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Veranstaltungen 2017: Herbst-Seminar “Grundlagen der Astrologie – Archetypen, Aspekte und ihre Dynamik”

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Hermetische Weltsicht: Spiegelung von Makro- und Mikrokosmos.
Diese Philosophie liegt auch der Astrologie zugrunde.
Unus Mundus ©scrano 2016

Horoskop einer bekannten Persönlichkeit - ein Förderer der astrologischen Forschung.

Horoskop einer bekannten Persönlichkeit – ein Förderer der astrologischen Forschung.
Erkennt ihr ihn?

Nach der Sommerpause:

Für Astrologie-Interessierte im Raum Esslingen/Göppingen/Kirchheim biete ich im Herbst 2017 wieder ein Wochenendseminar “Grundlagen der Astrologie mit Einführung in die Deutung des eigenen Radix” an.

Preis 75 €/Tag inkl. Verpflegung in den Pausen (Kaffee/Tee, Butterbrezen & süsse Stückle).

Wer Interesse hat, bitte rechtzeitig melden (bis 14 Tage vor Termin ), damit ich eine passende Örtlichkeit in Kirchheim und näherer Umgebung buchen kann. Bei <5 Teilnehmern bei mir zuhause, da ich medientechnisch voll ausgestattet bin. Bei der Anmeldung Geburtsdaten + Zeit angeben, damit ich für den Termin ein Radix jedes Teilnehmers erstellen kann.

 Termine 2017:

  • 26./27. November zum Anfang der Vorweihnachtszeit.
  • Der ideale Zeitraum, um  noch etwas Neues zu lernen, wenn 2017 langsam zu Ende geht: Ein neues interessantes Betätigungsfeld für dan nächste Jahr – und schon mal eine selbstgestellte Prognose für sich selbst und die Liebsten?
  • Anmeldung bis zum 30. September 2017 bei Ambrosia
  • Unverbindliche Auskünfte und Anfragen zum Seminar: Email an Ambrosia: oder reuterc(at)bawue.de.
  • PDF Flyer zum download.
  • Natürlich gebe ich auch Einzelunterricht, der im Rahmen eines gleichzeitigen Beratungsgesprächs stattfinden kann.

Solange die Nächte nicht so kalt sind: Sternhimmel und Sternbilder, Planeten- und Mondbeobachtung mit meinem Newton-Teleskop als kostenloses extra-Highlight zum Astrologie-Kurs an einem separaten Termin – normalerweise immer ab Mai/Juni., bis Anfang November. Die beste Zeit ist allerdings September/Oktober, wegen des Wegfalls von sommerlichem Hitzeflimmern der Atmosphäre. Ausserdem sind die Herbststernbilder bekanntlich die eindrucksvollsten.  Jupiter/Saturn und Venus waren dagegen bis Mai sehr gut beobachtbar. Mit freiem Auge sind natürlich auch die Sternschnuppen der Meteoritenströme des Spätsommers und Herbstes ein schöner Anblick.

Kurze Beispielsdeutungen:

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Mehr dazu findet ihr in meinen Artikeln.

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2017 ist für die Chinesen das Jahr des Hahnes im Element Feuer!
Nach Abt Knauers Wetterkalender wird es das Jahr der Sonne.
Lustigerweise ist der bunte Hahn als Frühaufsteher auch ein Symbol für die Sonne!

So stolz wie das klassische Wappentier, der Löwe ist er allemal.

Posted by on Januar 14th, 2017 Kommentare deaktiviert

Ingress der Sonne in den Wassermann Age of Aquarius … ?

Eine Wasserfrau! Aber das nimmt das Uranus-beherrschte Zeichen sowieso nicht so genau.Aquarius ©scrano 2016

Eine Wasserfrau! Aber das nimmt das Uranus-beherrschte Zeichen sowieso nicht so genau.
Aquarius ©scrano 2016 model: eirian

“When the Moon is in the seventh house and Jupiter aligns with Mars then peace will guide the planets and love will steer the stars”

Im berühmten Musical “Hair” wird so die Ankunft des Wassermannzeitalters eingeläutet …

Astrologisch ist diese Aussage natürlich völlig daneben – in jeder Hinsicht und mit dem Wassermannzeitalter hat sie ausserdem rein gar nichts zu tun. Die vieldiskutierte  Einteilung nach “Zeitaltern” wird durch die Lage des Frühlingspunktes zum Tierkreis bestimmt. Dessen Lauf durch die einzelnen Tierkreiszeichen in jeweils ca. 2000 Jahren geht bekanntlicherweise mit der Erdachsen-Präzession einher. Der Gesamt-Umlauf von 25920 Jahren wird auch als platonisches Jahr bezeichnet. Astrologen ordnen den zwölf einzelnen Abschnitten durchaus eine Bedeutung zu: Ein 2000-jähriger Durchlauf wird platonischer Monat genannt, das betroffene Zeichen prägt das irdische Kollektiv dann für diesen Zeitraum.

Betrachten wir die letzten drei platonischen Monate:

Im Stier war die Himmelskuh, die neolithische Revolution mit Einführung einer agrarischen Lebensweise und die Verehrung einer “Grossen Mutter” als Verkörperung des Landes von dem man lebt,  Thema. Kulturen wie die minoische erlebten ihren Aufstieg im Stierzeitalter, auch in der sehr schwelgerischen und hochstehenden Kunst mit Betonung des Weiblichen ist dies bereits zu erkennen. Die Zeichenherrscherin des Stier, Venus Pandemos, ist der Archetyp, nach dem diese weiblichen Gottheiten gestaltet sind. Der zweite Einflussfaktor in Kreta ist neptunisch (höhere Oktave der Venus) – Leben im Kollektiv, Seefahrt und kein Militarismus. Selbst Kretas Gründungslegende handelt vom Stier, auch der Schatten-Aspekt dieser Gesellschaft, der Minotaurus. Im Alten Reich Ägyptens stand der Stier für die grosse Himmelskuh Hator, ebenfalls eine Göttin des Urtyps “kriegerische Fruchtbarkeitsgöttin”, wie auch Ishtar/Inanna im Zweistromland. Um all diese Fruchtbarkeitsgöttinen spinnt sich auch eine Legende  im Zusammenhang mit dem Mythos des Himmelsstiers. Kupfer und Bronze (Venus) sind die vorherrschenden Metalle.

Schliesslich stand der Widder zunächst für den Aufstieg der Viehzüchter-Nomadenkulturen (Schafhirten) im nahen Osten. Die Völker wenden sich zusehends dem Mars, Herrscher des Widder zu, besonders nach der Einführung des Eisens, seinem Metall. Eroberungen nehmen zu, es gibt erste aggressive Völkerwanderungen, unter anderem die Zeit der Seevölker, wikingerhafte Vorfahren der Philister und Achäer. In der Religion wird das männliche Element betont, schliesslich sogar zum Weltschöpfer stilisiert. In Ägypten des mittleren Reichs findet eine zunehmende Militarisierung statt, auch durch Einfälle von Wüstenvölkern, wie der Hyksos. In der Religion am Nil vollzieht sich ebenfalls ein Wandel: Der immer mehr dominierende männliche Schöpfungsgott Amun hatte ebenfalls Widder-Hörner, im grossen Tempel von Karnak steht eine ganze Allee von solchen Widder-Sphingen. Pharaonen nennen sich nun “dem Amun gefällig”, z.B. Amen-hetep. Der Schafbock spielt in den alten Kulturen dieses Zeitraums eine grosse Rolle, als Opfertier (Isaak und Abraham), als Lebens-Symbol, in Mythen (Goldenes Vlies) und als Lebensgrundlage.

Der Übergang vom “Lamm Gottes” zum ICHTYS (griechisch: Fisch) des Christentums vollzog sich pünktlich mit dem Vorrücken des Frühlingspunkts in die Fische. Plötzlich schossen Erlöser-Religionen wie die Pilze aus dem Boden, vorher breitete sich noch neptunischer Glamour über die Welt, durch das immer noch glanzvolle Imperium Romanum. Im Vorfeld des Christentums machten sich bereits Pythagoras, Buddha, Mysterienschulen wie Orphiker oder der Kult von Eleusis, die Mithras-Religion, die das astrale Stier-Thema im übertragenen Sinn noch einmal aufgriff, und schliesslich der Kult der mütterlichen Isis Gedanken über die Erlösung des Menschen aus dem irdischen Gefängnis.  Alle diese Philosophien und Kulte thematisierten in ihrem Kern bereits eine Wiederauferstehung der Seele oder zumindest ein erleuchtetes Weiterleben im Jenseits. Das Christentum hatte in dieser Vielfalt an spirituellen Heilslehren anfangs nur einen bescheidenen Rang, allerdings einen grossen Vorteil: Es bot sozusagen Mysterien für alle, da keine Einweihung notwendig war, ausser der Taufe. Mönchstum und einsiedlerische Askese, sowohl im Buddhismus als auch im Christentum kennzeichnen ebenfalls eine Religion des 12.Hauses (Abgeschiedenheit, Weltferne, Selbstverleugnung), in dem die Fische herrschen. Massenhysterie, Glauben statt Wissen und neptunische Nebelschleier über den Fakten – die Schattenseite des Fischezeitalters. Auch die vollständige Unterwerfung unter Gottes Willen, wie im Islam gefordert, und das Märtyrertum (christlich, muslimisch)  gehören zu den Kennzeichen der Erlösertraditionen. Und die Messianitis hat noch kein Ende gefunden. Sportidole, der Glanz der Leinwandhelden – silver screen, Neptuns Projektionsfläche. Propaganda, Werbung – Lügen von Politikern, glanzvoll inszeniert. Das neue Kollektiv heisst Internet.

