Magischer Juli: Bärenmond

Mutter Ozean und Mondin beherrschen Juli.Juli ©scrano 2015

Mutter Ozean und Mondin beherrschen den Juli.
und die Bärengöttin Artemis … Juli ©scrano 2015

Der Juli ist der siebte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender und hat 31 Tage.

Namenspatron ist der  römische Staatsmann Julius Caesar, auf den die gleichnamige Kalenderreform des Jahres 46 v. Chr. zurückgeht, die bis ins Mittelalter in Europa bestimmend war, ehe Papst Gregor IV. eine weitere Neuauflage der Kalenderberechnung vornahm. Die orthodoxe Kirche leitet ihre liturgischen Festdaten immer noch vom julianischen Kalender ab.

Der alte deutsche Name ist Heuet oder Heuert oder auch Heumonat genannt, da Anfangs Juli die grosse Heu-Mahd eingebracht wird. Andere alte Bezeichnungen für den Juli sind Bären- oder Honigmonat, da jetzt noch einmal fleissig geimkert wird, und natürlich früher auch der begehrte Met aus Teilen der Tracht gebraut wurde. Im Juli endet das Bienenjahr, die Völker haben sich verjüngt bzw. geteilt. Für den Bienenzüchter bedeutet dies, auf ein nahrungreiches Umfeld zu achten, oder zuzufüttern, wenn der letzte Honig entnommen wurde.

Im römischen Kalender, dessen Jahr mit dem 1. März begann, war der Iulius ursprünglich der fünfte Monat und hatte vor seiner Umbenennung im Jahre 44 v. Chr. den Namen Quintilis, „der fünfte“. Im alten Rom wurden am 7. Juli die Nonae Caprotinae zu Ehren Junos gefeiert, die an die Saturnalien erinnern. Dies ist passend zur astrologischen Zuordnung der Hera/Juno zum bis zur Monatsmitte noch noch herrschenden Zeichen Krebs und der zugehörigen Achse Mond/Saturn.  Um den 22. Juli tritt die Sonne dann in den feurigen Löwen, das fünfte Zeichen des Zodiak, in diesem Abschnitt des Tierkreises ist das Zentralgestirn auch in seinem astrologischen Domizil. Jetzt beginnen ebenfalls die Hundstage, mit dem heliakalen Aufgang des Sirius. Daher empfahl der hundertjährige Kalender für diese Periode besondere Achtsamkeit. Man soll sich vor hitziger Speise und Trank hüten, allerhand kühlende Früchte und Sachen mit Maß genießen, schleimige Speisen fleißig meiden, Arzneien, Purgieren, Baden und Aderlassen unterlassen, auch sich der Unkeuschheit und übrigen Schlafens enthalten und den Kopf nicht mit Sorgen und Kummer beschweren. Diese Ratschläge sind wohl der astrologischen Zuordnung der Hundstage zum Löwen und seiner Herrscherin Sonne geschuldet, weniger dem Hundsstern Sirius. Im Juli (7.- 13.) wurde auch das Fest des Heil- und Sonnengottes Apollon gefeiert. Im Keltentum der römischen Besatzung fand auch der Festtag des einheimischen Patrons der heiligen Quellen und ebenfalls mit solaren Attributen ausgestatteten Grannus an diesem Datum statt. Dies wohl noch unter dem Einfluss der Hochzeit von Sonne und Mond, Feuer und Wasser, die zur Sonnwende nördlich der Alpen ngefeiert wurde.

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Sonnen-Heros Apollon mit Leier, Schwetzingen.
Seine Schwester: Mond- und Bärengöttin Artemis.
©beast666 2015

Obwohl der Monat als Hauptsaison für Urlauber gilt,  ist der Juli ist jedoch in allen deutschsprachigen Ländern mittelerweile  frei von Feiertagen. Die jetzt stattfindende Urlaubszeit liegt an den Schulferien zum Beginn der  Erntesaison, um die Kinder als Helfer für die Feldarbeit zu Verfügung zu haben. Weltweit gibt es mehrere Nationalfeiertage, beispielsweise der US-amerikanische Unabhängigkeitstag am 4. Juli und der französische Nationalfeiertag zum Sturm auf die Bastille am 14. Juli, an dem vor allem in Paris eine wilde Nacht lang ausgelassen gefeiert wird.Der Juli ist in den nördlichen Breiten, also in Europa, Nordamerika und einem grösseren Teil Asiens, der wärmste Monat des Jahres. Das Juliwetter hat wesentlichen Einfluss auf die Menge und die Güte der Ernte. Dies spiegelt sich in zahlreichen Bauernregeln:
Endlich Sommer:

  • Heißer Juli verheißt guten Wein.
  • Einer Reb und einer Geiß ist’s im Juli nie zu heiß.
  • Ein tüchtiges Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter.
  • Im Juli muß vor Hitze braten, was im September soll geraten.
  • Juli kühl und naß – leere Scheunen, leeres Faß.
  • Juli recht heiß, loht sich Mühe und Schweiß.
  • Juli Glut macht alles gut.
  • Nur in der Juliglut wir Obst und Wein gut.
  • Wenn Fledermäuse emsig am Abend fliegen, wird im Juli das gute Wetter siegen.
  • Wettert der Juli mit großem Zorn, bringt er dafür reichlich Korn.

