Archive for Juli, 2016

 

Kurz & Knapp: Die Hermetischen Prinzipien

Eine Übersetzung aus dem Kybalion von 1912, einem Werk der amerikanischen “New Thought” Bewegung. Für eine Einführung eignet es sich gut, da es versucht, das antike Gedankengut in die moderne Sprachwelt zu überführen. Davor musste man sich durch das Corpus Hermeticum entweder in der griechischen Urfassung, oder  der lateinischen Renaissance-Übersetzung durch Marsilio Ficino, Pico della Mirandola und andere quälen.

Kybalion

Oben: Hermes Trismegisthos mit seinen Schülern. Unten: Caducceus (Hermes-Stab).

Von Isaac Newton ist eine englische Variante erhalten: Er übersetzte und kommentierte die “Tabula Smaragdina“, in der diese Prinzipien zusammengefasst sind, und die den Kern der Hermetischen Schriften bildet. Die Smaragdtafel erinnert an die verschlüsselten Texte der Alchemie, und muss auch mit entsprechendem Wissen um die Sinnzusammenhänge gelesen werden.

  • It is true without lying, certain and most true.
  • That which is Below is like that which is Above and that which is Above is like that which is Below to do the miracles of the Only Thing.
  • And as all things have been and arose from One by the mediation of One, so all things have their birth from this One Thing by adaptation.
  • The Sun is its father; the Moon its mother; the Wind hath carried it in its belly; the Earth is its nurse.
  • The father of all perfection in the whole world is here….
  • Its force or power is entire if it be converted into Earth.
  • Separate the Earth from the Fire, the subtle from the gross, sweetly with great industry.
  • It ascends from the Earth to the Heavens and again it descends to the Earth and receives the force of things superior and inferior.
  • By this means you shall have the glory of the whole world and thereby all obscurity shall fly from you.
  • Its force is above all force, for it vanquishes every subtle thing and penetrates every solid thing.
  • So was the world created.
  • From this are and do come admirable adaptations, whereof the process is here in this.
  • Hence am I called Hermes Trismegistus, having the three parts of the philosophy of the whole world.
  • That which I have said of the operation of the Sun is accomplished and ended.

Isaac Newton, gefunden in Briefen aus seinem Nachlass.

Sir Isaac Newton quelle:wiki

Sir Isaac Newton
quelle:wiki

Unter den berühmten Hermetikern waren z.B. Giordano Bruno und Paracelsus zu finden, das integrale universelle Konzept beinflusste u.a. auch Philosophen wie Spinoza und den Architekten Christopher Wren.

Ausblick: Hermes, der vielgestaltige Götterbote.

 

Posted by on Juli 31st, 2016 Kommentare deaktiviert

Sommerpause

Unsere Co-Autorin Jamilla  geht auf ihre eigene Visions-Suche …  und wir machen Blog-Ferien während der Urlaubszeit

 Schaut trotzdem mal vorbei – vielleicht findet sich ja das Eine oder Andere …

serious_dreamer_by_scrano-d8tt0ld

Terminatrix Jamilla: I need vacation …

Und vor allem: Gebt fleissig Rückmeldung in Form von Kommentaren. Für Br.Freimaurer: Wer einen Kalender, T-Shirt oder Tasse möchte, kann sich gerne per email bei Ambrosia melden.

on_vacation_by_kmygraphic-d8y0ad2

©kmygraphic

… bis dann und schöne Ferien!

 

Posted by on Juli 30th, 2016 Kommentare deaktiviert

Lebendiges Wasser: Magischer Quell, ewiger Kreislauf

strange_waters_by_scrano-d9kjo9r

Brühlbach im Maisental bei Bad Urach.
©beast666

Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen….
chinesische Weisheit

waterfall_by_scrano-da2s09y

Wasserfall Bad Urach – ein Feng Shui Motiv.
©beast666

Bilder von bewegtem Wasser bringen das  Chi in Wallung. Sie beleben den Wasserbereich (Norden, Karriere) einer Wohnung, gerne werden sie auch  innen nahe der Wohnungstüre aufgehängt, um die Chi-Energie in den Wohnraum einzuladen. In der Reichtumszone (Nord-Osten) vermehren Wasserfallbilder den Geldfluß und verhelfen zu mehr Wohlstand. Je mehr Gischt der Wasserfall hat, desto besser soll er wirken. Na dann hoffen wir mal, dass es keine Überschwemmung gibt …

