Welche Autovorliebe findet man bei den einzelnen Sternzeichen?

Qual der Wahl, schon bei Ötzi: Welcher fahrbare Untersatz passt zu mir?

Widder: Schnell, laut und ROT, Ferrari oder Porsche. Oder lieber ein Motorrad.
Stier: Einen Volvo Kombi, Audi A6. Mit Anhänger für Gartenerde, Pflanzen etc.
Zwilling: Auto … viel zu langsam (siehe Schütze) oder gleich zwei davon, Marke nach Tageslaune: Etwas Jugendliches oder ein Cabrio. Am liebsten gemietet, da muss man sich nicht damit belasten. Oder man fährt lieber Taxi, da kann man sich über den neusten Klatsch unterhalten.
Krebs: Familien-Van oder SUV. Etwas, wo Muttis Rollator reinpasst. Ein Oldtimer, gerne eine ganze Sammlung davon.
Löwe: Luxuslimousine mit Chauffeur und persönlicher Hostess. Kutschen mit Herold sind ja aus der Mode gekommen.
Jungfrau: Ein vernünftiges Auto mit wenig Verbrauch und Öko-Aspekt. Style: Nett und adrett, nichts zu auffälliges. Sieger in der Pannenstatistik. Ein weisses Auto.
Waage: Kann sich nicht entscheiden, entweder was edel gestyltes oder man fährt lieber mit Freunden. Kein Cabrio, da leidet die Frisur, auf jeden Fall Komfortfederung: Citroen Diva.
Skorpion: Ein schwarzer BMW mit dunklen Scheiben … nein das ist doch zuviel Klischee!  Ein Auto mit geheimnisvoller Aura … eine Gangster-Limo (Oldtimer) oder ein schwarzer Lamborghini – keinesfalls ein Ferrari, schon gar nicht in rot.
Schütze: Fliegt lieber, wenn Auto, dann vieleicht ein Campingmobil oder einen Geländewagen mit Pferde-Anhänger.
Steinbock: Etwas Konservatives, Mercedes oder Brit-Limo, wie Bentley oder Jaguar. Kein Rolls, da zu wenig Understatement.
Wassermann: Die neuste Technik, wie etwa der E-Sportwagen Tesla, Elektroantrieb oder Brennstoffzelle ist sowieso selbstverständlich. Oder man fährt öffentlich, das Auto als Status-Symbol, ist etwas für Snobs. Am besten, man erfindet ein eigenes Fahrzeug.
Fische: Egal, am liebsten ein UFO oder man tranzendiert sich lieber, um an einen anderen Ort zu kommen. Der Fische-Typ findet sein Auto spätestens nach dem ersten Parken sowieso nicht wieder. Hippie-VW-Bus Samba mit vieeelen PEACE Zeichen drauf, und eingebauter Shisha.

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Posted by on Februar 29th, 2016 Kommentare deaktiviert

Pythagoras und das Geheimnis des Zodiak

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Pythagoräisches Tripel im Zodiak: 3,4,5,

Die wesentlichen geometrischen Grundbeziehungen in einem Horoskop leiten sich vom Pythagoräischen Tripel und der Tetraktis her:

Eine gute Quelle zur Tetraktis oder Tetraktys ist hier zu finden. Ganz ohne Eso-Geschwurbel und Merkaba-Schmäh.

Tetraktys - die Repräsentation der 10 als Polygonalzahl.

Tetraktys – die Repräsentation der 10 als Polygonalzahl.

Der Zodiak selbst enthält in seinen Symmetrien und geometrischen Aspekten  die heiligsten Zahlen des Pythagoras:

1, 2, 3, 4 bilden die Tetraktis, auf der auch das Schema des Lambdoma*** der Musiktheorie basiert. Die Addition der Elemente der Tetraktis ergeben 10, ebenfalls eine mystische Zahl der Perfektion. Die Tetraktis ist auch mit dem Pascal’schen Dreieck zur Bestimmung der Binomialkoeffizienten und dem Galton-Brett *** verwandt.

Die 6 selbst ist eine mathematisch perfekte Zahl, da sie sie Summe und  Produkt ihrer Teiler ist:  1+2+3=6 und 1*2*3=6.  Der Zodiak hat 6 Achsen, der zugeordnete Aspekt ist das Sextil, der sogenannte “Freundschaftsaspekt”. Die Zahl sechs gilt im zahlentheoretischen Sinn auch als mit sich selbst befreundet, ein Begriff, der ebenfalls auf Pythagoras zurückgeht.***

Auch die 5 des Lebens und des Goldenen Schnitts (Pentagramm)   ist enthalten: Es gibt fünf Hauptaspekte:

  • Konjunktion (Teiler 1) ,
  • Opposition (Teiler 2),
  • Trigon (Teiler 3),
  • Quadrat (Teiler 4),
  • Sextil (Teiler 6).

Die heilige Zahl 7 kommt auch vor: In der klassischen Astrologie gibt es 7 Planetenherrscher:

  • Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn.

Die 12 des gesamten Zodiak-Kreises ist die Summe des Pythagoräischen Tripels: 3+4+5=12. Dies entspricht dem Umfang des zugrunde liegenden rechtwinkligen Dreiecks. Hier finden wir die 12 Tierkreiszeichen und ihre zugeordneten Häuser, die die Lebensthemen repräsentieren:

Die Themen der 12 Häuser im Überblick

  • 1. Initiation
  • 2.Manifestation
  • 3.Realisation (Erkenntnis)
  • 4.Gestation/Formierung
  • 5.Visualisierung/Imagination
  • 6.Analyse
  • 7.Reflektion
  • 8.Transformation
  • 9.Expansion
  • 10.Kristallisation
  • 11.Illumination
  • 12. Synthese, Unifikation

Die drei Modalitäten und ihre “Kreuze”:

Kardinal: Ich beginne:

  • Widder, Krebs, Waage, Steinbock, Häuser: 1,4,7,10

Fix: Ich erhalte (baue auf):

  • Stier, Löwe, Wassermann, Häuser: 2,5,8,11

Mutabel: Ich löse auf (verändere),

  • Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische, Häuser: 3,6,9,12

Die Trigone der vier Elemente:

  • Erde; Stier, Jungfrau, Steinbock, Yin, “Nachthäuser: 2, 6, 10″
  • Wasser: Krebs, Skorpion, Fische, Yin, “Nachthäuser: 4,8,12″
  • Feuer: Widder, Löwe, Schütze, Yang, “Taghäuser: 1,5,9″
  • Luft: Zwillinge, Waage, Wassermann, Yang, “Taghäuser: 3, 7, 11″.

Anhang:

  • *** Ein matrixartiges Zahlenschema zum Ermitteln der harmonischen Frequenzen einer Tonreihe. Oder auch als eine Art Primzahlsieb einsetzbar.
  • *** Zwei verschiedene natürliche Zahlen, von denen wechselseitig jeweils eine Zahl gleich der Summe der echten Teiler der anderen Zahl ist, bilden ein Paar befreundeter Zahlen.
  • ***Galtonbrett aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung:
Galton-Brett, Tetraktis in Motion. Aus der resultierenden Binomialverteilung entsteht im Grenzfall die Normalvetreilung (Gauss-Glocke).Quelle:PD via  wiki

Galton-Brett: Tetraktis in Motion.
Aus der resultierenden Binomialverteilung
entsteht im Grenzfall n → ∞ die Normalverteilung (Gauss-Glocke). Quelle: PD via wiki

Francis Galton war Wassermann wie sein Cousin Charles Darwin. Den unter diesem Zeichen und seinem Herrscher Uranus Geborenen, ist zu eigen, übergeordnete Muster in natürlichen Phänomenen und deren Zusammenhängen zu erkennen. Saturn, der Co-Regent von Wassermann widmet sich eher den Strukturen im Inneren der Dinge. Eine starke Stellung der beiden planetaren Archetypen zusammen mit den Zeichen Steinbock und Wassermann ist ein typisches Merkmal in den Horoskopen von Naturwissenschaftlern.

