Archive for the ‘Freimaurer Ecke’ Category

 

Kalender: Schwetzinger Zauber 2018 jetzt bestellbar

 

 Romantischer Spaziergang im Kirschgarten.Erwartung ©scrano 2016

Romantischer Spaziergang im Kirschgarten.
Erwartung ©scrano 2016, model:jlior

Alle Kalendermotive sind auch als einzelne Bilder erhältlich.

Photos: ©scrano, abrasax, beast666

Freie Auswahl von mindestens 13 Blättern*** aus der Galerie. Bitte das Deckblatt extra benennen. Für kleine Texte ist Platz, bitte nachfragen. Standard sind erklärende Untertitel für die einzelnen Fotos. Formate: DIN A4, A3, A2 quer mit Metallspirale. Professioneller Qualitätsfotodruck.

Preis: ab 14 € DIN A4

Alle Anfragen bei Ambrosia per email. Vorbestellungen wie immer, bis September 2017.

Für Br. und Sr. Freimaurer können speziell Motive mit entsprechener Symbolik zu einem Kalender zusammengestellt werden, inklusive genauer Erläuterung. Wer mehr wissen möchte, wir veranstalten auch Parkführungen.

*** Bei der Wahl hochformatiger Bilder können zwei auf einem Blatt arrangiert werden, daher mehr als 13 möglich. Alternativ sind Makros von schönen Pflanzen als Ergänzung, z.B. Iris:

Inner Glow ©scrano 2014

Inner Glow ©scrano 2014

Lasst Euch überraschen! Beispiele findet Ihr in unseren Artikeln über Natur und Zauberpflanzen oder die Signaturlehre von Paracelsus. Und … alle Bilder haben eine hohe Auflösung, nicht vergleichbar mit den “Ansichts-Thumbnails” der Galerie, die nicht für Quaitätsdruck geeignet sind.

 

Posted by on Januar 14th, 2017 Kommentare deaktiviert

All About … Saturn

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Wintermandala: Die strahlenden Gletscher von Asgard?
Odin und Saturn, beide gelten als Herren des Winters
des Alters, der Weisheit und der Zeit.

Saturn herrscht im Steinbock (Erde, Yin), sein Domizil ist das 10.Haus, welches den Zenit des Geburtshoroskops darstellt, das Medium Coeli, die Himmelsmitte. Klassisch ist er auch Regent von Wassermann (Taghaus, Luft,Yang), modern ist dies Uranus.

 Saturn für Freimaurer:

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Saturn als Herr der Zeit in der freimaurerischen Symbolik.
Er verschmilzt mit der Verkörperung des Todes, Thanatos.

Die Gesamtsymbolik des dargestellten Sujets – ikonographisch und freimaurerisch wurde gerne bei Grabdenkmälern des 19. Jhd. verwendet: Die gebrochene Säule, Vater Zeit (Schnitter Tod), die trauernde Jungfrau mit dem Akazienzweig liest im Buch des Lebens.

Posted by on Januar 13th, 2017 Kommentare deaktiviert

Das Erdelement: Stabilität, Fruchtbarkeit, Realitätssinn

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Fruchtbar grünes Erdelement: Kessel oder Füllhorn der Mutter Erde.
Cornucopia ©scrano 2013

Korrespondenzen des Erd-Elementes:

Zodiak:

  • Jungfrau: mutabel – Merkur in seinem Nachthaus, Vesta
  • Steinbock: kardinal – Saturn in seinem Nachthaus
  • Stier: fix – Venus Pandemos

Tarot: Pentakel, Münzen

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Grün, rostrot, ocker, braun, grau, schwarz

Alchemie:

  • EarthNach unten zeigendes Dreieck mit Querbalken

Elemental:

Tage:

  • Samstag – Saturn

Pflanzen:

  • Getreide (Merkur), Wurzelgemüse (Venus), Immergrüne (Saturn), Nadelbäume (Saturn)

Signatur:

Wenig Blüten, unscheinbare Blüten, ledrige Blätter, knorrig, kriechend- oft mit Rhizom, starke Wurzelbildung, mineralstoffhaltig, kieselsäurehaltig, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Stärkebildung, wenig Zucker oder Saft. Erdiger Duft. Pflanzen der arktischen Regionen. Kältevertäglich.

Öle:

  • Patchouli (Venus, Pluto)
  • Vetiver, (Venus, Pluto)
  • Kalmus, (Saturn, Sonne, Mond)
  • Tonka, (Venus, Mars)
  • Myrrhe (Saturn, Mond)
  • Iriswurzel, (Saturn, Mond)
  • Zypresse, (Saturn, Sonne)
  • Sandelholz (Venus, Mars)
  • Eichenmoos,
  • Karotte

Tiere:

  • Auf vier Beinen laufende Tiere, vor allem Weidetiere, Reptilien, Höhlen- oder Baubewohner wie Murmeltiere, Dachse. Tiere der Felsenregionen.

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Der Erde,  zu der die Yin Variante “Ruhe und Empfängnis” passt ist in jedem Elementesystem die Fruchtbarkeit von Pflanzen und Tieren, aber auch des Menschen zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie von Saturn und Venus regiert, dem Winter- und Frühlingsapekt der bäuerlichen Kulte. Den Erdzeichen haftet vor allem die Neigung zur realen, physischen Manifestation der Dinge an an, sogar der Merkur-beherrschten Jungfrau. Diese repräsentierte aber in antiken Vorstellungen  Asträa, die Sternenjungfrau. Deren Symbol war die Kornähre. Als Zeichen der Aussaat und Ernte (heliakischer Aufgang bzw. Untergang zu diesen Jahreszeiten) war Virgo/Asträa auch mit den Mysterien der erdhaften Muttergöttin Demeter verbunden. Allen drei Erdzeichen ist eine wert-konservative Einstellung zueigen. Das Erdzeichentrigon repräsentiert: Wachstum der Vegetation (Stier) Ernte (Jungfrau) Winterruhe (Steinbock).

Zustandsformen der Elemente im Erd-Trigon:

  • Steinbock: kardinal, aufstrebende Berggipfel, Felsen
  • Stier: fix, weite Ebenen, Ackerland
  • Jungfrau: mutabel, vom Wind bewegtes Grasland, Getreidefelder.
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos interessiert. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

Posted by on Januar 12th, 2017 Kommentare deaktiviert

Gedanken zum Jahreswechsel 2016/17

Viel Glück für uns Alle, in diesen gebeutelten Zeiten!

Viel Glück für uns Alle, in diesen gebeutelten Zeiten!

Aus einer Predigt zum Neujahr 1883:

Herr, setze dem Überfluss Grenzen,
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.
Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen.
Aber nicht sofort. 

Pfarrer von St. Lamberti, Münster (1883)

Wir erkennen in diesem ein wenig ironisch anmutenden Gedicht, dass vor ca. 150 Jahren die Nöte der damaligen Zeitgenossen, im grossen wie im kleinen, unsere eigenen durchaus wiederspiegeln. Es spricht die zunehmende Oberflächlickeit und Doppel- bzw Scheinmoral einer Gesellschaft an, in der soziale Kälte und menschliches Desinteresse an Einfluss gewinnen. Diese Risiken und Nebenwirkungen einer Industriegesellschaft haben sich leider dank der Globalisierung auf fast die ganze Welt ausgedehnt.

Ein Wunschzettel an den „lieben Gott“ im rhetorischen Sinne, aber durchaus ein Wink an die versammelten „Schäflein“, in diesem Sinne zu wirken.

  • „Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es“, sagt nicht zuletzt ein Sprichwort.

Es wäre denn auch wenig zu passiv, zu einfach, darauf zu warten, dass sich eine höhere Macht einmischt, fast wie der „deus ex machina“ im klassischen Bühnendrama.

Mit Wünschen alleine wird sich nichts bewegen, mit guten Vorsätzen auch nicht.

Wie das mit den Vorsätzen so ist, weiss jeder, der schuldbewusst am Jahresende Bilanz bei sich selbst zieht, von den Weihnachts-Pfunden angefangen über manch andere Angewohnheit bis zu hehren Zielen: mal ehrlich – was ist davon übrig geblieben ?

  • Sagte nicht schon George Bernhard Shaw: Der Weg zur Hölle sei mit guten Vorsätzen gepflastert nicht mit schlechten ?

Es sind wohl die gemeint, deren Verwirklichung man sich selbst und anderen schuldig geblieben ist. So mancher Vorsatz scheitert schon an zu hoch gesteckten Zielen.

Vorsätze oder Ziele sollten daher realistisch und erreichbar sein, diese Aussage hört man auch von sogenannten „personal coaches“. Desgleichen solle man lieber kleine Schritte als grosse Sprünge machen.

  • Was wären solche Ziele im freimaurerischen Sinn ?

Wie heisst es so schön: “Wir bauen am Tempel der Humanität. Die Steine, deren wir bedürfen sind die Menschen. Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit sind der Mörtel des Tempelbaus.” Führen wir uns diese drei Grundpfeiler der Freimaurerei vor Augen:

  • Brüderlichkeit, und Toleranz, humanitäre Ethik.

Wohlklingende Begriffe, aber in ihrer Abstraktheit nur schwer in reale Ziele umzumünzen. Wo setzen wir hier an mit der Methode der kleinen Schritte ?