Andererseits sagt ein chinesisches Sprichwort:
Glück kommt als schmales Rinnsal, Unglück als schäumende Woge …

fountain_by_scrano-d9b6v7u

Moderner Brunnen in der Schweiz.
©beast666

Griechische Mythologie: Der schöne Jüngling Narziss verschmäht aus Eigensucht die aufrichtige Liebe eines Mädchens, dass sich daufhin umbringt. Die Göttin Nemesis bestraft den Egomanen: Narziss verliebt sich in sein Spiegelbild, das er bei einer Rast an einem Gewässer betrachtet.  Nicht erkennend, dass es sein eigenes ist, will er sich mit dem Abbild  vereinigen und ertrinkt.

water_magic_iv_by_scrano-d8xfon1

Zierteich Bayreuther Eremitage: Schöne Nymphea (Seerose),
nach anmutigen griechischen Naturgeistern benannt.
©beast666

Gesang der Geister über den Wassern

Des Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder nieder
Zur Erde muß es,
Ewig wechselnd.
Seele des Menschen,
Wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
Wie gleichst du dem Wind!

 
Johann Wolfgang von Goethe
(1749 – 1832), deutscher Dichter der Aufklärung,
Naturwissenschaftler und Staatsmann
pointe_penhir__brittany_by_scrano-d8qqrb9

Blaue Ferne und unendliche Weite: Offener Atlantik
Pointe Penhir, Bretagne ©beast666

… To unpathed waters, undreamed shores.

William Shakespeare
lellertmer

Ungezähmte Wildheit, unbekannte Tiefen.
Mutter Ozean kan auch zerstören. Bretagne ©beast666

Ozeane und Mondin, Symbole oder Grossen Mutter, des lebenserzeugenden Systems “Gaia”. Beide erscheinen mild und freundlich lockend – der sanfte Schein des Vollmondes, der glatte Spiegel oder das frische Blau der Meeresoberfläche. Im nächsten Moment empfinden wir sie als bedrohlich, das Meer türmt sich zu Wogen, es scheint alles verschlingen zu können, in seiner Tiefe lauern Ungeheuer, beim romantischen Mondlicht jagen die grossen und kleine Raubtiere am liebsten. Hier zeigt sich die Ambivalenz der Natur, sie gibt und nimmt, das Individuum gilt ihr wenig. Das machte auch die Göttinnen vom Typ der “grossen Mutter”- Hathor/Sechmet, Kybele aber auch Artemis und Hekate in manchen Aspekten furchteinflössend. Nicht umsonst hatten sie als Begleiter und Totem Löwinnen oder wilde Hunde an ihrer Seite.

salsea

Fremde Gestade: Wasser ist auch Symbol des Abschieds,
die Küste bildet die Grenze zum grossen Unbekannten.
The Old Ways Bretagne ©beast666

Viele Trauerriten finden an Ufern statt, wenn dies aufgrund der natürlichen Gegebenheiten möglich ist. Hindus lassen ihre Asche in den Ganges streuen, Wikinger sandten ihre Verstorbenen mit brennenden Schiffen aufs Meer zur letzten Reise. Auch von den Bewohneren der neolithischen Siedlung Stonehenge wird angenommen, dass sie die Asche ihrer Toten einmal im Jahr nach einer grossen Prozession in den Fluss Avon streuten, um einen sicheren Weg ins Reich der Ahnen zu gewährleisten.

 Aus Faust, Teil II

Alles ist aus dem Wasser entsprungen!!
Alles wird durch Wasser erhalten!
Ozean, gönn uns dein ewiges Walten.
Wenn du nicht in Wolken sendetest,
Nicht reiche Bäche spendetest,
Hin und her nicht Flüsse wendetest,
Die Ströme nicht vollendetest,
Was wären Gebirge, was Ebnen und Welt?
Du bist’s, der das frischeste Leben erhält.

 
Johann Wolfgang von Goethe
(1749 – 1832), deutscher Dichter der Aufklärung,
Naturwissenschaftler und Staatsmann
 
Fotos sind auch als Feng Shui Poster erhältlich: ambrosia(at)athamor-und-alembik.de
 

Posted by on Juli 29th, 2016 Kommentare deaktiviert

Zauberhafter Gartensommer …

romantica_by_scrano-daanidf

Englische Rose: Heritage, ein “short climber”.

 Der Rose süsser Duft

Der Rose süsser Duft genügt,
Man braucht sie nicht zu brechen -
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
Den wird ihr Dorn nicht stechen.

Friedrich von Bodenstedt 1819-1892, deutscher Dichter

guess_who_____by_scrano-daanopn

Guess Who … ?

 Das Leben beginnt

Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen
Garten anlegt.

Weisheit aus China

petunia_by_scrano-d946dxo

Petunie und Duftsteinrich in der Blumeneampel.

