Archive for the ‘Venus’ Category

 

Das Erdelement: Stabilität, Fruchtbarkeit, Realitätssinn

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Fruchtbar grünes Erdelement: Kessel oder Füllhorn der Mutter Erde.
Cornucopia ©scrano 2013

Korrespondenzen des Erd-Elementes:

Zodiak:

  • Jungfrau: mutabel – Merkur in seinem Nachthaus, Vesta
  • Steinbock: kardinal – Saturn in seinem Nachthaus
  • Stier: fix – Venus Pandemos

Tarot: Pentakel, Münzen

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Grün, rostrot, ocker, braun, grau, schwarz

Alchemie:

  • EarthNach unten zeigendes Dreieck mit Querbalken

Elemental:

Tage:

  • Samstag – Saturn

Pflanzen:

  • Getreide (Merkur), Wurzelgemüse (Venus), Immergrüne (Saturn), Nadelbäume (Saturn)

Signatur:

Wenig Blüten, unscheinbare Blüten, ledrige Blätter, knorrig, kriechend- oft mit Rhizom, starke Wurzelbildung, mineralstoffhaltig, kieselsäurehaltig, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Stärkebildung, wenig Zucker oder Saft. Erdiger Duft. Pflanzen der arktischen Regionen. Kältevertäglich.

Öle:

  • Patchouli (Venus, Pluto)
  • Vetiver, (Venus, Pluto)
  • Kalmus, (Saturn, Sonne, Mond)
  • Tonka, (Venus, Mars)
  • Myrrhe (Saturn, Mond)
  • Iriswurzel, (Saturn, Mond)
  • Zypresse, (Saturn, Sonne)
  • Sandelholz (Venus, Mars)
  • Eichenmoos,
  • Karotte

Tiere:

  • Auf vier Beinen laufende Tiere, vor allem Weidetiere, Reptilien, Höhlen- oder Baubewohner wie Murmeltiere, Dachse. Tiere der Felsenregionen.

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Der Erde,  zu der die Yin Variante “Ruhe und Empfängnis” passt ist in jedem Elementesystem die Fruchtbarkeit von Pflanzen und Tieren, aber auch des Menschen zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie von Saturn und Venus regiert, dem Winter- und Frühlingsapekt der bäuerlichen Kulte. Den Erdzeichen haftet vor allem die Neigung zur realen, physischen Manifestation der Dinge an an, sogar der Merkur-beherrschten Jungfrau. Diese repräsentierte aber in antiken Vorstellungen  Asträa, die Sternenjungfrau. Deren Symbol war die Kornähre. Als Zeichen der Aussaat und Ernte (heliakischer Aufgang bzw. Untergang zu diesen Jahreszeiten) war Virgo/Asträa auch mit den Mysterien der erdhaften Muttergöttin Demeter verbunden. Allen drei Erdzeichen ist eine wert-konservative Einstellung zueigen. Das Erdzeichentrigon repräsentiert: Wachstum der Vegetation (Stier) Ernte (Jungfrau) Winterruhe (Steinbock).

Zustandsformen der Elemente im Erd-Trigon:

  • Steinbock: kardinal, aufstrebende Berggipfel, Felsen
  • Stier: fix, weite Ebenen, Ackerland
  • Jungfrau: mutabel, vom Wind bewegtes Grasland, Getreidefelder.
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos interessiert. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

Posted by on Januar 12th, 2017 Kommentare deaktiviert

Rechtzeitig zum Fest: Die Geschenke des Zodiak

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Päckchen mit Geschenken – von himmlischen Boten gesandt.
Heaven Sent ©scrano 2016

Das richtige Geschenk – Domäne der Venus

Ob anlässlich eines Geburtstags, zum Muttertag, Hochzeitstag oder zum Weihnachtsfest: Die Wahl eines passenden Geschenks stellt uns zusehends vor immer grössere Probleme. Die Vielfalt des Angebots wird trotz Internet (oder deswegen) immer unüberschaubarer. Zuminest für Menschen aus den engenren Bekannten oder Freundeskreis kann man hierfür geschickt die Astrologie nutzen.Die Stellung der Venus nach Zeichen und Haus gibt einen Hinweis, neben ASC, Mond und Sonne – die das Grundnaturell beschreiben. Venus zeigt wo wir begehren und was wir schön finden. Steht sie auch noch im selben Haus bzw. Zeichen wie Mond oder Sonne (häufiger der Fall, da Venus sich nie weit weg von ihr befindet), sind die entsprechenden Vorlieben natürlich besonders stark ausgeprägt.

Widder Venusaries_by_kmygraphic-d8lx3gh
Und … Action! Hier sind ein Abo im Fitnessstudio oder ein Sportgerät höchst willkommen. Oder Karten für ein Sportereignis. Cowboy-Stetson oder Aussie-Hat – überhaupt Kopfbedeckungen, vom Sturzhelm bis zum auffälligen Schrei der letzten Hut-Mode. Es kann ruhig auffällig sein, bunt oder gleich flammend rot. Diese Farbe ist bei den Widdern generell beliebt, dank ihres feurigen Herrschers Mars: Also beim selbstgestrickten Pulli daran denken! Ein Besuch bei einem Starfriseur – machen Sie sich auf ein provokantes Haarkunstwerk gefasst! Ein Motorrad oder Mountainbike. Ein Boxsack und Handschuhe, für das marsische Temperament.

1. Haus Venus
Hier kommen Geschenke besonders gut an, man liebt schöne Dinge oder ist kulturbeflissen – Theaterkarten oder hübsch verpackte Kleinigkeiten, egal. Die Auswahl wird natürlich vom Zeichen mitbestimmt. Durch die Venus im 1. Haus wird die Wahrnehmung für die schönen Seiten des Lebens geschärft, und man befleissigt sich einer gewissen Eleganz in der gesamten Lebensführung.

Stier Venus
Ditaurus_by_kmygraphic-d8lx3zkese Venus liebt Komfort und Bequemlichkeit, aber auch sinnliche Genüsse. Kulinarische Geschenke oder eine Einladung in ein Gourmetrestaurant sind hier sehr geschätzt. Edlen Schokoladenpräsenten ist man auch nicht abgeneigt. Daneben kann man auch die musische Seite der Stiere ansprechen: Musik-CD, ein Konzertabend oder Gesangstunden, oft hat Stiervenus ein diesbezügliches Talent. Gemäss der astromedizinischen Korrespondenz – ein luxuriöses Parfum. Für die Gärtner unter den Stieren: Pflanzenbücher oder schöne Übertöpfe und andere Gartenaccessoires.

2. Haus Venus
Hier ist man körperbetont und den materiellen Genüssen zugeneigt – die Auswahl wird wieder vom Zeichen bestimmt. Ein kunsthandwerkliches Hobby kann hier auch eine Geschenksoption liefern.

gemini_by_kmygraphic-d8lxq8oZwillinge Venus
Bücher, Zeitschriften, alle Informationsmedien sind höchst willkommen, auch Techno-Gadgets und Computer. Ein Abo für ein Rätselmagazin, die flinken Merkurier knobeln gerne.  Eine Bücherlesung ihrers Lieblingsautors mit Diskusionsabend.  Ein schönes Schreibgerät,  oder einen eigenen Blog. Bei Computern: Möglichst leicht und transportabel – ein i-PAD oder Smartphone mit grösserem Display. Etwas, was den Zeitgeist repräsentiert. Es muss nicht dauerhaft sein, da man hier schnell gelangweilt ist. Rollerskates – wie die Flügelschuhe des flinken Hermes. Ein Kurs in Pantomime – für die “sprechenden” Hände der Zwillinge-Venus ideal. Karten für das neueste Musical. Ein Besuch im Nagelstudio – oder besondere Handschuhe.

3. Haus Venus
Kommunikation und Lernen ist hier die Devise – Auswahl nach Zeichen. Oder ein Mitbringsel mit einer Hintergrund-Story, über die man ausgiebig diskutieren kann.

Krebs Venuscancer_by_kmygraphic-d8lxqax
Etwas für das Eigenheim, besonders aus der Kategorie “Antikes”. Ein Geschenk mit dem Hauch von Geschichte, mit Tradition – und Vorsicht, sie sind qualitätsbewusst und hassen Plastik! Kameras, von einer einfachen Digi-Knipse bis zum semiprofessionellen Level. Krebse lieben Fotos, als Andenken an ihre Lieblingsmomente. Kochbücher und Bildbände mit Reisebeschreibungen.  Ein romantisches Dinner zu zweit, möglichst bei Kerzenlicht. Ein schönes Tagebuch, mit Schreibfeder und altmodischem Tintenfass. Eine Seereise – Kreuzfahrt oder besser noch Weltumsegelung. Der Krebs liebt das Meer, es ist seine zweite Heimat. Software für die Ahnenforschung und den Familienstammbaum. Ein Gourmet-Kochkurs und ausgefeilte Rezeptbücher.

4. Haus Venus
Dinge mit Tradition, Geschichte oder etwas maritimes. Hier ist Venus generell romantisch und liebt ihr Zuhause – aber auch paradoxerweise von Fernweh geplagt – oder besser gesagt von der Sehnsucht  nach der weiten See – Piratenabenteuer: Die gesamte “Pirates of the Carribean” Filmreihe auf BluRay. Bücher über Archäologie und Geschichte. Ein eigenes Fleckchen Erde – das 4. Haus repräsentiert die Heimat und die Familie. Ein tolles Familienfest.

Löwe Venusleo_by_kmygraphic-d8lxwmu
Luxus oder Applaus- was hier mehr gefragt ist – schwierig zu sagen. Teuer sollte es schon sein, oder zumindest danach aussehen. Theaterkarten für die besten Plätze, die grosse Operngala in der VIP-Lounge. Oder etwas Schönes für ihr bestimmt exklusives Hobby. Ein Malkurs in der Toskana, allerdings in luxuriöser Umgebung – gleich mit Pool und Gourmet-Tempel um die Ecke. Gold – es ist nun mal das Löwe-Metall – und Diamonds ARE a girls best friend, für die Venus in diesem Zeichen. Sie steht hier  ja schliesslich erhöht, da muss man schon auf Niveau achten. Ein Wochenende in Las Vegas.

5. Haus Venus
Das Haus von Spass und Spiel, hier lebt das innere Kind – alles was Laune macht und wodurch man sich umschmeichelt und verwöhnt fühlen kann. Etwas  zum Gestalten, was die eignene Persönlichkleit zum Ausdruck bringt.  Und ein Hauch von Luxus sollte auch Präsente für die 5. Haus Venus umschweben.

Jungfrau Venusvirgo_by_kmygraphic-d8m1c2c
Eine Uhr – nein, Spass beiseite, Jungfrauen lieben Zeitmesser aller Art. Von guter Qualität, praktisch und dauerhaft sollte sie allerdings sein, wie jedes Präsent für  diese Venus. Geschenke für den Büroschreibtisch, Helferlein-Software, alles was bei der täglichen Routine hilft. “Form follows Function” ist das ästhetische Motto der diensteifrigen Venus. also nicht Extravagantes oder Schräges ! Übertriebener Luxus wird unter Umständen als dekadent oder unschicklich angesehen. Zweckmässigkeit ist alles für die Pragmatiker des Zodiak. Sie sind geschickte Handwerker, wie die Stiere – also hochwertiges Werkzeug ist auch gern gesehen.

6. Haus Venus
Alltagstauglichkeit ist hier das Motto. Unter diesem Gesichtspunkt sollte die Geschenkeauswahl stehen, egal ob Technik, Kleidung oder Gutschein. Letztere sind hier auch gerne willkommen, sie sind die praktische, vernunftgesteuerte Form von Präsenten.

Waage Venuslibra_by_kmygraphic-d8m1c3d
Auf jeden Fall mit Stil! Hier ist Venus in ihrer ästhetischen Weltsicht zu hause, also nichts Verschrobenes, Hässliches, Lautes oder Grobes bitte. Ein Aufenthalt in einem Wellnesstempel, eine Session im Beauty-Parlor oder ein hübsches Schmuckstück mit Klasse sind höchst willkommen. Karten fürs Ballett, die Waage liebt den klassischen Spitzentanz. Kein Abenteuerurlaub. Bücher über Kunst, schöne Bildbände. Schlittschuhe, neben Tanzen ist das schwerelose Gleiten über das Eis eine Waage-Disziplin. Kein Eishockey! Ein Tai-Chi Kurs.

7. Haus Venus
Etwas für Zwei, und nett, harmonisch und ästhetisch ansprechend sollte es auch sein. Eine gemeinsame Reise oder ein Paartanzkurs.

Scorpion Venus
scorpio_by_kmygraphic-d8m1iglEs darf ruhig schaurig sein! Oder mysteriös – ein Krimi-Dinner z.B. oder ein kniffliges Puzzle. Geschenke mit “gothic touch” oder der letzte Spionage-Thriller, als Buch oder Film. Bücher über naturwissenschaftliche Themen, Psychologie oder auch okkultes. Ein cooles Leder-Outfit oder Handschellen mit Pelz gefällig? Tickets für ein Hard Rock-, Heavy Metal-, Symphonic Rock-Konzert oder japanisches Kodo-Trommeln. Ein Kurs in Tantra-Yoga. Kampfkunst wie Aikido, Karate und Kung-Fu fasziniert die plutonische Venus ebenfalls. Ein schönes Schachspiel, ideal für die Meisterstrategen, sie schätzen den menschlichen Gegner mehr als den elektronischen beim Computerschach. Ein Buch über ausgefallene Bar-Rezepte für die Hobby-Alchemisten, gleich mit einer Flsche Absinth samt Gläsern und Löffeln.

8. Haus Venus
Alles was den detektivischen Scharfsinn anregt – oder nachhaltig ist. Aber auch Monopoly und andere Gesellschaftsspiele die den Sinn für die Finanzwelt trainieren. Ein guter Steuerratgeber.

Schütze Venussigittarus_by_kmygraphic-d8m1mcn
Ein Abenteuerurlaub oder ein Ski-Kurs mit Wellness-Angebot. Utensilien wie Kompass oder Sandbleche für den SUV. Bücher über Fernreisen, Dumont oder Baedecker, Kochbücher mit exotischen Rezepten. Karten für ein Orgelkonzert in einer Kathedrale. Ein Abend im Kabarett oder im Cirque de Soleil. Ein Urlaub hoch zu Ross, ein Reitlehrgang oder Bogenschiessen.  New Age und Esoterik-Artikel, wie Feng Shui Kristalle oder Delfine. Ein schönes Sortiment exotischer Gewürze.

9. Haus Venus
Fremdsprachenlernsoftware oder ein Kurs bei der Volkshochschule. Bücher über Philosophie und Reliogionswissenschaften. Bildbände von fernen Ländern. Das 9. Haus handelt von höherer Bildung, Philosophie und Reisen.

Steinbock Venus
Antiqitäten mit Stil und Status – und mit Zertifikat! Retrostyle, aber bitte nicht hip! Keine Experimente. Ein schöner handgearbeiteter Aktenkoffer, oder ein wertiges Visitenkarten-Etui. capricorn_by_kmygraphic-d8m216s Trotz aller Nüchternheit, im Alter entwickeln Steinböcke oft einen schrägen Sinn für Humor -also etwas Lustiges darf es auch sein. Nur nicht gerade Kindereien, Clowns oder Toilettenwitze. Ein toller Bürostuhl für das Arbeitszimmer. Bücher über Architektur oder Geologie, ein schönes Stück für die Mineralien- oder Fossilensammlung.

10. Haus Venus
Nützliches für den Beruf – eine Sprachreise, Organizer-Software, Mousepad, Kaffeetasse oder ein toller Wandkalender, um das Büro zu verschöneren.

Wassermann Venusaquarius_by_kmygraphic-d8m2848
Etwas Aufregend Neues, der letzte Schrei – in Mode, Heimdeko oder Haustechnik. Überhaupt Technik – elektronische Gadgets aller Art, vom Computer bis zum Mähroboter. Die neueste elektronische Esspressomaschine mit allem Schnickschnack. SciFi-Romane oder Filme. Eine Plasmakugel. Bücher über soziale, technische und politische Revolutionen, Literatur über Astronomie und Astrologie. Ein Teleskop, oder ein Vortragsabend im Planetarium. Eine Ballonfahrt oder ein Tandemsprung mit dem Fallschirm. Ein Kurs in Molekularküche. Man beachte allerdings die Phobien, die bei den Uraniern durchaus vorkommen könen.

11. Haus Venus
Eine tolle Überraschungs-Party mit Freunden, Karten für einen Charity-Event. Etwas Ungewöhnliches für eine Gruppe, wie interaktives Theater, oder ein Computer-Rollenspiel. Ein Raspberry Pie, Arduino oder ähnlicher Kleinstcomputer für eigene Hardware-Hacks.

Fische Venuspisces_by_kmygraphic-d8m5dom
Die Welt der Oper, in Form von Karten oder BluRay. Die Neptunier sind sehr musikalisch, besonders in Verbindung mit Venus, daher ist auch ein Musikinstrument willkommen, am besten mit ein paar Übungsstunden. Ein Besuch in einem tollen Aquarium – oder gleich einen Goldfisch, Koi oder ähnlichen Wasserbewohner. Etwas zum Träumen – Gedichtband, Fantasy-Literatur – nicht gerade Game of Thrones – darüber freuen sich Skorpione! Harry Potter, oder Ursula LeGuin auch für erwachsene Kinder – grosse und kleine Löwen fühlen sich von Heldenromanen ebenfalls angesprochen – aber der Fisch kann in so einer Welt völlig aufgehen. Marion Zimmer Bradleys Avalon Buchreihe. Ein Abo für  eine Thalassokur – oder ein besonderes Meersalz. Tarotkarten und ein Kurs in Za-Zen. Und last but not least: Extravagante Schuhe – vor allem für die weibliche Fische-Venus eine Versuchung! Eine Akupressur-Fussmassage für die Herren Fische.

