Posts Tagged ‘Bretagne’

 

Kalender 2018: Wunderschöne Bretagne

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St.Michel en Greve, Cotes d’Armor. 

Und noch eine weitere Galerie mit Eindrücken unserer Bretagne-Reisen.

Reise-Tipps:

Alle Kalendermotive sind auch als einzelne Bilder erhältlich.

Photos und Digital Art, Fraktalbilder: ©scrano, abrasax, beast666

Freie Auswahl von mindestens 13 Blättern*** aus der Galerie. Bitte das Deckblatt extra benennen. Für kleine Texte ist Platz, bitte nachfragen. Standard sind erklärende Untertitel für die einzelnen Fotos. Formate: DIN A4, A3, A2 quer mit Metallspirale. Professioneller Qualitätsfotodruck.

Preis: ab 14 € bei DIN A4 hoch oder quer.

Alle Anfragen bei Ambrosia per email. Vorbestellungen wie immer, bis September 2017.

***Hochformatige Motive passen als Duo auf ein Blatt.

Posted by on Januar 7th, 2017 Kommentare deaktiviert

Traumzeit Europas: Spirituelle Orte in der Bretagne

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Typischer Dolmen der Bretagne oder “Allee Couverte”.
Cote d’ Armour, Nordbretagne.

In der Zeit der ersten Ackerbauern, dem Neolithikum, entstanden die Megalithanlagen in Europa. Einige der eindrucksvollsten und ausgedehnetesten Anlagen und Steinsetzungen findet man in der Breatagene. Der Schwerpunkt liegt in der südlichen Provinz Morbihan, sowohl entlang der Küste als auch auf den kleinen inselchen der Region.  Die meisten Dolmen, Tumuli, Cairns und Menhire wurden zwischen 4500 und 2000 v. Chr. errichtet beziehungsweise genutzt.

In der folgenden Bronzezeit war die Bretagne wegen ihrer Metallvorkommen ein wichtiger Handelsplatz, was man aus zahlreichen weiteren umfangreichen Hortfunden schließen kann. Die bretonischen Bronzeäxte mit geraden Schäften (1200 bis 1000 v. Chr.) waren in ganz Nordeuropa verbreitet. Es gab in dieser Zeit des beginnenden Fernhandels auch intensive Kontakte mit England, Deutschland und Skandinavien.

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Nabel-Stein: Gravierung in einer Allee Couverte.

Die Eisenzeit begann in der Bretagne mit der Einwanderung der Kelten ab dem 6. Jhd. v. Chr. also relativ spät. Von diesen Neuankömmlingen stammt auch die Bezeichnung  Aremorica beziehungsweise Armorica („Land am Meer“).  Die verbesserte Landwirtschaft durch Pferd und Eisenpflug  beendete die Bronzekultur der Halbinsel vollständig, obwohl durch die Indoeuropäer keine Eroberung, sondern eher eine Vermischung mit der ansässigen Bevölkerung stattfand.

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Dolmens de Mane Kerioned. Bretagne 2014, Carnac.
Dolmen oder Allee Couverte, ein Gang-Grab, das seines Erdhügels beraubt wurde.

Menhir (Mann-Stein), Teil einer Steinsetzung (Alignements) nahe Erdeven.

Menhir (Mann-Stein), Teil einer Steinsetzung
(Alignements) nahe Erdeven.

Die Bedeutung der Alignements und ihre Verwendung gibt noch Rätsel auf: Kultische Prozessions-Strasse oder Visierlinien für astronomische Beobachtungen der Sonne und helikaler Planeten (Venus) oder Gestirne (Sirius)? Auch Sonnen-und Mondfinsterniskalender glaubt man darin zu erkennen. Megalithische Steinsetzungen haben häufig mit den Ahnen und dem Jahreskreis zu tun.  Man findet bei einigen auch eine Holzkonstruktion in der Nähe, quasi als Spiegelbild der Anlage, wie in Stonehenge, wo es auch ein Woodhenge gegeben hat. Prozessionswege sieht man auch in Avebury, dem grösseren, aber weniger bekannten Doppel-Steinkreis in Wiltshire. Die Dolmen, Cairns und Tumuli waren wohl, ähnlich den britischen Long Barrows, gemeinschaftliche Grabanlagen einer Sippe. Bei den Menhiren ist interessant, dass viele an der Küste stehen, vom Meer aus gut zu sehen sind: Vielleicht waren sie auch Seezeichen für die aufkommende Küstenfischerei. Manche wurden später zerbrochen und in die Dolmen eingearbeitet: Beim Table Marchand liegt der Grand Mehir brise, ein riesiger zerbrochener Monolith. Teile von solchen Steinen dienen in der Grabanlage als Decke. Man kann sogar noch die ursprünglichen Gravuren erkennen. Eine Umorientierung der Kulte, eine neue Religion?