  • „Brüderlichkeit wird vermittelt durch Sicherheit, Vertrauen, Fürsorge, Mitverantwortung und der Verständigung mit- und untereinander.“

Wie gehen wir auf unsere Brüder zu bzw.ein? Sind wir uns der Verantwortung bewußt, die wir uns freiwillig auferlegt haben ? Kümmern wir uns genügend um den bzw. die Brüder? Sind wir in die Lage unser eigenes Ego-Posieren zurücknehmen und den anderen genug Raum zur Entwicklung lassen ? Sonnen wir uns im eigenen Glanz, blendet uns das Licht, den anderen überhaupt wahrzunehmen. Freuen wir uns mit dem Bruder über seine Erfolge, können wir sein Leid teilen ? Mehr Empathie und Achtsamkeit wäre hier der kleine Schritt.

  •  „Toleranz wird gelebt durch aktives Zuhören und Verständnis anderer Meinungen.“

Wir sind alle in unserem Bunde tolerante Menschen, die keine Dogmen vertreten oder sich solchen unterwerfen. Toleranz ist aber nicht gleich moralischer Schlendrian. Sie bedeutet nicht dass charakterliche Defizite von Brüdern oder Profanen geduldet werden müssen, besonders wenn sie Mitmenschen Schaden zufügen. Bewusstes Akzeptieren oder Übersehen von sozialem Fehlverhalten fördert Soziopathen.

  • Eine der Grundlagen des freimaurerischen Selbstverständnisses ist die Übereinstimmung in einer gemeinsamen Ethik.

Zum ethischen Handeln gehört meines Erachtens auch, von Brüdern Schaden abzuwenden. Korrektiv zu wirken heisst hier beides, dem Gedankenlosen zu mehr Einsicht und dem Überfahrenen zu seinem Recht zu verhelfen. Wie es so schön in der Zauberflöte heisst:  ….. und ist ein Mensch gefallen, führt Liebe ihn zur Pflicht. Der kleine Schritt wäre hier mehr Wachsamkeit walten zu lassen.

Um humanitäre Bestrebungen glaubwürdig nach aussen zu tragen müssen sie zuerst im Inneren verwirklicht sein. Das heisst, Verankerung im Denken jedes einzelnen Bruders, in den Handlungen der Brüder im Miteinander und als Gruppe. Viele kleine Schritte führen zum Tempelbau, viele einzelne wohlbehauene Steine sind dafür nötig. Haben wir also aktiv unseren Anteil daran.

Wie es in der Schließung der Werklehre heißt: “Wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt, kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid wachsam auf euch selbst.”

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Posted by on Januar 1st, 2017 3 Comments

Achtsamkeit,Toleranz und soziale Gerechtigkeit – ein Utopia in einer Welt von Dummheit und Gier?

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Utopia is … an Illusion. Vision Quest ©scrano 2016

Neulich hatte ich einen Traum. Ausnahmsweise war es einer von der angenehmen Sorte.

Ich träumte, alle Menschen wären tolerant und würden auch anderen Kulturen mit Respekt begegnen, so, wie ihrer eigenen. Menschen würden nicht wegen Dogmen einer Buchreligion in den Krieg ziehen oder Andersgläubige entweder unbedingt bekehren wollen oder töten.

  • Christen und Moslems: “Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein”, immer im Namen der Liebe natürlich.

Amerikanische Hillbillies oder Rednecks  bewaffnet mit Naivität und mit “God on their side” würden nicht in andere Länder ziehen um dort „Frieden“ zu stiften. Diese Verteidiger des “American Way of Life” haben in allen Ländern, in die sie einmarschiert sind nach ihrem Abzug nur verbrannte Erde hinterlassen. Wenn sich heute ein Taliban in einer Schule voller Kinder in die Luft sprengt: Viele Grüsse an die Vereinigten Staaten, ihr habt wegen Eurer Gier nach Öl und aus Angst vor dem Kommunismus diese Abscheulichkeit erschaffen. Euer Geld hat sie finanziert und an die Macht gebracht! Auch beim Vormarsch der IS hattet ihr und Eure arabischen Verbündeten einiges zu erobern – Iraks und Lybiens Ölquellen waren wohl zu verlockend.

  • „Achtet lieber den Glauben, die Sitten und die Kultur aller Völker !“

Ich träumte, alle Menschen würden ihre Umwelt, besonders aber andere fühlende Wesen, wie die Tiere und auch sich selbst besser achten.

In der Kammer des stillen Nachdenkens wird der künftige Bruder mit der Aufforderung: “seien Sie deshalb achtsam” auf das Ritual und die Arbeit in der Loge vorbereitet. In vielen Logen entlässt der M.v.St. die Brüder nach einer Tempelarbeit mit den Worten: “Meine Brüder, seid achtsam auf euch selbst!“ Ein Beispiel aus dem Zen, einer in vieler Hinsicht freimaurerischen Idealen ähnliche Philosophie:

Ein Mann aus dem Volk fragte den Zen- Meister Ikkyu:
“Meister, wollt Ihr mir bitte die Grundregeln des Zen aufschreiben?”
Ikkyu schrieb mit dem Pinsel das Wort “Achtsamkeit”.
“Ist das alles?” fragte der Mann. “Könnt Ihr nicht noch etwas hinzufügen?”
Darauf schrieb Ikkyu zweimal das Wort “Achtsamkeit”.
Der Mann sagte: “Ich sehe wirklich nicht viel Tiefes oder Sinnvolles, in dem was Ihr gerade geschrieben habt.”
Darauf schrieb Ikkyu dreimal hinter einander das Wort “Achtsamkeit”.
Verärgert begehrte der Mann zu wissen: “Was bedeutet denn dieses Wort überhaupt?”
Ikkyu antwortete: “Achtsamkeit bedeutet Achtsamkeit”!

Nur aus Habgier und Gewinnsucht beuten wir die Natur aus. Sei es das Überfischen der Meere, das wilde Abholzen des Regenwaldes, die Massentierhaltung. Tiere werden über viele Ländergrenzen transportiert um Subventionen zu erhalten. An die Leiden der gequälten Tiere denkt keiner, Hauptsache das Fleisch ist billig. In vielen Ländern, werden arme Menschen, wie Vieh an Ihren Arbeitsplätzen in einsturzgefährdeten Gebäuden gehalten. Sie müssen direkt neben den oft gefährlichen Produktsstätten essen, schlafen und werden von Ihren Familien getrennt. Der einzige Grund ist der, billigste Arbeitskräfte zu haben, die für uns Kleidung zusammennähen, damit wir in Europa für 5 Euro ein billiges T-Shirt kaufen können und der gesamte Zwischenhandel immer noch stattliche Gewinn abschöpfen kann.

Wir sind nur Gäste auf unseren Planeten, einen anderen zu besiedeln ist in sehr weiter Ferne, deshalb habt acht auf unsere Erde, denn wir können nicht ohne die Erde, aber die Erde kann sehr wohl ohne uns auskommen.“ Deshalb mag ich diese Terraforming-Szenarios nicht. Sie vernebeln die Sicht auf die Realität, vermitteln eine Heuschreckenmentalität und gaukeln Alternativen vor, die es nicht gibt. Das ist wirklich alternativlos, Frau Merkel!

Ich träumte, alle Menschen würden der Geldgier, der Konsumsucht und dem Machtstreben entsagen.

Mitarbeiter von Banken verhökern immer noch gerne unseriöse Wertpapiere, um möglichst große Gewinne abzuschöpfen und den kleinen Sparern das Geld aus der Tasche zu holen. Werbung einmal zynisch: “Wenn’s um Geld geht Sparkasse, die einen sparen, die anderen machen Kasse”. Das soll aber die Sparkasse nicht schlechter machen als all die anderen “Geldinstitute”. Lobbyisten beeinflussen Behörden und Politiker derart, dass Sie zum Wohle der Firmen aber nicht für das Wohl des Volkes arbeiten. Getrieben durch die Werbung wird uns allen vorgemacht, dass wir bestimmte Dinge unbedingt brauchen würden, sei es das neue Smartphone oder das neue Auto usw. Alles muss neu und angeblich besser sein. Nur der Besitz dieser neuen Waren macht uns glücklich. Aber dafür muss man Geld anschaffen. Das letzte Wort ist nicht umsonst so gewählt: Einer Prostitution in Abhängigkeit kommt es gleich, da man immer mehr Kompromisse eingehen muss, mehr abnicken und zulassen, was dem eigenen ethischen Empfunden widerstrebt. Immer mehr und mehr. Eine Sucht. Auch mit dem Potential zu Beschaffungskriminalität: Da ist es doch einfacher, den Anderen zu übervorteilen, dann kann ich mir die erstrebten Güter und Statussymbole schneller leisten.

Welcher Politiker oder welcher Manager in Führungsposition hat jemals ein Stückchen Macht abgegeben? Nein, man muss auch gleich noch seine Sippe in Führungspositionen bringen, seien sie auch noch so unbegabt, wobei anderen, welche die Aufgabe besser meistern würden, der Zutritt zu diesem Netzwerk der Obszönität” verweigert wird. Dies ist dann ein doppelter Betrug am Volk, da jemand auf seine Kosten fürstlich entlohnt wird, der dann die Erwartungen, die an seine Position geknüpft sind, noch nicht einmal erfüllt. Die im Sinne der Gemeinschaft notwendige Arbeit wird nicht getan, oder nur so wie es dem “Netzwerk” gefällt.

Der Mensch zählt nur als Konsument und als billigste Arbeitskraft, wenn diese Einstellung erlahmt, importieren wir einfach “Gast-Konsumenten” aus Krisengebieten, die Kosten trägt der Steuerzahler, da kommen ganze Wirtschaftszweige an das Geld des kaufunlustigen Staatsbürgers. In Flüchtlingslagern “werben” Politiker verzweifelte Menschen mit falschen Versprechungen, das Kürzen der Rationen hilft notfalls auch, die Massen in Bewegung zu setzen. Ausserdem nutzt es den amerikanischen Verbündeten aus arabischen despotisch regierten Staaten, sozialen Zündstoff von ihrer “Haustüre” weguzuschaffen. Sie spielen mit der Stabilität unseres Landes, sogar der EU, und den Hoffnungen der Menschen, die sich auf den Weg machen. Eine echte Zukunft haben sie hier sowieso nicht.