 

Posted by on Februar 28th, 2016 Kommentare deaktiviert

Mathe-Magie: Sieb des Eratosthenes

Primzahlsieb oder Lambdoma ?

Primzahlsieb oder Lambdoma ?
Sierpinski Enigma ©scrano 2014

Grundprinzip

Das Sieb des Eratosthenes basiert auf der Eigenschaft, dass jede natürliche Zahl entweder eine Primzahl oder das Vielfache einer solchen ist. Zunächst werden alle Natürlichen Zahlen des gewünschten Intervalls in einer Liste aufgeschrieben:

Nun werden, bei 2 beginnend, alle Vielfachen der jeweils niedrigsten Zahl aus der Liste gestrichen (Diese können ja keine Primzahlen sein, da sie Vielfache der niedrigsten Zahl sind): Hat man dieses Verfahren oft genug durchgeführt, so bleiben am Ende nur noch die Primzahlen übrig (diese werden niemals gestrichen, da sie nicht vielfache irgendeiner kleineren Zahl sind):

Primzahlsieb

Prinzip des Primzahl-Siebs.

Optimierung des Prinzips

Dieses Verfahren lässt sich jedoch noch deutlich optimieren, beachtet man folgende zwei Regeln:

  • Die kleinste Zahl, die als Vielfaches einer Primzahl gestrichen wird ist ihr Quadrat. Alle niedrigeren Vielfache sind bereits gestrichen, da sie auch Vielfache einer kleineren Primzahl sind. Die größte Zahl deren Vielfache noch gestrichen werden müssen ist die Wurzel der höchsten Zahl des Intervalls, in unserem Beispiel:
  • Damit sind wir in diesem Beispiel, dem Intervall von 2 bis 50 bereits nach 4 Schritten fertig! Es sind nur die Vielfachen von 2, 3, 5 und 7 zu streichen.

Einen Artikel über die Verwendung des Pythagoräischen Lambdoma, das eine Verwandtschaft mit diesem Verfahren aufweist als Primzahlsieb, werde ich demnächst einstellen. Hierzu fand ich einen interessanten Artikel auf der Seite “tetraktys.de“, welcher diese Idee verfolgt. Auch Tetraktys und Lambdoma allgemein, ihr Bezug zur Musiktheorie und Harmonik, werden noch Gegenstand einiger Posts sein.

 

Posted by on Februar 26th, 2016 Kommentare deaktiviert

Eine Lanze für den Pinguin: LINUX, Bastler und diverse Früchtekuchen

Tux, das Makottchen für Linux, wirbt für einen Linux-Nutzerclub aus UK: SLUG.

Tux, das Maskottchen für Linux, wirbt für
einen gemeinnützigen Linux-Nutzerclub aus UK: SLUG.
Design © Scrano 2015
Mich gibt es auch als Tasse …

Das leckere Elektronik-Obstgebäck  heisst Banana-Pi, oder das Ur-Modell, mittlerweile schon Kult: Raspberry-Pi. Das ideale Spielfeld für Elektronikbastler, da preiswert, mit vielerlei Peripherie-Zubehör ausgestattet und einfach programmierbar: Die script-Sprache PYTHON macht es möglich. Dabei ist der Kleine PI ein veritabler LINUX-Computer und auch als Messrechner einsetzbar, wie die einst legendäre BASIC-Briefmarke aus den 1990igern. Keine Angst vor Linux: Der Umgang mit dem Pinguin TUX ist mittlerweile sehr relaxed, auch wenn er einen Frack trägt. Es existiert auch schon eine grössere Netz-Community für intressierte Bastelfreunde, wo man sich über Tipps und Tricks austauschen kann.

Mehr gibt es hier:

  • LINUX bei wiki
  • Raspberry PI Einplatinenrechner für Schul-und Lernzwecke, auch zum Realisieren eigener elektronischer Projekte.
  • Hackaday, elektronische Bastlerzentrale mit Blog und Store
  • S.L.U.G: Shropshire Linux User Group
  • Youtube video blog: 101Blog von John Alexander mit Tips und britischem Humor allerdings in englischer Sprache

Nur keine Panik, etwas Geekery muss ab und zu sein! Ausserdem, warum nicht mal Interesse für Kommunikationsmedien ausserhalb des User-Levels zeigen? Vielleicht findet der eine oder andere ein neues Hobby?

Die wirkliche “Computer-Literacy” nimmt nämlich erschreckend ab – ein wenig am PC herumspielen und Facebook zu nutzen  macht aus unserer Jugend noch lange keine echten Freaks oder Geeks, wie wir das noch waren. Im Gegenteil, die reine Konsumentenhaltung mit keinerlei Wissen um die “Black Box” deren Tasten oder Touchdisplays da betätigt werden ist leider weit verbreitet.  Das macht uns auch anfällig für Intransparenz und Abhängigkeiten.  Big Brother is Watching You! Also, ran an die Platine und den Lötkolben angeheizt! Nicht bloss den Daumenreflex trainieren.

Und wer keine Früchtekuchen mag, oder Pinguine hasst, weil sie ihn an gestrenge Klosterfrauen erinnern:

Für den gibt es noch die italienische VESPA unter den Scheckkarten-Rechnern: Arduino, er eignet sich besonders für reine Hardware-Hacks, da er hauptsächlich aus einem Mikrokontroller besteht. Ausserdem läuft er gut mit Akku oder Batterie, also auch etwas für autonome Lösungen. Zudem lässt er sich leicht programmieren: Projekte lassen sich schon mit wenigen Codezeilen umsetzen.

 

Posted by on Februar 25th, 2016 Kommentare deaktiviert

Atargatis – Urmutter aus dem Weltozean.

Atargatis, die fischgestaltige Schöpfergöttin: Eine weibliche Urform des Meeresgottes Neptun oder Poseidon. Daher ein Mandala mit Meerestouch als Einstimmung für den nächsten Post über Astrologie und Mythologie der Planeten: “Neptun, auf der Suche nach dem Gral ….”

Atargatis (griechisch), Atar’ata (aramäisch), als graeco-romanische Form DeaSyria; war eine syrische Schöpfer-Gottheit, zu deren Kult unter anderem die rituelle Kastration gehörte. wie bei Kybele, die wir schon beim Artikel über das Veilchen kennengelernt haben.  Ihre Symbole waren Fisch und Granatapfel, letzterer auch ein Attribut von Venus und Persephone. Daher die Farbenwahl des Mandalas in Veilchenblau und einer Art Lumineszenz wie beim Meeresleuchten. Die Fischgestalt von Schöpfungsgottheiten war im Zweistromland populär: Oannes in Babylon, ein Kulturbringer. Auch im Christentum wurde dies übernommen: ICHTYS, griechisch für Fisch, ist ein Akronym für Iesus Christos Theou Hios Soter. Das Fischsymbol und der Ozean standen im mediterranen Kulturraum häufig in Verbindung mit Erlöserthemen.  Das zeigt sich besonders im Dionysoskult, dessen Legende auch im Zusammenhang mit dem astrologischen Neptun eine Rolle spielt.