Die viel später “zugezogenen” Kelten nutzten die vorgefundenen Sakralbauten für ihre eigenen Riten, in England, aber auch in der Bretagne. Dieser Respekt vor den Gottheiten der Ur-Bevölkerung zeugt auch von einer eher friedlichen Einwanderung, nicht einer gewaltsamen Landnahme.

In der Bretagne gibt es zahlreiche steinzeitliche prähistorische Fundstätten, wir haben viele davon besucht. Hier eine Aufstellung der schönsten in Küstennähe.

Daneben gibt es noch viele Dolmen im Wald von Paímpont, dem sagenhaften Ort Broceliande aus der Artus-Legende. Sie werden dort als Feen-Felsen oder Merlins Grab bezeichnet.  Ein Riesen-Menhir steht noch bei Dol de Bretagne, wo der Teufel nach dem Streit mit dem Erzengel Michael um den Mont St. Michel einen Steinhaufen hinterlassen haben soll. Überhaupt Michael: Sehr viele Kirchen auf alten Heiligtümern tragen seinen Namen, oder den von St. Georg, weil beide den Lindwurm oder die Erdschlange bezwungen haben. Tja, die Götter der Besiegten werden zu Dämonen der Sieger. In der Bretagne wimmelt es nur so von St. Michel Kirchen und Kapellen. Auch auf dem grossen Tumulus bei Carnac steht ein solches “Zwing-Gebäude”. Diese Zerstörung und Umwidmung wurde von Missionaren noch bis zur Zeit der Gegenreformation betrieben, da vor allem die mythischen Überlieferungen über die Megalithen aus der Keltenzeit hartnäckiger Bestandteil des Volksglaubens blieben. Ein weiteres Indiz für solche Kontinuität sind die Troll-Schwellen der “Umfriedeten Pfarrhöfe” – aber das ist ein eigenes Kapitel.

Tumulus St.Michel bei Carnac.

Tumulus St.Michel bei Carnac.

Man hat einen tollen Ausblick auf die Alignements und das Museum von Carnac, wenn es nicht gerade dunstig ist … (es ist fast immer neblig – wie in Avalon).

Dolmen der Ile Grande in Küstennähe.

Dolmen der Ile Grande in Küstennähe.

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St. Uzec bei Ile Grande – ein umgestalteter Menhir.

Die Ile Grande bietet neben dem grossen Dolmen in mitten von grossen Farnen, ein pittoreskes Fischer-Örtchen und eine schöne Küstenlandschaft mit Vogelschutzgebiet. In der Nähe, an der Küstenstrasse, steht auch der getaufte Menhir von St.Uzec.

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Mont St. Michel des Binnenlandes: Man hat einen spektakulären Ausblick auf den Stausee Lac St.Michel.
Wie beim Glastonbury Tor ein Portal zur Welt von Gwyn Ap Nudd.
Auf dem Tor steht ebenfalls eine St.Michaels Kirche.

Man kommt an diesem Aussichtspunkt bei der Fahrt nach der Halbinsel Crozon vorbei: Chapelle St. Michel Brasparts. Die Kirche hat irgendwie eine schaurige Ausstrahlung, und das bei grellem Sonnenlicht! Im Inneren war wohl Vandalismus am Werk. Dazu fanden sich Überreste irgendwelcher Rituale: Hier tummeln sich zwielichtige Vögel, würde ich meinen. Die alten Sagen um Teufelserscheinungen (a la Sleepy Hollow) auf dem Hügel und seinem Nachbarn, einem früheren Brigids-Heiligtum spuken wohl noch in verwirrten Köpfen. Zu Füssen des Doppelhügels liegt passenderweise eine Marienkirche (Brigid lässt grüssen) mit einem sehr schönen Schau-Altar. Bei der Zufahrt zur Crozon-Halbinsel lohnt noch ein Abstecher zum Sagenberg Menez Hom, einem ehemaligen Vulkan.