Rente zahlen – wozu, ab in die Grube! Tja Herr Gabriel, 43% reichen nach Ihrer Aussage auch noch***. Im Müllcontainer gibt es ja immer was Leckeres zum Essen zu finden – man muss nur “flexibel”genug sein.  Aber das ist wohl die Vorstellung unserer Volksvertreter, was die Umsetzung von”Nachhaltigkeit” betrifft. Am besten ist natürlich, gleich über die Klinge springen, vielleicht gibt es bald auch keine ärztliche Versorgung mehr, ab einem gewissen Alter? Dabei bezahlen wir den fehlgeleiteten Parlamentariern für diese Form von “Demokratie” auch noch fürstliche Gehälter. In China bekommt der Arzt nur dann Geld vom Patienten, wenn er gesund bleibt – würden wir nach dieser Maxime leben, wären unsere Politiker wohl im Obdachlosenasyl.

Ein Kronjuwel der Perfidität: TTIP – es beinhaltet wohl alles, was in diesem Post an Negativem angesprochen wurde, dabei werden die wenigen verblieben Rechtsgrundsätze samt ihrer Schutzfunktion für den normalen Bürger auch noch ausgehebelt. Auch wenn das kriminelle Meisterstück jetzt von der Bildfläche verschwunden scheint – solche dunklen Angelegenheiten haben meist ein zähes Leben.

„Liebe selbsternannte “göttlich” Auserwählte, liebe Aasgeier, liebe blinde Konsumenten, liebe Machtgeile, was könnt ihr mit ins Grab nehmen? Solltet ihr in Eurer letzten Stunde, wenn das ganze Leben an Euch vorbeizieht, mit Erschrecken feststellen, dass Euer Dasein nur ein Blendwerk der eigenen Eitelkeit und Borniertheit, dass Streben nach Besitz und Status lediglich Zeitverschwendung war ?

Das letzte Hemd hat keine Taschen. Träume hingegen werden manchmal wahr, wenn auch immer weniger wahrscheinlich.

***auch wenn man jetzt aus Angst vor “Populisten”ein paar Groschen an die Menschen, die dieses Land aufgebaut haben “verschenkt” – mit verdeckten und offenen Steuern werden wir uns das schon wieder holen.

 

Posted by on Dezember 29th, 2016 2 Comments

Magie des Kreises

Im Magischen Kreis

Tanz im Magischen Kreis
Circle of Friends ©scrano 2014

Through the power of my wand
is the magic circle cast.
A place protected, a sacred room,
Safely within the Great Mothers’ womb,
from the profane world set apart.
With Air and Fire this Circle I start
With Water and Earth, my Circle is complete,
Where we come together
To will, to dare and keep silent after we meet.
 

In der Welt der Magie gilt häufig: Ohne Kreis kein Ritual. Aber nicht nur in der Welt des Okkulten oder Arkanen findet man ihn. Der Sinn eines magischen Kreises, ist es einen Schutzraum zu schaffen, aus dem Faktoren ferngehalten werden sollen, welche die Vorgänge innhalb des Zirkels stören würden. Weiterhin soll er das fokussieren, was in einem solchen Kreis gewirkt wird.

Der Kreis dient als Portal zum Reich des Spirituellen, als Schutz vor negativen Kräften und einfacher als psychologisches Werkzeug, um sich in den richtigen Seelenzustand zu versetzen. Daher empfiehlt sich auch vor ausgedehnten Meditationsübungen ein Ritual zum Schaffen eines  magischen Raums – man kann diesen durchaus als eine Art Blase oder Sphäre visualisieren. Schamanen errichten ebenfalls einen schützenden Kreis vor Heilzeremonien oder heiligen Ritualen. Das sogenannte indianische Medizinrad ist auch nur ein magischer Zirkel, wobei ich nicht sagen kann, wieviel daran noch authentisch ist, oder was von den New Age Gurus dazugedichtet wurde.

Ein wichtiger Teil der Kreis-Einberufung ist der Umgang mit dem Sonnenlauf: Deosil ist die Richtung für die Invokation. Etwas, dass auch Circumambulation genannt wird, und auch Freimaurern bekannt vorkommen dürfte. Löst man den Kreis am Ende wieder, so geht man widdershins, also entgegen dem Sonnenlauf.

Ein einfaches Kreis-Ritual, wie das Anrufen der vier Elemente und des Geistes genügt meistens. Hierbei fängt man mit dem Osten an, ruft das Element der Luft, geht zum Süden und den Feuer, wendet sich dann nach Westen zum Wasser und endet im Norden, bei der Erde. Letzteres dient auch zum Zentrieren. Zum Schluss wird das Element des Geistes angerufen. Wer es komplizierter braucht, kann beim “Lesser Banishing Ritual of the Pentagram” nachlesen.

Statt an die Elemente kann man sich auch an die vier Winde oder Himmelsrichtungen wenden, wie es heute noch bei den Nomaden der mongolischen Steppe Brauch ist. Auch das Anrufen von Erzengeln als Wächter des Kreises war besonders in der Renaissance-Magie üblich. Raphael im Osten, Michael im Süden, Gabriel im Westen, Uriel im Norden. Diese Vorstellung ist auch in die Bildwelt des Tarots eingeflossen, z.B. in den Karten “Die Liebenden” oder “Das Gericht”, die jeweils Raphael und Gabriel zeigen.

An sich genügt es bei der Circumambulation den Kreis zu visualisieren, ihn symbolisch mit der Hand oder einem Zeigeinstrument (Stab) zu zeichnen. Häufig kommen zum Markieren des Kreises trotzdem Materialien wie Salz (Reinheit, Schutz) oder einfach weisses Mehl zum Einsatz. Auch mit Kerzen, z.B. vier für die Elemente oder 13, wie die Zahl der Mondzyklen, entlang des Umfangs werden magische Räume geschaffen. Man kann auch ein Pentagramm auf den Boden zeichnen, dieses symbolisiert neben den Elementen zusätzlich den Menschen und das Leben allgemein (Geist+dingliche Welt). Auch die VeVe des Voodoo werden als Schutz- und Invokations-Sigillen verwendet, zusammen mit einem oder anstelle eines Kreises. Beim Aufheben eines magischen Kreises wird den herbeigerufenen Schutzmächten gedankt, man verabschiedet sie höflich und respektvoll.

Die beliebten Rundtänze im Volksbrauchtum von Völkern auf er ganzen Welt haben ebenfalls ein wenig vom magischen Kreis: Oft spiegeln sie den Sonnenlauf, oder Zyklen des Lebens wieder.

Der Kreis an sich ist schon ein solares Symbol, in Alchemie und Astrologie steht er für den Geist, den Wesenskern, das Zentrum. Die geschlossene Form des Kreises übt von jeher eine Faszination aus, sie vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit. Schon bei den beliebten Keramik-Kerzenleuchtern aus Mexico: “Circle of Friends” kann man das sehen. Besonders die Steinsetzungen aus der Megalith-Zeit sind oft in Kreisform angeordnet, bei Stonehenge haben wir quasi eine Art überdimensionalen “Circle of Friends” vor uns, vielleicht um den Schutz der Ahnen anzurufen? An den antiken Rundtanz erinnert die volkstümliche Bezeichnung “Giants Dance” für das neolithische Monument. Im Inneren der Anlage befinden sich weitere Steinkreise in konzentrischer Anordnung. Gemeinsam bildeten sie auch einen Kalender für Sonnen- und Mondfinsternisse. Im zentralen Bereich stehen die Preseli-Bluestones, die mit Heilritualen in Verbindung gebracht werden, da sie vom Ort einer uralten Heilquelle in den walisischen Bergen extra hergebracht wurden – unter beträchtlichen Mühen, eine unglaubliche Leistung.

Den Kreis kann man auch als  Abbild des ewigen Kreislaufs von Werden und Vergehen begreifen, und damit wie die Lemniskate, als ein Sinnbild für Unendlichkeit. Eine Lemniskate im 3-dimensionalen Raum ist ein verdrillter Kreis, ein sogenanntes Möbius-Band, dessen Enden man durchtrennt und um 180° gedreht wieder verbunden hat. Mit dieser mathe-magischen Figur hat sich vor allem der niederländische Graphiker M.C.Escher beschäftigt.

Und hier noch ein klassischer Hexen-Kreis, wie ihn sich Maler im 19. Jhd. vorgestellt haben:

Die Frau auf dem Bild scheint Medea zu sein, die kolchische Zauberpriesterin, oder auch Circe, sie ist wie die Landschaft ein mediterraner Typus, auch das Kleid trägt Abbildungen von attischen Vasen als Verzierung. Allerdings gehört zu ihrer magischen Ausrüstung eine Sichel, wie sie sonst nur Druiden besitzen. Die Raben, in der griechischen Mythologie mit der Unterwelt assoziert (Kronos, Pluto, Hekate), verharren vor der magischen “Spur”, sie können nicht in den Zauber-Kreis vordringen. Im Hintergrund sieht man eine Höhle, wie von den Sybillen bekannt, vielleicht ist sie auch ein Portal zum Hades …? Es könnte sich um Nekromantie  – Beschwörung der Schatten der Unterwelt (Gestalten in der Höhle) zum Zwecke der Zukunftsdeutung handeln. Die Wächterfigur am Höhleneingang wäre dann Hekate.