12. Haus Venus
Oh, das grosse Mysterium – im 12. Haus ist es daheim – Bücher über Kryptologie und Zahlenrätsel bei den mathematisch veranlagten, Meditations- oder Yoga-Kurs für die spirituellen Gemüter. Exerzitien in einem Kloster.  Sie lieben schöne, aufwendige Verpackungen, die nicht gleich verraten, welcher Art der Inhalt ist.

Ein Nachtrag: Ausser Zierfischen, keine Haustiere auf der Liste – für Kinder sind sie doch oft der Herzenswunsch! Nun, den Umgang mit Schutzbefohlenen, ob kinder oder tierische Gefährten regeln der Mond (das mütterliche Element ) und die Sonne (das väterliche Element). Ein bisschen humorvoll betrachtet: Die Haustiere des Zodiak.

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Ich bin keine Sache!

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Ich auch nicht!

Alle Zodiakanimationen und Weihnachts-Gif: ©kmygraphic.

Posted by on Dezember 9th, 2016 Kommentare deaktiviert

Sacred Pleasure: Fruchtbarkeit und Religion

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Fruchtbarkeit als ewiger Antrieb des Schöpfungskreislaufs.
Fertility rites ©scrano 2016 model:faestock

Wann begannen sich die Menschen überhaupt verstärkt für dieses Thema zu interessieren? Wahrscheinlich mit dem Beginn des Agrarzeitalters am Ende des Mesolithikums – wobei die Szenarien, in deren Zusammenhang dieser Begriff von  Sesshaften oder durch wandernde Hirtenvölkern gebraucht wurde, sich nach einiger Zeit auseinander entwickelten. Zu der Fruchtbarkeit der Natur stand die eigene Reproduktionsfähig nun auch vermehrt im Mittelpunkt der sich neu formierenden Gesellschaften, da das Überleben der Gruppe immer stärker von einer gewissen Kopfzahl abhing:

Bauern brauchen Feldarbeiter, und Schutztruppen um ihr Land oder den Zugang zum Wasser zu sichern, Hirten Verteidiger und Pfleger der Herden. Daneben musste noch Alltagsarbeit verrichtet werden. Ausfälle durch Kindersterblichkeit waren hoch, besonders am Anfang des Neolithikums, wegen der ungewohnten Ernährung, oder durch Zoonosen, durch enges Zusammenleben mit dem Nutzvieh. Selbst für die fischenden Küstenkulturen am Ende des Mesolithikums galten solche Überlebensbedingungen bereits. Mit der Entwicklung von Städten dynamisierte sich der von der neolithischen Revolution eingeleitete gesellschaftliche Strukturwandel dann nochmals verstärkt.

Wie immer in der menschlichen Geschichte bleiben Probleme bei der Existenzsicherung und im Zusammenleben nicht aus: Wo also Hilfe holen, wenn man sich in seiner Not an höhere Wesen wenden will? Welche neue Form von Magie oder Religion impliziert die neue Lebensweise?

Dass weibliche Tiere durch Geburt neues Leben hervorbringen war den Menschen bereits zur Jäger-und Sammler Zeit hinlänglich bekannt – auch ein Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus und den Mondphasen war wohl schon ein Bestandteil mancher Kulte. Eine mythische Herrin der Tiere kennen auch viele Schamanenkulturen auch heute noch – sie gibt Leben, wo vorher Tod war, aus den Knochen des erlegten Wildes regeneriert sie durch Neubeseelung die jagdbaren Bestände. Daher musste man den Tieren unter ihrem Schutz Respekt erweisen, damit ihre Seele unbeschadet blieb, die Knochen legte man im Wald unter besondere Bäume, oft die Form des Tieres nachahmend. Zeugnisse solcher Vorstellungen finden sich heute noch bei tungusischen Völkern oder der „Büffelfrau“ der Cheyenne. Man kann also wahrscheinlich von einer  weitverbreiteten weiblichen Schöpfer-Urgestalt ausgehen, die parthenogenetisch alles hervorbringt, was auf der Erde lebt. Ihr Symbol war wohl der Mond.

Wie ging es weiter? Jäger brauchen die mondhellen Nächte für ihre Beutezüge, Agrargesellschaften nutzen aber vor allem das Sonnen-Licht des Tages. Man merkte bald, dass es  zudem vielfältige zusätzliche begünstigende und schädliche Einflüsse gab, die Ernte oder Ertrag der Viehherde beeinflussten.

Ganz zu Anfang waren dies hauptsächlich Bodenbeschaffenheit der potentiellen Äcker und das Wetter, welches Temperatur und Wasserreserven bestimmte.

Wie man aus den Ursprüngen der Sesshaftigkeit weiss, z.B. Catal Hüyük in Anatolien, war das Urweibliche immer noch prägend für die Spiritualität.  Die Magna Mater hatte jedoch plötzlich auch solare  Symbole, neben der Mond-Kuh (Hörner) und der Doppelaxt, die für die Mondphasen und die Axis mundi stehen, trifft man jetzt auf Raubkatzen, besonders Löwinnen. Selbst die Urmütter in der Neuen Welt (z.B. Coatlicue) zeigen von Anfang an Raubtierkrallen oder Zähne. Das weitere Element, das jetzt ins Spiel kommt, ist die Schlange, auch dieses Symbol ist global. Sowohl Schlange als Axt (später dann Thorhammer, Donnerkeil) sind auch phallisch, letztere wird auch als magisches Requisit für das Wettermachen (Blitzaxt) angesehen, viele der Grossen Mütter tragen sie als Machtinsignie.

Also, zu Beginn des Neolithikums vor  ca  5000-8000 Jahren, je nach Klimazone, war im spirituellen Bereich noch alles im Kern mutterzentriert. Auch die universellen Meeresgottheiten der Fischerkulturen waren wohl weiblich, schon weil der Mond die Gezeiten regiert. Man kennt das immer noch bei den Inuit, mit ihrer Göttin Sedna. Alle diese Vorstellungen und Symbole begegnen uns bis in die Bronzezeit, besonders in Kleinasien und auf Kreta, aber auch bei den Kelten.  Diese Mutterfiguren sind häufig dreigestaltig, herrschen über Erde und Unterwelt, Tag- und Nachthimmel. Sie besitzen einen Jungfrau-Aspekt, der ihre Unabhängigkeit und Zeugungskraft betont – aus sich selbst heraus schaffend und sich zyklisch regenerierend. Sie sind auch kriegerisch und nicht immer angenehm. Einige Überbleibsel der chtonischen, destruktiven Natur finden wir in der indischen Kali, die trotz des furchteinflössenden Äusseren -blaue Haut, Krallen und herausgestreckte Zunge – als Verkörperung der Grossen Mutter und Beschützerin angesehen wird. Auch die zweite Variante der indischen Grossen Göttin, die der Rhea/Gaia/Kybele ähnliche Durga wird mit Löwinnen abgebildet. Lediglich die Dritte im hunduistischen Göttinnnendreigestirn, Parvati kommt ohne angstbesetzte Aspekte aus.

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Schlafende Dame aus Hal Safieni, Malta. Ein Form der chtonischen Urmustter.
Wie viele der steinzeitlichen Göttinnen hat sie recht üppige Formen.
quelle: PD via wiki

Exkurs: An dieser Stelle sollte man anmerken, dass wie im letzten Absatz angedeutet, diese weiblichen Universalgöttinnen durchaus zerstörerisch und gewalttätig sein konnten, sie waren auch regelrecht unberechenbar und leicht erzürnt – da sie auch für die gefährlichen Risiken und Nebenwirkungen der Natur standen. Und Gesellschaften, die eine matrizentrierte Religion ausübten waren genauso kriegerisch wie die späteren patriarchalen – die Zeiten waren hart, man musste sich verteidigen, oder vielleicht auch anderen Wasser- oder Landrechte streitig machen. Und dass Seehandelsvölker wie die Kreter nicht auch als Piraten unterwegs waren, wenn es nichts zu handeln gab … siehe Wikinger & Co. Ob in diesen Kulturen ein regelrechtes Matriarchat geherrscht hat – eher unwahrscheinlich, allerdings waren egalitäre Gemeinschaften durch eine solche Religion begünstigt. Ein Anzeichen dafür ist die Exogamie, der Mann heiratet in die Sippe der Frau ein, oder die Partnerwahl ist frei, mit Promiskuität beider Geschlechter vor der Ehe.

Aufzeichnungen über Kulthandlungen und religiöse Vorstellungen findet man vor der Erfindung der Schrift nur spärlich, in Felszeichnungen, Wandmalerei oder Skulpturen. Daher muss man vieles aus den Bildzeugnissen herauslesen – oft erschliesst sich der Sinn erst im Bezug zur Architektur, Landschaft oder besonderen Örtlichkeite der Funde. Die Interpretation ist immer auch ein wenig vom Zeitgeist gesteuert. So werden Kuhhörner als männlich (Stiersymbolik) gedeutet, oder als Mondsichel und Darstellung weiblicher Fortpflanzungsorgane. Auch wenn Marija Gimbutas heute angegriffen wird – Rinderschädel stammten oft von Kühen, deren Hörner noch nicht weggezüchtet waren – und die Analogie ist schon sehr deutlich. Auch das stark mütterliche Element der milchspendenden Tiere kommt als Einflussfaktor hinzu. Erst zur Zeit der sumerischen Stadtgründungen, z.B. in Uruk, werden dann wirkliche schriftliche Zeugnisse über religiöse Praktiken und Mythen überliefert. Männliche Symbolik wird tatsächlich stärker sichtbar erst mit dem Auftauchen von widderhörnigen Gottheiten und regelrechten Phallusdarstellungen, etwa bei Amun (Min), und geht einher mit der fortschreitenden Verstädterung sowie der Ausbildung von ausgedehnteren Reichen mit Armeen.

Um die sich vollziehende Wandlung zu verstehen,  ist als wichtigste Gottheit einer der ältesten Zivilisation im Zweistromland wohl zweifellos die sumerische Inanna heranzuziehen. Sie steht zwischen den alten eher matrizentrierten universellen Göttervorstellungen und einem sich bereits abzeichnenden komplexeren Pantheon, mit dann immer wichtiger werdenden männlichen Figuren. Inanna besitzt noch ein ganzes Arsenal von Attributen, die weiblich und männlich zugleich sind: Kuhhörner – Mond, Venus-Stern (8-zackig), Blitz-Axt (Labrys), solare Löwinnen, schliesslich Eulen und die Schlangen in ihrer Form als Nachtdämonin Lilitu.

Wie die Herrin der Tiere  in den alten schamanischen Kulturen ist sie ein Formwandler und Hermaphrodit  – letzteres auch eine Eigenschaft, die damals in Einheit mit dem Begriff „Jungfrau“ gesehen wurde: Zeugerin und Empfangende, sich stets erneuernde Gebärerin.  Ihr Sternbild, Virgo – damals hiess es schlicht  Ackerfurche:

  • „Ich bin die jungfräuliche Ackerfurche und der befruchtende Regen“, heisst es in den Gesängen der Inanna.
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Abb 1: Inanna als Herrin von Himmel und Erde.
Quelle: PD via wiki

Mit der Zeit wurde die Götterfamlie, wie bereits angedeutet,  immer komplexer, Aspekte der Urgöttin, z.B. solare wurden dann Brüdern oder Vätern übertragen. Auch die dunkle Seite der Natur, Tod und Unterwelt waren ursprünglich ebenfalls in der einen Göttin vereint – im sumerischen Mythos zeigt sich hier auch eine Abspaltung, in Form der Ereskigal – als Schwester von Inanna. Die Himmelswelt wird zunehmend dual – göttliche Paare treten auf, noch sind sie einigermassen gleichberechtigt.

Diese Einführung einer himmlischen „Soap Opera“ lag auch daran, dass man immer mehr Himmelsbeobachtung betrieb, um zu einer genaueren Kalendergrundlage zu kommen. Viele der Himmelsdramen wurden in Mythen umgesetzt, Bewegungen auffälliger Himmelskörper göttlichen Wesen zugeordnet:  z.B. der heliakische Aufgang der Spica, Hauptstern der Jungfrau, bei gleichzeitigem Untergang des Stier. Dieses Ereignis leitete an Euphrat und Tigris den Beginn der Aussaat ein. Daher gab es auch einen mythologischen Hintergrund: Inanna steigt zum Himmel auf und schickt den Stier, der eigentlich die Himmelsachse dreht,  auf die Erde. Ursprünglich war dieser als Strafe für den unbotmässigen Gilgamesch gedacht, der die Bestie jedoch zähmt und dem Menschen als Pflugstier nutzbar machte.

Wie auf dem Bild Abb. 1 zu sehen ist, herrscht Inanna allerdings noch über das Wetter, nicht nur über die Ackererde. Sie hält Blitzbündel in der Hand – ein untergeordneter Gott (Wassermann?)  giesst das Regen-Nass auf den Boden.

Hinter ihr fährt der Windgott Adad, ihr Bruder den Wolkenwagen.

Neben den astronomischen und kalendarischen Überlegungen der Ackerbauern ging mit der Verstädterung natürlich auch ein immer komplexeres Sozialgefüge mit immer stärkerer Aufgabenteilung und Weltzugewandtheit einher – der Fernhandel begann sich zu entwickeln, ein Rechtssystem wurde eingeführt, z.B. der Codex Hammurabi.  Für derlei neue Dynamiken wollte man auch entsprechende Zuständigkeiten in der Götterwelt angesiedelt sehen.

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Abb 2 Gilgamesch zähmt den Himmelsstier. Quelle: PD via wiki

Doch zurück zur Fruchtbarkeitsgöttin: Eines ihrer Hauptattribute war die Zuordnung Inannas zur Venus als achtzackigem Stern, wie in Abb 2. – wieso?  Nun, man erkannte, dass  der Morgen-bzw. Abend-“stern“ einen Hell-Dunkelzyklus aufweist, wie der bereits weiblich besetzte Mond. Die acht Strahlen deuten darauf hin, dass man im alten Sumer schon den Zyklus der unteren Konjunktionen der Venus kannte, die das berühmte Himmelspentagramm im Verlauf von acht Erdjahren aufspannen. Daraus ergeben sich für den Planeten Venus 13 Umläufe – der Mond wiederum kommt auf 13 Voll-Zyklen in einem Jahr, daher waren sowohl der naheliegende Mond als auch die Venus, welche auch beide zyklische Phasen durchlaufen, mit dem göttlich Weiblichen verbunden.

Diese astronomisch/astrologische Verquickung ist etwas, das alle späteren Fruchtbarkeitsgöttinnen, neben der uns heute paradox erscheinenden „Jungfräulichkeit“ eine lange Zeit gemeinsam haben werden.

Wie gestaltete sich nun, vom Zweistromland und den frühen indoeuropäischen Volksgruppen ausgehend,  die weitere Entwicklung der Fruchtbarkeitsgöttinen? Wenn man das Etana-Mythos liest, wird darin Inannas Stellung bereits stark in die göttliche Familie der Stadtkultur integriert – mit starken Nachteilen für die göttlich weibliche Unabhängigkeit.

Inanna beklagt sich bei ihrem Bruder, dem SONNEN-Gott, dass ein Adler und eine Schlange ihren heiligen Baum, den sie für das Holz ihres Thrones verwenden wollte, streitig machten.: Der vertreibt die Schlange und tötet den Adler – Inanna baut sich also ihren Thron – um welchen Preis?

Schlange und Adler sind urschamanische Symbole für männliches und weibliches Prinzip, die  im Weltenbaum ungetrennt leben und ihn beschützen.  Die Welt ist nicht genug, scheint Inanna zu sagen, indem sie ihn fällen lässt, um ihre Herrschaft nun durch äussere Zeichen zu legitimieren. Dies gelingt ihr jedoch nur mit Hilfe eines Mannes, ihrer Bruders. Auch der Versuch, einen Anspruch auf das Reich ihrer Schwester Ereskigal in der Unterwelt zu erheben scheitert, wieder muss ein Mann sie retten. Beides sind Pyrrhus-Siege, durch Verkennung der wahren Natur der Welt – Vorrausblick auf einen grundlegenden Paradigmenwechsel und  einer damit verbundenen Abwertung der weiblichen Rolle in der Schöpfung.

Beltane - jetzt beginnt der keltische Sommer, er dauert ein halbes Jahr. Beltane ©scrano 2016

Die heilige Hochzeit von Sonne und Mond an Beltane,
dem keltischen Fruchtbarkeitsfest schlechthin.
Beltane ©scrano 2015

Doch weiter mit der Fruchtbarkeit: Noch sind allerdings die Jungfrau-Göttinen von Sex und Überfluss angesehen. Hathor in Ägypten, deren solarer Furcht-Aspekt, die Löwin Sechmet zur wohltätigen Miezekatze Bastet mutiert,  die zypriotische Aphrodite, und die nicht mehr so wilde Inanna, nun als Ishtar in Babylon verehrt, die kretische „Grosse Göttin“, wahrscheinlich die am längsten existierende, echte universelle Magna Mater und Herrin der Tiere im europäischen Raum, aussser der syrischen Atargatis und der kleinasiatischen Kybele. Doch sind diese in hellenistischer Zeit schon mehr auf den mondenhaften Teil der Anima ausgerichtet, und passen daher immer noch ins Gesamtbild der Spätantike. Diese Art Mutterkult fand sogar noch Anhänger im alten Griechenland – z.B. in Ephesus, oder im multireligiösen Rom. Der wildere und kriegerische Anteil landete beim schwachen Abklatsch der einst mächtigen Herrin der Tiere: Jungfräulichen Jagdgöttinnen wie Artemis oder Diana, aber immerhin noch ebenfalls bei der Liebesgöttin Aphrodite. Diese hatte einen Fuss wohl immer noch im Zweistromland, und deutliche Wurzeln bei Inanna/Ishtar/Astarte, also einen Migrationshintergrund. Sie bescherte dem eher biederen und androzentrischen Pantheon der Griechen ein wenig Glamour und Unberechenbarkeit – ein bisschen Sex soll auch mit im Spiel gewesen sein … Und sie konnte sich durch ein Bad jederzeit zur Jungfrau zurückwandeln …

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Kybele, Magna Mater aus Kleinasien. Ihr Kult bestand noch im alten Rom.
Ihr zu Ehren gab es Stieropfer, ihre Priester waren Eunuchen.