… und das Wassermannzeitalter, leben wir bereits darin? In der Vorläufer-Phase bestimmt, der Transit zieht sich über wenigstens eine komplette Generation, die Eintrittspunkte sind auch nicht so genau bestimmt, es sind eher Zonen. Wann da ein “Vollzug” gemeldet werden kann, ist mehr erspürbar als berechenbar, eine Art kollektiver Intuition, oder eine Ereigniskette grösseren Ausmasses. Wie bei den Erlöserreligionen (Buddha, Orphiker) kann schon einige Jahrhunderte vor dem Transit eine Art Initialzündung stattfinden, oder subtiler, eine Untergrundströmung entstehen, die den Wandel anzeigt. Für uns stellt das Schlüsselereignis wohl die Aufklärung (Initial: Renaissance, frz. Revolution. Gesellschaftliche Strömung: Demokratisiereung, Industrialisierung) dar. Der Prozess läuft noch, mit all seinen Schwierigkeiten, die er mit sich bringt, das Alte weicht nicht so einfach oder gar gewaltlos. Das neue Zeitalter hat dann auch seine Tücken:

Schliesslich noch die Tarotsymbolik des Wassermanns:

  • “Der Narr” … wo Engel nicht zu schreiten wagen, unbekümmerter Freiheitsdrang und Vorwärtsstreben – allerdings in mentalen Dingen, nicht in physischen wie beim Widder . Es ist nicht der athletische, eher der Prometheus-Typ dargestellt. Die Instinktnatur in Gestalt des Hundes wird ignoriert.
  • “Der Turm” … das wohlgeordnete, aber als einengend empfundene saturnische Gebäude wird vom Blitz des Uranos zerstört, auch dies ein mentales Konzept: Die zündende Idee, die alte Ordnung wird “gesprengt”. Dieser Vorgang ist durchaus angstbesetzt, denn ein  Fluch der alten Chinesen lautet : “Mögest Du in interssanten Zeiten leben!” Revolutionen, Umwälzungen und persönliche Katastrophen, die das Leben des Individuums auf den Kopf stellen. Es ist aber auch eine Warnung vor Hybris (Turmbau), die  jod-förmigen Tränen sind als göttlicher Feuerregen deutbar – jod ist der führende Buchstabe im Namen JHWH – יהוה
  • “Der Stern” … eine neue Hoffnung,wie es bei “Star Wars” heisst. Dies ist die eigentliche Wassermann-Symbolik, eine androgyne Figur (der Nilgott Hapi oder der regenspendende Ouranos) giesst Wasser aus zwei Krügen auf das Land (direkt vom Himmel) und in ein Gewässer (die Nilschwemme folgt dem Regen in seinem Quellgebiet). Die achtzackigen Sterne und deren Zahl hängen mit dem Sirius-Mythos und seiner Bedeutung für die Nilflut zusammen. Der Bennu-Vogel im Hintergrund rechts ist ein altägyptischer Vorläufer des Vogel Phönix.

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Betrachtet man die Symbolik der drei Karten, und bedenkt den chinesischen Spruch, erkennt man dass das vielgelobte Wassermannzeitalter nicht unbedingt von “Love and Peace” erfüllt sein wird, sondern vielleicht von Chaos, gefährlichen Experimenten und geistiger Arroganz … bevor das uranische Prinzip in die Gesellschaft und das Leben des Einzelnen integriert werden kann. Da dem Wassermann das Individuum im Vergleich zum abstrakten “Grossen Ganzen” unwichtig ist, braucht man auf Empathie auch nicht hoffen. Immerhin wird vielleicht das verlogene “Licht und Liebe” Ideal von echter Freunschaft und Ehrlichkeit zwischen den Menschen abgelöst.

Das Hippie-Musical Hair bezieht trotz des “Age of Aquarius” Songs seine Grundaussage, nämlich All-Liebe, Mystik, Frieden und kollektive Lebensweise, sowie seine Anziehungskraft aus dem neptunischen Fische-Zeichen, genau wie das zur selben Zeit entstandene “Jesus Christ Superstar”.  Daher sollte man eine rosa Brille noch einmal überdenken: “…be careful, what you wish for !”

Die Uranus Mythologie ist gewalttätig, bevor mit der Venus aus seinem Phallus ein schöpferischer Archetyp entsteht, dem man sich ohne Lebensgefahr nähern kann. Das transaturnische, kreative Kollektiv-Prinzip Uranus hat seine Erhöhung nach Ansicht vieler Astrologen im Skorpion – es bringt die transformatorischen Bestrebungen des Skorpion/Pluto/8.Haus Themas voran. Und dort sitzt bekanntlich auch das Schattenreich des Zodiak, und es müssen Dinge und Leben enden, um Platz für Neues zu schaffen. Jede Revolution fordert Opfer.

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Das Erdelement: Stabilität, Fruchtbarkeit, Realitätssinn

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Fruchtbar grünes Erdelement: Kessel oder Füllhorn der Mutter Erde.
Cornucopia ©scrano 2013

Korrespondenzen des Erd-Elementes:

Zodiak:

  • Jungfrau: mutabel – Merkur in seinem Nachthaus, Vesta
  • Steinbock: kardinal – Saturn in seinem Nachthaus
  • Stier: fix – Venus Pandemos

Tarot: Pentakel, Münzen

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Grün, rostrot, ocker, braun, grau, schwarz

Alchemie:

  • EarthNach unten zeigendes Dreieck mit Querbalken

Elemental:

Tage:

  • Samstag – Saturn

Pflanzen:

  • Getreide (Merkur), Wurzelgemüse (Venus), Immergrüne (Saturn), Nadelbäume (Saturn)

Signatur:

Wenig Blüten, unscheinbare Blüten, ledrige Blätter, knorrig, kriechend- oft mit Rhizom, starke Wurzelbildung, mineralstoffhaltig, kieselsäurehaltig, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Stärkebildung, wenig Zucker oder Saft. Erdiger Duft. Pflanzen der arktischen Regionen. Kältevertäglich.

Öle:

  • Patchouli (Venus, Pluto)
  • Vetiver, (Venus, Pluto)
  • Kalmus, (Saturn, Sonne, Mond)
  • Tonka, (Venus, Mars)
  • Myrrhe (Saturn, Mond)
  • Iriswurzel, (Saturn, Mond)
  • Zypresse, (Saturn, Sonne)
  • Sandelholz (Venus, Mars)
  • Eichenmoos,
  • Karotte

Tiere:

  • Auf vier Beinen laufende Tiere, vor allem Weidetiere, Reptilien, Höhlen- oder Baubewohner wie Murmeltiere, Dachse. Tiere der Felsenregionen.

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Der Erde,  zu der die Yin Variante “Ruhe und Empfängnis” passt ist in jedem Elementesystem die Fruchtbarkeit von Pflanzen und Tieren, aber auch des Menschen zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie von Saturn und Venus regiert, dem Winter- und Frühlingsapekt der bäuerlichen Kulte. Den Erdzeichen haftet vor allem die Neigung zur realen, physischen Manifestation der Dinge an an, sogar der Merkur-beherrschten Jungfrau. Diese repräsentierte aber in antiken Vorstellungen  Asträa, die Sternenjungfrau. Deren Symbol war die Kornähre. Als Zeichen der Aussaat und Ernte (heliakischer Aufgang bzw. Untergang zu diesen Jahreszeiten) war Virgo/Asträa auch mit den Mysterien der erdhaften Muttergöttin Demeter verbunden. Allen drei Erdzeichen ist eine wert-konservative Einstellung zueigen. Das Erdzeichentrigon repräsentiert: Wachstum der Vegetation (Stier) Ernte (Jungfrau) Winterruhe (Steinbock).

Zustandsformen der Elemente im Erd-Trigon:

  • Steinbock: kardinal, aufstrebende Berggipfel, Felsen
  • Stier: fix, weite Ebenen, Ackerland
  • Jungfrau: mutabel, vom Wind bewegtes Grasland, Getreidefelder.
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos interessiert. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

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Sieben Todsünden: Avaritia – Geiz – Saturn

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Avaritia – Geiz: Schatten des Saturn
©scrano 2014

Die sieben Todsünden und ihre Planetenzuordnung nach der klassischen Astrologie.

Geiz ist eben doch nicht geil!

  • Archetyp: “Der Geizige” von Moliere.
  • Negative Form des selbstgenügsamen Saturn.
  • Analfixiert (besonders mit der Achse II./VIII. Haus oder Stier/Skorpion), Materialist, Verhärtung. Gönnt sich selbst und anderen nichts, auch im Sinne von Gefühlen oder Freude. Braucht die Selbstbeschränkung aus Angst vor Kontrollverlust.
  • Mangelnder Selbstwert, besonders bei Saturn in II. Haus, daher wird ein ein materielles Polster nötig. Hat ständig Angst, am nächsten Tag unter der Brücke schlafen zu müssen. Zweifelt am eigenen Können. Blanke Lebensangst.
  • Wehrt sich gegen Veränderung, notwendige Transformationsprozesse: Saturn in VIII. Haus. Kann nicht loslassen. Klammert sich an die materielle Existenz. Asket oder Nihilist aus Todesfurcht.
  • Die Furcht ist der Schatten des Saturn, nicht zu genügen, den Preis nicht zu erringen.
  • Doch als Saturn im VIII. Haus kann ich Euch anderen Saturn-Gebeutelten nur sagen, was schon im alten Sumer eine grundlegende Weisheit war:

Gilgamesch, wohin läufst du?
Das Leben, das du suchst, wirst du nicht finden!
Als die Götter die Menschen erschufen,
teilten den T o d sie der Menschheit zu
das Leben behielten sie für sich selbst.
Du, Gilgamesch dein
Bauch sei voll,
ergötzen magst du dich Tag und Nacht!
Mache jeden Tag zum Fest!
Tanz und spiel bei Tag und bei Nacht!
Deine Kleidung sei rein, gewaschen dein Haupt,
mit Wasser sollst du gebadet sein!
Schau den Kleinen an deiner Hand,
mache deine Frau glücklich mit deiner Umarmung!
Solcherart ist, was den Menschen zu tun bleibt.

Lied der Siduri, aus dem Gilgamesch-Epos
 

Oder “Live every day as if it were your last day“, denn das einzige was man nicht verschwenden sollte, ist Zeit, das wahre Symbol der Macht von Saturn/Kronos/Chronos.

