Archive for März 5th, 2016

 

Magischer März: Lenzmond

Es tanzt die Göttin … Eurynome aus dem orphischen Schöpfungsmythos.März ©scrano 2016

Es tanzt die Göttin … Eurynome aus dem orphischen Schöpfungsmythos.
März ©scrano 2016,  dancer: jl-modelstock, restliche credits beim original.

Der März ist der dritte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender,  hat 31 Tage und ist nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt – Martius.  In der Zeit der römischen Republik versammelten sich in diesem Monat, mit dem die Feldzugssaison begann, die waffenfähigen römischen Bürger auf dem so genannten Marsfeld (oder Märzfeld) vor den Toren der Stadt, um gemustert zu werden und ihre Feldherrn zu wählen. In Paris gibt es och so einen Platz: Champ du Mars vor dem Eiffelturm. Der römische Kalender begann ursprünglich mit dem März als erstem Monat. Hieraus leiten sich auch die Namen der Monate September (lateinisch septem ‚sieben‘), Oktober (lat. octo ‚acht‘), November (lateinisch novem ‚neun‘) und Dezember (lateinisch decem ‚zehn‘) ab, jeweils benannt nach ihrer Position in der Abfolge der Monate. Der 1. März bzw. 15. März war auch das Datum der offiziellen Amtseinsetzung für die beiden neuen Komnsuln. Das dann laufende neue Jahr wurde nach diesen beiden obersten Beamten und Heerführern benannt.  Erst wesentlich später wurde der Jahresbeginn auf den 1. Januar verlegt, aus miltär-strategischen Gründen. Der Beginn des Jahres mit dem März (die Iden liegen nahe dem Frühlingspunkt) ist synchron mit dem Tierkreis, der ebenfalls mit dem Eintritt der Sonne in den Widder seinen Anfang nimmt.

Der alte germanische oder mittelhochdeutsche Name ist Lenzing bzw. Lenzmond; eine poetische Schreibung ist Märzen:

  • Im Märzen der Bauer … die Rösslein anspannt – die landwirtschaftliche Saison beginnt.
    • Märzenstaub bringt Gras und Laub.
    • Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.
    • Märzenstaub und Märzenwind guten Sommers Vorboten sind.
    • Auf Märzenregen folgt kein Sonnensegen.
    • Sankt Kunigund macht warm von unt’ – 3.3.
    • Nach dem Tag des Gregorei legt auch die wilde Ent’ ihr Ei. -> Vögel fangen langsam mit dem Nisten an. Im Keltischen Brauchtum ist März der Vogelmonat – 12.3.
    • Um Josefi beginnt offiziell die Starkbierzeit – 19.3.
    • Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet – 21.3.
    • Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet – 25.3.
    • Wie St. Berthold gesonnen, so der Frühling wird kommen – 29.3.

Zodiak: Fische und Widder

Monatsstein: Amethyst (Neptun) Diamant, Jaspis (Widder)

Pflanzen: Frühlingsblüher allgemein (Osterglocke, Narzisse, Hyacinthe) , Duftendes Veilchen, Stiefmütterchen, Pionierpflanzen, Huflattich.

Farben: Violett, Purpur (Neptun, Jupiter), feuerrot (Mars)

Kristalle: Diamant, roter Karneol, Jaspis (Mars), Aquamarin, Fluorit, Amethyst (Neptun)

Tierwelt: Hase, Vögel (Küken) – Kröten

Magische Elementale: Undinen (Wasser), Salamander(Feuer)

März-Rituale:

  • Auch wenn man nicht katholisch ist: Fasten reinigt Körper und Geist. – Hierzu gab es im Mittelalter den Brauch des Hungertuches, an dem aber nicht genagt wurde, sondern das den Beginn und das Ende der Fastenzeit anzeigte. Solange der “Schmachtlappen” hing war keine kulinarische und teilweise auch keine andere “fleischliche” Sünde erlaubt.
  • Frühjahrsputz: Fenster und Vorhänge inklusive, die Terasse fegen und das Gartenhäuschen putzen. Gartenmöbel inspizieren und ausbessern.
  • Spinnweben entfernen, überall die Lampen und Bilderrahmen entstauben und eventuell Bilder auswechseln. Keller entrümpeln – der Frühjahrssperrmüll steht an.
  • Die Winterklamotten aus dem Kleiderschrank räumen, reinigen und für den Winter einmotten. Sommersachen durchsehen, was nicht mehr gebraucht wird: Altkleiderspende.
  • Frühlingblumen ins Haus holen: Tazetten, Hyacinthen, botanische Tulpen etc kann man mit etwas Erde, Efeu und Moos schön in einem Körbchen oder Zinkwännchen arrangieren, bunte Bänder und kleine Deko-Objekte (kein Plastik) vervollständigen ein hübsches, preiswertes Gesteck. Die Pflanzen kommen nach dem Abblühen ins Gartenbeet, die andern Bestandteile kann man wiederverwenden.
  • Topfpflanzen umtopfen, unempfindlichere Kübenpflanzen (Oleander, Rosmarin, Hortensien etc.) auf das Ausräumen vorbereiten.
  • Kompost aufbereiten, Beeterde austauschen, Rosenfrühjahrsschnitt durchführen.
  • Im Frühling ist die Zeit der sichtbaren Wiedergeburt der Vegetion: Rausgehen und das Erwachen in der Natur bewusst mit allen Sinnen wahrnehmen. Die Sonne straht jetzt schon erstaunlich stark – Sonnenschutz nicht vergessen. Es lohnt sich: Vögel, erste Schmetterlinge und Hummeln oder auch Bienen fliegen schon an schönen Tagen.
  • Vor allem Pflanzen mit windverbreiteten Pollen sind jetzt am Blühen: Die Hasel etwa – ein Baum des Thor/Mars – seine Ruten dienten vielen Völkern auch zum Quicken der Fruchtbarkeit. Die Weide mit ihren puscheligen Kätzchen, ein Baum der Fische, eine der ersten echten Bienenweiden.
  • Die Winterschläfer beenden ihre Ruhezeit, sie verlassen ihre Baue – ausser dem Siebenschläfer – den lockt erst der Wonnemonat Mai.
  • Ostereier verzieren und mit bunten Bändern an Büsche hängen. Weidenzweige hereinnehmen und zum Blühen bringen – Achtung Allergiker! Die Weide dient mangels Palmen in unseren Breiten neben dem Buxus als “Wedel-Pflanze” zu Palmsonntag.

Gottheiten des März:

Neptun, Jupiter, Mars (astrologisch), Anna Perenna, Salus, Morrigan.

Feiertage:

  • Anna Perenna (heilige Grossmutter) – 15. 3, St.Patrick – 17.3., Frühlingsanfang – 21.3, Iden des März vom 13. – 15.3.
  • Auferstehung, das christliche Ostern und jüdische Pessach, nördlich der Alpen, aber auch im Mittelmeerraum eigentlich ein Fruchtbarkeitsfest. Je nach Mondkalender fällt es in den März oder April. Daher sind auch Hase und Ei wichtige Symbole der Frühlings-Zeit, die beide aus dem Heidentum des vorderen Orient stammen und über die Römer zu uns gekommen sind. Der Osterhase war früher weit weniger verbreitet als das Eierschenken. Auf dem Land ist vor der Milka-Revolution sowieso das Osterlamm(gebäck) das gängigere Brauchtum gewesen – in Bayern darf es zusammen mit dem eier-verzierten Osterzopf auf dem Frühstückstisch zum Ostersonntag nicht fehlen.
  • Mehr zu Osterbräuchen und ein Rezept zum NATÜRLICHEN Eierfärben gibt es in der Karwoche.

leprechauncrock

St. Patrick’s day am 17.3. : Ein Kobold mit einem Topf voller Gold soll Glück bringen. Hoffentlich lässt man davon ab, das Wasser in Brunnen und Bächen grün zu färben. Leprechaun: ©sevenoaksart

 

Posted by on März 5th, 2016 Kommentare deaktiviert