Archive for September 19th, 2016

 

Romantisch unterwegs im Ländle: Spiegel der Jahreszeiten

reussenstein_ruin_january_11-2015_by_scrano-d8cbhrg

Ruine Reussenstein im Januar.
Schwäbische Alb, bei Neidlingen.

heidelthing

Pseudo-Thing auf geschichtsträchtigem Berg.
Nebel der Geschichte: Heiligenberg, Heidelberg im Februar.

gekirsch

Kirschgarten im April
Schwetzinger Park, türkischer Garten.

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Zisterzienserkloster im Sommer
 Bebenhausen im August

chinabrige

Herbstregen: Chinesische Brücke im Park.
Schwetzingen im September.

 

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Verblasste Erinnerungen im Herbstlicht.
Ruine Hohenurach im Oktober

 

Posted by on September 19th, 2016 1 Comment

Liberté, Égalité, Fraternité: Brüderlichkeit als freimauerische Tugend

TrowelUse

Kelle (Trowel) als Symbol des Gesellengrades.
Mit ihr wird der Mörtel der Brüderlichkeit
für das Bauwerk der Humanität aufgetragen.

Das Thema meiner heutigen Zeichnung ist die Auseinandersetzung mit  dem Ideal der Brüderlichkeit.

Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit, das ist ein bekanntes Losungswort der Freimaurerei. In französischen Logen prangt der Wahlspruch stolz als Wandzier in fast jedem Tempel, da er auch einen besondern Bezug zur eigenen Geschichte hat. Aber wie schon bei Freiheit und Gleichheit ist auch der Begriff Brüderlichkeit ein schwer zu fassender.

Dabei hat besonders die Brüderlichkeit hat im Gedankengut der Freimaurerei einen hohen Stellenwert. Schon beim Aufnahmeritual leistet der Kandidat ein Gelübde, das  ihn zur Brüderlichkeit verpflichtet. Dieses immerhin ernste Versprechen muss mehr sein als nur ein Lippenbekenntnis.

Doch was hat es mit der Brüderlichkeit für eine  Bewandtnis ?

Der sprachliche Ursprung des Begriffs  ist das Wort Bruder, was zuerst eine blutsverwandtschaftliche Bindung meint. Eine rein genetische bzw. verwandschaftliche Bindung zwischen Menschen verhindert aber offensichtlich nicht, dass es zu blutrünstigen Auseinandersetzungen, Mord und Totschlag, kommt. Das kann man fast täglich der Tagespresse entnehmen. Bereits in der Bibel wird vom ersten Fall berichtet, nämlich vom Brudermord Kains an Abel. Weitere negative Beispiele sind die Bruder- bzw. Schwestern-Morde in nahezu allen früheren Herrscherhäusern, aus dynastischen und machtpolitischen Gründen. Das Motiv der feindlichen Brüder zieht sich durch quer durch viele Mythen in allen Kulturen, es ist richtiggehend weltumspannend. Das kann teilweise in vorgeschichtlichen Erziehungmodellen begründet sein, bei denen häufig der Erstgeborene bevorzugt wird. Geschwisterrivalität bei der Verteilung von Erbschaften, besonders von Grundbesitz, ist so sehr die Regel, dass in Gesetzeswerken schon sehr früh ein Erbrecht definiert wurde. Blut ist keineswegs dicker als Wasser. Auch unsere urban geprägte moderne Zivilisation der Gegenwart bildet hier keine Ausnahme, obwohl die Familien kleiner geworden sind. Vor dem sozialen Hintergrund der Kleinfamilie könnte man eigentlich vermuten, dass solche Rudelkämpfe seltener werden.

Aber Brüderlichkeit als Handlungsnorm basiert wohl auf etwas Anderem, als der mehr zufälligen Schicksalsgemeinschaft der Familie. Es ist ein ideelles Konzept, das moralisches und ethisches Handeln als Basis der zwischenmenschlichen Beziehung  fordert. Dieses muss erst durch Bewusstmachung menschlicher Handlungen und deren Konsequenzen erarbeitet werden. Brüderlichkeit entsteht auf dem Boden von Toleranz und Empathie. Es ist zuerst eine Bruderschaft im Geiste notwendig.

Der  Begriff der Brüderlichkeit als ethisches Konzept scheint auf den griechischen Philosophen und Begründer der Stoa, Zenon von Kition  zurückzugehen, der vor zirka 2300 Jahren die Zusammengehörigkeit, Gleichheit und Würde aller Menschen betonte und deshalb die Brüderlichkeit aller forderte. Das Stammes- und Sippendenken sollte überwunden werden um nicht jeden Nachbarn als potenziellen Feind zu betrachten. Auch die eingangs erwähnten Familiendispute sollten so vermieden werden.