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Der Geizige, karikierendes Bühnenstück von Moliere.
quelle:wikimedia

Die Symbolik der “Sieben. gibt es schon im Zusammenhang mit Lastern in der babylonischen und persischen Zeit. Es wird vermutet, der Ursprung der Todsündenlehre liege im Motiv der vorgeburtlichen Seelenreise. Bevor die Seele in die Welt der Materie  eintritt, müsse sie sieben Himmelssphären durchwandern. In jeder nehme sie einen guten Geist in sich auf, aber auch einen schlechten. Gebräuchlich war auch eine Zuordnung der Todsünden zu den Wochentagen: Am Sonntag bedrohe Stolz den Menschen, wenn er sich in der Messe Gott nicht unterwerfe. Tag des Neids sei der Montag, des Zorns der Dienstag. Die Trägheit, speziell die spirituelle, bedrohe den Menschen am Mittwoch, weil er zeitlich am weitesten vom Sonntag entfernt ist. Wenn der Mensch seine Gottnähe verloren habe, sei er am Donnerstag gefährdet, nach materiellen Gütern zu gieren, und sich am Freitag, wenn er dem Fasten verpflichtet wäre, der Völlerei hinzugeben. Wollust ist die Sünde des Samstags. Diese Form einer Korrespondenz-Lehre steht aber im Widerspruch zu der Hermetischen Zuordnung der Sünden zu den Tagen und ihren Planetenentsprechungen. Sowohl in der gnostischen, der hermetischen als auch gemäss der klassischen Moraltheologie sind die “Sieben Todsünden” weniger in Handlungen begründet, sondern Dispositionen: Persönlichkeitsstörungen oder Charakterdefizite. Deshalb kann man sie auch nicht beichten. Sie legen erst den Keim der Unmoral und sind die Ursache der späteren verwerflichen Akte. Astrologisch und psychologisch stellen sie die Schattenthematik der entsprechenden planetarischen  Archetypen dar.

 

Posted by on Januar 10th, 2017 Kommentare deaktiviert

Solar Fire: Räucher-Ritual zur Wintersonnenwende

Sonnenfeuer - Winterglanz

Sonnenfeuer – Corona
©scrano 2015

Prolog im Himmel, Goethe: Faust I

Die Sonne tönt nach alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.

Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
Wenn keiner sie ergründen mag;
Die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

Flammenfraktal im Wortsinn, das die Sonne mit der brüllenden Kraft ihrer Magnetosphäre darstellt. Ohne Sonne kein Leben, daher sehnen wir uns nach der langen winterlichen Dunkelheit instinktiv nach ihr.

Ein bisschen Sonne ins Haus holt uns jetzt eine Räucherung beim warmen Licht echter Bienenwachskerzen. Die Biene vereint lunare*** und solare Elemente in echter Harmonie. Sie schenkt uns das Wachs mit seiner Heilwirkung und dem Licht, das es uns als Material für Kerzen spendet.  Das regelmässige Sechseck der Wabe: Ein Sonnensymbol, wie das Zentrum des Hexagramms, dem sechs-Stern, der das klassische Sonnensystem der Alchemie darstellt. Und erst der Inhalt: Der Honig in seiner goldenen Pracht wirkt schon wie eingefangener, flüssiger  Sonnenschein, darin gleicht er dem Bernstein, ebenfalls ein solares Naturprodukt, das vom Harz schon längst fossilierter Nadelwälder stammt. In diesem ebenfalls goldenen klebrigen Saft steckt die Essenz der Bäume, die einen sehr effektiven, lebendigen Speicher der Sonnenenergie darstellen.

  • Daher gehört der Bernstein zu einer solaren Räuchermischung hinzu, ebenso der Weihrauch, auch ein Harz.
  • Dazu kommen Rosmarin und Zeder, Zitrusschalen, Calendulablüten, Gewürznelken, Zimt und Calmuswurzel, welche als belebend und erwärmend gelten. Auch der Ingwer zählt zu den solaren Mitteln, aber eher als Süssigkeit oder im Tee. Der Rauch ist unangenehm scharf, da zeigt sich Mars. Daher eignet sich Ingwer, wie auch das ebenfalls solar-marsische Johanniskraut eher für Rituale im Freien, bei denen der Winter ausgetrieben werden soll.
  • Pflanzen mit einer Sonnen- Signatur besitzen häufig fette Öle, z.B. Sonnenblume oder  Lorbeer, der Sonnenpflanze der alten Griechen: Wahrzeichen des Apollon. Lorbeerblätter kann man auch verräuchern, zusammen mit Weihrauch, Fichtenharz  und Wacholderbeeren, die marsisch-abwehrend wirken. Eine Vielzahl an solaren Gewächsen sind auch Herzmittel, wobei sie verstärkt tonisierend wirken: Korrespondenz zum Zeichen des Löwen und den Eigenschaften des 5. Hauses.

Die Sonne steht in unser aller Zentrum, ihre Symbolik sollte daher verbinden und nicht trennen: Mit einem solaren Räucher-Ritual kann man alle Aspekte des Mittwinterfestes, der Zeit der Wintersonnenwende recht gut vereinen. Die alte naturreligiöse Tradition nördlich der Alpen und die römisch-christliche Feier des Jesus-Kindes als Licht der Welt, Sol Invictus. Religion heisst nicht umsonst Rückverbindung. Allerdings sollte hier den positiv spirituellen Elementen von Licht und Wärme gehuldigt werden, und nicht den verknöcherten Dogmen. Die braucht keiner. Die lässt man am Besten von den Perchten der ebenfalls am Sonnwendstag, dem 21. Dezember , beginnenden Raunächte verscheuchen.

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©kmygraphic
 
**Lunares Element des Bienenvolkes ist ihre Gesellschaftsform als matriarchales Kollektiv, daher ist auch der saturnische (Struktur, Gegenpol des Mondes) und der neptunische (Aufgabe der Individualität, Gegenpol des Merkur- fliegende Geschöpfe) Archetyp vertreten. Wie bei den Borg, die allerdings mit ihrem kriegerischen Expansionsdrang eher den Ameisen gleichen, bei denen das Mars-Element ebenfalls mehr in den Vordergrund tritt. Die Biene hat zwar einen marsischen Stachel, stirbt aber wenn sie ihn einsetzt, ein allerletztes Mittel also. Bienen besitzen marsische und  venerische Züge, da sie Blüten befruchten.  Pollen=Mars, Frucht=Venus.
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Bernsteingold: Fraktales Weihnachtsbäumchen -
Fichtenharz ist ein beliebtes Räuchermittel – Sonne/Uranus, Mars/Venus.

 

Posted by on Dezember 20th, 2016 2 Comments

Mitten im kalten Winter: Yule – Rauhnacht – Sonnenkind

Funken des Yul_Feuers bringen das neue Licht ins Heim.

Funken des Yul_Feuers bringen das neue Licht ins Heim.
Yul Embers ©scrano 2014

When the Wheel begins to turn, let the Beltane fires burn.
When the Wheel has turned a Yule, light the Log and let Pan rule.

WINTER SONNWENDE – YULE

Im nordisch-germanischen Neuheidentum (z. B. Asatru) ist das altgermanische Julfest eines der drei Eck-Feste im Jahr und man versucht auf das Brauchtum zurückzugreifen, das man aus den Überlieferungen noch rekonstruieren kann:  z. B. Wilde Jagd oder Raunächte, um die Julzeit und das Mittwinterfest zu begehen. Als Datum kommt hierfür entweder direkt die astronomische Sonnwende am 21.12. oder der Tag des ersten Vollmonds danach in Frage, welcher Julmond heisst. Deneben gibt es noch das Haakon dem Guten zugeschriebene Datum am 25.12.  Daher ist das Julfest wohl nicht nur dem solares Kalender zuzuordnen. Unter Umständen ist die Zeit der Raunächte auch ein Versuch den Sonnen- und den Mondkalender zu synchronisieren, wie man es auch schon jungsteinzeitlichen Bauten wie Stonenhenge als ein möglicher Verwendungszweck zuschreibt. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Wie in allen einfachen, „nicht-interkalierenden Lunisolarkalendern“ (also allen Mondkalendern ohne Schaltmonate, wie man sie in bäuerlichen Kulturen findet), werden die auf die 365 Tage des Sonnenjahres fehlenden elf Tage – beziehungsweise zwölf Nächte – als  Tage „außerhalb der Zeit“, eingeschoben. Von solchen Tagen wird in der zugehörigen Kosmologie angenommen, dass die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt seien und daher die Grenzen zu anderen Welten durchlässig würden. In vielen Kulturen, die so ein Kalendersystem verwenden, verbindet sich diese Zeitspanne oftmals mit Tabus, Ritualen und Volksmythen. Es wird auch vermutet, dass die Bräuche um die „Winterauskehr“ am Ende des Faschings in diesem Zusammenhang stehen: Sie simulieren eine Interkalation bezüglich des Jahresbeginns mit dem Frühlings-Äquinoktium. Besonders deutlich findet sich das in den römischen Saturnalien und Lupercalien.

