Apple:
Vom Techno-Kult zum Spielzeug-Produzenten …?

Nicht mehr so ganz knackig - der Techo-Apfel aus Cupertino.

Nicht mehr so ganz knackig -
der Techno-Apfel aus Cupertino.

i-watch 2.0 – leider muss ich meine Rezension vom vergangenen Herbst wiederholen und noch eins draufsetzen: Das i-phone 5 wurde wieder aufgelegt und kam mit neuem Acorn-Core gepimpt wieder in den Handel. In Barbie-Metallic-Farben und wenig wertig. Die i-Watch schwächelt nach wie vor, Grossdisplay i-phone 6 bog sich durch, iphone 7 entpuppt sich mittlerweile als Ladenhüter … Kontroverse Neuigkeiten über das Nachfolgemodell i-phone 8 erzeugen eher Zweifel bei der Anhängerschaft.

Dazu kommt noch, dass in letzter Zeit ein IOS-Update Debakel das nächste jagte -und dann auch noch ein Clinch mit dem FBI. Und nun eine Neuauflage der Akku-Blähungen, die wir mit der 3GS-Serie überwunden glaubten.

Oh Gott Steve … Du würdest Dich wohl im Grabe umdrehen ! Eine Show wurde abgezogen, um eine Digitaluhr zu präsentieren, die jeden Abend gefüttert, also aufgeladen werden muss und zu dem auch noch wenig chic aussieht. Nur weil es quasi eine “i-Watch” ist, kauft eine Vielzahl Menschen diese Uhr, wahrscheinlich um IN zu sein. Die Apple-Community wird den eitlen Tand schon schlucken …” hook, line and sinker” , wie es so schön heisst. Ich will ja nicht I-Quatsch dazu sagen – aber ehrlich: Geht’s noch? Die Gross-Display Version des i-phone 6 ist auch nicht unbedingt der Knaller. Die Handys der Mitbewerber sind eher besser als schlechter. Der besondere Gimmick ist wohl, dass man damit bezahlen kann, und dass es beonders “flexibel” ist. Wer braucht so was? Die Sprachqualität meines Uralt- Nokia 6310i ist deutlich besser und die Standzeit beträgt heute noch mindestens eine Woche. Daran wird nicht gearbeitet. Hauptsache man kann mit dem schicken Schein posen. Aber das ist ja heute das Wichtigste.

Also zurück zum bewährten i-phone 5, auch weil einhändige Bedienbarkeit für ein Telefon doch ein Argument bei der Grösse darstellt? Praxistauglichkeit statt Spielmobil. Jetzt das neue Zugpferd i-phone 7, auch nix Weltbewegendes zu bemerken. Besonders in puncto Schutz vor dem “Big Brother” mauert der angebissene Apfel. IMSI-catcher Detektion – Fehlanzeige! Stattdessen jede Menge Kommerz-Apps. Da freut sich aber “the man in the middle” tierisch.

An der professionellen Workstation MacPro wird nicht geschraubt oder an anderen Innovationen, wie sie einer ehemaligen Techologieschmiede würdig wären. Schickes Design allein macht Apple NICHT aus. Es war eher die alte Bauhaus (nicht die Baumarkt-Kette … ) Devise: “Form Follows Function“. Und maximale Gebrauchstüchtigkeit !!! Ein MacBook extrem zu verschlanken ist auch nicht der geniale Bringer, das geht ab einem gewissen Mass zu Lasten der mechanischen Robustheit. Man möchte das Teil ja irgendwo hin mitnehmen, ohne das es gleich auseinanderfällt.

Zum Thema MacBook Pro & “planned obsolescence” … ein Laptop, das man, obwohl es noch vollkommen funktionstüchtig ist, nach wenigen Jahren Gebrauch wegwerfen soll, weil ein einziger Baustein (SMC) das Problem ist … dazu ist dieser noch so auf dem Motherboard angebracht, dass man ihn kaum ersetzen kann … kein Glanzstück an Nachhaltigkeit! Dieser eigentlich auf einer austauschbaren Platine anbringbare Logik-Chip ist in den Mac-Foren schon lange ein Dauerbrenner für Unmutsäusserungen, weil Nutzer sich abgezockt fühlen. Bei einer sub-Standard Garantiezeit von einem Jahr ist das ein weiterer Tropfen in einem schon ziemlich vollen Fass.