Der Gedanke der Brüderlichkeit im westlichen Kulturraum stammt also aus der Philosophie der Stoa, einige Ansätze auch aus dem Judentum. Er resultierte in dem Satz: Es verbindet alle Menschen mehr, als sie je trennen könnte. Ich kann hier nur den interessanten Film: “Agora: Säulen des Himmels” empfehlen, der das Schicksal von Hypatia, der letzten Leiterin der “Grossen Bibliothek” von Alexandria schildert. Die Verpflichtung der Menschen zur Brüderlichkeit ist in vielen Lehrgesprächen mit ihren Studenten ein wesentlicher Grundsatz. Parallel dazu entwickelte sich der Begriff der Brüderlichkeit im asiatischen Raum aus dem Buddhismus. Der Grundgedanke der universellen Brüderlichkeit im Christentum stammt vielleicht sogar aus beiden kulturellen Einflüssen, die in Alexandria erstmals aufeinander trafen. (Graeco-Buddhismus, Orden der Therapeutae am Toten Meer). “Liebet Eure Feinde“, sagt Jesus, wahrlich eine grosse Forderung an den Einzelnen, aber auch an die Gesellschaft.

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Motto der französischen Revolution auf einem elsässischen Banner,
Im Elsass gab es viele Anhänger der Republik und heute noch erfreut sich die Freimaurerei hier grösserer Beliebtheit.
quelle: wikipedia

Gerade am Beispiel des Christentums lässt sich die Problematik der Umsetzung eines solchen Ideals ins tägliche Zusammenleben verdeutlichen. Vor und nach seiner Anerkennung als Staatsreligion in Rom waren blutige Glaubenskriege zwischen den Anhängern der verschiedenen Fraktionen ein gängiges Instrument, um jeweilige dogmatische Ansprüche auf den Besitz der alleinigen Wahrheit durchzusetzen. Das Konzil in Nicaea im Jahr 325 geht nicht zuletzt darauf zurück, dass Kaiser Konstantin endlich eine Einigung der theologischen Kombattanten erzielen wollte.

Auch mit dem Aufkommen der Aufklärung und des säkularen Humanismus änderte sich nicht viel. Die Väter der französischen Revolution haben Sklaven und ihren politischen Gegnern die Bruderschaft aberkannt. Motto: „und willst Du nicht mein Bruder (Kampfgenosse) sein, so schlage ich Dir den Schädel ein“. Nicht anders verhielten sich Lenin und andere radikale Revolutionskämpfer im Kampf gegen die als feindlich eingestufte Klassenideologie. Statt Liebe setzt es Hiebe.

Gefordert ist aber, wie zum Beispiel der Dalai-Lama sagte, eine Brüderlichkeit, die schrankenlos ist:

  • „Ohne eine universelle Brüderlichkeit werden wir die Gefahren nicht bestehen, die unsere ureigene Existenz bedrohen“.

Diese Notwendigkeit sahen auch die Gründungsväter der Vereinten Nationen.

Im Artikel 1 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen steht:

  • „Alle Menschen sind frei und gleich*** an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen*** begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen“.

Alle Nationen haben diese Erklärung unterschrieben, doch mir scheint, dass der gute Vorsatz zwar da ist, jedoch dies nicht ausreicht.

Appelle, sei es von Philosophen oder Religionsstiftern, zur universellen Brüderlichkeit zu finden, fruchten scheinbar nur wenig. Viele Gemeinschaften benutzen zwar diesen Begriff der Brüderlichkeit, Gültigkeit hat er jedoch meist nur in der eigenen Gruppe.

Unsere Bruderschaft  der Freimaurer hat nun zum Ziel, diese universelle Brüderlichkeit innerhalb der Logen durch die Arbeit an sich selbst zu erlernen, mit Hilfe der Mitbrüder  zu leben und durch Vorbildfunktion in die profane Welt zu tragen.

Das wird im Symbol der Bruderkette zum Ausdruck gebracht.

Bruderkette mit Winkel&Zirkel

Bruderkette mit Winkel&Zirkel
Das G symbolisiert Gott als “Grossen Geometer”.

Als wesentliches Element bietet die Brüderlichkeit, wie sie in der Loge praktiziert wird, den Schutzraum und die Hilfestellung für den einzelnen Bruder, sich menschlich weiter zu entwickeln. Dies erfordert von allen Mitgliedern die Bereitschaft den Bruder nicht nur zu tolerieren, sondern auch über seine Schwächen hinweg zu helfen und seine Stärken zu fördern. Die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, muss eine der tragenden Säulen der Logenkultur sein.

Vorbedingung ist, dass alle Brüder aktiv mitzuarbeiten und auch bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen zu schaffen. Eine wesentliche Quelle, um Brüderlichkeit kennen zu lernen und in sich selbst zu entwickeln, stellt die besondere Beziehung des Bürgen und des neu aufgenommenen Bruders dar, die durch Sympathie und Freundschaft geprägt sein sollte. Dies sollte Vorbildsfunktion besonders für das Miteinander der älteren und jüngeren Brüder haben.

Grundvorraussetzungen wie Zuhören, Konfliktfähigkeit und Versöhnungsbereitschaft können schon durch den Minimalansatz einer gepflegten Streit- und Diskussionskultur geübt werden.

Statt übereinander zu reden, sollte dies miteinander geschehen, wobei auch unbequeme Wahrheiten ausgesprochen werden dürfen. Eine Loge ist keine Harmoniehütte, sondern eine Bauhütte, in der miteinander und an sich selbst gearbeitet werden soll. Dass dies in behutsamer und angemessener Weise geschehen kann ohne zu Verletzung und Eskalation negativer Gefühle zu führen fusst letztlich auch auf den beiden anderen Säulen, der Freiheit in der Geisteshaltung, die auf Toleranz gegründet ist  und der Gleichheit der Brüder untereinander,  die auf der Menschenwürde beruht. Damit wären wir wieder bei Hypatia angelangt.

