Wünsch Dir was:
Ein Wochenende für wolkenfreie Perseiden-Tage!

Wish Upon A Star …

Wish Upon A Star … ©scrano 2015

Die drei dunklen Tage um den Neumond im Löwen am 3./4./5. August 2016 begünstigten letztes Jahr (2016) zwar die Himmelsbeobachtung, trotzdem sollte man ruhig mal auch dieses Jahr an einem Wochenende im August einen Blick zum Nachthimmel riskieren um sich am Funken-Regen der Perseiden erfreuen. Dieser Sternschnuppenschwarm bekam seinen Namen vom Sternbild Perseus, in dessen Region er scheinbar seinen Ursprung hat. Diesen Bereich nennt man in der Astronomie Radiant. In der Zeit vom 12.8. um 2:00 bis 4:00 Uhr wird der Höhepunkt des Schauers erwartet. Aber auch Donnerstag und Freitag wird schon etwas von der Perseiden-Pracht zu sehen sein.

In Wahrheit kommen die Meteore aber nicht aus der Sphäre der Fixsterne, sondern aus der Erdumlaufbahn. Auf seinem Orbit um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Schweif des Kometen Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückgelassen hat.

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 130 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit 60 Kilometern pro Sekunde (216.000 kmh) in die Erdatmosphäre ein. In einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern verglühen sie dann und erzeugen eine Plasma-Lichterscheinung, die wir Sternschnuppe nennen. Bei ihrem Eintritt in die Atmosphäre erreichen die größeren Meteore die Helligkeit von leuchtkräftigeren Sternen oder Planeten. Eine regelrechte Feuerschau bieten die seltenen richtig grossen Stücke:  Diese spektakulären Meteore ziehen oft einen farbig nachglühenden Schweif hinter sich her und gleichen dabei explodierenden Feuerkugeln.

Der scheinbare Radiant ergibt sich aus der Beobachterposition von uns Erdlinhgen: Da wir auf unserem Planeten durch die Staubwolke sausen, bietet sich dabei ein Bild wie einem Autofahrer bei dichtem Schneegestöber: Beim Blick durch die Windschutzscheibe sieht es so aus, als kämen alle Flocken von einem gemeinsamen Ausgangspunkt.

Man findet das Sternbild Perseus in der Nähe des auffälligen Himmels-W Kassiopeia, mit dem der antike Held und Namensgeber durch einen gemeinsamen Mythos verbunden ist:

Kassiopeia (griechisch Κασσιόπεια, lateinisch Cassiopeia) war die Gattin des aithiopischen Königs Kepheus und Mutter der Andromeda.

Da Kassiopeia behauptet hatte, sie sei schöner als die Nereiden, die Nymphen des Meeres, zog sie den Zorn des Meeresgottes Poseidon auf sich. Er sandte Überschwemmungen über das Land und das Meeresungeheuer Keto (Cetus, Walfisch) , dem – wie es das Orakel verkündete – ihre Tochter Andromeda ausgesetzt werden musste; das Mädchen wurde jedoch im letzten Moment von Perseus gerettet. Das Sternbild Kassiopeia ist nun ebenso wie Andromeda und Keto/Cetus – als Walfisch – neben Kepheus und Perseus ein Teil der königlichen Familie des Himmels.

Also dann Fernglas raus oder einfach nur ein gemütliches Plätzchen im Freien suchen, wo sich vom Liegestuhl aus das Himmels-Spektakel geniessen lässt: Bei diesen lauwarmen Nächten kann man auch gleich ein paar Cocktail-Stars funkeln lassen – geht auch alkoholfrei. Bei der derzeitigen Mückenplage empfehlen sich auch Citronella-Teelichte und Lavendel-Räucherstäbchen um die Plagegeister fernzuhalten. Oder man greift zu Katzenminze – kann ich nur empfehlen!

Und natürlich das wichtigste:

  • Wunschliste nicht vergessen … aber daran denken, Schweigen ist Gold! In diesen finsteren Zeiten brauchen wir viele gute Wünsche!

einhorn_14

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