Archive for the ‘Rezensionen’ Category

 

Kalender: Schwetzinger Zauber 2018 jetzt bestellbar

 

 Romantischer Spaziergang im Kirschgarten.Erwartung ©scrano 2016

Romantischer Spaziergang im Kirschgarten.
Erwartung ©scrano 2016, model:jlior

Alle Kalendermotive sind auch als einzelne Bilder erhältlich.

Photos: ©scrano, abrasax, beast666

Freie Auswahl von mindestens 13 Blättern*** aus der Galerie. Bitte das Deckblatt extra benennen. Für kleine Texte ist Platz, bitte nachfragen. Standard sind erklärende Untertitel für die einzelnen Fotos. Formate: DIN A4, A3, A2 quer mit Metallspirale. Professioneller Qualitätsfotodruck.

Preis: ab 14 € DIN A4

Alle Anfragen bei Ambrosia per email. Vorbestellungen wie immer, bis September 2017.

Für Br. und Sr. Freimaurer können speziell Motive mit entsprechener Symbolik zu einem Kalender zusammengestellt werden, inklusive genauer Erläuterung. Wer mehr wissen möchte, wir veranstalten auch Parkführungen.

*** Bei der Wahl hochformatiger Bilder können zwei auf einem Blatt arrangiert werden, daher mehr als 13 möglich. Alternativ sind Makros von schönen Pflanzen als Ergänzung, z.B. Iris:

Inner Glow ©scrano 2014

Inner Glow ©scrano 2014

Lasst Euch überraschen! Beispiele findet Ihr in unseren Artikeln über Natur und Zauberpflanzen oder die Signaturlehre von Paracelsus. Und … alle Bilder haben eine hohe Auflösung, nicht vergleichbar mit den “Ansichts-Thumbnails” der Galerie, die nicht für Quaitätsdruck geeignet sind.

 

Posted by on Januar 14th, 2017 Kommentare deaktiviert

Kalender 2018: Wunderschöne Bretagne

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St.Michel en Greve, Cotes d’Armor. 

Und noch eine weitere Galerie mit Eindrücken unserer Bretagne-Reisen.

Reise-Tipps:

Alle Kalendermotive sind auch als einzelne Bilder erhältlich.

Photos und Digital Art, Fraktalbilder: ©scrano, abrasax, beast666

Freie Auswahl von mindestens 13 Blättern*** aus der Galerie. Bitte das Deckblatt extra benennen. Für kleine Texte ist Platz, bitte nachfragen. Standard sind erklärende Untertitel für die einzelnen Fotos. Formate: DIN A4, A3, A2 quer mit Metallspirale. Professioneller Qualitätsfotodruck.

Preis: ab 14 € bei DIN A4 hoch oder quer.

Alle Anfragen bei Ambrosia per email. Vorbestellungen wie immer, bis September 2017.

***Hochformatige Motive passen als Duo auf ein Blatt.

Posted by on Januar 7th, 2017 Kommentare deaktiviert

Die dunkle Seite der Schokolade: Bitter, aber gar nicht zart

Kakao – die dunkle Seite einer süssen Verführung:

Nachdem wir uns alle an den süssen Köstlichkeiten, vor allem der Schokolade, sei es in fester, oder als Kakao in flüssiger Form, reichlich in der Weihnachtszeit erfreut haben, wird im Neuen Jahr wieder die Zeit des Fastens kommen, vor allem, um das Hüftgold oder den Winterspeck zu reduzieren. Es gab wohl kaum jemanden, der beim Anblick von Schokolade, Pralinen oder anderen Köstlichkeiten nicht schwach wurde. Der süsse Seelentröster, ein Stoff, der schon seit dem Altertum als leistungssteigernd und aphrodisierend bekannt ist, kurz um, ein magisches Wundermittel. Nach einer kurzen Atempause werden wir schon in wenigen Wochen erneut der großen Verführung zum Opfer fallen: Ostern naht mit all seinen Ostereiern und Osterhasen.

Süsse Verführung

Süsse Sünde mit Schattenseiten:
Nicht nur Kalorien.
quelle:wikimedia

Kaum einer macht sich Gedanken darüber, aus welcher Quelle die Köstlichkeiten auf den Ladentisch kommen. Die vorösterliche Fastenzeit ist aber ursprünglich nicht zum Abnehmen gedacht, sondern der Verzicht fordert zu mehr bewusstem Umgang mit der Umwelt, zu der auch die Nahrung gehört, auf. Zur Um- oder Mitwelt, wie manche es treffender ausdrücken, gehören auch die Menschen, die uns die selbstverständlich gewordenen Genussmittel Kaffeee, Zucker und eben auch Kakao zugänglich machen.  Alle diese stammen, wie auch viele mittlerweile unverzichtbare Gewürze, von Pflanzen der Tropen und damit der früher so bezeichneten “Dritten Welt”. Einer der Welt-Rohstoffe, Zuckerrohr hat immer ein “Geschmäckle” behalten, da es bis heute unter Umständen angebaut und verarbeitet wird, die mit Sklaverei in einem Atemzug genannt werden können. Die alte Triage, es gibt sie noch: Zucker-Rum-Sklaven. Wobei der Rum jetzt eher die Form von Brause-Getränken angenommen hat. Besitzt auch der Kakao, das einstige Mut-und Stärkungsmittel der Nativen aus Mittelamerika einen derartigen, bitteren Beigeschmack?

Wo in der modernen Welt liegen die überhaupt Anbaugebiete dieser Pflanze, die uns so viel Freude bereitet? Wie wird dort gewirtschaftet ?

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Kinderabeit auf Kakao-Plantagen.
quelle:wikimedia

An den Anbau- und Erntebedingungen der Frucht hat sich seit dem vierten Jahrhundert nach Christus, als die Tolteken, südamerikanische Ureinwohner, die “Speise der Götter” angeblich erstmals als Genussmittel entdeckten, wenig geändert. Kakaobäume lieben es warm; sie wachsen nur im Gebiet um den Äquator herum, also in Mittel- und Südamerika, Afrika und Südostasien. Gleichzeitig sind sie sehr anfällig für Schädlinge und Dürreperioden. Wie die Ernte ausfallen wird, lässt sich also nie vorhersagen. Um einen möglichst gleichbleibenden Ernteertrag zu gewährleisten, werden Pestizide verwendet, die bei uns sicherlich verboten wären.

Schon der Aufwand bei der Ernte ist groß und die Weiterverarbeitung ist arbeitsintensiv. Die reifen Früchte können nur mit der Machete von den Ästen abgetrennt werden. Die von einer schleimigen, weißlichen Masse umgebenen Samenkerne müssen von Hand aus der Schale befreit werden. Anschließend lässt man sie mehrere Tage fermentieren, damit die herben Gerbstoffe oxidieren. Die nunmehr braunen Kerne werden dann getrocknet. In manchen Gegenden geschieht das in Trockenöfen, die auf 60 Grad aufgeheizt werden. Häufig werden die Samen noch auf dem Ofen mit den Füßen bearbeitet, um klumpenfreien Rohkakao zu erhalten, der schließlich in die Weiterverarbeitungsländer verschifft werden kann. Eine Automatisierung der Ernte ist kaum möglich.

Man könnte meinen, dass sich nur die Reichen dieser Welt Produkte leisten könnten, die in grösseren Prozentsätzen Kakao enthalten. Dies ist aber ein Irrtum, wir alle können schon für wenig Geld Schokoladen-Produkte erstehen. Schokolade ist häufig sogar ein billiges Sonderangebot im Supermarkt. Pro Jahr konsumieren allein wir Europäer 1,5 Millionen Tonnen Schokolade ( dies entspricht ungefähr 15 Milliarden Tafeln). Jeder Deutsche isst ca. 11 kg Schokolade pro Jahr. Allerdings: Das  funktioniert nur, wenn der hohe Aufwand der Ernte und der ersten arbeitsintensiven Bearbeitung möglichst gering entlohnt werden.Die Kakaobauern erhalten für einen Kilogramm Kakao, aus denen ca. 40 Tafeln Schokolade produziert werden, gerade einmal einen Euro. Bereits die Exporteure verlangen für das Kilogramm Kakao 2,50 € und machen somit enorme Profite.

Die zynische Lösung dieses „Problems“ wird  durch Kinder- oder Sklavenarbeit realisiert.

Die Früchte werden tatsächlich überwiegend von Kindern, auch schon jüngeren Alters (8-10 Jahre), geerntet. Weltweit schuften weit mehr als 200.000 regelrechte Kindersklaven, die Dunkelziffer ist sicherlich noch höher, auf den Kakaoplantagen ohne einen einzigen Cent. Viele der Kinder wurden und werden aus Mali verschleppt und auf die Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste verkauft. Ein Kind kostet nach Angaben eines Plantagenbesitzers, der von den Reportern befragt wurde, ca. 230,-€ und kann dafür unbegrenzt ausgebeutet werden. Aber auch etwa 90 Prozent der Kinder von kleinen Kakaobauern müssen auf deren Plantagen schuften und können nicht zur Schule zu gehen.
 Sie werden geschlagen, zur Arbeit angetrieben und streng bewacht. Mindestens die Hälfte von ihnen leiden unter Migräne, Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. Der Grund hierfür sind die Pestizide, die beim Kakao-Anbau reichlich eingesetzt werden.

