Archive for September 1st, 2016

 

Septembergefühle

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September: Herbstwind lässt die Drachen steigen, viele Vögel ziehen in den Süden.
Die Tage werden wieder stiller, die Nächte länger.
Herbstwind ©scrano 2016

Herbst

Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide,
Daß man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg’ ein ferner Frühlingstag.

Die Sense rauscht, die Ähre fällt,
Die Tiere räumen scheu das Feld,
Der Mensch begehrt die ganze Welt.

Und sind die Blumen abgeblüht,
So brecht der Äpfel goldne Bälle;
Hin ist die Zeit der Schwärmerei,
So schätzt nun endlich das Reelle!

Theodor Storm

Ein passendes Gedicht für September, dem Haupt-Monat der Ernte, in dem die Sonne die meiste Zeit in  der vernünftigen Jungfrau steht! Am Montag feiert man Labor Day in den USA, die Urlaubs-Saison ist dort dann vorbei. Bei uns enden die Schulferien Mitte September, kurz vor den Herbst-Equinoktien.

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Magischer September – Erntemond

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Mutter Gaia: Astraia mit dem heilenden Caducceus, Demeter bringt Fülle.
September ©scrano 2016

Am 22. oder 23. September findet die  herbstliche Tagundnachtgleiche statt: Die Sonne steht in der Äquatorebene der Erde und geht an diesem Tag genau im Osten auf und genau im Westen unter. An einem dieser zwei Tage beginnt, astronomisch gesehen, der Herbst. Der September ist der neunte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender und hat 30 Tage.

Historische deutsche Namen für den September sind Scheiding, Herbstmond, Herbsting, Engelmonat und Holzmonat, weil jetzt Holz für den Winter gemacht und der Sommer verabschiedet wurde.

Im römischen Kalender war der September ursprünglich der siebte Monat (lat. septem = sieben). 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn jedoch um zwei Monate vorverlegt, so dass die Beziehung zwischen Namen und Monatszählung verloren ging. Dies wird manchmal bei der Übertragung früher verwendeter lateinischer Datumsangaben („9ber“ und „7ber“) übersehen.  Die alte Bezeichnung mit dem Frühlingspunkt im März als Jahresanfang spiegelt die Einteilung des Jahres nach dem Zodiak wieder – die Waage, Herbstpunkt oder Deszendent ist das siebte Zeichen im Tierkreis. Caligula benannte im Jahr 37 den September dann in Germanicus um. Diese vorgetäuschte Ehrung seines berühmten Feldherrn-Vaters war nur von kurzer Dauer, denn nach Caligulas Tod erhielt der September seinen alten Namen zurück.

Am 22. Sptember wechselt die Sonne von der Jungfrau in das siebte Zeichen des Zodiak, die Waage, die auch das siebte Haus regiert.  Nach der Emsigkeit und Detailfreude der Jungfrau kommt nun Perfektionsanspruch und eine Sehnsucht nach Balance und Harmonie dazu. Die Waage setzt sozusagen der Jungfrau ein rosa Rüschenhäubchen auf – oder das Sahnehäubchen auf den Zwetschgenkuchen des September. Waage mit ihrer Herrscherin Venus Urania regiert über Ästhetik, geregeltes Miteinander und  Unparteilichkeit, Jungfrau über Gesundheit, Ernährung, die Rituale des Alltags und Vernunftsentscheidungen.

Lostage im September

  • Wie der Basilius (2. Januar), so der September.
  • September warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr.
  • Am Septemberregen ist dem Bauer viel gelegen.
  • Donnert’s im September noch, wird der Schnee um Weihnacht hoch.
  • Im September die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.
  • Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.
  • Viel Nebel im September über Tal und Höh’, bringt im Winter tiefen Schnee.
  • Viel Eicheln im September, viel Schnee im Dezember.

1. September: St. Ägidius

  • Ist Ägidi ein heller Tag, ich dir schönen Herbst ansag.
  • Wer Korn schon um Ägidi sät, nächstes Jahr viel Frucht abmäht.

