Archive for the ‘Astrologie’ Category

 

Veranstaltungen 2017: Herbst-Seminar “Grundlagen der Astrologie – Archetypen, Aspekte und ihre Dynamik”

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Hermetische Weltsicht: Spiegelung von Makro- und Mikrokosmos.
Diese Philosophie liegt auch der Astrologie zugrunde.
Unus Mundus ©scrano 2016

Horoskop einer bekannten Persönlichkeit - ein Förderer der astrologischen Forschung.

Horoskop einer bekannten Persönlichkeit – ein Förderer der astrologischen Forschung.
Erkennt ihr ihn?

Nach der Sommerpause:

Für Astrologie-Interessierte im Raum Esslingen/Göppingen/Kirchheim biete ich im Herbst 2017 wieder ein Wochenendseminar “Grundlagen der Astrologie mit Einführung in die Deutung des eigenen Radix” an.

Preis 75 €/Tag inkl. Verpflegung in den Pausen (Kaffee/Tee, Butterbrezen & süsse Stückle).

Wer Interesse hat, bitte rechtzeitig melden (bis 14 Tage vor Termin ), damit ich eine passende Örtlichkeit in Kirchheim und näherer Umgebung buchen kann. Bei <5 Teilnehmern bei mir zuhause, da ich medientechnisch voll ausgestattet bin. Bei der Anmeldung Geburtsdaten + Zeit angeben, damit ich für den Termin ein Radix jedes Teilnehmers erstellen kann.

 Termine 2017:

  • 26./27. November zum Anfang der Vorweihnachtszeit.
  • Der ideale Zeitraum, um  noch etwas Neues zu lernen, wenn 2017 langsam zu Ende geht: Ein neues interessantes Betätigungsfeld für dan nächste Jahr – und schon mal eine selbstgestellte Prognose für sich selbst und die Liebsten?
  • Anmeldung bis zum 30. September 2017 bei Ambrosia
  • Unverbindliche Auskünfte und Anfragen zum Seminar: Email an Ambrosia: oder reuterc(at)bawue.de.
  • PDF Flyer zum download.
  • Natürlich gebe ich auch Einzelunterricht, der im Rahmen eines gleichzeitigen Beratungsgesprächs stattfinden kann.

Solange die Nächte nicht so kalt sind: Sternhimmel und Sternbilder, Planeten- und Mondbeobachtung mit meinem Newton-Teleskop als kostenloses extra-Highlight zum Astrologie-Kurs an einem separaten Termin – normalerweise immer ab Mai/Juni., bis Anfang November. Die beste Zeit ist allerdings September/Oktober, wegen des Wegfalls von sommerlichem Hitzeflimmern der Atmosphäre. Ausserdem sind die Herbststernbilder bekanntlich die eindrucksvollsten.  Jupiter/Saturn und Venus waren dagegen bis Mai sehr gut beobachtbar. Mit freiem Auge sind natürlich auch die Sternschnuppen der Meteoritenströme des Spätsommers und Herbstes ein schöner Anblick.

Kurze Beispielsdeutungen:

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Mehr dazu findet ihr in meinen Artikeln.

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2017 ist für die Chinesen das Jahr des Hahnes im Element Feuer!
Nach Abt Knauers Wetterkalender wird es das Jahr der Sonne.
Lustigerweise ist der bunte Hahn als Frühaufsteher auch ein Symbol für die Sonne!

So stolz wie das klassische Wappentier, der Löwe ist er allemal.

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Ingress der Sonne in den Wassermann Age of Aquarius … ?

Eine Wasserfrau! Aber das nimmt das Uranus-beherrschte Zeichen sowieso nicht so genau.Aquarius ©scrano 2016

Eine Wasserfrau! Aber das nimmt das Uranus-beherrschte Zeichen sowieso nicht so genau.
Aquarius ©scrano 2016 model: eirian

“When the Moon is in the seventh house and Jupiter aligns with Mars then peace will guide the planets and love will steer the stars”

Im berühmten Musical “Hair” wird so die Ankunft des Wassermannzeitalters eingeläutet …

Astrologisch ist diese Aussage natürlich völlig daneben – in jeder Hinsicht und mit dem Wassermannzeitalter hat sie ausserdem rein gar nichts zu tun. Die vieldiskutierte  Einteilung nach “Zeitaltern” wird durch die Lage des Frühlingspunktes zum Tierkreis bestimmt. Dessen Lauf durch die einzelnen Tierkreiszeichen in jeweils ca. 2000 Jahren geht bekanntlicherweise mit der Erdachsen-Präzession einher. Der Gesamt-Umlauf von 25920 Jahren wird auch als platonisches Jahr bezeichnet. Astrologen ordnen den zwölf einzelnen Abschnitten durchaus eine Bedeutung zu: Ein 2000-jähriger Durchlauf wird platonischer Monat genannt, das betroffene Zeichen prägt das irdische Kollektiv dann für diesen Zeitraum.

Betrachten wir die letzten drei platonischen Monate:

Im Stier war die Himmelskuh, die neolithische Revolution mit Einführung einer agrarischen Lebensweise und die Verehrung einer “Grossen Mutter” als Verkörperung des Landes von dem man lebt,  Thema. Kulturen wie die minoische erlebten ihren Aufstieg im Stierzeitalter, auch in der sehr schwelgerischen und hochstehenden Kunst mit Betonung des Weiblichen ist dies bereits zu erkennen. Die Zeichenherrscherin des Stier, Venus Pandemos, ist der Archetyp, nach dem diese weiblichen Gottheiten gestaltet sind. Der zweite Einflussfaktor in Kreta ist neptunisch (höhere Oktave der Venus) – Leben im Kollektiv, Seefahrt und kein Militarismus. Selbst Kretas Gründungslegende handelt vom Stier, auch der Schatten-Aspekt dieser Gesellschaft, der Minotaurus. Im Alten Reich Ägyptens stand der Stier für die grosse Himmelskuh Hator, ebenfalls eine Göttin des Urtyps “kriegerische Fruchtbarkeitsgöttin”, wie auch Ishtar/Inanna im Zweistromland. Um all diese Fruchtbarkeitsgöttinen spinnt sich auch eine Legende  im Zusammenhang mit dem Mythos des Himmelsstiers. Kupfer und Bronze (Venus) sind die vorherrschenden Metalle.