 Blumen sind …

Blumen sind die Liebesgedanken der Natur.
Bettina von Arnim 1785-1859, deutsche Schriftstellerin

Farnzauber

Farnzauber mit Frosch …?

  Düfte sind…

Düfte sind die Gefühle der Blumen.
Heinrich Heine, deutscher Schriftsteller

purity_by_scrano-d9gzh0e

Leuchtende Lilien im Juli. Ihr Duft entfaltet sich am Abend.

Die Blume

Die Blume ist das Lächeln der Pflanze.
Peter Hille 1854-1904, deutscher Schriftsteller

yelloros

Gelbe Rose “Candlelight”

Errichte keine Barrieren zwischen dem Innenren und dem Äusseren:

Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun!

janus

Archaische Holzplastik im Bauerngarte:
Janus @beast666 2015

Weisheit

Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten

(Rabindranath Tagore)
allie

Schmucklauch – ein Bienemagnet.

Erfüllung

Man muss nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat.

(Persische Weisheit)
elfen Kopie

Zauberwesen Gartenelfe als Pflanzgefäss.

Prioritäten  …

Es ist wichtiger, dass sich jemand über eine Blüte freut,
als dass er ihre Wurzel unters Mikroskop bringt.

(Oscar Wilde)
zulurose Kopie

Malerrose Henri Matisse, eine Französin.

Perspektive

Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.

(David Hume)
lobellia

Schopflilie – wächst sonst in Afrikas Gebirgen

Achtsamkeit

In den kleinsten Dingen zeigt die Natur die allergrößten Wunder.

(Carl von Linné)

Bilder aus dem eigenen Garten und kibitzen in fremden Grünparadiesen. Alle fotos: ©beast666 2016.

 

Posted by on Juli 25th, 2016 Kommentare deaktiviert

Sieben Todsünden: Superbia – Stolz, die Sonne

glory_by_scrano-d6ptkib

Glanz der eigenen Strahlkraft: Verblendung und Ruhmsucht – der Schatten der Sonne.

  • Luzifer – Stolz – Sonne
  • Mammon – Geiz- Saturn

  • Leviathan – Neid – Merkur

  • Satan – Zorn – Mars

  • Asmodeus – Wollust – Venus

  • Beelzebub – Völlerei – Jupiter

  • Belphegor – Faulheit – Mond

Die Symbolik der “Sieben”. gibt es schon im Zusammenhang mit Lastern in der babylonischen und persischen Zeit. Es wird vermutet, der Ursprung der Todsündenlehre liege im Motiv der vorgeburtlichen Seelenreise. Bevor die Seele in die Welt der Materie  eintritt, müsse sie sieben Himmelssphären durchwandern. In jeder nehme sie einen guten Geist in sich auf, aber auch einen schlechten. Gebräuchlich war auch eine Zuordnung der Todsünden zu den Wochentagen: Am Sonntag bedrohe Stolz den Menschen, wenn er sich in der Messe Gott nicht unterwerfe. Tag des Neids sei der Montag, des Zorns der Dienstag. Die Trägheit, speziell die spirituelle, bedrohe den Menschen am Mittwoch, weil er zeitlich am weitesten vom Sonntag entfernt ist. Wenn der Mensch seine Gottnähe verloren habe, sei er am Donnerstag gefährdet, nach materiellen Gütern zu gieren, und sich am Freitag, wenn er dem Fasten verpflichtet wäre, der Völlerei hinzugeben. Wollust ist die Sünde des Samstags. Diese Form einer Korrespondenz-Lehre steht aber im Widerspruch zu der Hermetischen Zuordnung der Sünden zu den Tagen und ihren Planetenentsprechungen. Sowohl in der gnostischen, der hermetischen als auch gemäss der klassischen Moraltheologie sind die “Sieben Todsünden” weniger in Handlungen begründet, sondern Dispositionen: Persönlichkeitsstörungen oder Charakterdefizite. Deshalb kann man sie auch nicht beichten. Sie legen erst den Keim der Unmoral und sind die Ursache der späteren verwerflichen Akte. Astrologisch und psychologisch stellen sie die Schattenthematik der entsprechenden planetarischen  Archetypen dar.

Die Sonne, der innere Fokus und wie der Mond eines der “Grossen Lichter” der zentrale Archetyp der Persönlichkeit. Sie verkörpert den solaren Heros, der die Lebensreise bestreiten muss, um zu seiner ganzheitlichen Wesensnatur zu finden.

Wo viel Licht ist … aber zum Glück ist das bei der Sonne nicht ganz so schlimm. Wie der Sonnengott Apollon ist sie ein Heiler und stellt neben dem Merkur im Horoskop eine der Möglichkeiten dar, Defizite auszugleichen.

