Archive for the ‘Fraktal der Woche’ Category

 

Fraktale Welten: Dreaming like Salvador

Dreaming of Salvador (Dali).©scrano 2016 model:jamari lior

Phantastische Welten: Dreaming like Salvador (Dali).
©scrano 2016 model:jamari lior

  • Homage an Salvador Dali, enfant terrible und Meister des Surrealen.
  • Sonne im Stier, Mond im Widder, ASC Krebs – dominanter Uranus und Neptun.
  • Das Stierkampfmotiv taucht in den Werken Salvador Dalis, wie auch bei anderen spanische Malern, etwa Goya oder Picasso auf. Allerdings war Dali mehr an der Mythologie interessiert, wie dem Minotauros und dem Mithras-Stier, als an dem Geschehen in der Kampfarena.
  • Der Stier gilt als Symbol der kosmischen Schöpfung, er ist mit den alten Fruchtbarkeitsgöttinnen assoziert: Inanna, Ishtar oder die kretische MAgna MAter
  • Im Mithras-Kult gilt die Stiertötung als Akt zur Einleitung eines neuen Weltzeitalters.
  • Stierkampf ist uralt und wurde bereits bei den Kretern praktiziert – jedoch waren deren Stierspiele wahrscheinlich unblutig, eine Mutprobe als Initiation der Jugend – dennoch sehr gefährlich. An diesen als “Stierspringen” bekannten Ritualen nahmen  Mädchen und Jungen ateil.
  • Die moderne Stiermetzelei und auch das Stiertreiben von Pamplona braucht es wohl heutzuage nicht mehr, sie sind ein trauriger Abklatsch und eine Perversion des einstigen Stierkults im Mittelmeerraum.

* 11.5. 1904 in Figueras, Spanien.

Radix Salvador Dali

Radix Salvador Dali

Das T-Quadrat Neptun-Uranus mit dem Mond konjunkt am MC bestimmt wohl sein Kunstschaffen – modern, wagemutig und provokant, aber sehr emotional und voller Traumwelten. Der impulsive und leidenschaftliche Widdermond an der Spitze des T-Quadrates  ist besonders einflussreich, da er sein Geburtsherrscher (ASC Krebs) ist und gleichzeitig eleviert steht. Mit Sonne und Venus im Stier besass Dali ein Geschick für präzise handwerkliche Fähigkeiten – sein Stil entsprach der Maltechnik der alten Meister.  Der Tod, okkulte und abseitige Dinge (Pluto in 12, Saturn in 8 dazu im Trigon) , aber auch Religion inpirierten viele der Motive seiner Bilder. Er interessierte sich auch für das Medium Film (Neptun) als künstlerische Ausdrucksform,  oder wissenschaftliche und medizinische Neuerungen wie die Psychoanalyse (Uranus, Pluto in Haus 12) von Sigmund Freud. Beide Themen flossen in seine gemeinsame Arbeit mit Alfred Hitchcock ein:

Moderne Version der Traumsequenz aus dem psychologischen Thriller “Spellbound” mit Musik von Eurythmics.

Ausserdem war Dali, wie Escher begeistert von “unmöglichen” Geometrien – eines seiner berühmtesten Werke zeigt in einer Kreuzigungs-Szene sogar einen Tesseract oder Hypercube in seiner 3D-Explosions-Projektion: So ergibt sich ein aus Würfeln aufgebautes, 4-dimensionales  Kreuz, an dem Christus hängt. Ob Dali wohl auch an Fraktalen sein Vergnügen gehabt hätte?

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Stierspringer auf einem Fries im Palast von Knossos, Kreta.
quelle: PD via wiki.

Fraktalbilder der Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

Posted by on Dezember 6th, 2016 Kommentare deaktiviert

Schnell noch zugreifen: Eine Auswahl unserer Kalender gibt es jetzt bei ebay reduziert!

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Plutonian Rhapsody ©scrano 2014

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Karma Chess ©scrano 2016

Mind Gears ©scrano 2015

Mind Gears ©scrano 2015

Limitiert auf 50 Stück, bei Wandbildern. Auf Wunsch mit Rahmen und Passepartout.

