Archive for Februar 12th, 2016

 

Querdenker – wo sind sie hin …?

thomas-paine

Querdenker, Humanist und Uranier:
Thomas Paine.

Welcher Typ von Homo sapiens ist heutzutage in Mode? Jemand, dessen Gefühlsbarometer von der Beobachtung der Zuckungen des DAX und vom Konsumindex bestimmt wird ? Eine Art neoliberaler Teilzeit-Hindu vielleicht, der mit der gesellschaftlichen Kaste in die er hineingeboren wurde zufrieden ist? Ein glücklicher Bewohner eines Huxley-Universums ? Auf jeden Fall jemand, der nichts in Frage stellt!

Die Stützen unserer Gesellschaft wollen den stromlinienförmigen, gleichgeschalteten angepassten Bürger, der Missstände nicht anprangert, der obrigkeitshörig ist und sich der gerade angesagten Polit-Strömung  anpasst. Die öffentliche Meinung wird ja schon lange nicht mehr von einer demokratischen Mehrheit geprägt, sondern ist das Produkt der Mainstream-Medien***, welches sie im Auftrag der Regiernenden absondern. Am besten, wenn er sich, eingesponnen in seiner kleinen Welt, zufrieden beschäftigt. Ob in der Politik oder im Berufsleben, das ist der Wunschkandidat, der gesucht und promotet wird. Ein moderner “Herr Biedermeier”. Denn er guckt zwar  heimlich neidvoll, eine günstige Eigenschaft,  da kann man ihn besser für immer weniger buckeln lassen, lässt aber Privilegien und Hierarchien unangetastet.
Sind wir wirklich zu einem Volk der Schleimer, Kriecher und Feiglinge geworden ? Wir lassen alles mit uns geschehen, weil kaum einer die Zivilcourage hat, sich gegen den Strom zu stellen. Dass Deutsche so etwas wie Rückgrat nicht aufzuweisen hätten, meinte etwas verächtlich schon Bismarck. Waren wir denn schon immer so? Nun, wenn ich mir zum Beispiel die Geschichte der letzten 200 Jahre bei unseren Nachbarn, den Franzosen ansehe, muss ich sagen, leider  ja. Unser Land hat nur wenig Menschen hervorgebracht, die Missstände beim Namen nannten oder aber Probleme aus einem anderen Blickwinkel sahen und dies auch kund taten. Meist werden sie als lästige Querdenker, als Menschen betrachtet, die unbequem sind, die jene neuen Wege beschreiten, zu denen die Angepassten nicht fähig sind oder sich nicht trauen. Oft genug mussten in Deutschland grosse Geister ins Exil. Wild wird hier offenbar nur der Kleinbürger, und auch nur dann, wenn ihm mehr als Kleingeisterei abverlangt wird. Eine der Erfolgsmaschen des Dritten Reiches: Weg mit dem unangepasst “Entarteten”, her mit dem vom Polit-Netzwerk gestützten Mittelmass.
Gerade aber die nichtangepassten Menschen haben die Energie, neue Ansichten, neue Denkmodelle zu generieren und die Gesellschaft beispielsweise technologisch aber such ethisch voranzubringen. Doch unser derzeitiges System lässt wiederum nur die eingefahrenen Denkweisen zu, von denen eine kleine selbsternannte Gruppe profitiert. Man möchte nicht glauben, dass trotz des angeblichen Pluralismus überall ein Maulkorb hängt – nur heisst er jetzt eben “Political Correctness“.  Akzeptabel ist, was die Netzwerke der Macht- und Wirtschafteliten zulassen. Dafür braucht es noch nicht einmal die Inquisition oder den Index, wie früher von der katholischen Kirche praktiziert, nein die Presse und anderen Medien, vor allem solche, die eine gewisse Breitenwirkung haben, zensieren sich in vorauseilendem Gehorsam gleich selbst. Die Welt der Schlagzeilen: Sensationslüstern aufgemachte Belanglosigkeiten. Oder man erzeugt eine Flut von Nichtigkeiten, in der die wenigen Wahrheiten unbemerkt untergehen. Heilige Kühe, wie die Kontinuität von alten Nazi-Seilschaften in der akademischen Welt  oder das skandalöse Treiben der Wirtschaftsbosse und Regierungsvertreter werden täglich fleissig geweidet und bleiben seltsam unberührt. Falls einmal etwas das rosige Morgenlicht erblickt gibt man sich scheinheilig betroffen – siehe NSU-Skandal. Die echt braunen Sumpfgewächse päppelt man, aber wenn Menschen sich aus Angst gegen eine schrankenlose Globalisierung im Sinne einer vernünftigen Zuwanderungspolitik aussprechen, flugs haben sie ein Nazi-Label an der Backe. Ziemlich schizophren – oder ? Dabei lockt man die Migranten nicht aus humanitären Gründen, sondern als Druckmittel und Buhmann für den Arbeitsmarkt, die Lohnpolitik und als auffälligen Prellbock für den Zorn der Unterschicht. Ach ja und damit ein paar arme Schäflein die leeren Kirchenbänke füllen. Dann sind alle, die möglicherweise Privilegien bedrohen könnten, genug mit dem täglichen Überlebenskampf und mit ihrem gegenseitigen Hass beschäftigt. Die immer fetter werdenden Profiteure kaufen derweil Yachten und Inseln … So kann man auf verlogene Art ethische Ansprüche für unsaubere Zwecke nutzen und die Gesellschaft in moralische Schuldknechtschaft zwingen. Echte Integration will man ja gar nicht, sonst wären Asylantenheime ja nicht immer soooo weit weg von den Vierteln mit den Luxusimmobilien. Toleranz kann nur dann entstehen, wenn man sich nicht genötigt fühlt. Menschen in Not wird man wohl nicht abweisen. Aber wildgewordene Zuwanderungspolitik aus angeblich demographischen Gründen schafft nur Probleme, und diese nicht aus der Welt. Dabei wird gleichzeitig Industrie 4.0 propagiert: Mehr Automatisierung. Was soll dann aus all den zugewanderten Menschen und den hier schon ansässigen werden? Womit sollen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten? Vielleich wieder Feudalismus oder Sklavenwirtschaft wie im alten Rom, jeder von den vielen neuen Millionären kriegt sein Leibeigenengefolge ? Menschen sind kein Rohstoff (human resources?!), man kann nicht einen Sack voll einkaufen und dann irgendwo abladen. An Euch Kirchenvertreter, die ihr dabei auch immer fleissig mitwirkt: Wenn ihr weniger Vermehrung und mehr Vernunft auf Kontinenten wie Afrika gepredigt hättet, würden dort weniger Hunger und Chaos herrschen. Und – die Menschen, die Ihr dort weglockt, besonders die aus der Bildungsschicht, fehlen in diesen sowieso schon angeschlagenen Gesellschaften. Wie wäre es mit mehr seriöser Enwicklungspolitik und entschiedenem Einschreiten angesichts der Gewalt – in den Ländern, wo das Problem auftritt ? Aber auch da spielen Wirtschaftsinteressen eine unheilvolle Rolle: Die Rohstoffe kann man Chaos-Regimen und Terroristen besser abschwindeln, als etablierten und stabilen Regierungen. Oder mal eben Gift- und anderen Müll abladen. Es geht nicht an, einfach aus Profitgier eine Völkerwanderungslawine loszutreten, beim letzten Mal sah es danach GLOBAL finster aus: Die Zeit nach dem Zusammenbruch des römischen Reichs heisst schliesslich nicht “Dark Age”, weil es da immer Nacht war.