Ein paar Wölkchen bleiben aber doch:

Schatten: Hybris, Arroganz, Narzissmus, Tyrannei, Egozentrik, Eitelkeit –> vom eigenen Glanze überstrahlt, nimmt man die Umgebung nicht mehr deutlich genug wahr. Die Mitmenschen werden zu Satelliten degradiert. Man braucht den Hofstaat der Bewunderer, deshalb gibt es unter Menschen die in der Öffentlichkeit auftreten viele Persönlichekeiten mit einer Dominanz des solaren Prinzips. Wie nicht umsonst der Omphalos (Axis Mundi) im Apollonheiligtum zu finden ist, so glaubt auch der mit einer übermässigen Sonnensignatur Gesegnete er sei der Nabel der Welt.

Problematische Sonne: Hier sind hauptsächlich harte Aspekte mit transpersonalen Planeten die Übeltäter, wie beim Mond, manchmal reicht aber schon ein besonders gespannter Mars in Quadrat oder Konjunktion zur Sonne.

Quadrat: Mangelnder Selbstausdruck mit Saturn, (Vaterprobleme durch Einengung), Märtyrer-Komplex und sprituelle Krise mit Neptun, heftige Autoritätskämpfe mit Uranus, dort auch Probleme mit dem Vaterprinzip.
Gestörtes Elternbild und Rollenbild Animus/Anima mit Mond, entfremdete Eltern.
Opposition: Bipolares Verhalten oder dauernde Hemmung bei Saturn und Uranus, Ego-Schwäche bei Neptun, Macht-Ohnmacht Themen bei Pluto.

Sonne in 12: Aufgabe des Egos, der Selbstbestimmung.

 

Posted by on Juli 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

Pflanzen im Hochsommer: Fingerhut, Digitalis purpurea

didgitalis

Blühender Fingerhut in der Bretagne.
©beast666 2014

Der Rote Fingerhut ist in Westeuropa sowie dem westlichen Süd-, Mittel- und Nordeuropa und in Marokko beheimatet, als Neophyt kam er bis nach Amerika.  Besonders grosse Bestände habe ich im Elsass und der Bretagne gefunden. Der Fingerhut (engl. foxglove=Fuchshandschuh)  bevorzugt frischen, kalkarmen, sauren, lockeren, humusreichen Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten.Wegen der hübschen Blüten und der imposanten Erscheinung hielt er seit  dem 16. Jahrhundert Einzug als Zierpflanze in Parks und Gärten. Hat man ihn einmal im Beet, samt er sich fleissig aus, so dass trotz der Zweijährigkeit immer für Nachschub an blühenden Pflanzen gesorgt ist.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Der Rote Fingerhut ist in der Volksmedizin ursprünglich als Zaubermittel und rein äusserlich verwendet worden – z.B. gegen den bösen Blick. Einzige innerliche Anwendung war als Pugiermittel (Fingerhut erzeugt heftigen Brechreiz).

Später versuchte man in England damit Bronchialleiden oder Lungentuberkolose zu behandeln, wegen der Giftigkeit der Pflanze gab man das aber rasch wieder auf. Erfolgreicher war man in Grossbritannien dagegen, den Fingerhut als ein Mittel gegen Ödeme, wie sie bei Herzschwäche auftreten, einzusetzen.

  • Der englische Arzt William Withering folgte dem Hinweis einer Kräuterfrau und fand  heraus, dass der Fingerhut eine potente diuretische und herzwirksame Pflanzendroge darstellt. Der Chemiker Nativelle konnte 1868 dann den Wirkstoff Digitalis isolieren.

Man erkannte damals bereits, dass sich das Digitals über eine Zeit im Körper anreichern kann, was die Dosierung etwas schwieriger gestaltet. Tatsächlich gab es immer wieder Vergiftungsfälle bei Herzpatienten unter Digitalis in Reinform. Wird die gesamte Pflanze als Extrakt verabreicht hat man ein Problem mit der Standardisierung der Inhaltsstoffe, dafür führt die Brechwirkung zu einer schnellen Magenentleerung bei Überdosierungen. Am Anfang des therapeutischen Einsatzes  legte man mehr Wert auf die harntreibende  Wirkung durch den Fingerhut, welche auch schon entlastend bei Herzproblemen wirkt, bis man die tatsächlich herzstärkende Eigenschaft der Fingerhutinhaltsstoffe hrausfand.