Atargatis 2014

Atargatis Mandala ©scrano 2014

Wie bei Kybele waren die Priester der Atargatis Enuchen. Der Sohn dieser “Magna Mater” hiess ebenfalls Ichtys. Auch er galt als Symbol für Auferstehung und Erlösung.

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Wenn Pythagoras trippelt ….

Fraktale Blume des Lebens - eine geometrische Figur, der von Neu-Esoterikern eine mystische Bedeutung zugeschrieben wird …

Fraktale Blume des Lebens – eine geometrische Figur,
eigentlich eine Konstruktionsanleitung, der von Neu-Esoterikern
eine mystische Bedeutung zugeschrieben wird …
Reichlich übertrieben, meine ich – aber man kann damit Geld machen.

… trifft er voll auf die Zwölf!

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Pythagoras am Dom von Chartres: Als Meister der Musik mit dem Monochord dargestellt.
Aus der pythagoräischen Harmonik in der Architektur stammt Goethes Satz:
Architektur ist gefrorene Musik.
Die 12 Tierkreiszeichen in Zusammenhang mit Pythagoras findet ihr hier.

Ein sogenanntes Pythagoräisches Tripel: 3 Zahlen, die ganzzahlige Lösungen des Satzes von Pythagoras bilden: Das berühmte Schulbeispiel (3,4,5) ist wohl das bekannteste und war für die Ingenieure und Architekten seit der Antike eminent wichtig.

pythagoras

GAOTU: Grand Architect Of The Universe.

  • Pythagoras lehrte, dass die Zahl Zwölf ein Mass der Perfektion sei: Sie hätte eine tiefe, mystische Bedeutung.
  • Durch seine Forschungen auf dem Gebiet der Musiktheorie erkannte er: Es gibt zwölf Halbtonschritte in einer Oktave.
parzen

Parzen mit Lebens(mess)schnur, Zodiak, und Christus-Fisch.

  • Bildet man die Summe des Pythagoräischen Tripels: (3,4,5) erhält man Zwölf: Die Grundlage der Feldmesserei mit Hilfe der Triangulation durch rechtwinklige Dreiecke mittels einer Messschnur und 3 Pflöcken.
  • 12 Knoten hatte daher die Messschnur der antiken Baumeister, die an den Lebensfaden der drei Parzen (römische Form der griechischen Schicksalsgöttinen=Moiren: Klotho, Lachesis, Atropos ) erinnert.
  • Das Produkt des Pythagoräischen Tripels ergibt die heilige 60 der mesopotamischen Völker:  Sumerer, Babylonier etc.
  • Die Zahlen 3,4 und 5 wurden auch folgendermassen interpretiert: Der göttliche Geist (3) schaft aus der Materie (4) das Leben (5). In Ägypten standen sie für Osiris (3), Isis(4) und Horus(5).
  • Auch In der Astrologie ist die 12 die Zahl der Vollendung, der astrologische Stundenkreis hat 12 Abschnitte, sogenannte Häuser, die jeweils 2 Stunden dauern. Das 12. Haus wird mit der Auferstehung, der karmischen Vollendung und der sprirtuellen Erhöhung gleichgesetzt, sein Zodiakzeichen (Tierkreiszeichen) sind die Fische, ein Symbol der Erlösung für die Christenheit.  ICHTYS= der Fisch im Griechischen ist ein Akronym für Jesus Christus. Nasräer oder “kleine Fische” war vielleicht die wirkliche Beszeichnung von Jesus und seinen Anhängern, Nazarener könnte falsch übersetzt sein: Nazareth gab es wohl zu dieser Zeit nicht als Ort.

    Hortus_DeliciarumArithmetik

    Alter Taschenrechner:
    12 Knotenschnur, oder Rechenseil.

  • Bei den Sumerern bildeten 12 Personen die hohe Beamtenschaft. Die Hochkultur im Zweistromland führte die 12 und die zugehörige 60 als Masssystem und Rechenbasis ein.
  • Die Babylonier liessen ihr Kalendersystem und alle geometrischen Grundlagen auf der Zwölf und ihren Teilern basieren, wie sie es von den Sumerern übernommen hatten. Hier lernte Pythagoras sein berühmtes Theorem kennen. Er ist nicht sein Schöpfer.
  • Zur Zeit der Äquinoktien unterteilt sich ein Tag in genau 12 Tag-und 12 Nachtstunden.
  • Artus hatte 12 Ritter in seiner Tafelrunde (Zodiak-Analogie!)
  • Mithras hatte 12 Begleiter (Monate)
  • 12 Monate hat das solare Jahr

Freimaurer-Exkurs: Die Zwölf und das Pythagoräische Tripel spielen auch in der Freimaurerei eine grosse Rolle. Auch der Meister selbst wurde hoch geschätzt: Sein “47. Euklidisches  Problem”, wie der Lehrsatz auch bezeichnet wird, zierte zusammen mit einr Abbildung des Mathematikers und Philosophen das Titelblatt von Andersons “Constitutions”. In einem freimarerischen Zwiegespräch wird er als “Peter Gower” wohl aus dem französischen “Pythagore” abgeleitet, bezeichnet, der als Suchender in den Orient gereist sei, um dort das Licht (Weisheit) zu suchen.

  • Die 12 war im Mittelalter auch eine Zahl die Vollendung oder Vollständigkeit ausdrückt, ein Dutzend war eine übliche Handelsmenge.
  • Sie ist eine praktische Masszahl, da sie handliche fertige Teilbrüche enthält, die wieder ganzzahlig sind.
zahlen

Die Stadt der Zwölf: Das Heilige Jerusalem.

Selbst in der Teilchenphysik stösst man auf die 12:

Zwölf Materie-Teilchenarten:

  • sechs Arten Quarks,
  • sechs Arten Leptonen,

Dazu noch zwölf Arten Austauschteilchen (Bosonen) für die Kraftfelder, mittels derer je zwei der vorstehend genannten Teilchen aufeinander einwirken, Und, 13 bei Tisch, oh weh: Das Higgs-Boson!

Zum Missbrauch des Quanten-Begriffs durch Eso-Schwurbler:

Neulich schwebte ich im Quantenraum …
und träumte einen Quantentraum -
heraus kam, man glaubt es kaum
doch wieder bloss Bosonenschaum …

Physiker-Schüttelreim

oder

Ein Nichts mit etwas drum herum, nennt man auch ein Vakuum
und hat das Drumherum ein Leck, ist das Vakuum gleich weg
…wie der Verstand mancher Zeitgenossen !

Nennt Magie beim Namen, und lasst die Physik bei uns Physikern! Kreuzungen aus beiden werden meistens von der “Snake Oil” Eso-Guru-Wunderheilertruppe vermarktet, um Eindruck bei naiven Anhängern zu schinden. Bloss – diese “Erleuchteten Meister” können weder auf dem einen noch dem anderen Gebiet punkten. Wochenendseminare, die auf den neusten Hype-Zug aufspringen bilden mit zusammen mit pathologischer Selbstüberschätzung meistens den kläglichen Kenntnistand.

Posted by on Februar 23rd, 2016 Kommentare deaktiviert

Freimaurerecke: Rituale – Sinn oder Unsinn in der postmodernen Gesellschaft ?

Die Initiation in den Lehrlingsgrad.

Die Initiation in den Lehrlingsgrad.

Freimaurerische Rituale – angestaubte Tradition ?