4. September: St. Rosalia

  • Zu Sankt Veit (15. Juni) geht’s auf die Weid, Sankt Rosal treibt’s Vieh ins Tal.
  • St. Rosalia ist die Schutzpatronin von Palermo und der Mafiosi

8. September: Mariä Geburt

  • Wird Mariä Geburt gesät, ist’s nicht zu früh und nicht zu spät.
  • Zu Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt. Bleiben sie noch da, ist der Winter nicht nah.
  • Ein fiktives Datum, das Bezug zur Mythologie der Sternenjungfrau Asträa aufweist.
  • In der Zeit vom 3.-9. September findet auf dem Hohenrechberg eine Marienwallfahrt statt

11. September: St. Protus

  • Wenn’s an Protus nicht nässt, ein dürrer Herbst sich sehen lässt.
  • Gedenktag des Anschlags auf das WTC

12. September: Mariä Namen

  • An Mariä Namen, sagt der Sommer Amen.
  • Es ist möglich, dass der Name Maria=Marjam ursprünglich nicht hebräisch, sondern ägyptisch ist; dann könnte er bedeuten: „die von Gott (Jahwe) Geliebte, Bevorzugte“. Andere Deutungen (Herrin, Schöne, Stern des Meeres) sind noch unsicherer. Ein Dankfest im Sinne “Maria hat geholfen” – hier bei der Abwehr der Osmanen im 17. Jhd.

14. September: Kreuzerhöhungstag

  • Ist’s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach.
  • Die Mutter Konstantins, Helena, vielleicht eine britische Druidin namens Eilan, fand wundersamerweise das Kreuz von Golgatha samt INRI-Tafel – nach 300 Jahren! Naja wer’s glaubt- Hinrichtungsgeräte wurden nicht aufgehoben – von den Römern schon gar nicht. Für die christliche Urgemeinde (1. Jhd) war das Kreuz auch nicht wichtig – die Auferstehung war die spirituelle Essenz ihres Glaubens.

16. September: St. Cyrianus

  • An Sankt Cyprian zieht man oft schon Handschuh’ an.
  • Das war früher so, als wir noch Schulkinder waren – in der rauheren Oberpfalz wurden am Morgen für den Schulweg schon Handschuhe und Strumpfhosen getragen. Am Mittag wechselte man wieder in dei sommerlichen Kniestrümpfe. Beim Aufstehen konnte man den Reif auf dem Gras glitzern sehen.

21. September: St. Matthäus

  • Wenn Matthäus weint statt lacht, Essig aus dem Wein er macht.
  • Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut.
  • Jetzt ist Herbsttag- und Nachtgleiche, die Sonne wechselt in die Waage.
  • Für Naturreligiöse ist jetzt Mabon, das Fest der zweiten Ernte – das Frucht- und Weinfest.
  • Ab jetzt ist die Hochzeit der Apfel und Birnenernte – es wir gemostet.

26. September: St. Damian und St. Kosmas

  • Sankt Kosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben an.
  • Heutzutage muss man schon bis zum Oktober warten -ausser bei Kischbäumen.

27. September: St. Hiltrud/Helmtrud

  • Wenn Hiltrud im Kalender steht, wird noch einmal das Gras gemäht.
  • Fallen die Eicheln vor Michael (29. September) ab, so steigt der Sommer früh in’s Grab.
  • Es gibt Eicheln, Buckeckern und Rosskastanien.

28. September: St. Wenzeslaus (Wenzel, Vaclav)

  • Kommt Wenzeslaus mit Regen an, werden wir Nüsse bis Weihnachten ha’n.

29. September: Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael

  • Der Michel zündt’s Licht an.
  • Sind Zugvögel an Michaeli noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter hier.
  • Um Michaelis in der Tat gedeiht die beste Wintersaat.
  • wo ist bei der Engelschar der gute Uriel geblieben – aus der katholischen Engellehre einfach schwups verschwunden?
  • Michael: Feuer – Süden, Raphael: Luft – Osten, Gabriel: Wasser – Westen, Uriel: Erde – Norden
  • Bei den Germanen: Odin’s Tag (=Michael), an Michaelskapellen lagen wohl alte Odinkultstätten. St. Michael ist auch im Keltenland häufig anzutreffen, wo er die Grenze zwischen Heiden- und Christentum bewacht: St. Michael’s Mount, Mont St.Michel, auf dem Glastonbury Tor steht ebenfalls eine Michaelskirche. Der Erzengel besetzt häufig der Platz einer solaren Gottheit, oder wenn eine Drachenlegende involviert ist, bezwingt er die alte Erdmutter.
  • Und last but not least … ab Michaeli wird gebraut.