Digitalis_purpurea_Koehler_drawing

Digitalis purpurea Köhlers Lexikon
quelle: wiki

Forschnungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führten dann zu einer Bestimmung einer Reihe weiterer pharmakologischer Wirkstoffe in verschieden Unterarten der Fingerhutfamilie. Ähnliche herzwirksame Substanzen wurden auch in anderen Pflanzengattungen entdeckt.  Im Maiglöckchen, Oleander, der  Christrose und der in der Antike schon bekannten Meerzwiebel konnten entsprechende Verbindungen nachgewiesen werden. Die Wirkstoffe des Fingerhuts zählen zu den Herzglykosiden, diese regen den geschwächten Herzmuskel an, sich wieder stärker zusammenzuziehen, wodurch sich die Pumpleistung verbessert. Digitalis verlangsamt ausserdem die Herzfrequenz, was auch einen therapeutischen Nutzen hat.

Bei der weissen Abart (natürlich vorkommend) erkennt man besonders gut die Scheckung der Blütenglocken.

Bei der weissen Abart (natürlich vorkommend) erkennt man besonders
gut die Scheckung der Blütenglocken.

Alle Pflanzenteile vom Fingerhut (rot oder weiss) sind hochgiftig. Bereits das Essen von zwei bis drei Fingerhutblättern kann tödlich enden. Glücklicherweise schmeckt das Kraut so gallebitter, dass es eher selten verzehrt wird. Ausserdem sind Übelkeit und Brechreiz enorm.

Fingerhut in Märchen und Aberglauben

In der Anderswelt der Sagen, besonders von englischen und irischen, dient der Fingerhut dem Elfenvolk als Kopfbedeckung. Böse Feen sollen die Blüten einst als Handschuhe den Füchsen (foxglove) geschenkt haben, damit diese lautlos ihr Unwesen als Eier- und Geflügeldiebe in den Hühnerställen treiben konnten. Die Zeichnung der Blüten soll daher von den Fingerabdrücken der unglückbringenden Feen herrühren.

Signatur:

  • Mars/Pluto und Venus – Rachenblüten, starke Versamung, giftig, bitter, muskelwirksam, Emeticum – rote/rosa Blüten, harntreibend – Hauptsignatur, für die starke Marsdominanz spricht auch die Tatsache, dass Fingerhutpflanzen als Kontaktallergen zu Hautirritationen führen können, sowie das schmale Therapiefenster bei der Dosierung.
  • Der Weissdorn – eine gute Pflanze gegen Altersherzbeschwerden trägt auch eine Mars/Venus Signatur, zusammen mit Mond-Saturn. Hier tobt sich das aggressive Element des Mars in den Stacheln aus, statt in Giftigkeit. Herzwirksame Sonnenpflanzen  dagegen, wirken eher ganzheitlich tonisierend als spezifisch muskelwirksam.  Hier wird eine Verbesserung des Zustandes durch allgemein förderliche, auch stimmungsaufhellende Inhaltstoffe erzielt. Sie stärken sozusagen die Lebensgeister, wie man früher sagte.
  • Merkur/Jupiter – streng aufrecht, wolliger Überzug, Blüten ährig – daher wurde wohl eine Lungenwirksamkeit vermutet – grosswüchsige, imposante Erscheinung, hohler Stängel – eine Nebensignatur.

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  direkt nachfragen.

Posted by on Juli 23rd, 2016 Kommentare deaktiviert

Goethe zur Astrologie

Goethe war immer interessiert an allen Aspekten der Welt: Naturwissenschaft, Poesie, Alchemie, Philosophie, Politik, Kunst, Mystik und Mysterium. Ein typischer Universalgelehrter der frühen Aufklärung, wie auch Franklin oder Humboldt.

Jugendportrait von Goethe.

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,

Die Sonne stand zum Gruße der Planeten

Bist alsobald und fort und fort gediehen

Nach dem Gesetz, wonach Du angetreten.

 
(J. W. v. Goethe)
gothy

Radix von J.W.Goethe: ASC Skorpion, Sonnenzeichen Virgo. Mit dem Geburtsherrscher Pluto
in seinem Domizil Skorpion und am Aszendenten handelt es sich
um eine sehr plutonische Persönlichkeit. Man beachte das grosse Trigon mit Pluto,
Jupiter und Neptun – der zweite Haupteinfluss ist ein
Neptun/12.Haus/Jupiter-Thema, betont durch einen Fische-Mond.

Die detaillierte Analyse des Geburtshoroskops und ein astrologisches Kurzportrait von Goethe werde ich auch noch einstellen. Ein Gedicht, das zu seiner plutonischen Veranlagung passt, gibt es hier: Literatur und Pluto.

 

 

 

Posted by on Juli 20th, 2016 Kommentare deaktiviert

Diskussion und Kommentare …!?

In eigener Sache, Eure Meinung ist gefragt !