Man sieht daran, dass universelle Brüderlichkeit ohne die beiden anderen Begriffe nicht gut möglich ist. Erst Freiheit und Gleichheit, das ist der allumfassende humanitäre Ansatz, schaffen den Rahmen für Brüderlichkeit.

Daher möchte ich zum Schluss noch dem bekannten Zitat von Schiller eine etwas andere Wendung geben:

  • Alle Menschen werden Brüder ………………???
  • Vielleicht sollten alle Brüder doch zuerst einmal Menschen werden.

Ehrwürdiger Meister, meine Zeichnung ist beendet.

 

Anhang:

Anmerkungen:„Alle Menschen werden Brüder“ doch vielleicht es es besser, wenn alle Brüder Menschen würden ?

  • Friedrich Schiller galt als der große Idealist der Freiheit und Brüderlichkeit. Einige behaupten, er habe den deutschen Idealismus überhaupt erst erfunden.
  • Naja der olle Schiller hatte seine Finger in jedem Kuchen und liess sich von Mäzenen aushalten. Zur Idee der freimaurerischen Brüderlichkeit hat er sich nie offen bekannt, er wurde auch nie Mitglied einer Loge, obwohl er von der Bruderschaft grosszügig gefördert wurde. Ganz im Gegensatz zu Lessing oder Goethe, die Freimaurer mit Herz und Seele waren.

Was die Umsetzung des Gedankens wahrer Brüderlichkeit ermöglichen könnte:

  •  gegenseitiges Wohlwollen – Akzeptieren – Unterstützen – Vertrauen entgegenbringen – Schutz bieten – Fördern -
  • Ermutigen – Halt geben – Veränderung zulassen – Hilfe anbieten
  • Hilfe annehmen – Festhalten und loslassen können – sich um der anderen Willen zurücknehmen – Selbsterkenntnis -
  • Sich selbst richtig einschätzen und schätzen lernen -
  • Trost geben – Zusammen sein – Zusammen halten- im Positiven kritisch sein – gemeinsam etwas durchstehn -
  • Freude teilen – Meinungen austauschen – Private Bereiche teilen – Privatbereich des Andern schonen und schützen -
  • Lachen – Spass haben – streiten können – irren und scheitern dürfen – gegenseitig Freundschaft erweisen – sehen lernen was man selbst und was der Andere braucht -

Einfach Achtsamkeit leben.

Ach ja, und das Wichtigste – Brüderlichkeit erfordert aktives, respektvolles Handeln von allen Beteiligten. Falsch verstandene Brüderlichkeit ist Liederlichkeit, das hiesse im anderen jegliches Fehlverhalten zu tolerieren! Bruder sein, bedeutet nicht Märtyrertum, es heisst auch NICHT, dass man die andere Wange hinhalten muss. Wie sagt es Sarastro in der Zauberflöte es so schön: … und ist ein Mensch gefallen, führt Liebe ihn zur PFLICHT! Das erfordert auch eine Bereitschaft vom Gegenüber, dass man auch zur Änderung oder Einschränkung seiner egoistischen Triebe bereit ist. Eine reine Empfängermentalität oder Soziopathentum darf dabei nicht entstehen. Es funktioniert nur, wenn ALLE geben wollen, nach ihren Möglichkeiten.

Zum brüderlichen Verhalten gehört auch, dass Migranten (Flüchtlinge), denen wir hier Nahrung, Obdach und Kleidung gegeben haben, sich an unser Rechtsverständnis und UNSERE gesellschaftlichen Normen halten, besonders was unsere Auffassung von Menschenrechten und religiöser Toleranz anbelangt.

Quelle zu Hypatia: Carl Sagan.

Und was verloren ging

 

 ***frei und gleich: Frauenrechte ??, ****Vernunft und Gewissen: Religiöse Verblendung ?

Posted by on September 19th, 2016 1 Comment

Zodiak Fitness: Kräuter und Gemüse für jedes Zeichen

Rosmarin (hängende Form) mit schönen Blüten.

Rosmarin (hängende Form) mit schönen Blüten.
©beast666

 Aus dem Garten von Mutter Natur:

Welche segensreichen oder wohlschmeckenden Schätze passen für welches Zeichen? Hier ist nicht nur das Sonnenzeichen angesprochen: Auch die Besetzung des sechsten Hauses und des Zeichens Jungfrau (Ernährung, Gesundheit) im Horoskop verraten einiges über nützliche Helferlein für das Wohlbefinden. Zusammen mit dem zweiten Haus (Körper, orale Bedürfnisse) und dem dort herrschenden Zeichen Stier finden sich auch dort aufschlussreiche Hinweise auf passende Nahrungsmittel aus dem Pflanzenreich. Der Einfachheit halber sind hier die 12 Sonnenzeichentypen angegeben. Es gelten aber ähnliche Korrespondenzen wie für die Zeichenherrscher:  z.B. für einen Marstyp wie für einen Widder, vereinfacht auch für den Element-Typ, hier dann etwa Feuer. In Klammern sind bei den Pflanzen noch weitere Neben-Signaturen angegeben. Natürlich sind solche Listen nur Anregungen, sich mit den Thema weiter zu beschäftigen, es gibt schliesslich Unmengen von Heil- Würz- und Nahrungspflanzen. Und – einheimische Kost ist meistens besser verträglich, da wir uns über einen langen Zeitraum angepasst haben. Ähnliches gilt für Heilpflanzen.