Lostage:

  • 2. Juli Mariä Heimsuch wird`s bestellt, wie`s Wetter vierzig Tag`sich hält. Wie die heilige Jungfrau fortgegangen, wird Magdalena (22.Juli) gern empfangen.
  • 8. Jul Kilian der heilge Mann, stellt die ersten Schnitter an.
  • 10.Juli  Wie`s Wetter am Siebenbrüdertag, es sieben Wochen bleiben mag.
  • 15. Juli  Ist Apostelteilung schön, kann das Wetter der sieben Brüder geh`n.
  • 17. Juli  Wenn Alexius verregnet heuer, werden Korn und Früchte teuer.
  • 19. Juli Vinzenz Sonnenschein, füllt die Fässer mit Wein.
  • 20. Juli Margaretenregen bringt keinen Segen.
  • 22. Juli Maria Magdalena weint um ihren Herrn, drum regnet es an diesem Tage gern.
  • 23.07. bis 24.8. Hundstage! Hundstage hell und klar, zeigen ein gutes Jahr.
  • 25. Juli Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken -> Heimische Frühkartoffeln werden jetzt geerntet.
  • 26. Juli St.Anna klar und rein, wird bald das Korn geborgen sein. Ist St.Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei.
  • 28. Juli Ziehen Celsus schon die Schwalben fort, wird’s bald kälter an dem Ort.
  • 29. Juli Ist Florentine trocken blieben, schickt sie Raupen in Korn und Rüben.
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The Heat is on …
Honigmond ©scrano 2016

Im Garten – dafür sorgen, dass die Bienen (Wild-und Honigbiene) auch im Spätsommer und Herbst etwas zu ihrer Ernährung finden – sowohl Nektar alsauch eiweissreichen Pollen, den sie für ihre letzte Brut vor dem Winter brauchen. Die Völker vermehren sich jetzt – der Hochzeitsflug der Drohnen fand bereits im Juni statt. Geeignete Pflanzen für eine Huldigung an die Bienen-Göttin Melissa, eine Form der Urmutter, besonders auf Kreta, wo man das Imkern vermutlich erfunden hat:

  • Sonnenblumen, Tagetes, Feinstrahlaster und alle Korbblütler sind gute Bienenweiden – ebenso der Bienenfreund und die Kugeldistel. Im Kräuterbeet macht der blau blühende Borretsch eine gute Figur und er ist ein guter Nektarspender, Remontierende Rosen, besonders die englischen Sorten und auch der blaue Rittersporn und vor allem der Lavendel in allen seinen Varianten geben bis zum Frost Nahrung. Schneidet man Käuter wie Pfefferminze und Melisse (beesworth!) fleissig, so treiben sie immer neu blühende Triebe nach.
  • Da Lughnasa am 1./2. August bevorsteht,  ist der Juli auch ein Monat der Vorfreude auf das erste Erntedankfest des Jahres- das Korn wird eingebracht, das erste Mehl gemahlen. Es ist auch Kirschzeit und Beerensaison: Himbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren hängen reif an den Sträuchern und laden zum Naschen und Marmeladekochen ein.
  • Ein kleines Trankopfer mit Met, den man bei Sonnenaufgang im Garten versprengt – für ein gutes Jahr und einen goldenen Herbst, als Dankeschön an die Natur.
  • Es ist Urlaubszeit: Statt in der Welt herumzufliegen und “Schämtrails” zu verursachen -
  • Feiern mit Freunden im Garten, der Natur, an einem Gewässer – ohne Megalärm und Dreck zu hinterlassen! Caveat: Durch die Sommerhitze werden Wälder brandgefährlich, auf sein Grillfeuer gut achten!
  • Im Juli herrscht astrologisch noch die Mondin – als mütterliche Melissa in Kreta oder als unbeschwert-freie Artemis (Bärengöttin) zeigt sie sich als Herrscherin des vierten Hauses der Familie, der eigenen Wurzeln (Kindheit), der Natur und der Geburt. Daher die Urlaubszeit für die Familie nutzen – gemeinsame Zeit fernab der Hektik ist kostbar – bald werden aus Kids Teenies, und schnell sie sind ausgeflogen. Jetzt und später im September (Jungfrau, 6.Haus)  ist es günstig ein Haustier anzuschaffen – mit seinen Kindern z.B. ein Tierheim zu besuchen. Da kann man auch gleichzeitig etwas für den Tierschutz tun – zur Urlaubszeit ausgesetzte Katzen und Hunde danken es Euch!
  • Im Juli ist auch Sternschnuppen-Zeit, die südlichen Delta- Aquariiden kommen vorbei:
    Starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 29.07.2016 (12.07.2016 – 23.08.2016) – eigentlich durchquert die Erde einen Partikelschwarm auf ihrer Bahn um die Sonne. Gelegenheit zum Staunen und Feiern mit Familie und Freunden. Und natürlich zum Wünschen !!
  • Pflanzen: Nachtkerze, Jasmin (echter und falscher – Mond), Mittagsblumen (Sukkulenten – Sonne),  Mohn (Merkur/Neptun, Mond/Saturn), Baldrian (Mond/Saturn, Merkur/Neptun), Beifuss- und alle anderen Artemisia-Arten: Weinraute, Wermut und Estragon – sie sind alle uteruswirksam und unterstehen der Herrschaft der Mondin/Saturn. Nebensignatur: Merkur/Jupiter. Dachwurz mit der Haupt-Signatur von Sonne/Uranus. Fingerhut (Venus/Pluto, Jupiter/Merkur), Lilien (Merkur/Jupiter, Venus/Mars). Sonnenblumen und gelbblühende Korbblütler (Sonne/Uranus). Pflanzen mit Milchsaft und/oder Sukkulenz – Mond, Pflanzen mit fetten Ölen oder Harz (Olive, Lorbeer, Weihrauchstrauch) – Sonne.
  • Duft: Gardenie, Jasmin (Mond), Olibanum (Weihrauch), Zedernholz, Lorbeer (Sonne)
  • Gottheiten: Hera/Juno, Artemis und Apollon, Grannus, Asklepios, Neptun
  • Zodiak: Krebs mit Mondin, Löwe mit Sonne
  • Steine: Perle, Aventurin (Krebs), Rubin, Diamant, Karneol (Löwe).
  • Metall: Silber – Mondin, Gold – Sonne.
  • Kristalle: Mondstein, Labradorit (Mond), Goldfluss, Bernstein, Pyrit, Goldtopas (Sonne)
  • Farben: silbergrau, ozeangrün (Krebs), golden, orangegelb (Löwe)
  • Elementale: Undine (Wasser), Salamander (Feuer)
  • Tiere: Julikäfer, Lilienhähnchen, Hirschkäfer und viele andere auffällige Insekten: Gottesanbeterin und andere Heuschrecken/Grillen, Wildsau, Rotwild, Dachs, Distelfink, Mauersegler, Pfau & Gans (Tiere der Hera), Falke & Schlange (Tiere des Apollon). Schlangen legen jetzt ihre Eier, oder wie die Ringelnatter gebären sie lebende Junge. Die Schlange ist ein Symbol der chtonischen Urmutter und gehörte, nachdem Apollon das Heiligtum von Delphi, das der Erd-Python geweiht war, für sich eroberte, auch zu seinen heiligen Tieren. Schlangen zieren auch den Caducceus bzw. Äskulapstab.
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Sonnenanbeterin Gazanie – eine Hochsommerblume.
Auch sie öffnet sich erst mittags. ©beast666 2014

Am ersten Juli-Wochenende startet leider auch die Hochsaison für die französischen Urlauber – und in allen Regionen (Departments) gleichzeitig, da durch den Zentralismus keine Staffelung möglich ist. So schön die Bretagne dann ist, wer Trubel hasst, sollte den Juni oder September als Reisezeit wählen. Dann haben alle Sehenswürdigkeiten bereits oder noch geöffnet. Im Juli/August ist allerdings die Hochzeit der Musik- und Tanz-Festivals – für alle, die eine Nacht durchfeiern (und tanzen) wollen sind die urbretonischen Fest Noz genau dann das Richtige. Erwartet aber bloss keine Disco – eher Lord of the Dance! Die bretonischen Tänze ähneln den irischen Rundtänzen, teilweise auch dem Tap-Dance.

Urlaub am Meer: Wilde bretonische Küste.

Urlaub am Meer:
Wilde bretonische Küste.

Juli Refenrenzen:

model: jl modelstock
UMBRELLA by jl-modelstock
Backgrounds: Ashensorrow
Brushes:
clouds: javierzhx
sparkles: coby17
sealife: seahorse, crab, fish
wolverine041269
dark draperies: grannysaticstock
golden veil: vikistock drape 01 by vikike176
bubbles: fallnstock
arcane circles: readheadstock
shells and water lily:
jeanicebartzen27.deviantart.co…
staff: frozenstocks
dark shell: funkymchotpants
emerald: 200 Gemstones by lyotta

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