Gespinste der Macht

Good old boys network vergoldet den Aufstieg.

Good old boys (or girls) network: Vergoldet den Aufstieg.
Web of Sin II ©scrano 2014

Karrierenetzwerke: Verschwörung der Minderbegabten gegen die Talentierten – oder wenn Soziopathentum und psychopathische Anlagen bessere Aufstiegs-Chancen liefern als Leistung und wirkliche Befähigung.

Naja, die Mafiosi lassen grüssen … nur dass bei denen “political correctness” Omerta heisst. Deren Vorgänger war das patroni/clientes System der Römer: Nepotismus und Favoritenunwesen pur.

Auch der beliebte TEAM – Geist vielbeschworen, nie im positiven Sinn vorhanden*** oder gar erwünscht, hat lediglich das zum  Ziel:

  • Toll, Ein Anderer Machts
  • Ein Pferd ist ein Kamel, wenn sich das Team darauf einigt.***

Manipulation ist allgegenwärtig – nicht nur bei der Werbung und in den Programmen der Politiker und Parteien, und immer zu Lasten der Vernünftigen und Anständigen.

Und in Abwandlung eines Shakespeare-Zitats:

  • Shit, if wrapped in golden paper, still stinks …

***Nur beim Sport klappt’s einigermassen – aber auch nur bei der gemeinsamen Aktion, durch eine Art Drill wie beim Militär. Im Hintergrund lauern hier häufig auch bloss Abgründe, die sich dann durch Skandale  bemerkbar machen. Echte Kameradschaft, im Sinne der Pfadfinder etwa, oder motivierender  Gemeinschaftsgeist, also das Gegenteil von real existierenden TEAMs, ist auch hier selten. Das liegt häufig an der Auswahl der TEAM-Mitglieder, die oft nach ungünstigen Kriterien getroffen wird. Z.B. “Zusammenkauf” von “Starspielern” in Fussballmannschaften.

***Manchmal ein fataler Gesundbet-Effekt, der durch Mehrheitsbeschluss abgesegnet wird. Man sucht einen Kompromiss, trotz einer objektiven Faktenlage, die eindeutig dagegen spricht.

 

Liked this post? Follow this blog to get more. 

Tags: , , , , , ,

This entry was posted on Samstag, Februar 20th, 2016 at 00:01 and is filed under Daily Sledgehammer, Galerie, Political Incorrectness, Zeitgeist. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

 
 

3 Responses to “Gespinste der Macht”

  1. zornbaendiger Says:

    Liebe Autoren,

    ich würde nicht von Gespinst der Macht reden, sondern von einer “Pest” vielleicht auch einer Pandemie sprechen, da gegen diese Netzwerkerei kein Kraut gewachsen ist. Ist der Nachwuchs auch noch so untalentiert, wird er über Vitamin B in Topstellungen gehievt. Das Ergebnis sehen wir ja in der Politik, wo Volksverteter sitzen, die Ihre Ausbildung abgebrochen haben, oder Politiker, denen Berufsverbot drohte, weil sie Mitglied einer als verfassungsfeindlich angesehen kommunistischen Vereinigung waren und heute ein Bundesland im Süden Deutschlands als Ministerpräsident der Grünen führen.

    Wo sind wir hingekommen?
    Allerdings: H.L.Menken sagte einmal: Ist die Demokratie dann vollständig durchgesetzt, wird sich der Wille des Volkes dahingegen manifestieren, dass des Dümmste, den es aufzubieten hatt, im Weissen Haus sitzt.
    Wahre Worte eines zeitlosen Spötters…

  2. Ambrosia Says:

    Ach Gott, ein kommunistischer Ausrutscher ist wohl einem Studenten von damals nicht übelzunehmen. Aber dass er trotz Radikalenerlass in den Lehrerdienst durfte, riecht wieder verdächtig nach Protektion. Andere Betroffene ohne “schützende Hand” hatten nicht so viel Glück, wurden jahrelang vom Staatsschutz überwacht und ihre Karrieren waren vorbei.
    Schade, früher tummelten sich bei den Grünen Leute mit wirklicher “anti-Establishment” Einstellung und mehr Besorgnis um die Zukunft des Planeten – aber auch Greenpeacler haben inzwischen die lila Latzhose mit der Armani-Jacke getauscht. Will man wirklich was bewegen, muss man schon zu Sea-Shepherd o.ä. gehen. Der einzig wirkliche Grüne war sowieso der gute alte Grzimeck, der hatte die Tatsachen real eingeschätzt. Aber der wurde ja auch von Möchtegern-Gutmenschen angegriffen, weil er gegen schrankenlose Menschenvermehrung war.
    Aber Schamlosigkeit, Scheinheiligkeit und schranklenloses Wachstum sind ja zu Wahrzeichen der gegenwärtigen Gesellschaft geworden.
    Vielen Dank für das Mencken-Zitat, er ist einer meiner Lieblings-Kritiker.

  3. tabitha Says:

    Oho, selbst das drög-konservative Meritokratenblättle, die ZEIT daselbst, hat was gemerkt:
    “Studien belegen, dass jeder 3.(euphemistisch) Arbeitsplatz “genetzwerkt” ist …”
    Och neee …
    Allerdings, wenn man die Kommentare liesst, die Herren und Damen Vetternwirtschaft haben keinerlei Unrechtsbewusstsein!
    Personaler, die mangels eigener Kompetenz auf solche “Rücklagen” bauen müssen gehören entsorgt.
    Guter Post, leider viel zuwenige machen wegen dieser mafiösen Missstände ein Aufhebens.