Abmessungen: A3 bis A1. Versand in Papprolle. Preise bei  ebay oder direkt per email, besonders bei Rahmungs-Wünschen.

Hier sind unsere Kalender zu finden, demnächst auch noch bei Dawanda!

ebooks sind auch bereits  in Arbeit: Schwerpunkt – Jahreszeiten. Näheres dazu Ende Dezember/Anfang Januar.

 

Posted by on Oktober 31st, 2016 Kommentare deaktiviert

Mandala im Oktober: A Tale of Two Kitties …

Der Herbst kommt mit Macht!A Tale of Two Kitties ©scrano 2015

Der Herbst kommt mit Macht!
A Tale of Two Kitties ©scrano 2015

Ein bisschen Dickens … und der Herbst unserer abendländischen Kultur? Opfer müssen gebracht werden für eine angeblich goldene Zukunft? Das ist es doch, was unsere Oberhäuptlinge uns weissmachen wollen … Da würde es doch lohnen, für alle Betroffenen, uns, die Staatsbürger, aber auch die so selbstverliebten Eliten, ein wenig in den Archiven der noch nicht so fernen Geschichte zu stöbern:

Wer im Englischuntericht aufgepasst hat, kennt sicherlich “Geschichte zweier Städte” von Dickens, seinem eher düsteren Historienroman. Dieser thematisiert die Zeit der französischen Revolution und beinhaltet eine Menge schicksalhafter Wirrungen und eine Art Erlösergeschichte.

Mir ist immer Mme Defarge unvergesslich geblieben, mit ihrem Strickzeug in der ersten Reihe unter der Guiliotine sitzend, ist sie die Inkarnation aller 3 Moiren in einer Frau:

Sie hält, wie Lachesis das Gewebe, in dem die Namen der Todgeweihten ihrer neuen glorreichen Republick verzeichnet sind.  Die Konsequenzen von radikalen sozialen Umwälzungen sind meistens bitter, zu tragen haben sie zunächst selten die Angehörigen der Oberschicht. Allerdings, wenn der Druck zu gross wird, werden diese von der ausbrechenden Revolution schliesslich doch gefressen – sie bilden den ersten Teil von Mme Defarges Todesliste.

Am Ende verstricken sich die ursprünglich sozial motivierten Anführer des Aufstands aufgrund ihrer menschlichen Schwächen auch im Netz der Strickerin: Aus den ehemaligen Idealisten, die das goldene Zeitalter hervorbringen wollten, werden gerne Tyrannen … siehe Robespierre oder Marat, die nun ebenfalls eine Todesliste mit angeblichen Verrätern aufstellen. Eine “Bewegung des Volkes” wird zum Terrorinstrument der nun Herrschenden: Das “Goldene Zeitalter” kommt wieder nur für eine neue Oberschicht. In Frankreich gab es bald eine neue Aristokratie unter Napoleon I.

Dickens, am Beginn der Romantik, war noch ein Autor der Aufklärung, aber auch ein Mann der neptunischen Symbolik – die Geschichte zweier Städte (1859) ist vollständig davon durchdrungen. Sein Historienroman ähnelt im Grundmotiv auch Victor Hugo’s “Les Miserables”*** von 1862. Bezeichnenderweise passen viele Kunstwerke und die Literatur der Romatik sowie die Herausgabe des kommunistischen Manifests (1848) durch Karl Marx sehr gut zur Entdeckung des Planeten Neptun durch Galle (1846) und seiner astrologischen Klassifizierung als modernen Herrscher der Fische.

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Charles Dickens’ Radix ist geprägt von dynamischen Spannungsaspekten.