The Magic Circle, John William Waterhouse [Public domain], via Wikimedia Commons

The Magic Circle, John William Waterhouse
quelle:wiki

Salamander glühe,
Sylphe verschwinde,
Undine sich winde
Kobold (Gnom)  sich mühe !

Wer sie nicht kennte,
Die Elemente,

Ihre Kraft und Eigenschaft,
Wäre kein Meister
Über die Geister.

Eine eher humorvolle Element-Anrufung, aus Goethes Faust.

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Posted by on Dezember 18th, 2016 Kommentare deaktiviert

Wintersonnenwende, Lichterfest und brüderliche Tradition

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Vom Dunklen ins Licht!
Wendepunkt des Jahres: Wintersonne. ©scrano2015

Aus meiner Zeichnung anlässlich des Winterjohanni, dem Lichterfest der Freimaurer. Diese besinnliche Feier zum Jahresausklang wird meist mit einer sogenannten weissen Arbeit begangen, an der auch Schwestern (die Gattinnnen der Brüder) und Gäste (Suchende, Freunde der Brüder) teilnehmen können. Sehr geehrte Anwesende, Liebe Schwestern, liebe Brüder, in meiner Zeichnung möchte ich mich mit Gedanken zum Winterjohanni auseinandersetzen.

  • Treibt der Konsumwahnsinn in der Vorweihnachtzeit nicht seltsame Blüten?
  • In Geschäften werden Lebkuchen und Spekulatius schon ab Ende August angeboten.
  • Bis zum Heiligen Abend werden noch verzweifelt Geschenke gesucht, um nicht ohne ein kleines Mitbringsel bei den Verwandten und Bekannten das Fest feiern zu müssen.
  • Was vom Brauchtum übrig blieb – Hektik und oftmals Streit in der Familie.

Weder taugt dieses alljährliche Szenario, um eine der Jahreszeit entsprechende Stimmung  aufkommen zu lassen, noch um sich einer gewissen besinnlichen inneren Einkehr zu befleißigen – vom christlichen Fest der Liebe ganz zu schweigen.

Lasst uns daher das Johannifest als einen Moment des Innehaltens in dem geschäftigen Treiben verstehen, der uns auch mit unserer Tradition verbindet: Denn Johannes der Evangelist, der dem Fest den Namen gegeben hat, war im Mittelalter noch fester Bestandteil des Liturgischen Kalenders und im Winter- und Weihnachtsbrauchtum verankert. Winterjohanni war eine volkstümliche Bezeichnung für den Gedenktag des Evangelisten Johannes (27. Dezember) im Gegensatz zum sommerlichen Johannistag (24. Juli), der Johannes dem Täufer gewidmet ist. Jahrhunderte lang stand der 27. Dezember im Kalender, als dritter von ursprünglich vier Weihnachtstagen. Im Volksmund wird er auch „Tag nach Weihnachten“ oder als „Tag zwischen den Jahren“ genannt. Erst im 19. Jahrhundert fiel der Gedenktag des Evangelisten Johannes preußischen Sparmassnahmen zum Opfer. Mit diesem Tag verbunden sind zahlreiche Bräuche, deren Ursprünge zum Teil in den alten kirchlichen Johanneslegenden zu suchen sind, vielfach aber älteren, nichtkirchlichen Traditionen entstammen. Der Evangelist gehört zu zahlreichen Weinheiligen und Schutzpatronen der Winzer, was seinen Namenstag vor allem in Weinbaugegenden zum Festtag werden ließ. Der frommen Legende nach, soll der heilige Johannes einst ohne Schaden zu nehmen, einen Becher mit vergiftetem Wein ausgetrunken haben, um durch diese Tat einen heidnischen Priester zu bekehren. Zu diesen Bräuchen gehört auch die Segnung bzw. Weihe des so genannten Johannesweins und das Trinken der so genannten Johannesminne oder Johanneslieb – wie der Trunk ursprünglich genannt wurde. Dieser Wein entstammte meist einer frommen Stiftung und wurde vom Ortsgeistlichen nach der Messfeier verteilt. Er stellte eine Geste der frommen Nächstenliebe dar. Den für den eigenen Hausgebrauch bestimmten Johanneswein brachte man mit, um ihn in der Kirche weihen zu lassen. Nach der Rückkehr kredenzte der Familienvater allen Familienmitgliedern bis hin zum Neugeborenen einen Schluck, der gut für die Gesundheit sein sollte. Johannes war aber nicht nur Freund der Weinseligen, sondern auch Patron der Bildhauer, Maler, Buchdrucker, Schriftsteller, Notare und Theologen; unter seinem Schutz stand die Freundschaft; er half gegen Vergiftungen, Brandwunden und Epilepsie. Den Bezug der beiden Schutzheiligen zum Sonnenkalender macht die folgende Bauernregel klar: „Hat der Evangelist Johannes Eis, / dann macht es uns der Täufer heiß“. grr333

Daß beide Johannes bereits eine Verbindung zur mittelalterlichen Bauhüttentradition aufweisen, war wohl einer der Gründe die beiden Eckfeste des Maurerjahres, das Rosenfest im Sommer, das Lichterfest im Winter, nach ihnen zu benennen. Eine andere Motivation bestand, wie schon in der Vorrede angesprochen, in den Kalenderdaten der Ehrentage der beiden Schutzheiligen an den Sonnwenden. Sowohl die ursprüngliche heidnische, als auch die neue christliche Tradition, feiern an diesen Tagen die Ankündigung der Wiederkehr des Lichts, entweder direkt als Sonne, oder im übertragenen Sinn der Geburt des Göttlichen. So fielen die Geburtstage von Mithras, des göttlichen Helden eines ursprünglich persischen Mysterienkults und Bezwingers des Chaos und der Finsternis, des Sol invictus des altrömischen Kaiserkults, aber auch von Jesus Christus, der in spätantiker Zeit oft noch als Helios/Apollon dargestellt wurde, in diese magische Zeit. Germanen und Kelten feierten die Geburt des Sonnenkindes in der sogenannten Mutternacht, dem Yul-Fest.

Unsere freimaurerische Bruderschaft sieht sich durchaus in der Tradition der Lichtsucher der antiken Mysterienbünde. Die deutliche sichtbare Sonnensymbolik in ihrem Brauchtum veranlasste bereits den Aufklärer und Humanisten Thomas Paine im 18. Jhd. zu seinem Essay „The Origins of Freemasonry“, das die Ursprünge des Freimaurertums beim Sonnenkult der Druiden der britischen Inseln verankerte. Diese Lichtsymbolik vor allem als Verbildlichung des Erlebnisses der Wiedergeburt, als Erleuchtung und als Überwindung der Unerbittlichkeit der Zeit bildet allerdings ein Fundament aller Mysterienbünde. Sie alle sind Lichtkulte. Die Konsequenz des Dualismus von Licht und Finsternis, Gut und Böse, Leben und Tod macht dem Menschen am meisten zu schaffen, erfüllt das ganze menschliche Dasein. Diesen Widerspruch aufzulösen und damit das quälendste Lebensrätsel zu beantworten steht im Zentrum eines jeden Mysterienbundes. Tod und die Geburt des Lichtes werden zugleich gefeiert. Wir Brüder Freimaurer suchen die Vereinigung der Gegensätze, die Befreundung des Feindlichen. Wie im Symbol des Ouroboros (einer Schlange, die ihren Schwanz verschlingt) oder dem taoistischen Yin/Yang dargstellt, sind Licht und Finsternis eins! Ohne Tod kein Leben, ohne Dunkelheit kein Licht. Durch die gesamte Mysterienikonographie zieht sich das Bestreben, diese dem Verstand schwer zugängliche Vorstellung bildlich zu verwirklichen und dem Menschen erlebbar und erfahrbar zu machen. Kampf und Vermählung von Licht und Finsternis, von Leben und Tod künden die Symbole. Die mit dem Lichtkult zusammenhängende Gestirnsymbolik findet man auch in der Verehrung des Ostens, dies lässt ihn zum erhabensten Teil des Mysterientempels werden. Nach Osten wenden sich die Blicke des Adepten, in den “ewigen Osten” geht der verstorbene Freimaurer ein.

Licht, Liebe und Leben, für die auch die drei Rosen des Sommerjohannifestes stehen, hatte sich schon unser Br. Johann Gottfried Herder zusammen mit dem erwähnten Oroboros, dem ägyptischen Symbol für Unendlichkeit und Wiedergeburt, als Wappen- und Grabspruch erwählt. Dieser Spruch ist eine Zusammenfassung von Themen aus dem Johannesevangelium (Johannes-Evangelium Kapitel 8, Vers 12, Erster Johannesbrief 2,10; 4,16), womit wir wieder beim Schutzpatron unseres Lichterfestes angekommen wären.

Liebe Schwestern, liebe Brüder, seht unser Winterjohannifest als beschauliche Oase inmitten des auf Äusserlichkeit  und Profit bedachten Weihnachtstrubels an, das ein wenig innere Freude und Wärme vermitteln soll, wie sie auch die wiederkehrende Sonne verspricht.

Jetzt noch ein Wort an alle Schwestern: Nicht zuletzt und ganz besonders ist dies auch Euer Fest. Wir wollen Euch hier dafür danken, dass Ihr uns über das Jahr fast jeden Montag entbehren müsstet. Eine grosse Freude ist es auch immer mit anzusehen, mit welchem Elan Ihr unsere gemeinsamen Feiern gestaltet. Auch den hier erschienenen Gästen möchte ich für Interesse an unserer Bruderschaft danken und hoffe dass Sie unser Lichterfest als bereicherndes Erlebnis in Erinnerung behalten.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein erbauliches Winterjohanni !

