Archive for Oktober 17th, 2016

 

Biosphärenwein vom Vulkan: Traubenlese auf der Limburg

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Weinberg Limburg – der höchste in Württemberg.

Mann, das können dieses Jahr wohl keine sehr alten Weiber sein, die dem Spätsommer so einheizen – das sieht eher nach Klimakteriums-Hitzewallungen aus. Zumindest Ende September glaubte man das noch – ein Goldener Oktober kündigte sich an, gut für den Wein in diesem Jahr.

Daher haben wir am Samstag des letzten Septemberwochenendes einen Spaziergang schon am sehr frühen Morgen unternommen, wegen der stechenden Sonne – lang ist’s her! Eigentlich dachten wir nur daran, uns die Beine zu vertreten, da wegen der Dürre eigentlich nichts besonderes zu besichtigen wäre.

  • Da wurden wir angenehm überrascht: Früchte, Stauden, Insekten und … Llamas!

Weil es so schön war, haben wir am anderen Tag gleich noch einen Abendspaziergang unternommen, schon wegen des Fotografier-Lichts. Das war passenderweise am Sonntag, da konnten wir den kleinen Weinausschank der Weilheimer Winzer direkt in den Weinbergen der Limburg besuchen. Ausserdem waren wir auf dieser Seite des Limburg-Vulkans auch noch nie gewesen.

Also, am ersten Tag unternahmen wir den üblichen Ausfstieg von Weilheim aus. Parkplatz am Freibad, dann durch auf den unteren Teil der Mönchssteige in die Obstwiesen, vorbei an den Bienenstöcken, wo es noch fleissig summte.

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Blick von der Limburg auf Weilheim.

Ein Stück folgen wir dem Obstlehrpfad entlang bis zum Abzweig eines Wiesenpfades. Dort nahmen wir die Abkürzung die steil bergauf bis zu den ersten Bänken auf den rasenbedeckten Gipfel führt,

Dort bewunderten wir die Aussicht auf Weilheim, tranken ein wenig Mineralwasser, um dann das Gipfelplateau zu besteigen. Hier war ausser Trockenrasen zunächst nicht viel zu bewundern, allerdings liegt das Schöne oft im zunächst Unscheinbaren:

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Wegwarte, Zichorienwurzel, Chicory – Merkur/Jupiter.

Neben der Zichorienpflanze mit der Signatur von Jupiter und Merkur, deren Wurzel (Saturn/Mond) in früheren Mangelzeiten Omas dünnen Bohnenkaffe verbesserte, gab es noch Silberdisteln und die schwarze Königskerze zu entdecken. Wer Bachblüten-Anhänger ist, kennt Wegwarte alias Chicory als Mittel gegen Mutlosigkeit. Ich bin da eher für den ebenfalls himmelblauen Borretsch, den kannten schon die Kelten als Antidepressivum. Ausserdem kann man Borretschblüten kandieren.

Die Königskerze ist allen Varianten (grosse, kleine und schwarze) auf den Trockenrasen der Limburg häufiger anzutreffen.

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Schwarze Königskerze, eine Heilpflanze,
vor allem gegen Husten und Halsschmerz. Merkur/Jupiter.

Der ehemalige Vulkanschlot  bietet ein tolles 360°Panorama mit Ansichten des Albtraufs, auf Weilheim, Neidlingen  sogar zur Reussenstein. Auf der anderen Seite geht der Blick zur Teck, dem Beitenstein, dem Gut Michaelshof und einem kleinen Ausschnitt des Randecker Maars.

Vom Plateau aus stiegen wir halb den Katzmeierweg hinunter und bogen dann in die um den Berg herumlaufenden Obstlehrpfade wieder ein. Dort schimmerten auf den Wiesen Herbstzeitlosen, die Birnbäume trugen noch die Last ihrer Früchte.

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Birnen – eine späte Sorte – Kompottbirnen zu Einmachen.
Da sie fest sind, eignen sie sich auch für Rotweinbirnen.