Widder

Ein kardinales Feuerzeichen, vom Mars regiert. Daher gelten hier besonders Mars- bzw. Feuerpflanzen als förderlich: Diese haben häufig Dornen oder stachelige Borsten. Sie sind würzig bis brennend scharf, manchmal auch trocken-bitter (mit Saturn). Die Farben stammen aus dem rot-orangenen Spektrum. Für Widder-betonte sind blutreinigende und eisenhaltige (Mars) blutbildende Gewächse günstig, die man oft  im Frühling, der Jahreszeit des Zeichens findet.  Stimulierende (z.B. durch Schärfe), belebende Kräuter und Gemüse. Zum Widder gehört der Nacken und Augenbrauenbereich und das blutbildende System, samt Abwehrzellen und die männlichen Geschlechtshormone.

  • Früchte, Gemüse: Chinakohl, Senf, Meerettich, Radieschen, Rettich, Kresse (die Kreuzblütler werden von Mars/Venus und Mond/Saturn regiert), Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch, scharfe Paprika, Rhabarber (Jupiter/Merkur), Bärlauch, Keimsprossen (mit Mond).
  • Blumen: Calendula, Geranie, Indianernessel, Mohn (Pluto), blutrote Rosen, rote Tulpen, Amaryllis, Primel, Tigerlilie. Kakteen (Mond/Saturn, Venus), Sedum-Arten (mit Mond/Saturn). Azalee, Euphorbien (Christusdorn, Weihnachtsstern) Krokus.
  • Kräuter, Gewürze: Brennessel, Rotklee, Schafgarbe, Johanniskraut (Sonne), Hopfen (Neptun/Merkur, Venus), Majoran, Milchdistel, Estragon, Chili, Koriander. Echinacea, Bärlapp. Silberdistel (Mond/Saturn, Jupiter). Kaffee, Kakao.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Waage-Venus) nachzuschauen!

Stier

Der fixe Stier gehört zu den Erdzeichen und sein Regent ist die Venus. Die Venus zeigt sich in Üppigkeit, Schönheit und auch Wohlgeruch, daher besitzen Stier-Gewächse häufig duftende Blüten und einen aromatischen, auch süssen Geschmack. Stierpflanzen helfen bei Hals- und Rachenproblemen und wirken beruhigend auf die Verdaung. Sie sind saftig, stärke-und zuckerhaltig und besitzen nahrhafte Früchte. Zum Stier gehören Rachen, Mund und Nasenschleimhaut, Kehlkopf und Stimmbänder, das Schilddrüsengewebe, die Organfunktion bestimmt der Zwillinge-Merkur. Wegen der Zeichenherrscherin Venus natürlich auch das weibliche Hormonsystem.

  • Früchte, Gemüse: Früchte von Rosengewächsen (Äpfel, Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Erdbeeren) aber auch Feigen, Granatäpfel (mit Pluto). Süsskartoffel (Merkur). Mohnsaat (Pluto). Kapern (Mars, Mond/Saturn), Aubergine (Pluto), Hollerblüten (Mond/Saturn, Merkur/Neptun).
  • Blumen: Flieder, rosa Tulpe, gefüllte Blüten generell, Veilchen (Mars(Pluto), Neptun/Merkur), Fingerhut (Pluto, eine giftige Heilpflanze, Merkur/Jupiter), Rosen aller Art (Mars), rosa Geranien, Obstbaumblüten. Hortensien, Schneeball. Terrestrische Orchideen (Pluto).
  • Kräuter, Gewürze: Malve, Verbene, Schafgarbe (Mars, Mond/Saturn, Merkur/Jupiter), Huflattich (Pluto), Wachholder (Pluto, Sonne, Saturn), Minze (Merkur, Pluto).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Skorpion-Pluto) nachzuschauen!

Zwillinge

In diesem mutablen Luftzeichen herrscht der Merkur in seinem Taghaus. Er wird den Bronchien, Händen, und Armen, sowie der schmetterlingsförmigen Schilddrüse zugeordnet (Geschwindigkeit des Stoffwechsels und Kommunikator zwischen allen anderen hormonellen Systemen, als Drüse gehört diese auch zur Venus). Zwillinge-Pflanzen haben fein geästeltes Blattwerk und wirken grazil. Oft sind die Pflanzen von einem grauen Filz überzogen Diese Gewächse helfen die Atemwege zu kräftigen, oder überreizte Nerven zu beruhigen. Oder sie fördern die Konzentration. Viele Lippenblütler und Doldenblüttler gehören hierher. Kennzeichnend ist die Beliebtheit bei fliegenden Insekten und eine hohe Konzentration an ätherischen Ölen. Auch aufrecht windende Rankengewächse mit zierlichen Blättern sind darunter. Panaschierte Blätter.