Im Zentrum seines Schaffens: Neptun/Mond konjunkt im Schützen, zusammen mit Uranus in Haus 3/Skorpion der Kommunikation und Jupiter im Haus 10 der beruflichen Ambitionen in den Zwillingen.
Eine typische Schriftsteller-Kombination, wobei der sozialrevolutionäre (ASC Jungfrau, Uranus im Skorpion) und empatisch-emotionale (Neptun/Mond), fast religiöse (Schütze) Aspekt sich die Waage halten. Einen weiteren Wasserman-Einfluss bringt die Sonne im 5. Haus des kreativen Schaffens, konjunkt mit Vesta und Chiron, was einen zusätzlichen, wenn auch konfliktbeladenen Fokus schafft.
Ein streitbarer Mensch mit Mars in Haus 7 und Domizil im Widder. Ein Parteigänger für die Benachteiligten zu sein, ist durch die Mondknotenstellung in Haus 12/Jungfrau ein wesentlicher  Teil seiner Lebensaufgabe.

  • Die schicksalhafte Mme Defarge ist wohl Venus/Pluto am DSC in den Fischen geschuldet.

Seine Wahl eines fast christlichen Erlöserthemas als Ende seines Romans zeigt den zuversichtlichen Schütze-Einfluss: Es gibt eine Wiederauferstehung allenthalben, für die erlöste Seele und die neue Gesellschaft.

Caveat: Der Fluch des Neptun/Schütze Einflusses ist immer die Generierung einer Religion oder Ideologie, die Massenmanipulation im grossen Stil beinhaltet, auch auf Kosten der Wahrheit. Verblendung und Propaganda sind seine Begleiter, weil oft Wunschdenken statt Fakten die Handlungen beherrschen.

“Multikulti über Alles” ist auch so eine Utopie, die von Eliten den Bürgern aufgedrückt werden soll, und ebenfalls zu deren Lasten und sozialökonomischen Nachteil. Für ein angebliches “Goldenes Zeitalter”. Aus den “Bürgerbewegungen” (oft wird Engagement schon auf diesem Level missbraucht, ausser in lokalen Protesten, z.B. in Wackersdorf) sind lukrative Pfründe für gestrandete Existenzen mit eigentümlichen ethischen Vorstellungen geworden, als sie in der “Grossen Politik” Fuss fassten. Nicht anders als in den damals beschimpften “etablierten” Parteien. Dazu kommt noch eine ideologische Verblendung und eine Abneigung gegen alles, das von einer Mehrheit als Werte geschätzt wird. In einer Demokratie zählt aber das zuerst, nicht die eigenen Ideologien. Wenn man hier glaubt, richtig zu liegen, kann man das kommunizieren, aber nicht mit der Brechstange. Dabei sind oft “avantgardistische” Vorstellungen von einst mittelerweile auch schon wieder ein alter Hut, und gesellschaftstheoretisch längst widerlegt. Aber Ersatzreligionen sind in ihren Dogmen genauso zäh wie etablierte Kulte. Das grüne Mäntelchen ist leider auch nur noch da, um sich noch ein bisschen bürgernah zu geben, oder noch vernunftorientiert zu erscheinen. Ich fürchte aber, die Mme Defarges sind hier tonangebend geworden.

***Victor Hugo: Sonne in den Fischen, ASC Skorpion, Mond Schütze.

Wer sein Wissen vertiefen möchte, darf gerne einen meiner Workshops besuchen.

Posted by on Oktober 6th, 2016 Kommentare deaktiviert

50 Jahre SciFi Spass mit Tiefgang: Cosmic Toy

Upcycling von buntem Blech: Vom Tinker Toy zum Objet d' art.

Upcycling von buntem Blech: Vom Tinker Toy zum futuristischen Objet d’ art.

Wie ein vom Celestial Toymaker aus dem Dr.WHO-Universum gebasteltes Tinker Toy – vielleicht in einem Schwarzen Loch geformt?

Klicke auf Tardis und starte deine Reise auf den Spuren der erstaunlichen britischen SciFi Serie durch die Zeiten! Seit 30 Jahren bereits bekennender Dr.WHO Fan:

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Über 50 Jahre faszinieren sie die Zuschauer bereits: Daleks, Cybermen, Telefonzellen-Zeitmaschine Tardis, Timelords, Sonic Screwdriver und schräger britischer Humor, wer kann da schon nein sagen … Monty Python im All, nur noch skurrilere Einfälle und seit 1990 auch viel bessere Spezial-Effekte dank GGI. Mittlerweile erfreut uns die 12. Inkarnation bzw. Regeneration des ewigen Zeitreisenden von Gallifrey mit seinen exzentrischen Abenteuern. Immer begleitet von einer ebenso unerschrockenen Mitstreiterin von der Erde (aus Great Britain, of course). Weltuntergang? Kein Problem – ich bin der Doktor! Dr … WHO ?

