Archive for Oktober 19th, 2016

 

Herbstlieder: Zauber der der Vergänglichkeit

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Oktobergold – letzter Glanz vor der winterlichen Erstarrung.
Autumn Joy ©scrano 2016 steamy girl:oldhippieart

Oktoberlied
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Theodor Storm 1848

Baum-Pilz am toten Holz.

Meister des Recycling: Baum-Pilz am toten Holz.
Trametes versicolor – Schmettterlingstramete

Der Herbst ist der Frühling des Winters.
Henri de Toulouse-Lautrec
(1864 – 1901), französischer Maler und Graphiker

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Frost zaubert Farben auf letzte Rosen.
Frosty Blush ©beast666

Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.
Johann Wolfgang von Goethe
(1749 – 1832), deutscher Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann

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… und reizvolle Formen entstehen durch Transformation.
Distelsamenstände am Hochmoor.

Frühling begehrt,
Sommer ernährt,
Herbst bewährt,
Winter verzehrt.
Bauernweisheit

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Sedum Blütenstand nach dem Frost – lässt sich gut
für Trockengestecke verwenden.

Der Frühling ist zwar schön; doch wenn der Herbst nicht wär’,
wär’ zwar das Auge satt, der Magen aber leer.
Friedrich Freiherr von Logau
(1604 – 1655), deutscher Jurist, Satiriker, Barockdichter.

Rosenstolz: Anmut noch im Verfall.Perdita ©scrano 2009

Rosenstolz: Anmut noch im Verfall.
Perdita ©scrano 2009

Herbst Lebensabend

Du, dieses Jahres Abend, Herbst,
Sei meines Lebensabends Bild!
Wie langsam du den Hain entfärbst,
Und deine Sonn’ ist frühlingsmild:
Es lacht das grünende Gefild’
Tief im Oktober ohne Frost,
Und in der Traube schwillt der Most,
Wie in der Brust Begeist’rung schwillt.
Friedrich Rückert
(1788 – 1866), deutscher Dichter, Lyriker und Sinologe, Arabist

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