Schliesslich stand der Widder zunächst für den Aufstieg der Viehzüchter-Nomadenkulturen (Schafhirten) im nahen Osten. Die Völker wenden sich zusehends dem Mars, Herrscher des Widder zu, besonders nach der Einführung des Eisens, seinem Metall. Eroberungen nehmen zu, es gibt erste aggressive Völkerwanderungen, unter anderem die Zeit der Seevölker, wikingerhafte Vorfahren der Philister und Achäer. In der Religion wird das männliche Element betont, schliesslich sogar zum Weltschöpfer stilisiert. In Ägypten des mittleren Reichs findet eine zunehmende Militarisierung statt, auch durch Einfälle von Wüstenvölkern, wie der Hyksos. In der Religion am Nil vollzieht sich ebenfalls ein Wandel: Der immer mehr dominierende männliche Schöpfungsgott Amun hatte ebenfalls Widder-Hörner, im grossen Tempel von Karnak steht eine ganze Allee von solchen Widder-Sphingen. Pharaonen nennen sich nun “dem Amun gefällig”, z.B. Amen-hetep. Der Schafbock spielt in den alten Kulturen dieses Zeitraums eine grosse Rolle, als Opfertier (Isaak und Abraham), als Lebens-Symbol, in Mythen (Goldenes Vlies) und als Lebensgrundlage.

Der Übergang vom “Lamm Gottes” zum ICHTYS (griechisch: Fisch) des Christentums vollzog sich pünktlich mit dem Vorrücken des Frühlingspunkts in die Fische. Plötzlich schossen Erlöser-Religionen wie die Pilze aus dem Boden, vorher breitete sich noch neptunischer Glamour über die Welt, durch das immer noch glanzvolle Imperium Romanum. Im Vorfeld des Christentums machten sich bereits Pythagoras, Buddha, Mysterienschulen wie Orphiker oder der Kult von Eleusis, die Mithras-Religion, die das astrale Stier-Thema im übertragenen Sinn noch einmal aufgriff, und schliesslich der Kult der mütterlichen Isis Gedanken über die Erlösung des Menschen aus dem irdischen Gefängnis.  Alle diese Philosophien und Kulte thematisierten in ihrem Kern bereits eine Wiederauferstehung der Seele oder zumindest ein erleuchtetes Weiterleben im Jenseits. Das Christentum hatte in dieser Vielfalt an spirituellen Heilslehren anfangs nur einen bescheidenen Rang, allerdings einen grossen Vorteil: Es bot sozusagen Mysterien für alle, da keine Einweihung notwendig war, ausser der Taufe. Mönchstum und einsiedlerische Askese, sowohl im Buddhismus als auch im Christentum kennzeichnen ebenfalls eine Religion des 12.Hauses (Abgeschiedenheit, Weltferne, Selbstverleugnung), in dem die Fische herrschen. Massenhysterie, Glauben statt Wissen und neptunische Nebelschleier über den Fakten – die Schattenseite des Fischezeitalters. Auch die vollständige Unterwerfung unter Gottes Willen, wie im Islam gefordert, und das Märtyrertum (christlich, muslimisch)  gehören zu den Kennzeichen der Erlösertraditionen. Und die Messianitis hat noch kein Ende gefunden. Sportidole, der Glanz der Leinwandhelden – silver screen, Neptuns Projektionsfläche. Propaganda, Werbung – Lügen von Politikern, glanzvoll inszeniert. Das neue Kollektiv heisst Internet.

… und das Wassermannzeitalter, leben wir bereits darin? In der Vorläufer-Phase bestimmt, der Transit zieht sich über wenigstens eine komplette Generation, die Eintrittspunkte sind auch nicht so genau bestimmt, es sind eher Zonen. Wann da ein “Vollzug” gemeldet werden kann, ist mehr erspürbar als berechenbar, eine Art kollektiver Intuition, oder eine Ereigniskette grösseren Ausmasses. Wie bei den Erlöserreligionen (Buddha, Orphiker) kann schon einige Jahrhunderte vor dem Transit eine Art Initialzündung stattfinden, oder subtiler, eine Untergrundströmung entstehen, die den Wandel anzeigt. Für uns stellt das Schlüsselereignis wohl die Aufklärung (Initial: Renaissance, frz. Revolution. Gesellschaftliche Strömung: Demokratisiereung, Industrialisierung) dar. Der Prozess läuft noch, mit all seinen Schwierigkeiten, die er mit sich bringt, das Alte weicht nicht so einfach oder gar gewaltlos. Das neue Zeitalter hat dann auch seine Tücken:

Schliesslich noch die Tarotsymbolik des Wassermanns:

  • “Der Narr” … wo Engel nicht zu schreiten wagen, unbekümmerter Freiheitsdrang und Vorwärtsstreben – allerdings in mentalen Dingen, nicht in physischen wie beim Widder . Es ist nicht der athletische, eher der Prometheus-Typ dargestellt. Die Instinktnatur in Gestalt des Hundes wird ignoriert.
  • “Der Turm” … das wohlgeordnete, aber als einengend empfundene saturnische Gebäude wird vom Blitz des Uranos zerstört, auch dies ein mentales Konzept: Die zündende Idee, die alte Ordnung wird “gesprengt”. Dieser Vorgang ist durchaus angstbesetzt, denn ein  Fluch der alten Chinesen lautet : “Mögest Du in interssanten Zeiten leben!” Revolutionen, Umwälzungen und persönliche Katastrophen, die das Leben des Individuums auf den Kopf stellen. Es ist aber auch eine Warnung vor Hybris (Turmbau), die  jod-förmigen Tränen sind als göttlicher Feuerregen deutbar – jod ist der führende Buchstabe im Namen JHWH – יהוה
  • “Der Stern” … eine neue Hoffnung,wie es bei “Star Wars” heisst. Dies ist die eigentliche Wassermann-Symbolik, eine androgyne Figur (der Nilgott Hapi oder der regenspendende Ouranos) giesst Wasser aus zwei Krügen auf das Land (direkt vom Himmel) und in ein Gewässer (die Nilschwemme folgt dem Regen in seinem Quellgebiet). Die achtzackigen Sterne und deren Zahl hängen mit dem Sirius-Mythos und seiner Bedeutung für die Nilflut zusammen. Der Bennu-Vogel im Hintergrund rechts ist ein altägyptischer Vorläufer des Vogel Phönix.