Generell wird in der Antike dem Lustfaktor im Sexleben durchaus noch Platz jenseits der Verklemmtheit der späteren Patriarchen und einer Reduktion auf reine Reproduktion  eingeräumt – allerdings hauptsächlich im Orient: Lebhafte Beschreibungen der Orgien von Bubastis, zügelloser Hathor-Feste oder der Tempelprostitution in den Heiligtümern von Ishtar und selbst der Aphrodite auf Delos liefern dafür Beweise. Wenn auch es auch für die mythischen Geliebten der Fruchtbarkeitsgöttinnnen kaum ein “Happy End” gab: Orion starb durch den Skorpion seiner schmollenden Artemis, Adonis, Attis, Tammuz (Dumuzi) die Gefährten der Kybele, Atargatis oder Inanna nahmen auch kein gutes Ende. Die Angst vor der weiblichen Sexualität als Ausdruck der Macht über den natürlichen Lebenskreislauf war immer noch gross, so dass man sich deren reproduktiver Kraft ohne Risiken bemächtigen wollte.

Was die alten Fertilitäts-Idole ausser der ägyptischen Bastet im Laufe der zivilisatorischen Entwicklung zusehends auszeichnet, ist eine deutliche Unabhängigkeit von Mutterpflichten – jetzt werden Vollmondaspekt und Venuseigenschaften voneinander getrennt. d.h. Mutterschaft und Leidenschaft oder Eros driften auseinander.  Kinder und Ehe gehören nun zusammen, sie unterstehen Göttinnen, nunmehr blosse Gemahlinnen, deren eigene Zeugungskraft negiert wird. Zuerst passiert dies in den Hirtenvölkern, sie erlangen immer mehr die Kontrolle über die Fruchtbarkeit ihrer Herden, sie beginnen zu züchten, dadurch wird die eigene Vermehrung auch zusehends unter diesem Aspekt gesehen – die Rolle der Frau als passive Gebärerin und als Besitz des Mannes nimmt ihren Anfang. Für fruchtbare, grüne Weiden war den Hirten der regenspendende Himmel wichtiger als das Land, über das sie zogen. Die Hausmacht beim Wettermachen hatten aber inzwischen männliche Kriegs- und Sturmgötter übernommen: Als Ausdruck davon wird die Zeuger-Rolle des Mannes als Ebenbild des Regengottes daher überhöht. Sehr deutlich kommt die im Mythos von Zeus und Danae zum Ausdruck – ein goldener Regen, eine Gestalt des Zeus, schwängert diese. Auch Grossvater Uranos war schon ein ewig Zeugender, ebenfalls eine Verkörperung des Gewitterhimmels, der Winde und der Weite.

Durch allerlei Kunstkniffe wie Schenkel- und Kopfgeburten entsteht in den Zeus-Mythen eine unhängig von Frauen Leben schaffende männliche Gottheit. In den Zeiten davor wäre so etwas wohl als lächerlich angesehen worden. Nur Hera entzieht sich noch einmal dem Alleinherrschaftsanspruch ihres Gatten: Ares/Mars entsteht wohl als letzter Gott der Alten Welt parthenogenetisch aus einer Frau, als Reaktion auf die patriarchalische Usurpation des Zeus mit Athenes Kopfgeburt. Am Ende steht jedoch ein männlicher Götterboss als Wurzel des androzentrierten Monotheismus nicht nur bei den Hebräern.

Solcherlei Glaubensvorstellungen  enden schliesslich mit der abstrusen Überlegung, dass beim Zeugungsakt der Mann der Frau einen fertigen Homunkulus einpflanzt, sie ist also nur  noch ein Brutkasten. Auch die Erblinie und damit der Anspruch auf eigene Besitztümer, wird durch diesen Wandel rein männlich definiert. Kinder sind Besitz, Ehebruch, besonders mit Folgen, eine für die Frau tödlich endender Rechtsverstoss.

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Männliches Fruchtbarkeitssymbol, Phallus.
Freudian Slip? ©scrano 2013

Nördlich der Alpen bietet sich ein ähnliches Bild wie im alten Griechenland: Allerdings haben die Göttinnen Freyja oder Brigid einen unabhängigeren Status als ihre Entsprechungen  im hellenischen Pantheon. Wie Aphrodite/Venus beflügeln sie auch die Künste, befruchten also auch den Geist, doch lassen sie sich von ihrem kriegerischen oder Unterweltaspekt nicht so leicht lösen.

Die wilden Feste der Ägypter haben wir schon erwähnt – die Götterfamile am Nil stellt sich etwas quer: Der Himmel ist hier weiblich, die Göttin Nut überdeckt ihren Bruder-Gemahl Geb.

Auch der Herr über die Nilflut der etwas moppelige Hapi, dessen Sternbild der Regenbringer Wassermann ist – eine männliche Gottheit – mit hermaphroditischen Merkmalen. Die Feldfrucht repräsentiert Osiris in seiner Form als Apis-Stier.  Die Fruchtbarkeit der Menschen und Tiere hingegen hängt immer noch stark vom Allweiblichen ab: Hathor und Bastet sind hochgeschätzt und werden in sehr ausschweifenden Festen verehrt. Die männliche Potenz und Schaffenskraft des Schöpfergottes Amun wird von der Königlichen Gemahlin des Pharao  als Grosse Gottesgemahlin in einem staatstragenden Ritus quasi „hervorgelockt.“  Frauen haben in den Städten am Nil einen höheren Status und gelten nicht als Besitz, aussereheliche Kinder sind keine Schande, etwas was vielleicht mit der afrikanischen Herkunft zusammenhängt. Hier galt lange der Nepotismus im Erbrecht – die Abkömmlinge der ältesten Schwester  bekamen den Besitz übertragen. Erst mit der hellenistischen Überhöhung des Isis-Kults erhält die Mutterschaft ohne Leidenschaft mehr Stellenwert, ein griechisch patriarchalischer Einfluss. Der Sohn Horus erhält nun Erlöserzüge und wird zum Sinnbild der Seele, wie Kore/Persephone in den Mysterien von Eleusis, einem ursprünglich eher ekstatischen Fest zu Ehren der Urmutter Demeter.

Bastet mit Ank und Sistrum.quelle: wikimedia

The Cat and The Fiddle …
Bastet mit Ank und Sistrum.
quelle: wikimedia

Bastet mit lebensspendendem Ankh und uterusförmigem Sistrum – geziert von einem Hathor-Kopf. Quelle:By Gunkarta (Own work) [CC BY-SA 3.0  http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Ein Blick hinter Schleier und Tempelvorhänge: Anlässlich der plastischen Schilderungen solcher „Verführungskünste“ in den alten Texten – wie waren die Riten gestaltet, mit deren Hilfe all die Gottheiten aufgefordert wurden ihre Pflicht zu tun …?

Ein Teil der Zeremonien fand natürlich um die heilige Hochzeit statt, dem „Hieros Gamos“, der Vereinigung des weiblichen mit dem männlichen Prinzip. Im Neolithikum war dies der Gemahl der Grossen Göttin, eine Art Jahreskönig, der dann am Ende seiner Amtszeit geopfert wurde – real oder symbolisch. Anklänge davon findet man in den irischen Sakralkönigen – bei der berühmten Einsetzung der irischen Hochkönige auf Tara wurde zuerst ein Kopulationsritual mit einer weissen Stute, der Verkörperung des Landes,  vollzogen, danach wurde das Ross stellvertretend geopfert, der in einem Kessel sitzende neue Herrscher wurde mit dem Blut des Tieres „getauft“.

Hieros Gamos als staatstragendes Ritual gab es wohl auch in Ägypten in einer Zeremonie des Pharaos mit seiner Gemahlin auf der Nilinsel Elefantine, um die Nilschwemme zu sichern.  In symbolischer Form wurde er beim schon erwähnten Ritual der „Gottesgemahlin des Amun“ vollzogen. Aus Sumer und Babylon sind solche Bräuche ebenfalls bekannt, die Göttinnen Ishtar und Inanna galten für den jeweiligen Stadtkönig als Verkörperung des Landes. Umgekehrt war eine Vereinigung einer  auserwählten Adeligen mit dem Stadtgott Marduk die einleitende Zeremonie zum Neujahrfest in Babylon und auch schon in den sumerischen Vorgänger-Städten.

Modern kennt man derlei Zeremonien aus dem hinduistischen Indien – Lingam und Heilige Yoni – stellvertetend für die Vereinigung von Parvati und Shiva werden zum Schöpferfest (Maha Shivatri) mit Milch übergossen, um die beiden Götter anzuspornen – ausserdem sind die Wände des Tempels, der Austragungstätte der „Heiligen Hochzeit“ ist,  voll von eindeutigen Darstellung erotischer Künste. Interessanterweise ist bei der eher partriarchalischen Gesellschaft Indiens trotz alledem die Milchkuh heilig – eine solche gilt als Ursprung des Kosmos – Mama ist eben überall.

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Kosmischer Sex-Akt: Shiva meets Parvati.
Lingam/Yoni, quelle wiki – gemeinfrei.

Gemäss der magischen Korrespondenzprinzipien, die solchen Handlungen unterliegen, praktizierten auch die einfachen Bürger Fruchtbarkeitsrituale – der Bauer mit der Bäuerin in der ersten Ackerfurche vor der Aussaat, nackte Frauen mit einem Besen als Steckenpferd, die so hoch sprangen wie sie sich die Getreidehalme wünschten, Schwangere, die über die Fluren liefen, nacktes Wälzen auf taufeuchten Wiesen. Natürlich gab es auch den jeweiligen Klimazonen entsprechende Symbolik aus der Tier- und Pflanzenwelt.

Eier sind schon alte Träger von Fruchtbarkeitsvorstellungen, auch vermehrungsfreudige Tiere wie Hasen, oder solche, die ihre Sexualität deutlich zum Ausdruck bringen, wie die lautstarken Katzen lieferten passende Vorlagen.

Das Ei spielt in vielen, auch späteren Schöpfungsmythen ein zentrale Rolle – z.B. bei den Orphikern. Diese Genesis kennt noch eine jungfräuliche Urmutter, Eurynome, die sich aus dem Chaos als Wirbel manifestiert:

Um nicht allein zu bleiben erzeugt sie den Nordssturm, der sich in eine Schlange namens Ophion verwandelt. Sie vereinigen sich und erzeugen das kosmische Ei, von Ophion siebenfach (kosmische Zahl=Anzahl der  klassischen Planeten) umschlungen.  Es zerspringt – heraus tritt Phanes, aus dem alle Planeten und die Sonne entstehen.

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Es tanzt die Göttin im Wirbel des Chaos… Eurynome aus dem orphischen Schöpfungsmythos.
Visitor ©scrano 2016, model:ascent by frozenstocks

Eurynome und Ophion finden ihre Entsprechungen in den Vorstellungen der Gnostiker als Sophia und Demiurgus.

Die abstrakteren Formen des Geschlechtlichen, wie Phallus und Yoni (Freud hätte seine Freud) sind auch schon früh als sexuelle Symbolik belegt, z.B. in der Induskultur von Harappa. Der in unseren Breiten  aufgestellte Maibaum ist ebenfalls so ein Vereinigungssymbol: Baumschaft und Zweigkranz, dazu die meist zweifarbig rot und weissen Bänder, die für Menarche und Sperma stehen. Der Tanz, der diese verflicht, läuft interessanterweise für die Mädchen mit dem Mondlauf – widdershins, ganz dem weiblichen Element Tribut zollend. Die Burschen bewegen sich deosil, nach dem Sonnenlauf.

Eine simple Wasserweihe in der katholischen Kirche hat auch noch solche Wurzeln:  Dreimal taucht der Priester die geweihte Kerze in das Wasserbecken … honi soit qui mal y pense !

Der wirbelnde Schöpfungstanz der Eurynome oder der Reigen um den Maibaum, um „anzubandeln“ –  natürlich, Tänze, die darf man nicht vergessen:

Kein Fruchtbarkeitsritual ohne Musik oder Gesang und Tanz, letzterer war zuerst ein meist gesitteter Rundtanz, um sich dann in mehr und mehr ekstatische Zustände zu entwickeln. Diese Tänze ermöglichten es vor allem der Jugend sich näher zu kommen. Fruchtbarkeitsfeste waren auch ein Heiratsmarkt – nicht nur hierzulande anlässlich Beltane oder des Frühlingsthings, auch von Bubastis ist dies bekannt.

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Bastetfeierlichkeiten waren ausgelassen und boten vor allem den
Frauen grosszügige Freiheiten.

Ägyptische Familien schickten ihre „alten Jungfern“ zu den „Festen der lieblichen Trunkenheit“ um, wenn schon nicht mit einem Mann, dann doch mit einem Kind heimzukehren. Eine kinderlose Frau galt als krank, und für die Familie als schlechtes Vorzeichen. Die abgebildeten Frauen bieten wohl eine antike Variante des Bauchtanzes dar.

Auch die Wurzeln dieses als urorientalisch angesehenen Tanzes stammen aus Fruchtbarkeitsritualen, er ist wohl ein universeller Ausdruck der Schöpferkraft, denn Ähnliches ist auch von nördlich der Alpen aus der Bronzezeit aus bildlichen Darstellungen dokumentiert.

So ist ein gut erhaltenes Mädchengrab aus Dänemark bekannt, das wahrscheinlich die letzte Ruhestätte einer Fruchtbarkeits-Tänzerin darstellte. Sie starb zwar jung, aber eines natürlichen Todes und wurde mit reichen Beigaben beerdigt.

Bemerkenswert: Die goldene Sonnenscheibe mit einem phallus-förmigen Kegel, die als zentrales Schmuck-Element ihres Tanzkostüms, das einem Bauchtanz-Outfit nicht unähnlich war, fungierte. Abbildungen solcher Tänzerinnen zeigen eine akrobatische Darbietung, wobei die Sonnenstrahlen eingefangen und mit dem Kegel zurückreflektiert wurden:
Die lebensspendende Sonne wurde durch den Tanz rituell vom Himmel geholt („drawing down the sun“) und ihre Segnungen auf die Gemeinschaft übertragen. Besonders dem Rock aus Filzschnüren kam in dem Tanz wohl eine besondere Bedeutung zu. Interessanterweise gab es bei den Römern ebenfalls einen Frühlingssbrauch, der mit solchen Schnüren aus Tierhaut oder Wolle verbunden war: Die Lupercalia im Februar, einem Monat der nach diesen Fruchtbarkeits-Riemen benannt war, den sogenannten Februae.

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Bronzezetlicher Fruchtbarkeitstänzerin.

Bronzezeitliche Sonnenpriesterin aus dem dänischen Egdvet: Eigene Interpretation einer gemeinfreien Vorlage von wikimedia.

In Anbetracht der antiken Ansichten über ungesunde Kinderlosigkeit und heute noch existierenden Befürchtungen in Hinsicht auf mangelnde männliche Vitalität– was tun wenn es mal nicht so recht klappen will?

Heute gibt es die „blauen Wunder“, aber was war früher los, mit der Last bei der Lust?

Neben Opferung und Andacht in den jeweiligen Schreinen der zuständigen Gottheiten, bedienten sich unsere Altvorderen durchaus pragmatischer Mittelchen.

Aphrodisiaka und Baby-Booster waren auch damals heiss begehrt. Es fanden vielerlei Möglichkeiten, die Abhilfe schaffen sollten:

  • Pharmazie – Phytotherapie
  • Magisches Ritual (Psychologie)
  • Kombipackung

Das Zauber-Ritual bediente sich häufig der sympathetischen Magie, bei der bildliche Entsprechungen und Ersatzhandlungen eingesetzt wurden: Amulett, Talisman, magische Puppe sind nur ein paar Möglichkeiten. Mit Nadeln und Wachsbildern wurde auch im europäischen Raum gearbeitet, keine Erfindung der Vodun-Religion. Es wurden regelrechte magische Akupunkturen durchgeführt – als Bindezauber in Liebesdingen, aber auch als Heilmittel.

Eine komplexe medizinische Heilzeremonie wurde von Ärzten oder Heiler(innen) durchgeführt, bei der meistens Pflanzenmittel verordnet wurden, aber auch mit Psychologie wurde gearbeitet. Dem Hilfesuchenden wurden etwa Weihehandlungen auferlegt, z.B. Wallfahrten, die waren auch in der Antike, vor allem bei den Kelten sehr verbreitet. Am Ziel gab es oft eine „Wunderquelle“,  in deren Wasser man genesen konnte. Vor allem Frauen mit Kinderwunsch pilgerten zu solchen Orten.

Doch nun zu den Pflänzchen:

Stimmungsmacher waren und sind häufig Gewürzpflanzen. Hier ein paar Beispiele mit ihren astromedizinischen Zuordnugen:

Mondpflanzen wirken auf die weibliche Fruchtbarkeit durch Wirkung auf den Uterus und erleichtern den Geburtsvorgang. Sie sind milchfördernd, wassertreibend und eher anaphrodisisch.

Venuspflanzen regeln die Fruchtbarkeit von Mann und Frau über hormonelle und harmonisierende Wirkung. Da sie häufig wohlschmeckend oder duftend sind, regen sie sie Fähigkeit zu sinnlichem Genuss an. Sie wirken auf die Nierentätigkeit und den Kohlehydrathaushalt.

Marspflanzen steigern die Libido und haben oft eine kräftigende und durchblutungsfördernde Wirkung. Sie wirken immunstimulierend.

Sonnenpflanzen wirken tonisierend und wie Jupiterpflanzen stimmungsaufhellend. Sie wirken auf das Herz-Kreislaufsystem.

Jupiterpflanzen: lebertonisierende Gewächse, Genussdrogen (Wein)

Saturnpflanzen sind wie Mondpflanzen eher anaphrodisisch. Sie sind häufig giftig und wurden als Abortiva verwendet.

