Archive for Dezember 3rd, 2016

 

Das Feuerelement: Inspiration, Lebenskraft und Wärme

fire-element

Feuer: Willenskraft, Dynamik, Schaffensprozess – höheres Selbst.
 Kelch der Inspiration ©scrano 2013

Korrespondenzen des Feuer-Elementes:

Zodiak:

  • Schütze: mutabel – Jupiter in seinem Taghaus
  • Widder: kardinal – Mars in seinem Taghaus
  • Löwe: fix – Sonne

Tarot: Stäbe, ASSE

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Rot, orange, goldgelb.

Alchemie:Fire

Nach oben weisendes Dreieck.

Elemental:

  • Salamander,
  • Süden,
  • Michael
  • Notus

Tage:

  • Sonntag – Sonne
  • Dienstag – Mars
  • Donnerstag – Jupiter, aber auch Wasser-Anteil

Pflanzen:

  • Wüstengewächse, Dornenpflanzen, Kakteen (mit Mond und Saturn). Dreieckige Blätter: Dachwurz, etliche Sedum-Arten, Hawortia, Echeveria. Pyrophyten: Pflanzen, die erst ihre Samen nach einem Buschfeuer oder Waldbrand ausstreuen. Alle Xerophyten: Pflanzen der ariden Zonen.

Signatur:

Viele Blüten, kräftige Farben, besonders rot (Hibiskus), harte oft dreieckige Blätter mit Wachsschicht, Sonnenanbeter, Mittagsblüher, fette Öle, Harze (Bernstein, ein fossiles Harz ist DER Sonnenstein), belebende Scharfstoffe, zuckerhaltig. Pflanzen der Tropen oder Subtropen. Rote oder orangegelbe Blüten, roter Austrieb, rote Früchte  (Feuer-Venus), Tagblüher, Blütenstände oft flammenartig und der Sonne zugewandt (Anthelii), z.B. Sonnenblume und viele andere Korbblütler.

Öle:

  • Zeder
  • Zimt, (Venus, Pluto)
  • Weihrauch, (Saturn, Sonne, Mond)
  • Ingwer, (Venus, Mars)
  • Lorbeer (Saturn, Mond)
  • Johanniskraut, (Saturn, Mond)
  • Olive, (Saturn, Sonne)
  • Basilikum,
  • Nelke,
  • Blutorange,
  • Litsea Cubeba

Tiere:

  • Schnelle Tiere, Raubtiere, Tiere der trockenen Zonen.

schuetzeanimated-star-sign-image-0051animated-star-sign-image-0029

 

 

 

 

Dieses Element steht für Vitalität. Dem Feuer, zu dessen Energie die Yang Variante “Aktivität und Neubeginn” passt, ist in jedem Elementesystem der Wille, der Mut und die Lebenskraft zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie von Mars in seiner rohen Natur und Sonne, sowie Jupiter (im Schützen) in seiner reifen Form regiert. Feuer brachte den Menschen die Ur-Zivilisation, durch seine Wärme schuf es Lebensräume, das Zubereiten von Nahrung erschloss eine vielfältigere, reichhaltigere  Diät. Die Jagd auf das Grosswild der Altsteinzeit ist eine Domäne des Feuerelements, der Frühmensch nutzte das Feuer wohl zuerst als Jäger. Das Licht der ersten Fackeln eroberte und überwand die Schrecken der Nacht. Auch unser Gesicht veränderte sich: Die grossen Kaumuskeln wichen wegen der gekochten Nahrung einer diffizileren Sprachmuskulatur.  In seiner zerstörerischen Form wurde das Feuer aber gefürchtet und auch wohl wegen seinem Zusammenhang mit dem Blitz sehr früh vergöttlicht.  Als schöpferisches Feuer wurde es in Indien in der Gestalt des Gottes Agni verehrt, die Zoroasterpriester hüteten eine heilige, ewige Flamme, die das Gute repräsentierte. Aber auch das Höllenfeuer und der dämonische Aspekt des Elements war wohl schon früh in den religiösen Vorstellungen verankert. Der Weltuntergang vollzieht sich in vielen Mythen als grosse Feuersbrunst: Das nordische Ragnarök oder der Weltenbrand, den Shivas Tanz auslöst. Trotzdem, die positiven Eigenschaften überwiegen: Die Urkraft des Elements steckt bereits im Auskeimen des Vor-Frühlings (Keimlinge entwickeln tatsächlich Hitze, um z.B. die Schneedecke zu durchbrechen), die gebändigte Form in den Feuerfarben der Sommerblumen und gespeichert auch in Nüssen, die man früher als Vorrat zum Überwintern brauchte.  Das Element Feuer fördert Aktivität, Lebenskraft und Durchsetzungsvermögen und verleiht Selbstbewusstsein und Mut. Feuerzeichen sind immer von dieser Sturm-und Drangenenergie durchdrungen, selbst die fixen Löwen.  Die negative Variante dieses Pioniergeists und des Vorwärtsdrangs sind Aggression, Egoismus und Krieg. Nicht umsonst sind die Feuergötter immer mit dem Kriegshandwerk verbunden, und sei es nur als Waffenschmied, wie der lahme Hephaistos.

Zustandsformen des Elements im Feuertrigon:

  • Widder: kardinal, Funke, offenes Feuer, Schmiedefeuer
  • Löwe: fix, solares Feuer, Kerzenflamme, Herdfeuer
  • Jupiter: mutabel, Blitz, Feuersbrunst
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

 

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos ausgerichtet. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

Posted by on Dezember 3rd, 2016 Kommentare deaktiviert