Feuerblüten: Flamingo Silk und Indian Summer

Flamingo Satin

Fraktale Blüte: Flamingo Silk ©scrano 2014

Wenn Blumen, gleichgültig welcher Farben und Formen
zusammenstehen, kann nie ein Bild der Disharmonie entstehen.

Vincent van Gogh
Indian Summer

Blütenwirbel: Indian Summer ©scrano 2014

Indian Summer ist der amerikanische Altweibersommer, der mit besonders bunter Laubfärbung aufwartet. In diese Zeit fällt in Mitteleuropa neben der spätsommerlichen Schönwetterperiode im September, auch noch der sogenannte Goldene Oktober.

Die grauen Haare alter Frauen gaben der Jahreszeit den Namen. Sie wird auch als Witwensommer bezeichnet.  Charakteristisch sind die taubenetzten Spinnfäden und Netze, die man am Morgen in der Sonne glitzern sehen kann. Der Zusammenhang zwischen dem Spinnfaden der Nornen, nordischen Schicksalsgöttinnen und dem Netz der achtbeinigen Jägerin war wohl auch an der Namensfindung beteiligt. Diese den Moiren oder Parzen ähnlichen Göttinnen wurden in der Antike häfig als alte Frauen abgebildet, oder als Trio mit den unterschiedlichen Lebensaltern.

Moiren der Griechen: Klotho (Spinnerin), Lachesis (Weberin), Atropos (Abschneiderin). Lachesis bemisst den Lebens-Faden, der oft als 12-Knotenschnur dargestellt ist. Aus diesem webt sie dann das Schicksal. Atropos gab der Tollkische Atropa belladonna ihren Namen, Lachesis ist die Patin einer Giftschlangengattung. Die Tarotkarte Nr. 10  “Rad des Schicksals” nennet man auch das “Gewebe”, welches Lachesis, die mittlere der Moiren stellvertretend für das Leben des Menschen webt. Bei den Griechen standen die Moiren über den Göttern, sie waren die parthogenetischen Töchter der primordialen Göttin Nyx – der Nacht. Die römischen Parzen waren wohl ursprünglich Göttinnnen der Gebärenden: Decima, Nona (Schwangerschaftsdauer in Sonnen- und Mondkalender), sowie Parza, der Hebamme. Später wurden sie gräzisiert und den Moiren gleichgestellt. Allerdings ging das mit einer Degradierung einher: Statt Stellvertreterinnen des unentrinnbaren Schicksalszwangs (Ananke) waren sie nur mehr Sekretärinnen des Jupiter. Lachesis führte nun das Buch des Lebens, statt die Lebenswege zu bestimmen.

Nornen: Eigentlich drei Riesinnen (primordiale Götter der nordischen Mythologie): Urd (Vergangenheit), Verdandi (Gegenwart), Skuld (Zukunft). Als Geister der drei Weihnachten sind sie sogar in Charles Dickens berühmter Weihnachtsgeschichte vertreten.

Paul Thumann (1834-1908) Drei Parzen

Paul Thumann (1834-1908) Drei Parzen
Lachesis hält einen Ölzweig und Blumen als Symbole für das Leben.
Dieses ist bereits begrenzt: Schnittblumen sind zum Verwelken bestimmt.

In der Kunst werden die drei Göttinnen auch als Repräsentaionen der Lebensabschnitte dargestellt: Klotho als Jugend, Lachesis als Lebensmitte, Atropos als Alter.

Flammenfraktale, wie sie sich mit Programme wie Apophysis oder JWildfire berechnen lassen, sind besonders geeignet für schöne, oft ätherisch wirkende Blumen.

Fraktalbilder der Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

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