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Betrachtet man die Symbolik der drei Karten, und bedenkt den chinesischen Spruch, erkennt man dass das vielgelobte Wassermannzeitalter nicht unbedingt von “Love and Peace” erfüllt sein wird, sondern vielleicht von Chaos, gefährlichen Experimenten und geistiger Arroganz … bevor das uranische Prinzip in die Gesellschaft und das Leben des Einzelnen integriert werden kann. Da dem Wassermann das Individuum im Vergleich zum abstrakten “Grossen Ganzen” unwichtig ist, braucht man auf Empathie auch nicht hoffen. Immerhin wird vielleicht das verlogene “Licht und Liebe” Ideal von echter Freunschaft und Ehrlichkeit zwischen den Menschen abgelöst.

Das Hippie-Musical Hair bezieht trotz des “Age of Aquarius” Songs seine Grundaussage, nämlich All-Liebe, Mystik, Frieden und kollektive Lebensweise, sowie seine Anziehungskraft aus dem neptunischen Fische-Zeichen, genau wie das zur selben Zeit entstandene “Jesus Christ Superstar”.  Daher sollte man eine rosa Brille noch einmal überdenken: “…be careful, what you wish for !”

Die Uranus Mythologie ist gewalttätig, bevor mit der Venus aus seinem Phallus ein schöpferischer Archetyp entsteht, dem man sich ohne Lebensgefahr nähern kann. Das transaturnische, kreative Kollektiv-Prinzip Uranus hat seine Erhöhung nach Ansicht vieler Astrologen im Skorpion – es bringt die transformatorischen Bestrebungen des Skorpion/Pluto/8.Haus Themas voran. Und dort sitzt bekanntlich auch das Schattenreich des Zodiak, und es müssen Dinge und Leben enden, um Platz für Neues zu schaffen. Jede Revolution fordert Opfer.

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Wintermythen: Boreas, der listige Nordwind

Nordwind

Nordwind, der Unruhestifter bringt Dinge ins Rollen.
Boreas nach Waterhouse ©scrano 2013

…. aus dem Film “Chocolat.”

Ein Mandala mit Elementen des Gemäldes: “Boreas” von J.W.Waterhouse. Dargestellt ist die Nymphe Oreithyia, wie sie von Boreas, dem Nordwind entführt wird. Ein Motiv, das auch Gegenstand  von vielen schmückenden Bildszenen auf attischen Vasen ist.

Boreas (gr. Βορέας Boréas „der Nördliche“) stellte in der griechischen Mythologie die Personifikation des winterlichen Nordwinds dar. Er war der Sohn des Titanen Astraios und der Göttin Eos und wurde zusammen mit seinen Brüdern Euros (Ostwind), Notos (Südwind) und Zephyros (Westwind) verehrt. Er galt als rauer, unberechenbarer Geselle. Der Herr der  plötzlichen Ereignisse und Veränderungen. Darin gleicht er dem astrologischen Uranus.

Die Verehrung der vier Winde ist typisch für die Reiternomaden der Steppe und Seefahrervölker. Boreas raubte die Nymphe Oreithyia, Tochter des Erechtheus, eines mythischen Königs von Attika. Als die Nymphe am Ufer des Ilisos tanzte, hüllte er sie in eine Wolke und entschwebte mit ihr durch die Lüfte in seine Heimat Thrakien. Die Griechen nahmen an, dass Boreas dort lebte, weil er in diesem Landstrich gleichermaßen verehrt wurde. Herodot und Plinius beschreiben beide das  mythische Land Hyperborea („jenseits des Nordwinds“), in dem die Menschen bis ins hohe Alter in vollständigem Glück leben. Man glaubte, im Winter würde der Sonnengott Apollon sich dorthin zurückziehen, um erneut Kräfte zu sammeln. Eine eher unglückliche Rolle spielte Hyperborea in der Vorstellung der Nazis, die darin das sagenhafte Herkunftsland einer uralten Superrasse, der Arier, vermuteten. Die stammen aber nun mal aus dem Grenzgebiet zwischen Indien und Persien. Den falschen und pseudohistorischen Bezug zwischen Ariern und Hyperborea schuf H.P.Blavatsky mit ihrer Theorie von den sieben Wurzelrassen, die aber eher metaphorisch und mythologisch als wörtlich zu verstehen ist. Eine humorvollere Betrachtung des Nordwinds liefert folgendes Gedicht:

 

Boreas und Alekto

Als einst Fürst Boreas, der Popanz der Natur
Auf einen Staatsbesuch zum Vetter Pluto fuhr,
Verdarb sein freier Hauch Alekten
Von ungefähr die hydrische Frisur.
Das war ein Lärm! Die falben Schlangen blökten,
Mit grässlichem Gezisch den armen Windgott an.
Verzeihen Sie, Madam, rief er, was ich getan,
War ein Versehn. Mit höllevollem Blicke
Speit ihm die Furie standsmäßig ins Gesicht;
Allein ihr Speichel traf ihn nicht.
Er spritzte wie ein Tau auf ihr Gesicht zurücke,
Und gab ihm schnell die schwarzgesprengte Haut,
Vor welcher selbst dem Orkus graut.

Gottlieb Konrad Pfeffel

Die hier genannte Alekto ist eine der drei Erinnyen oder Furien: Megara, Tisiphone, Alekto. Diese enstanden bei der Entmannung des Uranos aus seinem Blut. Der listige, unstete Nordwind spielt auch eine Rolle in der romantischen Komödie “Chocolat” mit Johnny Depp und Juliette Binoche. In diesem Film-Märchen, das von den beiden Archetypen, Uranus und Pluto (der Vetter aus dem Spottgedicht) geprägt wird, ist er die Verkörperung der Uranus-oder Wassermann-typischen Rastlosigkeit. Der Nordwind oder Uranus bringt die äusseren Umbrüche und das Verlangen nach stetiger Neuerung, Pluto die inneren, auch schmerzlichen Transformationen, denen die Charaktere unterworfen sind. Erst Letztere sind entscheidend für eine Reifung und ein sinnerfülltes Leben, ohne ständigen Zwang zum fluchtartigen Aufbruch zu neuen, vermeintlich besseren Ufern. Auch dass der Nordwind mit der schamanischen Urgrossmutter der Protagonistin in Verbindung steht ist interessant: Die Himmelsrichtung Norden wird in der Elementarmagie mit der Welt der Ahnengeister und der Mutter Erde, den Planeten Pluto und Saturn assoziiert. Saturn gilt in der klassischen Astrologie als der Gegenpol zum solaren Prinzip des Ego, in der modernen Auffassung unter Einbeziehung der Trans-Saturnier ist dies wiederum Uranus.

