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Retrograde Venus – Beziehung im Schatten

Passend zum Thema: Venus ein Flammenfraktal in Herzform: “Retrograde Venus”

Die retrograde*** Venus gilt als problematisch und wird bei Transiten oder in der Progression als unangenehme Erfahrung empfunden.

In der Radix werden der rückläufigen Venus folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • Sehr exzentrisches Geschmacksempfinden,
  • Große Eigenwilligkeit,
  • Andere Beziehungsideale –> neigt zur Idealisierung und Idolisierung
  • Entscheidung für ein Single-Leben,
  • Fühlen sich ungeliebt,
  • Sozialphobie,
  • Seltsame Vorlieben: „kinky sex“.
  • Wenn sehr schlecht gestellt: Gefahr von Soziopathie.

In der künstlerischen Darstellungen erscheint das Herz als ein Symbol der Venus, es ist aber auch ein Attribut der Mondin: Eine sehr feminine, Yin-hafte Form. Im Fall der retrograden Venus ist das Herz nicht ganz symmetrisch, erscheint sogar gespalten. Das Rot, Symbol des Lebens, der Liebe und der Leidenschaft ist ein wenig abgedunkelt und das Rosa des Hintergrunds eingetrübt. Die Wellen der Gefühle wirken auch eher gedämpft bei einer Venus-Retrogradation. Menschen mit dieser Konstellation in ihrer Radix wirken häufig schüchtern oder sind in ihrem Wesenskern eher ungesellig. Die Stärke der Auswirkung einer Rückläufigkeit hängt auch von der Aspektierung, der Häuser- und Zeichenstellung der Venus ab. Durch die Altersprogression wechselt Venus im Verlauf des Lebens bei manchen Menschen ihre Richtung: Wenn sie wieder vorwärts läuft, geht oft eine Verbesserung der Beziehungensfähigkeit oder ein gesteigertes Interesse an zwischenmenschlichen Belangen damit einher.  Menschen, deren Venus in der Progression retrograde wird, neigen dann zum eher Rückzug oder zu Eigenbrötlerei.

Grün, helles Kirschrot und Rosa gelten als die Farbkorrespondenzen der ungestörten Venus, wobei man der erdhaften Stiervenus eher die Grüntöne zuordnet, der kapriziöseren Waage-Venus die Rosa-Schattierungen.

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Venus retrograde – Heartbreak HOTEL.
Elvis Presley: Venus opp Pluto, quad. Uranus – Konfliktpotential, auch ohne Retrogradation.

***Retrogradation: Scheinbare Rückwärtsbewegung von Planeten im geozentrischen Epizyklen-Modell.

In der Astrologie wichtig, da astrologische Archetypen durch Wahrnehmung des Kosmos auf der Erde entstehen (was man am Nachthimmel direkt sieht) nicht durch mechanische Plantenbewegungen. Es wirken Korrelationen, nicht Kräfte! Daher ist das heliozentrische Modell zwar für die tatsächlichen Berechnungen von Orbitalbewegungen wichtig, aber nicht für die hermetische Grundidee, dass die Erde einen eigenen Organismus (Mikrokosmos) mit unzähligen weiteren Mikrokosmen bevölkert, darstellt.  Dieser ist quasi der “Beobachter” und den Rhythmen unterstellt, wie er sie wahrnimmt. Wir leben auf der Erde, nicht auf der Sonne oder den “Fix”-Sternen, daher werden astrologische Zusammenhänge immer mit Gaia, Rhea, Mutter Erde als Zentrum des Bezugssystems gesehen.

Posted by on Mai 4th, 2016 Kommentare deaktiviert