Die Umweltorganisation Greenpeace stieß auf alarmierende Zustände. Sie berichtet von Zehnjährigen, die im Kakaogürtel der Elfenbeinküste durch die harte Arbeit wie müde Alte aussehen und unter Hautkrankheiten sowie schweren Verletzungen leiden, teils zugefügt von Arbeitgebern. Sie müssten ohne Schutzkleidung mit Macheten und Pestiziden hantieren, stundenlang unter sengender Hitze für Hungerlöhne arbeiten, würden teils aus Mali und Burkina Faso verschleppt und auf Plantagen eingesperrt, nur mit einem Minimum an Essen und Trinken. Ähnliche Zustände kennt man auch von den schon genannten Zuckerrohrplantagen in Mittel-und Südamerika, wo der zweite Schokoladengrundstoff herkommt, vor allem in den USA.

Genet at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], from Wikimedia Commons
Inneres der Kakao-Schote.
quelle:wikimedia

Einer der Kämpfer für die Kinder ist der Journalist und Dokumentarfilmer Miki Mistrati. Er reiste nach Afrika und beobachtete, wie Kinder über mehrere 100 Kilometer in die Gebiete des Kakaoanbaus verschleppt wurden und dort Schwerstarbeit auf den Plantagen verrichten mussten. Nachdem er in der Presse bekannt machte, dass Kindersklaverei zum Alltag auf den Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste gehörten, versuchten die großen Schokoladenhersteller wie Nestle, Mars oder Cargill  das schlechte Image zu verbessern und wieder das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen. Sie versprachen Schulen, medizinische Versorgung, Bildungsprogramme. So sollte das Leben der Kinder und der Bauern vor Ort erträglicher werden, damit wir in Deutschland Schokolade wieder ohne schlechtes Gewissen genießen können. Doch die Realität sieht anders aus. Wir sind ja weit weg von den Plantagen. Miki Mistrati wollte die wundersamen Programme der Schokoladen-Multis überprüfen. Doch er durfte in die Länder, die Kakao anpflanzen, nicht einreisen. Die Botschaft der Elfenbeinküste erteilt Visa für Reporter nur, wenn eine Einladung der Schokoladenindustrie vorliegt. Doch alle Schokoladenfirmen und Verbände verweigerten diese Einladung. Eine Allianz des Bösen, gefördert duch Korruption und politische Instabilität. Gefährlich ist die Recherche zudem: Ein Journalist ist bei seinen Nachforschungen unter ungeklärten Umstanden verschwunden. Mafiöse Zustände, also. Dennoch gelang es einem Fernsehteam, an die Elfenbeinküste zu reisen. Die investigative Dokumentation “Schmutzige Schokolade” von 2010 schaut einer Branche auf die Finger, die seit Jahrzehnten weiß, dass sie ein großes Imageproblem hat. Missbräuchliche Kinderarbeit sei unter keinen Umständen akzeptabel, so immer wieder ihr Versprechen an die Verbraucher. Viele Firmen verweisen auf ihre Zusammenarbeit mit Zertifizierern wie Rainforest Alliance und UTZ, deren Gütesiegel auf den Schokoprodukten dem Verbraucher mehr Sicherheit geben soll, Produkte aus Kinderarbeit zu vermeiden. Wie es aber tatsächlich vor Ort aussieht, das zeigt Miki Mistrati in seiner Dokumentation von 2010. Er konfrontiert Hersteller und Zertifizierer mit schockierenden Bildern.

Warum verbessert sich kaum etwas an diesen Zuständen?

Zuviele können profitieren: Schon der Kinderhandel ist lukrativ. Der Schlepper oder Sklavenhändler verdient, wie schon erwähnt, pro Kind ca. 200-300 € (***siehe Zusatz). Minderjährige wurden, zum Teil mit falschen Versprechungen aus den bitterarmen Nachbarländern Mali und Burkina Faso in die produzierenden Länder gelockt oder zum Teil aber auch einfach entführt. Das Kinderhilfswerk Unicef schätzt, dass jährlich 200.000 Minderjährige allein in Westafrika verschleppt werden, um als billige Arbeitskräfte zu dienen, und die internationale Arbeitsorganisation ILO vermutet, dass in ganz Afrika 30 Millionen Mädchen und Jungen unter 14 Jahren zum Arbeiten gezwungen werden. In den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste sind Kindersklaven besonders begehrt.

Kako-Baum (ein Sterkuliengewächs) mit den direkt den Ästen entspringenden Schoten.
Kakao-Baum (ein Sterkuliengewächs)
mit den direkt den Ästen entspringenden
Schoten. quelle wikimedia.

Ein westafrikanischer Kleinbauer, der seine eigenen Kinder ausbeuten muss, verdient mit seiner Jahresernte an Kakao nach Angaben des Vereins Transfair nur etwa 150 Euro im Jahr. Hinzu kommen die stark schwankenden Weltmarktpreise: In den vergangenen zehn Jahren zahlten die Abnehmer in Europa oder den USA mal 800 Dollar pro Tonne, mal aber auch 3700 Dollar. Derzeit liegt der Preis bei 2700 Dollar. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Kinderarbeit und Sklaverei weiterhin eine Chance haben bei der Kakaoproduktion, denn ohne billigste Arbeitskräfte ließen sich niedrige Endverbraucherpreise nicht halten.

Der Käufer der Schokoladentafel oder des Kakaogetränks im Supermarkt weiß freilich immer noch zu wenig von den Produktionsbedingungen. Als der britische Fernsehsender Channel 4 im Herbst 2000 eine Dokumentation über die “chocolate slaves” ausstrahlte, war die Überraschung und die Empörung groß. Britische Schokoladenhersteller verpflichteten sich daraufhin, bis spätestens Juli 2005 keinen Rohkakao mehr zu kaufen, bei dessen Herstellung Kinderarbeit im Spiel sei. Das Ziel wurde freilich verfehlt, man wollte es bis 2009 erreicht haben, aber wie die Doku “Dark Side of Chocolade” von 2010 zeigt, hat sich nicht viel verbessert.  Wer also sichergehen will, ist weiterhin auf Schokolade aus fairem Handel angewiesen, die inzwischen von mehreren Einzelhandels-Organisationen vertrieben wird. Dennoch, auch die großen Hersteller beginnen unter dem Druck der Öffentlichkeit, ihre Verantwortung anzunehmen. Man setzt, wie der Schweizer Konzern Barry Callebaut, verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Musterfarmen in Ghana, wo die Bauern immerhin 70 Prozent des Weltmarktpreises bekommen. Zum Markenportfolio der Schweizer gehört auch Sarotti, und natürlich wäre es der Marke nicht zuträglich, würde sich der berühmte “Sarotti-Mohr” als geprügelter und geknechteter Kindersklave entpuppen.

Schokolade is(s)t in aller Munde, doch die meisten Menschen denken nicht darüber nach, unter welch unzarten Bedingungen die Inhaltsstoffe ihrer lila Kuh-Tafel oder des Power-Schokoriegels eigentlich gewonnen werden. Denn gerade bei konventionellen Industriewaren – anders, als es einem die Werbung mit Handarbeit unter Verwendung bester Zutaten suggerieren soll – bedeutet dies, dass alles, was in so einer Schokolade steckt, unter maximalen Kostensenkungskriterien hergestellt wird.

Selbst die versprochene Alpenmilch kommt von Kühen, die in Massentierhaltung aufwachsen und durch entsprechendes Kraftfutter (wieder aus der dritten Welt, oder möglicherweise gar “pfui Teufel-” aus Genmais? ) zur maximalen Leistung angetrieben werden – Profitmaximierung! Der Begriff ist ohnehin nicht geschützt, und kommt das Freihandelsabkommen mit den USA wird solcher Etikettenschwindel noch mehr um sich greifen. Das gleiche gilt auch für die restlichen Ingredenzien. Soweit sie auf Feldern angebaut werden, werden auch sie mit Pestiziden beaufschlagt. All das ist zwar gesetzlich erlaubt, aber es gibt Einem doch zu denken. Billige Schokolade enthält ausserdem noch zuviel Zucker, künstliche Aromen und ist daher auch vom Genusserlebnis als minderwertig anzusehen !!

Und trotzdem rennen viele zum Discounter und freuen sich, wenn sie wieder billigste Schokolade im Regal sehen!!! Warum müssen es immer Unmengen sein ? Qualität vor Quantität – weg vom amerikanischen “Super Size Me!”. Zu fett sind wir doch sowieso schon.

Was können wir als Verbraucher tun? Entscheidung leicht gemacht?

Einkaufen wird immer komplizierter. Für viele Kunden ist es nicht klar ersichtlich, welche Zutaten wirklich im Produkt stecken, woher sie kommen, welchen Anteil sie haben, usw. Eine klare Kennzeichnungspflicht besteht ja nicht immer.  Deshalb wurden Siegel (Labels) entwickelt, die für soziale und teilweise auch ökologische Mindeststandards stehen. Die Einhaltung der Standards wird, nach Angaben der Organisationen die sie vergeben, überwacht. (Wie auch immer: Da ich selbst im QM-Business tätig bin, weiss ich wie stark der Drang zur Schönfärberei ist, und wie schwierig aufzudecken). Dazu kommt mittlerweile auch eine gewisse Werbewirksamkeit der Fair-und Öko-Zerts.

schoko

Selbermachen: Schokoknusperlis aus fairen Bio-Zutaten

Fairtrade” ist eines der bekanntesten Siegel: Im Jahr 2012 lag der Umsatz in Deutschland mit Fairtrade-Produkten bei rund 533 Millionen Euro. “Fairtrade” will durch etwas höhere Preise für die Rohstoffe die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bauern verbessern.