Gefeiert wird das Wiedererstarken der Sonne und das Längerwerden der Tage, da dieser Wechsel seit Menschengedenken überlebenswichtig ist, vor allem für die Saat und Ernte. Der Julmond, der auch Nytungl (Neuer Mond) oder Nykung (Neuer König) heißt, wird mit dem rituellen Jultrinken begrüßt. In der christlichen Weihnachtsliturgie war früher die sogenannte Johannisminne, ein rituelles Zutrinken, üblich, am 27. 12., dem Feiertag des Evangelisten Johannes.  Zu den verwandten Bräuchen kann man auch den Wassail rechnen, wie er in Schottland noch üblich ist, oder auch in Teilen Bayerns als Flursegen angewandt wird. Dort besprengt man die Flur bzw die Apfelwiesen mit Milch oder Most aus der vergangenen Ernte. Der Julmond im Januar kennzeichnet den Beginn des neuen Jahres. Man sieht die Rauhnächte zwischen Wintersonnenwende (Mütternacht) und Dreizehnttag (Perchtennacht) als eine zwölftägige Friedenszeit, in der die Häuser mit immergrünen Zweigen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Tanne, Stechpalme, Kiefer, Efeu, Wacholder geschmückt werden, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt. Das Haus wird geräuchert mit den Worten „Glück ins Haus – Unglück hinaus,“ oder “Evil shall leave and not enter”, wie es im Original heisst.  Der „Julbock“, wird aufgestellt, sehr zur Freude der Kinder: Ein aus Stroh geflochtener Ziegenbock, wahrscheinlich ein Fruchtbarkeitssymbol. Dieser lässt sich vielleicht auf die Ziegenböcke des Gottes Thor zurückführen, die seinen Wagen ziehen. Er bringt auf seinem Rücken noch heute in Skandinavien die Geschenke. Gastfreundschaft soll schon früher ein wichtiges Element der Julzeit gewesen sein, so soll das Haus den Gästen offengestanden haben, die ein und aus gingen und reich bewirtet wurden. Zudem ist es ein Brauch, einen großen Holzklotz – den Julklotz – aus dem Wald zu holen, und ihn zwölf Tage und Nächte brennen zu lassen. Vergleichbar mit dem Volksbrauch, Feuerräder bzw. Osterräder von Bergen abzurollen, werden von Anhöhen brennende Sonnenräder, mit Stroh bespanntes Holz oder geflochten, herab gerollt. Als Kinder haben wir kleinere solche brennende Reifen mit Hilfe von Haselstöcken durch den Ort gerollt, im schwer katholischen Bayern! Überhaupt sind hier die Raunachtsbräuche noch sehr lebendig. Perchtenlauf, Räuchern und etliche Tabus in der Zeit zwischen der Zeit werden hier noch in breiter Vielfalt und grosser Selbstverständlichkeit praktiziert. Nicht erst als neuaufgelegte Touristen-Folklore oder als ärgerliches Rudiment aus der Nazi-Zeit. Die enorme Vielfalt des lokalen Brauchtums legt ausserdem die Annahme vorchristlicher Ursprünge nahe, leider ohne dass heute noch feststellbar wäre, wo die jeweiligen kulturellen Wurzeln tatsächlich liegen. bzw. wie weit sie zurückreichen. Germanische Bezüge vieler Raunachtsvorstellungen sind aber naheliegend, denn zu dieser Zeit soll sich nämlich in der germanischen Vorstellung auch Wodans alljährliche Wilde Jagd abgespielt haben, in der die Geister der Verstorbenen mit Odin/Woden/Wotan über das Land ziehen sollten:

Im Zentrum der  Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, steht dann Woden’s “Wilde Jagd”. Zu dieser Zeit stehe die “überirdische Anderswelt” endgültig in Verbindung mit der Menschenwelt und die Seelen der Verstorbenen dürfen Kontakt aufnehmen. Dieser Glaube, dass zu sich zu dieser Zeit das Tor zum Geisterreich öffnet, zog Bräuche wie das Stehenlassen von Essen für die Geister (dumb supper) oder das Verbringen von Essen in die Megalithanlagen z.B. Bretagne, britische Inseln, mit sich. Auch für Odins Pferd Sleipnir stellte man Nahrung vor die Tür. Ebenfalls in den Rauhnächten spielt das Märchen um Frau Holle (Berchta, Perchta), die eine deutliche Verwandschaft zur germanischen Totengöttin Hel hat. Aber nicht nur in Regionen nördlich der Alpen wurden solcherlei Glaubensvorstellungen gepflegt: Auch die Römer kannten entsprechendes Brauchtum, ebenso verbreitet ist es in Griechenland oder Osteuropa, also in grossen Teilen des  indoeuropäischen Sprachraums. Erdhafte und unterweltliche Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der wilden Jagd einherziehen. Bis in die jüngere Zeit war in weiten Teilen Ost-Europas der Glaube verbreitet, dass sich zauberkundige Menschen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, zu dieser Zeit in Werwölfe verwandelten und in dieser Gestalt Mensch und Vieh bedrohten. Die Bräuche zu den verschiedenen “Zwischenzeiten” des Jahres ähneln sich sehr: Es existieren Übereinstimmungen z.B. zwischen dem Rauhnachtsbrauchtum und dem von Samhain oder All Hallows Eve” und den graeco-römischen Feiern der Erntefeste, an denen auch “Mundus Cereris Patet“: Saturnalia, Lupercalia.

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Krampus, auch ein Weihnachtspercht,
der manchmal schon mit dem Nikolaus kommt.
Er ähnelt dem Habergoas. quelle:wikimedia

Diese Umsetzung solcher Vorstellungen spiegelt sich besonders in den Perchtenläufen des Alpenraums wider. Dort gibt es allerlei teuflisch erscheinende Gestalten, die Schiechperchten, zum Beispiel den Habergoas, eine Mischung aus Pferd und Ziegenbock, ersteres ein Symbol Wodens, der Bock ein Tier des Thor. Die sogenannten Holzperchten schlagen besonders die Mädchen mit Haselzweigen, wohl eine Variante des “Quickens“, ein Fruchtbarkeitsritual. Auch die Hasel gehört zu Thor, der als Fruchtbarkeitsgott der Feind des Winters war: Im hohen Norden beteten die Menschen zu ihm, dass er die grimmigen Eisriesen mit seinem Hammer möglichst bald zerschmettert.  Eine andere Form der Perchten, aber regional davon getrennt und eigenständig sind die schellenbehängten Schepperer oder Glöckler. Auch der Brauch, zu Silvester Lärm zu erzeugen (Silvesterfeuerwerk), sollte die Unholde fernhalten, im Alpenraum wird in allen Rauhnächten auch geböllert. Wobei nicht nur der Lärm, sondern auch der Schwefeldampf des Schiesspulvers die üblen Geister vertreiben soll.

Je nach Region unterscheidet sich die Anzahl der Rauhnächte zwischen drei und zwölf Nächten. Als die vier wichtigsten Rauhnächte werden bezeichnet:

  • 21./22. Dezember (Thomasnacht, die Wintersonnenwende) (längste Nacht des Jahres)
  • 24./25. Dezember (Heiliger Abend, Christnacht, Vigil von Weihnachten)
  • 31. Dezember/1. Januar (Silvester)
  • 5./6. Januar (Epiphanias, Erscheinung des Herrn)

In manchen Gebieten wird die Thomasnacht nicht hinzugezählt, obwohl hier der alte heidnische Bezug noch extrem deutlich ist:

“Der Thama mit’m Hamma”

Die Nacht vor Thomas (21. Dezember) ist eine der wichtigsten und eigenartigsten Losnächte. Er ist recht volkstümlich, der “Thama mit’m Hamma”. Er erinnert deutlich an den hammerschwingenden, wetterbeherrschenden Gott der Germanen Thor/Donar, der mit seinem Hammer Mjölnir an die Wolken schlug und damit den Donner erzeugte. Der blutige Thamerl, wie er bei uns genannt wurde, war besonders als Kinderschreck gefürchtet.

Auch die seltsame Luzier: Hl. Lucia, am 13. Dezember gefeiert, gehört eigentlich noch zu den Raunachtsgestalten. Der 13. Dezember war früher ein wichtiger Tag für die traditionellen Feierlichkeiten der Sonnenwende, denn bis 1752 fand die Wintersonnenwende (z.B. in Schweden) an diesem Tag statt. Die Sichel der St.Lucia, als Symbol ihres Märtyrertums,  wird nun zum Drohwerkzeug für unartige Kinder, wie der Thorshammer des “Thamerl”. Diese Sichel kann man auch als Symbol des Saturn, als Herrn der Zeit und Schnitter Tod interpretieren, oder als Mondsichel der “Grossen Göttin”. Zur Deutung als Saturnsymbol kommen noch Janus und Terminus dazu, die in der Römerwelt für die räumlichen und zeitlichen Grenzen zuständig waren. Beide Gottheiten standen mit Saturn in Verbindung. Besser kommt Lucia in Schweden weg, hier wird ihr Gedenktag als Lichterfest gefeiert, vor allem für die Töchter der Familien ein Spass: Die älteste Tochter weckt weiss bekleidet, mit einer Lichterkrone auf dem Kopf, morgens die Familie und serviert ihnen Frühstück bei Kerzenschein: Vor allem Safrangebäck, ein Symbol der Sonne. Diese süssen Kringel, auch als Lussekatter=Luciakatzen bezeichnet, können auch ein Hinweis auf aur nordische Göttin Freya sein, deren Himmelswagen ein Katzengespann zog. An diesem Tag wird das berühmte Lucia-Lied gesungen, das von der Wiederkehr des Lichtes handelt, auch ein Bezug zum alten Datum der Sonnwende.

Die Etymologie, also die sprachliche Wurzel,  des Wortes Rauhnacht ist umstritten. Eine Möglichkeit stellt das mittelhochdeutsche Wort rûchhaarig‘ dar,  das es in der Kürschnerei als Rauhware oder Rauchware für Pelzwaren heute noch gibt. Es würde sich dabei auf die mit Fell bekleidete Schmutz- oder Schiechperchten beziehen, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben, oder aber vielleicht auf Rituale rund um das Nutzvieh. Wie zum Beispiel das Räuchern der Ställe mit dem Johannisbuschen des Sommers. Das würde aber auch die andere Herleitung des Wortes liefern: Rauch-Nacht, vom Haus-und Hof -Räucher-Ritual abgeleitet, das von der Bäuerin ausgeführt wird. Die alternative Bezeichnung Glöckelnächte bezieht sich auf das „Glöckeln“, von Tür zu Tür gehen und anläuten, einen Einkehrbrauch, der auf der Sage beruht, dass entweder Thor oder Odin zu dieser Zeit die Gastfreundschaft der Menschen überprüfe, und je nach Ausübung oder Verweigerung belohne oder bestrafe. Wie auch Frau Holle im Märchen.

