Mandala im Juni: Sommerbunt

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Bunt wie der Sommer: Falter, Blüten, Distelfink.
Sommerfarben ©scrano 2016

Wer den Stieglitz oder Distelfink in seinem Garten sehen will, pflanzt Kornblumen – auf deren Samen sind diese Vögel ganz versessen. Ausserdem sind die Zierformen der Centaurea winterharte, unermüdliche Dauerblüher im Blumenbeet und bringen sehr schöne blaue Farbtupfer in die Rabatte.

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Distelfink – einer der buntesten heimischen Singvögel.
Quelle:wiki

Gartenkornblume - blüht von April bis Oktober, zur Freude von Insekten und Vögeln.

Gartenkornblume – blüht von April bis Oktober,
zur Freude von Insekten und Vögeln. Centaurea ©beast666 2016

Die Kornblumen (Centaurea) besitzen wie Disteln eine Merkur/Jupiter Signatur. Solche Pflanzen  bieten Insekten und Vögeln reichlich Nahrung.

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Pusteblume: Auch der Löwenzahn ist Merkur/Jupiter geprägt.
Daneben trägt er noch Mond/Saturn-Signatur. ©beast666 2017

Löwenzahn – auch ein Jupiter/Merkur Wildgemüse und Heilkraut:

Merkur/Jupiter:

  • buttergelbe Blüten, flugfähige Fiedersamen (Jupiter/ Merkur)
  • hohle Stängel, raumgreifend, mag fette Böden (Jupiter)
  • Bienenpflanze (Merkur)
  • leberwirksam (Jupiter)
  • lungenwirksam (Merkur)
  • geteilte Blätter (Merkur)
  • gegen Darmwinde (Merkur)

Mond/Saturn

  • Milchsaft (Mond)
  • Pfahlwurzel (Saturn)
  • Bitterstoffe (Saturn)
  • tumorhemmend (Saturn)
  • magenstärkend (Mond)
  • gegen Warzen (Mond)
  • entwässernd (Mond)
  • gegen Rheuma (Saturn)
  • keimtötend (Saturn)

Wegen der pfeilartigen Blätter und der Blattrosette könnte man noch eine Mars/Venus – Signatur annehmen. Allerdings ist die Gallen/Leberwirkung (Mars) durch Jupiter und der entwässernde Effekt (Venus) auch durch Mond abgedekt. Einzig die potentielle Wirkung des Inulin bei Diabetes wäre noch eine Venus-Signatur wert.

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Löwenzahn , Taraxacum – ein Bienenfreund.
Für den Menschen ist er auch hilfreich. ©beast666 2017

Arzneiliche Inhaltsstoffe

Hauptwirkstoffe sind Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe (Tetrahydroridentin B, Taraxacolid-β-D-glucosid und andere), ein Phenolcarbonsäurederivat (Taraxosid), und Triterpene (Taraxasterol und dessen Derivate); ferner hohe Kaliumkonzentrationen (bis zu 4,5 %) und wie im Alant Inulin in der Wurzel (im Herbst bis zu 40 %). Der hohe Terpenanteil erinnert an den Milchsaft der Gummibäume. Tatsächlich bestehen Ähnlichkeiten.

Die Sesquiterpenfraktion scheint für die beobachtete leberschützende Wirkung verantwortlich zu sein und zeigt potentielle giftabwehrende Effekte. Für Extrakte aus Löwenzahn konnte “in vitro” eine hemmende Wirkung auf die Ausbreitung von Prostata- und Brustkrebszellen sowie abtötende Effekte bei Leberkarzinomzellen, Leukämiezellen und Pankreaskrebszellen nachgewiesen werden.

Die wichtigsten Wirkstoffe des Löwenzahns sind die Bitterstoffe (Jupiter/Saturn).  Sie fördern allgemein die Funktion der Verdauungsorgane (Mond/Merkur). Daneben wurde auch eine entwässernde Wirkung (Mond) nachgewiesen, die möglicherweise auf den Kaliumgehalt zurückzuführen ist. Hilfreich bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen (Merkur), bei  zu geringer Gallensekretion und Leberschwäche (Jupiter) sowie zur Anregung der Harnausscheidung bei Griessbildung (Saturn) und Blasenentzündung (Mond). Die Volksheilkunde nutzt die Drogen gegen Verstopfung, bei Diabetes, gegen Rheuma und Hautunreinheit. Frische junge Blätter isst man als Salat oder Pesto zu Frühjahrskuren. Löwenzahn passt auch in den Kartoffelsalat oder zu Aufläufen (wie Blattspinat verwenden). Die im Herbst geernteten inulinreichen Wurzeln dienten geröstet als Kaffee-Ersatz, wie die echte Zichorie (Wegwarte, ebenfalls Jupiter/Merkur). Arzneilich lässt die Pflanze sich auch als Teedroge verwenden.

  • In der Volksheilkunde wird der Milchsaft als Heilmittel gegen Warzen und Hühneraugen empfohlen.
  • Löwenzahnsirup aus den Blütenblättern  hilft bei Husten, ist aber auch so lecker. Man kann auch wie bei Holderblüten Gelee daraus zubereiten.
  • Nicht anwenden sollte man die Pflanze bei Gallensteinen und Allergie gegen Korbblütler.

Der Milchsaft liefert eine Art Naturgummi, der im WW II als Kautschukersatz eingesetzt wurde.

Löwenzahn wurde tatsächlich wieder  als potenzielle Rohstoffpflanze für Kautschuk entdeckt und neuerdings in Europa und Nordamerika erforscht. Ziel der Forschungen ist es, aus dem Russischen Löwenzahn (Taraxacum kok-saghyz) verwertbaren Löwenzahnkautschuk, sogenanntes Taraxa-Gum als Alternative zum traditionellen Naturkautschuk aus dem Milchsaft des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis) und  Kautschuk aus Erdöl zu gewinnen.

Löwenzahnsirup

  • 300g frische Löwenzahnblüten von unbelasteten Plätzen!
  • 2  Bio-Zitronen/Orangen
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Rohrzucker – Demerara, hell
  • 1  Vanilleschote

Löwenzahnblüten waschen und von kleinen Tierchen befreien. Den grünen Kelchboden entfernen, Blütenblätter auszupfen. In einen grösseren Topf geben, Zitronen mit Zestenreisser schälen – die weisse Haut nicht verwenden! Früchte auspressen,  Saft mit Schalen, Vanillemark und 1 Liter Wasser zu den Blüten giessen – alternativ Orangen verwenden. Alles einmal aufkochen und zugedeckt mind. 2 Std. ziehen lassen – am besten über Nacht. Den Blütenauszug abseihen, dann resultierenden Saft mit dem Zucker nun ca 2 h leicht köchelnd einreduzieren – Achtung, wie bei Marmelade – Schaumbildung!

Der Sirup färbt sich golden/rötlich wenn er fertig ist. Dann alles in saubere Marmeladen-Gläser abfüllen. Löwenzahnsirup hat auch eine gute Wirkung bei Erkältungen. Er schmeckt honigartig-würzig.

Verwandt mit dem Löwenzahn sind die bereits erwähnte Wegwarte sowie die kräftig gelb blühenden Arten Wiesenbocksbart (leckere Wurzeln) und  Pippau, eine ebenfalls essbare und heilkräftige Wiesenblume..

 

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