Liebe Leserschaft,

jill-22

wir würden uns freuen, wenn Ihr den einen oder anderen Kommentar zu unseren Artikeln schreiben würdet. Wir geben uns wirklich sehr viel Mühe und wenden viel Zeit und Energie auf, um den Blog für Euch interessant zu gestalten und auch möglichst jeden Tag einen neuen Post zu veröffentlichen. Bitte schreibt uns Eure Meinung. Nur ein Miteinander kann auf lange Sicht erfolgreich sein. Gerne nehmen wir auch konstruktive Kritik auf. Falls Ihr ein Thema bearbeitet haben wollt, machen wir das auch. Gerne veröffentlichen wir auch Artikel von Euch.
Also nur Mut, an die Tastatur und gebt Eure Meinung kund. Ihr könnst auch einen Kommentar über Twitter loswerden, wenn ihr dort zur Community gehört. Einfaches “Twittern” durch den follow on twitter -link am Ende jeden Artikels!

Wenn Ihr Angst vor SPAM-Schutzprogrammen wie Akismet für die direkten Kommentare (leider funktioniert Anti Spam Bee nicht richtig) habt: Ich werde CAPTCHAs einrichten.

In der Zwischenzeit könnt Ihr gerne Eure Meinung per email als Leserbrief an mich direkt loswerden, mit Wunsch veröffentlicht zu werden oder nicht.

Wir freuen uns über ein Feedbback!

 

Die Autoren

 

 

 

Cartoon – Figur:

Ambrosia, Technowitch © Scrano 2014

 

 

Posted by on Juli 19th, 2016 3 Comments

Sommeranfang: Grainne – kissed by fire

summer_by_scrano-da7q6xr

Grainne – weibliche Verkörperung der Sommersonne bei den Kelten.
Sie lieh der Mutter von Artus und Morgaine ihren Namen und die Farbe ihrer Haare: Lady Igraine.
Model reference: giselle by faestock.

Entdeckungen in der sommerlichen Natur:

 

Posted by on Juli 19th, 2016 Kommentare deaktiviert

Heilpflanzen im Juli: Signatur des Mondes

moon_chariot_by_scrano-d7iuj4p

Im Krebs, jetzt im Juli herrscht die Mondin.
Mond-Wiege ©scrano 2014

Signaturen in der Pflanzenastrologie:

Alle Lebendige aber auch sonstiges Dingliches teilt sich mit. Pflanzen kommunizieren mit ihren Farben, ihrem Geruch oder Duft, in der Ausformung ihres Wurzelgeflechts, Anzahl, Form und Stellung von Blättern, Erscheinungsform und Symmetrie der Blüten, Eigenschaften ihrer Früchte, Samen oder Sporen, ihrer kompletten Erscheinungsform, ja sogar einer Art “Ausstrahlung”. Bei der Interpretation der Pflanzen muss man aber bedenken, dass sie sozusagen verkehrt herum leben: Ihr Kopf oder “Gehirn” steckt im Boden, ihre Fortpflanzungs- und Bewegungsorgane (z.B. Ranken) sind nach oben, dem Licht entgegengestreckt.

  • Hinweise für Signaturen finden sich auch darin, wie, wo und wann eine Pflanze wächst, blüht oder fruchtet  in welchen Gemeinschaften und unter welchen Randbedingungen.
  • Namen, besonders die ortsüblichen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sofern noch bekannt) spielen eine Rolle. Auch Bezeichnungen aus dem Volksmund sind eine interessante Quelle, wobei man aber Heilwissen, Brauchtum und dummen Aberglauben manchmal nicht trennen kann.

Diese Erscheinungsbilder und Ausdrucksformen lassen sich in die Sprache astrologischer Archetypen übersetzen, sie bilden dann eine sogenannte Signatur.

In der klassischen Signaturenlehre werden meist nur die einseitigen Prinzipien der hermetischen Polarität herangezogen, ausserdem verwendet man nur die 7 Himmelskörper der Antike: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Ich ziehe aber die Trans-Saturnier durchaus mit heran, da es mittlerweile einige Erfahrung damit gibt. Bei allen hermetischen Korrespondenzen muss man immer bedenken, dass durch das symmetrische Achsenprinzip der Gegenpol immer mit zum Tragen kommt. In allen Dingen oder Wesen, welche die Erde oder der Kosmos hervorbringt ist zudem auch jedes archetypische Wirkprinzip vertreten, wenn auch nicht in gleichem Aussmass oder in allen Stadien oder Phasen ihrer Existenz. Manche Wirkungen z.B. bei Pflanzen sind nur auf einen Teil, wie Früchte oder Wurzeln beschränkt, manche muss man erst durch Zubereitung und Anwendung erschliessen. Zum Teil kann man eine Rückbeziehung durch die Funktion der Inhaltsstoffe für die Pflanze selbst herstellen.