Rotweinbirnen für 4 Portionen:

  • 500 ml trockener Rotwein
  • 1 Vanilleschote
  • ½ Stange Zimt
  • 1 Sternanis
  • 4 feste, grössere Birnen, am besten Alexander Lukas

Den Wein zusammen mit den Gewürzen erhitzen. Die Birnen schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen.
Die Birnenhälften im Wein-Sud bissfest garen und dann abkühlen lassen. Passt zu Süßspeisen wie Kaiserschmarrn, Milchreis und Straciatella-Eis, ist aber auch als Beilage für Fleisch geeignet. Für eine süsse Verwendung dem Sud 1 El braunen Zucker beigeben.

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Giftige Schönheit, Blume der Zauberin Medea: Herbstzeitlose.
Signatur: Venus/Pluto, Merkur/Neptun.

 

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Ein Llama – tatsächlich, ein etwas seltsamer Anblick.

Dann eine Begegnung der ungewöhnlichen Art: In einem Gehege schauten neugierige Llamas über den Zaun, die wohl immer häufiger zur Wollgewinnung gehalten werden. Die waren recht zutraulich und freundlich, kein Gespucke – das ist wohl Llamaverleumdung! Vor hier aus ging es dann tal- und heimwärts.

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Wachholderheiden, auf der Steilseite der Limburg
oberhalb des Weinbergs. Saturn/Mond und Uranus/Sonne.

Am späten Nachmittag des letzten September-Sonntags unternahmen wir dann unsere zweite Tour, diesmal auf den Spuren des Weins.

Die Limburg gehört zu den begünstigten Standorten für Reben: Vulkanerde und Steil- bzw. Höhenlage. Die Weinberge liegen bis in 530 m höher, somit sind sie die höchsten in Württemberg. Die hier gekelterten Trauben sind Teil des Neuffener Tälesweins, den konnten wir bei einer mittelalterlichen Tafeley in der Burg Hohenneuffen schon kosten.

Trotz des Spruches – Württemberger Wein, von der Sonne verschont: Dieses Vorurteil gilt für den Wein von der Limburg wohl nicht, er hat uns, stilecht aus einem Hörnchen getrunken, beim Rittermahl durchaus gemundet. Also ging es diesmal vom Parkplatz bei Hepsisau auf den Limburg-Wanderweg in Richtung Weinberge.  Zunächst auf einer Flurstrasse durch Obstwiesen, zweigt man auf einen steileren Wiesenweg, von dort geht es auf den Weinlehrpfad, dem Gegenstück zum Obstlehrpfad auf der Weilheimer Seite. Bald passiert man die ersten Rebstöcke, voll von prallen Trauben in weiss und dunkelblau. Wer sich für Weinbau interessiert: Die einzelnen Sorten sind mit Hinweistafeln beschriftet, da die Limburg auch einen Versuchsweingarten beherbergt. Dann kommt auch schon unser kleiner Weinausschank in Sicht: Doch erst müssen wir auf den Berg, wenn der Rebsaft auch lockt, die Sonne milde wärmt und fröhliche Gäste die Tische und Bänke besetzen.

Also weg mit dem inneren Schweinehund und die Serpentinen des Katzmeierwegles hinauf bis zum Gipfel, der im Abendlicht wieder gänzlich neue Aussichten bietet. Doch der Wein lockt, also zurück auf den Saumpfad, vorbei an den Wachholderheiden des Steilhangs bis zu den ersten Reben. Schliesslich erreichen wir das ersehnte Ziel – die Weinprobe kann beginnen. Wir entscheiden uns für den Spätburgunder: Bertold II von Zähringen. Die Zähringer stellen das Uradelsgeschlecht im Ländle, der Bertold mit dem Bart baute einst die Limburg, ein hoffentlich gutes Omen. Wir sind angenehm überrascht, sogar für uns als Toskana-Weinliebhaber ist der Bertold kein übler Tropfen.

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Steillage – sie liefert Traubenmost mit besonders hohem Öchslegrad.
Die Weinrebe, Vitis vinifera untersteht der Signatur von Jupiter/Merkur und Mond/Saturn.

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Gastlichkeit auf kleinstem Raum – die freundliche Winzerin bittet zur Weinprobe.
Da kann man schlecht nein sagen – ausser man ist Blaukreuzler.

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Leckerer Roter vom Vulkan: Bertold II von Zähringen.
Den gibt’s bei der Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen – Teck e.G.