  • Früchte, Gemüse: Karrotten, Sellerie, Pastinake, Erbsen (Zuckerschoten), Stangenbohnen, Süsskartoffel (eine Winde), Gurken (Mond/Saturn). Fenchel (Mond), Bleich-Spargel (Jupiter, Mond/Saturn), Zitrusfrüchte. Passionsfrucht (Neptun), Lakritze (Jupiter, Venus/Mars).
  • Blumen:  Geissblatt (mit Neptun – der Duft), Clematis, Winden, Schwarzäugige Susanne, Asparagus, Sammetblume, Edelweiss, Enzian. Kletterrosen (Merkur, Jupiter). Goldregen (Mars/Venus, Jupiter), ein giftiger Strauch, Ginster (Mars/Venus), enthält auch Toxine.
  • Kräuter, Gewürze: Kümmel, Kerbel, Dill, Petersilie (Mars), Anis, Königskerze (Jupiter), Ysop (Jupiter), Angelica (Jupiter), Lavendel, Baldrian (Neptun, Mond, Saturn), Salbei, Thymian, Schafgarbe, Minzen (Neptun, Venus/Pluto, Mond/Saturn), Odermennig (Jupiter), Rosmarin (Jupiter), Melisse (Neptun, Mond/Saturn), Gelber Enzian (Jupiter).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Neptun/Jupiter-Schütze) nachzuschauen!

Krebs

Für den kardinalen Krebs gehören die Pflanzen mit Wasser-Signatur zu den begünstigenden. Alle Mond-Gewächse sind ihm zugetan. Diese sind saftig, oder regelrechte Sukkulenten, besitzen Milchsaft oder blühen Nachts, mit weissen wenig haltbaren Blüten. Manche wachsen nah am Wasser. Der Krebs regiert alle Hohlorgane (Mond, Neptun), die beruhigende Seite des Vegetativums, die Milchdrüsen, Haut (Saturn), Zwerchfell und den Wassergehalt des Körpers. Ausserdem sagt man Krebs- bzw. Mondpflanzen eine Wirkung auf den Traumschlaf und das Gehirn nach. Nach der Humralpathologie ist hier das Phlegma (Schleim) beheimatet.

  • Früchte, Gemüse: Keimsprossen (Mars), Blumenkohl, Kohl, Brokkoli, Kohlrabi, Rettich, Rüben (Venus/Mars bei Kohlsorten), Salat, Lattich, Melone, Kürbis, Gurke, Banane (Jupiter/Merkur), Papaya, Kokos-Nuss (Merkur/Jupiter).
  • Blúmen: Maiglöckchen (Venus/Pluto, Merkur/Neptun), Seerose, Jasmin- echter und falscher, Nachtkerze, Gardenie, Lilie, weisse Rosen (Venus/Mars), Mohn (Venus, Pluto). Salomonssiegel (Merkur/Neptun), Gänseblümchen.
  • Kräuter, Gewürze Weissdorn (Venus/Mars, Mond/Saturn), Melisse, Taubnessel, Minzen, Löwenzahn (Saturn, Merkur/Jupiter), Schöllkraut (Saturn, Merkur, Jupiter). Zistrose (Saturn). Wermut (Saturn, Merkur), Beifuss (Saturn,Merkur), Vogelmiere, Kalmus (Saturn).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Steinbock-Saturn) nachzuschauen!

Löwe

Natürlich ist der fixe Löwe mit seinm Regenten, der Sonne, ein echtes Feuerkind. Zum Löwen gehört auch das Herz, in seiner Funktion als zentrales Organ. Für den Löwen passen daher alle Sonnenpflanzen und viele mit einer Feuersignatur. Seine Gewächse sind auffällig, oft solitär, strahlend, in leuchtendem Orange oder Gold mit strahlenartigen Auswüchsen oder Blüten. Oft sind sie Sonnen-Sucher, sie wenden sich nach der Sonne. Man findet in ihnen tonisierende Wirkstoffe, die herzkräftigend und stimmungaufhellend wirken. Sonnen- oder Feuerpflanzen haben oft fette Öle oder Harze.

  • Früchte, Gemüse: Ananas, Mango, Orangen (Merkur/Jupiter, Venus/Mars), Olivenöl, Datteln, Sonnenblumenkerne, Nüsse (Jupiter/Merkur), Avocado. Honig als solares Lebensmittel.
  • Blumen: Calendula, Sonenblume, Rudbeckia, Dahlie (Mond, Saturn), Heliotrop, Hibiskus, Alant, Palmen.
  • Kräuter: Arnika, Kamille (Merkur/Jupiter), Rosmarin (Merkur/Jupiter), Johanniskraut, Safran, Ingwer , Löwenzahn (Mond/Saturn, Merkur/Jupiter). Zimt, Nelken, Weihrauch, Lorbeer.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Wassermann-Uranus) nachzuschauen!
Klimt_hygeia

Hygieia – sie verkörpert das 6. Haus und das Jungfrauprinzip, das für die Ernährung zuständug ist. Ihre Schwester Panakeia regiert über die Heilpflanzen.. quelle:wiki

