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Mandala im Dezember: Cracker Jack und Glückskekse für Sylvester

Cracker Jack ©scrano 2016

Auch nach dem Karneval: Riesenknallbonbons machen Spass.
Cracker Jack ©scrano 2016

Ein Knallbonbon ist eine  lustige Geschenkverpackung, die wie ein Riesenbonbon aussieht. Der Inhalt sind kleine Geschenke und süsse Leckereien,  ähnlich wie bei der lateinamerikanischen Piñata an Kindergeburtstagen und Fiestas. Es ist auch mit unserem Tischfeuerwerk verwandt.

Der Knallbonbon besteht aus einer Pappröhre, die mit Glanzpapier  überzogen ist.  Das Abbinden der Papierenden mit hübschen Zierbändern ergibt die charakteristische Bonbonform. Zwischen Pappe und Papier befindet sich ein Zündstreifen, der bei gleichzeitigem Ziehen an den beiden Enden ausgelöst wird. Dadurch entsteht der Knalleffekt.

Knallbonbons werden gerne auf Parties verteilt, in den angelsächsischen Ländern nicht nur auf Kindergeburtstagen, sondern vor allem an Weihnachten oder als witziges Orakel an New Years Eve, unserem Sylvester.  Sie können nämlich wie beim asiatischen Glückskeks Papierfähnchen mit Sinnsprüchen, Witzen oder Horoskopzettelchen enthalten. In den Knallern  für Kinder sind zusätzlich kleine Süssigkeiten oder Spielzeugartikel versteckt. Dazu kommen bei fast allen Überraschungsbonbons Partyglitzer, Konfetti und Luftschlangen, wie sie auch für unsere Tischfeuerwerke üblich sind.

Knallbonbons werden auch als Geschenkverpackung zum Selbstbefüllen angeboten. Als Erfinder des Knallbonbons gilt der englische Konditor Tom Smith: Ende des 19. Jhd. wurden in seiner britischen Manufaktur  jährlich 11 Millionen Stück fabriziert.

Man kann sie auch selber basteln.

In UK und den Commonwealthstaaten gehört seine beliebteste Variante, der Christmas Cracker als integraler Bestandteil der Weihnachtsfeiern seither zum allgemeinen Brauchtum. Bei dieser Version ist das Papier mit weihnachtlichen Motiven bedruckt. Zwei Personen ziehen an dem Knallbonbon, der dann in der Mitte mit einem Knall explodiert und ungleich bricht: Der das grössere Stück hat, bekommt den Inhalt.

Glückskekse ohne Knalleffekt, aber mit individuellem Inhalt:

Zutaten für 20 Portionen

  • 60g Dinkemehl (630, gesiebt)
  • 60g Puderzucker
  • 3 Eiweiß (m)
  • 50g Butter, zerlassen
  • 1Prise Meersalz
  • 1Pck. Vanillezucker (echt)

1. Puderzucker, Vanillezucker und Salz vermischen. Mehl darauf sieben, zerlassene Butter unterrühren. Eiweiße steif schlagen und ebenfalls unterheben. Den Glückskeks-Teig 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

2. In der Zwischenzeit Zettel mit Glücksbotschaften schreiben, dafür gibt es lebensmittelechte Stifte. Den Ofen auf 160 Grad Heissluft vorheizen.

3. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Teig in 10 cm große Kreise dünn darauf streichen. Kekse etwa 3-5 Minuten im Ofen goldgelb backen.

4. Kekse sofort aus dem Ofen nehmen und so lange sie noch formbar sind, die Zettel in die Mitte geben und die Kekse zusammenfalten. Das geht wie beim Omelette oder halbmondförmigen Ravioli, einfach halb umklappen, dann über einen Glasrand biegen.

5. Man kann auch Zigarren rollen und innen mit einem Orakel-Zettel befüllen.

6. Die Formerei geht am besten zu zweit, sonst werden die Kekse hart. Mit zwei Blechen arbeiten, den frischen Teig immer nur auf ein ausgekühltes Blech geben, sonst zerfliesst er.

 

Christmas Crackers aus UK.quelle:wiki

Christmas Crackers aus UK.
quelle:wiki

Ach ja, noch schnell zum Schluss: Besser ein Knallbonbon als eine Knalltüte …!? Die kann man auch basteln, aus einem einfachen DIN A4 Blatt und einsetzen, wenn man seinen Lehrer ärgern will. Die menschliche Variante dieses “Scherzartikels” trifft man leider meistens unter weniger witzigen Umständen.

 

 

Posted by on Dezember 14th, 2016 Kommentare deaktiviert