Die Rauhnächte als Quasi-Niemandszeit sind auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenn gleich mehr aus Spass und Geselligkeit – in Form des Bleigießens (das Metall Saturns, des Herrn der Grenzen und der Zeit)  bis heute weiter gepflegt. Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Rauhnächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Ein bisschen blitzt da noch das sprechendes Odinspferd, der achtbeinige Sleipnir, oder Fallada aus dem Märchen “Die Gänsemagd” durch.  Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft. Heinzelmännchen, Laren und Manen lassen grüssen!

Die vier wichtigen Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Gebet begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die wilden Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Wohl eine Art Angst vor “Incubi” oder Besessenheit.  Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Beide galten als besonders anfällig für Hexerei, als Opfer und Täter. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht.

Diese Tabus sind wohl der Dämonisierung des älteren Brauchtums durch die Christianisierung zuzuschreiben: Die Götter der alten Religion sind häufig die Teufel der neuen. Vor allem weil einige Yul- oder Raunachtsbräuche mit Fruchtbarkeit zu tun haben, oder auch mit Orakelbräuchen, die vielleicht mit dem Genuss von Pilzdrogen, wie der Amanita muscaria einhergingen: Das mochten die sittenstrengen Kirchenlehrer wohl gar nicht dulden.

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Wintersonnenwende – Mutternacht. Das Leben kehrt zurück.
Modranecht ©scrano 2015

Doch zurück zum Neuheidentum:

Auch in der teilweise auf keltischen Überlieferungen*** basierenden Wicca-Religion ist das Julfest eines der 8 Feste des Jahreskreises, an dem mit der Wintersonnenwende die Wiedergeburt des an Samhain gestorbenen gehörnten Gottes bzw. der Tod des Winter- oder Holly Kings (Winterhalbjahr) und dessen Ablösung durch den Oak King (Sommerhalbjahr) gefeiert wird. Holly (Ilex, Stechpalme) und Oak (Eichenlaub) stehen auf den britischen Inseln als Symbole für den Winter und Sommer. Das sieht man auch an den vielfältigen Darstellungen der sogenannten “Green Men”, welche die Vegetation oder Herne, den Geist des Waldes, einer Art Kreuzung aus Odin, Cernunnos und Jennerwein***, versinnbildlichen.

Die Nacht dieses Wechsels wird als in der Zeit gefrorener Moment begriffen: Die Welt hält einen Moment den Atem an. Im Kessel der “Grossen Mutter” wird das Licht neu geboren, aus dem “Dunklen Winterkönig” wird das Sonnenkind.  Dieses Symbol der zunehmenden Tageslänge ist das Versprechen auf einen neuen Sommer voller Licht und Wärme. Die Göttin beginnt einen neuen Zyklus im ewigen Kreislauf, wobei sie sich wieder zu ihrer “jungfräulichen” Form transformiert.  Auch hier spielt das Feuer, z.B. der Jul-Block (nicht Bock!) und das Räuchern im Ritual eine zentrale Rolle. Die traditionellen Weihnachtsfarben: Gold, Grün und Rot kommen ebenfalls zum Einsatz, sie repräsentieren Licht und Leben.

Zum Räuchern als Ausleitung des alten und Einleitung eines neuen Lebenskreislaufs werden Pflanzen mit Korrespondenzen zum Feuerelement oder der Sonne verwendet:

  • Zimt, Nelken, Weihrauch, Myrrhe aber auch Zedernholz und vor allem Lorbeer für den Gott in seiner Form als Sonnengott und Lichtgott Apollon oder Bel/Balder und Rosmarin für die Göttin in ihrer Repräsentation als Artemis/Brigid/Freya.
  • Der Lorbeer hat als heilige und heilende Pflanze eine lange Tradition: Schon die Orakelpriesterinnen in Delphi verwendeten ihn, wahrscheinlich schon in der Zeit der alten Erdgöttin Python, bevor Delphi zum Orakeltempel des Apollon wurde. Zu Heil- und Reinigungszwecken eingesetzt wurde Lorbeer  im Heiligtum des Asklepios und bei Ritualen zu Ehren der Göttin Ceres oder der keltischen Cerridwen. Der Rauch des Lorbeer hat eine erdhafte und eine sprirituelle Note.
  • Auch mit Salbei wurde und wird in der Zeit geräuchert, ein Brauch, der ebenfalls aus dem Mittelmeerraum stammt. Nicht verwechseln mit “Sage” dem Steppenbeifuss der amerikanischen Ureinwohner.

Viele der anderen genannten Düfte sind uns bereits aus dem allgemeinen Weihnachtsbrauchtum vertraut. Sie wirken stimmungsaufhellend und vertreiben die Schatten des Winterblues. Es ist die Zeit der Neuanfänge und um die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Jetzt wird das Samenkorn für ein gutes neues Jahr gepflanzt. Wir können Bernstein oder Tigerauge als Glücksbringer verschenken, die sowohl die Sonne als auch den glücklichen Wechsel versinbildlichen.

In allen Traditionen, sei es nun historisch oder neuheidnisch, aber auch traditionell christlich wird in dieser Zeit gefeiert und die Hoffnung auf gute Zeiten ausgedrückt.

Häufig auch durch Geselligkeit bei gutem Essen:

  • Truthahn, Gans, reichhaltiges Gebäck wie Stollen und Früchtekuchen, Glühwein oder Punsch.
  • Und natürlich darf der sonnenhafte Met aus dem Honig des Sommers nicht fehlen, am Besten als Heissgetränk.

 

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***Die herrschende Vorstellung der kosmischen Eltern, einer Allmutter (der mondhaften Göttin) und eines solaren Jahresgottes (der Vegetation) ist relativ generisch. Viele Wicca haben ihr individuelles Götterpaar, wobei auf unterschiedliche Kulturen zurückgegriffen wird: Graeco-Romanische, Nordische, Keltische oder Slawische Traditionen, beispielsweise. Sogar eine christlich geprägte Variante mit Maria und Jesus als Mutter/Sohn Paar gibt es in den USA. Da Maria oft mit der Mondsichel abgebildet und Jesus als wiedererstehendes Licht gefeiert wird – für naturreligiöse Christen erscheint diese Tradition nicht abwegig.
  • “Alle Göttinnen und Götter sind eine Göttin und ein Gott”.
Somit handelt es sich beim Wicca um naturreligiös motivierten Pantheismus. Die Ritualistik hat allerdings deutliche Bezüge zum inselkeltischen Brauchtum, aber auch zum Freimaurertum und zu hermetischen Orden, wie “Golden Dawn”.
***Herne,the Hunter aus Shakespeares “Merry Wives of Windsor” hat wohl Wurzeln sowohl in einer historischen Figur, dem berüchtigten Wilderer Richard Horne, aber auch bei mythischen Gestalten wie Odin mit der Wilden Jagd. Er ähnelt damit Robin Hood, oder Figuren des Nibelungenliedes und der Artus-Sage. Odin als Waldgeist kennen wir im Märchen in der Gestalt des Rübezahl.
 

christmas_flower_by_kmygraphic-daroyvx Animation: ©kmygraphic

Posted by on Dezember 19th, 2016 2 Comments

Rechtzeitig zum Fest: Die Geschenke des Zodiak

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Päckchen mit Geschenken – von himmlischen Boten gesandt.
Heaven Sent ©scrano 2016

Das richtige Geschenk – Domäne der Venus

Ob anlässlich eines Geburtstags, zum Muttertag, Hochzeitstag oder zum Weihnachtsfest: Die Wahl eines passenden Geschenks stellt uns zusehends vor immer grössere Probleme. Die Vielfalt des Angebots wird trotz Internet (oder deswegen) immer unüberschaubarer. Zuminest für Menschen aus den engenren Bekannten oder Freundeskreis kann man hierfür geschickt die Astrologie nutzen.Die Stellung der Venus nach Zeichen und Haus gibt einen Hinweis, neben ASC, Mond und Sonne – die das Grundnaturell beschreiben. Venus zeigt wo wir begehren und was wir schön finden. Steht sie auch noch im selben Haus bzw. Zeichen wie Mond oder Sonne (häufiger der Fall, da Venus sich nie weit weg von ihr befindet), sind die entsprechenden Vorlieben natürlich besonders stark ausgeprägt.

Widder Venusaries_by_kmygraphic-d8lx3gh
Und … Action! Hier sind ein Abo im Fitnessstudio oder ein Sportgerät höchst willkommen. Oder Karten für ein Sportereignis. Cowboy-Stetson oder Aussie-Hat – überhaupt Kopfbedeckungen, vom Sturzhelm bis zum auffälligen Schrei der letzten Hut-Mode. Es kann ruhig auffällig sein, bunt oder gleich flammend rot. Diese Farbe ist bei den Widdern generell beliebt, dank ihres feurigen Herrschers Mars: Also beim selbstgestrickten Pulli daran denken! Ein Besuch bei einem Starfriseur – machen Sie sich auf ein provokantes Haarkunstwerk gefasst! Ein Motorrad oder Mountainbike. Ein Boxsack und Handschuhe, für das marsische Temperament.

1. Haus Venus
Hier kommen Geschenke besonders gut an, man liebt schöne Dinge oder ist kulturbeflissen – Theaterkarten oder hübsch verpackte Kleinigkeiten, egal. Die Auswahl wird natürlich vom Zeichen mitbestimmt. Durch die Venus im 1. Haus wird die Wahrnehmung für die schönen Seiten des Lebens geschärft, und man befleissigt sich einer gewissen Eleganz in der gesamten Lebensführung.

Stier Venus
Ditaurus_by_kmygraphic-d8lx3zkese Venus liebt Komfort und Bequemlichkeit, aber auch sinnliche Genüsse. Kulinarische Geschenke oder eine Einladung in ein Gourmetrestaurant sind hier sehr geschätzt. Edlen Schokoladenpräsenten ist man auch nicht abgeneigt. Daneben kann man auch die musische Seite der Stiere ansprechen: Musik-CD, ein Konzertabend oder Gesangstunden, oft hat Stiervenus ein diesbezügliches Talent. Gemäss der astromedizinischen Korrespondenz – ein luxuriöses Parfum. Für die Gärtner unter den Stieren: Pflanzenbücher oder schöne Übertöpfe und andere Gartenaccessoires.