Angesichts der festgefahrenen und sich zuspitzenden Situation hofft man auf eine göttliche Eingebung: Aber der “Deus ex Machina” ist nirgends gesichtet worden. Das ist nun KEIN Wunder, denn dafür braucht es einen Geniefunken. Der gedeiht aber nicht auf den sorgsam gehüteten Feldern des Mittelmasses und von den Ausdünstungen der Selbstbeweihräucherung wird er erstickt. Oder er ist dank der Verdummungs- äh Bildungspolitik unserer Regierung schon ausgestorben.

Auf der “Roten Liste” stand er ja schon immer, der Querdenker.

Thomas Paine’s Lebensmotto lautete: „Die Welt ist mein Land und Gutes zu tun meine Religion.“

Radix Thomas Paine: Typischer Uranus-Querkopf und Freigeist. Sein Werk "Common Sense" beeinflusste die Amerikanische Revolution massgeblich.

Radix Thomas Paine: Typischer Uranus-Querkopf und Freigeist. Seine Werke “Common Sense” und “Age of Reason” beeinflussten die Amerikanische Revolution massgeblich. Quelle: astrodienst.

*** Leider muss man den Mainstreammedien auch noch Hurenschaft anlasten – denn was soll Lügen, Verschweigen und unter den Teppich kehren unliebsamer Nachrichten denn anderes sein? Der Gestank des Köln-Debakels soll euch ewig nachschleichen, und kauft Euch am besten gleich ein Paar rote Nuttenschuhe dazu!
Was haben wir bei “embedded journalism” von mangelnder Objektivität gejammert – und NUN DAS!!!!

 

Posted by on Februar 12th, 2016 1 Comment