Archive for Oktober 3rd, 2016

 

Oktober im Garten: Letzte Blüten als Wildbienen- und Faltertreff

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Letzter Gruss von “The Fairy”, einer zierlichen Bodendecker-Rose
©beast666

Letzer SonnengrussNight and Day

Letzer Sonnengruss
Night and Day

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Noch gibt es frische Kräuter aus dem Freiland:
Salbei, davor Hebe, eine typische Pflanze für den Gräberschmuck.
Allerheiligen kommt auch bald … oder Samhain.
©beast666

Im Herbst findet man neben dem Farbrausch der Laubfärbung oftmals noch besonders intensiv getönte letzte Blüten. Besonders an Rosen aber auch an Ringelblumen, Dahlien odern Astern. Die Sonne hat weniger Kraft, so dass eine Bleichwirkung wie während der Sommermonate nun nicht mehr auftritt. Ein paar dicke Hummeln suchen noch nach Nahrung, sogar vereinzelte Schmetterlinge, wie der Kleine Fuchs und das Tagpfauenauge sind noch unterwegs.

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Dahlie oder Georgina, wie sie bei englischen Gärtnern heisst.
Ihre frostempfindlichen Knollen müssen nun bald aus der Erde
und wandern ins Gewächshaus oder den Keller.
©beast66

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu: Letzte Äpfel, wie Ontario oder Boskop werden geerntet und eingelagert oder vermostet. Der vorwinterliche Gehölzschnitt erfolgt noch an Johannisbeeren, Brombeeren und Ziersträuchern. Rosen und Hortensien kann man jetzt auch stutzen, ich schneide sie meistens Anfang Oktober auf die Hälfte herunter, damit der Frost nächstes Jahr noch was übrig lässt. Der letzte Akt: Kompost-Schaufeln und aufhäufen, damit der Winter seine Arbeit tun kann, um die Erde feinkrümelig zu machen. Das machen wir aber erst Ende des Monats und bei trockenem Wetter!

Unsere Jamilla hat auf diese Aktivitäten eine ganz andere Sichtweise:

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Weckt mich, wenn der Winter vorbei ist!
Wenn Katzen so “auf dem Kopf” schlafen, soll es kalt werden.
©beast666

Heißer Apfelsaft für fröstelnde Gärtner

Zutaten

1 l Apfelsaft, naturtrüb
1 Zitrone, unbehandelt
1 Zimtstange
3-4 Gewürznelken

Zubereitung

  • Zitrone halbieren: Eine Hälfte in Scheiben schneiden, die andere auspressen.
  • Zum Apfelsaft in einen Topf geben, Gewürze dazu und erhitzen, nicht kochen.

Nach Belieben mit Honig oder Agavensirup süssen.

Dazu passen schottische Haferflocken-Plätzchen, das Rezept gibt es hier.

Jetzt wird's aber Zeit …selbst die dicke Hummel muss sich jetzt sputen - der Winter naht.

Jetzt wird’s aber Zeit …
selbst die dicke Hummel muss sich jetzt sputen – der Winter naht.
Die Karde kann nur von Hummeln besucht werden, die sie auch bestäuben.

Wilde Karde: Ein altes fast vergessenes Heilkraut – nicht nur als imposante Staude im Garten und Wildbienentankstelle. Ihre borstigen Blütenstände wurden zum Aufrauhen von Wollstoff (Walkfilz) verwendet, daher der Name Weber-Karde.

Haupt-Anwendungen:

Borreliose, allerdings die chronische Form, bei der frühen oder akuten Variante sind Antibiotika auf jeden Fall die Mittel der Wahl. Nach der Signaturlehre hat die Pflanze eine Affinität zur Wanderröte, einem Symptom der Borreliose, wegen ihrer in kreisförmigen Zonen blühenden Einzelblüten. Die Pflanze hat eine  astrologische Mond/Saturn Signatur (Pfahlwurzel, sammelt Wasser in den Bodenblättern, begleitet von Merkur/Jupiter – ähriger Blütenstand, hoher Wuchs, lila Blüten) ein gewisser Mars/Venus-Einfluss ist auch vorhanden, wenn gleich die Borsten schon ein Merkur-Zeichen sind, so richtig aggressiv ist die Karde nicht.

Heilwirkung:

  • antibakteriell, Saturn, evtl Mars
  • blutreinigend, Saturn
  • harntreibend, Mond, Venus
  • schweisstreibend, Mond
  • Anwendungsbereiche:
  • Immunsystem stärkend, Mars
  • Verdauungsschwäche, Merkur
  • Magenschwäche, Mond
  • Leber/Gallenschwäche, Jupiter/Mars
  • Rheuma, Saturn
  • Gicht, Saturn
  • Ödeme, Mond
  • Warzen (Jupiter, Mond)
  • Hautkrankheiten, (Mond/Saturn)
  • Sommersprossen (Mond)
  • Fingerwunden (Merkur, Mars)

wissenschaftlicher Name: Dipsacus sativus, Dipsacus sylvestris, gehört zu den Skaibiosen, entfernt mit Disteln verwandt.

Pflanzenfamilie: Kardengewächse = Dipsacaceae

volkstümliche Namen:  Igelkopf, Immerdurst, Kardätschendistel, Kämme, Walkerdistel, Wilde Karde

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel

Inhaltsstoffe: Scabiosid, Iridoide, Saponine

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Wilde Karde, sie kommt zu neuen Ehren,
ihre Inhaltsstoffe werden immer besser erforscht.

 

Posted by on Oktober 3rd, 2016 Kommentare deaktiviert