GEPA – The Fair Trade Company” ist ein großer Importeur fair gehandelter Lebensmittel aus den südlichen Ländern. Es ist ein Siegel mit hohen Anforderungen für die Hersteller, häufig auch BIO-Qualität.

UTZ Certified” garantiert nach eigenen Angaben: nachhaltigen Landbau und bessere wirtschaftliche Bedingungen für die Bauern. Das UTZ-Programm ermöglicht den Bauern, bessere Anbaumethoden zu erlernen, ihre Arbeits-bedingungen zu optimieren und besser für ihre Kinder und die Umwelt zu sorgen.

Rainforest Alliance” verspricht nachhaltige Anbaumethoden. Dabei geht es neben besseren Arbeitsweisen und mehr Arbeitssicherheit auch um Umweltschutz, soziale Gleichstellung und bessere ökonomische Bedingungen für die Bauern.

Die Organisation “Sourcetrust” in Ghana überwacht zum Beispiel für die Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli. Der Kakao von Sourcetrust lässt sich bis ins einzelne Dorf zurückverfolgen.

Flo-Cert” ist eine unabhängige Organisation in Deutschland, die für Fairtrade-Farmen inspiziert und zertifiziert. Flo-Cert leistet Gewähr dafür, dass Hersteller und Händler internationale Standards des fairen Handels einhalten.

Manche reden von Konsumverweigerung wie beim früheren Apartheits-Südafrika.

Doch Vorsicht: Ein Boykott will gut überlegt sein. Wenn etwa keiner mehr Schokolade von der Elfenbeinküste kauft, stehen die Kleinbauern ohne Einnahmen da. Nicht den Sack schlagen, wenn man den Esel treffen will.

Hinweis: Bitte schaut Euch diese Webseite an, wenn Ihr nicht schon die Links verfolgt habt:

  • www.thedarksideofchocolate.org
  • Die katastrophalen Zustände, unter denen die meisten Kinder arbeiten müssen, sind schon seit Jahren bekannt und wurden sowohl im Internet als auch durch den Fernsehsender ARD veröffentlicht. Besonders jetzt, in der vom Aufruf zu mehr Achtsamkeit geprägten Fastenzeit, möchte ich daher intensiv auf das himmelschreiende Unrecht hinweisen, das die ARD zuletzt in ihrer Dokumentation Schmutzige Schokolade (Dark Side of Chokolade) aufgezeigt hat.
  • Der Film ist noch in der Mediathek.
  • Wer diesen Bericht gesehen hat, kann nicht mehr guten Gewissens Schokolade essen.

***Zusatz, gefunden im WWW:

Kakaoernte mit tausenden Kindersklaven

Eine Form der sogenannten ethnischen Sklaverei existiert im Sudan und in Mauretanien. Dort betrachtet eine arabische Herrschaftsschicht die schwarzafrikanische Bevölkerung als Eigentum. Bereits fünf mal hat Mauretanien Sklaverei per Gesetz verboten – das letzte Mal 2007. Geändert hat dies nichts. Vermutlich 600.000 Sklaven, 20 Prozent der Bevölkerung, sind weiter der Willkür ihrer Besitzer ausgeliefert. Sklavenhändler verschleppen Kinder in Westafrika und verkaufen sie zum Stückpreis von 30 bis 300 Dollar an die Kakaoplantagen der Elfenbeinküste.

In einem weiteren Bericht ist zu lesen:

Rund 35 Prozent der weltweiten Kakaoernte wird dort produziert – mit Hilfe zehntausender Kindersklaven. Die Sklaverei erlebt im Zeitalter der Globalisierung eine neue Blüte. Das Volumen des Menschenhandels hat sich seit Mitte der 1990er Jahre weltweit vervierfacht. Am Berliner Institut für Menschenrechte weiß man, dass dies nicht nur ein Problem ferner Armutsregionen ist. “Wir haben Sklaverei oder Sklaverei ähnliche Zustände 2011 auch in Deutschland. Wir haben ein ganz breites Spektrum an Arbeitsausbeutungen und am Ende dieses Spektrums stehen die Sklaverei ähnlichen Verhältnisse,“ so Heike Rabe vom Projekt “Zwangsarbeit heute”.

Wir reden immer davon, dass wir moderne Menschen zivilisierter seien als unsere Altvorderen. Wo bitte? Wenn es uns ungestraft möglich ist, scheinen wir noch in der Sklavenwirtschaft der Antike festzustecken! Oder ist dies schon die vielbeschworene Gesellschaft von Morgen, wo nur noch der Kommerz zählt, wo es arbeitsbienenartige Untermenschen gibt. Dies erinnert mich an die sozialdarwinistischen Ansichten des Kolonialzeitalters, oder seines Möchte-Gern Nachfolgers, den Nationalsozialisten.  Oh Schreck! Liegen diese Grausamkeiten  wirklich in der  Vergangenheit oder stellen sie schon wieder die gruselige Zukunft dar??!!

Denkt man an die Produktionsbedingungen beim Elektronikhersteller FOXCOM oder der Textilindustrie in China, Thailand oder Indien, wo Produkte für uns billigst unter ebenfalls Sklaverei-ähnlichen Arbeitsbedingungen hergestellt werden, um bei uns wiederum billig, aber immer noch mit gewaltigen Gewinnen verkauft werden:  Die Globalisierung des  postindustriellen Zeitalters ist wohl wirklich nur als neoliberale Fortsetzung des Kolonialismus zu sehen. East India Trading Company, holländische Handelskompagnie oder schweizerische Lebensmittel-Multis und die Zuckerbarone aus den USA, wo ist der Fortschritt, wo der Unterschied? Wohl nur, dass man die Ausbeuterei mit moderner Technik und schnelleren Transportwegen noch effizienter betreiben kann. Dass man auch die Waffen sprechen lässt, wenn die Pfründe gefährdet sind, wurde auch schon längst bewiesen – nur heute lässt man die Ausgebeuteten gleich auch die Stellvertreterkriege führen. Dann spart man die Kosten für die Truppen und verdient mit den Rüstungsgütern gleich noch mal.

O Brave New World – that has such people in it!

(nicht nach Shakespeare, sondern nach Huxley!)

Quellen: Wikipedia, TV-Doku (ARD-Mediathek) und aktuelle Tagespresse

Ein Nachtrag: Auch bei uns läuft was falsch – die eigene Bevölkerung wird zusehends auf Hartz IV Niveau herabgewürdigt oder in Zeitarbeitsvertägen zu Dumpinglöhnen geknebelt. Dazu holt man dann noch millionenfach Wirtschaftsmigranten (keine Flüchtlinge) ins Land, um die Situation zu verschärfen, künstliche Verknappungen zu erzeugen. Auch schon fast wie im Kolonialismus – oder wie zu Dickens Zeiten! Einige wenige gewinnen schamlos und skandalös an der Not, der Rest wird in einer abhanden gekommenen Demokratie mundtot gemacht oder wirtschaftlich ruiniert. Die Ausplünderung unserer Sozialsysteme durch Import von Beziehern wird die Gesellschaft endgültig entsolidarisieren – auch das ist eine geplante Entwicklung. Solange die Mehrheit sich gegenseitig zerfleischt und um die letzten Almosen wie Hunde kämpft, können Superreiche ungestört ihren Machenschaften nachgehen. Der Globus gehört ihnen sowieso schon. Unangefochten? Das liegt an uns – noch. Nur eine starke Mittelschicht, das hat die Geschichte uns gezeigt steht für bürgerliche Freiheit und Wohlstand für viele – und für Widerstand gegen Despoten (frz. oder amerikanische Revolution). Deshalb soll sie jetzt vernichtet werden. Aber – aus ihrer Mitte kamen auch die ehemaligen Gründer und Innovatoren, die Nobelpreisträger und Genies – oder habt Ihr schon was in dieser Hinsicht von den Abkömmlingen von Multimilliardären gehört – wohl eher nicht.

Posted by on Dezember 6th, 2016 Kommentare deaktiviert

Quergecheckt: Was macht eigentlich … ein Schamane

Berufung zum Schamanen

Schamane – Wissender – Heiler – Stammesführer

Teil I: Wie man zum Schamanen wird 

Die Berufung zum Schamanen hat eine interessante Parallele zu den Erweckungserlebnissen katholischer Heiliger, vor allem der grossen Mystiker: Franziskus mit seinen Stigmata , Antonius mit einer schizoiden Krise in seiner Wüsteneinsamkeit, Bernadette Soubirous mit ihrem extremen körperlichen Leiden. Auch die Erzählung vom Jonas im Walfischbauch gehört in dieses Umfeld.

