Archive for Oktober 25th, 2016

 

Samhain Night: The Morrigan cometh …

The Morrigan ©scrano 2016

The Morrigan ©scrano 2016
Referenzen beim Original.

Zu Samhain lüften sich die Schleier zur Anderswelt, Kontakte zu den eigenen Ahnen und den familiären Wurzeln gestalten sich leichter. Allerdings werden dadurch auch archteypische Figuren hervorgelockt, die recht beängstigend sein können:

Der finstere Pluto, die noch vergleichswiese freundlich erscheinende Hekate, Gwyn Ap Nudd, der keltische Feenkönig oder Schreckgestalten wie die dreigestaltige Morrigan, sie haben alle etwas mit Passagen zu tun: Lebensphasen, dem Schicksal, familiären Altlasten, Grenzsituationen oder der letzten Reise.

Die Morrígan (“Phantom Queen”) oder Mórrígan (“Grosse Königin”),stammt aus dem alten Irland. Sie wird einerseits mit dem Schlachtfeld, dem Krieg und dem dabei anfallenden Blutzoll assoziert. Ihr anderer Aspekt ist der des Schicksals, sie vereint damit die drei Moiren und die Ananke (Schicksalszwang) der alten Griechen in einer Göttin. Sie besitzt die Gabe des Allsehens (Prophetie), wie bei Odin sind ihre Boten Raben. Hier ist auch eine weitere Verbindung – mit den Walküren, die ebenfalls mit gefallenen Kriegern, Raben und Odin als Anführer eines Geisterheers zusammenhängen. Wie Odin bestimmt die Morrigan das Schlachtenglück.

Die schicksalhafte Dreizahl, die vielen indoeuropäischen Gottheiten zu eigen ist, findet man auch bei Hekate, Persephone, Pluto, den Moiren, Nornen und eben auch der Morrigan.

Das irische Dreigestirn besteht aus drei Schwestern:

  • Macha
  • Babd
  • Nemain

Ihr Titel “Grosse Königin”, und ihre Verbindung mit dem Wohl der Viehherden und der Fruchtbarkeit des Landes deutet darauf hin, dass in der Morrigan nur der dunkle Teil einer sogennnaten “Schrecklichen Mutter” vom Typ “Magna Mater” übriggeblieben ist. Die Morrígan erscheint als schöne junge Frau mit roten oder schwarzen Haaren, sowie als hässliche Alte und auch in Gestalt einer Rabenkrähe. Sie wird auch mit den sogenannten “Kessel-Göttinnen” assoziert, wie sie in der keltischen Götterwelt häufig zu finden sind. Diese, zu Hexen mutiert, tauchen sogar in Shakespeares Macbeth auf. Hier sagen sie ebenfalls das Schlachtenglück vorraus (“… keiner den ein Weib gebar, wird Macbeth besiegen“).

An Samhain vereinigt sich die Morrigan in einer heiligen Hochzeit mit Dagda, dem Führer der Tuatha De Danann, um die Fomori (Urzeitriesen) zu besiegen, sie ins Meer zu treiben. Anschliessend weissagt sie Irlands Zukunft und prophezeit das Ende der Welt. Nach dieser Mythologie  ist sie, wie Hekate oder die Moiren, wohl eine ältere, ursprünglichere Göttin, als der Rest der Tuatha de Dannan. Von manchen Mythenforschern wird Morrigan auch mit Perchta/Holle verglichen – letztere ist wahrscheinlich auch aus einem Trio hervorgegangen: Freya-Frigg-Hel. Freya führt die Walküren und auch Odins Einherier (Geisterkrieger) in die Schlacht an Ragnarök, dem Weltenbrand. Auch Freya kann weissagen und kocht ihre zauberkräftigen Süppchen in einem Kessel – ihre Magie heisst dehalb auch Seidr (von sieden).

