Archive for Januar 10th, 2017

 

Kalender 2018: Spiral Dance

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Fraktale Dynamik: Spiralen in der Juliamenge und den Randbereichen des Apfelmännchens
liefern oft besonders ansprechende Formen.
Watchercloud ©scrano 2013

Die Spirale ist eines der ältesten und psychologisch eindringlichsten Symbole der Menschheit. Sie ist gleichzeitig Emblem des Universums und der “Grossen Mutter” und eine der wichtigsten natürlichen Strukturen: Galaxien, Wasserstrudel, Schneckenhäuser, Blatt- und Blütenrosetten, Ranken, Gewitterzellen etc. Hier auf der Erde sind Spiralformen in grösseren Strömungssystemen häufig das Ergebnis der Corioliskraft, einer Scheinkraft, die auf die Eigendrehung der Erde zurückgeht. Daher drehen Winde oder Meeresströmungen auf der Nordhalbkugel gegen und auf der Südhalbkugel mit den Uhrzeigersinn. Beim Wasser im Beckenabfluss findet man dagegen einen eher zufälligen Drehsinn, da die Masse des Wirbels zu gering ist.

Alle Kalendermotive sind auch als einzelne Bilder erhältlich.

Photos und Digital Art, Fraktalbilder: ©scrano, abrasax, beast666

Freie Auswahl von mindestens 13 Blättern*** aus der Galerie. Bitte das Deckblatt extra benennen. Für kleine Texte ist Platz, bitte nachfragen. Standard sind erklärende Untertitel für die einzelnen Fotos. Formate: DIN A4, A3, A2 quer mit Metallspirale. Professioneller Qualitätsfotodruck.

Preis: ab 14 € bei DIN A4 hoch oder quer.

Alle Anfragen bei Ambrosia per email. Vorbestellungen wie immer, bis September 2017.

 

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Sieben Todsünden: Avaritia – Geiz – Saturn

Avaritia

Avaritia – Geiz: Schatten des Saturn
©scrano 2014

Die sieben Todsünden und ihre Planetenzuordnung nach der klassischen Astrologie.

Geiz ist eben doch nicht geil!

  • Archetyp: “Der Geizige” von Moliere.
  • Negative Form des selbstgenügsamen Saturn.
  • Analfixiert (besonders mit der Achse II./VIII. Haus oder Stier/Skorpion), Materialist, Verhärtung. Gönnt sich selbst und anderen nichts, auch im Sinne von Gefühlen oder Freude. Braucht die Selbstbeschränkung aus Angst vor Kontrollverlust.
  • Mangelnder Selbstwert, besonders bei Saturn in II. Haus, daher wird ein ein materielles Polster nötig. Hat ständig Angst, am nächsten Tag unter der Brücke schlafen zu müssen. Zweifelt am eigenen Können. Blanke Lebensangst.
  • Wehrt sich gegen Veränderung, notwendige Transformationsprozesse: Saturn in VIII. Haus. Kann nicht loslassen. Klammert sich an die materielle Existenz. Asket oder Nihilist aus Todesfurcht.
  • Die Furcht ist der Schatten des Saturn, nicht zu genügen, den Preis nicht zu erringen.
  • Doch als Saturn im VIII. Haus kann ich Euch anderen Saturn-Gebeutelten nur sagen, was schon im alten Sumer eine grundlegende Weisheit war:

Gilgamesch, wohin läufst du?
Das Leben, das du suchst, wirst du nicht finden!
Als die Götter die Menschen erschufen,
teilten den T o d sie der Menschheit zu
das Leben behielten sie für sich selbst.
Du, Gilgamesch dein
Bauch sei voll,
ergötzen magst du dich Tag und Nacht!
Mache jeden Tag zum Fest!
Tanz und spiel bei Tag und bei Nacht!
Deine Kleidung sei rein, gewaschen dein Haupt,
mit Wasser sollst du gebadet sein!
Schau den Kleinen an deiner Hand,
mache deine Frau glücklich mit deiner Umarmung!
Solcherart ist, was den Menschen zu tun bleibt.

Lied der Siduri, aus dem Gilgamesch-Epos
 

Oder “Live every day as if it were your last day“, denn das einzige was man nicht verschwenden sollte, ist Zeit, das wahre Symbol der Macht von Saturn/Kronos/Chronos.

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Der Geizige, karikierendes Bühnenstück von Moliere.
quelle:wikimedia

Die Symbolik der “Sieben. gibt es schon im Zusammenhang mit Lastern in der babylonischen und persischen Zeit. Es wird vermutet, der Ursprung der Todsündenlehre liege im Motiv der vorgeburtlichen Seelenreise. Bevor die Seele in die Welt der Materie  eintritt, müsse sie sieben Himmelssphären durchwandern. In jeder nehme sie einen guten Geist in sich auf, aber auch einen schlechten. Gebräuchlich war auch eine Zuordnung der Todsünden zu den Wochentagen: Am Sonntag bedrohe Stolz den Menschen, wenn er sich in der Messe Gott nicht unterwerfe. Tag des Neids sei der Montag, des Zorns der Dienstag. Die Trägheit, speziell die spirituelle, bedrohe den Menschen am Mittwoch, weil er zeitlich am weitesten vom Sonntag entfernt ist. Wenn der Mensch seine Gottnähe verloren habe, sei er am Donnerstag gefährdet, nach materiellen Gütern zu gieren, und sich am Freitag, wenn er dem Fasten verpflichtet wäre, der Völlerei hinzugeben. Wollust ist die Sünde des Samstags. Diese Form einer Korrespondenz-Lehre steht aber im Widerspruch zu der Hermetischen Zuordnung der Sünden zu den Tagen und ihren Planetenentsprechungen. Sowohl in der gnostischen, der hermetischen als auch gemäss der klassischen Moraltheologie sind die “Sieben Todsünden” weniger in Handlungen begründet, sondern Dispositionen: Persönlichkeitsstörungen oder Charakterdefizite. Deshalb kann man sie auch nicht beichten. Sie legen erst den Keim der Unmoral und sind die Ursache der späteren verwerflichen Akte. Astrologisch und psychologisch stellen sie die Schattenthematik der entsprechenden planetarischen  Archetypen dar.

 

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