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Liebeszauber – oder männliche Wunschvorstellung?
Liebestränke waren zu allen Zeiten der Renner unter den Zaubermitteln.
Love Potion ©scrano 2015, gilrl by twins72 stocks magical brush: obsidiandawn

Du siehst, mit diesem Trank im Leibe,
Bald Helenen in jedem Weibe.

Goethe, Faust:Der Tragödie erster Teil, in der Hexenküche.

ABC der kleinen Helferlein …

  • Basilikum (Jupiter, Merkur, Mond, Saturn)
  • Chili (Mars, Venus, Mond, Saturn)
  • Gingko (Mond,/Saturn Sonne/Uranus)
  • Ginseng (Sonne, Saturn/Uranus)
  • Ingwer (Mars, Venus, Sonne, Saturn/Uranus)
  • Kakao (Mars, Venus, Mond, Saturn)
  • Koriander (Venus, Mars, Merkur/Jupiter)
  • Mandel (Mond, Saturn, Venus, Pluto)
  • Muskatnuss (Jupiter/Neptun, Merkur (auch Macis))
  • Muskatellersalbei (Mond, Merkur, Neptun/Jupiter, Saturn)
  • Myrrhe (Mond, Saturn),
  • Oppoponax (Venus,Pluto)
  • Petersilie (Merkur, Jupiter, Mond, Saturn)
  • Safran (Venus/Pluto, Merkur/Jupiter), äusserlich ähnlich der sehr giftigen Herbstzeitlose (Venus/Pluto, Mond/Saturn) und ebenfalls -> Hekate geweiht)
  • Thymian (Merkur, Neptun/Jupiter)
  • Vanille (Merkur/Neptun, Venus/Mars) – ein pheromonähnlicher Lockstoff
  • Zimt (Sonne,/Uranus, Venus/Mars)
  • Kapuzinerkresse (Venus/Mars)
  • Wachholder (Mond/Saturn, Venus/Mars)
  • Hafer (Merkur/Jupiter)
  • Kalmus (Mond/Saturn)
  • Estragon (Mond/Saturn, Merkur/Jupiter)
  • Damiana (Venus/Mars, Jupiter/Merkur)
  • Hanf (Neptun/Jupiter – Merkur)

Aber manches heimisches “Unkraut” erfüllt den Dienst auch:

  • Brennessel (Venus/Mars(Pluto), belebende Wirkung
  • Schafgarbe (Panacea – dominant Venus/Mond zu Saturn/Mars) – Duft, Blattform

Oder Obst/Gemüse:

  • Erdbeeren (Venus/Mars, Merkur/Jupiter(Neptun)) – Duft, Farbe

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    ©kmygraphic

  • Granatäpfel (Venus/Pluto) – viele Samen, Form und Farbe
  • Holderbeeren und Blüten (Venus/Pluto, Mond/Saturn)
  • Kürbis(kerne), Venus/Pluto, Jupiter/Merkur, Form, Samen, Üppigkeit
  • Spargel (Mond, Saturn, Merkur, Jupiter) – hier machts wohl eher die Form …
  • Sellerie (Jupiter/Merkur, Mond/Saturn)

Tierische Lebensmittel:

  • Austern (Mond/Saturn) – Konsistenz und Aussehen, Meeresbewohner
  • Garnelen (Mond/Saturn) – Aussehen, Meeresbewohner
  • Oktopus (Mond/Saturn) – Aussehen, Meeresbewohner
  • Meeresfrüchte enthalten viel Eiweiss und Zn, das für die Fruchtbarkeit wichtig ist.

Pilze:

  • Trüffel (Neptun/Merkur, Venus/Pluto) – Lockstoffe

Düfte:

  • Patchouli (Venus/Pluto)
  • Rose (Venus/Mars)
  • Sandelholz (Venus/Mars)
  • Jasmin (Neptun/Merkur, Mond/Saturn)

Wirksame Aphrodisiaka zeichnet eine Dominanz des Mars/Venus Pols aus, wobei die beiden Prinzipien etwa gleich stark vertreten sind.

Zum Thema Tantra und generell ritualisiertem Sex für magische und religiöse Praktiken, ohne Bezug zu Fruchtbarkeit und Fortpflanzung gibt es noch einen weiteren Artikel.

 

Posted by on Dezember 8th, 2016 Kommentare deaktiviert

Heil- und Zauberpflanzen im November: Signatur des Pluto

Kleinod im schwarzen Lotos: Plutonische Pflanzen wirken oft segensreich und schrecklich zugleich.Mnemosyne ©scrano 2013

Kleinod im schwarzen Lotos: Plutonische Pflanzen wirken oft segensreich und schrecklich zugleich.
Mnemosyne ©scrano 2013

Da sich das Jahr im November dem Ende entgegen neigt und wir Samhain bereits hinter uns gelassen haben, das endgültige Verlöschen des Sommers, gibt es diesmal eine Aufstellung von Heil- und Zauberpflanzen, die diese jahreszeitliche Prinzip widerspiegeln.

Es sind dies Gewächse mit der Signatur des Pluto, bzw. Mars in seinem wässrigen Nachthaus mit der Zodiakposition VIII, des Ausdrucks der Unausweichlichkeit des Endes und der Veränderung. Hier herrscht das Skorpionprinzip, das von Abschiednehmen, Loslassen, dem Ende und dem Neuanfang handelt. Auch regenerative Kräfte und die verborgenen Ressourcen von Mutter Gaia und anderen, chtonischen weiblichen Archetypen sind hier Thema. Deshalb sind viele dieser Gewächse auch mit der Hekate oder der dunklen Mondin assoziiert. Plutonische Pflanzen teilen mit dem Saturnprinzip die acht-zählige Symmetrie (bei Saturn findet man auch die 10, wie beim Mohn, der stark von Saturn/Mond geprägt ist), wie überhaupt eine starke Affinität zwischen den beiden Archetypen Saturn und Pluto zu finden ist. Auch mythologisch sind sie verbunden. Saturn, eigentlich ein römischer Erntegott (Schnitter) etruskischen Ursprungs (Sartre) verschmolz mit dem hellenischen Titanenherrscher Kronos zu einer Gottheit, wobei die positiven Eigenschaften erhalten blieben. Der römische Saturn wurde auch nicht in den Tartaros gestürzt, sondern zog sich in eine Art Altersexil zuerst nach Latium zurück, wo er den Römern half ihre Kultur aufzubauen, um dann im Hades auf der Insel der Seligen für immer zu herrschen. Er galt als gerechter König des Goldenen Zeitalters. Zeus/Jupiter wurde von der römischen Bevölkerung immer als eine Art Oberschichtsgottheit angesehen, der bäuerliche Saturnus war ihnen lieber. Auch die wichtigsten römischen Feste, die Saturnalien waren eine Huldigung an den Winterherrscher, und Patron der ehrlich erarbeiteten Ernte.

Dem Pluto wurde nicht gehuldigt, er verrichtete sein Aufgabe eher im Stillen – Hades-Schreine gab es eher selten. In ihnen wurden Orakelrituale abgehalten, sie spielten eine Rolle bei Mysterienweihen. Immerhin wurde ihm die Herrschaft über die unteridischen Schätze zugestanden, daher auch sein Beinahme der “Reiche”.

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Reichtum im Inneren oder Wächter im Unbewussten?
Plutos Schätze ?

Klassisch herscht im Skorpion und dem achten Haus bereits Mars, in seiner Yin-haften Form, dem Nachthaus. Modern wird dies durch das Pluto-Prinzip ergänzt, wobei dieser sphärenharmonisch als höhere Oktave des Kriegerarchetypen angesehen wird.  Mars+Yin = Pluto? Man darf nicht vergessen, dass Mars parthogenetisch aus Hera, der weiblichen Verkörperung von Mond/Saturn geboren wurde,  und dass auch das Saturnprinzip (im Steinbock) bereits Yin-haft ist. Es verkörpert Mutter Gaia und ist der chtonische Gegenpol der Mondin im Krebs. Der Mars ist also nicht rein männlich, auch Pluto besitzt weibliche Züge, die ebenfalls von der alten Erdmutter, aber auch der dunklen Mondin stammen. Daher auch seine Assoziation mit Schlangen und allerlei Nachtgetier. Dieselben Embleme, auch den Schlüssel findet man dann bei Hekate wieder, der Göttin des dunklen Neumondhimmels. Wie der schwarze Mond wieder einen neuen Zyklus beginnt, stellt Hekate die Eintritts und Abschiedspforte des Lebendigen in die Welt dar. Sie ist die universelle Hebamme. Damit ist auch sie mit dem Pluto und dem Prinzip Mond/Saturn, das als „Tor des Menschen“ bezeichnet wird, verbunden.  Im 4.Haus/ Krebs+Mond wird der Mensch geboren und beseelt, im 10. Haus/Steinbock+Saturn erhält er die irdische Vollendung, und hebt sich über die Materie. Das Pluto-Prinzip steuert hierzu die transformatorischen Kräfte bei.

Pluto galt als Herr der unterirdischen Schätze, der Totenreiche und der unterirdischen Mysterien. Er regiert aber auch die Ausdünstungen und unsichtbaren Kräfte, die aus der Erde dringen: Radioaktivität, Faulgase, Magnetismus, Vulkangase. Er herrscht auch über das flüssige Feuer der Erde, das Magma.
Nach dem Glauben der Alten ist Gott Pluto finster, erfüllt seine notwendige Pflicht akribisch und lässt keine Verhandlungen zu. Er ist aber nicht gefühllos: Bei Orpheus Bitte um Euridikes Erlösung aus der Totenwelt, kann der Barde sein Herz rühren. Er erinnert ihn an seine verzehrende Liebe zu Persephone. Pluto ist im Besitz einer unsichtbar machenden Tarnkappe aus Hundefell, Hermes/Merkur gab sie ihm, damit er unter den Menschen wandeln kann, ohne dass diese in Panik fliehen. Merkur dient dem Pluto auch als Seelenführer und der olympische Bote darf als “grosser Kommunikator” auch als Einziger zwischen der Oberwelt und dem Orcus pendeln. Bei Aristophanes trägt Pluto eine von Gold und Edelsteinen schimmernde M a s k e , um seine angsteinflössende Erscheinung zu verbergen. Der schwarze Hund ist auch ein Totem der kulturgeschichtlich älteren Hekate, die Dreizahl ist ihr ebenfalls heilig. Nur noch Zeus/Poseidon/Hades besitzen die Drei als ihre Zahl, was darauf hindeutet, dass eine ursprünglich weibliche Trinität (des Mondes) partriarchalisch überformt wurde.

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Passagen in andere Welten. Transformation.
Dune Passages ©beast666 2008.

Grundzüge der Signaturlehre in der Astrologie: Alle Lebendige aber auch sonstiges Dingliches teilt sich mit. Pflanzen kommunizieren mit ihren Farben, ihrem Geruch oder Duft, in der Ausformung ihres Wurzelgeflechts, Anzahl, Form und Stellung von Blättern, Erscheinungsform und Symmetrie der Blüten, Eigenschaften ihrer Früchte, Samen oder Sporen, ihrer kompletten Erscheinungsform, ja sogar einer Art “Ausstrahlung”. Bei der Interpretation der Pflanzen muss man aber bedenken, dass sie sozusagen verkehrt herum leben: Ihr Kopf oder “Gehirn” steckt im Boden, ihre Fortpflanzungs- und Bewegungsorgane (z.B. Ranken) sind nach oben, dem Licht entgegengestreckt.

  • Hinweise für Signaturen finden sich auch darin, wie, wo und wann eine Pflanze wächst, blüht oder fruchtet  in welchen Gemeinschaften und unter welchen Randbedingungen.
  • Namen, besonders die ortsüblichen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sofern noch bekannt) spielen eine Rolle. Auch Bezeichnungen aus dem Volksmund sind eine interessante Quelle, wobei man aber Heilwissen, Brauchtum und dummen Aberglauben manchmal nicht trennen kann.

Diese Erscheinungsbilder und Ausdrucksformen lassen sich in die Sprache astrologischer Archetypen übersetzen, sie bilden dann eine sogenannte Signatur.

In der klassischen Signaturenlehre werden meist nur die einseitigen Prinzipien der hermetischen Polarität herangezogen, ausserdem verwendet man nur die 7 Himmelskörper der Antike: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Ich ziehe aber die Trans-Saturnier durchaus mit heran, da es mittlerweile einige Erfahrung damit gibt. Bei allen hermetischen Korrespondenzen muss man immer bedenken, dass durch das symmetrische Achsenprinzip der Gegenpol immer mit zum Tragen kommt. In allen Dingen oder Wesen, welche die Erde oder der Kosmos hervorbringt ist zudem auch jedes archetypische Wirkprinzip vertreten, wenn auch nicht in gleichem Aussmass sichtbar, oder in allen Stadien oder Phasen ihrer Existenz gleichzeitig. Manche Wirkungen z.B. bei Pflanzen sind nur auf einen Teil, wie Früchte oder Wurzeln beschränkt, manche muss man erst durch Zubereitung und Anwendung erschliessen. Zum Teil kann man eine Rückbeziehung durch die Funktion der Inhaltsstoffe für die Pflanze selbst herstellen, um die Leitsignatur zu bestimmen.

Dazu kommt: Nicht alles was aus dem planetaren Entsprechungen stammt, ist dem Menschen dienlich – es ist in erster Linie für die Pflanze lebensnotwendig und prägt IHR Wesen. Wir nutzen nur den Anteil, der uns hilfreich ist.

Stacheliges Rauchmittel: Der stark giftige Stechapfel, Datura stramonium.Deceptive Beauty ©beast666 2014

Stacheliges Rauschmittel: Der stark giftige Stechapfel, Datura stramonium.
Die Kapseln erinnern an Igel. Deceptive Beauty ©beast666 2014

Signaturen des Pluto

Im Pluto verkörpert sich die “andere” Welt besonders eindrucksvoll. Als Herr der Unterwelt (= Erde) sind seine Pflanzen meist düster. Manche Plutopflanzen wie Lebensbaum oder Zypresse sind zudem beliebte Friedhofspflanzen, die, richtig dosiert, zu den besten Immunstimulantien und lebensverlängernden Mittel gehören. Sogar die extrem toxische Eibe ist ein potentes Krebsmittel. Der Gegenpol des Pluto ist Venus Pandemos, die Stier und zweites Haus beherrscht. Daher tragen bereits viele Venuspflanzen stärker zutage tretende Pluto-Signaturen.  In der folgenden Aufstellung geht es daher hauptsächlich um die dominierende astrologische Zuordnung zu Pluto: Darunter sind Gewächse mit starker Regenerationskraft (da steckt der Wasser-Mars), also solche, denen es nichts ausmacht, stark zurückgeschnitten zu werden. Kletter-Rosen, Wein, Efeu, Eibe, auch der venushafte Flieder bezieht hier seine Unverwüstlichkeit. Dunkle Farben und rostrote Töne, zwiebelartige Knollen, unheimliche Ausstrahlung. Wegen der Überschneidung mit dem Mars-Prinzip enthalten auch Plutopflanzen Phytosterine und Eiweiss oder Eisen.

  • Blüte sitzt direkt am Zweig oder sogar Stamm: Sterkuliengewächse, wie Kakao, Colabaum. Sie gehören zu den Malven, die auch eine Venus/Pluto Signatur aufweisen.
  • Blütezeit oder Frucht im späten Herbst,  oft dann, wenn Sonne im Skorpion steht und die Spinnenfäden sichtbar werden  (Wein, Kürbis, Herbstzeitlose, Eisenhut, Äpfel – sie gelten nicht umsonst als Totenspeise.)
  • betäubende Düfte oder sogar Verwesungsgeruch
  • Bestäubung durch Aasfliegen (Stapelia, Arum, Orchis)
  • fleischfressende Pflanzen (Drosera, mit Mond/Saturn)
  • Gifte aller Art: Hier muss man aufpassen, Pluto heisst noch nicht gleich Gift, manche Uranussignatur (bzw. Saturn im Wassermann) bringt ebenso toxische Gewächse hervor Goldregen z.B. oder Ginster mit ihrer Merkur/Jupiter und Uranus(Saturn)/Sonne-Prägung). Giftige Pilze unterstehen ebenfalls neben dem Neptun/Merkur-Prinzip auch noch Mond/Saturn. Dazu kommt bei Plutogewächsen der häufig gleichzeitig vorhandene Mond/Saturn-Einfluss.
  • Atropopäische Pflanzen oder Pflanzen, die für magische Zwecke eingesetzt werden (Hexenpflanzen, Bannpflanzen),
  • Pflanzen, die zum Totenbrauchtum gehören (Thuja, Zypresse, Eibe)
  • Würgepflanzen, Schlingpflanzen, Windepflanzen mit linksseitiger Drehung oder schlangenartigen Ranken.
  • Achtzählige und dreizählige Symmetrie, oft fünfzählige Blüten (Venus-Pol)
  • Genverändernde Substanzen, krebserregend, mutagen, fötusschädigend , andererseits Krebstherapeuthikum oder Antiparasitenmittel.
  • Tierhaftes Äusseres: Daturakapseln sehen z.B. aus wie Igel, schlangenartige Wurzeln, Ranken, insekten- oder spinnenartiges Aussehen
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Aronstab-Beeren – verlockend rot, aber giftig.