Dazu kommt: Nicht alles was aus dem planetaren Entsprechungen stammt, ist dem Menschen dienlich – es ist in erster Linie für die Pflanze lebensnotwendig und prägt IHR Wesen. Wir nutzen nur den Anteil, der uns hilfreich ist.

Der Mond durchwandert den gesamten Tierkreis in 28 Tagen und spiegelt so den Zyklus von Saturn, der dies in etwa derselben Zahl an Jahren bewerkstelligt.  Er ist der uns am nächsten kommmende grosse Himmerlskörper, der Saturn war der fernste in der klassischen HImmelslehre. So verkörpert das Duo auch das hermetische Gesetz “wie im äusseren – so im inneren”. Das zweite grosse Himmelslicht ist das Symbol der Magna Mater*** als Mondin, die auch die dunklen und unbewussten Seiten unserer Seele beherrscht. Es beinhaltet alle  mütterlichen, beschützenden (Vollmond) genauso wie die wilden, freien Elemente des eigenen Wesens, die aber nie zerstörerisch, sondern eher kindlich unbeschwert sind. Wie bei Diana oder Artemis, dem Jungfrau-(Neumondsichel) Aspekt der Grossen Mutter. Ebenso verkörpert er unseren Instinkt, die Intuition, die magischen und geheimnisvollen Seiten (abnehmende Sichel) unseres Lebens. Die dunkle Phase des Schwarzmondes war für die Menschen besonders furchteinflösend, daher wurde diese Seite der Mondin mit dem Jenseits und der Todeserfahrung assoziiert. Hier findet wieder die Achse Mond/Saturn ihren Ausdruck, welche Geburt, Tod und Reinkarnation (Karmazyklen, wenn man den Ausdruck mag) im Zodiak darstellen. Das Element der Mondin ist jegliches Wasser unseres Planeten, der Ozean, das Fruchtwasser, der Quell, aber auch das Eis (+Pluto/Saturn) und die Wolken (+Neptun/Jupiter).

Die Mondphasen bestimmen nicht nur äussere Rhythmen der Natur, sondern auch unsere eigenen inneren Taktgeber, so  beeinflussen sie körperliches und seelisches Wohlbefinden. Interessanterweise regiert die Mondin Magen und Hirnmasse, wer schon mal Höllenkopfweh wegen einer Magenverstimmung oder Schwindelgefühle vom “Ballon im Bauch” hatte, wird den Zusammenhang wohl bestätigen. Auch das “gut feeling” – das sich durchaus als direkte körperliche Manifestation der eigenen Intuition äussert, kommt von der Mondin.

60_Valeriana_officinalis

Valeriana officinalis – Grosser Baldrian.
quelle:wiki

Besonders viele Mondpflanzen gehören neben den Neptunkräutern zu den traumfördernden Mitteln. Allerdings wirken sie eher nicht direkt psychoaktiv. Träume sind nach Freud und Jung die Schlüssel zum Unterbewusstsein.  Jeder von uns träumt nachts, aber die Erinnerung daran geht morgens meist wieder verloren. Im einfachsten Fall wird nur die Datenbank entrümpelt, im schlimmsten Fall werden es Alpträume, aber auch prophetische, beglückende oder kreative Erfahrungen sind während der Traumphase möglich. Ein wesentlicher Beitrag zu körperlich-seelischen Ganzheit ist der Traum sicher, und damit auch notwendig.  Stress, Hektik, Angst und Sorgen hindern uns in dieser verrückten Zeit oft überhaupt erst in Morpheus’ Arme zu kommen oder durchzuschlafen, geschweige denn wegen des gestörten Schlafrhythmus in eine längere, konsolidierende Traumphase zu fallen.

Vielleicht kann hier das eine oder andere Mondkräutlein dazu verhelfen, in den Schlaf zu finden und so auch eine Art geistige Hygiene zu gewährleisten.

Vor allem der Baldrian zählt zu den Pflanzen, die Alpträume besänftigen können und auch Einschlafstörungen zu beheben.  Die Mondwurz oder das Elfenkraut, wie der Baldrian auch genannt wird, schützt viele Menschen vor dem “Dämon der Schlaflosigkeit”. Er wirkt vor allem angstlösend – was seiner Haupt-Doppelsignatur Mond/Neptun geschuldet ist.