2. Haus Venus
Hier ist man körperbetont und den materiellen Genüssen zugeneigt – die Auswahl wird wieder vom Zeichen bestimmt. Ein kunsthandwerkliches Hobby kann hier auch eine Geschenksoption liefern.

gemini_by_kmygraphic-d8lxq8oZwillinge Venus
Bücher, Zeitschriften, alle Informationsmedien sind höchst willkommen, auch Techno-Gadgets und Computer. Ein Abo für ein Rätselmagazin, die flinken Merkurier knobeln gerne.  Eine Bücherlesung ihrers Lieblingsautors mit Diskusionsabend.  Ein schönes Schreibgerät,  oder einen eigenen Blog. Bei Computern: Möglichst leicht und transportabel – ein i-PAD oder Smartphone mit grösserem Display. Etwas, was den Zeitgeist repräsentiert. Es muss nicht dauerhaft sein, da man hier schnell gelangweilt ist. Rollerskates – wie die Flügelschuhe des flinken Hermes. Ein Kurs in Pantomime – für die “sprechenden” Hände der Zwillinge-Venus ideal. Karten für das neueste Musical. Ein Besuch im Nagelstudio – oder besondere Handschuhe.

3. Haus Venus
Kommunikation und Lernen ist hier die Devise – Auswahl nach Zeichen. Oder ein Mitbringsel mit einer Hintergrund-Story, über die man ausgiebig diskutieren kann.

Krebs Venuscancer_by_kmygraphic-d8lxqax
Etwas für das Eigenheim, besonders aus der Kategorie “Antikes”. Ein Geschenk mit dem Hauch von Geschichte, mit Tradition – und Vorsicht, sie sind qualitätsbewusst und hassen Plastik! Kameras, von einer einfachen Digi-Knipse bis zum semiprofessionellen Level. Krebse lieben Fotos, als Andenken an ihre Lieblingsmomente. Kochbücher und Bildbände mit Reisebeschreibungen.  Ein romantisches Dinner zu zweit, möglichst bei Kerzenlicht. Ein schönes Tagebuch, mit Schreibfeder und altmodischem Tintenfass. Eine Seereise – Kreuzfahrt oder besser noch Weltumsegelung. Der Krebs liebt das Meer, es ist seine zweite Heimat. Software für die Ahnenforschung und den Familienstammbaum. Ein Gourmet-Kochkurs und ausgefeilte Rezeptbücher.

4. Haus Venus
Dinge mit Tradition, Geschichte oder etwas maritimes. Hier ist Venus generell romantisch und liebt ihr Zuhause – aber auch paradoxerweise von Fernweh geplagt – oder besser gesagt von der Sehnsucht  nach der weiten See – Piratenabenteuer: Die gesamte “Pirates of the Carribean” Filmreihe auf BluRay. Bücher über Archäologie und Geschichte. Ein eigenes Fleckchen Erde – das 4. Haus repräsentiert die Heimat und die Familie. Ein tolles Familienfest.

Löwe Venusleo_by_kmygraphic-d8lxwmu
Luxus oder Applaus- was hier mehr gefragt ist – schwierig zu sagen. Teuer sollte es schon sein, oder zumindest danach aussehen. Theaterkarten für die besten Plätze, die grosse Operngala in der VIP-Lounge. Oder etwas Schönes für ihr bestimmt exklusives Hobby. Ein Malkurs in der Toskana, allerdings in luxuriöser Umgebung – gleich mit Pool und Gourmet-Tempel um die Ecke. Gold – es ist nun mal das Löwe-Metall – und Diamonds ARE a girls best friend, für die Venus in diesem Zeichen. Sie steht hier  ja schliesslich erhöht, da muss man schon auf Niveau achten. Ein Wochenende in Las Vegas.

5. Haus Venus
Das Haus von Spass und Spiel, hier lebt das innere Kind – alles was Laune macht und wodurch man sich umschmeichelt und verwöhnt fühlen kann. Etwas  zum Gestalten, was die eignene Persönlichkleit zum Ausdruck bringt.  Und ein Hauch von Luxus sollte auch Präsente für die 5. Haus Venus umschweben.

Jungfrau Venusvirgo_by_kmygraphic-d8m1c2c
Eine Uhr – nein, Spass beiseite, Jungfrauen lieben Zeitmesser aller Art. Von guter Qualität, praktisch und dauerhaft sollte sie allerdings sein, wie jedes Präsent für  diese Venus. Geschenke für den Büroschreibtisch, Helferlein-Software, alles was bei der täglichen Routine hilft. “Form follows Function” ist das ästhetische Motto der diensteifrigen Venus. also nicht Extravagantes oder Schräges ! Übertriebener Luxus wird unter Umständen als dekadent oder unschicklich angesehen. Zweckmässigkeit ist alles für die Pragmatiker des Zodiak. Sie sind geschickte Handwerker, wie die Stiere – also hochwertiges Werkzeug ist auch gern gesehen.

6. Haus Venus
Alltagstauglichkeit ist hier das Motto. Unter diesem Gesichtspunkt sollte die Geschenkeauswahl stehen, egal ob Technik, Kleidung oder Gutschein. Letztere sind hier auch gerne willkommen, sie sind die praktische, vernunftgesteuerte Form von Präsenten.

Waage Venuslibra_by_kmygraphic-d8m1c3d
Auf jeden Fall mit Stil! Hier ist Venus in ihrer ästhetischen Weltsicht zu hause, also nichts Verschrobenes, Hässliches, Lautes oder Grobes bitte. Ein Aufenthalt in einem Wellnesstempel, eine Session im Beauty-Parlor oder ein hübsches Schmuckstück mit Klasse sind höchst willkommen. Karten fürs Ballett, die Waage liebt den klassischen Spitzentanz. Kein Abenteuerurlaub. Bücher über Kunst, schöne Bildbände. Schlittschuhe, neben Tanzen ist das schwerelose Gleiten über das Eis eine Waage-Disziplin. Kein Eishockey! Ein Tai-Chi Kurs.

7. Haus Venus
Etwas für Zwei, und nett, harmonisch und ästhetisch ansprechend sollte es auch sein. Eine gemeinsame Reise oder ein Paartanzkurs.

Scorpion Venus
scorpio_by_kmygraphic-d8m1iglEs darf ruhig schaurig sein! Oder mysteriös – ein Krimi-Dinner z.B. oder ein kniffliges Puzzle. Geschenke mit “gothic touch” oder der letzte Spionage-Thriller, als Buch oder Film. Bücher über naturwissenschaftliche Themen, Psychologie oder auch okkultes. Ein cooles Leder-Outfit oder Handschellen mit Pelz gefällig? Tickets für ein Hard Rock-, Heavy Metal-, Symphonic Rock-Konzert oder japanisches Kodo-Trommeln. Ein Kurs in Tantra-Yoga. Kampfkunst wie Aikido, Karate und Kung-Fu fasziniert die plutonische Venus ebenfalls. Ein schönes Schachspiel, ideal für die Meisterstrategen, sie schätzen den menschlichen Gegner mehr als den elektronischen beim Computerschach. Ein Buch über ausgefallene Bar-Rezepte für die Hobby-Alchemisten, gleich mit einer Flsche Absinth samt Gläsern und Löffeln.

8. Haus Venus
Alles was den detektivischen Scharfsinn anregt – oder nachhaltig ist. Aber auch Monopoly und andere Gesellschaftsspiele die den Sinn für die Finanzwelt trainieren. Ein guter Steuerratgeber.

Schütze Venussigittarus_by_kmygraphic-d8m1mcn
Ein Abenteuerurlaub oder ein Ski-Kurs mit Wellness-Angebot. Utensilien wie Kompass oder Sandbleche für den SUV. Bücher über Fernreisen, Dumont oder Baedecker, Kochbücher mit exotischen Rezepten. Karten für ein Orgelkonzert in einer Kathedrale. Ein Abend im Kabarett oder im Cirque de Soleil. Ein Urlaub hoch zu Ross, ein Reitlehrgang oder Bogenschiessen.  New Age und Esoterik-Artikel, wie Feng Shui Kristalle oder Delfine. Ein schönes Sortiment exotischer Gewürze.

9. Haus Venus
Fremdsprachenlernsoftware oder ein Kurs bei der Volkshochschule. Bücher über Philosophie und Reliogionswissenschaften. Bildbände von fernen Ländern. Das 9. Haus handelt von höherer Bildung, Philosophie und Reisen.

Steinbock Venus
Antiqitäten mit Stil und Status – und mit Zertifikat! Retrostyle, aber bitte nicht hip! Keine Experimente. Ein schöner handgearbeiteter Aktenkoffer, oder ein wertiges Visitenkarten-Etui. capricorn_by_kmygraphic-d8m216s Trotz aller Nüchternheit, im Alter entwickeln Steinböcke oft einen schrägen Sinn für Humor -also etwas Lustiges darf es auch sein. Nur nicht gerade Kindereien, Clowns oder Toilettenwitze. Ein toller Bürostuhl für das Arbeitszimmer. Bücher über Architektur oder Geologie, ein schönes Stück für die Mineralien- oder Fossilensammlung.

10. Haus Venus
Nützliches für den Beruf – eine Sprachreise, Organizer-Software, Mousepad, Kaffeetasse oder ein toller Wandkalender, um das Büro zu verschöneren.