Dann endet aber der Vergleich: Um Schamane zu werden, bedarf es ebenfalls eines Berufungserlebnisses – dann aber einer regelrechten Lehrzeit bei einem erfahrenen Schamanen-Lehrer und einer Initiation, quasi der Abschlussprüfung. Wie schon ausgeführt, oft muss ein angehender Schamane eine schwere „schamanische Krankheit“ überleben.
Dies wird als dann als seine Berufung angesehen, nicht die Krankheit, sondern die Fähigkeit zur Gesundung (Überwindung). Dies ist eine klare Widerlegung der psychopathologischen Interpretation von Schmananentum als psychotische Episode, wie die alte Ansicht von der sogenannten “arktischen Hysterie” !! Diese schamanische Krise birgt bereits Gefahren: Widersetzt sich der Auserwählte, kann er sterben oder zumindest geistige und körperlich schwere Schäden erleiden. Die Initiation, entweder schon die der Berufung oder aber die vor der Einsetzung als tatsächlich praktizierender Schamane, wird von dem Betroffenen oft so erlebt, dass er zerstückelt oder gefressen wird, analog dem schon erwähnten Jonas der biblischen Erzählung. Interessanterweise: Auch Jonas musste leiden, weil er sich seinem Ruf widersetzte. Grundlegend ist aber jedenfalls, dass der Erwählte einen drastischen symbolischen Tod erleidet, auf den eine Neugeburt als Schamane folgt.

Wenn er seine Berufung akzeptiert, übernimmt er eine schwere Bürde:

Dass das Wort Schamane „der Wissende“ oder „der Weise“ bedeutet, ist kein Zufall.
Dieser Beruf erfordert überlegene Intelligenz, ein weitreichendes Wissen und eine enorme Beobachtungsgabe. Ethnologen und sogar Missionare rühmten immer wieder die Selbstdisziplin, Konzentrationskraft und Klugheit der Schamanen. Außerdem braucht ein Schamane schauspielerische, rhetorische und musikalische Fähigkeiten. Seiner Praxis ging eine jahrelange Ausbildung mit Aneignung der Wissens über Traditionen, Heilmittel, Riten, Mythen voraus.
Dort erlernte er auch das Beherrschen der Gesänge und Musikstücke in oraler Überlieferung (Auswendiglernen und Anschauung).
Obwohl sie zweifellos mediale Veranlagung*** besitzen:

  • Schamanen sind ausgesprochene Pragmatiker, keine aufgestiegen Meister oder mystischen Gurus !

Denn sie tragen viel Verantwortung, unter Umständen hängt die Fortexistenz des Stammes von ihnen ab. Deshalb ist es kein Wunder, dass selbst in intakten schamanischen Kulturen Tricks und Täuschungen an der Tagesordnung sind. Das braucht kein Betrug zu sein, denn eine meditative Trance gibt für die Zuschauer nun einmal wenig her. Die „Show“ gehört deshalb bei vielen Schamanen dazu. Der Schamane – auch ein hervorragender Mentalist.
In einigen Fällen haben diese Tricks durchaus ihren therapeutischen Wert, wenn z. B. ein vorgeblich aus dem Körper des Patienten „ausgesaugtes“ Greifvogelgewölle als Krankheitsgeist ausgegeben wird. Das Gewölle erleichtert dem Patienten, sich den Heilungsvorgang vorzustellen, was auf psychosomatischen Weg die Heilung fördert. In dieserm Kontext ist auch die sogenannte Geist(er)chirurgie, welche oft zu Misinterpretationen geführt hat und die besonders auf den Philippinen praktiziert wird, zu sehen.
Schamanisches Heilen hat viel mit mit geschickt eingesetzten Placeboeffekten zu tun. Ritual und Psychodrama sind sehr mächtige Helfer bei der Heilung.

Ein bisschen Vorgeplänkel: Feuer und Schamanismus – unzertrennlich und verbündet.

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Fire-Spirit: In vielen Völkern waren Schamanen oft auch Schmiede.
Einige Etymologen glauben das der Ursprung des Wortes Schamane
nicht mit blossem Wissen sondern mit “Wissen um das Feuer”zusammenhängt.
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Der Schmied- ein heiliger oder magischer  Beruf? Bei den Kelten jedenfalls. Heil- und Schmiedekunst wurden oft in Personalunion ausgeführt. Die Göttin Brigid wachte über das Vieh, das Schmiedefeuer und die Heilkunde.  Schmiede hatten von jeher etwas mit den Wandlungsprozessen der Materie zu tun, da sie auch die Metallschmelze beherrschten, um dem Erz den kostbaren Stoff abzuringen.  Auch die Alchemie entstammt der Schmiedekunst. Es fällt auf, dass beim Schamanisieren in unseren nördlichen Breiten, Sibirien oder Lappland etwa, oft mit Bärlappsamen regelrechte Feuershows produziert werden,. Dasselbe wird auch erreicht mit dem Spucken von Alkohol in die Flammen. Besonders beim Voodoo-Ritual gehört dieses atropopäische Speien mit oder ohne Flammen zum Exorzier- oder Purgierritual. Alkohol an sich steht schon für das Element Feuer. Der Funkenregen der Bärlapp-Sporen galt ebenfalls als schutzmagisch und das urtümliche Gewächs war daher eine der heiligsten Pflanzen der Kelten.

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Holy Smoke ©scrano 2014

Räuchern gehört ebenfalls zum Handwerk: Fast jedes Ritual wird von Zeremonien begleitet in denen durch Feuer die magische Kraft von Pflanzen freigesetzt wird. Der Spirit, Deva oder das Göttliche steigt im Rauch auf und wird als Form der Anrufung in den Äther geschickt. Räuchern dient den Elementen Feuer und Luft, es wird zur Reinigung, zum Schutz und direkt zum Heilen eingesetzt. Es stellt eine Verbindung zur Welt der Geister her, es ist eine Art Toröffner. Mehr zu diesem Thema gibt es ausserdem in meinen Vorträgen zum Thema: “Spirituelle Ekstase und Schamanismus in Europa”.

Weiter im nächsten Teil “Was macht eine Schamanische Reise aus? – lasst Euch überraschen …

Da werde ich auch Techniken erläutern, wie man selbst eine solche Erfahrung machen kann, es ist nämlich kein mystisches Hexenwerk dabei.

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Ayahuasca Visionen: Bunt und nicht immer lustig.
Santo Daime ©scrano 2013

 

***Es ist dies vor allem eine extrem ausgeprägte Empathie und die Fähigkeit zur Intuition oder lateralem Denken.

 

Posted by on November 26th, 2016 2 Comments

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt Esslingen – Erste Impressionen

Beste Besen - vom Esslinger Mittelaltermarkt

Beste Besen – vom Esslinger Mittelaltermarkt.
Auch für die Walpurgisnacht …!

Wir gehen zum Esslinger Weihnachtsmarkt meistens Sonntag früh, vor 11:00 Uhr, da ist nicht so viel los und bekommt noch einen Parkplatz. OK, Stimmung und Programm sind abends besser, aber wegen der Feuerstellen-Beleuchtung kann man dann schlecht Bilder machen, und das Geschiebe ist etwas nervig. Unsere Hauptanlaufstelle ist der Hafenmarkt, da hier ein sehr schönes und einigermassen authentisches Stand-Ensemble aufgebaut ist. Es gibt einen Kerzenmacher mit grosser Auswahl an Duftkerzen und Bienenwachslichtern, wobei man auch bei den bunten Kerzen viele mit natürlichen Rohstoffen statt Paraffin finden kann. Interessant: Gothik – oder Blutkerzen, innen rot aussen schwarz. Nein – die sind nicht für Satanisten sondern werden eher bei Heilritualen verwendet. Man denke an die schwarzen Gewitterkerzen im erzkatholischen Voralpenland. Ein Stand voller Zaubertränke in Alchemistenflaschen ist auch vorhanden: Met mit Fruchtzusätzen in allen Varianten.

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Unser Fressplätzchen!

Sehr gut tut auch eine Stärkung bei der Schlemerey: Ob Hirschgulasch mit Spätzle oder Entenkeule mit selbstgebackenem Dinkelbrot, alles ist sehr lecker. Auch die vegetarischen Teigfladen. Die Zutaten sind BIO-Ware und es gibt kein Plastik-Geschirr. Wer lieber eine Bratwurst will, kommt auch zum Zuge: Gleich nebenan steht der Grill mit der Meterwurst.

arabzelt

Karawanserei-Atmosphäre wie in Samarkand.
Ein angenehmer Zwischenstopp zum Aufwäremn.

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Im Inneren der Karawanserei: Gemütlichkeit für müde Füsse.
Orientalisches Kaffeee-Zelt.

Aufwärmen kann man sich entweder beim heissen Met und Glühwein oder wenn es sehr kalt ist,  dieses Jahr gibts wahrscheinlich wieder Schmuddelwetter, im beheizten Kaffe- und Schokoladen-Zelt. Hier fühlt man sich wie in einer Karawanserei an der Seidenstrasse: Man ruht auf Kissen und erhält heissen Mokka und andere Spezialitäten. Wir decken uns vorher bei einem Stand ein, der Leckerien des Orients verkauft: Persisches Gebäck, Lokum oder Eunuchenkuchen … Da hat man gleich was Passendes zum Heissgetränk.

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Mittelalter-Badefreuden – wer’s wagt …

Lustig ist auch das Badhaus, in dem mutige Besucher Mittelalterwellness geboten bekommen. Zentrale Anlaufstelle des Hafenmarkts ist der Gasthof “Coq Sauvage”, Zum wilden Gockel, der jedes Jahr wieder ganz aus Holz aufgebaut wird.

