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Sieben Todsünden: Superbia – Stolz, die Sonne

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Glanz der eigenen Strahlkraft: Verblendung und Ruhmsucht – der Schatten der Sonne.

  • Luzifer – Stolz – Sonne
  • Mammon – Geiz- Saturn

  • Leviathan – Neid – Merkur

  • Satan – Zorn – Mars

  • Asmodeus – Wollust – Venus

  • Beelzebub – Völlerei – Jupiter

  • Belphegor – Faulheit – Mond

Die Symbolik der “Sieben”. gibt es schon im Zusammenhang mit Lastern in der babylonischen und persischen Zeit. Es wird vermutet, der Ursprung der Todsündenlehre liege im Motiv der vorgeburtlichen Seelenreise. Bevor die Seele in die Welt der Materie  eintritt, müsse sie sieben Himmelssphären durchwandern. In jeder nehme sie einen guten Geist in sich auf, aber auch einen schlechten. Gebräuchlich war auch eine Zuordnung der Todsünden zu den Wochentagen: Am Sonntag bedrohe Stolz den Menschen, wenn er sich in der Messe Gott nicht unterwerfe. Tag des Neids sei der Montag, des Zorns der Dienstag. Die Trägheit, speziell die spirituelle, bedrohe den Menschen am Mittwoch, weil er zeitlich am weitesten vom Sonntag entfernt ist. Wenn der Mensch seine Gottnähe verloren habe, sei er am Donnerstag gefährdet, nach materiellen Gütern zu gieren, und sich am Freitag, wenn er dem Fasten verpflichtet wäre, der Völlerei hinzugeben. Wollust ist die Sünde des Samstags. Diese Form einer Korrespondenz-Lehre steht aber im Widerspruch zu der Hermetischen Zuordnung der Sünden zu den Tagen und ihren Planetenentsprechungen. Sowohl in der gnostischen, der hermetischen als auch gemäss der klassischen Moraltheologie sind die “Sieben Todsünden” weniger in Handlungen begründet, sondern Dispositionen: Persönlichkeitsstörungen oder Charakterdefizite. Deshalb kann man sie auch nicht beichten. Sie legen erst den Keim der Unmoral und sind die Ursache der späteren verwerflichen Akte. Astrologisch und psychologisch stellen sie die Schattenthematik der entsprechenden planetarischen  Archetypen dar.

Die Sonne, der innere Fokus und wie der Mond eines der “Grossen Lichter” der zentrale Archetyp der Persönlichkeit. Sie verkörpert den solaren Heros, der die Lebensreise bestreiten muss, um zu seiner ganzheitlichen Wesensnatur zu finden.

Wo viel Licht ist … aber zum Glück ist das bei der Sonne nicht ganz so schlimm. Wie der Sonnengott Apollon ist sie ein Heiler und stellt neben dem Merkur im Horoskop eine der Möglichkeiten dar, Defizite auszugleichen.

Ein paar Wölkchen bleiben aber doch:

Schatten: Hybris, Arroganz, Narzissmus, Tyrannei, Egozentrik, Eitelkeit –> vom eigenen Glanze überstrahlt, nimmt man die Umgebung nicht mehr deutlich genug wahr. Die Mitmenschen werden zu Satelliten degradiert. Man braucht den Hofstaat der Bewunderer, deshalb gibt es unter Menschen die in der Öffentlichkeit auftreten viele Persönlichekeiten mit einer Dominanz des solaren Prinzips. Wie nicht umsonst der Omphalos (Axis Mundi) im Apollonheiligtum zu finden ist, so glaubt auch der mit einer übermässigen Sonnensignatur Gesegnete er sei der Nabel der Welt.

Problematische Sonne: Hier sind hauptsächlich harte Aspekte mit transpersonalen Planeten die Übeltäter, wie beim Mond, manchmal reicht aber schon ein besonders gespannter Mars in Quadrat oder Konjunktion zur Sonne.

Quadrat: Mangelnder Selbstausdruck mit Saturn, (Vaterprobleme durch Einengung), Märtyrer-Komplex und sprituelle Krise mit Neptun, heftige Autoritätskämpfe mit Uranus, dort auch Probleme mit dem Vaterprinzip.
Gestörtes Elternbild und Rollenbild Animus/Anima mit Mond, entfremdete Eltern.
Opposition: Bipolares Verhalten oder dauernde Hemmung bei Saturn und Uranus, Ego-Schwäche bei Neptun, Macht-Ohnmacht Themen bei Pluto.

Sonne in 12: Aufgabe des Egos, der Selbstbestimmung.

 

Posted by on Juli 24th, 2016 Kommentare deaktiviert