Pflanzen des Pluto

  • Alraune, Mandragora officinalis, (Mond/Saturn), ein Rauschmittel, Schmerzmittel, Zauberwurzel für Fetischmagie, Heilmittel gegen Fieber, auch giftig
  • Aarum, der Aaronsstab, giftige Zauberpflanze, Mars-Pluto Kombination: Gifte und Scharfstoffe, daneben Saturn/Mond -> Oxalat-Kristalle. Aaronsstabbeeren sind für Kinder kritisch, da einladend rot und süss schmeckend.
  • Bohne – Gartenbohnen (Venus, Merkur/Jupiter) besitzen einen embryoartigen Keim, ausserdem sind sie roh giftig. Sehr eiweisshaltig. Bohnenschalentee wirkt harntreibend (Venus). Bohnen galten wegen ihrer Embryo-Form bei den Pythagoräern als Seelengefäss.
  • Brennessel, Urtica spp. (Venus, Merkur/Jupiter, Mond/Saturn), Pluto-Mars Kombination
  • Bilsenkraut, Hyoscyamus niger (Venus, Mond/Saturn) – Herakles brachte es aus der Unterwelt mit ans Tageslicht und im Orakelkult vieler Völker spielte es eine wichtige Rolle, da es die Augen für eine Welt jenseits aller Vorstellung öffnet. Ein Bierzusatz in Schankstuben mit schlechtem Ruf, sehr giftig – Hamlets Vater wurde laut Shakespeare so ums Eck gebracht.
  • Eibe, Taxus baccata (Venus, Mond/Saturn) Die Eibe zeigt den Pluto in besonders reiner Form: Vielleicht war sie sogar der Weltenbaum, der bekanntlich immergrün gewesen sein soll. Der Samenmantel (Arillus) der roten Frucht ohne den grünen Kern (Samen) ist ungiftig – das einzige an der Pflanze! Eiben sollen in der Sommerhitze gefährliche rauscherzeugende Ausdünstungen absondern. Schon in der Antike wurde davor gewarnt, in der Mittagszeit unter Eiben zu ruhen oder gar zu schlafen. Bannpflanze: Vor Eiben kann kein Zauber bleiben …
  • Eisenhut, Aconitum napellus (Merkur/Jupiter) die Plutopflanze schlechthin, auch ein Symbol der Hekate – aus dem Geifer des Cerberus entstanden., extrem giftig, schon den Hautkontakt vermeiden.
  • Fingerhut , Digitalis Purpurea (Merkur/Jupiter), Herzmittel, giftig und auch als Arznei schwer dosierbar.
  • Granatapfel, Punica Granatum (Merkur/Jupiter), mit Pluto durch den Raub der Persephone verbunden. Enthält Phytosterine – Venus/Pluto für Mann und Frau, Immunmittel.  Ein Machtsymbol – Reichsapfel, mit sakraler Bedeutung: Im Salomonischen Tempel waren die Säulen von Jachin und Boaz von Grantaäpfeln bekrönt.  Eine Abkochung der Rinde und der Fruchtschale wirkt gegen Darmparasiten
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Schlafmohnkapsel – ihr Milchsaft liefert Opium: Segen und Fluch.
Für unheilbar Kranlke oft letztes Mittel, für Süchtige der Ruin.
Die Samen sind ein Öllieferant und wichtiges Nahrungsmittel.
Pluto’s Gift ©beast666 2015

  • Haselwurz, Asarum europaeum (Merkur, Neptun) ein toxisches Rauschmittel und Abortivum.
  • Herbstzeitlose, Colchicum autumnale (Venus, Merkur/Neptun) Zauberpfanze der Medea aus Colchis, ein Hekategewächs, gegen Gicht, ein Zellteilungsgift, sehr gefährlich für KInder, da Blüten sehr hübsch aussehen.
  • Knabenkräuter, Orchis (Merkur, Jupiter) – tiergestaltige Blüten, manchmal Aas- oder Tiergeruch (Bocksriemenzunge)
  • Kürbis, Curcubita pepo (Merkur/Jupiter, Mond/Saturn,)
  • Minzen, Mentha spp. (Merkur/Neptun), hierzu gibt es die Sage von Minthe, einer Nymphe die dem Pluto zu sehr gefiel – seine eifersüchtige Gattin Persephone verwandelt das arme Mädchen in eine Pflanze. Poleiminze trägt hier die deutlichste Signatur, sie ist stärker toxisch und wurde als Abortivum gebraucht.
  • Nachtschattengewächse, Solanaceen tragen alle eine Grundsignatur von Venus/Pluto.
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Haselwurz, europäischer Ingwer. Scharfstoffe, psychoaktiv und toxisch.
Asaraum europaeum ©scrano 2015

  • Osterluzei, Aristolochia (Merkur,Neptun) eine toxische Liane, neben der Haselwurz einzige heimische Variante der Aristolochia-Arten: Aasgeruch, cancerogen
  • Pfingstrose, Paeonia (Merkur/Jupiter, Venus). Die Pfingstrose wird bereits seit der Antike für Heilzwecke genutzt. Durch einen Mythos ist diese eher Venusisch daherkommende üppige Blume mit Pluto mit folgenden Mythos verbunden:
    Paeon, ein Arzt der Götter, heilte den nach einem Kampf mit Herkules verwundeten Pluto mit der Pfingstrose. Asclepius (Aesculap), der Lehrer von Paeon,  liess seinen Schüler wegen dessen Erfolg töten. Als Pluto den toten Paeon sah, nahm er dessen Leichnam und verwandelte ihn in eine Pfingstrose und gab ihr fortan den Namen Paeonia.  Irgendwie scheint diese Pflanze einen Ruf als Panacea bei vielen Heilkundigen der Antike und des Mittelalters zu geniessen. Neben vielerlei Beschwerden, die mit der Pfingstrose geheilt werden können, wird auch immer ihr Einsatz bei Epilepsie empfohlen. Die ursprüngliche ungefüllte Päonie zeigt Mars/Pluto deutlicher in ihrer dunklen Blütenmitte mit vielen Staubgefässen, wie bei einer Anemone oder dem Mohn.
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Üppige Päonie: Liebling von Paracelsus und St. Hildegard.
Peonies ©beast666 2015

  • Rhizinus communis, Palma Christi (Merkur, Jupiter, Venus): Der glänzende Samen enthält Rhizin, ein extrem starkes Gift, welches gerne als Mordwaffe in Spionagekrimis vorkommt.
  • Ringelblume, Calendula officinalis (Sonne/Uranus, Mond/Saturn, Venus) – Panacea
  • Schlafmohn (Mond/Saturn, Merkur/Neptun) – Panacea (Laudanum, eine Opiumtinktur, das Paracelsus im 16. Jhd. entwickelt hatte, galt lange Zeit als Allheil), Man könnte den Mohn auch unter Saturn aufführen. Zu Pluto passt auch die Wirkung aud den End- bzw. Dickdarm: Es verursacht Verstopfung.
  • Stechapfel, Datura stramonium (Mond, Saturn), starkes halluzinogen, kann irreversible psychische Störungen verursachen, stark giftig, früher als Asthmamittel gebraucht, wegen der üblen Nebenwirkungen aufgegeben. Im Vooodoo ein Mittel während der Zombiefizierung durch das Gift des Kugelfisches: Erweckungspulver, das der Bokor dem Opfer verabreicht, um es “wiederzubeleben” und gleichzeitig gefügig zu machen.
  • Sumach (Jupiter, Merkur) enthält Urushiol, das auch zum Totenbalsamieren benutzt wurde, auch für den hübschen Chinalack und das makaber erscheinende Ritual der Selbstmumifizierung bei einem japanischen Mönchsorden. Fünfzipfelige Blüten deuten auf Venus, der embryoartige Kern von der auch zur Pflanzenfamilie gehörenden Mango und Cashewnuss verraten Pluto. Alle Sumachgewächse enthalten mehr oder weniger hautreizende Substanzen.
  • Stapelia (Venus, Merkur/Jupiter) Aasblume, Leuchterblume, Wachsblume duften entweder betäubend oder stinken nach Verwesung. Schlangenblume ist auch ein bezeichnender Name. Ihre fünfzipfelige Blüte verrät die Venus.
  • Thuja occidentalis (Mond Saturn) enthält Thujon, ein Nervengift und wurde als Abortivum gebraucht. Totenkult, zusammen mit Zypresse.
  • Tollkirsche, Atropa belladonna (Venus, Mond/Saturn), Belladonna wurde als pupillenerweiterndes Schönheitmittel seit der Antike gebraucht – sehr giftig, gefährlich für Kinder, da die schwarzen Beeren süsslich schmecken.
  • Vinca minor, Immergrün (mit Neptun/ Merkur): giftig, enthält Vincamin -> früher ein potentes Mittel bei Schlaganfällen. Als Kränze im Totenkult gebräuchlich.

Wegen der Toxizität der meisten Pluto-Pflanzen werden sie zu Heilzwecken entweder schulmedizinisch standardisiert verabreicht, sind verschreibungspflichtig oder nur homöopathisch ab D3/D4 oder höher erhältlich.

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Blaue Gefahr: Eisenhut – Aconitum napellus blüht erst im Oktober.
Er ist ein wichtiger Nektarspender für Hummeln. Typisch Pluto:
Düstere Ausstrahlung, sehr giftig und fratzenhaft aussehende Blüten.
In der Homöopathie (D12) als Mittel gegen Fieber und Panikattacken.

Plutopflanzen stellen oft einen wesentlichen Bestandteil von sogenannten Flugsalben dar, sie wurden auch zu schamanischen Ritualen verwendet – auch das ist ihrer (gefährlich) transformatorischen Kraft zuzuschreiben. Flugsalben waren wohl ursprünglich Schlaf- oder Fiebersalben, deren Gehalt an psychoaktiven (toxischen) Wirkstoffe man im Lauf der Zeit erhöht hat. Alle überlieferten Flugsalben enthalten extrem giftige Substanzen, selbst Ethnologen schrecken davor zurück, derlei Rezepturen auszuprobieren. Bei so einem Selbstversuch kam der Hexenforscher Carl Kiesewetter ums Leben.

Typische Bestandteile:

  •  Radix Belladonna
  •  Aconitum napellus
  •  Folia Malvae
  • Hyosyamus niger
  • Solanum nigrum
  • Potentilla reptans
  • Papaver somniferum
  • Conium maculatum
  • Helleborus niger

Die Pflanzen wurden kleingeschnitten und in Schweinefett gesotten. Die Einreibung erfolgte auf der Brust oder der Arminnenbeuge bzw. in der Achselhöhle. Durch die hauterregenden Wirkstoffe, die Kribbeln oder ähnliche Missempfindungen auslösen, glaubte man im Stadium des Rausches vielleicht an eine Gestaltwandlung in Tiere: Bären oder Wölfe. Gerade der Eisenhut oder Schierling, die auch als äusserliche Schmerzmittel eingesetzt wurden, spielen in Werwolfssagen eine Rolle. Quelle: Dr.Wilfried Weustenfeld: “Die Rauschdrogen der Hexen und ihre Wirkungen”.

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Vinca minor – Symbol des Lebens nach dem Tod. Ein heimisches Oleandergewächs.
Heilpflanze, und giftig, wie alle Apocynaceae. ©beast666 2012.

Räuchermittel für Pluto-Rituale:

  • Oppoponax, Styrax, Myrrhe, Eisenkraut, Minze, Malve … ohne atropopäische Komponeneten – z.B. für Ahnengedenken zu Samhain.

Atropopäische Bannräucherung:

  • Chili, Copal schwarz, Fichtenharz, Wermut, Minze, Thuja, Tabak, keine Räuchermischung für zuhause und auch im Freien nicht einatmen!!

Das Elektions-Horoskop als Diagnose-Instrument:

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des  6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter (separativer) Mondaspekt zum AC-Herrscher-> Ursache, nächster Mondaspekt – Verlauf, letzter im Zeichen : Ausgang.

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  nachfragen.

 

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Plutos Prüfungen: To Hell and Back …

Pluto: Fleurs du Mal ?

Pluto: Fleurs du Mal ? Nicht so ganz!
Hades Flowers, ©scrano 2014

Pluto, die höhere Oktave des Mars: Der Schatten der Unterwelt.

Die Ursache von Samsara.

“Everything must GO”, Senator Kreutzer in “Wild Palms”.

Der äußerste Planet bewacht die Finsternis als Herrscher im Reich der Schatten.

Götter: Der Jahreskönig, Hades, Pluto, Shiva, Luzifer (Asmodeus+Mephisto), Serapis, Seth, Anubis, Osiris (mit Saturn), Orpheus, Dionysos, Cernunnos, Annwyn, Baron Samdi (mit Saturn)

Tartaros, der dunkelste Ort des Hades (die am stärksten angstbesetzte, unheimlichste Form des 8.Hauses und des Skorpionprinzips): Bestrafung der Hybris (Sonne, Löwe, 5. Haus), des Besitzstrebens (2.Haus, Venus, Stier) und des Auflehnens gegen die natürliche Rechts-Ordnung (11. Haus, Wassermann): Ixion, Sisiphus und Tantalos vergingen sich gegen die natürliche Ordnung und begingen damit die Sünde der Hybris.

Aus dem schwarzen Mond geboren: Hera, in ihrer Rolle als weiblicher Saturn (Gegenpol zum eigentlich mütterlichen Krebs-Mond) → bringt den Ares, den griechischen Mars, hervor, weiblicher Zorn als verselbstständigter Archetyp. Steht der feurige Mars in der Repression, im vom Wasserelement beherrschten Nachthaus des Skorpion, drückt er sich in Yin-hafter Weise aus: Aus dieser brodelnden, dampfenden Vereinigung der elementaren Gegensätze resultiert das Pluto-Prinzip.

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New Horizons: Pluto-Vorbeiflug 2015
quelle:wikipedia

Mythologisch stellt Pluto den dunkelsten Teilaspekt des Zeus/Jupiter dar, Zeus Chtonios, der unterirdische oder andere Vater, Dis Pater, wie ihn die Römer nannten. In dieser Funktion ist er auch Vater des schamanischen Ekstase-Gottes Dionysos. Poseidon/Neptun ist ein weiterer solcher Anteil Jupiters. Hier hat man wohl all die furchteinflössenden weiblichen chtonischen All-Mutter Göttinnen der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit hineingepackt, um der männlich interpretierten Ratio als Kopfgeburt (Athena) des eisenzeitlichen patriarchalen Zeus zum Sieg zu verhelfen.Die parthogenetische Geburt des Ares ist auch ein Hinweis auf solche Verdrängungsprozesse. Insofern stehen Pluto und Mars sowohl psychologisch alsauch mythologisch in einer Beziehungskette.

Göttinnen: Die dunkle Mutter, religiöses Matriarchat mit Jahreskönig, Necesssitas oder Ananke, Coatlicue, Caillleach, Kali, Nyx, Persephone, Nephtys, Ereschkigal, Hel, Nemesis, Medea, Lilith. Frau Holle, Maman Brigitte, die Ghede des Voodoo.

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Plutonischer Archetyp:
Magie, Rache, Obsession und Mord:
Kolchische Priesterin Medea.
quelle:wikipedia

Dreigestaltige weibliche Gottheiten wie Morrigan: Mabd, Macha, Nemain oder Hekate trivia und ursprünglich auch Demeter, Kore, Persephone. Die drei Parzen, Moiren und Nornen, alles Schicksalsgöttinnen, denen auch die restlichen Götter unterworfen sind. Die gefürchteten Eumeniden oder Erinnyen, bei den Römern Furien genannt. Im hohen Norden waren wohl Freyja, Frigg und Hel ebenfalls ein solches Dreiergespann.

Psychologisch: Das Verborgene, die Sippe, das Kollektiv, das Verdrängte (abgespaltene Lebensbereiche, Persönlichkeitsanteile), die verdeckte Machtausübung, Gene, Karma, Vorfahren, Unerbittlichkeit der Natur, Zweifel an der Sinnhaftigkeit der individuellen Existenz, Überlebens-Trieb, Passion, Fanatismus, Eifersucht, faustischer Pakt, Fluch, Verschreibung, Macht und Ohnmacht, Amour Fou, Begehren, Obsession, Bondage, Kontrolle, Zwang, Sex-Trieb, S&M, OCD, Unterwerfung, Dominanz, Sklaverei, Schuld und Sühne, tiefe Depression(mit Saturn), Luzifers Sturz (mit Uranus), Scham, Nekrophilie, Seelenangst( mit Neptun),Verlust, Scharfrichter, Strafe, Nemesis (mit Saturn), Hass, Vergeltung, kalte Wut, Repression, Unfähigkeit zur Vergebung: Der Schritt von Passion → zu Compassion.

Kulturen:

  • Sparta: Ares/Pluto
  • im Vergleich dazu das republikanische Rom: Mars/Saturn
  • Ägypten: Osiris/Sethos, Serapis
  • Moderne Diktaturen mit sozialdarwinistischen Zügen und ethnischen Säuberungen: Hitler, Stalin, Bosnien.
  • Moderne Monstren, born to kill: Serienmörder, Stalker, Vergewaltiger, Psychopathen ?

aber: Ex Tenebris Lux!

Einen Hinweis zum wahren Wesen Plutos finden wir in der griechischen Mythologie:

Beim Übersetzen über den Styx müssen an Charon 2! KUPFER-(Venusmetall) Münzen bezahlt werden: Ablegen der Bindungen aus Haus 2/Stier/Erde/Materie. In der Magie müssen vor dem Ritual alle METALL-Gegestände (Reichtum, Materie) abgelegt werden.

Aus dem Loslassen und der Erfahren der “Letzten Wahrheit” wird erst die Evolution zum spirituellen Wesen möglich: Auferstehung, Gnosis, die Schlüssel zum Königreich des Himmels, Pluto ist auch der Herr des Reichtums (materiell+Wissen). Er trägt auch symbolisch Schlüssel, genauso wie Hekate, eigentlich die mythologisch ältere Vertreterin des plutonischen Archetyps.

Kulte: Archaische Dionysosmysterien ausschliesslich für Frauen mit mänadischer Raserei, in transzendierter Form: Orphische Mysterien mit Zagreus/Dionysos/Orpheus als Erlöser und geopferter Gott (mit Neptun-Aspekt), Demetermysterien von Eleusis.

Weitergabe des Lebens an die nächste Generation: Erneuerung durch Transformation, Evolution nur durch Aufgabe des Alten.

Auch bei den Ägyptern im Osiris-Mythos, den Initiationen der Isis-Mysterien und im Schamanentum der zentralasiatischen Völker gibt es ähnliches. Moderne Initiationsbünde: 3. Grad der Freimaurer-Initiation behandelt die eigene Endlichkeit: Macbenach – er lebt im Sohn. Bei Mysterienkulten wird in den Initiationen generell das symbolische Erleben des eigenen Todes in den Mittelpunkt gestellt. Im Schamanentum wird diese Schwellenerfahrung durch die sogenannte Berufungskrise erlebt, wobei sie hier im Extremfall weniger abstrakt, sondern vielmehr direkt und physisch als Nahtoderlebnis durchlitten wird.