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Au Coq Sauvage – urige Taverne am Hafenmarkt.
Zum Wilden Gockel …

Daneben findet Ihr auch einen Schmied, Besenmacher, Schmuck und Lederwaren, Larp-Artikel und Bekleidung, Räucherwerk, Gewürze, allerlei Handwerkskunst und vieles mehr, fast wie im richtigen Mittelalter. Es kommen auch immer mehr Besucher in Gewandung, das verleiht ein wenig zusätzliches Flair. Voriges Jahr gab es z.B. Pilger und Templer. Viele Re-Enactment Gruppen und Vereine zeigen ihre Kostüme als Edelleute, fahrende Ärzte, Ritterfräulein, Kräuterfrau und Spielleute. Letztere sind meistens echte Musikanten, die im Verlauf des Veranstaltungsprogramms ihre Auftritte auf den verschiedenen Bühnen des Marktes haben.

riesenrad

Mittelalterliches Fahrgeschäft für Kinder: Handkurbel-Riesenrad.
Daneben gibt es auch noch Bogenschiessen und Kegeln.

Besonders am Abend gibt fast durchgängig Bühnenshows oder zauberhafte Umzüge mit Stelzenläufern in fantastischen Kostümen: Pan oder Faunus, Schmetterling oder Elfe …

rathaus

Esslinger Rathaus aus der Renaissance mit interessanter astronomischer Spieluhr.
Sie ist noch in Betrieb und bietet zur vollen Stunde ihren Figurentanz.
Sie zeigt neben Stunden und Minuten auch Mondphasen, Mondhäuser
und Mondknoten an. Ausserdem noch Sonne und Mond in den Tierkreiszeichen.
Temperantia und Justitia wachen über die Wochentage.
Diese sind als astrologische Allegorien gestaltet: Luna=Montag, Mars=Dienstag etc.

Esslingen ist als Kulisse für einen Weihnachtsmarkt sehr schön, da es einen intakten historischen Stadtkern besitzt, besonders rund um Rathaus und Stadtkirche St.Dionys. Auf dem Rathausplatz steht die Hauptbühne für die unterschiedlichen Musik-oder Theaterdarbietungen. Dort ist auch der turbulentere Teil des Marktgeschehens samt Kinder-Zwergenland, Märchenzelt und einer grossen Vielfalt weiterer Fress-, Sauf- und Verkaufsstände angesiedelt. Auf dem Platz vor dem Dom gibt es noch einen weiteren historischen Weihnachtsmarkt, mit erzgebirgischer Handwerkskunst und traditionellem Weihnachtsschmuck. Hier kaufen wir jedes Jahr unseren Christ-Stollen vom Stand einer Dresdner Bäckerin.

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Esslingen Altstadt mit St.Dionys (6.-14.Jhd).

Das Künstler-Programm und weitere Impressionen gibt es hier zum Download. Schöner ist es natürlich mit Schnee. Marktzeit ist auch dieses Jahr bis 22.12. 2016. Der Fackelzug zur Burg und eine imposante Feuershow am letzten Abend beschliessen wie immer, die Markt-Saison.

 

Posted by on November 23rd, 2016 Kommentare deaktiviert

Auf der roten Liste: Der Schamane – eine gefährdete Spezies?

SB_-_Altay_shaman_with_drum wikimedia commons

Altai-Schamanin: Quelle:wiki

Schamanische Rituale in der Moderne, blosse Touristenfolklore und Alles, ausser authentisch ??? Nein, es gibt echtes Schamanentum tatsächlich …. noch.

Der Schamanismus gilt als älteste Religion der Welt und seine Spuren lassen sich bis in die früheste Steinzeit zurückverfolgen. Im Laufe der Jahrtausende hat er verschiedene Formen angenommen, die so vielfältig sind wie die Kulturen dieser Erde – und gerade jetzt, in unserer modernen Zeit erlebt er eine Renaissance. Welchen Reiz übt heute eine archaische Weltanschauung aus, die auf uralten Ekstasetechniken beruht, die es dem Schamanen erlauben, in andere Welten zu reisen, um dort von Göttern und Geistern Wissen, Weisheit oder Heilung zu erlangen?

Gibt es jene Anderswelten wirklich oder beschreiten Schamanen lediglich einen Weg in innere Räume des Bewusstseins? Öko- und Ethnospiritualität steht hoch im Kurs – inklusive Risiken und  Nebenwirkungen ! Durch unkritische NewAge Anhänger vereinnahmt und leider meistens verfälscht ist gerade der Schamanismus als Weltkulturgut in Gefahr verramscht zu werden, oder zu Touristenkitsch zu verkommen:

  • Pauschaltourismus in die Geisterwelt – Schamane an einem Wochenende !
  • Als quasi-Animationsangebot – Spiri-tainment!
  • Die Anderswelt ein spirituelles Disneyland ?
  • Oder es werden gefährliche Praktiken mit psychedelischen Drogen vermittelt !

Mit Carlos Castaneda‘s umstrittenen Werken fing es an: in den 70er Jahren, befeuert von Timothy Leary’s LSD Experimenten, und gerade nachdem Mircea Eliade sein Buch über archaische, religiöse  Ekstasetechniken herausgebracht hatte. Seitdem rollt die Ethnopsychedelic-Welle im Nachzug der Hippiebewegung ungebremst bis heute. Dabei galt Schamanismus als psychische Krankheit oder Form der Epilepsie bis Mitte des 20. Jhd. und wurde als “Arktische Hysterie” bezeichnet. Erst der zuvor genannte Religionshistoriker und Anthropologe Mircea Eliade rehabilitierte ihn als authentische vollwertige Form der Religion und Medizin. Den Religionscharakter versucht man gegenwärtig wieder zu relativieren und spricht von Naturphilosophie etc. Dann wäre aber der Buddhismus auch nicht Religion zu nennen. Ausserdem enthalten viele  der antiken und auch der modernen Mainstream-Religionen einen Kern an schamanischen Vorstellungswelten. Doch nicht zuletzt die Funktion des Schamanen als Heiler fasziniert uns: Gerade im medizinischen Bereich finden Ethnobotaniker und Pharmakologen erstaunliche Schätze im pflanzlichen Arzneiwissen der Schamanen, aber hier droht Ausbeutung durch Pharamakonzerne, die das Pflanzenwissen der Naturvölker vor allem des Amazonasgebiets abgreifen um es dann zu patentieren.

Woher rührt aber das steigende Interesse, mit einer enormen Breitenwirkung, an religiösen und medizinischen Praktiken sogenannnter Naturvölker in der westlich-aufgeklärten Welt:

Ist es die Fragwürdigkeit von Machbarkeit um jeden Preis, die beklagte Entfremdung von der Natur – ihre befürchtete Zerstörung? Zu starke Technisierung, zu viel Wissenschaft? Nun gerade bei letzterer herrscht in der Rezeption durch die Allgemeinheit immer noch eine Sichtweise aus dem späten 19. Jhd. vor: Der andauernde Vorwurf des Reduktionismus ist vor allem in der modernen Physik nicht haltbar. Und was heisst hier modern, dieser Begriff ist schon auf die Göttinger Goldene Epoche des Born’schen Seminars der 1920iger Jahre anzuwenden. Das liegt vielleicht auch am lautstarken Ego-Posieren vieler der selbsternannten Skeptiker, deren Weltbild wirklich noch bei Descartes hängengeblieben ist.

  • Die moderne Wissenschaft ist vielleicht mystischer als Sie glauben.
  • Der Abschied vom cartesischen Weltbild mit seiner strikten Geist- Materie Trennung ist in etlichen Disziplinen schon erfolgt: Physik, Kybernetik, Neurowissenschaften etc.

Als Auslöser solcher archaischer Sehnsüchte ist wohl überwiegend die “Spirituelle Verarmung” zu nennen: Z.B das Fehlen von Psychodrama und ansprechenden Ritualen in den Mainstream-Religionen. Oder es werden immer noch angestaubte, entwicklungshemmende Dogmen verbreitet. Man denke nur an den  letzten Vorstoss des Papstes zur Erneuerung der Sexualmoral und des Verständnisses von Ehe und Familie: Über 70% der Geriatrie-Kleriker alias Kardinalskurie will an den alten Zöpfen festhalten.

Reiseführer

Reiseführer Schmetterling …eine Analogie zum Pluto-Prinzip.
Spirit Guide ©scrano 2013

An der verständlichen Sehnsucht nach mehr Unmittelbarkeit in der Spiritualität oder mehr Rückverbindung zur Natur ist eigentlich nichts Falsches,  und die schamanische Weltsicht der beseelten Natur kann uns neuen Respekt und achtsameren Umgang lehren. Das Verführerische an der  ”Schamanischen Erfahrung”  oder was man dafür hält, ist zudem die als kulturübergreifend verstandene und schlichte Ritualistik, die zu scheinbar schnellen Erfolgen führt. Vor allem der überstrapazierte Begriff des sogenannten “Core-Schamanismus” hat hier für viel Verwirrung gesorgt und wegen des Hypes, der darum entstanden ist, auch Menschen angezogen, die nicht das Seelenheil ihrer Klienten im Sinne hatten, sondern nur das schnelle Geld. Was muss man da nicht für unsinnige und teilweise gefährliche Angebote vor allem diversen Internetauftritten entnehmen! Darüber hinaus hat Harner, ein Anthropologe, dem wir die Theorie des “Core-Schamanismus” verdanken, bei allen Versuchen daraus eine Heilmethode für uns postindustrielle Wesen herauszudestillieren, nicht bedacht, dass so etwas nicht mit Verfahren der Lehrbuchpsychologie zu vergleichen ist.

Was nützt die beste aus vergleichenden Analysen hergeleitete Methodik, wenn einem die innere Landkarte der spirituellen Welt längst abhanden gekommen ist ? Die Anderswelt ist nicht die Spielwiese einer Fantasiereise, mit der diese Thematik oft verwechselt wird.