30. September: St. Hieronymus

  • Von Michel und Hieronymus mach aufs Weihnachtswetter Schluss.
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Sonnenstrahl – gegen erste trübe Tage.
I love sunflowers! ©scrano 2016

Antike Feiertage
- religiöse, staatspolitische, meistens für Cäsar, Augustus & Co, habe ich weggelassen:

  • 21. September – Consualia, zu Ehren von Consus, einem genuin römischen Gott, Beschützer von Saatgetreide und Erntevorräten. Consus war ein Teilaspekt des römischen bäuerlichen  Hauptgotts Saturn (Jupiter aus dem griechischen Pantheon war der Obermotz für die Oberschicht). Beide stmmten u. Umständen noch von den Etruskern (Satre=Saturn).
  • 15-19. September – Beginn der Mysterien von Eleusis, zu Ehren von Demeter- Kore – Persephone, die hellenisierte Form der dreifachen “Magna Mater”. An dieses Datum verlegt George Washington die Grundsteinlegung für das Capitol.

Brauchtum

  • In München beginnt traditionsgemäß seit 1872 das Oktoberfest in der zweiten Hälfte des September, mit dem Auszug der Prunkwagen der Brauerein und dem Bieranstich durch den OB. Früher endete es mit einem Pferderennen in der ersten Oktoberwoche. Ein solches Rennen zu Ehren der Erntegöttin Ops, der Gemahlin von Saturn oder Consus gab es bereits im alten Rom. Im September findet die Hopfenernte statt, Ende des Monats und so richtig dann ab Oktober wird wieder offiziell gebraut. Historischer verfahrenstechnischer Hintergrund – bei untergärigen Bieren konnte nur bei entsprechend niedrigen Tagestemperaturen ein brauchbares Ergebnis erzielt werden. Die nach alten Rezepturen hergestellten Biere, die tagtäglich statt des oft schmutzigen Wassers getrunken wurden, waren im Sommer auch wegen des geringeren Alkoholgehaltes trotz Kellerlagerung schlecht haltbar. Deshalb war das letzte Bier, das im März gebraut wurde, hochprozentiger – Starkbier eben. Dessen in tiefen Kellern lagernde Restbestände wurden dann zum Auftakt der neuen Saison bei den Oktoberfesten ausgegschenkt.

  • In Amerika endet die offizielle Urlaubszeit mit dem Labour Day – passend zum Zeichen der fleissigen Jungfrau.

Magischer September – Korrespondenzen

  • Pflanzen: Ringelblumen, Astern, Dahlien (Venus, Pluto). Eisenhut (Merkur, Jupiter, Mars/Venus). Merkur in der Jungfrau prägt alle Getreide und den Hopfen. Minzen, Salbei, Disteln, auch die Artischocke. Venus prägt jetzt weniger die Blüten als die Früchte: Rose (Hagebutte), Apfelbaum, Weissdorn.
  • Baum: Walnuss, Ross- und Ess-Kastanie, Merkur, Jupiter, bei letzteren auch Mars/Venus – Nüsse und Maroni dienen dem Wintervorrat – in der Toskana wird jetzt aus Edelkastanien Pürree, Süsswaren und Mehl hergestellt. Die rotglänzenden Rosskastanien kann man gut zum Basteln verwenden. Rosengewächse (Venus/Mars) tragen jetzt Früchte: Rose, Apfel, Birne, Zwetschge etc.
  • Duft:  Lemongrass, Lavendel, Minze, Salvia, Heliotrop (Merkur), Rose, Vanille, Ylan-Ylang, Benzoe, Patchouli, Tonkabohne (Venus).
  • Gottheiten:  Hephaistos, Vesta, Ops, Demeter, Merkur, Thot, Venus, Isis, Freyja, Themis, Asträa
  • Zodiak: Jungfrau mit Merkur, Venus Urania (Waage)
  • Steine:  Peridot, grüner Turmalin (Jungfrau), Rosenquarz, rosa Turmalin, Blutstein (Waage)
  • Metall:  Quecksilber – Merkur, Kupfer – Venus
  • Kristalle:  Peridot, Olivin, Achat, Katzenauge, Jaspis (Merkur), Rosenquarz, Smaragd, Opal, Ametrin,
  • Farben: , ockergelb, lavendelblau (Jungfrau), rosa, hellgrün, (Waage)
  • Elementale:   Gnome (Erde), Sylphen (Luft)
  • Tiere:  Zikaden, Grillen, Spinnen – ihre Netze prägen den Altweibersommer Anfang September. Zugvögel (ebenfalls Merkur) scharen sich zu Schwärmen.
  • Mythologische Tiere: Sphinx, Einhorn (Jungfrau), Waagschalen (Waage)

 

Herbstfeuer - ein kleiner Dank.Mabon Altar Schmuckstrauss.