Also gibt es auch Positives über Pluto zu berichten:

Intensität, Wahrheit, Suche nach den “Dingen hinter den Dingen”, Tiefe, Tiefenpsychologie, Mythen, Archetypen (mit Uranus), Loyalität, Prinzipien, Standhaftigkeit, Entbindung vom Körperlichen, Selbstüberwindung,, Loslassen, Verlustbewältigung, Martial Arts, Zen-Übungen und Meditation (mit Neptun), Schamanische Reisen (mit Merkur oder Jupiter), Selbstbeherrschung, tiefe Einsichten.

  • Bei Naturvölkern und in der Magie: Entsühnung von alten Seelenverträgen.
  • Im Buddhismus stellt der ACHT-fache Pfad → Anleitungen zum Lösen vom Begehren (dem oralen Prinzip des Venus-Gegenpols im 2. Haus) dar.

Im alten Schwellenplaneten Saturn trifft man schliesslich auf die Vereinigung von irdischen und tranzendenten Aspekten: 2+8 : Zehn(tes Haus, Steinbock), pythagoräische Perfektion, Bereitschaft Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Hierzu ist die transformatorische Kraft des Pluto notwendig, um über sich hinausgehen zu können. Nachdem die materialistischen Bestrebungen des 2. Hauses im 8. als Irrweg erkannt sind, kann man sich über die Sinnfindung des 9. Hauses dem irdischen Lebensziel (10.Haus) nähern.

Orte und Geltungsbereich des Pluto-Prinzips: Höhlen, Grüfte, Friedhöfe, Ölfelder, Minen, Vulkane, Sümpfe, Abfall, Kompost, Erdöl (Neptun), Unterwelt, Geister, Untote, Pathologen, Bestatter,, Archäologen, Kryptologen, Atomphysik, Logen, Geheimdienste, Geheimbünde, Mafia, Auftragskiller, Sniper, Magische Zirkel, Hexen-Coven, okkulte Orden, militärische Orden.

Herrscher über 8. Haus, Skorpion und Co-regent von Widder  (Mars in seinem wässrigen Yin-Nachthaus)

Im Exil: Stier, 2. Haus, Waage 7. Haus

Erhöhung, Fall: Wie Mars, in Steinbock und Krebs

Tag: Dienstag (mit Mars)

Zeit: Frühling+Herbst, Samhain+Beltane: Abnehmender und Dunkler Mond (nicht Neumond)

Farben: magenta, rot, schwarz

Zahlen: acht, null, die Mond- und Venuszahl dreizehn, neun und drei (dunkler Jupiter, Dis Pater). Neun ist auch die Zahl Odins, der auch einen Hades-Aspekt trägt (Totenheer).

Qualität: fix, Wasser, Yin, Gegenpol zur 2 in der 2/8 Achse: Resourcen, Materie, Bindung, Körper: Macht die Endlichkeit spürbar, regiert über Regeneration und Sexualität als treibende Kraft für den ewigen Kreislauf des Lebens.

Chakra:  Pluto symbolisiert eher Kundalini, als ein Chakra.

Alchemie: Nigredo, der Wolf, Putrefactio, Prima Materia, Caput Mortuum → siebenmal wirst Du die Asche sein … die acht bringt die Transformation.

Kristalle: Magnetit, Hämatit, Granat, Obsidian.

Richtung: Norden, Azrael

Metall: Eisen, Wolfram, radioktive Elemente

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Ich mach heute mal auf Pluto.

Tiere: Skarabäus, Skorpion, Schlange, Spinnen, Nacht-Tiere: Eulen, Wolf, schwarze Tiere (besonders Hunde). Aasfresser: Geier, Schakal. Fledertiere. Insekten die die Stadien Larve-Puppe-Imago durchlaufen: Paradebeispiel Schmetterling.

Mythologische Kreaturen: Cerberos (3 Köpfe) Phoenix, Werwolf, Vampir, Hydra: NEUN Köpfe, Fenris-Wolf. Ourobouros. Midgard-Schlange, Nydhogg, Medusa. Die Schlange am Weltenbaum.

Pflanzen: Lebensfeindliche, giftige: Eisenhut, Nachtschatten (mit Saturn, Mars), Kasteiung und Regeneration: Brennessel (Mars/Pluto+Venus), Rauschmittel mit gefährlichem Grenzerfahrungs-Effekt (Alkaloide, mit Saturn), fleischfressende Pflanzen (mit Mars), Aasblumen (mit Saturn), Aristolochia-Arten, Aaronsstab-Gewächse. Die Minzen sind durch den Mythos der Nymphe Minthe mit Pluto verbunden. Die Korrespondenzen des Pluto stimmen im wesentlichen mit denen der Hekate überein, diese hat aber eine zusätzliche Funktion als Hebamme des Lebens, daher werden ihr auch die Frauenkräuter zugeordnet.

Signatur: Im Sumpf oder vulkanischen Einöden wachsend, düstere Ausstrahlung, Herbstblüher, blutroter Saft (Mars), modernd, gärend, als Fermentationsmittel verwendbar, Dunkelkeimer, treibt nach Gärung des Samenmantels.

Baum: Pappel, Erle, Thuja, Wermut (mit Mond), Granatapfel (mit seinem Gegenpol Venus).

Duft: Oppoponax, Myrrhe

Organe: Keimbahn, Geschlechtsorgane, Ausscheidung, Enddarm, Schliessmuskel, Regenerationsfähigkeit, der Nacken, die Faust (mit Mars)

Anfälligkeiten: Venerische Krankheiten (8. Haus) , Gendefekte, Reproduktionsprobleme, Hämhorroiden.

Korrespondenzen:

Tarot: Der Teufel, Der Tod, Achten, Judgement (Die Erneuerung). todBeim Tod ist im Waite-Tarot vor allem die Symbolik der weissen Rose als umgekehrtes Venus-Pentagramm auffällig. Auch der plutonische Schmetterling taucht auf: In den Schwerterkarten symbolisiert er die Wandlung der Seele (Königin, König).

Rituale: Schutz, Transformation, Erneuerung, Bannung, Vergeltung, Macht, Wissen, Nekromantie, Tantra der linken Hand, Sexual-Magie → Orgasmus als Le Petit Mort.

Conjunctio in der Alchemie als Überwindung von 2/8. Hieros Gamos: Erzeugung von Materie: Saturn 8+2 !

Entdeckung: Percival Lowell und 1930 Clyde Tombaugh (Namen!) am Rande der Oort´schen Wolke → Quelle des Lebens (Kometen)!

Glyphe: Ähre aus dem Demeter-Mythos, PL für Percival Lowell, Gral, dunkler Mond, Eclipse von Sonne, Mond und Pluto.

plutosymbol KopieMundan seit den 1930iger Jahren (seiner Entdeckung).

  • im Zwilling: Imperialismus, Mercantilismus, Massenkommunikation -> Telefon, Radio, Massenmedium Zeitung (Hearst -> Citizen Kane)
  • im Krebs: Heimat, Familie, Vorfahren, Vaterland, Blut & Boden -> Faschismus, Entdeckung der DNA, Atombombe -> Übergang zum Löwen
  • im Löwen: Individualismus, Status-Symbole, Selbstverwirklichung, Superhelden, Raumflug, Kalter Krieg (Ego-Posieren der Supermächte), Individualverkehr, Individual-Kino (TV).
  • in der Jungfrau: Gesundheitsbewusstsein, Hygiene, Medizin, Ernährung, Verwaltung (IT-Zeitalter beginnt), Tierschutz für Haustiere, beginnendes Umweltbewusstsein
  • in der Waage: Emanzipation, Aufbrechen ders Rollenverständnisses, Verbreitung der Pille: Abkopplung der Fortpflanzung vom Sexualverhalten (Venus!), Aufklärungswelle, Sexindustrie, Kommunen, antiautoritäre Erziehung, Friedensbewegung
  • im Skorpion: Banken und Börse gewinnen an Macht, AIDS, Zusammenbruch des Kommunismus, Anti-Atomkraft, Grüne Bewegung nimmt Fahrt auf: Recycling und mehr Bewusstsein für Umweltverschmutzung und Müllberge, militanter Tierschutz
  • im Schützen: New Age, Internet, Globalisierung, Aufblähung des Finanzmarkts: Zockertum, Fernreisen, Kreuzzüge (Islamismus, Evangelikale), Welthandel
  • im Steinbock: Sparkurs, Rückschrumpfung, Ernüchterung, Resourcenknappheit, Festhalten an starren Strukturen, aber auch mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit, Landwirtschaft
  • beherrscht Weltwirtschaft → 8. Haus, die gemeinsamen Resourcen.

Lebensbereiche : Massen, Macht, Ausbeutung, Reichtum, Tod, “okkult”, Erfolgs- und Schwarzmagie, Manipulation.

Literatur: Dostojewski, Goethe, Poe, Sartre, Camus, John Milton (Paradise Lost), Lovecraft, Gothic Novels, Stoker, Shakespeare’s Königsdramen,

VIP, berühmt oder berüchtigt: M.Luther, M.Gandhi, I.Gandhi, A.Hitler, T.Bundy, Bruce Lee, Grace Kelly, Björk, N.Paganini, Nehru, J.Stalin, C.Manson, A.Nasser, Prince Charles, A.Hitchcock. Hier wirkt der Pluto-Archetyp auf vielfältige Weise: Dominanter (elevierter) Planet, ASC oder Sonne Skorpion etc.

Filme: Joe Black, Dracula, Wolf, Twilight, The Long Kiss Goodnight, Der Pate, Die Neun Pforten, Tomb Raider, Dancer in the Dark – beonders düster! Sieben, Alien. James Bond 007: inbesondere mit Sean Connery, Timothy Dalton, Daniel Craig.

Dokus: Nachtmeerfahrten: C.G.Jung.

Bildende Kunst: Picasso, Dali, Symbolismus (mit Neptun), Surrealismus (mit Uranus), Auguste Rodin.

Musik: Trommeln, Hard Rock, Heavy Metal, Goth, Björk

Symbolik der Acht in der Mythologie

Fluto und seine Symbole: Höhle, Granatapfel, Schlange, der dunkle Verführer, Schätze. Kali und Shiva, die den Kreislauf von Werden und Vergehen antreiben.
Tarotkarte XX, “Das Gericht”: Die Auferstehung, das Loslösen von der Materie.

Pluto symbolisiert auch unsere Beziehungsfähigkeit, die sich auf Grund unserer Interaktion mit den Eltern, deren eigener Beziehung und dem daraus resultierenden Umfeld definiert. Er ist der notwendige Gegenpol der Venus im 2. Haus des Du, Besitzenwollens und der Fähigkeit zur Fortpflanzung, und stellt mit seinem Domizil, dem achten Haus, den gemeinsamen Besitz, das Loslassen und die gelebte Sexualität dar. Es ist das Prinzip von “Stirb und Werde” das in der Beziehungsachse des Zodiak herrscht: Eros und Thanatos. Oder “Sex, Tod und Steuern“, wie es jemand einmal auf den Punkt gebracht hat. Besonders, wenn Pluto einen harten Winkel mit dem Mond bildet, haben wir uns der Meinung der Mutter unterwerfen müssen, wenn mit der Sonne dann der des Vaters. Bei weichen Aspekten ist es mehr eine Art subtiler Anpassung. Wo die Schicksalsgöttin Ananke Leiden für uns bereithält, hängt von der Plutostellung nach Haus und Tierkreiszeichen ab. In diesem Lebensbereich gilt oft „Leiden ist geil“, daher werden hier auch karmische Altlasten ausgelebt. Obwohl oft auf die Sünde der Hybris zurückzuführen, werden Plutos dunkle Geschenke meist als äusseres Schicksal empfunden. Pluto als dunkler Verführer ist ein zweifelhafter Berater, weil er unser zwanghaftes Verhalten symbolisiertund uns deshalb in Verstrickungen und Abhängigkeiten führt, obwohl wir glauben hier Macht ausüben zu können oder zu wollen. Dort wo bei uns in der Kindheit Macht und Druck ausgeübt wurde, neigen wir später dazu, ebenfalls Macht und Druck auszuüben, um unsere Ohmachtsituation während der Kindheit zu kompensieren. Im Grunde genommen versuchen wir durch den Pluto jene Eigenschaften in anderen zu kontrollieren, derentwegen wir selbst die Kontrolle verlieren. Nicht umsonst ist Pluto der Archetyp, der wohl als Patron der BDSM-Szene gelten kann (Fifty Shades Of Grey, anyone?). Im Pluto liegt auch der Preis unserer Wahlmöglichkeiten, sich über die Materie zu erheben, Lasten abzuwerfen und Dinge loszulassen, die oft Abhängigkeiten mit sich bringen und uns in die Falle locken.

Die Hausstellung von Pluto ist ein Hinweis auf diejenigen Schattenseiten, welche uns in den eigenen Beziehungen manchmal schmerzlich bewusst werden. Wohin Pluto seinen Schatten im Horoskop wirft, ist die “Twilight-Zone“, wo wir Macht und Ohnmacht erleben.

Entführung der Kore durch Hades

Entführung der Kore durch Hades, quelle:wikipedia

Hier sitzt der Schmerz des Verlusts besonders tief, wenn wir das Opfer bringen müssen, um unseren eigenen Weg zu gehen und uns von Fremdbestimmung zu befreien. Ein gutes Literaturbeispiel für SciFi oder Fantasy-Leser: Rocannons Welt von Ursula LeGuin. Es thematisiert auch die nordischen Mythen, besonders Odins Suche nach der ultimativen Weisheit, und dem damit verbundenen Opfer, das auch Motive des Neptun-Archetyps anspricht. Auskunft über die Natur plutonischer Beziehungen gibt auch der Demeter-Mythos. Hier muss Kore/Persephone unter der Hybris ihrer Mutter leiden, weil diese ihr eine Entwicklung zu erwachsenen Frau verweigert. Dies erregt den Zorn der Aphrodite: Sie stachelt Hades/Pluto an, Eros Pfeil trift bei ihm ins Schwarze und das ewige Mädchen Kore und ihre Mutter Demeter müssen sich den Gesetzmässigkeiten von Ananke unterwerfen. Als Persephone landet die Tochter in den Armen ihres Ent- oder eher Verführers aus der Unterwelt und wird zu seiner Königin. Wie das bei plutonischen Beziehungen häufig der Fall ist, findet sich einer der Partner gefangen in einer für ihn überwältigenden Realität wieder. Daher läuft die frustrierte Persephone auch heim zu Muttern, was aus Zeus’ Geheiss zum legendären Deal führt: Während des Sommerhalbjahrs darf Kore als Vegetationsgöttin (Veilchen) auf der Erde wandeln, die dunkle Jahreszeit verbringt sie als Winterkönigin bei ihrem Gatten. Ausgehandelt wurde dieser Ehevertrag natürlich vom grossen Kommunikator des Olymp: Dem gewieften Hermes oder Merkur, der als Psychopompos wie auch Hekate zwischen den Welten reisen darf. Letztere tut dies aber nur bei Nacht. Auch der Granatapfel als Plutos Symbol hat hier seinen Ursprung: Persephone isst von dieser Frucht der Unterwelt, die ihr von ihrem Gemahl (Pluto=Manipulation!) schlauerweise als Zeichen der Vermählung angeboten wird, daher kann sie ihre Ehe nun nicht mehr annulieren lassen. Sie muss sich transformieren und ihre natürliche Bestimmung als erwachsene Frau annehmen.

Man wird nicht erleuchtet, indem man sich Figuren des Lichts vorstellt, sondern indem man sich der Dunkelheit bewusst wird.
Carl Gustav Jung

Leiden ist nicht geil, aber führt zu Wandlungsprozessen“
Dobrin M. Antonov

Selige Sehnsucht

Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend‘ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.
In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt die fremde Fühlung
Wenn die stille Kerze leuchtet.
Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.
Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt,
Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.
Goetheskull

Pluto Schlüsselworte:

  • Erkenntnis der eigenen Bestimmung
  • Absurdität in kleinlichem Verhalten und Bestrebungen
  • Sich der absoluten Wahrheit stellen

Schlüsselfragen:

  • Wo und wie kann ich meinem Leben Bedeutung geben ?
  • Wie erkenne ich die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der Welt?
  • Wo muss ich mich vor Dominanzbestrebungen und Manipulation hüten,
  • Wie vermeide ich Machtkämpfe in Beziehungen?

Retrograder Pluto:

  • Angst vor “Ausgeliefertsein”
  • Sich nicht zur erkannten Wahrheit bekennen
  • Kann zu Bescheidenheit und Mässigung in der Machtausübung führen.

Kritischer Pluto:

  • Harte Aspekte zu den persönlichen Planeten, besonders Quadrat.
  • Konjunktion: abhängig von den restlichen Aspekten und Hausposition
  • Besonders harte Saturn/Pluto Aspekte haben es in sich.
  • Pluto in 12: Repression und Ohnmacht, Sündenbock (mit Saturn eine sehr karmische Stellung), muss stellvertretend die Schattenthemen der Gesellschaft ausleben (Negativer Aspekt vom 12. Haus: Anstalt, Gefängnis)

Weitere Aspekte:

  • In Verbindung mit Pluto-Themen stehen auch Mondknoten, Lilith, der Apogäumspunkt des Mondes, Sonnen- und Mondfinsternis, Vesta und der Centaur Nessus (Rachethematik).
  • Besonders stark wirksam ist das Plutoprinzip: In den Yin-Wasserhäusern, Erdhäusern: Vor allem im 10. und 4. Haus, der karmischen Achse der Familie und Inkarnation (Eltern, Erblasten, “Familienfluch”).
  • Als Dispositor von Mars → 1. Haus, da er hier als Mitregent von Widder wirkt, einer der Charismafaktoren, neben Neptun und Chiron.
  • Pluto ist sehr bedeutsam in der Synastrie, wie alle transpersonalen Planeten.
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Unendlichkeit und Wandel: Plutos Kräfte drücken sich auch in der Zahl Acht aus.
Sie kennzeichnet auch den Skorpion, achtes Zeichen des Zodiak und sein
zugehöriges Haus. Infinity dissolving ©scrano 2013

 

 

Posted by on November 13th, 2016 Kommentare deaktiviert

Äpfelzeit – späte Sorten für Kuchen, Most und Deftiges

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Apfelblüte – fliegen genug Bienen gibt es eine gute Ernte im Herbst-.