Ein Tipp für Br.Freimaurer:  Unsere Unterkunft in einem schönen Ferienhaus bei Paimpol  ist generell für Brüder zu haben!

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Mont St. Michel, wie sein britisches Gegenstück St.Michaels Mount ,
ein ursprünglich keltischer, vielleicht sogar älterer Wallfahrtsort.
Ynis Witrin – Insel aus Glas war die Bezeichnung solcher
Grenzorte zur Anderswelt.

Alle Fotos ©beast666.

 

Posted by on Dezember 8th, 2016 Kommentare deaktiviert

Aussichten im November: A Traveller From The West …

To The West

Ein Reisender aus dem Okzident, auf dem Weg in den Orient um das Licht zu sehen
Steinmetzarbeit der Natur: Felstor auf der Presqu’ile Quiberon, Bretagne.
©beast666

In der mittelalterlichen Welt der operativen Steinmetz-Zunft mussten die Kathedralenbauer oft den Arbeitsort wechseln, sie zogen von einer Kirchenbaustelle  zur nächsten. Daher besassen sie das Recht,  FREI zu reisen, was in dieser Zeit nicht selbstverständlich war, und einen Degen zu führen (die Zeiten waren gefährlich). Bereits die Gesellen sollten, ja mussten an unterschiedlichen Orten ihre Tätigkeit ausüben, (die Gesellen-Walz gibt es heute noch) um ihre Kenntnisse zu erweitern. Besonders aber die Bauhüttenmeister, heute würde man sagen Architekten, als sehr erfahrene und gefragte Männer legten oft grosse Distanzen zurück, sie kamen wohl in ganz Europa herum.  Für diese Meister bestand auch innerhalb der Zunft keine Beschränkung in der Wahl ihres Arbeitsortes, ihrer Loge (Lodge=Bauhütte). Daher war es für einen Steinmetzmeister ein Kennzeichen seines Ranges, weitgereist, sozusagen welterfahren zu sein. Auf Grund der wechselnden Zusammensetzung der Bauhüttenmannschaft musste man Vorkehrungen  innerhalb der Steinmetzenbruderschaft gegen Hochstapler und Industriespionage treffen, dies war der Ursprung von Passwort, Zeichen und Griff, sowie der Bürgschaft. Letztere durfte nur ein in der betreffenden Bauhütte bereits wohlbekannter Zunftgenosse ausüben.

Dieses Reisen wurde in der spekulativen Maurerei des ausgehenden 16. Jhd. übernommen und im übertragenen Sinne als Lebensreise zu mehr Weisheit und Erleuchtung umgewertet. Auch das reale Reisen, in Form des Besuchs anderer Logen wird praktiziert. Der Geselle muss drei Reisen nachweisen, um erhoben werden zu können, allerdings kann er sich noch nicht allein auf den Weg machen. Hier ist es meist der Bürge, den es auch in der modernen Bruderschaft gibt, der dem Gesellen zum Einlass in die fremde Loge verhilft. Ein Freimaurer-Meister dagegen darf unbegleitet zwischen den Logen reisen, als besuchender Bruder ist er überall willkommen. Das findet sich auch im Symbol der Weltbruderkette.

In der Philosophie des Freimaurertums ist ein Meister immer ein Reisender von West nach Ost, ganz gemäss dem Sonnenlauf. So wie im alten Ägypten der Sonnengott Ra auf der unterirdischen Barke während der Nacht dem Horizont entgegenfährt, um wieder aufzusteigen, strebt auch der Freimaurer dem hellen Schein im Osten zu.  Wie bei den antiken Mysterien ist die Suche nach dem Licht (der Aufklärung, dem höheren Wissen) auch das zentrale Thema der Freimaurerwerklehre.

 “If I were to say to you that, “I am a stranger traveling from the East,
seeking that which is lost”…
Then I would reply that, “I am a stranger traveling from the West,

it is I whom you seek.”"

