Archive for Februar 20th, 2016

 

Sonne in den Fischen

Aus den Tiefen der Weltozeane: Die mythischen Kreaturen Neptuns.Pisces ©scrano 2015 mermaid: sweetpoison67

Aus den Tiefen der Weltozeane: Die mythischen Kreaturen Neptuns.
Pisces ©scrano 2015 mermaid stock: sweetpoison67

Das Sternbild Fische enthält keine sehr hellen Sterne. Sie fallen aber doch an einem dunklen Himmel ins Auge, da sich die Sterne in zwei Linien aufreihen und an deren Enden Sternkreise bilden. Obwohl es ein wenig spektakuläres Sternbild ist, ist es schon seit der Vorzeit bekannt.

In der spirituellen Auslegung des Platonischen Jahres werden die Fische mit dem Aufkommen des Christentums verbunden, dessen frühe Ikonographie bereits dieses Symbol enthält. Auch die Sprache im Neuen Testament handelt häufig von Fischern und Fischen in den Gleichnissen, eines der grossen Wunder, die Speisung der 5000 hat Fische zum Thema.

ICHTYS=Iesus Christus Theos Yios Soter, ist das bekannte griechische Akronym, das auch in modernenr Zeit noch verwendet wird.

Ichtys_LennartHellZur Zeit der Geburt von Jesus wechselte gerade der Frühlingspunkt vom Widder in die Fische und somit begann in den Augen der antiken Gelehrten  ein neues Zeitalter. In den 2000 Jahren vor vor Jesu Geburt  stand die Sonne zum Frühlingsbeginn im Sternbild Widder. Durch die Präzession aber verschiebt sich der Frühlingspunkt immer ein klein wenig. Gerade zur Zeit des Aufkommens der Erlöserreligionen vollzog er den Übergang in die Fische. Jesus war nicht der einzige Messias während eines 50 Jahre währenden Zeitraums – es gab eine regelrechte Messianitis – es war auch kein ausschliesslich jüdisches Phänomen. Die 2000jährigen Abschnitte des Durchgangs innerhalb eines Zeichens nennt man platonische Monate.

HangderBaum

XII:”Der Gehängte,
das Selbst-Opfer” in einer Yoga-ähnlichen Pose.

Nicht nur Jesus war Verkünder einer auf das Jenseits ausgerichteten Erlöserreligion, in seiner Epoche gab es viele davon, daneben war auch ein alter Kult aus Persien mit ähnlicher Thematik wieder erstarkt: Der Mithraskult mit seinem sonnenhaften Welterlöser erfreute sich im antiken Rom gerade zu dieser Zeit grosser Anhängerschaft. Daher wird das 12. Haus des Zodiak, welches von den Fischen besetzt ist, auch der Auflösung und Überwindung des Egos und Unio Mystica mit dem Göttlichen assoziiert. Selbstaufgabe und Aufoperung sind auch Eigenschaften, die den Menschen des Sternzeichens Fische zugeschrieben werden. Dies findet man auch in der Symbolik der Tarotkarte Nr. XII: Der Gehängte (Das Opfer). Diese spiegelt einen Akt der Kasteiung wieder, wie er aus den Veden aber auch aus den nordischen Sagen bekannt ist, um spirituelle Erleuchtung zu erlangen. Ähnliche Praktiken sind auch aus Kulturen mit Schamanentum überliefert. Ein Beispiel ist die schmerzhafte Prozedur am Baum Yggdrasil, der sich Odin unterzog um die höhere Weisheit (das Geheimnis der Runen) zu erlangen. Auch die sogenannte schamanische Krise fällt in diese Kategorie, aber auch “Rites de Passage”, bei denen ein symbolischer Tod gestorben wird, z.B. bei den Freimaurern. Etliche Mysterienkulte, wie die Orphiker, Mithrasjünger und Isis-Religion enthielten ähnliche Elemente. Alle diese waren zeitgleich mit dem Erscheinen des Christentums extrem populär. Die spätantike Epoche war von Erlösersehnsucht stark durchdrungen, aber auch schon vom “Schwanengesang” des römischen Weltreichs erfüllt.  Es waren besonders die späteren Christen aber auch die verwandten Gnostiker in vieler Hinsicht Endzeitreligionen, deren Anhänger sich für den Untergang bereit machen wollten. So wie das 12. Haus das Ende des Zodiak darstellt, nach dem die “Unio Mystica”, die Vereinigung des Menschen mit Gott, stattfinden kann. Oder das vollständige Erwachen aus dem Traum der Welt-Illusion, wie es die Buddhisten ausdrücken. Das Zeichen Fische, Neptun und das 12. Haus stehen schon immer auch für die Träume und das Unbewusste. In katholischen Kalvarienberg-Prozessionen stellt Station XII den eigentlichen Akt der Kreuzigung dar. In der 12. Stunde bricht die Finsternis herein, aus Hochmittag wird Hochmitternacht.