 

 

Posted by on Januar 14th, 2017 Kommentare deaktiviert

All About … Saturn

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Wintermandala: Die strahlenden Gletscher von Asgard?
Odin und Saturn, beide gelten als Herren des Winters
des Alters, der Weisheit und der Zeit.

Saturn herrscht im Steinbock (Erde, Yin), sein Domizil ist das 10.Haus, welches den Zenit des Geburtshoroskops darstellt, das Medium Coeli, die Himmelsmitte. Klassisch ist er auch Regent von Wassermann (Taghaus, Luft,Yang), modern ist dies Uranus.

 Saturn für Freimaurer:

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Saturn als Herr der Zeit in der freimaurerischen Symbolik.
Er verschmilzt mit der Verkörperung des Todes, Thanatos.

Die Gesamtsymbolik des dargestellten Sujets – ikonographisch und freimaurerisch wurde gerne bei Grabdenkmälern des 19. Jhd. verwendet: Die gebrochene Säule, Vater Zeit (Schnitter Tod), die trauernde Jungfrau mit dem Akazienzweig liest im Buch des Lebens.

Posted by on Januar 13th, 2017 Kommentare deaktiviert

Neu: Kalender 2018 – zauberhafte Mandalas

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Mandalas 2017

Alle Kalendermotive sind auch als einzelne Bilder erhältlich.

Freie Auswahl von 13  Blättern aus der Galerie. Bitte das Deckblatt extra benennen. Für kleine Texte ist Platz, bitte nachfragen. Formate: DIN 20×20, 30×30, 40×30 cm Quadrat mit Metallspirale. Professioneller Qualitätsfotodruck >200 dpi, im Gegensatz zu den Überichten mit nur 72dpi.

Preis: ab 14 €, Poster ab 9€. Individueller Jahreskreis-Almanach bitte nachfragen.

Alle Anfragen bei Ambrosia per email.

Posted by on Januar 12th, 2017 Kommentare deaktiviert

Das Erdelement: Stabilität, Fruchtbarkeit, Realitätssinn

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Fruchtbar grünes Erdelement: Kessel oder Füllhorn der Mutter Erde.
Cornucopia ©scrano 2013

Korrespondenzen des Erd-Elementes:

Zodiak:

  • Jungfrau: mutabel – Merkur in seinem Nachthaus, Vesta
  • Steinbock: kardinal – Saturn in seinem Nachthaus
  • Stier: fix – Venus Pandemos

Tarot: Pentakel, Münzen

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Grün, rostrot, ocker, braun, grau, schwarz

Alchemie:

  • EarthNach unten zeigendes Dreieck mit Querbalken

Elemental:

Tage:

  • Samstag – Saturn

Pflanzen:

  • Getreide (Merkur), Wurzelgemüse (Venus), Immergrüne (Saturn), Nadelbäume (Saturn)

Signatur:

Wenig Blüten, unscheinbare Blüten, ledrige Blätter, knorrig, kriechend- oft mit Rhizom, starke Wurzelbildung, mineralstoffhaltig, kieselsäurehaltig, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Stärkebildung, wenig Zucker oder Saft. Erdiger Duft. Pflanzen der arktischen Regionen. Kältevertäglich.

Öle:

  • Patchouli (Venus, Pluto)
  • Vetiver, (Venus, Pluto)
  • Kalmus, (Saturn, Sonne, Mond)
  • Tonka, (Venus, Mars)
  • Myrrhe (Saturn, Mond)
  • Iriswurzel, (Saturn, Mond)
  • Zypresse, (Saturn, Sonne)
  • Sandelholz (Venus, Mars)
  • Eichenmoos,
  • Karotte

Tiere:

  • Auf vier Beinen laufende Tiere, vor allem Weidetiere, Reptilien, Höhlen- oder Baubewohner wie Murmeltiere, Dachse. Tiere der Felsenregionen.

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Der Erde,  zu der die Yin Variante “Ruhe und Empfängnis” passt ist in jedem Elementesystem die Fruchtbarkeit von Pflanzen und Tieren, aber auch des Menschen zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie von Saturn und Venus regiert, dem Winter- und Frühlingsapekt der bäuerlichen Kulte. Den Erdzeichen haftet vor allem die Neigung zur realen, physischen Manifestation der Dinge an an, sogar der Merkur-beherrschten Jungfrau. Diese repräsentierte aber in antiken Vorstellungen  Asträa, die Sternenjungfrau. Deren Symbol war die Kornähre. Als Zeichen der Aussaat und Ernte (heliakischer Aufgang bzw. Untergang zu diesen Jahreszeiten) war Virgo/Asträa auch mit den Mysterien der erdhaften Muttergöttin Demeter verbunden. Allen drei Erdzeichen ist eine wert-konservative Einstellung zueigen. Das Erdzeichentrigon repräsentiert: Wachstum der Vegetation (Stier) Ernte (Jungfrau) Winterruhe (Steinbock).

Zustandsformen der Elemente im Erd-Trigon:

  • Steinbock: kardinal, aufstrebende Berggipfel, Felsen
  • Stier: fix, weite Ebenen, Ackerland
  • Jungfrau: mutabel, vom Wind bewegtes Grasland, Getreidefelder.
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos interessiert. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

Posted by on Januar 12th, 2017 Kommentare deaktiviert

Magisches Jahr 2017

Apprentice ©scrano 2016

Apprentice ©scrano 2016
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Mein kleiner Almanach beinhaltet für jeden Monat unterschiedliche Daten für Feste und Brauchtum, christlich, pagan oder historisch heidnisch. Ausserdem gibt es kleine Rituale, Gartentipps und Rezepte.

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Sieben Todsünden: Avaritia – Geiz – Saturn

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Avaritia – Geiz: Schatten des Saturn
©scrano 2014

Die sieben Todsünden und ihre Planetenzuordnung nach der klassischen Astrologie.