 McKimSC

Posted by on Dezember 16th, 2016 Kommentare deaktiviert

Jamilla sagt: Quo Vadis – Humanitas?

Wie manche menschliche Zeitgenossen denken und handeln … einfach unglaublich!

Wie manche menschliche Zeitgenossen denken und handeln … einfach unglaublich!

Spätestens im Sommer werden die Tierheime mit den Haustieren, die dieses Weihnachtsfest  ganz oben auf dem Wunschzettel der Kinder an das Christkind oder Santa Claus gestanden haben konfrontiert. So manches landet als lebendiges Geschenk unter dem Weihnachtsbaum. Naht dann die Ferienzeit und steht die geplante Urlaubsreise an, werden viele dieser Haustiere ausgesetzt, als ob sie eine lästige Sache wären, die man einfach loswerden kann.  Man findet sie in einer Schachtel auf der Schwelle, oder aber es werden Hunde  mit der Leine an Bäume irgendeines Rastplatzes entlang der Urlaubsroute festgebunden. So berichten jedenfalls jedes Jahr die Medien, die mit Tierschützern bzw. Personal von Tierheimen sprechen. Zugleich erleben plötzliche Ausbrüche von Tierhaarallergien ein Jahreshoch. Was sind das für Soziopathen- Kretins, die wehrlose, ihnen anvertraute Geschöpfe so behandeln ? Denn zu einer Gemeinschaft emphatischer Wesen gehören sie meiner Meinung nach nicht mehr.  Empfindungsfähige Lebewesen werden einfach als Dinge betrachtet, die man, wenn man ihrer überdrüssig ist, entsorgt.  Wenn ich mich dafür entscheide, ein Tier in meine Familie aufzunehmen, dann habe ich auch eine moralische Verpflichtung, mich so gut es geht um das Tier zu kümmern. Es IST auch ein fühlendes Wesen, mit einem Bewusstsein, das unter solcher Behandlung leiden kann wie ein Mensch.  Die Gründe für diese Wegwerfmentalität fallen entsprechend aus: “Man will doch nur den „wohlverdienten  Urlaub“ machen, da stören die Haustiere”. Früher sagte man, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, nun wird er abgeschoben. Vielleicht kann man sie auch dort hin, wohin die Reise gehen soll, nicht mitnehmen und eine Unterbringung würde zu sehr die Urlaubskasse belasten?  Das Tier – ein Konsumgut …? Ich will hier nicht dem Vegetarismus das Wort reden, aber muss es Fleisch aus Massentierhaltung sein ? Mit allen damit verbundenen Schreckensbildern ? Bei der Jagd wurde wenigstens ein natürlicher Ablauf im Räuber/Beute Zyklus der Nahrungskette gewahrt. Und man war sich dessen bewusst, dass der Preis für das Fleisch der Tod eines anderen Wesens ist.  Man fragt sich woher solche Einstellungen kommen, dieser Mangel an Achtsamkeit auf das, was mit einem den Globus bevölkert – mit dem GLEICHEN Recht wie die Menschheit.  Ist die einfältige Auslegung der Lehren der Buchreligionen schuld, wonach der Mensch über allen anderen Geschöpfen stünde? “…. machet Euch die Erde unmafiocattertan”,  soll wohl hoffentlich keine Aufforderung zu Raub und Plünderung sein! Gut, “… seid Fruchtbar und mehret Euch” , kann man heutzutage eher als “seid FURCHTBAR” uminterpretieren. Aber selbst dem Gott der Bibel will ich zugutehalten, dass als er solcherlei Auswüchse, wie wir sie immer mehr vorfinden, wohl nicht gutheissen kann. Zumal sich die Propheten des Alten Testaments ofttmals gegen die nach Tierfleisch hungernden Opferpriester des Jahwe-Kultes ausgeprochen haben, und Jesus im Neuen Testament etliche Äusserungen zugunsten einer vegetarischen Lebensführung macht – viele davon haben die Kleriker aus der neu christianisierten römischen Oberschicht wegen ihrer Freude an Schlemmerorgien einfach zensieren lassen. (Briefe des hl. Hieronymus, einem der frühchristlichen Bibelübersetzer).Und zweifellos darf man die angeblich so fortschrittlichen Anschauungen der Aufklärer auch nicht ausnehmen: So grusele ich mich immer noch wenn ich an den Ausspruch von deren Oberguru Descartes denke: “Die Schmerzensschreie eines Tieres gleichen dem Quietschen einer Maschine”. Rousseau war herzlos zu seinen Kindern, die er allesamt in ein Waisenheim abschob. Voltaire war ein boshafter alter Mann, der die Sklaverei und den Rassismus befürwortete. Egal ob von Gottes Gnaden oder aus angeblich wissenschaftlicher Sicht, diese Selbstüberhöhung der Menschen ist nicht nur bizarr, sie wird auch unseren Untergang besiegeln. Wir schaffen es ja nicht einmal, unsere Population einigermassen zu beschränken, nein, wir sind ein Krebs auf dieser Welt geworden. Wachstumswahn  dieser Art ist ein Fluch, der alles durchdringt, weil er auf Gier gegründet ist. Diese obszöne Grundhaltung ist ein Muster, das überall zu finden ist, unsere gesamte Wirtschaft basiert darauf.  Alles ist nur eine Resource geworden, nach ihrem Warenwert taxiert, nicht nur die Tiere: Human Resources - welch ein Zynismus! Mangel an Empathie kommt auch von bewusster oder unbewusster Ignoranz, besser wir schauen weg, wenn ein Stressfaktor für unser Moralempfinden und unsere Bequemlichkeit ins Blickfeld gerät. Die oben genannten “Weltanschauungen” als Legitimation helfen gut dabei,  das Unbehagen zu verdrängen.

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Vertrauensvoll in die Zukunft blicken? Das sollte für alle fühlenden Wesen dieses
Planeten gelten. Denn sonst ist der Mensch trotz oder gerade wegen seiner
Intelligenz die armseligste Kreastur auf dieser Welt.

In den meisten alten heidnischen Kulturen mit ihren Naturreligionen haben die Menschen die Umwelt und auch die Tiere hoch geachtet, denn sie waren auch von direkt davon abhängig. Sie versuchten in  einer halbwegs symbiotischen Beziehung mit ihrer Mitwelt zu leben. Wenn sie gegen diese Regel handelten, wurden sie relativ schnell abgestraft, wie das Verlöschen der Kultur der Anasazi, Maya oder das Schicksal von Rapa Nui zeigt. Diese Furcht vor der Hybris als schlimmster Sündenfall steckt auch in der Vorstellung der alten Griechen mit Astraea als Sinnbild der natürlichen Ordnung oder bei den Ägyptern mit der Maat. Das drückt sich auch in der Überlegung aus, dass die natürliche Gesetzgebung über den Olympiern steht. Zeus war nur Verteidiger von Recht und Gesetz, nicht der Gesetzgeber. Beide Figuren, Maat und Astraea besitzen eine Waage als Symbol des Ausgleichs.  In der hermetischen Philosophie wird dies  durch das Prinzip von “actio=reactio” ausgedrückt, wie wir das auch aus der Newton’schen Mechanik kennen. Sir Isaac Newton, ein grosser Verfechter der Hermetik übrigens, war auch ein Katzenfreund und der Erfinder der Katzenklappe.  Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass die Göttin Astraea einen strafenden Aspekt besitzt, die Nemesis, die selbst die anderen Götter fürchteten. Für Nemesis und Hades gilt, dass über Dinge in ihrem Einflussbereich keinerlei Verhandlungsspielraum mehr existiert.

Nur ein Zurückbesinnen darauf, dass wir Gäste auf unseren Planeten sind und mit der Umwelt, den Tieren und Pflanzen, sorgsam umgehen, kann den unausweichlichen Untergang der Menschheit (bald 10 Milliarden) aufhalten. Dazu gehört auch Bildung und Aufklärung zu verbreiten, denn Mangel an Verständnis und Empathie ist oft wie schon erwähnt verursacht durch einen Mangel an Wissen, oder die Indoktrination mit unsinnigen Glaubenslehren. Letzteres dient oft nur dazu durch die Vermehrung der Kopfzahl ungebildeter, abhängiger Schäflein die eigene Machtposition zu stärken. Zu diesen Irrlehren gehört auch die Theorie vom unbegrenzten Konsum, weil die Weltwirtschaft nur durch Wachstum definiert sei.  ”Wir pfeifen auf Ernährung, wir machen nur Vermehrung!”, ein zynischer Satz, der schon in den Achtziger Jahren den Vertretern diverser reaktionärer Glaubensgemeinschaften vorgehalten wurde. Leider hat man wohl nichts dazugelernt. Vom Lager der kaltherzigen Nihilisten, auch bekannt als Wirtschaftsbosse, kann man sowieso keine Einsicht erwarten.

Bessert Euch!

