Archive for Juni 3rd, 2016

 

All about … Merkur

Tritonia ©scrano 2013

Geflügelter Allrounder: Merkur ©scrano 2013

Der schnelle Merkur mit einer Umlaufzahl von 88 Tagen, eine doppelte Alchemistennummer, sozusagen. Er wechselwirkt sehr stark mit allen anderen Planeten und vor allem mit den Zentralgestirn Sonne, seinem grossen Bruder Apollon. Auch mit dem Jupiter vollführt er einen besonderen Tanz, der ihn irgendwann aus dem Sonnensystem hinauskatapultieren könnte, wenn es zu stärkeren Instabilitäten der Bahnresonanzen  kommen sollte. All das wegen seiner geringen Grösse und der dadurch bedingten schwachen Eigengravitation. Spielball der Götter, der einfach abhaut, wenn es ihm zu bunt wird … lol? Seine Nähe zur Sonne und ihrem starken Schwerefeld  bringt schon relativistische Effekte in seine Umlaufbahn. So ist die durch die Anziehungskräfte der anderen Planeten verursachte Periheldrehung auch noch von der  Raumkrümmung durch die massereiche Sonne beeinflusst.

giphy

Merkur, der Flitzer unter den Planeten.
quelle: giphy

 

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Sonne in den Zwillingen: Heiter bis wolkig …

Gleich und doch verschieden: Rätselhafte Dualität der Zwillinge.Gemini ©scrano 2016

Gleich und doch verschieden: Rätselhafte Dualität der Zwillinge.
Gemini ©scrano 2016 model: ecathe

Das dritte Zeichen des Zodiak wird von den Zwillingen besetzt, die sowohl ein Sinnbild der Dualität, des Spiegelarchetyp als auch deren Überwindung durch Kommunikation und Zentrierung darstellen.

Das Tierkreiszeichen Zwillinge ist sehr gut im Winter sichtbar und bietet Sterne ab der 2. Helligkeitsstufe. Die beiden Haupt-Sterne heißen nach der griechischen Mythologie Castor und Pollux (α und β Geminorum).
Das Sternbild Zwillinge ist das am besten sichtbare Tierkreiszeichen in Europa und gehört zu den 48 von Ptolemäus katalogisierten Konstellationen. Interessante Nachbarsternbilder der Zwillinge: Fuhrmann, Orion, Großer Hund. Das Sternbild Zwillinge befindet sich nordöstlich des markanten Herbst-Sternbildes Orion. Besonders hell leuchten die erwähnten Hauptsterne Castor und Pollux. Zusammen mit Capella aus dem Sternbild Fuhrmann, Aldebaran aus dem Sternbild Stier, Rigel aus dem Sternbild Orion, Sirius aus dem Sternbild Großer Hund und Procyon aus dem Sternbild Kleiner Hund bilden sie das Wintersechseck. Zwar sind es nicht sechs sondern sieben Sterne, aber Castor und Pollux werden wie in der Mythologie als “Doppelsystem” gezählt. Das Sternbild Zwillinge erreicht seinen Kulminationspunkt am 4. Januar. Eine auffällige Erscheinung ist der sogenannte Eskimo-Nebel, ein planetarischer Nebel (Ringnebel), der aus einer Sternexplosion entstanden ist.
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Im Jahre 1930 wurde durch Percival Lowell der Zwergplanet Pluto bei der Auswertung fotografischer Platten in den Zwillingen entdeckt, die Zeit der Massenmedien fand ihren Anfang.

Beobachtungszeit:
Der Winter, im Juni, wenn die Sonne in den Zwillingen steht, ist die Konstellation natürlich nicht sichtbar, da sie dann über den Taghimmel zieht.
Hellster Stern:
Beta Geminorum (Pollux)

Zur Mythologie des Sternzeichens Zwillinge:

Zwillingspaare erscheinen als Archetypus in etlichen Mythen: Die göttlichen Brüder oder Dioskuren sind ein sehr weit verbreitetes Motiv in vielen Sagen auf der ganzen Welt.