Wassermann Venusaquarius_by_kmygraphic-d8m2848
Etwas Aufregend Neues, der letzte Schrei – in Mode, Heimdeko oder Haustechnik. Überhaupt Technik – elektronische Gadgets aller Art, vom Computer bis zum Mähroboter. Die neueste elektronische Esspressomaschine mit allem Schnickschnack. SciFi-Romane oder Filme. Eine Plasmakugel. Bücher über soziale, technische und politische Revolutionen, Literatur über Astronomie und Astrologie. Ein Teleskop, oder ein Vortragsabend im Planetarium. Eine Ballonfahrt oder ein Tandemsprung mit dem Fallschirm. Ein Kurs in Molekularküche. Man beachte allerdings die Phobien, die bei den Uraniern durchaus vorkommen könen.

11. Haus Venus
Eine tolle Überraschungs-Party mit Freunden, Karten für einen Charity-Event. Etwas Ungewöhnliches für eine Gruppe, wie interaktives Theater, oder ein Computer-Rollenspiel. Ein Raspberry Pie, Arduino oder ähnlicher Kleinstcomputer für eigene Hardware-Hacks.

Fische Venuspisces_by_kmygraphic-d8m5dom
Die Welt der Oper, in Form von Karten oder BluRay. Die Neptunier sind sehr musikalisch, besonders in Verbindung mit Venus, daher ist auch ein Musikinstrument willkommen, am besten mit ein paar Übungsstunden. Ein Besuch in einem tollen Aquarium – oder gleich einen Goldfisch, Koi oder ähnlichen Wasserbewohner. Etwas zum Träumen – Gedichtband, Fantasy-Literatur – nicht gerade Game of Thrones – darüber freuen sich Skorpione! Harry Potter, oder Ursula LeGuin auch für erwachsene Kinder – grosse und kleine Löwen fühlen sich von Heldenromanen ebenfalls angesprochen – aber der Fisch kann in so einer Welt völlig aufgehen. Marion Zimmer Bradleys Avalon Buchreihe. Ein Abo für  eine Thalassokur – oder ein besonderes Meersalz. Tarotkarten und ein Kurs in Za-Zen. Und last but not least: Extravagante Schuhe – vor allem für die weibliche Fische-Venus eine Versuchung! Eine Akupressur-Fussmassage für die Herren Fische.

12. Haus Venus
Oh, das grosse Mysterium – im 12. Haus ist es daheim – Bücher über Kryptologie und Zahlenrätsel bei den mathematisch veranlagten, Meditations- oder Yoga-Kurs für die spirituellen Gemüter. Exerzitien in einem Kloster.  Sie lieben schöne, aufwendige Verpackungen, die nicht gleich verraten, welcher Art der Inhalt ist.

Ein Nachtrag: Ausser Zierfischen, keine Haustiere auf der Liste – für Kinder sind sie doch oft der Herzenswunsch! Nun, den Umgang mit Schutzbefohlenen, ob kinder oder tierische Gefährten regeln der Mond (das mütterliche Element ) und die Sonne (das väterliche Element). Ein bisschen humorvoll betrachtet: Die Haustiere des Zodiak.

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Ich bin keine Sache!

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Ich auch nicht!

Alle Zodiakanimationen und Weihnachts-Gif: ©kmygraphic.

Posted by on Dezember 9th, 2016 Kommentare deaktiviert

Das Feuerelement: Inspiration, Lebenskraft und Wärme

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Feuer: Willenskraft, Dynamik, Schaffensprozess – höheres Selbst.
 Kelch der Inspiration ©scrano 2013

Korrespondenzen des Feuer-Elementes:

Zodiak:

  • Schütze: mutabel – Jupiter in seinem Taghaus
  • Widder: kardinal – Mars in seinem Taghaus
  • Löwe: fix – Sonne

Tarot: Stäbe, ASSE

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Rot, orange, goldgelb.

Alchemie:Fire

Nach oben weisendes Dreieck.

Elemental:

  • Salamander,
  • Süden,
  • Michael
  • Notus

Tage:

  • Sonntag – Sonne
  • Dienstag – Mars
  • Donnerstag – Jupiter, aber auch Wasser-Anteil

Pflanzen:

  • Wüstengewächse, Dornenpflanzen, Kakteen (mit Mond und Saturn). Dreieckige Blätter: Dachwurz, etliche Sedum-Arten, Hawortia, Echeveria. Pyrophyten: Pflanzen, die erst ihre Samen nach einem Buschfeuer oder Waldbrand ausstreuen. Alle Xerophyten: Pflanzen der ariden Zonen.

Signatur:

Viele Blüten, kräftige Farben, besonders rot (Hibiskus), harte oft dreieckige Blätter mit Wachsschicht, Sonnenanbeter, Mittagsblüher, fette Öle, Harze (Bernstein, ein fossiles Harz ist DER Sonnenstein), belebende Scharfstoffe, zuckerhaltig. Pflanzen der Tropen oder Subtropen. Rote oder orangegelbe Blüten, roter Austrieb, rote Früchte  (Feuer-Venus), Tagblüher, Blütenstände oft flammenartig und der Sonne zugewandt (Anthelii), z.B. Sonnenblume und viele andere Korbblütler.

Öle:

  • Zeder
  • Zimt, (Venus, Pluto)
  • Weihrauch, (Saturn, Sonne, Mond)
  • Ingwer, (Venus, Mars)
  • Lorbeer (Saturn, Mond)
  • Johanniskraut, (Saturn, Mond)
  • Olive, (Saturn, Sonne)
  • Basilikum,
  • Nelke,
  • Blutorange,
  • Litsea Cubeba

Tiere:

  • Schnelle Tiere, Raubtiere, Tiere der trockenen Zonen.

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Dieses Element steht für Vitalität. Dem Feuer, zu dessen Energie die Yang Variante “Aktivität und Neubeginn” passt, ist in jedem Elementesystem der Wille, der Mut und die Lebenskraft zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie von Mars in seiner rohen Natur und Sonne, sowie Jupiter (im Schützen) in seiner reifen Form regiert. Feuer brachte den Menschen die Ur-Zivilisation, durch seine Wärme schuf es Lebensräume, das Zubereiten von Nahrung erschloss eine vielfältigere, reichhaltigere  Diät. Die Jagd auf das Grosswild der Altsteinzeit ist eine Domäne des Feuerelements, der Frühmensch nutzte das Feuer wohl zuerst als Jäger. Das Licht der ersten Fackeln eroberte und überwand die Schrecken der Nacht. Auch unser Gesicht veränderte sich: Die grossen Kaumuskeln wichen wegen der gekochten Nahrung einer diffizileren Sprachmuskulatur.  In seiner zerstörerischen Form wurde das Feuer aber gefürchtet und auch wohl wegen seinem Zusammenhang mit dem Blitz sehr früh vergöttlicht.  Als schöpferisches Feuer wurde es in Indien in der Gestalt des Gottes Agni verehrt, die Zoroasterpriester hüteten eine heilige, ewige Flamme, die das Gute repräsentierte. Aber auch das Höllenfeuer und der dämonische Aspekt des Elements war wohl schon früh in den religiösen Vorstellungen verankert. Der Weltuntergang vollzieht sich in vielen Mythen als grosse Feuersbrunst: Das nordische Ragnarök oder der Weltenbrand, den Shivas Tanz auslöst. Trotzdem, die positiven Eigenschaften überwiegen: Die Urkraft des Elements steckt bereits im Auskeimen des Vor-Frühlings (Keimlinge entwickeln tatsächlich Hitze, um z.B. die Schneedecke zu durchbrechen), die gebändigte Form in den Feuerfarben der Sommerblumen und gespeichert auch in Nüssen, die man früher als Vorrat zum Überwintern brauchte.  Das Element Feuer fördert Aktivität, Lebenskraft und Durchsetzungsvermögen und verleiht Selbstbewusstsein und Mut. Feuerzeichen sind immer von dieser Sturm-und Drangenenergie durchdrungen, selbst die fixen Löwen.  Die negative Variante dieses Pioniergeists und des Vorwärtsdrangs sind Aggression, Egoismus und Krieg. Nicht umsonst sind die Feuergötter immer mit dem Kriegshandwerk verbunden, und sei es nur als Waffenschmied, wie der lahme Hephaistos.

Zustandsformen des Elements im Feuertrigon:

  • Widder: kardinal, Funke, offenes Feuer, Schmiedefeuer
  • Löwe: fix, solares Feuer, Kerzenflamme, Herdfeuer
  • Jupiter: mutabel, Blitz, Feuersbrunst
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

 

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos ausgerichtet. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

Posted by on Dezember 3rd, 2016 Kommentare deaktiviert

Mundan-Astrologie: Jupiter in der Waage – Chief Justice?

Jupiter läuft in der Waage: Ausgleich im Grossmasstab? Mehr Wertschätzung und Eunhaltung voon Gesetzen?

Jupiter läuft in der Waage: Ausgleich im Grossmasstab?
Mehr Wertschätzung und Einhaltung von Gesetzen?
Hoffen wir das Beste! Quelle: Zeus als PD via wiki, Libra als free png.