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Animations: ©sevenoaksart

Posted by on August 31st, 2016 Kommentare deaktiviert

Hundstage im Hochsommer: Chillen, Cocktails und Sirius

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Peppermint Julep: Potenter Drink aus den Südstaaten der USA.

Jetzt, wenn bald die Hundstage (23. Juli bis 23. August) nahen, kann man alle Arten von Abkühlung und abendlicher Entspannung vertragen !

Southern Comfort:  Mint Julep

  • 2 Stängel frische Minze, gewaschen
  • 1 TL Agavensirup
  • 4 cl Bourbon Whiskey***
  • gekühltes Mineralwasser “spritzig”
  •  3 EL Crushed Eis

Minzelblätter von einem Stängel abstreifen, zerpflücken und mit Sirup in ein hohes Glas geben. Den zweiten Minzezweig als Deko kopfüber ins Glas stellen. Whiskey und Eis zugeben, mit Mineralwasser auffüllen. Dieser Drink stammt ursprünglich aus dem “British Empire” der Kolonialzeit.

***Traditionell gibt es hier den lokalen “Moonshine”, selbstgebrannter Whiskey, der früher vor allem schwarz von den “Hillbillies” hergestellt wurde.

Grenadine, erfrischend herber Granatapfel.

Grenadine, erfrischend herber Granatapfel.

Diesmal eine alkoholfreie Erfrischung: Grenadine Frappe für 2-3 Portionen

  • 0.1 l Bio Granatapfelsaft
  • 1 TL Agavensirup
  • Saft und Schale von 2 Bio-Orangen (unbehandelt)
  • oder 0.1 l frisch gepresster Bio-Orangensaft aus dem Kühlregal.

Orangen dünn spiralig schälen (nicht das Weisse), auspressen. Säfte gut mixen, dann in zwei grosse Cocktailschalen mit zerstossenem Eis füllen. Orangenspirale als Deko und Aroma ins Glas geben. Ein Getränk. das sich in Frankreich grösserer Beliebtheit erfreut. Granatapfelsaft ist ein ausgesprochener Fitmacher.

Hundstage: So mancher arme Hund hechelt jetzt und leidet unter der sommerlichen Glut: Aber der geliebte Vierbeiner ist nur am Nachthimmel für die Sommerhitze verantwortlich. Aus einem meteorologisch-astronomischen Zusammentreffen von Ereignissen in der Antike entstand der umgangssprachliche Begriff „Hundstage“. Namengeber ist das Sternbild Großer Hund (Canis Major).  Sirius erscheint als sein hellster Stern bereits in der Dämmerung. Vom Aufgang des Sternbildes Großer Hund bis zur Sichtbarkeit als Gesamteinheit vergehen 30 bis 31 Tage, woher sich deshalb die Bezeichnung “Tage unter dem großen Hund ableitet. Die  Sichtbarkeit eines Sternes in der Abend- oder Morgendämmerung wird als heliakalisch bezeichnet:  Mit der Sonne auf- oder untergehend. Im altägyptischen Kalender wurde dem heliakalischen Aufgang des Sirius als  Bringer der Nilflut im dritten Jahrtausend v. Chr. eine besonderen Aufmerksamkeit geschenkt. Sirius mit seinem Sternbild Hund wurde unter dem Namen Sothis als Göttin Isis interpretiert, zusammen mit Osiris-Orion bildeten die beiden Konstellationen das wichtigste Götterpaar am Himmel ab. Sirius selbst wurde in Ägypten ursprünglich nicht als Stern des Hunde-Gottes Anubis angesehen. Erst in der synkretisch-ptolemäischen Periode wurden Anubis, Isis und sogar Hermes-Thot mit dem Sirius in Verbindung gebracht. Letzteres lag wohl an der Tatsache dass Hermes wie Thot und Anubis als Seelenführer galten und dem Sirius mittlerweile eine Art Tor zur Unterwelt-Funktion zugeschrieben wurde. Eindeutig ein griechischer Einfluss: Vgl. dazu “Cerberus, Hekate, Hades/Pluto”.