Sie versinnbildlichen den dualen Aspekt der Daseinserfahrung:

Hell-Dunkel, Männlich-Weiblich, Oben-Unten, Links-Rechts, Tag-Nacht, Winter-Sommer, Seele-Körper, Verstand-Gefühl, Leben-Tod.

Religionen bauten auf diese Gegensatzpaare ihre Systeme vom Guten und vom Bösen auf. Der Pfad des Guten und der Pfad des Bösen beginnt an der gleichen Wegkreuzung, ohne Licht gibt es keine Schatten, ohne das Böse gibt es nicht das Gute. Auch Messungen und Schätzungen,  im wissenschaftlichen Bereich oder im alltäglichen Leben, benötigen eine Referenz, deshalb regieren Zwillinge und Merkur auch Massstäbe und die Welt der Zahlen.

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Eskimo-Nebel, in den Zwillingen:
Sieht eher wie eine Sonne aus (Apollon?).
Quelle: wiki (NASA)

Das Phänomen der Zwillingsgeburt wurde im Volksglauben auf göttliche, magische, manchmal auch dämonische Einflüsse zurückgeführt, oder auf ein sündhaftes Fehlverhalten der Mutter. Letztere Vorstellung, dass z.b: Missbildungen auf Unzucht mit dem Teufel hinweisen, findet man auch im Zusammenhang mit Hexenprozessen, wie in Schottland des 17. Jhds.
Bei den Yoruba Westafrikas gibt es eine überdurchschnittliche Häufung von Zwillingsgeburten. Manche Wissenschaftler sprechen sogar von den Yoruba als Volk mit der höchsten Zwillingsgeburtenrate der Welt. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Zwillinge in dieser Kultur als Teufelswerk angesehen und oft eines, manchmal auch beide Kinder, in einigen Fällen sogar die Mutter nach der Geburt getötet. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wendete sich diese Sichtweise ins Positive. Man begann, Zwillinge besonders zu verehren. Da aber die Kindersterblichkeit gerade bei Zwillingen besonders hoch war, wurden kleine Holzfiguren, sogenannte Ibejis geschnitzt, welche die Mütter dann als Ersatz für die verstorbenen Kinder trugen. Diese sollten den Seelen der verstorbenen Kindern als neue Heimat dienen und die Familien so vor dem Zorn der Zwillingsseele schützen. Ein Ausfluss  dieser Vorstellung von der Besonderheit von Zwillingen findet sich in den Loa Marassa, weiblichen Teenager-Zwillingsgottheiten des Voodoo, einer Religion die ihre afrikanischen Wurzeln bei den oben erwähnten Yoruba hat.  In der  haitianischen Variante dieses Glaubens sagt man, sie seien bloß zwei aus einer ursprünglichen Dreiheit … ein interessanter Gedanke, da Merkur, der Patron der astrologischen Zwillinge die sprichwörtliche Nummer Drei ist, der Vermittler, die ausgleichende Mitte schlechthin. Auch das 3. Haus, in dem sie zusammen herrschen ist der Bereich der Kommunikation und der Verträge. Sind die Marasa wohlgesonnen, schützen und stärken sie Fruchtbarkeit, Wohlbefinden und behüten sowohl geborene wie auch ungeborene Kinder. Allerdings gelten die Marassa als launisch und unstet, eine Eigenschaft die man Teenagern und Vertretern des Sternzeichens Zwillinge gleichermassen nachsagt. Man ehrt die Marasa, indem man sich an der Dualität der Natur von Mensch und Universum erfreut. Magische Vorstellungen und Praktiken  in Verbindung mit einem  Zwillingskult  sind im Voodoo allgegenwärtig. Auch bei der Herstellung einer Voodoo-Puppe erschafft man einen Zwilling! Einen (symbolischen) Zwilling zu erzeugen, zu verehren, beherbergt im Voodoo eine besonders starke Macht! Ähnliches findet man auch beim Alraunen-Männchen des Mittelalters oder im “Bildnis des Dorian Gray” von Oskar Wilde. Letzlich sind auch die ägyptischen Uschebti (“Ich bin da”) Stellvertreter viele kleine Klone (Zwillinge) des Verstorbenen, die als Helferlein mitgegeben werden.