Stuttgart im Februar 2011 aus der SZ:

  • „Alkoholexzesse, Schikanieren von Untergebenen, gefährliche Mutproben, bizarre Initiationsrituale, sexuelle Belästigung, Meutereien – glaubt man den jüngsten Berichten aus der Bundeswehr, so scheint die deutsche Armee ein Haufen von verwilderten Männern mit spätpubertären Umgangsformen zu sein. Der  damalige Verteidigungsminister hat deshalb verkündet, alle in den Streitkräften eingebürgerten Rituale müssten überprüft werden.
  • Die einschlägigen Experten lächeln müde. Wer, so sagen sie, von einer männerdominierten Organisation wie einer Armee anderes erwartet habe, sei naiv. Schließlich sei seit langem bekannt, wie es in Männerbünden zugehe, Ethnologie und Psychoanalyse hätten dazu die erklärenden Theorien vorgelegt. Bevor wir aber in bewährter Geschlechterkampfrhetorik in den feministischen Gemeinplatz einstimmen, an allen Übelständen der Gesellschaft sei das starke Geschlecht schuld, sollten wir uns das Ganze doch etwas genauer ansehen. Dann wird sich möglicherweise zeigen, dass Rituale keine männliche Perversion sind, sondern zum unverzichtbaren Fundament einer Kultur gehören.“

Rituale zählt man häufig und vorschnell zu den aussterbenden oder gar schon ausgestorbenen Kulturmerkmalen. Sie scheinen anachronistisch und wirken „angestaubt“.

Sind sie das wirklich ?

Eigentlich sind Rituale allgegenwärtig, auch wenn man sie nicht so nennt und Wissenszusammenhänge oft verloren sind. Der Begriff scheint negativ besetzt und wird gerne (absichtlich ?) umschrieben: Als Zeremonie etwa oder wie in der Kirche – als Liturgie bezeichnet. Wer weiss schon noch, dass er beim Weihwassernehmen in der Kirche eine rituelle Reinigung vornimmt, oder beim Kreuzzeichen „das Obere mit dem Unteren verbindet“ ? Man muss nicht auf hochoffizielle oder religiöse Gelegenheiten verweisen um sie zuhauf und sehr lebendig vorzufinden, es gibt sie vor allem auch im trivialen Alltag eines jeden: Das Abstreifen des Arbeitsalltags im Feierabendritual, die Gute-Nacht-Geschichte zum Einschlafen für das Kind, die festliche Bekleidung vor dem Opern- oder Theaterabend.

All  diesen Vorgängen ist eines gemeinsam : Sie erzeugen eine „Stimmung“ oder Einstimmung (tuning in, wie das die Hippies in Anlehnung an Timothy Leary nannten – 68er erinnern sich vielleicht noch).

Woher kommt dieses Gefühl ? Wie funktioniert das: Scheinbar simple Abläufe bringen Assoziationsketten in Gang, die emotionale oder sogar körperliche Reaktionen auslösen. Dies gilt für den agierenden Part genauso wie für den Zuschauer, solange man über eine gemeinsame Wissensbasis verfügt. Diese kann durchaus im Unbewussten liegen, nach C.G. Jung sogar im kollektiven Unbewussten. Auf dieser Basis wirken z.B. die Archtyepen, welche ähnliche Assoziationen auslösen, unabhängig von ethnischer oder kultureller Herkunft. Der Drang zum Ritual, einfach oder komplex ist wohl in der menschlichen Psyche verankert, ebenso findet man bestimmte grundlegende Ritualformen bei allen menschlichen Kulturen. Kulturspezifisch sind vor allem die Ausgestaltung und Details der verwendeten Symbolik, insbesondere bei komplexeren Ritualen. Ein solches Ritual ist normalerweise kulturell eingebunden oder bedingt. Es bedient sich strukturierter Mittel, um die Bedeutung einer Handlung sichtbar oder nachvollziehbar zu machen oder über deren profane Alltagsbedeutung hinaus weisende Bedeutungs- oder Sinnzusammenhänge symbolisch darzustellen oder auf sie zu verweisen.

Indem Rituale auf vorgefertigte Handlungsabläufe und altbekannte Symbole zurückgreifen, vermitteln sie Halt und Orientierung. Das Ritual vereinfacht die Bewältigung komplexer lebensweltlicher Situationen, indem es „durch Repetition hochaufgeladene, krisenhafte Ereignisse in routinierte Abläufe überführt“. Auf diese Weise erleichtern Rituale den Umgang mit der Welt, das Treffen von Entscheidungen und die Kommunikation. Durch den gemeinschaftlichen Vollzug besitzen viele Rituale auch einheitsstiftenden und einbindenden Charakter und fördern den Gruppenzusammenhalt und die intersubjektive Verständigung.

Rituale dienen nach Karl Bücher (Nationalökonom: „Arbeit und Rythmus“ 1904) insbesondere auch der Rhythmisierung zeitlicher und sozialer Abläufe.

Demnach gibt es

  • zyklische Rituale, die dem tageszeitlichen, wöchentlichen, monatlichen oder jährlichen Kalender folgen (z. B. das Weckritual, die Sonnenwendfeier usw.);
  • lebenszyklische Rituale, z. B. Initiationsrituale (bei Geburt, Mannbarkeit usw.);
  • ereignisbezogene Rituale, die z. B. bei bestimmten Krisen Anwendung finden (z. B. der Tod, eine Hungersnot u. a. m.);
  • Interaktionsrituale, die im Rahmen bestimmter Interaktionsmuster zum Tragen kommen, wie z. B. das Grußritual, Rituale des Körperabstandes oder das Ritual des Teetrinkens (zum Beispiel die Japanische Teezeremonie).

Rituale ermöglichen darüber hinaus die symbolische Auseinandersetzung mit Grundfragen der menschlichen Existenz, etwa dem Bedürfnis nach zwischenmenschlicher Beziehung, dem Streben nach Sicherheit und Ordnung, dem Wissen um die eigene Sterblichkeit oder dem Glauben an eine transzendente Wirklichkeit (z. B. durch Freundschaftsrituale, Staatsrituale, Begräbnisrituale, Grabbeigaben). Derartige Rituale sind daher Ausdruck der Conditio humana, des menschlichen Selbstbewusstseins, der symbolischen Verfasstheit menschlichen Handelns und nach Auffassung einiger anthropologischer Denker (etwa Helmuth Plessner) einer Art „Veranlagung“ (grob vereinfachend ausgedrückt) des Menschen zur Religiosität.

Rituale dienen auch dem Angstabbau, indem sie Szenarien entwickeln, bei dem eine Konfrontation mit der Konfliktsituation herbeigeführt wird, wobei schlussendlich auch eine mögliche Auflösung angeboten wird. Dies erinnert fast an eine verhaltenstherapeutische Sitzung, wie sie bei Phobien etc. zur Anwendung kommt.

Wie stark dies in der menschlichen Psyche eingebunden ist sieht man an OCD (obsessive compulsuve disorder) leidenden Personen, bei denen die ritualisierte Zwangshandlung zur Bekämpfung ihrer Ängste dient. Dies wird von den Betroffen als sehr beeinträchtigend empfunden. Rituale sind hier also ein notwendiges Übel, eine Belastung.