Trotzdem – in der Mythologie vieler unterschiedlicher Völker wird Sirius interesanterweise immer mit Hunden oder Wölfen assoziiert: Römer, Inder, Griechen (sie glaubten, er verursache vermehrte Tollwutfälle) und selbst nordamerikanische Indianer und Chinesen kennen eine “Hundestory” im Zusammenhang mit Sirius.  Das kann auf eine sehr alte Menschheitsüberlieferung hindeuten, die den auffälligsten Fixstern wohl zuerst mit dem Wolf (Totem, Ahnengeister?)  und dann mit dem domestizierten Hund in mythologischen Zusammenhang gebracht hat. J.K. Rowling machte sich einen Spass daraus: Harry Potter’s Patenonkel Sirius Black ist auch ein Shapeshifter: Er kann sich in einen zotteligen schwarzen Hund verwandeln.

Das Römische Reich ist verantwortlich für das Datum der Hundstage Ende Juli (lat. dies caniculares). Am Anfang der römischen Ansiedlung am Tiber im 4. Jhd v. Chr. erfolgte der sichtbare heliakische Aufgang von Sirius in Rom am 26. Juli; zu Zeiten von Julius Cäsar bereits am 1. August.  Die Präzession der Erde ist hauptsächlich dafür verantwortlich, dass sich die Zeit der Hundstage um etwa 4 Wochen verlagert hat. In Mitteleuropa kann der heliakische Aufgang des Sirius erst frühestens ab dem 30. August beobachtet werden und ist damit eigentlich ein Zeichen für den nahenden Herbstanfang. Trotzdem  werden aber immer noch die heißesten Wochen des Jahres traditionell als „Hundstage“ bezeichnet.

der-sternIn der Tarotkarte “Der Stern” wird das Siriusthema ebenfalls angesprochen: Eine weibliche nackte Figur, Isis als Sothis oder auch als Nilgott Hapi (mit Brüsten) spendet Wasser aus zwei Krügen, einmal in den Fluss und auch auf ein Feld. Hier wird die Herkunft des Wassers = Regen für den Fluss und damit auch die Feldflur aus einer himmlichen Quelle angedeutet. Darüber glänzt ein achtzackiger Stern, umgeben von sieben weiteren. Die Acht ist der Venus zugeordnet, Sterne mit einer solchen Zahl an Strahlen werden mit Ishtar und Isis assoziiert. Das dargestellte Siebengestirn steht einerseits für die Plejaden, andererseits für die Haupt-Sterne der Grossen Bärin, repräsentiert aber auch die Zahl der klassischen Planeten im Sonnensystem der Antike. In der spirituellen Lehre der Theosophie und im “Golden Dawn” stellen sie “Spiegel für das göttliche Licht” dar, welches dann von den beiden Sternbildern über den Sirius auf unsere Sonne projeziert wird. Der zentrale Stern über der personifizierten Nilflut ist also Sirius. Die Karte “Der Stern” symbolisiert Hoffnung auf das neuerwachte Leben (Nilflut) und das Licht einer universellen (Sterne) Wahrheit (nackte Figur, reines Wasser). Die Darstellung beinhaltet auch eine Deutung des Tierkreiszeichens Wassermann als Archetyp der universellen Hoffnung auf allumfassende Brüderlichkeit unter den Menschen.  Der Wassermann ist gleichzeitig auch das Zodiak-Zeichen für die geistige Evolution der Menschheit. Uranus, der Herrscher im Wassermann verkörperte in der griechischen Mythologie ebenfalls den fruchtbaren Regen= Vater Himmel.