Jungfrau

Hier regiert Merkur in seinem Nachthaus. Die Jungfrau ist ein mutables Erdzeichen.  Das Sternbild Jungfrau wurde immer mit der Göttin Demeter in Verbindung gebracht: Diese regier über die Feldfrucht, vor allem das Getreide. Ihre Jahreszeit ist der Herbst. Wie beim Zwilling zeigt sich der Merkur: Feinteilige Verästelungen oder fiedriges Blattwerk. Allerdings fehlt der Hang zum “Abheben”, auch als Rankgewächs bleibt man bescheiden in der Wirkung. Wolfühlplätze sind im lichten Halbschatten oder unauffällig in der Masse der Anderen, wie bei Gräsern. Auch der Duft ist eher subtil, die Farben gedämpfter. Oft gibt es eine Fülle kleinerer Blüten, wie beim Lavendel.  Deutlicher als beim Luftmerkur findet man eine fokussiernde, konzentrationsfördernde Wirkung. Zur Jungfrau gehören auch  die Verdauungsenzyme und der Dünndarm.

  • Gemüse, Früchte: Doldenblütler und Winden, wie bei den Zwillingen, aber vorherrschend die Gräser: Roggen, Hafer, Gerste, alle Getreide. Der eifrige Giersch. Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren. Bei den Getreiden zeigt sich der Gegenpol Neptun in der Tatsache, dass aus ihnen auch berauschende Getränke zubereitet werden. Der Hautptgrund für den Getreide-Anbau (Gerste ist wohl die älteste kultivierte Gräser-Sorte) war wohl tatsächlich das Bierbrauen, welches im Zweistromland erfunden wurde.
  • Blumen: Hornveilchen, Märzveilchen (Mars, Neptun, Venus),Lavendel, Pflanzen mit kleinen, bläulichen Blüten, Gänseblümchen, Ginster, Jungfer im Grünen.
  • Kräuter, Gewürze: Alle Zwillinge-Kräuter, Brombeer- Himbeerblätter (Mars,Venus), Schafgarbe, Beifuss, Gundermann (Venus), Schwarzkümmel.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Fische-Neptun) nachzuschauen!

Waage

Als kardinales Luftzeichen wird die Waage von der Venus in ihrem Taghaus regiert. Hier ist besonders augenfällig eine hübsche und ästhetische Erscheinung. Der Duft darf da schon erotisierend sein oder das Äussere der Blüten luxuriös und extravagant.  an entsprechnenden Düften mangelt es auch nicht. Die Waage ist das Zeichen des Ausgleichs beim Stoffwechsel und regiert auch die Nierenregion, mit den Nebennieren. Waage-Pflanzen sind also harmonisierend in ihrer Wirkung.

  • Gemüse und Früchte: Romanescu, Früchte von Rosengewächsen
  • Blumen: Orchideen, Rosen, Freesie, Gladiole (Mars), Kapuzinerkresse (Mars(Pluto), Mond/Saturn, Merkur/Jupiter), Märzveilchen (Mars), Stiefmütterchen,
  • Kräuter, Gewürze: Bärentraube (Mars, Mond, Saturn), Wachholder (Mars), Kardamom, Vanille, Gundermann (Merkur), Alchemilla.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Widder-Mars) nachzuschauen!

Skorpion

In diesem fixen Wasserzeichen herrschen Pluto und Mars in seinem Nachthaus. Wie bei Saturn findet man Pflanzen mit stark unterirdischen Anteilen, Sprossen oder Rhizomen. Manche wachsen im Verborgenen oder an Plätzen mit “unangenehmer” Ausstrahlung. Sie fördern die Ausscheidung oder hormonelle Zyklen. Manche zählen zu den Schamanenpflanzen, mit psychoaktiver Wirkung. Oft sind sie gegen Parasiten wirksam, manche der Heilpflanzen sind stark giftig. Da Pluto als höhere Oktave des Mars gilt, sind Marspflanzen ebenfalls interessant für den Skorpion. Pluto regiert den Bereich der ausscheidenden Organe und der Geschlechtsorgane.

  • Gemüse, FrüchteWidder-Pflanzen, Knoblauch ,Kürbiskerne, Tomaten, Holunderbeeren, Holunderblüten, Granatapfel, Feige
  • Blumen: Widder-Blumen, Rhododendron, Stechpalme, Anemonen, Eisenhut, Herbstzeitlose, Aaronstab, Wachsblumen, Stapelien, Stephanotis (Mond/Saturn), fleischfressende Pflanzen.
  • Kräuter, Gewürze: Brennessel, Aloe vera (Venus, Mond, Saturn), Ginseng, Minzen, besonders Poleiminze, Erdbeerblätter, Sägepalme, Traubensilberkerze, Schwarzkümmel (Venus/Merkur).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Stier-Venus) nachzuschauen!

Äpfel der Hesperiden - versprechen ewige Jugend …Leider nur Khaki-Früchte - aber mit einer echt verlockenden Farbe.

Äpfel der Hesperiden – versprechen ewige Jugend …
Leider nur Khaki-Früchte – aber mit einer echt verlockenden Farbe.