Geiz ist eben doch nicht geil!

  • Archetyp: “Der Geizige” von Moliere.
  • Negative Form des selbstgenügsamen Saturn.
  • Analfixiert (besonders mit der Achse II./VIII. Haus oder Stier/Skorpion), Materialist, Verhärtung. Gönnt sich selbst und anderen nichts, auch im Sinne von Gefühlen oder Freude. Braucht die Selbstbeschränkung aus Angst vor Kontrollverlust.
  • Mangelnder Selbstwert, besonders bei Saturn in II. Haus, daher wird ein ein materielles Polster nötig. Hat ständig Angst, am nächsten Tag unter der Brücke schlafen zu müssen. Zweifelt am eigenen Können. Blanke Lebensangst.
  • Wehrt sich gegen Veränderung, notwendige Transformationsprozesse: Saturn in VIII. Haus. Kann nicht loslassen. Klammert sich an die materielle Existenz. Asket oder Nihilist aus Todesfurcht.
  • Die Furcht ist der Schatten des Saturn, nicht zu genügen, den Preis nicht zu erringen.
  • Doch als Saturn im VIII. Haus kann ich Euch anderen Saturn-Gebeutelten nur sagen, was schon im alten Sumer eine grundlegende Weisheit war:

Gilgamesch, wohin läufst du?
Das Leben, das du suchst, wirst du nicht finden!
Als die Götter die Menschen erschufen,
teilten den T o d sie der Menschheit zu
das Leben behielten sie für sich selbst.
Du, Gilgamesch dein
Bauch sei voll,
ergötzen magst du dich Tag und Nacht!
Mache jeden Tag zum Fest!
Tanz und spiel bei Tag und bei Nacht!
Deine Kleidung sei rein, gewaschen dein Haupt,
mit Wasser sollst du gebadet sein!
Schau den Kleinen an deiner Hand,
mache deine Frau glücklich mit deiner Umarmung!
Solcherart ist, was den Menschen zu tun bleibt.

Lied der Siduri, aus dem Gilgamesch-Epos
 

Oder “Live every day as if it were your last day“, denn das einzige was man nicht verschwenden sollte, ist Zeit, das wahre Symbol der Macht von Saturn/Kronos/Chronos.

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Der Geizige, karikierendes Bühnenstück von Moliere.
quelle:wikimedia

Die Symbolik der “Sieben. gibt es schon im Zusammenhang mit Lastern in der babylonischen und persischen Zeit. Es wird vermutet, der Ursprung der Todsündenlehre liege im Motiv der vorgeburtlichen Seelenreise. Bevor die Seele in die Welt der Materie  eintritt, müsse sie sieben Himmelssphären durchwandern. In jeder nehme sie einen guten Geist in sich auf, aber auch einen schlechten. Gebräuchlich war auch eine Zuordnung der Todsünden zu den Wochentagen: Am Sonntag bedrohe Stolz den Menschen, wenn er sich in der Messe Gott nicht unterwerfe. Tag des Neids sei der Montag, des Zorns der Dienstag. Die Trägheit, speziell die spirituelle, bedrohe den Menschen am Mittwoch, weil er zeitlich am weitesten vom Sonntag entfernt ist. Wenn der Mensch seine Gottnähe verloren habe, sei er am Donnerstag gefährdet, nach materiellen Gütern zu gieren, und sich am Freitag, wenn er dem Fasten verpflichtet wäre, der Völlerei hinzugeben. Wollust ist die Sünde des Samstags. Diese Form einer Korrespondenz-Lehre steht aber im Widerspruch zu der Hermetischen Zuordnung der Sünden zu den Tagen und ihren Planetenentsprechungen. Sowohl in der gnostischen, der hermetischen als auch gemäss der klassischen Moraltheologie sind die “Sieben Todsünden” weniger in Handlungen begründet, sondern Dispositionen: Persönlichkeitsstörungen oder Charakterdefizite. Deshalb kann man sie auch nicht beichten. Sie legen erst den Keim der Unmoral und sind die Ursache der späteren verwerflichen Akte. Astrologisch und psychologisch stellen sie die Schattenthematik der entsprechenden planetarischen  Archetypen dar.

 

Posted by on Januar 10th, 2017 Kommentare deaktiviert

Magischer Januar: Schneemond

Januar: Saturn-Zeit und Monat des römischen Janus.

Januar: Saturn-Zeit und Monat des römischen Janus.
Januar, ©scrano 2015
Model: jlior, Winterhimmel: ashensorrow, Einhorn: charmedstar07.

Der Januar, in Österreich auch Jänner genannt, vom lateinischen Januarius abgeleitet, altdeutsch auch Hartung, Hartmonat, Schneemonat, Eismond, Wintermonat.

In meiner Allegorie nimmt das Jahr seinen Anfang noch in aller Unschuld und Reinheit, symbolisiert vom Einhorn. Früher bedeckte häufig frisch gefallener Schnee als weisses Tuch die Natur zu dieser Zeit, so dass der Jahresanfang tatsächlich strahlend daherkam. Jetzt wird dafür mehr geböllert …

Benannt ist der erste Monat des Jahres nach dem römischen Gott Janus, der mit zwei Gesichtern dargestellt wird. Er gilt als Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore. Er markiert die Grenzen der Zeit, wie der ihm verwandte Terminus als Herr der Grenzsteine die räumlichen.

Es ist der Monat des Saturn, auch einem Wächter der Grenzen. Dieser hat sein Domizil im Steinbock, aber er stellt auch den klassischen Herrscher des Wassermanns. Immerhin ist er auch nach der Zuordnung von Uranus zu diesem Zeichen noch der Co-Regent geblieben.

Eine weitere veraltete Namensform ist Wolfsmonat.

Im Amtsjahr des römischen Kalenders war der Ianuarius ursprünglich der elfte Monat und hatte 29 Tage. Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr. wurde der Ianuarius zum ersten Monat des Kalenders. Die Zuordnung zur Elf passt zum Ingress der Sonne in das Zodiakzeichen des Wassermann am 21. 1. das im 11. Haus sein Domizil hat. Beide Herrscher des Januar, Saturn im Steinbock bzw. als Co-Regent im Wassermann und Uranus gelten als Verkörperung des Winters. Die Elf gilt als närrische Zahl und astrologisch als Sinnbild für soziale Gruppen und Freundschaften, aber auch für Ziele ausserhalb der persönlichen Selbstverwirklichung (Haus 5, Löwe)  oder des Status, wie er im Haus 10 des Steinbocks im Mittelpunkt steht.

  • Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
  • Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag’.
  • Wenn’s um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.
  • Am Neujahrstage Sonnenschein, läßt das Jahr uns fruchtbar sein.
  • Am Neujahrstag kalt und weiß, wird der Sommer später heiß.
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Winterspaziergang – wenn das Wetter passt, das beste Ritual am Neujahrstag.
Am Breitenstein @beast666

Zodiak: Steinbock und Wassermann

Monatsstein: Granat, er gehört zum Saturn und dem Wurzel-Chakra.

Pflanzen: Helleborus, Dianthus,  Stechpalme, Poinsettia, Helleborus, Efeu, Immergrüne, z.B. Efeu und Koniferen (Saturn), Lärche, Mistel (Uranus+Saturn)

Farben: Schwarz, dunkelbraun und dunkelgrün (Saturn), weiss, himmelsblau (Uranus)

Kristalle:  Granat, Jet und Onyx, Fossilien (Saturn), Rauchquarz, Malachit (Steinbock), Aquamarin, Türkis, Labradorit, Moldavit (Uranus), Bernstein (Uranus/Sonne).

Tierwelt:  Wolf, Krähe, hibernierende Tiere (Saturn). Überwinternde Sing-Vögel, Elster, Häher, Albatross, Fuchs (Uranus).

Magische Elementale: Gnome, Trolle (Erde), Sylphen (Luft)

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Rückkehr des Lichts. Im Januar einen Hirschensprung:
Die Tage werden länger, die Sonne wird kräftiger.

Januar-Rituale:

  • Kleine Tontöpchen, z.B. für Minipflanzen Ø 10 cm, mit einem Holzstab von ca 20 cm Länge (dickere Grillspiesse) versehen. Das geht leicht, einfach durch das Loch im Boden stecken, mit einem Draht oder Querpflöckchen sichern. Samen aus Pinien- und Fichtenzapfen auslösen und mit ungesalzenem Schweinefett vermischt bis auf 3/4 Höhe einfüllen. Geschälte, ungesalzene Sonnenblumenkerne werden auch gerne genommen. Schnüre anbringen und die Fett-Töpfchen umgekehrt in Bäume hängen. Für Amseln und andere Weichfresser: Alte, schon etwas mürbe Äpfel halbieren und auslegen.
  • Spazierengehen, die langsame Wiederkehr des Lichtes spüren.
  • Einen Besuch bei Freunden oder Verwandten machen – gemeinsam essen und beglückwünschen.
  • Gebildbrote verschenken – Rezepte unter Martinsweck.
  • Entschleunigung, das neue Jahr bewusster und ohne Hast angehen – die Liste mit den guten Vorsätzen nicht gleich wieder “verlieren”. Aber auch  keine Unmöglichkeiten draufsetzen.
  • Am Ende der Raunachts-Zeit, dem 6. Januar, Haus oder Wohnung mit einer Mischung aus Salbei, Wachholder, Fichtenharz, Weihrauch und Lorbeer ausräuchern. Garage nicht vergessen. Die Haustür schön auf Hochglanz bringen, damit das Glück gerne eintritt. Katholiken freuen sich jetzt auf die Sternsinger, die ihren Jahressegen mit Kreide über dem Eingang anbringen: C+M+B = christus mansionen benedicat. Christus segnet diese Heim. Ein alter Brauch mit heidnischen Wurzeln bei der Grossen Mutter.
  • Im Garten: Gegen strenge Fröste spätestens jetzt sensiblere Gewächse mit Vlies umwickeön oder abdecken.  Im Gewächshaus bei Tages-Minusgraden ebenfalls für Winterschutz sorgen. Vor allem wenn mediterrane Kübelpflanzen dort ihr Quartier haben! Endiviensalat oder Zuckerhut kann ebenfalls eine Abdeckung vertragen. Leimringe an Obstbäme anbringen – Stämme kalken – an frostfreien Tagen!
olkii

Neujahrs-Spaziergang am Reussenstein.

  • Wintersport: Nicht unbedingt der alpine Skizirkus mit all seinen perversen Auswüchsen – Winterwandern, auch mit Schneeschuhen, Rodeln und Eislaufen oder Eishockey machen mehr Spass als das Profitstreben von Tourismusverbänden und Hoteliers zu befriedigen. Und es schädigt nicht die Umwelt.
  • Wir haben als Kinder die in meiner sehr kalten ostbayrischen Heimat reichlich vorhandenen Fischweiher zum Schlittschuhlaufen genutzt, Dank Klimawandel ist das nicht mehr oft möglich, aber es gibt ja immer mehr Eissporthallen, wo das Vergnügen auch weniger gefährlich ist. Für die jenseits von natürlichen Instinkten und Vorsicht aufwachsenden Kinder heutzutage sowieso. Übrigens: Eishockey ist auch für Mädchen als Teamsport geeignet, besser als gegenseitig die bunten Krallen von L-A. Nails oder Nasenpiercings zu bewundern und dümmliche Popsternchen anzuhimmeln allemal. Davon abgesehen Mädels: Eislaufen macht tolle Beine!

Gottheiten des Januar:

  • Hera (2.1.), Inanna, Holle/Freya (8.1.), Pax (30.1), Bethen/Matronen (6.1)
  • Janus (9.1.), Saturn, Uranus (astrologisch)
Januskopf aus der vatikanischen Sammlung.