Auch bei den freiwillig vollzogenen Ritualen verkehren sich ihre Wirkungen manchmal auch ins Negative, solche Rituale werden als abgegriffen, überholt, sinnentleert oder kontraproduktiv empfunden und einer Ritualkritik unterzogen. Dies trifft dann zu, wenn keine Überlappung mit dem gesellschaftlichen Konsens mehr stattfindet:

Liturgische Rituale, die ausgrenzend wirken, wie die von Ratzinger wiederbelebte Lateinmesse, in der der Priester mit dem Rücken zur Gemeinde und in einer für die Mehrheit unverständlichen Sprache zelebriert, sind ein Besipiel dafür, ebenso die Paukduelle schlagender Verbindungen. Solche Rituale, die nur von „Eingeweihten“ verstanden oder praktiziert werden können, können auch der Ausgrenzung oder Beherrschung „Unwissender“ dienen. Von derlei elitären oder geheimnisvollen Ritualen besonders stark geprägt sind magische Riten und Kulte oder Geheimlehren.

Die oben genannten Beispiele werden oft auch in Zusammenhang mit dem Freimaurertum als Kritikpunkte gesehen. Solcherart Kritik ist dann statthaft, wenn Rituale nur noch Formsache sind oder bewusst der Ausgrenzung/Bevormundung dienen. Beim öffentlich zelebrierten Zeremonialakt der katholischen Kirche kann man damit einig sein – eine ausgestorbene Sprache ist kein gutes Kommunikationsmittel an die Allgemeinheit, ausserdem wird die Abwendung des Zelebranten von seiner Gemeinde als herablassend empfunden.

Bei den in geschlossen Zirkeln abgehaltenen Riten sieht das anders aus, ausser man befleissigt sich nicht, den Teilnehmern eine gesunde Wissens- bzw Vertrauensbasis mitzuliefern, so dass ein makaber anmutendes Abrakadabra herauskommt, an dem man nur teilnimmt weil es anders, irgendwie cool oder mysteriös ist.

Wie das heute in Studentenverbindungen, vor allem in den säbelrasselnden oder spukigen (Skulls&Bones),  gehandhabt wird, kann ich nicht beurteilen. Für die Freimaurer kann ich nur betonen, dass die Ritualistik einen wesentlichen Punkt in ihrem Selbstbild darstellt, und daher einem Verfall oder einer Denigration entgegengewirkt werden muss.

Erhebung eines Gesellen

Erhebung eines Gesellen

  • Was beinhaltet diese freimaurerische Ritualistik eigentlich ?

Die Freimaurer vestehen sich vor allem als Initiationsbund. Warum Initiationen ? Das erinnert eher an Stammesrituale von Ureinwohnern exotischer Gefilde als an gesetzte Männer meist mittleren Alters mit seriösem Anliegen. Beschäftigen wir uns einmal näher mit solchen Ritualen und ihrer Wirkung auf die Teilnehmer, ist der Zauber vermeintlicher Exotik schnell verschwunden.

Was beschreibt und umfasst eine Initiation ?

Initiationsrituale oder „rites des passage“ sind bewusste Übergänge von einem Lebensabschnitt in den nächsten. Im Ritual wird dieser Schritt symbolisch und in Gemeinschaft, in besonders kraftvoller Art und Weise vollzogen. Eine Initiation soll einen inneren Wandel nachvollziehen und unterstützen. Eine Transformation auf die nächste Ebene, wo neue Rechte und Pflichten, Herausforderungen und Verantwortungen warten. Der Schmetterling vollzieht diese Transformation auf besonders eindrucksvolle Art und Weise. Die Raupe entwickelt sich, nach einer Phase des Übergangs in Form von Rückzug und Sammlung (Verpuppung), zu einem völlig neuen Wesen. Bei derartigen Riten geht es also um das Überschreiten einer Schwelle, die den Übergang von einem alten Zustand in einen neuen markiert, etwa von der Kindheit ins Erwachsenenleben oder vom Junggesellendasein in den Ehestand. Sie markieren und begleiten aber auch den Eintritt in eine neue Organisation wie ein Internat, eine Universität, eine religiöse Gemeinschaft, ein Kloster, ein Gefängnis oder – eine Armee.

Die drei Phasen im Übergangsritual

Übergangriten werden bei van Gennep in drei Phasen unterteilt: Trennung, Schwelle beziehungsweise Umwandlung und Angliederung beziehungsweise Wiedereingliederung. Turners Phasenunterteilung basiert auf dieser Theorie von van Gennep:

  •  Die Trennungsphase dient der Loslösung des einzelnen rituellen Subjektes oder der Loslösung einer ganzen Initianden-Gruppe von der vorher gefestigten Sozialstruktur bzw. des früheren sozialen Status. Dies geschieht durch symbolische Verhaltensweisen. Weiterhin grenzt diese Phase ganz klar den sakralen Raum und die sakrale Zeit vom profanen oder säkularen Raum und der profanen Zeit ab.
  • In der Schwellen- bzw. Umwandlungsphase, auch liminale Phase genannt, ist die Initiandin oder der Initiand von Ambiguität, eine Art soziales Zwischenstadium, gekennzeichnet. Der Initiand geht durch einen kulturellen Bereich hindurch, der nur sehr wenig oder auch gar keine Ähnlichkeit mit dem vergangen und dem zukünftigen Zustand des Passierenden aufweist. Turner hat den Begriff Liminalität als Beschreibung für den Schwellenzustand geprägt.
  • Mit der Angliederungs- oder Wiedereingliederungsphase wird der Übergang in einen neuen, wieder relativ stabilen Zustand vollzogen. In dieser Phase kehren die Initianden in die Gesellschaft zurück, begleitet von symbolischen Phänomenen und Handlungen, die ihre neue, relativ stabile und genau definierten Position darstellen. Der neue Status ist gewöhnlich ein höherer Status, der mit allen dazu gehörenden Rechten und Pflichten eingenommen wird. Ab jetzt wird von der Person wieder ein Verhalten erwartet, das den traditionellen Normen und ethischen Maßstäben entspricht.

Bedeutung der Schwellenphase gilt als besonders wichtig:

Bei der Betrachtung eines Übergangsrituals ist die mittlere Phase, die Schwellenphase besonders hervorzuheben. Denn in dieser Phase befinden sich die Initianden in einem speziellen Zustand, nachdem sie sich rituell von der vorherrschenden Sozialordnung gelöst haben: Sie wechseln den sozialen Status. Der Zustand der Initiandin / des Intianden in dieser Phase der Liminalität ist notwendigerweise unbestimmt. Turner nennt dies auch die „betwixt-and-between period“. Die drei Phasen können nach van Gennep bei unterschiedlichen Übergangsriten stark variieren, zum Beispiel auch was die zeitliche Dauer und den Grad der Ausgestaltung betrifft. Die Trennungsphase der Übergangsriten findet man vor allem bei Beerdigungen. Die Phase der Umwandlung tritt bei Schwangerschaft, Verlobung und Initiation deutlich hervor. Die Phase der Angliederung ist beispielsweise bei Hochzeiten besonders wichtig.