Auch Archetypen wollen interpretiert werden, auch der Schamane muss bei seinen “Reisen” navigieren. Dazu dienen Mythen, Überlieferungen und Märchen, die in jeder noch lebendigen schamanischen Kultur zentrale Elemente sind, und auch eine Grundlage des Wertesystems liefern.

Gerade hier liegt das Problem: Wie einheimische Nahrungsmittel und Heilpflanzen oft für uns besser verträglich sind als eingeführte, so ist das auch mit Mythologie: Sie entwickelt sich ebenfalls in Co-Evolution des Menschen mit seiner Umwelt. Mythen fremder Völker vermitteln uns nicht unbedingt die Vorstellungswelt, die man braucht, damit man erfolgreich in Anderswelten reisen kann. Eine reine Trance kann man sich relativ einfach verpassen. Dazu reicht schon eintönige Arbeit, mit einer körperliche Tätigkeit, die sich ständig wiederholt.

Wenn man sich schon auf schamanische oder andere religiös untermauerte naturmedizinische Verfahren einlassen will, sollte man doch eine gewisse eigene Grundlage mitbringen. Daher wäre es wohl vernünftiger, hier nicht  bei exotischen Völkern sein Heil zu suchen, sondern zuerst nach seinen eigene Wurzeln zu graben. Es ist leider nicht ganz leicht zu den eigenen naturreligiösen Ursprüngen zu gelangen. Dafür haben Romanisierung, Christianisierung, Völkerwanderungswirren, Radikalaufklärung und romantisierende Rezeptionen durch nationalistische Kreise (Wagner, Ariosophie etc.) und zuletzt noch die Nazis gesorgt.

Totem: Ahnengeister und Masken,
ein Accessoire des Schamanen.

Man durfte als Archäologe bis vor gar nicht so langer Zeit das Wort Kelte oder – oh Schreck, Germane gar nicht mehr in den Mund nehmen ohne gleich in die “Braune Abteilung” verlegt zu werden, oder seiner Karriere einen dauerhaften Knick zu bescheren. Ein paar dieser Rudimente eines europäischen Schamanentums lassen sich durchaus auch finden. Seit Frazer’s “Der Goldene Zweig” haben sich schon viele Gelehrte daran versucht, unter ihnen Margaret Murray, die bekannte britische Ägyptologin, später auch der renommierte Historiker Carlo Ginzburg. Das Problem hierbei ist, nicht über das Ziel hinauszuschiessen. Andere bemühten sich gleich um regelrechte religiöse Wurzeln, einen alten, im Neolithikum verorteten Kult einer “Magna Mater”  und eines “Herrn der Tiere” wiederzubeleben. Hierher gehört Gerald Gardner mit seiner Wicca-Religion, die ebenfalls deutlich schamanistische Züge aufweist, zumindest was das Weltbild betrifft. Die  moderne Alternative wäre, sich neue Mythen zu schaffen, wie sehr dies gewünscht wird zeigt der Erfolg von Büchern wie Harry Potter oder Filmen wie “Herr der Ringe”. Sie könnten die benötigten inneren Bilder liefern, die mit unserer Psyche in Resonanz treten. Viele der beliebten Online-Rollenspiele, wie WoW, bedienen dieselben Sehnsüchte. Der Trend zu mehr mystischem Erleben und einer heilen Beziehung zur Natur existiert schon seit dem Ende des 19. Jhd. und er läuft ungebremst weiter. Anthroposophie, Wandervögel, Naturisten machten den nur den Anfang, Wellnessbewegung und der Esoterikboom folgten auf dem Fuss. Nach einem Intermezzo mit Ayurveda und Feng Shui sind wir jetzt in den virtuellen Welten von Second Life, Mind Technology und Technoheiden angelangt.

Keltischer Herr der Tiere: CernunnosQuelle: wiki

Keltischer Herr der Tiere: Cernunnos
Quelle: wiki

Auf jeden Fall hilft erst einmal mehr Achtsamkeit auf Kulturinhalte der eigenen Vergangenheit bei der Orientierung im Dschungel der mythenbewegten Imagination. Gestützt von solidem Wissen, fällt es leichter, sich in der Welt der Archetypen und der eigenen Psyche zurechtzufinden, statt auf bunt zusammengewürfelte Folklore, aus exotischen Ländern oder direkt frei erfunden, hereinzufallen.

Gerade bei den angeblich authentischen Praktiken fremder Ethnien wird oft hanebüchener Unsinn vermarktet. Da gibt es: Selbsternannte Schamanen, kulturellen Diebstahl bei indigenen Völkern, vor allem bei den nordamerikanischen Indianern. Ironischerweise kommt dabei oft nur Indianerfolklore vom Karl May Typus des “edlen Wilden” heraus.

Alles nur "Schall und Rauch" oder "Sound and Vosion", wie der sehr Okkultismus-erfahrene David Bowie es ausdrückte.

Alles nur “Schall und Rauch” oder “Sound and Vision” ?
wie der sehr okkultismus-erfahrene David Bowie es ausdrückte.
Luft-Elemental, scrano 2013

Ausserdem haben die Indianer der “Great Plains”, die oft als Vorbild herhalten müssen, nicht die angeblichen Heilverfahren, sondern eine schamanische Kultur eigener Prägung, die die wenigsten der mit dem “Core-Schamanismus” assoziierten Elemente enthält. Durch Heya-Heya Singen in einer Schwitzhütte wird man kein Indianer und ohne entsprechende spirituelle Vorbereitung kann man aus dem Ritual auch nichts mitnehmen. Allenfalls wird die übliche Konsumerwartung bedient. Dann hat man es aber auch nicht anders verdient. Vielleicht tun viele Heilssucher doch besser daran, ihren Eskapismus im World-Wide-Web auszutoben, das ist für die Freizeitschamanen auch ungefährlicher  als bei der Indianersauna eine Herzattacke oder bei der Ayahuasca-Session das bisschen Restverstand zu riskieren. Denn  da die tatsächliche Wirkung der “Seelenliane” keineswegs den übersteigerten Erwartungen der Eso-Konsumenten entspricht, mischen manche der selbsternannten Zauberdoktoren den ahnungslosen Spiritainment-Abenteurern harte Drogen in das “magische” Gebräu.

Das Internet, die neue, sichere Anderswelt ? Cyber- und Technoschamanen lassen grüssen. Aber wenigstens lassen die Anderswelt-Süchtigen dann die Einheimischen in Ruhe und gefährden sich nicht selbst.

Denn mittlerweile hat sich in den letzten Kulturen mit indigenem Schamanentum ein ernstzunehmendes Problem entwickelt. Angehörige solcher noch authentisch nach ihren Glaubensvorstellungen lebenden Volksgruppen fragen sich zunehmend: “Warum unsere Praktiken nicht selbst vermarkten ?” Gerade bei der anderen, von wildgewordenen Heils-Touristen bedrängten Kultur schamanischer Prägung, den Tuva des Altai, hat sich ein Trivialschamanismus herausgebildet, den man an die Eso-Touristen weiterverkaufen kann. Dort werden dann Harners Theorien verbreitet, die echten Wurzeln sind durch solcherlei Umtriebe durchaus gefährdet. Ähnliches gab es auch schon bei den Geist-Chirurgen der Philippinen, und diese Epidemie gewinnt an Boden, auch gerade in Mittel-und Südamerika.

Daher die berechtigte Frage: Wie lange wird es diesen Kulturschatz noch unverfälscht geben? Der Verlust wäre unverzeihlich.

 

 

Posted by on November 22nd, 2016 1 Comment

A Walk in The Park … Schwetzingen im Spätherbst

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Apollon’s Sonne wird jetzt immer schwächer.

Der letzte Parkbesuch in diesem Jahr um die freimaurerischen und rosenkreuzerischen Schöpfungen der Gartenarchitekten zu bewundern.

Während im blattlosen Zustand im Frühling, zur Zeit der Kirschblüte etwa, besonders die architektonischen Elemente in den Vordergrund treten, bewundert man  im Sommer und jetzt im Herbst die gekonnte Gestaltung des Ensembles in Verbindung mit den Pflanzen.

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Formaler Garten mit Arkaden und mythologischen Figuren

 

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Gartenmoschee mit herstbtlicher Umrahmung

 

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Zeitreise in goldenen Farben

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Geheimnisvolles Wasserschloss: Tempel des Poseidon

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Herbst-Reflektion

Alle Fotos ©beast666

Unter Umständen werden wir Ende November noch einmal herkommen, wenn es stimmungsvoll-schaurige Nebelfetzen gibt …

Letztes Jahr hat mir die spätherbstliche Park-Szenerie den Hintergrund für mein “Victorian Gothic” Bild Nightflowers geliefert.

Jetzt bietet der Schlosspark für viele Hochzeitspaare den stilvollen Rahmen für ihre Foto-Shootings. Manche feiern vielleicht auch gleich im Zirkelbau des Schlosses. Desöfteren kommen wohl auch LARP-Gruppen in sehr schöner zeitgenössischer Kostümierung in den Schlossgarten,  wenn man freundlich fragt, darf man den einen oder anderen dieser Geschichts-Enthusiasten vielleicht ablichten?

Weitere Infos über den Schlosspark und weitere Veranstaltungen gibt es bei Ambrosia.