Schütze

Das mutable Feuerzeichen Schütze hat als seinen Regenten den alten Rauschbart Jupiter, seines Zeichens Chef der Olymier. Ein wenig ausladend wie er selbst präsentieren sich auch die dem Schützen zugeordneten Pflanzen. Viele Bäume sind darunter, meistens fruchttragend. Oder die Weinrebe, die neben der rankenden Merkur-Natur noch die expansive des Jupiter in sich trägt. Viele Schütze-Pflanzen heben einen günstigen Einfluss auf den Leberstoffwechsel. Desweiteren regiert der Schütze das Blutvolumen und die Hüftregion samt unterem Rücken und Po-Muskeln.

  • Gemüse, Früchte: Endivie, Radiccio, Rhabarber, Artischocken, Walnüsse, Weintrauben, Kürbis (Merkur, Venus/Pluto, Mond/Saturn).
  • Blumen: Üppige Pfingstrosen, Nelken, Kornblumen.
  • Kräuter: Löwenzahn (Merkur,Mond/Saturn), Mariendistel, Muskatnuss, Sternanis, Angelica, Mädesüss (Mond/Saturn), Borretsch (mit Merkur), Tausendgüldenkraut.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Zwillinge-Merkur)  nachzuschauen!

Steinbock

Saturn regiert das kardinale Erdzeichen. Saturn-Signaturen habe ich bereits hier beschrieben. Der alte Erntegott und Vater Zeit regiert die Knie, Zähne und alles Mineralische im Körper. Der Calzium, Magnesium und Siliziumgehalt ist deshalb in Steinbockpflanzen hoch. Viele enthalten auch eine gehörige Portion Gerbstoffe und andere zusammenziehende (adstringierende) Substanzen.

  • Früchte, Gemüse: Rüben, Rote Beete, Kartoffeln, Chicoree, Schwarzwurzeln, Hollerfrüchte, Oliven, Aroniabeeren (Venus/Pluto).
  • Blumen: Christrosen, Ilex, Zaubernuss, Zistrose, Farn, Efeu (Mond, Jupiter/Merkur), Silberdistel. Olivenbaum (Mond).
  • Kräuter, Gewürze: Beinwell, Hirtentäschel, Schachtelhalm, Potentilla (Blutwurz), Asa foetida, Wermut, Beifuss, Giersch.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Krebs-Mond) nachzuschauen!

Wassermann

Der fixe Luftikus Wasserman hat seine Regenten Saturn und Uranus als echt schräges Pärchen. Bizarre oder nichtvegetativ vermehrte Pflanzen, die den Erdkontakt scheuen gehören zu seien Lieblingen. Kreislaufstabilisierende und entspannende Gewächse sind hilfreich, ebenfalls solche mit erdender Wirkung. Dem Zeichen sind die Unterschenkel und Knöchel zugeordnet, daher sind magnesiumhaltige Lebensmittel, die auch Wadenkrämpfen vorbeugen  wohl auch nicht verkehrt. Auch Silicium, das das Skelettsystem und das Bindegewebe kräftigt ist förderlich. Desgleichen alles was den Elektrolythaushalt harmonisiert, und die elektrische Funktion der Nervenzellen unterstützt.Da Uranus als höhere Oktave des Merkur gilt, sind auch die Merkurpflanzen mit Luftcharakter (Zwillinge) für den Wassermann günstig.

  • Früchte und Gemüse: Cashewkerne, Mandeln (Venus/Pluto), Tofu.
  • Blumen: Bromelien, Löwenmäulchen (Sonne), Leinkraut, Strelitzie, Heliconie. Vergissmeinnicht, Skaibiose, Strohblumen. Goldregen, Sauerklee (Mond/Saturn). Kamelie (Sonne, Mond/Saturn), Epiphyten, Aufsitzer-Orchidee, Passiflora (Sonne, Neptun, Merkur).
  • Kräuter: Baumflechten, Kamille, Johanniskraut, Beinwell, Rosmarin (Sonne), Nelken, Zimt, Weihrauch, Schachtelhalm. Salvia Divinorum, Arnika, Mistel, Tee, Mate, Yahe.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Löwe-Sonne) nachzuschauen!

Fische

Neptun und Jupiter in seinem Nachthaus regieren die mutablen Fische. Die Pflanzen dieses Wasserzeichens haben oft eine sedierende und anaphrodisierende Wirkung. Neben den traumfördernden sind aber auch erdende darunter. Das Zeichen Fische regiert die Füsse: Dazu gibt es Gewächse, die nicht nur die Fussbeschwerden oder die Gicht heilen (Beifuss oder Giersch), sondern die Standfestigkeit im Leben verbessern. Nicht umsonst ist der Gegenpol die realistische Jungfrau (Merkur). Da Jupiter der Co-Regent der Fische ist, kann man auch Schütze-Pflanzen einbeziehen.

  • Früchte und Gemüse: Pilze, Algen, Brunnenkresse, Kürbis, Gurke, Melone, Agar-Gelees.
  • Blumen: Veilchen, Usambara-Veilchen, Gardenie (Mond), echter Jasmin,  Seerose, Lotus, Blauregen,Weide, Passiflora (Sonne/Uranus).
  • Kräuter: Hopfen, Passionsblume (Merkur), Giersch, Grüner Hafer (Merkur), Baldrian (Merkur), Katzenminze (Merkur).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Jungfrau-Merkur) nachzuschauen!