Apfelwaffeln

Zutaten:

  • 250 g säuerliche Bio-Äpfel z.B. Boskop
  • 250 g weiche Butter
  • 100 g Rohrohr-Zucker
  • 4 Eier
  • 2 Tl  echter Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl gemahlener Zimt
  • 250 g Bio Dinkel-Mehl 630
  • 1 Pkg Safran-Backpulver
  • 125 ml Bio- Vollmilch
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1 El Zitronensaft
  • Beschichtetes Waffeleisen für Herzwaffeln
  • Puderzucker oder Zimt-Zucker-Gemisch zum Bestäuben

Zubereitung:

Äpfel waschen, Kernhaus austechen, schälen und würfeln. Mit Zitronensaft beträufeln, dann mit Zucker vermischen.
Eier trennen, Eigelb mit Butter, Zucker und Vanillezucker in einer Rührschüssel mit dem Handrührer schaumig rühren. Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen.
Mehl mit dem Backpulver und Mandeln mischen, zu Ei-Buttermasse geben und schliesslich unter Rühren portionsweise Milch zugeben, bis ein cremiger Teig entsteht. Mit einem Schneebesen das Eiweiss unterziehen, dann die Apfelstückchen vorsichtig untermischen, nicht zu heftig herumrühren.
Waffelteig  in das Waffeleisen füllen und protionsweise backen. Die Menge Teig pro Waffel und die ideale Bräunungszeit ist vom Waffeleisen abhängig, daher erst mal eine Probewaffel backen.
Mit Puderzucker bestäuben. Auch lecker als Frühstückswaffeln.

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Mostereibetrieb Bernhardt  mit Hofladen – hier werden unsere Äpfel zu Saft.

Apfel-Kartoffelsalat mit Joghurtdressing

  • 1 kg vorwiegend festkochende Bio-Kartoffeln,
  • 500 g säuerliche Bio-Äpfel
  • 1 El Zitronensaft
  • 1 Knollenfenchel mit Grün
  • 200g Cheddar
  • 250g Joghurt
  • 50 ml Apfelsaft
  • Schnittlauch, Petersilie, Zitronenmelisse, Borretschblüten
  • Salz, Pfeffer, Kümmel

Kartoffeln gut bürsten, halbieren und in Salzwasser mit 1 Tl Kümmel garen. Äpfel waschen, Kernhaus entfernen und mit Schale in feine Schnitze zerteilen. Mit Zitronensaft beträufeln. Knollenfenchel in kleine Stücke schneiden, zartes Grün mitverwenden. Cheddar würfeln, Kräuter fein hacken und zu den Äpfeln und dem Fenchel geben. Joghurt mit Apfelsaft, 2 Tl Ahornsirup, Pfeffer und 1 Prise Salz zu einer Salatsauce rühren, mit Zitronensaft abschmecken. Gekochte Kartoffeln heiss abpellen, in Scheiben schneiden, zu Apfel/Fenchelmischung geben, mit Joghurtdressing übergiessen. Gut durchmischen , mit Borretschblüten garniert servieren.

  • schmeckt solo oder mit würziger Bratwurst, aber auch zu Back-Fisch.
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Ausbeute von diesem Jahr: Onatario, Brettacher Gewürzapfel und Elstar

Erst einmal heisst es anstehen, bis man an der Reihe ist. Am Wochenende haben sich jede Menge Hobbygärtner zur Mosterei eingefunden.

Apfelpunsch mit Amaretto

 4 Portionen:

  • 2 Liter naturtrüber Bio-Apfelsaft
  • 50 ml Ahornsirup
  • 1 Orange, unbehandelt
  • 1 Sternanis, 5-6 Nelken, 1 Zimtstange
  • 100 ml Amaretto

Orange dünn spiralig schälen – nicht die weisse Haut mitnehmen! Saft auspressen und mit Ahornsirup und Apfelsaft in einen großen Topf geben. Gewürze und Orangenschale zufügen,  5-10 Min. erhitzen aber nicht kochen. Vom Herd nehmen und übr ein Sieb in ein hitzebeständigen Krug giessen. Amaretto zugeben, fertig!

Späte Apfelsorten, dies sind meistens alte Kulturformen, oft auf Hochstamm, wie man sie in Streuobstwiesen findet. Diese Äpfel sind sehr lagerfähig und reifen erst von Mitte bis Ende Oktober aus. Brettacher, Boskop, Ontario und Winterrambur sind solche besonders zum Kochen und Backen geeignete Sorten. Sie liefern auch guten Apfelsaft, der durch Lagern in einem dunklen, kühlen Keller durch Nachreifen noch an Geschmack gewinnt.

trester

Rückstand nach der Vermostung: Trester,
er mundet noch dem Wild und auch Hausschweinen.

Hier geht es zur Destille, und einer kleinen Kostprobe von Obstler, Birnenbrand & Co. Auch leckere Obstliköre stehen zur Auswahl – besonders zu empfehlen: Quittenlikör.

Wieder einmal ist Erntezeit, bei unseren alten Apfelsorten: Brettacher Gewürzapfel und Ontario. Aber auch der Elstar ist dieses Jahr spät dran. Nach einem Nachmitttag Pflückarbeit sind dann die schönsten Früchte eingekellert, der Rest kommt in Säcke. Diese landen dann in der Mosterei Bernhardt, in der Nähe der Burg Leuchtenberg. Dort gibt es auch einen Hofladen mit allerlei Obstprodukten und auch Honig von den Steuobstwiesen. Der Vorteil: Man erhält den Saft von den eigenen Äpfeln. Viele Gartenbesitzer lassen hier ihre Äpfel verarbeiten, und da bis Ende November Betrieb ist, hat man auch mit alten Spätsorten eine Chance. Unsere Ausbeute: 156 Liter Saft.

still

Vergeistigung der Äpfel: Obstler aus der Destille der Mosterei Bernhardt.

Deftiger Eintopf mit Äpfeln

  • 250g Rindfleisch (Wade)
  • 250g Schweinfleisch (Kamm)
  • 2 milde Bio-Zwiebeln
  • 700g vorwiegend festkochende Bio-Kartoffeln
  • 200g Bio-Karotten
  • 2 Bio-Tomaten (San Marzano)
  • 2 grosse rote Bio-Gemüsepaprika – spitze Sorten haben mehr Feuer
  • 2 säuerliche, feste Bio-Äpfel, mittelgross – Boskop, Elstar
  • Selleriegrün, Petersilie
  • Öl zum Anbraten des Fleisches
  • 1/2 l Gemüsebrühe

Die Zwiebeln hacken und mit den Fleischwürfeln in Öl kurz anbraten. Tomaten würfeln hinzugeben und mit der Brühe auffüllen. Ca. 30 Minuten dünsten. Die Kartoffeln, die Paprika und die Möhren in grobe Stücke schneiden. Beides hinzugeben und weitere 15 Minuten garen. Zuletzt die in Schnitze zerteilten Äpfel in den Eintopf geben. Sellerie und Petersile hacken, untermischen. Den Eintopf nur noch ziehen lassen, dann groben schwarzen Pfeffer darübermahlen.

Für Vegetarier – Räuchertofu anbraten, statt Fleisch verwenden.

Und auch das noch: Ein Apfel-Fraktal!

Herz-Apfel oder Apfelherz? Apfelgrün ist er jedenfalls  …Apple Core ©scrano 2013

Herz-Apfel oder Apfelherz? Apfelgrün ist er jedenfalls …
Apple Core ©scrano 2013

Posted by on Oktober 21st, 2016 Kommentare deaktiviert

Sieben Todsünden: Luxuria – Lust – Venus

Die Sieben Todsünden:

Superbia
1. Hochmut (Eitelkeit, Übermut), Übermass an Sonne
Avaritia
2. Geiz (Habgier), die dunkle Seite des Saturn.
Luxuria
3. Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren), Thema des vorgestellten Fraktalbilds zum Schattenaspekt der Venus.
Ira/Furor
4. Zorn (Wut, Rachsucht), Schatten des Mars
Gula
5. Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
Invidia
6. Neid (Eifersucht, Missgunst), Dämon des Merkur
Acedia
7. Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens), negative Form des Mondes
  • Die planetaren Prinzipien in der Darstellung der Todsünden sind hier zu finden.
  • Der Schatten der Venus zeigt sich in ausgeprägter Genusssucht, Gefallsucht, Opportunismus und Entscheidungsschwäche, sowie in übertriebener Eitelkeit. Eine elevierte schlecht gestellte Venus hatte Heinrich der VIII. Eine dominante schlecht gestellte Venus prägte Adolf Hitler. Es gilt das eigene Lustprinzip in den Mittelpunkt zu stellen und alles andere ihm zu unterwerfen. Beziehungen können zu Abhängigkeit führen, Soziopathie ist ebenso ein Schattenthema der Venus.
  • Venus Pandemos (im Stier)  bringt das Verhaftetsein in allen weltlichen Dingen, so dass eine körperliche Genuss-Sucht entsteht, wobei nicht so sehr das Verschlingen, sondern die Maximierung des Empfindens (Venus regiert Geruchs- und Geschmacksempfinden) im Mittelpunkt steht. Auch die übersteigerte Libido, bei der der rein körperliche Akt in den Vordergrund rückt, wird von Venus Pandemos regiert. Der Schatten dieser Venus ist besonders in der Sucht nach immer mehr sinnenfrohen Belohnungen zu sehen, die Lust wird zur Last.
  • Venus Urania (in der Waage), hier zählt die Dekadenz zu den Gefahren, eine Überhöhung der Verfeinerung, der Verkünstelung. Hier drängt weniger die Lust am Körperlichen ins Bewusstsein, eher ein unstillbares ästhetisches Geschmacksempfinden, das nie vollständig befriedigt werden kann. Das Lustempfinden kommt aus der Perfektion, der Unterwerfung unter den Kult des vollständig Schönen.
Luxuria

Luxuria, Asmodeus – Dämon der Venus – Wollust
Voluptas ©scrano 2014

Die Symbolik der “Sieben“. gibt es schon im Zusammenhang mit Lastern in der babylonischen und persischen Zeit. Es wird vermutet, der Ursprung der Todsündenlehre liege im Motiv der vorgeburtlichen Seelenreise. Bevor die Seele in die Welt der Materie  eintritt, müsse sie sieben Himmelssphären durchwandern. In jeder nehme sie einen guten Geist in sich auf, aber auch einen schlechten. Gebräuchlich war auch eine Zuordnung der Todsünden zu den Wochentagen: Am Sonntag bedrohe Stolz den Menschen, wenn er sich in der Messe Gott nicht unterwerfe. Tag des Neids sei der Montag, des Zorns der Dienstag. Die Trägheit, speziell die spirituelle, bedrohe den Menschen am Mittwoch, weil er zeitlich am weitesten vom Sonntag entfernt ist. Wenn der Mensch seine Gottnähe verloren habe, sei er am Donnerstag gefährdet, nach materiellen Gütern zu gieren, und sich am Freitag, wenn er dem Fasten verpflichtet wäre, der Völlerei hinzugeben. Wollust ist die Sünde des Samstags. Diese Form einer Korrespondenz-Lehre steht aber im Widerspruch zu der Hermetischen Zuordnung der Sünden zu den Tagen und ihren Planetenentsprechungen. Sowohl in der gnostischen, der hermetischen als auch gemäss der klassischen Moraltheologie sind die “Sieben Todsünden” weniger in Handlungen begründet, sondern Dispositionen: Persönlichkeitsstörungen oder Charakterdefizite. Deshalb kann man sie auch nicht beichten. Sie legen erst den Keim der Unmoral und sind die Ursache der späteren verwerflichen Akte. Astrologisch und psychologisch stellen sie die Schattenthematik der entsprechenden planetarischen  Archetypen dar.

Luxuria, Jaques del Ange.quelle wiki.

Luxuria, Jaques del Ange.
Ashmolean Museum. quelle wiki.

 

Posted by on Oktober 16th, 2016 2 Comments

Heilpflanzenwelt im Oktober: Signatur der Venus

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Rosenblütenblätter und Goldener Schnitt – typisch Venus
Passion Dance ©scrano 2013

Die Venus ist der hellste Stern am Himmel und hat eine Umlaufzeit um die Sonne von 225 Tagen. Sie ist das Symbol der Körperlichkeit, der Ausgleichung und das erotische weibliche Prinzip.

Venus finden wir in unserem Sinn für Ästhetik, Schönheit und Balance und sie trägt dazu bei, dass wir geniessen können, unsere Sinnlichkeit entdecken. Sie hält den Spiegel, nicht aus Eitelkeit, sondern um uns das Du erleben zu lassen: So sehen Dich die Andern!  Venus ermöglicht uns, Beziehungen zu Mitmenschen aufzubauen, uns zu sozialisieren, zuerst mit dem Partner, dann in einer Gemeinschaft. Sie ist aber auch die sanftere Seite des Marsischen Begehrens, sie lockt und verführt. Und sie kann auch gefühllos erscheinen und materialistisch. Wer Romantik will, muss sich nach der Mondin umschauen – sie ist die Seelenvolle, Venus herrscht auch über den Ehevetrag (Stier)  und kennt Paragraphen und Gerichtsaal (Waage). Ihre Elemente sind Erde und Luft – ohne Wasser sind sie unfruchtbar, ohne Feuer kalt.

Pflanzen, welche hauptsächlich eine Venussignatur tragen, haben üppige Blüten- oder Fruchtbildung, süßen oder milden Geschmack und man findet sie in sanften, fruchtbaren und harmonischen Landschaften. Von eleganter und einladender Gesamtwirkung, regelmäßig gezahnte Blätter (Nierenform, Herzform), saftige Blätter, Blattrosetten, üppige Blütenausbildung, Blütenfarbe von weiß-rosa bis rosenrot, samtig oft mit sinnlich betörendem Duft. Kennzeichnend ist auch die 5-zählige Blüte.

Nelkenwurz - ein Rosengewächs. Jakob Sturm 1796.

Nelkenwurz – ein Rosengewächs. Jakob Sturm 1796.

Ihr Gegenpol sind Mars, wie man besonders leicht in der Rose, aber auch der Brennessel erkennt, und Pluto, der eher subtil daherkommt, wie in den Minzen oder Solanaceen. Während der Widderherrscher oft schon mit Stacheln oder reizenden Scharfsubstanzen auf sich aufmersam macht, liegt Plutos Macht eher in Giften.

  • Alpenveilchen (Pluto, Mond/Saturn)
  • Alraune (Pluto, Mond/Saturn)
  • Anemone – Windröschen  (Mars, Merkur/Jupiter) Der Saft der Pflanze ist ätzend und verursacht Rötungen und Blasen auf der Haut. Die Blätter wurden früher aufgelegt, um Haarausfall und Krätze zu heilen. In der Homöopathie wird Windröschen vereinzelt bei Frauenleiden als auch bei Gelenkrheumatismus und Magenleiden verwendet.
  • Bärentraube (Mars, Saturn/Mond), gegen akute Nieren und Blasenleiden
  • Tollkirsche (Atropa belladonna)  (Pluto, Mond/Saturn), als Schönheitsmittel äusserlich verwendet, als Rauschdroge wirkt sie plutonisch – auch ein atropopäischer Zauber und reichlich giftig. Vorsicht, die schwarzen Beeren schmecken süsslich, daher Kinder vor dem Verzehr warnen.
  • Bergminze (Pluto, Merkur/Neptun), sie wirkt ausgleichend und mild erfrischend, auch andere Minzen haben diese Signatur – sie sind auch Kräuter der Hekate.
  • Birke (Mond/Saturn, Mars), herzförmige Blätter weisen auf Venus, der Marsanteil zeigt sich in den vielen allergenen Pollen der männlichen Pflanze (zweihäusig), und dem belebenden Elixir aus dem Birkensaft, Mond/Saturn in der schwarz-weissen Rinde.
  • Blutweiderich (Merkur/Neptun)
  • Brennessel (Mars),
  • Buche und Maronenbaum (Mars, Merkur/Jupiter)
  • Dachwurz (Mars, Sonne/Uranus) – hübsche Blatt-Rosetten
  • Damiana ( Merkur/Jupiter),
  • Eisenkraut (Mars, Jupiter/Merkur), heilige Pflanze der Kelten, aber auch die Griechen und Römer reinigten damit ihre Altäre.  Im alten Ägypten wurde die Träne der Isis genannte Pflanze in kultischen Zeremonien eingesetzt. Es galt als besonders stark atropopäisch. In Wales trägt das Eisenkraut daher den Namen Devil’s bane – Teufelsbann. Auch der Name Eisenkraut selbst lässt sich auf die magische Verwendung dieser Pflanze zurückführen: Sie sollte das beste Mittel gegen Verwundungen durch Eisenwaffen sein, und sie wurde bei der Eisenverhüttung zugesetzt. Echtes Eisenkraut hat zudem in der Pflanzenheilkunde eine lange Tradition, die bis ins Altertum zurückreicht. Es wurden ihm harntreibende (Venus), Gallenfluss (Mars) anregende und antirheumatische Wirkungen nachgesagt. Inhaltsstoffe sind die Iridoid-Glykoside Verbenalin, Hastatosid und neben einer Reihe anderer Verbindungen auch Verbascosid.  Eine schulmedizinische Wirkung konnte nicht gezeigt werden. Eisenkrautpräparate werden heute, wenn überhaupt, nur noch in der Volksmedizin eingesetzt. Trotzdem ist Eisenkraut ist wohl aber ein wesentlicher Bestandteil handelsüblicher Erkältungsmittel. Neuere Untersuchungen belegen allerdings eine schlaffördernde sowie neuroprotektive Wirkungen der Inhaltsstoffe.
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Unscheinbar, aber göttlich – dazu auch heilkräftig: Echtes Eisenkraut.
Venus/Mars, Jupiter/Merkur. quelle:wiki.