Zitat aus dem Film “The Mummy Returns“, interessant, aus welchen Quellen die Autoren so schöpfen … In Rudyard Kiplings “The Man Who Would Be King” gibt es eine ähnliche Textstelle. Kipling war ein bekannter Freimaurer.

Das eindrucksvolle Felsen-Tor ist eines der Highlights der sogenannten wilden Küste (cote sauvage) auf der Halbinsel Quiberon an der südlichen Küste der Bretagne. Die Westseite der Halbinsel bietet eine Panorama-Tour, die man  in einer etwa 3 stündigen Wanderung entlang der spektakulär zerklüfteten Steilklippen ohne grosse Kletterei bewältigen kann. Wichtig: Genug zu trinken mitnehmen, wenn man in der Sommerhitze unterwegs ist. Bei stürmischem Wetter lässt sich etwas von der vollen Gewalt des Atlantiks  sprüren, wenn man nicht weggeweht wird … Es gibt auf halber Strecke ein Restaurant mit Spezialisierung auf frische Meeresfrüchte (was auch sonst, sie sind aber echt gut). Endstation der Route ist der Fischerort Port Maria, Ausgangspunkt einer der Wanderparkplätze an der Küstenstrasse. Das Felsen-Tor liegt am oberen Ende der Halbinsel, die durch eine Art Damm mit dem Festland verbunden ist. Weitere Sehenswürdigkeiten: Leuchtturm von Port Haliguen, Menhire und Dolmen in der Dünen- und Heidelandschaft, Museum von Quiberon. Vom Haupthafen von Quiberon, Port Maria starten Fähren, die die vorgelagerten Inseln Belle-Île, Île d’Houat (Enteninsel) und Île d’Hœdic (kleine Ente) anlaufen. Der Osthafen Port Haliguen ist im Sommer Ausgangspunkt für Ausflugsboote zu Touren durch den Golf von Morbihan (kleines Meer). Man kann z.B. nach Gavrinis, der Insel mit dem grössten neolithischen Cairn*** der Bretagne übersetzen. Diese komplexen Grabanlagen waren auch in Ost-West Richtung angelegt, mit Meerblick, wenn möglich. Ein anderer grösserer Cairn liegt in der Bucht von Morlaix, nahe Barnenez, er wartet  auch mit einem kleinen Museum auf.

Cairn von Barnenez, Grabkammer.©beast666

Cairn von Barnenez, Grabkammer.
©beast666

***Ein Cairn ist eine Anlage aus mehreren Dolmen, die mit einer Anhäufung von Bruchsteinen bedeckt wurde.

Museum am Cairn von Barnenez

Museum am Cairn von Barnenez.
©beast666 2007

 

Posted by on November 18th, 2016 Kommentare deaktiviert

Gastliche Bretagne: Pilgermuscheln, Galette und Fischsuppe

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Seafood Mandala ©scrano 2015

Bretonische Fischsuppe

4 Portionen

  • 60 g Butter
  • 1 Stange Lauch, in Ringe schneiden
  • 2 Schalotten, gehackt
  • 150 ml  Cidre “brut”
  • 300 ml Fischfond
  • 250 g Kartoffeln fein gewürfelt -> vorwiegend festkochende Sorte
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz und Pfeffer
  • 50 g Mehl
  • 200 ml Milch
  • 200 g Crème fraiche (extra)
  • 50 g Sauerampferblätter, notfalls Kerbel, Dill oder Petersilie
  • 350 g Fischfilet in 2 cm Würfel oder kürzere Streifen teilen ->  Kabeljau, Wolfbarsch, Seelachs, gerne auch gemischt

2 Esslöffel der Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze zerlassen. Porree und Schalotten darin weich dünsten. Cidre angießen und aufkochen, Fischfond, Kartoffeln und Lorbeerblatt zugeben. Aufwallen lassen, Hitze reduzieren, Suppe abdecken und 10 min. simmern. Mehl in einer Schüssel mit restlicher Butter hell anschwitzen, etwas Milch zugeben, eine Bechamelsauce zubereiten. Restliche Milch unter Rühren zufügen, bis eine glatte Masse entsteht. Bechamelsauce zur Suppe geben und unter ständigem Rühren 5 Minuten köcheln. Warten, bis die Kartoffeln gar sind, je nach Würfelgrösse bis zu 15 min. Sauerampfer fein wiegen, in die Suppe geben, Creme fraiche unterrühren, nicht mehr aufkochen. Fischstücke vorsichtig zugeben, gar ziehen lassen – nicht herumrühren, damit die Filets nicht zerfallen. Nach ca. 10 min nochmals mit Meesalz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken, servieren.