In meiner Liste habe ich tierische Produkte, mit Ausnahme des Honigs aus dem Blütennektar, bewusst ausgeklammert. Milchprodukte sind interessant für alle Mond-geprägten Typen, Fleisch für den Marstyp, der mehr Eiweiss benötigt, besonders wenn er sportlich aktiv ist. Allerdings lässt sich das mit eiweissreichen Pflanzen oder durch Milch/Ei-Erzeugnisse für lacto-ovo Vegertarier ausgleichen. Von reinem Veganismus halte ich nicht viel, das kommt mir doch sektiererisch vor, oder wieder mal als lukrativer Mode-Trend: Der Mensch ist wie Schwein, Affe und Bär ein Gemischt-Köstler mit sehr hohem Anteil an pflanzlicher Kost. Doch nicht ausschliesslich. Darüber hinaus sind viele vegane Produkte ausgesprochen künstlich oder stark prozessiert und nicht gerade umweltschonend in der Herstellung. Wenn man Veganer wegen des Tierschutzes ist: Eier und Milchproduckte der anthroposophischen bäuerlichen Betriebe (DEMETER) stammen aus Tierhaltung mit starken ethischen Grundsätzen bezüglich der Lebensumstände und Ernährung von Nutztieren. Auf Leder, Pelz etc. aus der Tierkörperverwertung kann man ja getrost verzichten. Wobei die Ersatzmaterialien natürlich häuifg Kunststoffe sind, deren Produktion (oft in Drittländern unter fragwürdigen Arbeits- und Umweltbedingungen) fossile Rohstoffe, Trinkwasser und jede Menge Energie frisst. Hier gilt es  gut zu recherchieren, ob man da nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreibt … Eine Alternative sind Up-Cycling oder Recycling von z.B. Textilien oder Gebrauchtkunststoffen, letzteres aber bitte OHNE Umweltsauerei ! Vielleicht tut es ja mal ein Mode-Artikel weniger ? Die Möglichkeit auf Pflanzenfasern auszuweichen, hat auch ihre Grenzen, Baumwollanbau ist z.B. eine der grössten Pestizid-Verbraucher überhaupt. Hanf hingegen, der eine wahre Superpflanze ist, wird geradezu verteufelt, obwohl oder weil? er ohne Giftduschen auskommt. Er wird kaum von Schädlingen befallen, und Unkraut wächst auf Hanffeldern auch nicht gut, da die Pflanze zu viel Schatten erzeugt. Neben sehr vielseitig einsetzbaren Fasern liefert er auch nahrhafte Samen, tja und das diabolische Cannabis-Harz ist eigentlich ein wertvolles Heilmittel. Vielleich tut sich ja jetzt was in den Köpfen, wo die Holz-Lobby an Einfluss verliert, den eigentlichen Treibern des Hanf-Verbots. Hanf wäre zudem eine heimische Pflanze, deren Nutzung unnötige Transportwege vermeidet. Auch Wolle von heimischen Schafen wäre nachhaltiger und für den Planeten verträglicher als “veganer” Kunststoff. Und das leidige Thema Soja – wer verdient wohl an der gentechnischen Bohne, vom Pestizd umschmeichelt, zermanscht für für “künstlerisch wertvolle” Designer-Veggie-Produkte aus konventioneller Nahrungsindustrie? Agrar-Riesen und Gifterzeuger - ja gerade die lieblichen TTIP Treiber, gegen die die Veggie Freunde dann auf die Strasse gehen.

Veganes Katzenfütter ist Tierquälerei:Ich bin ein Raubtier und werde ohne tierisches Protein sehr krank!

Jamilla sagt: Veganes Katzenfütter ist Tierquälerei:
Ich bin ein rein carnivores Raubtier und werde ohne tierisches Protein sehr krank!

Denkt mal ein bisschen nach … nicht alles was gerade “schick” ist, folgt den Regeln der Vernunft oder ist ein “ehrlicher ” Trend! Und jaaa – wunderbar: Statt an die Säue verfüttern wir das Viehfutter lieber gleich an den Endverbraucher, mit vielfachem Gewinn! Selbst Fleisch aus dubiosen Quellen ist noch viel zu teuer als Ausgangsprodukt, da ist das Sojamehl gerade recht und BILLIG. Wohin das führt – na zu SOYLENT Green, besonders, wenn wir weiter der menschlichen Überproduktion huldigen. Davon abgesehen, dass in Drittländern lokale Despoten ihre Untertanen von ihren Feldern vertreiben um für US-Konzerne Gensoja, für die EU Treibstoffmais und andere Luxusprodukte für den Export anzupflanzen.

Apropos “Herumschippern” von Konsumgütern: Dass man sein Obst und Gemüse saisonal auswählen sollte, müsste mittlerweile jedem vernunftbegabten Menschen klar geworden sein: Flug-Ananas, chilenische Erdbeeren im Winter  und Ähnliches schmecken zwar vielleicht (manchmal) besser, aber der Preis für solchen Luxus ist wohl zu heiss, und damit meine ich nicht die Euronen, die man dafür hinblättern muss.

 fit & gesund mit Obst

Lecker & gesund: Am besten aus Eigenanbau!

Ein Heilkräuter-Brevier oder Ernährungstipps ersetzen nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  nachfragen.

 

Posted by on September 19th, 2016 Kommentare deaktiviert