Jupiter in der Waage erzeugt den Ausgleich – ja, allerdings, wenn man Pech hat, und das sprichwörtliche Übermass des Olympherrschers die Oberhand gewinnt, geschieht dies vielleicht im Sinne der altägyptischen Maat: Das heisst Störendes wird entfernt oder ausgemerzt. Das Bild an der Wand MUSS gerade gerückt werden, der hässliche Teppich kommt auf den Müll. Dann bleibt nicht viel von Venus-Harmonie, davon abgesehen, dass Harmonia die Tochter von Mars UND Waageherrscherin Venus war. Denn Jupiter zeigt auch an, wo man sich vor Auswüchsen in den Themen des Zeichens in Acht nehmen muss, durch das er gerade läuft.
Waage-Sonne, Venusdominanz und Waage-Überhang (ASC, volles 7.Haus etc.)  in in ihren Horoskopen hatten z.B. Himmler und Hitler – und gerade zusammen mit mächtig viel Jupiter und Uranus- Themen. Dazu noch ein wenig Pluto, um es noch interessanter zu machen. Und ausgerechnet zwischen diesen drei Archetypen (Uranus/Jupiter/Pluto) findet inden nächsten Monaten ein Kräftemessen in Spannungsaspekten statt, das nicht gerade als Anzeiger für Stabilität zu sehen ist.
Was die schöngeistige Herrscherin der Waage anbelangt – die Griechen nannten sie Venus Urania, im Gegensatz zur Venus Pademos im Stier. Sie ist eher kühl kalkulierend als sinnenfreudig und feierlaunig. Beide Venus-Typen sind nicht empathisch, gefühlsduselig oder romantisch – dafür ist der Mond zuständig.
Ich sehe eher das Nemesis-Prinzip als Teil der Waage, da früher Jungfrau/Waage und Teile des Skorpions ja ein Sternbild waren: In der Jungfrau und der Waage herrscht Asträa, die Sternjungfrau – eine mächtige archetypische Figur. In Sumer war sie Inanna/Astarte, die kriegerische Fruchtbarkeitsgöttin, in Ägypten Maat, in Griechenland Dike/Kore/Themis und eben auch Nemesis. Diese etwas sperrige Version der Gerechtigkeit (natürliches Recht) wurde auch in den Mysterien von Eleusis thematisiert. Die Waagschalen, das einzige unbelebte Zodiak-Zeichen sind bereits ein Teil des Nemesis-Aspekts dieser Sternjungfrau, das (Richt)-Schwert bekommen wir dann im Skorpion, denn als Klauen des Skorpions betrachteten die Alten früher das Sternbild Waage.
Jungfrau und Skorpion ähneln sich nicht nur von ihren Glyphen her, das Zeichen wird oft als kleiner Skorpion gesehen – die dazwischen liegende Waage wäre dann so etwas wie das Instrument, dass sich beide teilen. Zwischen der Realitätserkenntnis (Jungfrau) und der Konsequenz (Skorpion) steht sie als Werkzeug der Entscheidung, eher passiv. Der Ausgleich ist also zwangsläufig und bestimmt nicht vom Wunsch nach Kuscheln bestimmt.

Gezählt (Jungfrau)  gewogen (Waage) geteilt (Skorpion) (mene, tekel, upharsin)
(Alb)Traum des Belsazar

Da Jupiter Krisen eher verschlimmbessert und mit Uranus in einer Opposition ein Tauziehen veranstaltet, können wir gespannt sein. Jupiter steht ja nicht für Gerechtigkeit, sondern für die Legislative – der Eid wurde beim Zeus geschworen, die Gesetze stammten von den älteren Titanen (Saturn). Der Saturn blockiert aber den Jupiter in seinem eigenen Zeichen, dem Schützen. Was für Eier-Tänze da wohl aufgeführt werden …? Nicht Jupiter sondern Saturn steht in der Waage erhöht, da er der ursprüngliche Gesetzgeber war. Saturn/Schütze und Jupiter/Waage spiegeln einander sogar ein wenig. Da Jupiter zudem nicht nur von Uranus, sondern auch von Pluto unter Druck gerät, die drei bilden ein sogenanntes T-Quadrat, eine sehr dynamische, harte Figur, wird er nicht sehr förderlich wirken können.

Da sieht es schlecht aus mit Frieden – zähe Verhandlungen und Powerplay garantiert, gerechterer Verteilung der Wirtschaftsgüter oder Machtverhältnisse.
Balanzieren kann sie ja immerhin, die Waage – das lässt hoffen, dass nach allen Schwankungen und Ausschlägen am Ende doch noch ein fairer Deal zustande kommt, und dass die jupiterianische Expansion im Sinne von gerechtem Ausgleich im grossen Stil stattfindet. Grosszügigkeit, für die der Olympherrscher auch bekannt ist, wäre von allen Seiten angebracht. Oder die ganze Jupiterblähung endet wegen mangelnder Entscheidungskompetenz in der Waage  mit einem furchtbar stinkendem Furz, wenn er dann in den Skorpion wechselt, der stachelschwänzige Herrscher im 8. Haus ist unter anderem auch  für solche Enddarmprodukte zuständig.  Vielleicht hilft ja Kümmel dagegen, das alte Hausmittel gegen üble Winde, ein Gewächs des Merkur, dem astrologischen Gegenpol des Olymp-Bosses.

Posted by on November 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

21.11. Ingress der Sonne in den Schützen, oder ist es doch Ophiuchus ?

Nur nicht danebentreffen!Sagittariue ©scrano 2016

Nur nicht danebentreffen!
Sagittarius ©scrano 2016

Der Schlangenträger alias Ophiuchus ist in der modernen Astronomie ein sehr ausgedehntes, aber wenig auffälliges Sternbild am Sommerhimmel. Da seine wenig hellen Sterne eine grosse Fläche abdecken, und wenig markant sind, ist es nicht ganz einfach, ihn zwischen dem Herkules und dem Skorpion zu identifizieren. Die Hauptsterne bilden eine annähernd trapezförmige Figur, von der westlich und östlich die Sterne der Schlange ausgehen. Der westliche Teil überlappt das Band der Milchstraße.

Der arme Schlangenträger bildet immer wieder die Grundlage für eine Kontroverse zwischen naseweisen (Jungspund-) Astronomen und Astrologen, da es angeblich das 13. Sternzeichen sei. Daher wäre die Astrologie widerlegt. Nun ja, Bullshit kommt in vielen Geschmacksrichtungen, trotzdem ist er nicht geniessbar.

Ophiuchus - Asklepiosquelle:PD via wiki

Ophiuchus – Asklepios, der Urheiler.
quelle:PD via wiki

Nein, es gibt nur 12 Tierkreiszeichen, aus folgenden Gründen:

  • Der Ophiuchus besitzt nach alter Sternbildkartierung zu wenige Sterne auf der Ekliptik, die Einbeziehung von schwächeren Sternen aus dem Skorpion und Festlegung ander Grenzen stammt aus dem Jahr 1928. Somit läuft die Sonne, kartographisch gesehen, derzeit vom 30. November bis zum 18. Dezember durch das Sternbild Schlangenträger – und zwar im Tierkreiszeichen Schütze, ein 30° großer Abschnitt auf der Ekliptik direkt vor dem Punkt der Wintersonnenwende.
  • Sternbilder und Tierkreiszeichen sind schon wegen der Präszessionsbewegung der Erdachse nicht (mehr) identisch. Auch das wussten die Menschen in der Antike bereits – belegt seit dem  ~2. Jhd. v.Chr.(Hipparchos), oder früher in Babylon (3. Jhd.). Das zugehörige “Platonische Jahr” war zur Zeit seines Namensgebers nach neueren Quellen bereits bekannt, also wären wir da schon beim 5. Jhd vor Chr.
  • Die Namen der späteren Tierkreiszeichen wurden ursprünglich, zu Beginn der astrologisch/astronomischen Aufzeichnung,  nach mythologischen Kriterien den Sternbildern zugeordnet. Die Konstellationen selbst bildeten das Zifferblatt einer himmlischen Jahres-Uhr. also markierten sie lediglich einen Himmelsauschnitt zu einer bestimmten Zeit. Dieser ändert sich nicht, egal was da gerade befindlich ist. Wesentlich für die damalige Ackerbaugesellschaft war die Beziehung der Himmelsabschnitte zu den Jahreszeiten. Dies war schon im alten Mesopotamien um 2000 v. Chr. der Fall. So zeigte ursprünglich beispielsweise das heliaklische (vor dem Sonnenaufgang) Erscheinen der Waagesterne – symbolisch passend – die Herbsttagundnachtgleiche an. Der griechische Astronom/Astrologe Ptolemäus machte den Tierkeis endgültig an den vier jahreszeitlichen Hauptpunkten fest. Den astrologischen Widder legt er daher auf den Frühlingspunkt, unabhängig von der Lage des Sternbilds gleichen Namens.
  • Die Tierkreis-Mythologie ist an den Himmel projezierte Psychologie oder Zeitgeist, nach antiker Auffassung findet man dort das gespiegelt, was auf der Erde vor sich geht. Die Namensgebung der Tierkreiszeichen  beinflusst nicht die Eigenschaften der unter diesen Zeichen Geborenen, es ist eher umgekehrt: Das was zu diesem Zeitpunkt hier unten passiert, auch die Wesensmerkmale von unter bestimmten Zeitabschnitten geborenen Menschen bestimmten die Auffassung vom kosmischen Geschehen. Deshalb ist ein Tierkreiszeichen das Symbol für ein komplettes Psychodrama, ein Szenario. Ähnliches findet man auch im Pantheon (Götterhimmel) der Griechen. Die Interpretationen der zwölf Zeichen des Zodiak stellen wie die Götter lediglich Archetypen eines komplexeren psychologischen Geschehens dar. Auch die zu den Zodiakzeichen zugehörigen Planeten-herrscher (alias Götter) beeinflussen NICHTS, sie sind nur Anzeiger für etwas, was auf der Erde geschieht.

Mythologisch ist Ophiuchus dem Halbgott Asklepios, Sohn den Lichtgottes Apollon zugeordnet. Einmal stellt er eine Querverbindung zum Orion (Skorpion)-Mythos her, dann gibt es noch eine Geschichte, nach der Hybris (Jupiter/Schütze) ihn zu Fall gebracht hätte: Er erweckt einen Toten, das erregt den Zorn der olympischen Dreigestirns (Jupiter,Neptun,Pluto). Jupiter/Zeus tötet ihn mit einem Blitz, dank Apollons Einspruch darf er an den Sternhimmel, statt in den Tartarus zu kommen. Also steht er doch irgendwie zwischen Skorpion und Schütze – der Schlangenträger … lol!

Letzte Ausfaht: Ophiuchus ?Der Schlangeträger folgt auf das Sternbild des Skorpion, nicht aber auf das das Tierkreiszeichen.Scorpio ©scrano 2016

Nächste Ausfahrt: Ophiuchus ?
Der Schlangenträger folgt auf das Sternbild des Skorpion, nicht aber auf das das Tierkreiszeichen.
Scorpio ©scrano 2016

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Posted by on November 21st, 2016 Kommentare deaktiviert