Eure Jamilla

minijamiEin Nachtrag: Neulich habe ich den Film “A World Beyond” gesehen … nett von Dir George (Clooney), der Zukunft der Menschheit noch eine Chance zu geben …! Aber die Träumer und Querdenker, die es braucht eine Welt jenseits des Mammons und er brutalen Gier oder der totalen Verdummung durch dogmatische Religionen zu gestalten, wirst Du bald nicht mehr finden. Das Basteln von Tomorrow-Buttons für solche Menschen  kannst Du Dir wohl schenken …? Die Gates, Zuckerbergs, Bushs und ähnliche Zeitgenossen überwiegen wohl die Teslas, Einsteins oder Feynmans bei weitem. Steve Jobs war “a man in the middle”, von Uranus befeuert, der Verführung Plutos erlegen und selbst ein neptunischer Svengali und Guru. Wenigstens hatte er anfangs eine Idee, die noch in Ansätzen humanitär war … Edison: Als Weltverbesserer gescheitert, wurde er ein machtbesessener Tyrann – das Schicksal manch eines Uranus-umgetriebenen Innovators, der im Alter zum unflexiblen Despoten wurde. Die schöpferische Kraft des gestürzten Himmelsvaters und seines Alter Ego Prometheus ist stark in allen Querdenkern und Erneuerern. Auch in Revolutionären …  Das bringt mich wieder zu Geoge Clooney. Wie sagte er so schön:” Die alte Struktur muss weichen, das Gebäude abgerissen werden …” Recht hast Du ja, dann fang mal an:  Use the Force … George ! Allerdings: Verschone uns mit diesem technophilen Disneyland – schenk uns lieber eine Zukunft wie bei den Nox in Stargate SG-1, wenn es schon ein SciFi Utopia sein soll. Ach ja, Kaffee in Plastik/Alucontainern ist eine Umweltsauerei – Du Pharisäer. aber “pecunia non olet!” Noch nicht mal nach Kaffee.

Posted by on Dezember 10th, 2016 6 Comments

Altersdiskriminierung – nein Danke!

http://www.athanor-und-alembik.de/2016/12

Leben und Tod als natürlicher Kreislauf. Heute will man das am liebsten verdrängen. Typisch für die kindlich gewordene Gesellschaft.
Abtei Wiblingen ©beast666

Mediziner der Gattung Neurobiologe und Lern-Psychologen kennen die Stärken älterer Mitarbeiter:

  • Uni-Wissen ist ganz nett … Erfahrung macht Experten.
  • “Veteranentricks” bringen schneller Lösungen als jugendlich nassforsches Herumspielen.
  • Nicht alles steht irgendwo geschrieben, so dass man es problemlos abkupfern kann.
  • Heuristik sollte kein Fremdwort sein.
  • Man hört nie auf zu lernen.
  • Synergien wachsen mit dem Alter exponential.

Früher wussten das auch Personaler – nein, stimmt so nicht, Personaler hatten früher über die fachliche Qualifikation von Bewerbern nicht zu urteilen, das war Sache des Leiters der Abteilung, welche eine Einstellung vornehmen wollte. Aber heute gelten naseweise Pseudopsychologen mehr als die Bedürfnisse der Fachabteilung, die einen neuen Mitarbeiter benötigt. Dazu noch das “Streamlining” und die unsägliche Political Correctness, welche sich  als  Arbeitsklima in der Firmen breitgemacht haben. “Er/sie passt hier rein” ist wichtiger als die fachliche Kompetenz eines Bewerbers. Und wie im Profitcenter Germany immer, die Frage des Gehalts. Das spricht natürlich gegen erfahrene MA.

Deshalb an alle aus Altersgründen verschmähten Träger von wertvollem Wissen, die man gegen folgsame, billigere aber meist weniger kompetente oder zumindest unerfahrene Rädchen im Getriebe ausgewechselt hat, der Aufruf:

DON'T DUCK AND COVER ! Poster

Nicht den Kopf einziehen: Stand tall and keep a stiff upper lip!

Mehr zu offensiven Kampagnen, dieser Diskriminierung entgegenzuwirken und die Augias-Ställe des Jugendwahns in der Personalpolitik endlich auszumisten, demnächst in unserem Blog!

Anderswo wacht man langsam auf … und hier hat man sich durchsetzen können:

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Logo der Senioreninitiative in Neuseeland.

Vor allem auch an den Universitäten macht sich Altersdiskriminierung breit – dabei haben ältere Semester nachweislich höheren Studienerfolg und das Märchen vom Jung-Genius in den MINT-Fächern ist schon lange überholt, selbst in Mathematik. Eine nette “urban legend”, mehr nicht. Die gab es vielleicht mal in UNSERER Generation, weil wir als Studenten nicht mit allen Mitteln der Zeitvertreibsgesellschaft ausgerüstet waren und noch TATSÄCHLICH in der Garage bastelten. Und auch meistens nur in den USA, da man es dort mit einer von selbsternannten Eliten beherrschten formalen Ausbildung nicht so ernst nahm.

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Grau – und stolz darauf!

Doch zurück zum Grauwerden: Wie das Rätsel der Sphinx es ausdrückt – jeder muss sich mit dem Alterungsprozess abfinden – dann ist Schluss mit rosa Brille, Licht und Liebe und sonstigem Eskapismus-Torheiten. Da hilft auch kein Pseudo-Schamanentrip mit Ayahuasca-Session in irgend einem verlausten Dschungelcamp. Auch Botox und das Festtackern der Gesichtshaut hinter den Ohren sind irgendwann überstrapaziert. Und bei Brüsten, liebe Mit-Genossinnen, ist die Schwerkraft nun einmal unerbittlich. Die Realität holt jeden ein – davor kann man auch nicht in virtuelle Welten flüchten, trotz der Flut von sinnlosen Zerstreuungsmöglichkeiten, die es gerade bei den elektronischen Medien gibt, und mit denen uns ein rosa Schleier über die traurige Wirklichkeit gebreitet wird. Den Gipfel des Ablenkungs-Schwachsinns stellt gegenwärtig der Pokemon-Go Hype dar – jetzt müssen Unternehmen schon MA anweisen, in Gefahrenzonen das Fangen virtueller Monster zu unterlassen! Was für eine Welt von ERWACHSENEN haben wir da mit unseren gut gemeinten, aber mittlerweile als fragwürdig geltenden, libertären Erziehungsmodellen geschaffen? Wenn früher jemand unsichtbare Ungeheuer fangen wollte, hat man ihn in eine Zwangsjacke gesteckt – und das vollständig zu recht!

Wehrt Euch, liebe Silberfüchse- und Innen, wir sind bald in der Mehrheit – dann lassen wir uns nicht mehr gängeln oder abschieben! Statt Spassgesellschaft mit dem Augenmerk auf “work-life” Balance soll wieder Einsicht, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein über Ego-Posieren und dreiste Spiegelfechterei siegen! Bekämpfen wir den Jugendwahn! Die Welt ist kein Spielzimmer.

Lieber Anstand und Verstand als einen kulturellen und sozialen Notstand, wie wir ihn gerade erleben!

Ein Nachtrag:

Zum Thema Personalien bei Bewerbungen und dem Argument, dass aus Gründen der Vermeidung von Diskriminierung das Geburtsdatum (bei einigen wenigen Jobportalen) nicht mehr angegeben weren muss:

Ist doch totaler Unsinn, da im CV eine CHRONOLOGISCHE Aufstellung mit Datum des z.B. Hochschulabschlusses erwartet wird – also was soll’s. Schmäh, Zynismus und Hohn allenthalben.

Neueste Blüte: Schulungsmassnahmen für ältere hochqualifizerte Arbeitslose.

  • Vielleicht kann man ja bei dem hier eine Fortbildungsmassnahme buchen … Thanatophobie hat er jedenfalls nicht.
Brücke über den Fluss des Lebens: Der Abschied sollte sollte golden sein - nicht drch Frust und Abschiebung erniedrigt.

Brücke über den Fluss der Zeit: Sie führt NICHT aufs Abstellgleis.
Der Lebensabend sollte sollte golden sein – nicht durch Frust und Abschiebung erniedrigt.

Posted by on Dezember 4th, 2016 Kommentare deaktiviert

Jupiter – Santa Claus – Schamane

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Jupiter Mandala, purpur, lila, feuerrot und blau sind seine Farben.
©scrano 2015

Mit der Sonne im Schützen wollen wir uns dem in diesem Zeichen herrschenden Jupiter-Archetyp und dem astrologischen Jupiter-Prinzip widmen.

O Fortuna, Imperatrix Mundi, wie es in Carl Orffs “Camina Burana” heisst: O Göttin des Glücks, Herrscherin der Welt!

schuetzeJupiter, die Sinnsuche, das Streben nach Glück – was liegt hinter den Dingen, der größere Zusammenhang, von der “Höheren Warte” betrachtet, das ganzheitliche Bild. Synthese, Zuversicht, Selbstvertrauen. Grossmut und Humor. Gaben und Begabungen. Eine Kreuzung aus Erbonkel und Santa Claus ?

Die Götter, die seinen Typus ebenfalls verkörpern:

  • Zeus, Jupiter, Odin (+Merkur), Thor (+Mars), Olorun, Damballah, Rosmerta, Fortuna mit dem Füllhorn, aber auch die wandelbare Mondin, ursprüngliche Verkörperung des wechselvollen Schicksal.

