Archive for Dezember 12th, 2016

 

Hexenküche zum Lucia-Fest: Lichterkranz und Safrangold

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Langsam geht es in Richtung Weihnachten/Yul !
St. Lucia gilt schon als eine der Rauhnächte.
Precious Light ©scrano 2014.

Schwedische Lussekatter

Zu deutsch Luciakatzen genannt: Es, handelt es sich um ein schwedisches Hefegebäck mit Safran, und Rum-Rosinen. Diese Lussekatter werden in Schweden nach alter Tradition vor allem zum Luciafest am 13. Dezember gebacken. Man bekommt sie im Advent sogar bei IKEA, aber diesmal wollen wir uns selbst daran versuchen.
Die typische Form des Hefegebäcks ist ein verdrilltes großes S, es gibt sie auch als Kreuz, wenn man zwei “Katzen” miteinander verschlingt. Der Safran, welcher unbedingt mit in den Teig gehört, symbolisiert mit seiner goldenen Farbe das Licht, die Sonne und Hoffnung. Lucia, als christliche Märtyrerin kam erst spät zu diesem Festtag, es ist das alte Datum der Sonnwende, vor der  Kalenderreform in Schweden.  Daher trägt die Luciabraut auch die 4 Kerzen des solaren Jahres-Rades auf dem Kopf, die christliche Zutat ist ihr weisses Gewand mit der roten Märtyrer-Schärpe. Weiss und rot sind aber ebenso traditionelle Yul-Farben. Katzen sind  wohl auch ein Hinweis auf Freyja, da sie deren Schutzpatronin war.

Zutaten für 15 Katzen:candle3

  • 30 g frische Hefe
  • 1 TL Feinst-Zucker (für den Vorteig)
  • 3 EL lauwarmes Wasser
  • 450 g Mehl Typ “Wiener Griessler”, damit gelingen Hefe-und Strudelteige wunderbar
  • 1 gestrichener TL Meersalz
  • 75 g feiner brauner Zucker
  • 1 Ei Gr. M
  • 1 Eidotter Gr. M
  •  Safranfäden aus der Apotheke, da ist die Qualität am besten
  • ~ 125 ml lauwarme Milch
  • 100 g kalte Butter

Verzierung:

  • 1 Eigelb mit etwas Milch verquirlt
  •  Rosinen mit 4 cl Rum beträufeln, 2 x  Zahl der Katzen

Gerät:

  • zusätzliches Mehl zum Bearbeiten
  • 1 grosses Backbrett
  • Grosse Metallschüssel mit heissem Wasser füllen
  • evtl. feuchtes Leintuch
Zubereitung:

Für die Zubereitung der Lussekatter zuerst die Safranfäden mit 1 TL Zucker vermischt, in einem Mörser fein zerstossen. Kein Safranpulver nehmen, da wird man oft betrogen. Das Pulver in einem Messglas mit 20 ml lauwarmen Wasser auflösen.

Hefeansatz:
Frische Hefe zerbröckeln, zusammen mit 1 TL Feinst-Zucker und 3 EL lauwarmem Wasser in einem Gefäß zu einem Hefebrei verrühren.
Mit einem Tuch abgedeckt, etwa 15 Minuten zum Gären der Hefe in der warmen Küche stehen lassen.
Teigbereitung:
Mehl auf dem Backbrett anhäufen,  Salz und Zucker unter das Mehl mischen. Mit der Hand in die Mitte des Mehles eine tiefe Mulde eindrücken. Milch erwärmen, nicht kochen! Butter in Stücken unter die Milch rühren, bis sie fast geschmolzen ist. Die Mischung ist nun handwarm, auf das Backbrett in Reichweite stellen. Die mittlerweile vergorene Hefe in die Mehlkuhle geben, Ei und Eigelb auf den “Kraterrand” setzen. Jetzt ist Kneten angesagt: Alles mit den Händen vermengen, Safranlösung auf einmal und Milch-Butter immer wieder zugiessen.Wenn der Teig klebt, etwas Mehl extra zugeben. Fertig ist er, wenn er sich gut von den Händen ablöst und einen Klumpen bildet. Nochmals gut durchkneten. Das heisse Wasser aus der Metallschüssel weggiessen, diese dann umgedreht über den Teig stülpen. Jetzt 1 h gehen lassen, falls die Küche kalt ist, kann man auch das Backrohr auf 50 °C einstellen, die Schüssel mit dem Teig mit einem nassen Tuch abdecken, den Herd ausschalten, und das Ganze im leicht geöffneten Backrohr warm halten. Nach 1-1.5 h Stunden sollte der Teig sein Volumen verdoppelt haben. Nochmals kräftig durchkneten, zu einer Rolle formen und mit einem Messer 15, jeweils ca. 50 g schwere Teigstücke abschneiden, wie wenn man Brötchen selbst macht.
Den Backofen vorher auf 220 ° C aufheizen (180°C Heissluft), Backblech mit Backpapier auslegen.
Jetzt Teigschlangen oder dünne Rollen formen, ca 25 cm Länge., dann zwei gegeneinander laufende Spiralen einrollen, dabei die S-Form erzeugen.
Die Lussekatter auf dem Backblech mit der Eier-Milch einpinseln, zwei Rosinen in die Spiralmitten aufsetzen.
Auf der Mittelschiene des vorgeheizten Backofens, mit Ober/Unterhitze (gelingt am besten) ca. 12 – 13 Minuten backen.

Sehr gut als süsses Frühstücksgebäck, Hüftgold: ca 200 kcal/Stück.

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Jamilla sagt: Ich bin trotzdem immer noch die süsseste Katze!
quelle:wikipedia

 

Posted by on Dezember 12th, 2016 Kommentare deaktiviert