Als Gottheit im Mythenkreis um die sagenhaften Tuatha de Danann wird Morrigan mit dem irischen frühen Bronze-Zeitalter in Verbindung gebracht, bevor das ebenso sagenumwobene Volk der Milesier das Eisen auf die Insel brachte. Die magiebegabten Tuatha de Danann gingen daraufhin in den Untergrund, wo sie als Sidhe (ähnelt dem seidr) bis heute überdauern. Die Milesier werden mit den Kelten gleichgesetzt, obwohl die Geschichte der vier Invasionen als geschichtlicher Hintergrund der Besiedlung Irlands eher mythischen als historischen Charakter aufweist. Zudem ist sie durch das Einfliessen von biblischen Geschichten, wie beispielsweise Noah und der Sintflut, zusätzlich verzerrt. Die Mythensammlungen der Iren ähneln auch dem germanischen Pantheon von Wanen und Asen, erstere waren ebenfalls Magier, wie eben Freya, die auch eine Vanadis war. Oder wenn man auf frühe Formenkreise von Göttermythen indoeuropäischer Kulturen zurückgreift, landet man auch bei den Griechen, mit der Gigantomachie, Titanomachie und Theogonie. Auch hier gibt es Urzeitriesen, ältere und jüngere Göttergeschlechter, die einander verdrängen, und das griechische Götterdrama wird auch an den Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit verlegt.

Als Ursprungsgebiet der bronzezeitlichen Einwanderung und des Sagenkomplexes um die Tuatha de Danann wird eventuell Osteueropa (Glockenbecherleute aus dem Donauraum) bei einer bereits vorhandenen einheimischen, neolithischen Gruppe angenommen. Die Milesier ensprechen einer Mythenumschreibung der tatsächlichen keltischen Migration vom Festland nach Irland zu Beginn der Eisenzeit.

 

 

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Halloween: Zauberspuch, Hexenbuch & Kürbiskuchen

Ein fröhliches Geistern und viele Kürbispartys!©scrano 2015

Ein fröhliches Geistern und viele Kürbispartys!
Kleine Hexe ©scrano 2015, no reupload anywhere!

Die kleine Hexe lernt schon fleissig für den grossen Tag:

Üben, üben, üben, mit Grossmutters Schattenbuch!
Damit an Halloween auch alles richtig gut klappt!

Ein Buch der Schatten oder Grimoire ist eine Sammlung von Rezepten aller Art, medizinisch, magisch und kulinarisch. Es enthält auch Gedanken, kleine Rituale und natürlich Zaubersprüche. Ausserdem erfüllt es eine Tagebuchfunktion, beinhaltet oft auch einen Kalender mit den wichtigen Feiertagen, den Mondständen und anderem astrologischen Wissen.

Bald tanzen hier die Geister

geschickt von ihrem Meister,

Süsses herzuholen, wie ihnen befohlen!

Gebt Ihnen was sie wollen,

dann werden sie sich wieder trollen!

Man könnte sie auch mit Kürbis-Kuchen bestechen, eine Leckerei für die unsere Hexen-Grossmutter bestimmt ein Rezept  in ihrem Zauberbuch hat.

Kürbis-Kuchen (wie Rübli-Kuchen)

  • 4 Eier, mittelgross
  • 250g Dinkelmehl
  • 200g geriebene Mandeln
  • 1 Pckg Backpulver mit Safran
  • 150 g Butter
  • 150 g Puderzucker
  • 150 g feiner brauner Rohr-Zucker
  • 300 g fein geraspeltes Kürbisfleisch vom Hokkaido
  • 2 El Zitronensaft
  • alternativ: geriebene Karotten
  • 1  Springform 26 cm

Dekoration: Marzipandecke  und Zucker-Halloweenfiguren, Kürbisse, Fledermäuse, Schoko-Aufleger “Schwarze Katze” Oder eine Schablone mit Fratze aus Papier anfertigen, Puderzucker durchsieben.

Zubereitung: Eier trennen. Aus Eiweiß und Puderzucker einen sehr steifen Eischnee schlagen. Eigelb, weiche Butter, brauner Rohrzucker, Zitronensaft und Vanillezucker schaumig rühren. Mehl mit Backpulver sieben und mit den Kürbisraspeln und den Mandeln vermengen. Eischnee unterheben, nicht durchrühren! Den Teig in eine gefettete Form füllen und bei 175 Grad (Heißluft) ca. 60-70 Minuten backen. Garprobe mit Hölzchen!