Herbstfeuer – ein kleiner Dank.
Mabon Altar Schmuckstrauss.
©beast666 2015

September-Rituale

Im September ist Mars gut durch schon ein mittleres Teleskop beobachtbar. Er steht dann zwar realtiv tief, aber das Seeing durch sommerliche Hitzeschliren ist schon kein so grosses Problem mehr. Der Sternhimmel wandelt sich zum Herbst – jetzt zieht der Skorpion herauf – Antares zeigt sich neben Mars.

  • Aus Eicheln und Kastanien Figuren basteln – macht besonders Kindern Spass!
  • Maronen rösten … es gibt sie schon zu kaufen – aus der Toskana oder einigen Gebieten in Baden. An Weihnachten sind oft schon recht vertrocknet. Auch eine Aktivität zu Mabon – am besten am offenen Feuer – Kamin oder Grill. Für diese Spezialität werden Maroniröstkorbe angeboten, aus Schmiedeisen mit genug langem Stiel. Wenn man sie frisch erntet, ist das Entfernen der sehr stacheligen Hülle ein kleines Abenteuer. Als wir in der Toskana in der Landvilla eines echten Don (italienischer Adel) unser Feriendomizil hatten, konnten wir von dessen eigenen Maronenbäumen ernten. Mit Hilfe eines MacGyver- und eines Leatherman Tools konnte das pieksige Hindernis schliesslich beseitigt werden. Das Maronenbraten in den “walk in fireplaces” des ehemaligen Gutshauses aus dem 16. Jhd ist dann natürlich noch mal ein ganz anderes Erlebnis! In einem Geschäft in Pienza haben wir auch unseren Röstkorb erstanden. Über unsere Toskanaferien (vier längere Geniesser-Reisen vollgepackt mit Kultur) mit Freund und fünf Katzen werde ich auch noch posten.
  • Aus kleinen Äpfeln, Hagebutten Dahlien, Rosen oder Zwergsonnenblumen Sträusse für den saisonalen Schrein binden. Trockene Gräser und Strohblumen, Sedumblüten, ein paar Efeublätter und Nüsse, Eicheln, Bucheckern sind auch hübsch zu arrangieren. Ein Metallteller mit Teelichten oder Kerzen in Braun, Ocker und Grün bringen noch heimeliges Licht an den früher einsetzenden Dämmerstunden.
  • Blütenstände von Hortensien, Katzenpfötchen, Hagebutten und Ebereschbeeren, Mohnkapseln liefern Basismaterial für Dekos.

Mabon – Frucht- und Weinfest - das zweite Erntefest des Jahres steht an.

Zur Zeit des Waage-Eintritts der Sonne herrscht wieder Tag-und Nachtgleiche – die Natur gewinnt einen Moment der Balance zwischen den Jahreszeiten. Jetzt ernten wir im Garten auf dem Feld oder im Leben, was wir im Frühling gepflanzt haben. Für das Gute, das wir erhalten sollten wir der Grossen Mutter danken, das nicht so Angenehme als Lektion begreifen, die uns nicht brechen, sondern ertüchtigen soll. Zeit einer ersten Jahresbilanz, ein wenig innezuhalten und über Ereignisse des Jahres nachzudenken. Eine Tag-und Nachtgleiche ist ein Wendepunkt, wie bei einer mathematischen Funktion ist er ein Moment des Stillstands, bevor die Bewegungsrichtung sich ändert. Die Wärme des Sommers weicht endgültig kälteren Tagen, der solare Heros muss in den Schoss der Mutter Erde zurückkehren. Sein Scheiden lässt die Menschen trauern, aber trägt auch einen Hoffnungsstrahl in sich – zur Wintersonnwende wird er neu erstehen.

Mabon ist ein Dankesfest, daher sollten wir uns freuen und auch an die Menschen denken und sie in unsere Feste einbeziehen, die uns auf dem Weg durch das Jahr begleitet haben und unsere Erfolge und Miserfolge teilen. Auch der tierische Gefährte verdient unseren Dank!

