Archive for Oktober 4th, 2016

 

Jamilla empfiehlt: Soulfood gegen erste graue Tage

Jamilla

Statt Sommersonne sorgt jetzt Soulfood “a la italiano” für gute Laune … mhm…jam!

Pollo alla Stregha

Ein sehr einfaches Rezept, schnell gezaubert – Hühnchen nach Hexenart!

Für 4 Portionen:

  • 4 grosse Hähnchenbrüste
  • 2 Dosen Tomatenstücke oder besser:
  • 4 frische, grössere San Marzano Tomaten, gewürfelt
  • 1 grosse Zwiebel, feingehackt
  • 1 zerdrückte Knoblauchzehe
  • 1  Dose Champignons oder Pfifferlinge, oder in der Saison:
  • 200 g frische Pilze
  • 1 Glas Weisswein
  • Meersalz, Pfeffer aus der Mühle
  • Basilikum, Rosmarin
  • 1 tiefere Pfanne mit Deckel

Für die Beilage: 200 g Reis in Gemüsebrühe garen.

Hähnchenfilet grob würfeln. Knoblauch und Zwiebel mit Olivenöl in einer Pfanne anschwitzen. Hähnchenwürfel dazugeben, rundum leicht bräunen, dann erst salzen und pfeffern. Die Hälfte des Weisswein angiessen, etwas einreduzieren. Tomatenwürfel, Gewürzkräuter und Pilze dazugeben, alles in der zugedeckten Pfanne 30 min. bei schwacher Hitze dünsten. Dabei immer wieder vom restlichen Wein zugiessen. Zusammen mit dem Brühreis servieren. Wer will kann auch noch Parmesan-Flocken darüberstreuen.

TCauldronFire

Risotto a la Milanese
Wunderbar gegen das Herbstnebel-Grau!
Für 4-6 Portionen:

  • 75 g Butter
  • 1 kleine Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten
  • 150 ml Weisswein oder Dry Vermouth
  • 500 g Arborio Rundkorn Reis: Der Original-Risottoreis, das ist wichtig!
  • 1.5 l Gemüse-oder Hühnerbrühe
  • Eine grosszügige Portion echte Safranfäden, eingeweicht
  • 150g Parmigiano Reggiano Flocken

Butter in einer grossen Pfanne auslassen. Zwiebel darin glasig dünsten, mit Wein ablöschen.
Flüssigkeit kräftig einreduzieren. Reis zugeben, unter starkem Rühren und Wenden leicht bräunen: Das erzeugt die berühmten Röstaromen. Eine Tasse voll Brühe mit dem Safran angiessen: Keine Angst, es zischt ordentlich! Umrühren nicht vergessen! Wenn der Reis fast alle Flüssigkeit aufgesogen hat, immer wieder eine Tasse Brühe zugiesen, unter Rühren den Reis köcheln und quellen lassen, bis alles aufgebraucht ist. Die Konistenz wird dabei sämig bis cremig. Das Ganze dauert etwa 20 min, dabei gart der Reis vollständig durch. Vom Herd nehmen, zudeckt noch 2-3 min ziehen lassen.

Sofort servieren, Parmesanflocken dazu reichen. Die Flocken sind besser als die handelsüblichen Sägespäne, ausser man reibt den Käse selbst: Das schmeckt natürlich am besten.

Safran macht nicht nur Kuchen “gel’”, er ist auch ein Stimulanz und in hohen Dosen halluzinogen (und toxisch!).

TCauldronFire

Eintopf mit mediterranem Gemüse (4 Portionen)

  • 6 mittlere Kartoffeln (vorwiegend festkochend)***
  • 1 mittlere Aubergine oder 2 kleine Zucchini
  • 1 kleiner Bund grüne Bohnen
  • 1 gelbe Paprika mild
  • 1 rote Spitzpaprika (keine Chili)
  • 1 Glas Mais (BIO)
  • 100 g durchwachsener Speck****
  • 6 San Marzano Tomaten** oder 1 Dose italienische Tomaten
  • mediterrane Kräutermischung: Salbei, Rosmarin, Thymian, Lavendel
  • 1 l Gemüsebrühe
  • Parmesan-Flocken
  • 1 Knoblauchzehe (wer will)

Kartoffeln schälen und grob würfeln. Speck kleinschneiden und alles in etwas Olivenöl anbraten. Kräuter zugeben und mit Gemüsebrühe ablöschen. Kleingeschnittenes Gemüse (etwa so gross wie die Kartoffelwürfel) zugeben und alles bissfest garen. Mais dazugeben und nochmals aufwallen lassen.

Mit Fladenbrot und Parmesanflocken servieren. Statt Knoblauch kann man nach dem Kochen auch etwas Basilikum-Pesto zugeben.

Zubereitung: Frisch ca. 35 min. Aus Gefriergut 20 min.

Dieser Eintopf kann beliebig variiert werden und ist eine gute Verwertungsmöglichkeit des letzten Sommergemüses im Garten. Er lässt sich auch aus Gefriergut problemlos zubereiten. Wir frieren immer sehr viel ein: Tomaten, Auberginen, Zucchini, grüne Bohnen und Kürbis, alles bereits küchenfertig portioniert. Mit den neuen Doppel-Ziplock Gefriertüten platzt auch nichts mehr aus allen Nähten und man muss nicht die sperrigen Gefrierboxen verwenden.

***Man kann auch Räucher-Tofu oder Soja-Geschnetzeltes nehmen.

 

tomaten Kopie

San Marzano Tomaten aus Eigenanbau. 

**San Marzano Tomaten sind vor allem in Süditalien angebaute Feld-Tomaten, die nicht so grosse, dafür aber extrem geschmacksintensive Früchte liefern. Sie enthalten nicht so viel Wasser, sind daher auch der Rohstoff für die berühmten “pomodori secchi”. Diese Trockentomaten sind in vielen Antipasti, Sugos und Aufstrichen enthalten. Sehr gut für Eintöpfe und Nudelsaucen. San Marzano Tomaten liefern auch Tomatenmark und Dosen-Tomaten. Man kann sie hierzulande schlecht im Laden kaufen, es lohnt daher der Eigenanbau aus Saatgut mit selbst vorgezogenen Pflänzchen. Sie wachsen nicht so hoch, es sind eben Feld-Tomaten.

***Kartoffeln: Hier empfehle ich die rotschalige Sorte Laura. Bei neuen Kartoffeln ist die Schale sehr dünn, muss also nicht unbedingt entfernt werden, wenn man sie vorher mit einer groben Gemüsebürste oder einem Glitzi-Schwamm abschrubbt. Natürlich nur bei unausgekeimten und dunkel gelagerten Knollen!! Jeder Anflug von Grün bedeutet grosszügig schälen, sonst gibt es unter Umständen Bauchweh vom Solanin.

 

Gewächshaus im Herbst: Letzte Ernte von Tomaten, Paprika etc. Das grüne Ungeheuer ist ein Hokkaido-Kürbis.

Gewächshaus im Herbst:
Letzte Ernte von Tomaten, Paprika etc. Das grüne Ungeheuer ist ein Hokkaido-Kürbis.

 

Posted by on Oktober 4th, 2016 2 Comments