Diese sehr deftige Fischsuppe schmeckt so ganz anders als die mediterran geprägte Bouillabaise aus Marseille.

Tara House in Treguier, ein B&B mit einem Laden voller Elfen und Trolle.

Tara House in Treguier, ein B&B – irisch/bretonisch
mit einem kleinen Laden voller Elfen und Trolle.

Coquilles Saint-Jacques (Pilgermuscheln) à la Bretonne

   4 Portionen

  • 6  Jakobsmuscheln
  • 150 g Shrimps
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 500 g braune Champignons, frisch
  • 1 Tl Tomatenmark
  • 50 ml Cidre, brut
  • 1  Thymianzweig, entnadeln
  • 1 EL Semmelmehl
  • 1 TL Butter

Bechamelsoße:

  • 50 g. Butter
  • 60 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Fleur de Sel
  • 1 Pfeffer, frisch gemahlen

Für die Bechamelsoße Butter in einem  Stieltopf  zerlassen. Mehl hinzufügen und solange rühren, bis keine Blasen mehr entstehen – nicht bräunen. Anschließend Milch einrühren und weitere 10 Minuten kochen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Um sicher zu gehen, dass die Soße nicht klumpig ist, diese einfach durch ein feines Sieb streichen. Die Jakobsmuscheln aus der Schale entnehmen, dabei Noix und Corail  (dunkler, rötlicher Anteil) trennen. Zwiebeln fein hacken und glasig dünsten. Zerkleinerte Champignons, Shrimps, Tomatenmark, gehackte Corails und 2 klein gehackte Noix dazugeben. Mit Cidre ablöschen und zu der Bechamelsoße hinzufügen. Restliche Noix mit Thymiannadeln glasig anbraten.

Die Jakobsmuscheln wieder in der Schale platzieren und mit der Soße füllen. Mit Semmelmehl bestreuen, etwas Butter oben auflegen und im vorgeheizten Ofen gratinieren. Dazu schmeckt Endivie braise (mit Speckwürfelchen angedünstet) und Baguette.

Die in der Moderne durch das Logo einer Ölfirma bekannte Jakobsmuschel hatte im Mittelalter einen hohen Stellenwert. Einerseits galt sie als Fastenspeise – anderseits wurden die leeren Schalen von der Gemeinschaft der Pilger nach Santiago di Compostela als Kennzeichen an einer Schnur um den Hals getragen. Dies hatte auch einen praktischen Grund: Mit den grossen Muschelschalen wurde unterwegs Wasser zum Trinken geschöpft. Die quer durch ganz Europa führenden Pilgerwege werden auch heute noch mit dem Symbol gekennzeichnet.

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Paon de Brehat, cotes d’ Armor
Bei der Ile Brehat wachsen leckere Austern.

Galette und Crepes gibt es im Supermarkt oder auch beim Bächer als Frischware fertig zu kaufen – sogar in BIO-Qualität. Wir haben also keine selbst zubereitet, allerdings als deftiges Frühstück mit Spiegelei und Schinken oder als bretonischer Wrap mit traditioneller würziger Bratwurst und heftig scharfem einheimischen Senf geben Galettes ein gutes Mittel gegen den kleinen Hunger zwischendurch ab. Oder als Snack zum Bier oder Cidre. Sie werden entweder aus Weizenvollkornmehl oder traditionell Buchweizenmehl (sarrasin) gebacken.

  • Süsse Crepes bereitet man gefüllt mit Kastanienmus oder Honig und Zitrone zu – schmeckt zum Nachmittagskaffe oder Tee.

Beide Varianten wärmt man vor dem Füllen im Backofen vor.

