Archive for Mai 1st, 2016

 

1. Mai: Beltane and May Queen

Beltane - jetzt beginnt der keltische Sommer, er dauert ein halbes Jahr. Beltane ©scrano 2016

Beltane – jetzt beginnt der keltische Sommer, er dauert ein halbes Jahr.
Beltane ©scrano 2016 model: belzane8 von kuoma-stock

Beltane, auch Beltene, Beltaine, Bhealltainn oder Bealtaine (irisch ['bʼeltanʼe]), ist im irischen Kalender der Sommeranfang – es war ein augelassenes Frühlings-und Fruchtbarkeitsfest. Auch heute wird in der Gaeltacht noch in dieser Tradition gefeiert: Schottisches Feuerfest von Edinbourgh oder Wahl von Maikönig und Maikönigin, die den  um den Maibaum eröffnen.

Der Name Freinacht für die Walpurgisnacht, und die Symbole Maibaum und Kranz deuten  auf ähnliche Zusammenhänge auch in unseren Mai-Traditionen: Fruchtbarkeits-Rituale allerorten.

Aus alten Schriften ist überliefert, dass Bauer und Bäuerin in einer Ackerfurchedes Feldes den Akt vollzogen, um die Natur zu ehren und den Erntesegen anzuziehen. Bei den nächtlichen Feierlichkeiten schien es keine Schranken, besonders keine moralischen, oder sozialen zu geben. Das erinnert wieder an die Lupercalia und Saturnalia der Römer. Das Walpurgisfest ist sicherlich seit alten Tagen ein Liebesritual, doch war ursprünglich die Anrufung und Übertragung der erotischen Kraft selbst gemeint und nicht das Eingehen einer rechtlich verbindlichen Dauerbeziehung. Obwohl diese Feste schon ein potentieller Heiratsmarkt waren – allerdings auch eine Möglichkeit des intimen Kennelernens und Ausprobierens. Kinder aus diesen Beltanefeiern wurden als von den Göttern gesegnet angesehen und waren keine Schande für die Mutter oder deren Famile. Ähnliches ist auch von den Riten in Bubastis überliefert, wohin “späte Mädchen” von ihrer Famile regelrecht geschickt wurden, damit sie entweder verheiratet oder wenigstens schwanger wieder nach Hause kämen. Kinderlosigkeit wurde als ungesund für eine Frau angesehen. Das Baby stand ebenfalls unter dem Schutz der Glücksgöttin Bast, deren Segen brachte es in das Haus der Familie.

Das Bastet Fest “der fröhlichen Trunkenheit” wurde nach dem heliakischen Aufgang des Sothis=Sirius terminiert, ein sehr heller Stern, der später mit Isis gleichgesetzt wurde. Ursprünglich bezeichnete er die Göttin Sopdet, Verkörperung des Neujahrs und des Ursprungs der Welt. Dieses astronomische Ereignis kündigte die Nilschwemme an, in Ägypten der Beginn der Ackerbausaison.

Schwangere Frauen gingen auch in unseren Breiten im Frühling über die Felder und unter die Herden, um deren Fruchtbarkeit anzuregen.

Bastet mit Ank und Sistrum.quelle: wikimedia

Bastet mit Ankh und Sistrum.
quelle: wikimedia

Das von Frauen gespielte Sistrum ist typisch für Riten der Hathor, Isis und Bastet – es hat eine Uterusform und als Verzierung oft einen Hathorkopf. Als Musikinstrument gibt es Töne von sich wie ein Mini-Schellenbaum – ein ähnliches Ritualinstrument gibt es heute noch in der katholischen Messe. Auch das Henkelkreuz Ankh besitzt die Form weiblicher Geschlechtsorgane. “Honi soit, qui mal y pense …”

Hey diddle diddle, the cat and the fiddle (Sistrum)
The cow (Hathor) jumped over the moon (a lunar and solar goddess – astrological Taurus glyphe!)
The little dog (Sirius, Anubis) laughed to see such fun
And the dish ran away with the spoon (ritual tools for incense and flower sacrifice)

Interessant, was sich so alles in alten Kinderreimen (ca. 17. Jhd) finden lässt! Eine alternative Interpretation enthält Anspielungen auf den Hof von Elisabeth I.

Posted by on Mai 1st, 2016 Kommentare deaktiviert