Initiationsriten spielen bei der Ausbildung von Wissensträgern in den meisten Kulturen eine wichtige Rolle. Doch tritt ihre pragmatische Bedeutung nur selten ähnlich klar zutage wie bei den Naturvölkern. Denn in vielen Fällen haben sie sich gegen über den Wissensbeständen, deren Bewahrung sie dienen, bereits verselbstständigt. Von dem Umgang mit Wissen, sei es nun sakral oder profan, scheint oft eine gewisse Gefährdung auszugehen. Mit der Verwissenschaftlichung von Wissen hat sie noch zugenommen. Rituale aber helfen Ängste bewältigen. Von daher gesehen verwundert es nicht, wie zählebig sich solche eher archaischen Bräuche gerade im Universitätsmilieu erhalten haben. An die Mannbarkeitsriten autochthoner Kulturen erinnern die Mutproben, denen sich die Mitglieder von Burschenschaften an den deutschsprachigen Universitäten unterziehen mussten und die sich in den „hazing“ Bräuchen der amerikanischen Studentenbruderschaften heute noch finden lassen. Das blutige Duell war öffentlich schon lange geächtet, als ihm Studenten auf den Paukböden immer noch nachgingen, um sich unter streng regulierten Bedingungen gegenseitig möglichst sichtbare Initiationsnarben beizubringen. Das unter Einhaltung fester Regeln erfolgende Trinken großer Mengen von Alkohol, das im sogenannten „Komasaufen“ der Jugendlichen heute eine Wiederkehr erfährt, zählte und zählt ebenfalls zum rituellen Repertoire der Verbindungen. Der Auftritt der Professoren in Talaren bei allen Feierlichkeiten des akademischen Jahreszyklus, der Ablauf der akademischen Prüfungen, die feierliche Überreichung der Promotions und Habilitationsurkunden, Anredeformeln, Antrittsvorlesungen und vieles mehr waren Zeremonien, die zum Teil noch aus dem Mittelalter stammten und sich bis in das späte 20. Jahrhundert hinein erhalten konnten.

Auch die in vielen Kulturen praktizierten schamanistischen Rituale, die der Anrufung oder Beschwörung der Geister von Tieren, Pflanzen oder Verstorbenen dienen sollen, sind in der Regel nur ausgewählten Schamanen oder Heilern bekannt. Auch hier birgt das Wissen Gefährdungpotential für den Uneingeweihten, so dass der Schamane sich mehreren oft riskanten Initiationen unterziehen muss.

Für den Patienten ist das Ritual oft Teil der Heilung, er erlebt einen Übergang in die Gesundung. Nicht zuletzt leisten die geheimnisvollen Elemente des Rituals, durch das der Schamane auch eine Art Vertrauensvorschuss erhält, einen oft einen nicht geringen Beitrag zum Gelingen der Behandlung. Dass auch in der modernen Medizin dieser Effekt zum Tragen kommt, zeigen einige Studien, bei denen nachgewiesen wurde, dass „quasi-magische“ Utensilien und Handlungen, wie zB. die Ärzte-Tracht (weisser Kittel, Stethoskop etc) und benutzte „Gerätschaften“ und vor allem manuelle Untersuchungsmethoden wesentlich zum Behandlungserfolg beitragen. Auch der Placebo-Effekt fällt wohl in diese Kategorie. Wissen birgt also auch Macht und muss geschützt werden. Das Zeremoniell bzw. Ritual bietet diesen Schutzraum. Neben den Kirchen, den traditionellen Trägern des sakralen Wissens, waren es daher in der westlichen Welt vor allem die Universitäten, die am althergebrachten zeremoniellen Gehabe zäh festhielten.

Fazit:

  • Rituale sind für den einzelnen und die menschliche Gemeinschaft überlebenswichtig.
  • Wesentlich für den Nutzen von Ritualen ist ihre positive Resonanz.
  • Diese ist aber nur zu erwarten, wenn die Inhalte verständlich sind. Dies kann durch zwei unterschiedliche Herangehensweisen erreicht werden, man passt die Form dem Zeitgeist an oder man vermittelt und pflegt das notwendige Wissen über die Tradition.
  • Bei unsrerer Bruderschaft hat sich letzteres bewährt.

Der Erhalt dieses Wissens setzt aber eine gründliche und immer wieder von neuen Sichtweisen inspirierte  Beschäftigung mit dieser Thematik sowohl für alle, die schon altgediente  Br. Freimaurer sind, als auch  auch für den jungen, neu aufgenommemen Bruder oder sogar schon für den Suchenden vorraus.

 

 

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Das Veilchen, im Zeichen von Venus und Neptun

Veilchen und Safran, beides Pflanzen der Persephone.

Veilchen und Safran, beides Pflanzen der Persephone.

Eine wirkungsvolle Heilpflanze:

  • Das Veilchen (Viola odorata) ist den Zeichen Waage und Stier (und den Fischen) zugeordnet und untersteht der Venus (als höhere Oktave: Neptun).

    „Veilchen“ von Steffen Heinz. Caronna at de.wikipedia - Fotografiert am 10.5.2005 in der Eifel / Digikam Minolta DiMage X31. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Veilchen.jpg#mediaviewer/File:Veilchen.jpg

    Veilchen in der Eiffel: Steffen Heinz.

  • Trotz seiner bescheidenen Grösse verströmt es einen intensiven Duft.
  • Veilchenessig hilft bei unreiner Haut.
  • Veilchensirup ist ein Hustenmittel für Kinder und Veilchentee ein gutes Gurgelmittel bei Halsentzündungen.
  • Die Pflanze hat aber auch als Tee eine blutreinigende Wirkung und ist bei verschiedenen Hautkrankheiten wirksam.
  • Veilchen sind harntreibend und helfen bei rheumatischen Schmerzen.
  • Äußerlich werden sie für Umschläge auf eitrige Wunden, Geschwüre und Ausschläge gelegt.
  • Schon in der Antike war das Veilchen als Heilpflanze bekannt, man berichtet zum Beispiel, dass Hippokrates das Veilchen gegen Kopfschmerzen  und Sehstörungen eingesetzt hat.
  • Veilchenzubereitungen helfen bei Erkältungen:
  • Die enthaltenen ätherischen Öle, die Saponine und die Bitterstoffe wirken entspannend und ausleitend auf den Körper, sie töten Bakterien ab und helfen dem Körper zu gesunden.
  • In der Aromatherapie beruhigt der Duft von Märzveilchen die Gemüter.
  • Als Bestandteil eines Duftkissens mit Lavendel vertreibt es Unruhe und Kopfschmerz.
  • Eine Leckerei sind kandierte Veilchenblüten.
  • Als Bonbon in Frankreich und in Grossbritannien sehr beliebt: Schon bei Agatha Christie werden Miss Marple’s “Violet Pastils” erwähnt.

Verwendet werden das blühende Kraut ganz, oder nur die Blüten. Da in der Signatur beide Pole derselben Achse vertreten sind, haben wir auch Mars und Pluto Themen beim Veilchen. Es ein Kraut der Hekate, wie auch Narzisse oder Krokus (Herbstzeitlose), die ebenfalls mit dem Persephone-Mythos zusammenhängen.

Inhaltsstoffe:

  • Saponine, Bitterstoffe, Violoin (ein Alkaloid), Cyamin (blauer Farbstoff), Glykoside, Salicylsäuremethylesther, Odoratin

Veilchenzucker:

  • Rohrzucker mit frischen, trockenen Veilchenblüten einschichten. Das etwas klumpige Ergebnis einige Zeit trocknen lassen und im Mörser zermahlen.

Veilchentrank mit Honig:

  • 20g getrocknete Veilchenblüten
  • 40g getrocknete Hagebutten oder Apfelstückchen
  • Alles mit 2l kochendem Wasser aufbrühen und 10 min ziehen lassen.Durch ein Sieb giessen und nach dem Abkühlen nach Geschmack mit Honig süssen.

Veilchenbowle:

  • Eine gute Handvoll Blüten stark duftender Veilchen
  • in einer Tasse weissen Rum und
  • einer halben Flasche Weisswein über Nacht ziehen lassen.
  • Abseihen
  • 200 g Demerara-Zucker mit dem Rest des Weines verrühren und zum Veilchenextrakt geben
  • mit Mineralwasser oder trockenem Sekt auffüllen

Hustensirup:

  •  100 g Veilchenblüten
  •  1 Liter Wasser
  • 1200 g Rohr-Zucker

Zuerst  die kleinen weißen Sporne an den Ansätzen der Blüten entfernen, dann die Blüten mit kochendem Wasser überbrühen. Alles eine Nacht lang zugedeckt ziehen lassen. Dann absieben und den Zucker zugeben. Erwärmen (nicht kochen!) und dabei umrühren bis er aufgelöst ist. 3-4 mal am Tag ein Esslöffel gegen Husten.