Sonne in den Fischen: Zurück zur Ursuppe.Welcoming the Big White Void ©scrano 2013

Sonne in den Fischen: Zurück zur Ursuppe.
Welcoming the Big White Void ©scrano 2013

Eigenschaften der Fische-Persönlichkeit:

Die typische Fischesonne zeigt sich sensibel und gefühlsbetont. Fische verfügen über ein großes Einfühlungsvermögen und können sehr tolerant sein. “Zu gut ist schon halb liederlich”, wie mein Oma immer sagte. Damit hat man auch schon die Schattenseite erfasst: Zu viel Nebel und Vertrauenseeligkeit, gepaart mit Weltflucht und Mystizismus.

Wie schon die Sterne des Sternbilds Fische, meiden es auch die in ihrem Zeichen Geborenenen, im Mittelpunkt zu stehen und zu sehr zu glänzen. Sie scheuen Konfrontationen oder Streit und sind die Tagträumer unter uns, die gerne vor den Problemen die Augen verschließen, um in freundlichere Sphären zu entschwinden. Als typisches introvertiertes, Yin-haftes Zeichen, sind sie oft in fremder Gesellschaft stumm – wie ein Fisch. Fische sprechen nur wenig über ihre inneren Beweggründe und Empfindungen, haben aber immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Freunde, oder sogar von Fremden. Dank ihrer gossen Verständnisbereitschaft sind sie die Art Freunde, die einem Akzeptanz und Sensibilität in jeder Lebenssituation vermitteln. Leider führen diese fein gestimmten Antennen der Fische manchmal dazu, dass sie nicht unterscheiden können, ob es sich um ihre eigenen Gefühle handelt oder um die der anderen.

Die Fische betrachten die Umgebung aus der Sicht des Annehmens und Vertrauens. Ihre Welt ist die der Intuition und  der Empathie, des Auflösens von Grenzen.  Die herausragende Tugend der Fische ist ihre Verbundenheit, ausgedrückt durch die astrolgische Glyphe: Zwei Fische mit einem Band vereint.

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Positive Eigenschaften

  • Hilfsbereit
  • Mitfühlend
  • Idealistisch
  • Kreativ
  • Gefällig
  • Großzügig
  • Tolerant
  • Bescheiden
  • Harmoniebedürftig
  • Sinnlich
  • fantasiebegabt
  • spirituell
  • charismatisch

Negative Eigenschaften

  • Überempfindlich
  • Naiv
  • Entscheidungsschwach
  • Disziplinlos
  • Passiv
  • Zu Selbstmitleid neigend
  • Verträumt
  • Introvertiert
  • Chaotisch
  • Hysterisch
  • Auflösungstendenzen (Eskapismus, mangelnde Abgrenzung)
  • empfänglich für Manipulation: Süchte, Kulte

Die Fische gehören zum 12. Haus des Zodiak, ihre Herrscher sind Jupiter in seinem Nachthaus nach der klassischen Astrolgie, der Neptun in moderner Auffassung.

  • Element: Wasser, mutabel, Yin
  • Farbe: Meerblau und Violett
  • Kristalle: Amethyst, Aquamarin, Spektrolith (Labradorit), Mondstein, Perle, Fluorit und andere Spate (Fluor-Mineralien), heller Opal
  • Tarot: Der Mond, 7 Kelche  (Neptun), XXII:Der Gehängte.

 

 

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Galerie im Februar: Gespinst der Macht

Good old boys network vergoldet den Aufstieg.

Good old boys (or girls) network: Vergoldet den Aufstieg.
Web of Sin II ©scrano 2014

Karrierenetzwerke: Verschwörung der Minderbegabten gegen die Talentierten – oder wenn Soziopathentum und psychopathische Anlagen bessere Aufstiegs-Chancen liefern als Leistung und wirkliche Befähigung.

Naja, die Mafiosi lassen grüssen … nur dass bei denen “political correctness” Omerta heisst. Deren Vorgänger war das patroni/clientes System der Römer: Nepotismus und Favoritenunwesen pur.

Auch der beliebte TEAM – Geist vielbeschworen, nie im positiven Sinn vorhanden*** oder gar erwünscht, hat lediglich das zum  Ziel:

  • Toll, Ein Anderer Machts
  • Ein Pferd ist ein Kamel, wenn sich das Team darauf einigt.***

Manipulation ist allgegenwärtig – nicht nur bei der Werbung und in den Programmen der Politiker und Parteien, und immer zu Lasten der Vernünftigen und Anständigen.

Und in Abwandlung eines Shakespeare-Zitats:

  • Shit, if wrapped in golden paper, still stinks …

***Nur beim Sport klappt’s einigermassen – aber auch nur bei der gemeinsamen Aktion, durch eine Art Drill wie beim Militär. Im Hintergrund lauern hier häufig auch bloss Abgründe, die sich dann durch Skandale  bemerkbar machen. Echte Kameradschaft, im Sinne der Pfadfinder etwa, oder motivierender  Gemeinschaftsgeist, also das Gegenteil von real existierenden TEAMs, ist auch hier selten. Das liegt häufig an der Auswahl der TEAM-Mitglieder, die oft nach ungünstigen Kriterien getroffen wird. Z.B. “Zusammenkauf” von “Starspielern” in Fussballmannschaften.

***Manchmal ein fataler Gesundbet-Effekt, der durch Mehrheitsbeschluss abgesegnet wird. Man sucht einen Kompromiss, trotz einer objektiven Faktenlage, die eindeutig dagegen spricht.

 

Posted by on Februar 20th, 2016 2 Comments