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Im Zeichen der Rose – Venus herrscht jetzt in der Waage.
Noch blühen letzte Rosen, oft besonders schön,
da die Sonne sie nicht mehr bleicht. Rosaria ©beast666 2015

Eine gute Gelegenheit Sabbatwein- und Kuchen zuzubereiten.

  • Es gibt jetzt Zwetschgen, Äpfel, Birnen für  Saft, Marmeladen, Kompott. Aus dem reichlich anfallenden Kernobst lassen sich Kuchen und Tartes bereiten, die sich auch gut zum Einfrieren eignen. Der Klassiker: Apfelstrudel.
  • Zwiebelblumen – Lilien, Tulpen etc. müssen jetzt in die Erde.
  • Ende September kann man die mehrjährigen Stauden teilen, Dahlien jetzt ausgraben.
  • Letzter Rasenschnitt und Gehölztrimmung
  • Empfindliche Kübelpflanzen schützen (Vliese auflegen) – bei längerem Kaltwetter einräumen
  • Freilandgemüse (Tomaten, Zucchini, Auberginen) wird abgeerntet – bis auf Kohl, Beeten, Rüben und Endivien
  • erste Kürbisse sind reif
  • Kaltkeinemde Blumen aussäen

 Sabbatwein

  • 1/2 l trockener Rotwein
  • 250 ml naturtrüber Apfelsaft
  • Mark einer Vanilleschote
  • 1/2 Stange Zimt
  • 100 ml Rosenwasser
  • 2 Kardamomschoten gequetscht
  • flüssiger Honig (Akazien, Kastanien oder Lindenblüten)

Am Tag vor dem Erntemond Rotwein mit Saft im Kessel erhitzen (darf nicht kochen!). Vanillemark, Kardamom und Zimt unterrühren.
Abkühlen, durch ein Kaffefilter in eine Weithalskaraffe giessen. Rosenwasser hinzugeben, mit Honig abschmecken.

Sabbatwein – Variante

  • 1l Rotwein
  • 1 TL getrocknete Hagebuttenschalen
  • 1 TL Apfelstückchen
  • 1 Gewürznelke
  • Mark von 2 Vanilleschoten
  • 2 EL Ahornsirup

Alle Zutaten in einem Topf verrühren und kurz aufkochen.
Mind. 15 min ziehen lassen, abfiltrieren, erkalten lassen.

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Gewürznelken: Erwärmende Zutat zum Sabbatwein. Signatur von Mars/Venus.

Moonlight Cookies

  • 250g Dinkelmehl 630
  • 125g feinblättrige Haferflocken (Schmelzflocken)
  • 1oog gemahlene Mandeln
  • 75ml Linden-Honig
  • 150g Butter
  • 1TL geriebene Zitronenschale
  • 2 EL Buttermilch
  • 1 Ei (m)
  • Safranbackpulver
  • je eine Prise Salz, Kardamon, Nelkenpulver, Koriander, Zimt.
  • Backbrett, Wellholz, grössere Auststechförmchen “Mondsichel”

Alle Zutaten werden miteinander zu einem fertigen Teig vermischt, gut geknetet und anschließend 1h in den Kühlschrank. Auswellen und Mondsicheln ausstechen.
Auf Blech mit Backpapier setzen und bei 160°C Heissluft 15-20 min hellgelb backen.

  • Sabbatwein und Cookies eignen sich gut für gemeinsame Feiern an den Eckfesten des Jahres – der Wein und die Kekse enthalten wärmende Gewürze, die den Sommer einfangen.

An Mabon kann man auch etwas davon an die Obstbäume im Garten sprengen – früher gossen Bäuerinnen Milch auf eine Ackerfurche des abgeernteten Feldes, eine Geste der Dankbarkeit- ein Ritual an Lammas oder Mabon. Kekse mit einer Kerze in ein Fenster gestellt ist eine freundliche Geste für die eigenen Vorfahren an Samhain.

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Herbstsonne – noch hat sie Glut – bald wird
sie sich in den Farben des Herbstlaubes verlieren.

 

September credits&refernces:

Month of Virgo, Demeter and Gaia
model: jl-modelstock, faestock
bg: eirian stock, koko stock

full credits: September

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