Für Sternenfreunde: Sirius ist ein junges Doppelsternsystem, dass in relativer geringer Entfernung von unserer Erde ( ca. acht Lichtjahre) liegt. Der grössere, Sirius A hat doppelte Sonnenmasse und ist auch heisser als unser Zentralgestirn, er leuchtet daher blauweiss. Bei Sirius B handelt es sich um einen nur erdgrossen weissen Zwerg. Durch seine Erdnähe hat Sirius eine hohe Eigenbewegung, weshalb seine Stellung am Nachthimmel über die letzten 5000 Jahre nicht nur durch die Erdachsenpräzession gewandert ist. Er ist der hellste Stern am Nachthimmel. Manchmal wird er als “Regenbogenstern bezeichnet”, da er scheinbar funkelt und verschiedene Farbtönungen annimmt. Das liegt aber an seinem tiefen Stand am Horizont, wo sich atmosphärische Störungen (Hitzeflirren) stärker bemerkbar machen.

Zum Thema Sirius gibt es auch diverse, höchst seltsame Verschwörungstheorien, vor allem aus dem Umfeld der “Ancient Aliens” Jünger. Das Problem solcher Spekulationen ist immer, dass durchaus richtige geschichtliche Tatsachen oder Überlieferungen aus dem tatsächlichen Kontext gerissen, und dann “freifliegend” uminterpretiert werden. Eine wilde Mischung aus Fakten und Fiktion, die manche der ja durchaus vorhandenen archäologischen Rätsel für die seriöse Forschung “vergiftet”. Die andere Gruppe sind häufig Verschwörungstheoretiker, die hinter Allem, was die Welt umtreibt,  die Freimaurer vermuten, und die einen Pike zu viel gelesen haben, ohne den beträchtlichen Grad an Bildung, den diese Lektüre erfordert.

Auf den Hund gekommen. Ein paar Links zu entsprechenden Seiten, für Lachkrämpfe übernehme ich keine Verantwortung.

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Männer sind vom Mars,
Freimaurer vom Sirius … rofl!

 

Posted by on Juli 4th, 2016 Kommentare deaktiviert

Oh so retro: Hot Pink !

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Ganz im Stil von Barbie … vintage pinup girl von roy3D.
Hot Pink ©scrano 2015

Nicht ganz so “shocking” wie Elsa Schiaparellis Farbkreation von 1937 für das Label ihres gleichnamigen Duftes. Viele Kosmetikfirmen griffen auf dieses Vorbild zurück und warben ebenfalls mit rosa Produktlinien.

Pink ist eine eigenwillige Farbe – heiss geliebt von Barbie und ihren Puppenschwestern oder Reese Witherspoon in “Natürlich Blond”. Herausfordernder als das “Kleinmädchen-Rosa” und trotzdem als ultrafeminin eingestuft  – längere Zeit total out – jetzt wieder modern, bis zu “Pink ist das neue Schwarz”.

Für gesetztere Zeitgenossen ist die Farbe eher eine Provokation – oder erinnnert an die Zuckerwatten und Jahrmarktssüssigkeiten der Kindheit.

Rosa und pink – Tabufarben für Männer? Eher modernes Klischee als Tradition: Noch bis in die 1920iger Jahre galt die Farbe als “das kleine Rot” und daher als männlich – Prinzennachwuchs bekam also rosa Deckchen in die Wiege gelegt. Hellblau wurde eher mit der Himmelskönigin Maria in Verbindung gebracht, die häufig mit einem blauen Mantel dargestellt wird, daher früher eine Mädchenfarbe.

So lieblich ist Rosa oder das grellere Pink also gar nicht: Kämpferische Feministinnen verwenden es genauso wie Schwulen-und Lesbenverbände für ihre Kampagnen.

Lebende Karriere-Barbie mit Vorliebe für Pink: Ellie Woods in Legally Blonde:

Auch für Reese Witherspoons Filmcharakter gilt: Lasst Euch nicht von “süssen” Klischees täuschen! Ist Pink also doch eine Farbe des willensstarken Mars? Nun – die Rose zeigt uns das gesamte Spektrum an Rosa-Tönen, und sie steht unter der gemeinsamen Signatur  von Mars und Venus.

Rosa wird gerne auch mit Süssspeisen assoziert: Tatsächlich schmeckt eine schwelgerische Schwarzwälder Kirschtorte am besten bei rosa Beleuchtung …

 

Posted by on Mai 24th, 2016 2 Comments