 

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Im Frühtau zu Berge – naja, wir haben uns
ein bisschen beim Weinschank verbummelt …

Nachdem wir den Wein verkostet hatten, wanderte eine Flasche davon in den Rucksack – lange hat er dann zuhause nicht überlebt. Daher haben für unser Foto nur eine leere Flasche zu bieten … seufz. Der Weg zum Parkplatz wurde noch von einem schönen Sonnenuntergang untermalt,  zum stimmungsvollen Ausklang unserer Tour. Jedenfalls waren wir heilfroh, dass wir uns aufraffen konnten, da nach diesem Wochenende die Wetterbilanz nur noch miserabel war.

Tja … bis auf dieses Wochenende, pünktlich zum offiziellen Start der Weinlese am 15. Oktober gab es Sonnenschein und spätsommerliche Temperaturen:

  • Zu Theres beginnt d’ Weinles …

Wer den Täleswein geniessen will – hier eine Infotafel vom Weinberg:

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Täleswein-Info

Oder direkt hier … von der Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen.

 

Posted by on Oktober 17th, 2016 Kommentare deaktiviert

Zodiak Humor – Das Glühbirnenproblem

Wasermann-Lösung für das Glühbirnen-Problem: Erfinde einen Roboter, der das für Dich macht .. lol!

Wassermann-Lösung für das Glühbirnen-Problem:
Erfinde einen Roboter, der das für Dich macht .. lol!
©scrano 2013

Auch wenn die LED als Leuchtmittel jetzt die gute alte Birne verdrängt, zeigt uns diese humorvolle Aufstellung doch ein bisschen den Umgang der einzelnen Sonnenzeichen mit den alltäglichen Problemen.

Wieviele Widder braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Sie haben sie schon ausgetauscht.

Wieviele Stiere braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Stiere haben keine Birnen, die man wechseln muss.

Wieviele Zwillinge braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Zwei um die alte Birne herauszuschrauben, zwei um eine Neue zu kaufen, zwei um einen Blog darüber zu schreiben, und schliesslich zwei weitere, um ein Video über die gesamte Aktion in Youtube einzustellen.

Wieviele Krebse braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Ihre Mutti wird sie schon wechseln. Ausserdem ist Kerzenlicht viel romantischer.

Wieviele Löwen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Sie lassen es von der Hausangestellten oder dem Butler erledigen.

Wieviele Jungfrauen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Nur eine, allerdings wird sie die Fassung reinigen, Testberichte über alle Sorten Glühbirnen zu Rate ziehen, die Elektroinstallation überprüfen und eine mögliche Verbraucherklage erwägen.

Wieviele Waagen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Zumindest zwei um zu überlegen ob man bei der alten Glühbirnenmarke bleiben soll, das richtige Geschäft für den Neukauf auszusuchen, über die Ästhetik der Birnen-Form zu streiten und das Wechseln schliesslich doch einem Handwerker  zu überlassen.

Wieviele Skorpione braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Entweder sie aktivieren einfach das nächste Leben der Birne, oder sie warten bis sie sich zu ihrer wahren Existenz transformiert. Ausserdem sitzen sie sowieso lieber im Dunkeln. Was fragen Sie überhaupt, sind sie vom Geheimdienst?

Wieviele Schützen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Schützen geben sich nicht mit unwichtigen Detailfragen ab, sie sehen alles im göttlichen Licht der Erleuchtung. Sie lehren höchstens andere, wie man das Glühbirnenproblem löst: Allerdings gegen eine heftige Kursgebühr.

Wieviele Steinböcke braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Seine Sekretärin ruft einen Reparaturservice und er stoppt die Zeit, die der Handwerker braucht, um die Birne zu wechseln: “Carpe Diem!”

Wieviele Wassermänner braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Sie erfinden lieber eine bessere, oder eine Methode wie man ohne Birne auskommt. Oder sie lassen das Wechseln von ihrem Robot-Helferlein erledigen.

Wieviele Fische braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Birne? Ach, das Licht ist ja  aus … wenn es Gott gefällt, wird er es schon wieder einschalten.

 lol-bears

Posted by on Oktober 17th, 2016 Kommentare deaktiviert