Veilchen-Gelee mit Apfelsaft:

  • 200 g Veilchenblüten
  • 500 ml klarer Apfelsaft
  • 500 g Rohr-Gelierzucker 1:1
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Den Gelierzucker mit dem Saft aufkochen, die sauberen Veilchenblüten zugeben. Unter Rühren sechs Minuten kochen lassen. Sofort in kleinere Gläser füllen und gut verschließen. Auf den Deckel stehend auskühlen lassen.

Veilchenlikör:

  • 100g gut ausgelesene und abgebrauste Veilchenblüten
  • 500 ml  weisser Rum

in einer weiten Flasche 4-5 Wochen stehen lassen. Den Likör abfiltrieren und nach Geschmack mit Honig oder Agavensirup süssen.

Veilchenwiese am Wäschschloss im Stauferland.©scrano 2016

Veilchenwiese am Wäscherschloss im Stauferland.
©scrano 2016

Mythologie:

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Dante Gabriel Rossetti:Proserpina
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Im antiken Griechenland galt das Veilchen als Symbol der Fruchtbarkeit und als Blume der Mäßigung. Man hoffte auf seinen wohltuenden Einfluss: Bei Festgelagen wurden Veilchensträuße gereicht und Veilchenkränze getragen. Ihr Duft sollte vor den Auswirkungen von Völlerei, Rausch und Kopfschmerzen bewahren. Die Blume ist war zwar dem Ares heilig, aber Veilchenbekränzte und Veilchenhaarige sind gebräuchliche Anrufungen für Aphrodite. Der Dichter Pindar nennt gleich ganz Athen die “veilchenbekränzte” Stadt. In Athen erhielten damals, als die Kindersterblichkeit noch sehr groß war, an einem bestimmten Frühlingstag alle Kinder, die älter als 3 Jahre waren, einen Veilchenkranz als Geste der Dankbarkeit für die Überlebenden. Obwohl ein Symbol der Bescheidenheit, da von zarter Gestalt und im lichten Schatten blühend, ist das Veilchen sehr zäh und eignet sich sogar als Bodendecker, den man betreten kann. Es ist durchsetzungsfähig und kann sich sogar im Rasen schnell ausbreiten. Trotz der zerbrechlich wirkenden Blüte auch ein aggressives Gewächs. Daher stammt auch seine antike Zuordnung zu Mars und Venus zugleich. Die griechische Sage berichtet auch, dass, wenn Persephone als holde Frühlingsgöttin Kore  der Unterwelt emporsteigt, um die Fluren neu zu beleben, unter ihren Schritten Veilchen in Mengen aufblühen. Sigmund Freund sah in der Pflanze sogar ein Sexsymbol und brachte ihren Namen mit dem lateinischen “violare” = “vergewaltigen” in Zusammenhang. Wohl auch wegen der gewaltsamen Verschleppung der Persephone durch Hades.

Irgendwie haften dem Veilchen solche sinistren Geschichten an. Auch im Kult der kleinasiatischen Kybele, einer Göttin vom Typus “Grosse Mutter”, spielt es eine Rolle: Nach der Selbstkastration von Kybeles Geliebten, dem Sonnenheros Attis, wuchsen aus seinem Blut Veilchen. Er selbst wurde in eine Pinie verwandelt, aber später von Kybele wiederbelebt. Die Symbolik solcher Legenden spielt immer mit dem Kreislauf des Lebens und vor allem dem Wechsel der Jahreszeiten. Das Veilchen ist eine Zeigerpflanze des Frühlings und der Wiederkehr der Sonne und der aufspriessenden Vegetation.

Zur Verwendung in der Verehrung von Erlöserfiguren wie Attis/Tammuz und wohl auch Dionysos passt auch die neuere Zuordnung der Pflanze zu den Fischen und Neptun. Eine Neptunsignatur ist der betörende Duft, der zwar berauschend aber anaphrodisierend und beruhigend wirkt, im Gegensatz zur Venus/Mars Korrespondenz der übrigen Pflanze. Die Fische-Signatur bildet dann auch den ergänzenden Pol zu den Jungfrau-Qualitäten des Veilchens, die ebenfalls aus dem Persephone-Mythos hergeleitet werden: Wie die bescheidene Jungfrau blüht es gerne im Verborgenen.

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Sonne in den Fischen

Aus den Tiefen der Weltozeane: Die mythischen Kreaturen Neptuns.Pisces ©scrano 2015 mermaid: sweetpoison67

Aus den Tiefen der Weltozeane: Die mythischen Kreaturen Neptuns.
Pisces ©scrano 2015 mermaid stock: sweetpoison67

Das Sternbild Fische enthält keine sehr hellen Sterne. Sie fallen aber doch an einem dunklen Himmel ins Auge, da sich die Sterne in zwei Linien aufreihen und an deren Enden Sternkreise bilden. Obwohl es ein wenig spektakuläres Sternbild ist, ist es schon seit der Vorzeit bekannt.

In der spirituellen Auslegung des Platonischen Jahres werden die Fische mit dem Aufkommen des Christentums verbunden, dessen frühe Ikonographie bereits dieses Symbol enthält. Auch die Sprache im Neuen Testament handelt häufig von Fischern und Fischen in den Gleichnissen, eines der grossen Wunder, die Speisung der 5000 hat Fische zum Thema.

ICHTYS=Iesus Christus Theos Yios Soter, ist das bekannte griechische Akronym, das auch in modernenr Zeit noch verwendet wird.

Ichtys_LennartHellZur Zeit der Geburt von Jesus wechselte gerade der Frühlingspunkt vom Widder in die Fische und somit begann in den Augen der antiken Gelehrten  ein neues Zeitalter. In den 2000 Jahren vor vor Jesu Geburt  stand die Sonne zum Frühlingsbeginn im Sternbild Widder. Durch die Präzession aber verschiebt sich der Frühlingspunkt immer ein klein wenig. Gerade zur Zeit des Aufkommens der Erlöserreligionen vollzog er den Übergang in die Fische. Jesus war nicht der einzige Messias während eines 50 Jahre währenden Zeitraums – es gab eine regelrechte Messianitis – es war auch kein ausschliesslich jüdisches Phänomen. Die 2000jährigen Abschnitte des Durchgangs innerhalb eines Zeichens nennt man platonische Monate.

HangderBaum

XII:”Der Gehängte,
das Selbst-Opfer” in einer Yoga-ähnlichen Pose.