In der griechischen Mythologie sind die Dioskuren Kastor und Polydeukes die Zwillingsgötter des Morgen- und Abendsterns, der eigentlich ein einziges Himmelslicht ist (die Venus, daher in der esoterischen Astrologie den Zwillingen als Herrscher zugeordnet). Allerdings war Castor sterblich, nur Pollux hatte die Unsterblichkeit seines Vaters Zeus geerbt. Der Sage nach sollen sie gemeinsam Könige von Sparta gewesen sein und beim Raub des Golden Vlieses die Argonauten begleitet haben. Diese Zwillinge gingen einmal nach Akadien, zusammen mit einem befreundeten sterblichen Zwillingspaar, um eine Viehherde rauben. Bei der Verteilung der Beute kam es zu blutigem Streit, bei dem nur Pollux dank seiner Unsterblichkeit überlebte. Da er aber, untröstlich über den Verlust, ohne Castor nicht mehr auf Erden bleiben wollte, bat er Zeus ebenfalls um Aufnahme ins Totenreich. Der versetzte darauf beide unter die Sternbilder. Der Raub der Viehherde zeigt einen mythologischen Zusammenhang der astrologischen Zwillinge mit Hermes/Merkur, der seinem Bruder Apollon einst eine Herde Bullen abspenstig gemacht hatte. Allerdings konnte er sich, typisch Merkur, aus der Sache herausreden. Er herrscht nach der klassischen Astrologie in den Zwillingen als seinem Taghaus. Wegen der Verbindung mit den Abenteuern des Jason gelten die Zwillinge als Beschützer der Reisenden und Seeleute, ebenfalls wie der flinke Hermes.

  • Artemis und Apollon (Mond und Sonne) waren ebenfalls Zwillingsgötter.
  • Helena und Klytemnästra sind ein weiteres berühmtes Zwillingspaar.

Bei Kelten und Germanen gab es ebenfalls göttliche Zwillingspaare: Dylan und Lieu, Dunkelheit und Licht etwa, oder Freya und Freyr.

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quelle:wiki

Auch die altpersische Vorstellung von Ahriman und AhuraMazda der Perser geht auf die Dualität in der Schöpfung zurück, eine Vorstellung, die bereits nicht mehr wertneutral ist und den  Begriff des Gegensatzpaares “Gut-Böse” in den Götterhimmel einführt. In der Gnostik und im Christentum werden daraus Gott-Teufel als gleichwertige Gegner, was einer rein monotheistischen Lehre eigentlich widerspricht.

Astrologische Eigenschaften des Sternzeichens Zwillinge:

Der intellektuelle, offene, verspielte, sehr neugierige, aber auch rastlose  Mensch: Homo ludens und rasender Reporter.
Ein Zwilling tritt dem Leben auf sehr persönliche, fast kindhaft offene Weise entgegen.  Er ist niemals schwerfällig, sondern heiter und beweglich. Schon beim Hinsehen fällt auf, dass er ständig in Bewegung zu sein scheint, selbst wenn er gerade mal ruhig dasitzt. Er spricht auch gerne mit den Händen: Eine weitere Domäne des Merkur.
Warten und langsames Arbeiten sind ihm ein Gräuel. Seine große Stärke ist es Informationen zu sammeln und sie alsbald wieder zu kommunizeren, was manchem Zuhörer als bezaubernd unverbindlich, anderen wiederum als oberflächlich oder geschwätzig erscheint. Ein Zwilling liebt den leichten Flirt mit witzigen Wortspielen, es muß prickeln wie Champagner und darf nicht allzu ernst sein. Tiefschürfende Gespräche und lange, verzehrende Blicke sind nicht sein Fall. Überhaupt – Gefühle …! Sie schwanken, wie beim Teenager, himmelhochjauchzend und tiefbetrübt, allerdings mit Lichgeschwindigeit. Langeweile ist wohl die schlimmste Empfindung, der Zwilling braucht die Vielfalt und ist daher leicht ablenkbar, von der nächsten interessanten Verzauberung, die gleich um die Ecke biegt. Allerdings ist er auch der Meister des Multi-Taskings, schliesslich hat man ja mindestens zwei Wesenheiten in sich, die sich spielerisch die Bälle und die Aufgaben zuwerfen. Das birgt aber manchmal einen Haken: “Zwei Seelen wohnen ach, in meiner Brust”, stöhnte schon Goethe, neben seiner plutonischen Natur auch mit Merkurs (in der mutablen Jungfrau, Merkurs Nachthaus) Dualität gesegnet oder gestraft, je nach Ansicht. Die Zwei des Zwillings birgt den Zweifel. Apropos Schriftsteller: Natürlich ist neben Reden (zwei, drei Fremdsprachen mal so nebenbei zu beherrschen ist keine Seltenheit) auch Schreiben eine Lieblingsbeschäftigung der Merkurier, der Erfinder des Blogs war wahrscheinlich auch einer. Überhaupt – das Internet, bei all der riesigen Informationsflut und auch noch mit Blitzgeschwindigkeit: Hier besteht für Zwillinge wohl die einzige Suchtgefahr, für alle anderen Obesession sind sie nicht ortsfest genug.  Leider gilt das auch für ihre zwischenmenschliche und amouröse Seite: Das Zeichen ist für seine hohe Trennungsquote berüchtigt – weniger aus Neigung zu Promiskuität, als aus Langeweile, wenn der Partner nicht ein ebensolches Quecksilber ist, oder intellektuell wenig zu bieten hat. Sie sind nun mal keine Couch-Potatos oder Romantiker, die Zwillinge. Beruflich sind weibliche und männliche Vertreter des Zeichens bei kreativen und kommunikativen Tätigkeiten gut aufgehoben: Literatur, Journalismus, Werbung, die vielfältige IT-Branche, hier vor allem Kryptologie, Game-Programmierung und Security-Aufgaben (Gentleman-Hacker sozusagen, da darf man ganz legal seiner Neugier nachgehen) aber auch Vertrieb machen den geistig flexiblen Zwillingen Spass. Dazu kommen noch technische Berufe und Mathematik.

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Zwei Blüten am selben Strauch: Die Zwillinge.
twin roses ©beast666

 Positive Eigenschaften: MacGyver des Zodiak

  • Neugierig,
  • flexibel,
  • intelligent,
  • flink
  • schnelle Auffassung
  • vielseitig
  • einfallsreich
  • wissbegierig,
  • charmant,
  • kommunikativ,
  • beliebt,
  • witzig
  • schlagfertig
  • pragmatisch
  • offen und tolerant

Negative Eigenschaften: Klatschreporter des Zodikakgraphics-zodiac-signs-708563

  • Labil,
  • unruhig,
  • hektisch,
  • oberflächlich,
  • “Nervenbündel”,
  • unzuverlässig,
  • launisch,
  • kann perfekt schwindeln
  • klatschsüchtig
  • zynisch
  • entscheidungsschwach (Selbstzweifel)

Schwachstellen

  • Erkrankung der Bronchien
  • Lungenerkrankungen
  • Befindlichkeiten am Zwerch- und Rippenfell
  • Rücken- und Bandscheibenprobleme
  • Arme und Hände
  • Nervenkostüm durch zuviel Hektik

Die Zwillinge gehören zum 3. Haus des Zodiak, hier herrscht der Merkur in seinem Taghaus.

  • Element: Luft, mutabel, Yang
  • Farbe: Hell-Gelb, Lavendelblau und Orange
  • Kristalle: Citrin, Tigerauge,
  • Tarot: Die Liebenden, Zweien, Der Magier, Pagen oder Buben
  • Domizil: Merkur
  • Exil: Jupiter/Neptun
  • Pflanzen: Alle Merkur- und Luftpflanzen, vor allem Rankenpflanzen und Doldenblütler.
  • Tiere: Affen, Schmetterlinge, Libellen, Eichhörnchen, Papageien, Beos, Elstern
Duality ©Scrano 2013

Duality ©Scrano 2013

 

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