Aus der Form lösen und dekorieren.

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So viele Kürbisse – sogar etliche der dekorativen Sorten sind essbar.
Pumpkin Time @beast666 2016.

Archäologen haben entdeckt, dass der Kürbis zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit gehört. Kürbis in seiner Wildform lieferte schon vor Jahrtausenden den Menschen  Nahrung in Form von Fruchtfleisch, Kürbiskernen oder den essbaren Blüten. Kalebassenkürbisse wurden ausgehöhlt als Flaschen verwendet, kugelige oder platte Früchte dienten als Schalen.

Der Kürbis wurde relativ schnell in den kleinen Gärten der frühen Siedlungen kultiviert und weitergezüchtet, auch um seine bitteren und toxischen Inhaltsstoffe loszuwerden. Durch die hohe Lagerfähigkeit von bis zu sechs Monaten war Kürbis  ein wichtiges Mittel bei der Entwicklung des Menschen weg von reinen Jäger/Sammlerdasein.  Erstmals konnte Nahrung in grösseren Mengen an geschützten Plätzen für eine Mangelzeit gespeichert werden.

Die runde, im Inneren hohle Form des Kürbis ist auch ein Symbol für die Fruchtbarkeit der Erdmutter. Daher war die Pflanze in den beiden Amerikas heilig.

In Europa gab es wohl vor Kolumbus keine Kürbisse, (vielleicht doch für eine gewisse Zeit, die umtriebeigen Phönizier sollen ja schon in der Antike dagewesen sein). Allerdings wuchsen bei uns schon Gurken, Melonen und Zuccini, die zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, vor allem im Mittelmeerraum waren diese schon lange verbreitet.

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Der Kürbisbrauch, an Halloween Laternen daraus herzustellen, kommt eigentlich aus Irland: Jack o’Lantern hatte aber wohl nur eine eher langweilige Runkelrübe zur Verfügung. Solche ausgehöhlten Futter-oder Zuckerrüben dienten uns als Kinder schon für unsere Geister-Kostüme als unheimliches Leuchteffekt-Accessoire. Bettlaken mit aufgemalten Gespensterfratzen, Augen und Zähnen – dazu die Laterne – so zogen wir schon in der Woche vor Halloween um die Häuser. Statt Süssem gab es bei den Eltern der “Geistertruppe” heissen Apfelsaft, kandierte Äpfel und heisse Pflaumenmus-Buchteln zum Aufwärmen. Diese wildere Variante vom Martins-Singen gibt es in vielen Regionen Süddeutschlands, schon lange bevor Halloween aus den USA Mode wurde.

 

Hilfreiche Geister für mein Halloween-Bild: Mischtechnik aus Photomanipulation und digitaler Malerei.

  • Referenzen für meine Hexen:
  • witch apprentice: halloween 71 by anastasiya landa
  • Granny witch: the witches magic pumpkin by estruda
  • 3d-Render für meine Fabeltiere:
  • Bat:bat 01 by wolverine041269
  • Dragon: millenium hatchling dragon 03 by wolverine041269
  • Katzen: Cat: 23 by csyyt
  • Pumpkin cat: Halloween 2 by MoraNox-Stock
  • Books: antique books by jeanicebartzen27
  • Cauldron: free halloween cauldron icon 3d by pixaroma
  • Glitter-Brush: coby17
  • Arcane circle brush: obsidian dawn
  • Forrest: enchanted forest astoko free stock image by astoko
  • Halloween Font:”Supernatural” by FelinaCat

Meine Halloween-Grusskarte ist für den rein persönlichen Gebrauch bestimmt, ausdrucken, als email-Gruss etc.  Keine Redistribution in Facebook, twitter oder pinterest etc. Auf persönlichen Seiten ist das Posten erlaubt: Mit Attribution und Link auf meine Seite.

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