Nicht nur Jesus war Verkünder einer auf das Jenseits ausgerichteten Erlöserreligion, in seiner Epoche gab es viele davon, daneben war auch ein alter Kult aus Persien mit ähnlicher Thematik wieder erstarkt: Der Mithraskult mit seinem sonnenhaften Welterlöser erfreute sich im antiken Rom gerade zu dieser Zeit grosser Anhängerschaft. Daher wird das 12. Haus des Zodiak, welches von den Fischen besetzt ist, auch der Auflösung und Überwindung des Egos und Unio Mystica mit dem Göttlichen assoziiert. Selbstaufgabe und Aufoperung sind auch Eigenschaften, die den Menschen des Sternzeichens Fische zugeschrieben werden. Dies findet man auch in der Symbolik der Tarotkarte Nr. XII: Der Gehängte (Das Opfer). Diese spiegelt einen Akt der Kasteiung wieder, wie er aus den Veden aber auch aus den nordischen Sagen bekannt ist, um spirituelle Erleuchtung zu erlangen. Ähnliche Praktiken sind auch aus Kulturen mit Schamanentum überliefert. Ein Beispiel ist die schmerzhafte Prozedur am Baum Yggdrasil, der sich Odin unterzog um die höhere Weisheit (das Geheimnis der Runen) zu erlangen. Auch die sogenannte schamanische Krise fällt in diese Kategorie, aber auch “Rites de Passage”, bei denen ein symbolischer Tod gestorben wird, z.B. bei den Freimaurern. Etliche Mysterienkulte, wie die Orphiker, Mithrasjünger und Isis-Religion enthielten ähnliche Elemente. Alle diese waren zeitgleich mit dem Erscheinen des Christentums extrem populär. Die spätantike Epoche war von Erlösersehnsucht stark durchdrungen, aber auch schon vom “Schwanengesang” des römischen Weltreichs erfüllt.  Es waren besonders die späteren Christen aber auch die verwandten Gnostiker in vieler Hinsicht Endzeitreligionen, deren Anhänger sich für den Untergang bereit machen wollten. So wie das 12. Haus das Ende des Zodiak darstellt, nach dem die “Unio Mystica”, die Vereinigung des Menschen mit Gott, stattfinden kann. Oder das vollständige Erwachen aus dem Traum der Welt-Illusion, wie es die Buddhisten ausdrücken. Das Zeichen Fische, Neptun und das 12. Haus stehen schon immer auch für die Träume und das Unbewusste. In katholischen Kalvarienberg-Prozessionen stellt Station XII den eigentlichen Akt der Kreuzigung dar. In der 12. Stunde bricht die Finsternis herein, aus Hochmittag wird Hochmitternacht.

Sonne in den Fischen: Zurück zur Ursuppe.Welcoming the Big White Void ©scrano 2013

Sonne in den Fischen: Zurück zur Ursuppe.
Welcoming the Big White Void ©scrano 2013

Eigenschaften der Fische-Persönlichkeit:

Die typische Fischesonne zeigt sich sensibel und gefühlsbetont. Fische verfügen über ein großes Einfühlungsvermögen und können sehr tolerant sein. “Zu gut ist schon halb liederlich”, wie mein Oma immer sagte. Damit hat man auch schon die Schattenseite erfasst: Zu viel Nebel und Vertrauenseeligkeit, gepaart mit Weltflucht und Mystizismus.

Wie schon die Sterne des Sternbilds Fische, meiden es auch die in ihrem Zeichen Geborenenen, im Mittelpunkt zu stehen und zu sehr zu glänzen. Sie scheuen Konfrontationen oder Streit und sind die Tagträumer unter uns, die gerne vor den Problemen die Augen verschließen, um in freundlichere Sphären zu entschwinden. Als typisches introvertiertes, Yin-haftes Zeichen, sind sie oft in fremder Gesellschaft stumm – wie ein Fisch. Fische sprechen nur wenig über ihre inneren Beweggründe und Empfindungen, haben aber immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Freunde, oder sogar von Fremden. Dank ihrer gossen Verständnisbereitschaft sind sie die Art Freunde, die einem Akzeptanz und Sensibilität in jeder Lebenssituation vermitteln. Leider führen diese fein gestimmten Antennen der Fische manchmal dazu, dass sie nicht unterscheiden können, ob es sich um ihre eigenen Gefühle handelt oder um die der anderen.

Die Fische betrachten die Umgebung aus der Sicht des Annehmens und Vertrauens. Ihre Welt ist die der Intuition und  der Empathie, des Auflösens von Grenzen.  Die herausragende Tugend der Fische ist ihre Verbundenheit, ausgedrückt durch die astrolgische Glyphe: Zwei Fische mit einem Band vereint.

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Positive Eigenschaften

  • Hilfsbereit
  • Mitfühlend
  • Idealistisch
  • Kreativ
  • Gefällig
  • Großzügig
  • Tolerant
  • Bescheiden
  • Harmoniebedürftig
  • Sinnlich
  • fantasiebegabt
  • spirituell
  • charismatisch

Negative Eigenschaften

  • Überempfindlich
  • Naiv
  • Entscheidungsschwach
  • Disziplinlos
  • Passiv
  • Zu Selbstmitleid neigend
  • Verträumt
  • Introvertiert
  • Chaotisch
  • Hysterisch
  • Auflösungstendenzen (Eskapismus, mangelnde Abgrenzung)
  • empfänglich für Manipulation: Süchte, Kulte

Die Fische gehören zum 12. Haus des Zodiak, ihre Herrscher sind Jupiter in seinem Nachthaus nach der klassischen Astrolgie, der Neptun in moderner Auffassung.

  • Element: Wasser, mutabel, Yin
  • Farbe: Meerblau und Violett
  • Kristalle: Amethyst, Aquamarin, Spektrolith (Labradorit), Mondstein, Perle, Fluorit und andere Spate (Fluor-Mineralien), heller Opal
  • Tarot: Der Mond, 7 Kelche  (Neptun), XXII:Der Gehängte.

 

 

Posted by on Februar 20th, 2016 Kommentare deaktiviert

Gespinste der Macht

Good old boys network vergoldet den Aufstieg.

Good old boys (or girls) network: Vergoldet den Aufstieg.
Web of Sin II ©scrano 2014

Karrierenetzwerke: Verschwörung der Minderbegabten gegen die Talentierten – oder wenn Soziopathentum und psychopathische Anlagen bessere Aufstiegs-Chancen liefern als Leistung und wirkliche Befähigung.

Naja, die Mafiosi lassen grüssen … nur dass bei denen “political correctness” Omerta heisst. Deren Vorgänger war das patroni/clientes System der Römer: Nepotismus und Favoritenunwesen pur.

Auch der beliebte TEAM – Geist vielbeschworen, nie im positiven Sinn vorhanden*** oder gar erwünscht, hat lediglich das zum  Ziel:

  • Toll, Ein Anderer Machts
  • Ein Pferd ist ein Kamel, wenn sich das Team darauf einigt.***

Manipulation ist allgegenwärtig – nicht nur bei der Werbung und in den Programmen der Politiker und Parteien, und immer zu Lasten der Vernünftigen und Anständigen.

Und in Abwandlung eines Shakespeare-Zitats:

  • Shit, if wrapped in golden paper, still stinks …

***Nur beim Sport klappt’s einigermassen – aber auch nur bei der gemeinsamen Aktion, durch eine Art Drill wie beim Militär. Im Hintergrund lauern hier häufig auch bloss Abgründe, die sich dann durch Skandale  bemerkbar machen. Echte Kameradschaft, im Sinne der Pfadfinder etwa, oder motivierender  Gemeinschaftsgeist, also das Gegenteil von real existierenden TEAMs, ist auch hier selten. Das liegt häufig an der Auswahl der TEAM-Mitglieder, die oft nach ungünstigen Kriterien getroffen wird. Z.B. “Zusammenkauf” von “Starspielern” in Fussballmannschaften.

***Manchmal ein fataler Gesundbet-Effekt, der durch Mehrheitsbeschluss abgesegnet wird. Man sucht einen Kompromiss, trotz einer objektiven Faktenlage, die eindeutig dagegen spricht.

 

Posted by on Februar 20th, 2016 3 Comments