Archetypen:

  • Positiv: Richter, Philosoph, Lehrer, Vater, Patriarch, Mäzen, Priester, Zigeuner, Weltreisender, Optimist, Santa Claus, Druide, Förster, Wildhüter, Naturschützer. Idealismus, Großmut. Gastfreundschaft (wie Thor, aber auch Odin), Optimismus, Vertrauen in die Zukunft, Zuversicht. Positives Karma, Neidlosigkeit, moralische Unterstützung, die glückliche Bestimmung. Humor, Fröhlichkeit.
  • Negativ: Falstaff und Popanz, Windbeutel, Hybris, Selbstgerechtigkeit, Opportunismus. Übertreibung, Kreuzzüglertum, Rastlosigkeit, Oberflächlichkeit, “va banque” Spieler, Seitensprünge und instabile Beziehungen, “Bon vivant”, Don Juan, Megalomanie, Realitätsblindheit (Hoffen auf ein Wunder). Oberlehrer, Pharisäer, Selbstgerechtigkeit, Arroganz, Machtmissbrauch → Saturn (AMTsmissbrauch).
  • Das Prinzip der Expansion, das eigene Potential, die glückliche Fügung, Gelegenheit, der fördernde Vater, das Suchbild des Ehemanns, das Selbstbild als Ehemann, Streben nach Einsichten und Philosophie, Rechtsauffassung, Suche nach Weite/Erweiterung im inneren und Äußeren. Talente und Mäzene. Ethik und Idealismus.

Rechtswesen:  ”Ich schwör’s bei Zeus, DREI mal schwör ich!”  Zeus galt als Beschützer des Eids, die Drei und Vielfache (6,9,12) als seine heilige Zahl(en).

Organisierte Religion mit Priestertum und Opfer-Ritualen und prachtvollen Zeremonien. Religiöse Lebensregeln, die zivilisatorisch wirken. Urbanisierung der Gesellschaft, Fernhandel und Kolonialismus. Rituale für Glück und Unterstützung, der Deus ex Machina. Wohlstand und Philantropie, mit Uranus.

Jupiterprinzip im Tarot: “Der Hierophant”, “Das Schicksal”, Dreien, Neunen, Könige, “Der Teufel“. Hierophant und Teufel stellen Spiegelkarten dar.

Orte: Universität, Tempel, Kirche, Schule, Reisebüro, Kultureinrichtungen, intellektuelle oder spirituelle Zirkel, Kasinos, Börsen.
Berufe: Schiedsrichter, Friedensrichter, Richter, Priester, Lehrer, Philosoph, Literat, Verlagswesen, Reiseleiter, Import/Export, internationaler Vertrieb, Agentur.

Astrologischer Herrscher über 9. Haus, Schütze und Fisch (mit Neptun)

  • Tag: Donnerstag
  • Farben: Purpur, violett, königsblau, orange-gelb.
  • Zahlen: Drei und Neun (mit Mars), Zwölf und Sechs (mit Neptun und Merkur).
  • Qualität: Mutables Feuer, Yang, im Fisch auch Wasser+Yin (das Nachthaus des Jupiter in der klassischen Astrologie).
  • Gegenpol zur 3 in der 3/9 Achse: Mentales ich, Erkenntnis der Dinge — > mentales Wir, Erkenntnis der Zusammenhänge zwischen den Dingen.

Dignitäten:

  • Domizil: Schütze,Fische
  • Exil:Zwillinge, Jungfrau
  • erhöht im Krebs, im Fall, Steinbock
  • Freuden: 11. Haus
  • Triplizität: Feuer (klassisch, Lilly)

Korrespondenzen:

  • Chakra: 2. 6. 7. je nach Lehrart, bei meinem System gehört das 5. Chakra: Lehren, Lernen, Kommunikation zur Achse Jupiter/Merkur.
  • Alchemie: der König, conjunctio.
  • Kristalle: Lapislazuli, Amethyst, Saphir, Hyazinth, Tansanit, Feueropal.
  • Richtung: Süden+Westen
  • Metall: Zinn (Bronze)
  • Tiere: Pferd, Adler, Hirsch, Elefant, Wildschwein, der Stier.

Dem Zeus wurden Stiere geopfert, er verwandelte sich in einen Stier, um Europa zu entführen (über das Meer), siehe unter männliche Trinität.

Pflanzen:

  • Grosswüchsige Pflanzen, frucht-tragende -> Obstbäume, Nussbäume, Eiche, Walnuss, Artischocke, Karde, Distel (mit Mars), wohlschmeckend, nahrhaft, exotische Herkunft (Gewürze: Muskat, Macis, Sternanis).
  • Krampflösend, leberunterstützend. blau-violette Blüten, Anis (mit Merkur), Kerbel, Borretsch (der die Ängste vertreibt). Mädesuess (mit Mond), Ysop, Eisenkraut, Odermenning und der Löwenzahn (gelbe, bittere Pflanzen dienen oft als Lebermittel), Schöllkraut (mit Mond und Saturn).
Stattliche Buche auf der Alb.Bäume tragen stets auch eine Jupiter-Signatur.

Stattliche Buche auf der Alb.
Bäume tragen stets auch eine Jupiter-Signatur.

Baum:

  • Eiche, Esche, Fichte, Olive, Feige (mit Venus), Jupiterbäume sind speziell die Kastanie, die Eiche und der Walnussbaum: Juglans regia heisst Jupiter-Eichel, grundsätzlich fallen unter ihn jedoch alle Wälder, Alleen und Haine, sowie die fruchtragenden Obstbäume (mit Venus, die für die Blüten und Früchte zuständig ist). Aber auch verholzende Kräuter, wie Thymian, Rosmarin, Salbei (Hauptsignatur Merkur).
  • Die Walnuss mit ihren Nusskernen, die wie Hirnhälften aussehen hat eine Signatur für mentale Prozesse: Tatsächlich sind die Wirkstoffe der Walnusskerne förderlich für das zentrale Nervensystem. Hier wirkt die zum Jupiter gehörende Merkursignatur (Nerven, Denken) und Mond(Gehirnmasse) /Saturn.
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Royales Blau: Iris germanica mit deutlicher Jupiter/Merkur Signatur.
Wasser-Iris Neptun/Merkur, Zwiebeliris zusätzlich mit Mars/Venus.

Duft:

  • Muskat, Safran (mit Sonne), Sternanis, Basilikum, Macis (der Samenmantel der Muskatnuss).

Organe:

  • Hüfte, Oberschenkel – Ischiasnerv, Leber, Oberkopf, Wachstumsprozesse (Anabolismus), Stoffwechsel (mit Merkur → Schilddrüse), Nährstoffaufnahme im Blut.
  • Das typische Jupiterorgan Leber, eines der größten und lebenswichtigsten Organe bzw. die größte Drüse des Körpers, ist nicht nur ein Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan, sondern aus astromedizinischer Sicht auch verantwortlich für unser Temperament, für Gemüts-Krankheiten wie Cholerik und Melancholie (gestörtes bzw. geschwächtes Jupiterprinzip).
  • Dem Jupiter unterstehen desweiteren der Oberschenkel (unser größter und stärkster Muskel), die Po-Muskulatur, die Hüfte, der Fetthaushalt (Metabolismus, mit Venus), und Wucherungen. Alle Formen der sogenannten “Wohlstandskrankheiten” sind bei schlechter Jupiterstellung in den “Gesundheitshäusern” möglich.

Krankheiten:

  • Ischias, Hüftgelenk, Übergewicht, Leberstörung mit allen Folge-Erscheinungen, gutartige Wucherungen (Achtung: Gefahr von Bösartigkeit mit harten Aspekten zu Pluto!!) , Gicht (mit Saturn), bipolare Störung (mit Saturn/Uranus).
    Metall als Heilmittel: Zinn – Stannum, Mg für die Nerven und mentale Stärke (Nüsse!).
  • Die Gesundheits-Häuser: 2, 6 und teilweise auch 1. Steht hier Jupiter gut, kann man über eine robuste Physis verfügen. Ebenfall in Haus Acht, dem auch unser Ableben zugerechnet wird,  sorgt er meist für ein friedliches Ende, u. Umständen sogar auf Reisen. Transite des Jupiter in diesen Häusern verbessern oft das Wohlbefinden. Bei ungünstiger Stellung in der Radix oder Transiten mit harten Aspekten muss man sich vor Übertreibung hüten: Sonst führt der angenehme Transit über den Aszendenten vielleicht eher zu ordentlich Hüftgold!

Kabbala: Chesed

Ritual Magie:

  • Potential, Glück, Reisen, Rechtsangelegenheiten, Wohlstand, Unterstützung durch Gönner. Attraktion und generell Vermehrung von positiven Einflüssen.

Problematischer Jupiter:

  • Quadrat: Fanatismus, Rechthaberei
  • Konjunktion: Übertreibung
  • Opposition: bipolares Verhalten

Retrograde:

  • Potentiale liegen verborgen, Spätentwickler, ebenso bei 12. Haus. Kann aber auch einfach Freude an Ruhe und Zurückgezogenheit, z.B. Meditation bedeuten. Bei dieser Stellung sind Exerzitien oder ein Aufenthalt in einem Zen-Refugium ab und zu durchaus anzuraten.
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Die glücklich-dysfunktionale Grossfamilie von Papa Jupiter.
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Mythologie:

  • Zeus ist der jüngste Sohn der Rhea und des Kronos/Saturn. Diesem war geweissagt worden, einer seiner Söhne würde ihn stürzen. Daher verschlang er seine Kinder nach der Geburt. Um nicht ebenfalls dieses Schicksal zu teilen, versteckt ihn Rhea (kultiviertere Form der Gaia), vor seinem Vater auf Kreta in der Höhle der Dikte. Als er herangewachsen war, wurde er von seiner Mutter dem Kronos als Mundschenk untergeschoben. Mittels eines Brechmittels und Schlafmittels im Wein förderte er seine älteren Geschwister wieder zutage, und entmachtete seinen Vater.
  • Der wurde ins Exil geschickt: Wahlweise in den Tartaros, nach Elysium oder aber nach Arkadien, wo er auf der Insel der Seligen herrscht: Saturn-Pluto Affinität.
  • Vorher wanderte er als Eremit nach Latium und wurde der Stammvater der Römer, mit Mars und Bona Dea (Rhea) → ein Stammvater bäuerlicher Kulturen. Zeus/Jupiter passt eher zu einer imperialen Seemacht und urbanen Kultur, die die Griechen später annahmen.
  • Zeus teilte die Welt unter seine Geschwister auf: Hestia, Hera, Hades, Poseidon, Demeter. Mit seiner Schwester Hera zeugte er Hephaistos, alleine Athena, wie Hera den Ares. Mit Maia den Hermes, mit Leto Artemis und Apollon, mit Demeter Persephone/ Kore, mit Themis Astraia, mit Semele den Dionysos.
  • Die männliche Triade Hades-Poseidon-Zeus: Sie ersetzt die alten weiblichen Trinitäten, die mit dem Mond verbunden waren: Hekate, Eurynome etc. Die Gemeinsamkeit zwischen dem olympischen Zeus, Poseidon, der ursprünglich eher ein Erd-Gott war und dem Hades, der das Reich unter der Erde bekam sind die Opfertiere: Schwarze Stiere, die alle drei auch als Symboltiere haben. Der Stier, obwohl er so männlich wirkt, ist ein altes Symbol der lunaren Grossen Mutter: Das Gehörn erinnert an die Sichel des Mondes, der Stier-Schädel an die Fortpflanzungsorgane der Frau. Man sieht das am Stierkult in den matrilinearen Kulturen Kreta, Catal Hüyük und der alten ägyptischen Gottheit Hathor. Im Hinduismus ist es die Ur-Kuh Prithivi Mata, die den Kosmos verkörpert, im Mithras-Kult der Himmels-Stier der aber ursprünglich von der Göttin Inanna geschaffen wurde.

    allsehendes Auge

    Jupiter’s Allsehendes Auge mit der Drei
    und der Neun (3×3 Strahlen). Steht auch
    für die HeiligeTrinität.

Keywords:

  • Himmelsvater mit menschlich-zvilisatorischem Fürsorge-Aspekt, wohlwollender Beschützer, Motivator, Mediator, Richter, einverleibt (verschlingt) viele Aspekte früherer arachaischer Götter, die dann als harmlosere, menschlichere Variante aus ihm wiedergeboren werden:
  • Semele (Ekstase): Dionysos aus dem Schenkel des Jupiter : Tieraspekt, Zentaur, unio mystica.
  • Metis (Sophia, Weisheit): Athena aus dem Kopf  des Jupiter: Mentaler Aspekt, “Pfeil des Schützen”.
  • Er ist die kulturgeschichtlich jüngste, urbanste Form des archaischen Dyaus Pitar (Himmelsherrscher, Sky Father) der alten Indo-Europäer:
  • Uranos/Ti, Tyr, Ziu, Thor, die mit fruchtbarem Regen und lebensspendendem, schöpferischen und expandierendem Prinzip (Endlosigkeit, Zeitlosigkeit des Himmels) assoziert werden. Der leuchtende Himmel (Phanes, Hyperion, Gwydion, Woden) der zusammen mit Aspekten des Merkur (Loki, Lughus, Heimdall, Hermes) gesehen wird, ist sein ergänzendes männliches, solares Prinzip. Dies wird auch durch die Achse 3 (Zwillinge, Merkur) und 9 (Schütze, Jupiter) ausgedrückt.
  • Nach der orphischen Legende verschlang Jupiter Phanes (das leuchtende Wesen), das dem Urei entsprang und wurde dadurch zum All-Vater. Auch Odin(Woden) ist ein All-Vater mit solarem Charakterzug.
  • In diesen Mythen der Einverleibung findet bereits eine langsame Entwicklung zum monotheistischen Weltbild statt.
  • Symbol: Das Auge der Vorsehung (Dreieck mit Auge, mit einem Strahlenkranz). Auch Woden/Odin ist ein Symbol mit magischer Dreierkombination zugehörig: Der Valknot.
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Valknot: Mit der Macht von 3×3.
Symbole für Odin/Thor und Jupiter. Toi Toi Toi -
die dreifache Anrufung von Thor soll Glück bringen.

Animus:

Anima:

Jupiter, Merkur, Pluto sind Träger beider Prinzipien.

  • Der Jupiter verkörpert bereits eine stärkere Vermenschlichung und Individualisierung der unbewussten kollektiven Impulse, eine Einbindung in ein zivlisiertes Umfeld, wie bei Freud’s “Totem und Tabu”. Kulturgeschichtlich entspricht das Jupiterprinzip dem Beginn der Verstädterung und des globalen Handels am Beginn der Bronzezeit.

Haus-Platzierung:

  • Fortschritt, Sinnerfüllung, Talent, Berufung, Weiterbildung, Erfolg, Bewusstseinserweiterung.

Nach Zeichen:

  • Steht für das Suchbild und Selbstbild des Ehe-Partners (Loyalität, Familiensinn), das Haus für das Ehe-Umfeld. Sonst die Bereiche, in denen nach höherer Bildung oder  persönlicher Expansion gesucht wird, und die Art der Umsetzung dieser Bestrebungen.

    Jupiter_Earth_Comparison

    Jupiter im Vergleich zur winzigen Erde
    quelle:wikimedia

Astronomisch: Fast ein kleines Sonnensystem mit all den großen (Mars, Merkur-grossen) Monden. Er produziert selbst Wärme im Inneren, fast fähig zur Fusion. Wohltäter, da er viele Irrläufer einfängt, die uns sonst bombardieren würden. Verbirgt in sich ein” quasi-solares” Feuer.

Symbolik:

Seele über der Materie

Seele über der Materie

  • Glyphe: Mondsichel (Seele) über der Materie (Kreuz),
  • der Pfeil des Zentauren, assoziiert mit Sternbildern Aquila (Adler) und Sagitta (Pfeil).

Der Zentaur:

  • Menschliche Weisheit und kosmische Einsichten mit Tierkörper (animalischer Instinkt, natürliche Rythmen):
  • Naturliebe, Bewegung, Beine, Trieb (Zügellosigkeit), Unberechenbarkeit. Pferde, Großtiere, Jagd.
  • Der Centaur Chiron, der dunkle Bruder des Jupiter: Heiler, Schamane, Außenseiter, überwindet seine Tiernatur, wird zum berühmten Heiler und Lehrer vieler solaren Helden.
  • Unterrichtet Achilles, Herakles, Jason.

Trotzdem: Rastlosigkeit und Unruhe durch den erdhaften Tier-Anteil, der auch Ursache seines Leidens wird – Leiden durch andere ohne eigene Schuld – das Ungeschick seines Freundes Herakles. Chiron opfert seine unsterbliche Seite zugunsten der Erlösung des Prometheus von seiner Bestrafung am Kaukasus, da er dann vom Schmerz befreit ist. Er muss aber dann in den Hades, um ein Schattendasein zu führen, wenn auch ein geachtetes. Prometheus, der Fortschrittsgeist kommt frei, weil der Mensch sich von der Einheit mit der Natur entfremdet: Wenn er sie ins Dunkel des Unbewussten verdrängt. Die neuen Religionen, deren Vorläufer Zeus schon darstellt, sind auch zunehmend anthropozentrisch, die Natur muss unterdrückt, zurückgedrängt und verleugnet werden. Die urbane, kolonisierende Seite, im Jupiter zur Gottheit erhöht, setzt sich durch. Chiron taucht unter und wird Schamane …!

Chiron lehrt dem jungen Achiles die Geheimnisse der Natur.

Chiron lehrt dem jungen Achiles
die Geheimnisse der Natur.

Daher auch: Alle Kolonialreiche, von den Römern (aus einer saturnischen Republik in eine jupiterianische “Pax Romana”), über das “British Empire” zum “American Way of Life” sind von den meistens mit zunehmender Fortdauer immer negativeren Auswirkungen des Jupiterprinzips geprägt. Ihnen gemeinsam ist eine urbane, auf global operierenden Handelsimperien (Konzernen) aufgebaute Grundstruktur, sowie eine weiträumige Erschliessungen  ermöglichende Infrastruktur. Die Römer bauten Strassen, die Briten Schiffe, in der westlichen globalisierten Welt haben wir Flugzeuge (Jupiters “Adler”) und das Internet.

  • Das Recht auf Streben nach Glück“, wie es in der amerikanischen Verfassung steht, kann Jupiters Credo nicht deutlicher ausdrücken. Ja, schön, aber auf wessen Kosten ??? Darüber darf man dann auch nicht GROSSZÜGIG hinwegsehen, sondern man muss sich daran erinnern, dass zum Jupiter auch ein ethischer Anspruch gehört.

“From a Distance there is Harmony !” sollte nicht der Wahlspruch der Eliten  und von Jupiter glücklich Bestrahlten sein. 

Einige VIPs: Tina Turner, Bette Midler, Nostradamus, Max Born, Spinoza, Steven Spielberg, Brad Pitt, William Blake, Ludwig van Beethoven, Willi Brandt, Osho (Shree Raijneesh a.k.a Bhagwan), Papst Franziskus I. Papst Johannes XXIII.

Zodiak of Horrors: Serienmörder Ted Bundy, Edmund Kemper, Diktatoren Stalin,Pinochet, Franco,  Mafiabosse “Lucky!!!” Luciano, Vito Genovese, Drug Lord Pablo Escobar, Revolverheld Billy the Kid.

Fortunas Füllhorn: Ein Universum voller Möglichkeiten.Horn of Plenty ©scrano 2013

Fortunas Füllhorn: Ein Universum voller Möglichkeiten.
Horn of Plenty ©scrano 2013

 

Posted by on November 28th, 2016 Kommentare deaktiviert