Januskopf aus der vatikanischen Sammlung.
Quelle:wikimedia

  • Zodiak – Haupteinfluss: Steinbock/Saturn, Ingress der Sonne in den Wassermann, Herrschaft des Uranus ab 21.1.
  • Baum: Fichte, Tanne, Zypresse, Stechpalme (Saturn), Lärche (Uranus)
  • Duft: Myrrhe, Weihrauch, Wachholderbeeren, Patchouli (Saturn), Fichtenharz, Bernstein (Uranus)
  • Gottheiten:  Saturn, Ops, Mithras, Cailleach, Holle, Uranus, Prometheus, Loki, Hephaistos, Brigid ab 21.1.
  • Metall:  Blei (Saturn), Zink (Uranus)
  • Mythologische Figuren: Die Alte, Frau Holle, Rübezahl, Einhorn

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©kmygraphic

Posted by on Januar 9th, 2017 Kommentare deaktiviert

Nachtfahrende und Wütis Heer: Volksbrauchtum und Aberglauben zu den Losnächten (Raunachtsbrauchtum)

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Magische Polarlichter erhellen den arktischen Winter nd führten zu Spekulationen über Geistwesen.
Northern Lights ©scrano 2014

Orakel, Tabus und Vorkehrungen gegen die Geister der Wilden Jagd. Oder Verführung zum Ausflug mit der Hexenkönigin Diana?

  • An den 4 wichtigsten Raunächten sollte man Räuchern, mit einer Mischung aus Wacholder, Lorbeer, Fichtenharz und Weihrauch. Die Stallungen räuchert man auf dem Land mit Johanniskrautbuschen aus, die aus dem um die Sommersonnwende herum gesammelten Hartheu gebunden wurden, oder mit Stücken aus dem Kräuterbuschen von Maria Himmelfahrt, dem 15. August.

    Dürer: Hexe

    Dürer: Hexe, 1502.
    Man beachte die Putti/Genien!

  • In den Rauhnächten bewegt sich das Chaos in eine neue Ordnung hinein:
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    Heiliger Rauch: Zu keiner Zeit der Jahres wurde so viel geräuchtert wie in den Rau(ch)nächten.
    Häufig auch mit psychoaktiven Pflanzen oder Pilzen.

    Alle Räder sollten stillstehen.

  • So wurde in dieser Zeit nicht gesponnen, gewaschen oder gemahlen. Alle Räder, die sich normalerweise drehen, werden abgestellt, weil sich in dieser Zeit das Schicksalsrad dreht. Manche Menschen halten  daher die Uhr kurz vor zwölf an und setzen sie nach dem letzten Schlag der Kirchturmuhr wieder in Gang.
  • Zwischen Weihnachten und Neujahr soll nicht gewaschen und ausgemistet werden. Das kann Unglück und Tod bringen, Bettlaken symbolisieren ein Leichentuch.
  • Kinder, die an einem Samstag oder Sonntag während der Rauhnächte geboren werden, sollen magische Fähigkeiten besitzen. Sie sind hellfühlig und medial, haben das “Zweite Gesicht”, bringen Glück und können sehr reich werden.
  • In den Raunächten ist es auch keinerlei Glücksspiel erlaubt, besonders verteufelt ist das Kartenspiel. Viele Geschichten und Legenden ranken sich um Menschen, die das Spielverbot missachteten und dadurch unheimliche Begegnungen hatten, die ihnen fast den Verstand raubten. Vor allem der Boandlkramer, oder der Klaubauf können einen dan heimsuchen: Das Theaterstück “Der Brandner Kasper schaut ins Paradies” thematisiert die Folgen so eines Kartenspiels in der Freinacht.

    Freyja_and_cats_and_angels_by_Blommer

    Freiya mit Katzen und Engeln/Genien!
    Zur Anführerin der Wilden Jagd in ihrer winterlichen Gestalt
    Frau Holle, wird sie zur Zeit der Hexenverfolgung
    in Personalunion mit der römischen Diana.

  • Wer die Türen zuknallt, hat im neuen Jahr mit Blitz und Streit im Haus zu rechnen.
  • Wer Bettzeug und Wäsche im Freien lüftet, hat mit Krankheiten zu rechnen, da sich die Unholde und Geister, die in diesen Nächten umherziehen, in der Bettwäsche verfangen.
  • Wer sich in den Rauhnächten die Haare und Nägel schneidet, muss im Neuen Jahr mit Kopfschmerzen und Nagelbettentzündungen rechnen.
  • Wer sich Dinge geliehen hat, sollte diese bis zu den Rauhnächten zurückbringen und wer etwas verliehen hat, sollte es zu den Rauhnächten wiederbekommen. Ansonsten ist im Neuen Jahr mit Energieverlust und Krankheiten zu rechnen.
  • Jeder Tag der Zeit der Losnächte symbolisiert einen Monat des kommenden Jahres: Daher orakelt man in diesem Zusammenhang gerne:
  • Träume gehen in Erfüllung. Werden sie in der ersten Nachthälfte bis Mitternacht geträumt, so erfüllen sie sich in der ersten Monatshälfte des jeweiligen Rauhnachtsmonats. Träume der zweiten Rauhnachtshälfte beziehen sich auf die zweite Monatshälfte.
  • Unordnung und Dreck ziehen die Nachtfahrenden an und verursachen Krankheit und schlechte Gefühlempfindungen. Vor dem Beginn der Rauhnächte sollte man daher gründlich aufräumen und saubermachen. Der Sage nach gehen Odin oder Frau Holle/Perchta um, in Italien die Befana-Fee, und belohnen Menschen in ordentlichen Häusern. Die Schlampigen werden im kommenden Jahr abgestraft.
  • Stirbt jemand in dieser Zeit, wird es im darauffolgenden Jahr zwölf weitere Sterbefälle in der näheren Umgebung geben.
  • Wenn Hunde in den Rauhnächten bellen, ist diese eine Bestätigung, dass der Gedanke, der gerade gedacht wurde, richtig ist. Bellt ein Hund allerdings um Mitternacht, so wird jemand sterben.
  • Viel Wind in den Rauhnächten kündigt ein unruhiges Jahr an. Viel Nebel steht für alte Dinge, die bereinigt werden wollen und kündigt ein nasses Jahr an. Helles und klares Wetter, bedeutet warme, trockene und gute Zeiten.
  • Viele Eisblumen an den Fenstern, Reif oder Schnee auf den Bäumen deuten auf ein ertragreiches Jahr hin.
  • Besen sollten in den Rauhnächten gebunden werden, weil man mit ihnen Krankheitsdämonen und böse Geister aus dem Haus fegen kann.
  • Heilkräuter wirken in dieser Zeit besonders stark und sollten verstärkt zum Einsatz kommen.