Noch dazu sind die Apple Books von ihrer Performance sehr gut und wären lange einsatzfähig ohne dass man sich gleich nach der nächsten Generation sehnt.

Nebenbei, ich war solange Steve Jobs noch seine ausserordentlichen Produkte vorstellte, eindeutig ein Apple-Fan. Ich habe eine komplette Apple-Zone zu hause, die alte PPC-Linie: G4,G5, und trotz der von mir nicht sonderlich geschätzten Intel-CPU: MacMini, MacBookPro, und auch das iPhone bis Version 5.Die Motivation: Das stabile UNIX-basierte Betriebssystem, welches trotzdem intuitiv bedienbar ist – da kann Linux heute noch nicht mithalten – ok, beim Android-Cell Phone wird es besser. Dennoch ist Linux/Unix doch mehr für uns Server Admins gemacht.

Also, Applianer, hört auf solche kindischen Produkte vorzustellen, macht wieder Kult!

Warten wir ab, bis den Fans die Augen aufgehen, und sie aus dem Rausch aufwachen. Wie beim Märchen: Des Kaisers Neue Kleider von Hans-Christian Anderson.

Vielleicht gibt es dann wieder gute Neuigkeiten von Apple, es war ja schon mal so, als Steve Jobs wieder in seine Firma zurückkam. Fragt sich nur, wer ist jetzt sein geistiger Erbe?

Apple ist schliesslich keine Spielzeugfirma.

Hoffentlich!

crystalball

Wo bleiben die genialen Ideen? Wo die technischen Visionen ?

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This entry was posted on Mittwoch, Mai 11th, 2016 at 02:58 and is filed under Daily Sledgehammer, Humor, Political Incorrectness, Rezensionen, Vitriol. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

 
 

2 Responses to “Apple:
Vom Techno-Kult zum Spielzeug-Produzenten …?”

  1. wutbaer Says:

    Da alle Produkte in Südostasien hergestellt werden und nicht gerade in Vorzeigefirmen, sondern bei Foxcon und anderen Sklaventreibern, sollte man sich von solchen Produkten fernhalten bzw. darüber nachdenken, ob man diese Produkte wirklich benötigt. Sicherlich sind andere Hersteller auch nicht besser !! Apple arbeitet mit vielen Firmen wie zu Beispiel auch Samsung zusammen. Sie mögen zwar die eine oder andere gute Idee liefern, doch produziert wird unter sehr fragwürdigen Verhältnissen und dann wird das Produkt auch noch sehr teuer verkauft ! Der technologische Fortschritt ist dahin, die Chinesen können es besser und billiger. Wer ein Apple-Produkt als Status-Symbol betrachtet, dem ist nicht mehr zu helfen! Denkt dran, sobald ein Produkt in Massenproduktion geht, ist es bereits veraltet.

  2. Ambrosia Says:

    Leider mittlerweile wahr … allerdings ist momentan der Zugang zu vernünftigen Betriebssystemen für den Otto-Normalverbraucher eher mit Aplle als mit Microsoft zu realisieren. Es bliebe nur Linux, das zwar dasselbe wie Mac OSX bietet, aber für Normal-User häufig zu sperrig oder verwirrend daherkommt.
    Pressen wir doch den Apfel ein bisschen, damit er wieder frischen Most liefert – das liegt in der Hand des Verbrauchers. Auch was die Preisgestaltung anbelangt – oder soziale Verantwortung.
    Gerade die echten Silicon Valley Gründer kamen aus der Hippie-Generation der Sozialrevolutionäre – daran sollte man sie wieder erinnern!