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©kmygraphic

 

 

Posted by on November 15th, 2016 Kommentare deaktiviert

Düstere Zeiten: Apokalypse

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Nach der Apokalypse: Für Details bitte klicken … lol!
©scrano 2015

Filme zum Thema “Endzeit”

  • The Quiet Earth – der Beste !
  • 12 Monkeys (gleich Nr.2)
  • Zardoz
  • Mad Max Trilogie (besonders Teil III)
  • Terminator (I-IV)
  • The Day After
  • Postman
  • Waterworld
  • Planet der Affen – Reihe
  • Malevil
  • A Boy and his Dog
  • Cherry 2000
  • Das letzte Ufer
  • Der Tag an dem die Erde stillstand
  • Der Omega-Mann (ich mag zwar Heston nicht, aber die Thematik ist interessant)
  • Soylent Green (zum Darsteller s.o.)
  • Armageddon

Zombie-Bullshit, die Verfilmung von Videogames und ähnliche “Kunstwerke” sind nicht auf meiner Liste. Einige Filme sind sehr schwarze Satire oder Komödie, viele definitiv nichts für Kinder. FSK 16.

Natürlich stehen solche umstürzenden Ereignisse wie Kataklysmen, die ganze Spezies betreffen,  und die Zeit danach unter der Herrschaft von Pluto und Uranus. Neptun liefert dazu die passende Massenhysterie.

Hinterlassenschaften solcher Ereignisse findet man im Nördlinger Ries und im Steinheimer Becken, beides Meteor-Einsturzkrater, die in einem gekoppelten Ereignis vor 14.6 Millionen Jahren entstanden sind. Der Brocken war ein echter Killer: 1.5 km dick und von einem kleinen “Steinchen” begleitet, das bei Steinheim aufschlug. Beide Krater gehören gehören wegen der Gewalt des Aufpralls zum komplexen Typ, mit innerem Wall oder Zentralberg. Im Ries gibt es sogar mehrere Ringwälle. Auf der Erhebung in Steinheim steht jetzt die Ortskirche. Wie heftig der Impakt war, kann man daran ersehen, dass sogenannte Streufelder von Moldavit, einem grünlichen “Meteorglas” bis in die Region des heutigen Tschechien verteilt wurden. Von den Schwemmsänden der Moldau, wo die grösste Menge dieses Meteorminerals gefunden wurde, hat es auch seinen Namen Moldavit erhalten. Es ähnelt dem Trinitit der ersten Atombombenexplosionen in der Wüste Nevadas, als unter der enormen Hitze Gestein am “Ground Zero” zu Glas geschmolzen wurde. Moldavit wird auch zu Schmuck verarbeitet oder bei den Eso-Freunden als “Heilstein” verwendet. Zum Glück ist es nicht radioaktiv wie sein terrestrischer Verwandeter Trinitit. Zu magischen Zwecken ist es eher nicht geeignet, vielleicht als Meditations-aber bestimmt nicht als Heilstein. Es handelt sich direkt um Material des Meteors, das beim ersten Kontakt mit dem Einschlagsgrund verdampft und verflüssigt wurde, dabei wurde es wie Wasserstrahlen wegegeschossen. Seine Herkunft ist also nicht irdisch. Durch die gewaltsame Entstehung haben sich in seinem Inneren beim Erstarrungsprozess Gasblasen gebildet, die sich im Lauf der Zeit mit Wasser füllen können. Dieser “Rambo” Ursprung wäre für mich genauso ein Hinderungsgrund einen Heilstein darin zu sehen, wie beim Atombomben-Glas aus Nevada. Da kann man sich auch gleich eine Gewehr-Kugel umhängen, denn um nichts anderes handelt es sich bei einem Meteor: Er ist ein kosmisches Geschoss. Allenfalls ein ungewöhnlicher Glücksbringer gegen Unfälle, oder im astrologischen Zusammenhang mit Uranus-Themen. Dem gewaltsam gestürzten Himmelsvater würde ich dieses Mineral auch zuordnen.

Moldavit

Apokalyptischer Schmuck: Moldavit
Quelle: wikimedia

Immer wieder an Halloween: Auch dieses mal ist wieder ein “Bröckchen” von ca 150m haarscharf an uns vorbeigesuast, wie auch schon 2015 der sogenannte “Grosse Kürbis“. Vielleicht sollte man das langsam als Warnung sehen …

 

 

Posted by on November 10th, 2016 Kommentare deaktiviert

Gastliche Bretagne: Pilgermuscheln, Galette und Fischsuppe

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Seafood Mandala ©scrano 2015

Bretonische Fischsuppe

4 Portionen

  • 60 g Butter
  • 1 Stange Lauch, in Ringe schneiden
  • 2 Schalotten, gehackt
  • 150 ml  Cidre “brut”
  • 300 ml Fischfond
  • 250 g Kartoffeln fein gewürfelt -> vorwiegend festkochende Sorte
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz und Pfeffer
  • 50 g Mehl
  • 200 ml Milch
  • 200 g Crème fraiche (extra)
  • 50 g Sauerampferblätter, notfalls Kerbel, Dill oder Petersilie
  • 350 g Fischfilet in 2 cm Würfel oder kürzere Streifen teilen ->  Kabeljau, Wolfbarsch, Seelachs, gerne auch gemischt

2 Esslöffel der Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze zerlassen. Porree und Schalotten darin weich dünsten. Cidre angießen und aufkochen, Fischfond, Kartoffeln und Lorbeerblatt zugeben. Aufwallen lassen, Hitze reduzieren, Suppe abdecken und 10 min. simmern. Mehl in einer Schüssel mit restlicher Butter hell anschwitzen, etwas Milch zugeben, eine Bechamelsauce zubereiten. Restliche Milch unter Rühren zufügen, bis eine glatte Masse entsteht. Bechamelsauce zur Suppe geben und unter ständigem Rühren 5 Minuten köcheln. Warten, bis die Kartoffeln gar sind, je nach Würfelgrösse bis zu 15 min. Sauerampfer fein wiegen, in die Suppe geben, Creme fraiche unterrühren, nicht mehr aufkochen. Fischstücke vorsichtig zugeben, gar ziehen lassen – nicht herumrühren, damit die Filets nicht zerfallen. Nach ca. 10 min nochmals mit Meesalz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken, servieren.

Diese sehr deftige Fischsuppe schmeckt so ganz anders als die mediterran geprägte Bouillabaise aus Marseille.

Tara House in Treguier, ein B&B mit einem Laden voller Elfen und Trolle.

Tara House in Treguier, ein B&B – irisch/bretonisch
mit einem kleinen Laden voller Elfen und Trolle.

Coquilles Saint-Jacques (Pilgermuscheln) à la Bretonne

   4 Portionen

  • 6  Jakobsmuscheln
  • 150 g Shrimps
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 500 g braune Champignons, frisch
  • 1 Tl Tomatenmark
  • 50 ml Cidre, brut
  • 1  Thymianzweig, entnadeln
  • 1 EL Semmelmehl
  • 1 TL Butter

Bechamelsoße:

  • 50 g. Butter
  • 60 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Fleur de Sel
  • 1 Pfeffer, frisch gemahlen

Für die Bechamelsoße Butter in einem  Stieltopf  zerlassen. Mehl hinzufügen und solange rühren, bis keine Blasen mehr entstehen – nicht bräunen. Anschließend Milch einrühren und weitere 10 Minuten kochen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Um sicher zu gehen, dass die Soße nicht klumpig ist, diese einfach durch ein feines Sieb streichen. Die Jakobsmuscheln aus der Schale entnehmen, dabei Noix und Corail  (dunkler, rötlicher Anteil) trennen. Zwiebeln fein hacken und glasig dünsten. Zerkleinerte Champignons, Shrimps, Tomatenmark, gehackte Corails und 2 klein gehackte Noix dazugeben. Mit Cidre ablöschen und zu der Bechamelsoße hinzufügen. Restliche Noix mit Thymiannadeln glasig anbraten.

Die Jakobsmuscheln wieder in der Schale platzieren und mit der Soße füllen. Mit Semmelmehl bestreuen, etwas Butter oben auflegen und im vorgeheizten Ofen gratinieren. Dazu schmeckt Endivie braise (mit Speckwürfelchen angedünstet) und Baguette.

Die in der Moderne durch das Logo einer Ölfirma bekannte Jakobsmuschel hatte im Mittelalter einen hohen Stellenwert. Einerseits galt sie als Fastenspeise – anderseits wurden die leeren Schalen von der Gemeinschaft der Pilger nach Santiago di Compostela als Kennzeichen an einer Schnur um den Hals getragen. Dies hatte auch einen praktischen Grund: Mit den grossen Muschelschalen wurde unterwegs Wasser zum Trinken geschöpft. Die quer durch ganz Europa führenden Pilgerwege werden auch heute noch mit dem Symbol gekennzeichnet.

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Paon de Brehat, cotes d’ Armor
Bei der Ile Brehat wachsen leckere Austern.

Galette und Crepes gibt es im Supermarkt oder auch beim Bächer als Frischware fertig zu kaufen – sogar in BIO-Qualität. Wir haben also keine selbst zubereitet, allerdings als deftiges Frühstück mit Spiegelei und Schinken oder als bretonischer Wrap mit traditioneller würziger Bratwurst und heftig scharfem einheimischen Senf geben Galettes ein gutes Mittel gegen den kleinen Hunger zwischendurch ab. Oder als Snack zum Bier oder Cidre. Sie werden entweder aus Weizenvollkornmehl oder traditionell Buchweizenmehl (sarrasin) gebacken.