Weitere Bretagne-Impressionene

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Versteinerte Cidre-Flasche?
Oder hat eine Meerjungfrau ihren Schwanz vergessen?
Sentier Duanier, Cotes d’Armor ©beast666 2008

 

Posted by on November 4th, 2016 Kommentare deaktiviert

Herbstmond: Totenblumen, Schädelkult und St. Yves

Halloween Flower 2014

Halloween Flower 2014
©scrano 2014

Ein paar Spinnweben und spukige Krabblerspiralen auf einer typischen “Totenblume”: Orange+gelb, oft mit einem Hauch rostrot, wie die Farbe getrockneten Blutes. Sowohl Ringelblume als auch Tagetes (Flos de la Muertos) werden gerne  als Grabblumen verwendet. Auch die Aster und die Chyrysanthemen rechnet man zu den Allerheiligenblumen. Zum berühmten “Tag der Toten” in Mexico werden Unmegen von Tagtes-Blüten herangeschafft, um die Strassen und Gräber zu schmücken. Das Fest selbst und auch die Blumenpracht geht noch auf die Azteken zurück.

Süsser Tod: Zuckerfiguren f ür dia de las muertos.Sie ersetzen die einstigen Schädelgestelle.

Süsser Tod: Zuckerfiguren für “dia de las muertos”.
Sie ersetzen die einstigen Gestelle mit echten Totenköpfen.
„Alfeñiques 3“ von Tomás Castelazo Lizenziert unter CC BY-SA 2.5

Nach altmexikanischem Glauben kommen die Toten einmal im Jahr am Ende der Erntezeit zu Besuch aus dem Jenseits und feiern gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen. In präkolumbianischer Zeit gewährten die Azteken sogar ihren Feinden einen Ort, an den die Geister zurückkehren konnten. Der Kopf galt als Sitz der Seele, daher wurden auf dem Tzompantli, einem besonderen Gestell, die Schädel als Gefäß für die Geister ordentlich aufgereiht. Im Verlauf der spanischen Mission, nachdem vergeblich versucht wurde, das Fest abzuschaffen, wurden die Feiern mit den christlichen Feiertagen Allerseelen und Allerheiligen zusammengelegt. Parallelen zwischen der christlichen  und der indigenen Vorstellung vom Jenseits ermöglichten diese Verschmelzung. Auch die Azteken sahen den Tod nicht als Ende, sondern als Anfang neuen Lebens: Nur eine Übergangsphase zu einer anderen Daseinsform. Durch die Verbindung mit dem christlichen Glauben entstand so ein einzigartiges, synkretisches kulturelles Fest, in dem die Bräuche des vorspanischen Mexiko teilweise überleben konnten. Wer sich zusätzlich informieren will: Im Brauchwiki steht dazu ein sehr ausführlicher Artikel.

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Kopfreliquie von St. Ives, Treguier.
©beast666 2008

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Schädelschrein in der Kirche von Roscoff, Bretagne
©beast666 2008

Nördlich der Alpen  und in Mitteleuropa betrieben die Kelten ebenfalls einen besonderen Schädelkult: Sie waren sozusagen Kopfjäger, eine Sitte, die wohl von den Skythen übernommen wurde. Auch hier galt der Kopf als Gefäss der unsterblichen Seele. Die Schädel von besonders tapferen, beim Zweikampf getöteten Feinden, aber auch der eigenen geehrten Vorfahren wurden aufwendig präpariert und in Nischen nahe dem Hauseingang aufgestellt. Oft bemalt und geschmückt, sollten sie die darin Lebenden beschützen. Dieser Brauch ist im österreichischen Hallstatt bis heute erhalten geblieben: Über der Eingangstür stehen oft noch auf einem Brett die Schädel der Urahnen aus der eigenen Familie, mit Namen und schöner Bemalung. Früher gab es sogar einen eigenen “Schädelmaler” für diesen Brauch.  Auch in der ebenfalls keltischen Bretagne fand ein besonderer Begräbnis-Ritus noch bis ins 19. Jhd statt:  Nach dem Tod wurde der Schädel, wie bei den Vorfahren von den britischen Inseln**, extra präpariert und in Nischen in der Kirche aufgestellt, in extra dafür angefertigten Schmuck-Schreinen. Der Rest der sterblichen Überrreste kam ins Ossuar, einem Gebäude neben der Kirche, das der Aufbewahrung der Totengebeine dient. Wen wundert es dann, dass vom heilgen Yves, Schutzpatron der Bretsgne, heute noch zu besonderen Anlässen eine prächtige Kopfreliquie ausgestellt wird, zu deren Verehrung sich viele Pilger auf den Weg machen, um Schutz und Hilfe zu erbitten.