  • Erdbeere, (Mars, Merkur/Jupiter) – ein Rosengewächs
  • Feige (Pluto, Mond/Saturn)
  • Frauenmantel (Mond/Saturn),
  • Gamander Echter (Merkur/Jupiter),
  • Geranie (Mars, Merkur) und Storchschnabel
  • Granatapfel (Pluto)
  • Gundermann (Merkur/Neptun),
  • Haselwurz (Pluto, Merkur/Neptun)
  • Haselnuss (Mars, Merkur/Jupiter)
  • Himbeere, Brombeere, (Mars, Merkur/Jupiter),
  • Hirtentäschel, mit Saturn/Mond, ein Frauenkraut gegen zu starke Mensis (Venus/Mond), mit typisch herzförmigen Frucht-Täschchen, es wirkt auch blutstillend bei Wunden (Mars, Saturn) und wurde früher gegen Nierensteine angewendet (Venus/Saturn)
  • Huflattich (Mars, Sonne/Uranus)
  • Kastanie (Jupiter/Merkur, Mars)
  • Kuhschelle, Pulsatilla (Pluto, Merkur/(Neptun)Jupiter)
  • Linde, mit Pluto als Gegenpol, die Linde hat etwas chtonisches, eine Ausstrahlung von der alten Erdmutter – das lässt auch der Name Lindwurm für Drachen vermuten. Interessanterweise hat Lindenhonig ein feines Minzaroma – Menthe, die Minze trägt ebenfalls eine Venus/Pluto-Signatur.
  • Malve, (Pluto, Mond/Saturn), ihre Schleimstoffe nach einem Kaltauszug helfen gegen Entzündungen, auch innerlich – deutliche Mondsignatur (die stärkere), auch dass man damit eine Art Volks-Schwangerschaftstest durchführte: Eine Malvenpflanze wurde mit Urin begossen, verdorrte sie danach, war man nicht guter Hoffnung. Eine Marienpflanze, eine weitere Mondsignatur. Venushaft wirkt sie gegen Halsschmerzen, Heiserkeit, als Schönheitsmittel und aromatischer Blüten-Tee, der fruchtbarkeitfördernd sein soll, sowie als Zauberamulett: Büschel von Malven hängte man späten Mädchen über das Bett. Malven sind komplett essbar, auch eine Venuseigenschaft – daher der Name Käsepappel. Knospenund junge Triebe  liefern eine Art Pesto, Blätter und Blüten eine dekorative Salatzutat. Junge Samen können auch genascht werden.  Und der Pluto … nun ja, Malvenauszüge lindern auch sehr gut Hämorrhoiden-Beschwerden. Muss ja nicht immer ein Spielverderber sein, der Unterweltboss.
  • Melisse (Pluto, Mond/Saturn, Merkur/Neptun) eine Panacea
  • Nelkenwurz (Mars, Jupiter/Merkur), sie ist ein Rosengewächs, ihre Wurzel riecht tatsächlich nach Gewürznelke. Sie wurde als Aphrodisiakum für Männer eingesetzt. Nelkenwurzöl hilft gegen Zahnfleischentzündungen. Die getrocknete, zu Pulver zermahlene Wurzel galt als Mittel gegen schwarze Magie – ein soganntes Malefizpulver, mit dem magische Schutzkreise gestreut wurden. Um den Hals getragene Wurzel galt als Potenzamulett. Also nicht gleich fluchen, wenn die Nelkenwurz im Garten siedelt.
  • Poleiminze, hier ist Pluto sehr stark aber auch Neptun/Merkur – ein Rauschmittel und eine abortive Droge – erzeugt Schwindel, Übelkeit – besonders das Öl ist toxisch.
  • Primel, das echte Himmelsschlüsselchen (Primula veris), wirkt gegen Nebenhöhlenentzündung (Nasen- und Kiefer bzw. Stirnhöhle) – das Mittel der Wahl! Sehr wirksam und trotzdem mild. Auch bei Heuschnupfen gegen die starke Verschleimung – kann ich nur bestätigen! Sogar bei der chronischen Nebenhöhlenentzündung unserer Katze (mittlerweile in ihrem zwanzigsten Lebensjahr) hat es enorm geholfen. Sie bekommt es als Fertigpräparat “Sinupret”, das es in verschiedenen Abstufungen “Baby bis extract für Erwachsene” gibt.
  • Quendel (Mars, Merkur/Jupiter), die wilde Variante des Thymians.
  • Rose (Mars, Merkur/Jupiter; Hundsrose auch Pluto), generell prägt Venus in einer Art Grundsignatur alle Rosengewächse – eine grosse Pflanzenfamilie.
  • Schafgarbe (Mond/Saturn, Jupiter/Merkur) – eine Panacea
  • Seifenkraut (Mond, Merkur),
  • Stiefmütterchen (Pluto, Merkur/Neptun),
  • Tausendgüldenkraut (Merkur/Jupiter),
  • Veilchen (Neptun/Merkur, Mars)
  • Weidenröschen, schmalblättriges aus der Gattung der Nachtkerzen, Venus/Mars, Jupiter/Merkur. Hier haben wir ein günstiges Pflänzchen gegen Männerleiden. Mars/Venus helfen gegen nächtlichen Harndrang und Prostataentzündung bzw. Schwellung. Die grosse Schwester, die Nachtkerze (Mond/Saturn, Merkur/Jupiter) hilft Frauen über das Klimakterium.
  • Weissdorn (Mars, Mond/Saturn), gutes Tonikum gegen Altersherzbeschwerden
  • Wiesenstorchschnabel (Mars, Merkur/Jupiter)
  • Zitrone und Orange, Zitrus im allgemeinen (Mars, Sonne/Uranus),
  • Gemüse: Auberginen, Tomaten, Kartoffeln, die als Solanaceen eine Venus/Pluto-Hauptsignatur tragen. Kraut, Spinat, Blumenkohl, Brokkoli.
  • Früchte: Kernobst – wie Äpfel, Birnen, aber auch Aronia und Eberesche, Steinobst – wie Aprikose, Zwetschge, Pfirsich, Kirschen, Beerenobst, wie Brombeere, Erdbeere – alles Rosengwächse.

Der Venus untersteht die Blütenbildung, insbesondere die Blütenmitte mit dem Stempel, aber auch die Frucht, besonders bei Obstbäumen und anderen Rosengewächsen.

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Malve – alle Arten unterstehen Venus, Mond/Saturn.
Man beachte die 5-zählige rosa Blüte. Dreilappige Blätter: Jupiter/Merkur.

Zu den Zier- und Duftpflanzen der Venus gehören: Schneeball, Hortensie, Flieder.

Räucherpflanzen, die die Venusaspekte unterstützen, sind Benzoe Siam, Cardamom, Damiana, Frauenmantel, Labdanum, Moschuskörner, Nelke, Rosenblüten, Sandelholz, Vanille,  YlanYlang und Tonkabohne.

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Geranium pratense, in der Volksmedizin gegen Heiserkeit eingsetzt.
Venus/Mars, Merkur/Jupiter, Wiesenstorchschnabel ©beast666 2015

Venusräucherungen sind sinnlich, verführend und aphrodisierend. Sie lassen über die Sinnlichkeit das Göttliche in uns selbst erfahren. Wir brauchen unsere Sinne, um unseren eigenen Körper, die persönliche Existenz auf der materiellen Ebene auch im Wortsinn zu begreifen, und ebenso das was um uns herum vorgeht. Venus herrscht auch über das Selbstwertgefühl, über eigene Werte und wie diese im Spiegel der Mitwelt gesehen werden. Sinnlichkeit und Eros sind auch ein Mittel des Schöpferischen, des Selbstausdrucks, daher steht Venus auch im 5. Haus erhöht. Sie dienen auch der Kommunikation, bereits im Tierreich kann man dies beobachten. Und schliesslich  befähigen sie auch zur Balance von Geben und Nehmen.

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Herbst-Anemone: Venus und Mars/Pluto – fünfzählige rosa Blüte, viele Staubgefässe.
Gegenpol: Giftigkeit und Reizstoffe entlarven Pluto und Mars.
Wie alle Hahnenfüsse trägt sie eine Nebensignatur von Merkur/Jupiter.

Aphrodisiaka sind meistens Speisen, Gewürze, Getränke und Aromen, aber auch Einreibungen und Balsame, die vom Mars und Venus-Prinzip gleichermasen durchdrungen sind. Harmonia war schliesslich die Tochter von beiden Gottheiten.

Der Venus unterstehen zweierlei physiologische Entsprechungen.

Pandemos-Stier: Alles womit wir Nahrung aufnehmen, ausser Zähne (Mars/Saturn): Mund, Speiseröhre, Zunge, Gaumen. Riechschleimhaut und Nebenhöhlen, stimmbildende Organe. Nicht die Schilddrüse, sie ein Merkur-Organ, mit ihrer Schmetterlingsform. Ausserdem regelt sie alle Botenstoffe und die Geschwindigkeit des Stoffwechsels – keine Venus-Domäne.

Urania-Waage: Nieren, Harnleiter, Gleichgewichtsorgane der Ohren – Vestibularbögen. Die Hörknöchelchen und Lagesteinchen sind wieder Sache des Saturn – der steht in der Waage erhöht, interessanterweise. Auch die Nieren können Steine bilden – alle mineralischen Ausbildungen eines Organismus  unterstehen dem Saturn-Prinzip, im Guten wie im Schlechten. Eierstöcke und weibliche Fruchtbarkeit, der Uterus als Hohlorgan untersteht der Mondin. Brüste als erotisches Organ und Milchquelle werden von beiden Prinzipien beherrscht. Die Mondin steht im Stier erhöht, da der nährende Aspekt des Weiblichen und das orale Bedürfnis des Kindes dort realisiert sind.

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Apfelbaum in voller Blüte – Venus in Reinkultur,
Im Herbst trägt er leckere Früchte, deren Kernchen Spuren
von Blausäure enthalten – ein bisschen Pluto muss wohl sein.

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des 6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus und dessen Herrscher
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter (separativer) Mondaspekt des Dekumbitur zum AC-Herrscher -> Ursache, nächste Mondaspekte -> Krisen, Heilungschancen und Dauer.

Bilder: ©beast666

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  direkt nachfragen.

Posted by on Oktober 14th, 2016 Kommentare deaktiviert

Zodikak-Humor: Nach dem Sex ….

fifty shades of B(D)S(M)?

Astrologisches Eroto-Fraktal: fifty shades of B(D)S(M)?***
Venus and Pluto: Passion and Pain ©scrano 2015

Wanimated-star-sign-image-0051idder: “Okay, noch mal !”

Stieranimated-star-sign-image-0012: “Ich bin hungrig, reich mal die Pizza rüber.”

Zwillinge: “Wo ist die Fernbedienung?”

Krebs: “Wann werden wir heiraten?”animated-star-sign-image-0029

Löweanimated-star-sign-image-0006: “War ich nicht fantastisch?”

Jungfrau: “Jetzt muss ich die Bettlaken waschen.”

Waage: “Es hat mir gefallen, wenn es Dir gefallen hat.”

Skorpion: “Vielleicht sollte ich Dich losbinden.”animated-star-sign-image-0050

Schütze:”Ruf nicht mich an, ich melde mich bei Dir.”

Steinanimated-star-sign-image-0002bock: “Hast Du eine Visitenkarte?”

Wassermann: “Jetzt versuchen wir es ohne Klamotten!”

Fische:”Wie war noch mal Dein Name?”

***Fifty-Shades-Of-Great … bullshit, oder wie Klein-Fritzchen sich eine BDSM (Bondage, Dominant/Submissive, Sado/Maso) -Beziehung vorstellt. Da das Machwerk der Fan-Fiction Subkultur entstammmt, wundert das nicht: Das Web ist voller solcher “Mummy-Porn” (Hausfrauen***-Porno) Fantasien. Kein Fandom bleibt verschont – von Star TREK bis NCIS oder eben auch das sowieso schon recht einfältige Teenie-Vampir Märchen Twilight, welches die Vorlage für “Fifty shades” abgab. Hier ein paar Parodien des Ausbunds an cineastischer Brillianz:

Und was die BDSM-Fanfic Szene selbst anbelangt: Mittlerweile machen anscheinend slash (m/m, in geringerem Masse auch f/f) den grössten Teil dieser Stories aus, pikanterweise werden diese offenbar tatsächlich ebenfalls vor allem von Hausfrauen mittleren Alters geschrieben. Also niemand bleibt ungeschoren – Peitsche raus und Klappe! Oder mal selber googlen, das ist Strafe genug. Wer sich ernsthaft mit dem sexualpsychologischen Venus-Pluto Thema “Passion/Pain” und Selbstkontrolle/Kontrolle auseinandersetzen will, liest besser Sacher-Masoch: Venus im Pelz. Oder analysiert die andere, noch düsterere Variante von Venus/Pluto: Arthur Schnitzlers Traumnovelle, verfilmt von Stanley Kubrik unter dem Titel: “Eyes wide shut“. Alles Ausdünstungen der dekadent-morbiden und gleichzeitig scheinheilig moralinsauren Gesellschaft des “fin de siecle”, Ende des 19. Jhd. Auch der gleichfalls von BDSM-Fantasien genährte Vampir-Roman als erotische Literatur hatte mit Bram Stoker’s Dracula hier seinen Anfang. Seine Variante der Geschichte des Vlad Tepez wurde natürlich auch mehrmals verfilmt, klassisch von den britischen Hammer-Studios mit Sir Christopher Lee, dem ersten “aristokratisch-sexy” Vampir (Venus conj. Pluto am MC !! und Saturn am Aszendenten), modern und eher werktreu mit Gary Oldman: “Bram Stoker’s Dracula“. Der wurde wiederum von Leslie Nielson und Mel Brooks parodiert: Dracula – tot, aber glücklich – wie trefflich formuliert!

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***Nix gegen hart arbeitende “Hausfrauen” – die Amis scheinen da noch Vorstellungen aus den Daily Soaps, die bei gelangweilten sexuell frustrierten Mittelschichtshausfrauen hängengeblieben sind, zu pflegen. Und das, obwohl es in USA bald keine Mitelschicht mehr gibt – bei uns übrigens auch nicht!

“Ich war ein sehr unartiges Mädchen”, sagte sie und biss auf ihre Unterlippe,
“ich muss bestraft werden …”
“Na gut”, antwortete er – und installierte Windows auf ihrem Mac Book Pro.

… und die Fetisch-Schmonzette geht in die 2. Runde: “Fifty Shades Darker…”. Dann wird es endgültig zappenduster im Hirn … aber halt, es droht noch ein Teil 3.

Dracula-Gif: ©kmygraphic

 

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Venus in der Waage: Die spielerische Verführung

Seduction ©scrano 2014

Seduction ©scrano 2014

Venus in der Waage
Da die Venus hier eines ihrer Domizile hat, nehmen zwei Dinge natürlich einen besonders hohen Stellenwert ein: Liebe und Schönheitssinn. So fallen auch alltäglichste Begebenheiten noch unter das Kriterium einer sinnlich-ästhetischen Bewertung. Geschmackliche und erotische Übereinstimmung spielen bei der Partnerwahl der Waage-Venus eine herausragende Rolle. Besonders werden das äusserliche Erscheinungsbild und das Auftreten des Kandidaten einer kritischen Prüfung unterzogen. Was die erotische Annäherung betrifft: Es handelt sich hier um Venus Urania, die luftig-kühle. Sie beherrscht perfekt den spielerischen Flirt, auf glühende Leidenschaft wartet man eher vergebens. Allerdings ist mit Eifersucht durchaus zu rechnen, Frau Venus mag keine Rivalen. Dafür tut sie sich selbst schwer mit der Entscheidung, ob sie es nun ernst meint oder nicht.

Wichtige Gesichtspunkte im Zusammenleben sind Fairness, Gerechtigkeit, Friede, Harmonie. Menschen mit Venus in der Waage mögen es, wenn man zu ihnen nett ist.

Frauen haben häufig eine feminine Anmutung, wirken aber manchmal zu gestylt und ein wenig unnahbar perfekt. Kunstvolle Erscheinung sollte nicht in Künstlichkeit ausarten. Venus in der Waage steht im Luftelement, daher ist sie trotz aller ästhetischer Anmut auch kopfgesteuert. Ihre Schwäche ist der schöne Schein und ein Hang zu Eitelkeit. Unterstützt wird dies durch das eigene gute Aussehen, das die Waage-Venus hervorbringen kann. Auch bei Männern.

Männern mit Venus in der Waage sind in Beziehungen Harmonie und feminine Ausstrahlung ihrer Partnerin sehr wichtig. Sie bevorzugen Aufrichtigkeit, Zusammenarbeit und gemeinsame Unternehmungen, allerding nicht gerade Dschungelexpeditionen!

In der Waage liebt die Venus die Begegnung mit schönen Dingen und ihr maximaler Genuss liegt im ästhetischen Erlebnis, auch in der Erotik. Sie weiss daher eine subtile, verspielte Verführung nach allen Regeln der Kunst zu schätzen. Ihre Farbe ist eben Rosa und nicht das leidenschaftliche Rot der Skorpionvenus oder der Widdervenus.  Wenn diese Venus zu echtem emotionalen Interesse am anderen in der Lage ist, überwindet sie ihre Oberflächlichkeit und ist bereit zur Echtheit und Dauerhaftigkeit.

 

Bouguereau 1825-1905) The Birth of Venus (1879)quelle:wiki

Bouguereau 1825-1905) The Birth of Venus (1879)
Anmut, Bezauberung … und Eitelkeit quelle:wiki

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