Neben diesen Zuordnungen besitzen etliche Mondpflanzen auch uteruswirksame oder hormonähnliche Inhaltsstoffe, die man in der Schwangerschaft und in der Geburtshilfe einsetzt. Da die Saturnachse dazugehört, sind auch etliche Abortiva darunter, die von Frauen und deren Hebammen in alten Zeiten verwendet wurden.

Räucherpflanzen, die die Mondaspekte unterstützen, sind z.B. B, Beifussblüten, Baldrianwurzel, Frauenmantel, Holunderblüten, Iriswurzel, Jasminblüten, Kalmuswurzel, Mädesüssblüten, Mohnblüten, Patchouliblätter, unterstützend wirken Myrrhe und Kampher.

Salvia sclarea - Muskatellersalbei©beast666 2016

Salvia sclarea – Muskatellersalbei
©beast666 2016

Der Standort von Mondpflanzen ist häufig feucht, oft regelrecht sumpfig, es sind Schattengewächse, neigen zur Ausbildung von Kindeln.  Weichtriebige, saftige oder schleimige Pflanzen, typisch ist Milchsaft. In den Abendstunden öffnende blassfarbige oder weisse, schnell vergängliche Blüten. Oft regelrechte Nachtblüher- und Dufter -  gerne von Nachtfaltern umschwärmt. Einlullender, traumfördernder aber auch betäubender, muffiger und penetranter Geruch (Pheromonwirkung), Blätter oft weiß oder silbrig schimmernd (z.B. Weide unterseits weiss).

  • Apfel, Birne (Venus),
  • Bachbunge (Merkur),
  • Baldrian (Merkur/Neptun),
  • Basilikum (Merkur,Jupiter)
  • Beifuß (Merkur, Neptun),
  • Birke (Venus/Mars),
  • Blasentang,
  • Brunnenkresse,
  • Fieberklee (Venus, Sonne),
  • Frauenmantel (Venus),
  • Hirtentäschel (Saturn,Merkur),
  • Holunderblüte (Beeren zu Saturn/Pluto)
  • Kalmus (Merkur, Saturn),
  • Kamille (Saturn, Sonne/Uranus)
  • Königin der Nacht, und viele andere Sukkulenten bzw. Kakteen
  • Jasmin, echter und falscher
  • Labkraut, Merkur/Jupiter.
  • Mädesüß (Jupiter/Merkur)
  • Mistel (Uranus, Sonne, Saturn),
  • Madonnenlilie, Satrun, Merkur/Jupiter
  • Maiglöckchen (Merkur/Neptun),
  • Muskatellersalbei (Neptun/Merkur)
  • Nachtkerze, Mond/Saturn, Merkur/Jupiter
  • Patchouli (Saturn), Venus/Pluto
  • Sauerklee, (Jupiter/Merkur)
  • Schlafmohn (Saturn, Neptun/Merkur)
  • Silberweide (Merkur),
  • Sonnentau, Kannen- und Fettpflanzen, sie haben neben Mond/Saturn noch Venus/Pluto-Signatur
  • Taubnessel, weisse – Saturn, Merkur/Neptun
  • Vanille, Merkur/Neptun
  • Vogelmiere, Saturn
  • Waldmeister, Saturn
  • Weissdorn, Saturn (Mars/Venus).
  • Bei den Früchten und Gemüsen: Gurke, Kürbis, Melone – Kaktusfeige, Kirschen, Kokosnuss, Spargel, Gemüse-Fenchel.

Dem Mond untersteht das Pflanzenwachstum; deswegen AUCH die Pflanzensäfte. Mondpflanzen beruhigen, fördern den Schlaf, die Fruchtbarkeit und die Regeneration. Allgemein kühlend, daher entzündungswidrig; besonders gut mit Venus -pflanzen zu kombinieren.

medesuss

Filipendula ulmaria, das pflanzliche Aspirin mit feinem Duft.
Mondpflanze Maedesuess ©beast666 2016

Mädesüssblüten verfeinern auch Gelees mit einem zarten Mandelaroma, die Kelten und Germanen fügten sie dem Met bei – als Vorbeugung gegen den Kater …? Im Erkältungstee wirken sie fiebersenkend.

Der Name kommt entweder von Wiese (meadowsweet), da die Pflanze im Heu durch das Welken aromatisch riecht – oder wirklich von Met-Süsse. Für letzteres spricht das genannte überlieferte Brauchtum als Aromazutat für Wein, Bier und Met.

***Gaia/Stiervenus ist der körperbehaftete Aspekt der Magna Mater

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des  6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter Mondaspekt -> Ursache, nächster Mondaspekt -> Heilungschancen und Dauer.

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  direkt nachfragen.

 

Posted by on Juli 18th, 2016 Kommentare deaktiviert