In unseren Breiten ist die Ringelblume als Grabschmuck beliebt, obwohl sie eigentlich aus dem Mittelmeerraum stammt.

Calendula officinalis, Ringelblume - Marigold.©beast666

Calendula officinalis, Ringelblume – Marigold.
©beast666

Horoskop des heiligen Yves, der ein streitbarer, sozial engagierter Armen-Anwalt und Richter war, neben seinem Priesteramt. Er war Pfarrer in der kleinen Kirche seines Geburtsortes Treguier-Minihy, wo auch eine Wallfahrt (frz. pardon) stattfindet. Hier befindet sich auch sein echtes Grab, in der Kathedrale von Treguier sind nur seine Reliquien aufbewahrt. Der prächtige Marmor-Schrein dort stammt aus dem 19. Jhd.

Ivo Helry, wie viel Heilige ein Skorpion - nein das ist nicht verwunderlich, religiöse Inbriunst hat das zeichen durchaus zu bieten. Jedenfalls keine Scheinheiligkeit oder Frömmelei. Quelle:Astrodienst

Ivo Helory, wie viele Heilige ein Skorpion – nein das ist nicht verwunderlich,
religiöse Inbrunst hat das Zeichen durchaus zu bieten.
Jedenfalls keine Scheinheiligkeit oder Frömmelei.
Quelle:Astrodienst

St. Ivo HelorinKathedrale Treguier

St. Ivo Helory
Kathedrale Treguier

Ein Tipp: Beim nächsten Bretagne-Aufenthalt eine Kerze für den heiligen Yves anzünden! Nicht nur,dass er gegen die Gier der Mächtigen zu Felde gezogen ist: Ihr solltet einmal die Gebete der Pilger am Schrein von St.Yves lesen – das reinste kommunistische Manifest! Er hilft auch, wenn man für gutes Urlaubswetter bittet!  Als aufrechter Mensch mit Zivilcourage hat er  jedenfalls unseren Respekt verdient!

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St. Yves-Schrein in der Kathedrale von Treguier mit dem buntgefärbten Sonnenlicht,
das stimmungsvoll durch die gotischen Kirchenfenster fällt.
©beast666

**Die nach dem Zerfall des römischen Reiches fast menschenleere Bretagne wurde im Verlauf der Völkerwanderung im 5. und 6. Jahrhundert von Wales, Irland und Cornwall aus rebesiedelt. Daher sind hier noch viele inselkeltische Bräuche lebendig. Auch fühlt man sich bis heute nicht so recht als zur Zentralmacht Frankreich mit Sitz in Paris zugehörig.

 

Posted by on Oktober 30th, 2016 Kommentare deaktiviert

Samhain: Brauchtum und kleine Rituale

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Der “Dunkle Mond”, Hekate, Lilith, “Dunkle Mutter” und mit Pluto verbunden:
Auch in den Jägern der Nacht, besonders Katzen und Eulen steckt dieser Archetyp.

Samhain Nights

When the moon on a cloud cast night
Shone above the tree tops’ height
You sang me of some distant past
That made my heart beat strong and fast

Now I know I’m home at last

You offered me an eagle’s wing
That to the sun I might soar and sing
And if I heard the owl’s cry
Into the forest I would fly
And in its darkness find you by.

So our love’s not a simple thing
Nor our truths unwavering

But like the moon’s pull on the tide
Our fingers touch, our hearts collide
I’ll be a moonsbreath from your side