Mythologie der Wilden Jagd:

In den oft stürmischen Winternächten in früheren Zeiten … gibt es sowas heute noch, Klimawandel sei Dank?  Also, es ächzte und krachte ganz schön bei den Winterstürmen meiner Kindheit, und man konnte das Brechen von Ästen unter Schneelasten durchaus hören. Das ist die Zeit der “Wilden Jagd” oder von Wütis Heer, ein Begriff, der aus der germanischen Mythologie stammt. Über das Aussehen und die Teilnehmer der Wilden Jagd gibt es verschiedene Traditionen.

„Åsgårdsreien“ von Peter Nicolai Arbo - http://godsbay.ru/vikings/einherjars.html. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:%C3%85sg

Einherjer: Wilde Jagd Odins

In einer der Überlieferungen wird die Wilde Jagd vom germanischen Gott Wotan/Odin, der auch “Wilder Jäger” genannt wird, und Frau Holle, der Freyja/Frigga in der Verkörperung der Totengöttin Hel, angeführt. In ihrem Gefolge befinden sich nebenn den Walküren auch die Seelen der Toten. Das Geisterheer braust durch die Lüfte mit starkem Wind, und enormem Lärm. Dieses Totenheer, das hauptsächlich aus gefallenen Kriegern besteht, bezieht sich in der nordischen Mythologie auf Ragnarök, den Weltuntergang, für dessen Bekämpfung Odins Krieger trainieren müssen. Ein Augenzeuge der das Treiben am Himmel beobachtet, wird von der Wilden Jagd erfasst und mitgerissen. Deswegen sollte man sich in den Rauhnächten besser im Haus verstecken bis das Geschehen vorüber ist. Im hohen Norden war die Wilde Jagd wohl auch eine Erklärung der in den langen Nächten besonders gut sichtbaren Nordlichter. Odin und Frau Holle kann man während ihrer Jagd aber auch gütlich stimmen und ihnen Reste vom Weihnachtsessen als Opfer bringen. Diese sind entweder vor die Tür oder – sofern vorhanden – unter den Obstbäumen im Garten bereitzulegen. Ähnlich den Opfern bei den schamanischen Tuva des Altai, oder in anderen Naturreligionen, sind das Kuchen, Gebäck, Milch aber auch Schnaps und Tabak. Den eigenen Ahnen kann man ein Licht ins Fenster stellen. Sogar Hafer für Odins Pferd Sleipnir wurde früher bereitgestellt.

Wegen der Gefahr einer “quasi- Zwangsrekrutierung” blieb man also im Haus, später galt das hauptsächlich für Mädchen und Frauen, da durch den zunehmenden Hexenglauben man diese als besonders gefährdet ansah. Das wilde Heer wurde jetzt von Herodias oder Diana, wahlweise auch noch Frau Holle angeführt. Auch wurde die Gefolgschaft der Nachtfahrenden zunehmend dämonischer. Aus Naturgeistern und Kriegerseelen wurden Hexen, Teufel und Unholde.

Ein Exkurs:

Der Gedanke eines Heers aus Verstorbenen spukt wohl als archteypische Furcht (Wiedergänger, Vampire, Zombies) in den Köpfen der Menschen. Eine neuere makabere Variante eines solchen gespenstischen Zuges stellen die weissen Wanderer und ihre Armee der Untoten dar, die sich G.R.R. Martin in seinem vielbändgen Epos “A Song Of Ice And Fire”, auch bekannt als “Game of Thrones” ausgedacht hat. Solcherlei immer gefragtere Fantasy-Literatur, von Herr der Ringe bis zu Teenie-Vampirsehnsüchten ala “Twilight”spiegelt wohl die immer deutlicheren Eskapismus-Tendenzen aus unserer glatten geistigen Ödnis des Mainstreams und seiner zensurhaften “Political Correctness” wieder. Früher haben wir als Kids gerne Italo-Western angeschaut, weil da gefurzt und geflucht wurde sie von zynischen Sprüchen und Zoten nur so strotzten. Und es gab dort auch keine weichgespülten Typen, weder Männer NOCH Frauen.

Eine zusätzliche Erklärung solcher Vorstellungen von fliegenden Geistern in der “Zeit zwischen der Zeit” liegt vielleicht im Brauchtum des Weissagens und Orakelns, dessen Ergebnisse dann als besonders  aussagekräftig galten. Unterstützt wurden diese Praktiken durchaus mit dem Einsatz psychoaktiver Substanzen, vom Met-Vollrausch über Fliegenpilzsüppchen und Schamanenurin wurde alles mögliche kosumiert. Auch die als Hexenflugsalben verrufenen “Schlaf-und Fieberschmieren” mit ihren potenten Alkaloiden könnten gebraucht worden sein. Auffällig erinnern die Darstellungen der “Wilden Jagd” an die Schilderungen der Ausfahrt zum Hexen-Sabbat von Frauen, die wegen Hexerei angeklagt und gefoltert wurden. Vielleicht hat die Vorstellung der “Wilden Jagd” auch noch ältere,  schmanische Wurzeln, wie etwa bei den Benandanti des Friaul, die noch bis in die Neuzeit einen Fruchtbarkeitskult ausübten, bei denen religiöse Ekstasepraktiken mit Flugvorstellungen und Kämpfen gegen Dämonen üblich waren.

Die genauen Formeln der Flugsalben sind nicht überliefert, Ethnologen, Botaniker,  Mediziner und selbst Alchemisten haben sich um Rekonstruktionen bemüht. So eine Flugsalbe war etwa folgendermassen zusammengesetzt:

Hexensabbat, schamanische Reise, Wilde Jagd schöpfen wahrscheinlich aus einer Quelle.

Hexensabbat, schamanische Reise, Wilde Jagd schöpfen wahrscheinlich aus einer Quelle.

Diese Art Rausch dürfte nicht sehr angenehm gewesen sein: Extremes Hitzgefühl, Mundtrockenheit, Atemdämpfung, Schwindel, Sehstörungen, Übelkeit, Tremor sind typisch für Alkaloid-Drogen. Keine Selbstversuche mit solchen Rezepturen, vor allem bei Hexenschmieren: Die Bestandteile sind wesentlich giftiger als übliche Drogen, wie Cannabis oder Mushrooms und ähnliches. Falsch dosierte Alkaloide führen zum Exitus und nicht zur Ekstase! TODsicher!!

 

Posted by on Dezember 22nd, 2016 Kommentare deaktiviert