  • Süsse Crepes bereitet man gefüllt mit Kastanienmus oder Honig und Zitrone zu – schmeckt zum Nachmittagskaffe oder Tee.

Beide Varianten wärmt man vor dem Füllen im Backofen vor.

Weitere Bretagne-Impressionene

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Versteinerte Cidre-Flasche?
Oder hat eine Meerjungfrau ihren Schwanz vergessen?
Sentier Duanier, Cotes d’Armor ©beast666 2008

 

Posted by on November 4th, 2016 Kommentare deaktiviert

Samhain – Wenn Hekate um die Häuser zieht

Samhain Fire

All Souls Night

Bonfires dot the rolling hills
Figures dance around and around
To drums that pulse out echoes of darkness
Moving to the pagan sound. Somewhere in a hidden memory
Images float before my eyes
Of fragrant nights of straw and of bonfires
And dancing till the next sunrise.

I can see lights in the distance
Trembling in the dark cloak of night
Candles and lanterns are dancing, dancing
A waltz on All Souls Night.

Loreena McKennitt***
 

Hekate ist eine Patronin von Samhain, wie sie es wohl schon beim römischen “Cereris mundi patet” war. Sie steht auch mythologisch der Demeter-Ceres nahe: Sie half ihr nach der verschwundenen Kore zu suchen, nachdem diese von Hades/Pluto in die Unterwelt entführt wurde. Der Kore als Unterweltskönigin Persephone ist sie eine Freundin, deren Gegenwart sie mehr schätzt als die ihres Gatten, dessen brütend-finstere Laune (echt plutonisch eben) sie oft flieht. Hekate ist der Sternenhimmel und die Nacht des Dunklen Mondes zugeordnet. Ausserdem noch die Mondfinsternisse. Sie hat auch eine ikonographische Verwandtschaft mit Asträa, der Sternenjungfrau, die in alten Zeiten ursprünglich ebenfalls eine Versinnbildlichung der steinzeitlichen”Grossen Mutter” war. Die Figur der Asträa beinhaltete alle Aspekte der Demeter, Kore und Hekate/Persephone, sowie auch der Dike, Themis und Nemesis. Hierin ähnelt sie wiederum der Frau Holle. Das ihr zugeordnete Sternbild Jungfrau war in antiken Zeiten als grosse Frühjahrskonstellation bekannt und schloss Waage (der Gerechtigkeit) und Skorpion (das Schwert, die Strafe) mit ein. Nach der dorischen Einwanderung in der Eisenzeit und dem stärker werdendem Patriarchat im Mittelmeerraum blieb von der mächtigen “Magna Mater” nur noch die immerhin widerborstige Hekate übrig. Sie hatte wie Pluto den Schlüssel zum Hades, auch sie war fähig unsichtbar unter den Sterblichen wandeln, allerdings nur in der Dunkelheit. Zeus konnte über sie nicht gebieten, ein letztes Zeichen von Respekt gegenüber der altehrwürdigen, einst allmächtigen Göttin.  Der schwarze Hund und die Granatfrucht wurden ihr gleichermassen wie dem Herrn der Unterwelt zugeordnet.

Hekate Trivia

Hekate Trivia

Allerdings trägt sie noch die Fackeln der Weisheit, ein Überrest ihrer einstigen solaren Form, und als Wächterin über Weggabelungen hat sie noch ihre ursprüngliche Dreigestalt. Sie beherrscht auch die Grenzen, wie Saturn, die Übergänge von Nacht und Tag, dem Reich der Lebenden und Toten. Sie ist auch ein Psychopompos wie Merkur, aber sie hilft auch den Seelen auf die Welt, sie ist Beschützerin der Gebärenden und Neugeborenen. Das erste Waschwasser und die Nabelschnur werden an Wegkreuzungen  oder am Fuss des privaten Hekate-Schreines ausgebracht. Auch diese Tradition gibt es nördlich der Alpen im Brauchtum der Verehrung der im Hollerbusch wohnenden Frau Holle. Man braucht wohl nicht zu betonen, dass sie eine sehr volkstümliche Göttin war, und griechische Familien ihr an ihrem Festtag zu Neumond gerne ein Hekate Deipnon, das Festmahl der Hekate darbrachten. Diese Gaben, Eier, Schalen mit Zwiebeln und Knoblauch etc. wurden an Weggabelungen oder bestimmten Plätzen der wilden Natur niedergelegt. Von diesen Opferungen profitierten die Ärmsten der Bevölkerung. Da sie auch eine mächtige Schutzgöttin war, gab man auch alles was nach der Körperpflege übrig blieb, abgeschnittene Haare, Nägel, Milchzähne der Kinder etc. unter ihre Obhut. Dies diente auch dem Schutz vor Behexung und daran zu erinnern, dass Alles wieder in den natürlichen Kreislauf zurückkehrt. Diese Verbindung mit “Stirb und Werde” , ihre chtonische Natur hat sie mit dem Pluto gemein, das verbindet sie mit dem achten Haus und dem Zeichen Skorpion. Ironischerweise wurde ausgerechnet Hekate in der Spätantike und im Christentum zur Hexengöttin umgedeutet. Das hing vielleicht mit dem bisschen weiblicher Rest-Wildheit als Herrscherin über Nacht und wilde Natur, eine dunklere Artemis sozusagen, die ja auch als Hexenpatronin galt, zusammen. Die alte schamanische Herrin der Tiere geisterte da noch in manchen Kleriker-Köpfen, wiedergespiegelt auch in der Vorstellung vom Besenritt, einer Verballhornung der schamanischen Reise. Zudem war sie als Gebieterin über den Geburtsvorgang auch Schutzherrin der Hebammen, was den misogynen Kirchenvätern ebenfalls nicht passte. Eine Frau sollte ja beim Gebären dem höchstmöglichen Mass an Leiden unterworfen sein (Vollidioten oder Sadisten, wahrscheinlich beides). Dazu hätte ja die teuflische Hebamme auch noch das Neugeborene dem Satan weihen können, bevor es getauft worden wäre.  Zusammengefasst, alles in Verbindung mit Schwangerschaft und Geburt roch verdächtig nach schwefligen Teufelsausdünstungen …

Lochstein: Er symbolisierte eine Grenze, synonym auch für Geburt und Tod, und die Hebammengöttin Hekate.

Nadelöhr an der Teck, einem Berg mit viele kultischen Plätzen.Durchblicke ©beast666 2014

Nadelöhrfels an der Teck, einem Berg mit vielen kultischen Plätzen.
Durchblicke ©beast666 2014

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Hekate tanzt vor einem Altar

Die vielfältigen Anrufungen der Hekate sind interessant, da sie noch einiges von ihrem alten Glanz zum Ausdruck bringen:

  • Phosphoros- Lichtbringer, Propolos- Führerin
  • Propylaia- Torhüterin, Kourotrophos- Pflegerin
  • Khtonia- (Unter)Erdige, Ourania- Himmlische
  • Enodia- Die am Wege, Angelos- Botin
  • Antaia- Begegnerin, Melana- Schwarze
  • Kleidophoros/Kleidouchos- Schlüsseltragende
  • Prytania-Unüberwindbare (Herrin der Toten), 
  • Purphoros/Dadophoros/Lampadophoros- Fackeltragende
  • Psychopompos- Seelenführerin, Soteira- Erlöserin
  • Triformis- Dreiförmige, Dreifache, Dreigestaltige
  • Trioditis- Dreiwege, Aidônaia- Herrin (des Hades)
  • Agriope- die Wilde, Anassa- Herrin
  • Aphrattos- Unaussprechliche, Azostos- Ungegürtete
  • Epipyrgidia- Die Wächterin des Turmes (auf Athens Akropolis),
  • Eukoline- Gutherzige
  • Genetyllis- Beistehende bei Geburten, Helike- Weide
  • Kalliste- Wunderschöne, Kouros- Jungfrau
  • Kratais -Mächtige,  Krokopeplos- in Saffran Gekleidete
  • Megiste- Größte, Monogenes- Einziggeborene
  • Nykterian- Nächtliche, Ouresiphoites- Die in den Bergen Schweifende
  • Pantos Kosmou Kleidouchos- Schlüsseltragende Herrin des Alls,
  • Perseis- Licht
  • Phileremon- Liebbhaberin der Einsamkeit,
  • Prothegetis- Anführerin (der wilden Jagd, wie Holle oderArtemis),
  • Phryne (Kröte) , ein späteres Hexentier!
  • Prothuraea. Die vor dem Tore, Skylakitin- Herrin der Hunde
Grenzregionen in der freien Natur, und Wegkreuzungen - Plätze der Hekate-Verherung.

Grenzregionen in der freien Natur, und Wegkreuzungen,
Plätze der Hekate-Verehrung. Auch ihre Zauberpflanzen wachsen eher hier,
als in der kultivierten Rabatte. Traufblick ©beast666 2012

Der Hekate zugeordnete Pflanzen und andere Korrespondenzen, zusammen mit ein paar Rezepten für Samhain, Halloween oder einfach einen besinnlichen Abend, an dem man sich den immerwährenden Kreislauf der Natur vergegenwärtigt und ein wenig Ehrfurcht empfindet, wenn man diese vielleicht heute nicht mehr Hekate nennt, gibt es in Teil II: Zaubergarten der Hekate.

 ***Homepage von  Loreena McKennit

 

Posted by on Oktober 29th, 2016 Kommentare deaktiviert