I’ll be a moonsbreath from your side

Loreena McKennit auf YouTube

Der Tag des keltischen Fests Samhain, das bedeutet schlicht “Sommerende” wird nicht an Allerheiligen begangen, sondern ist der Zeitpunkt des Neumonds im Oktober oder des 11. Vollmonds des Jahres, im November. Der liturgische Kalender der Kelten richtete sich nach den Mondzyklen, im Unterschied zur christlichen Kalendertradition, die auf der Siebentagewoche mit der Betonung des Sonntags basiert. Beide beinhalteten auch noch die Höhepunkte des solaren Jahres und die Äquinoktion. Die willkürliche Festlegung mancher Feiertage, wie Halloween/Allerheiligen auf kalendarische Fixpunkte, vor allem solcher, die einen ursprünglich heidnischen Bezug hatten, wurde von der Kirche durchaus bewusst so gewählt. Dadurch konnte man diese Feste vereinnahmen, sie aber aus ihrem naturreligiösen oder paganen Zusammenhang lösen. Samhain galt als Zeit, in der die Ahnengeister und auch die Sidhe (Feen, Elfen) sich unter den Sterblichen gesellen konnten. Bei den Römern gab es auch Feste, an dem der Orkus offenstand: “Mundus Cereris patet”, eines davon am 8. November, wahrscheinlich der Ursprung des Allerheiligenfests, das eigentlich aus Italien stammt. Diese Zeit ist in unseren Breiten, bedingt durch den nahenden Winter, generell mit den Attributen Tod und Vergänglichkeit besetzt. Der römische Kalender beinhaltete drei solche Grenz-Tage, allesamt Erntefeste, wie der Name Ceres (Demeter) in der Bezeichnung ahnen lässt. Das ist durchaus analog der keltischen Abfolge Lughnasa, Mabon, Samhain und fand zu ähnlichen Zeitpunkten statt. Bei den in ihrer Frühzeit nicht sesshaften Kelten hatten die vier Mondfeste Imbolc, Beltane, Lughnasa und Samhain noch Vorrang noch vor den Sonnenfeiern des bäuerlichen Jahrezeitenkreislaufs. Obwohl man wohl schon im Neolithikum versuchte die beiden Kalendersysteme zu synchronisieren. Manche Archäologen vermuten in den megalithischen Steinsetzungen, wie zum Beispiel den Alignements von Carnac oder dem eindrucksvollen Steinkreis von Stonehenge Anlagen mit der Funktion einer astronomischen Uhr. In die Zeit der Erichtung der ältesten dieser Monumente um 5000 v. Chr. fällt in Mittel- und Nordeuropa auch die Umstellung auf eine Ackerbauerngesellschaft. Alle diese Steinsetzungen haben neben dem Bezug zu den  Sonnenwenden auch eine Ausrichtung auf Eklipsen, solare und lunare. In diesen Finsternissen war für das religiöse Empfinden  der neolithischen Völker die Beziehung der beiden götttlichen Himmelslichter als spektakuläres Himmelsdrama  erlebbar. Auch die Himmelsscheibe von Nebra aus der frühen Bronzezeit ist in einem solchen Zusammenhang zu sehen.

Standing Stones Alignements von Menhiren bei Carnac.©beast666

Standing Stones: Alignements von Menhiren bei Carnac.
©beast666

Samhain ist Fest des letzen Viertelmonds oder der “mondlosen” Nacht. Jetzt beginnt die dunklen Hälfte  des Jahres. Die Verbindung des Festes zum Jahrezeiten-Zyklus ist sehr deutlich. Nach Ausreifung der Früchte, nach der Samenbildung, welken die oberirdischen Teile der Pflanzen und sterben ab. Einjährige Blumen vergehen gänzlich. Nur der neue Samen, der den nächsten Kreislauf in sich birgt, überdauert. Die Lebenskraft zieht sich bei zunehmender Kälte ins Innerste der Erdmutter zurück. Diese trägt nun auch nach dem Tod des solaren Prinzps des alten Jahres, bereits das neue Licht in sich, dass sie an Yul wieder in die Welt bringen wird. Wir müssen lernen, Vertrautes und Geliebtes wieder gehen zu lassen und den Tod als Teil des Naturzyklus zu begreifen. Auch dass es nichts dauerhaftes gibt, noch nicht einmal den Tod.


witch_hatIn der Nacht zum 01. November wird in den meisten Hexentraditionen das Übergangsritual zwischen den Welten gefeiert, zu dem Orakelbefragungen und Kontakte mit der Geisterwelt möglich sind. Andere naturreligiöse Gruppen feiern ihr Samhain in der 11. Schwarzmond- oder Vollmondnacht.

Samhain ist eines der acht Eckfeste, die bei den vorchristlichen, europäischen Völkern mit Feuerzeremonien in Verbindung standen:

sam-greeting Kopie

Ab Samhain begibt sich die Sonne in die Obhut von Gaia.
Sie bewahrt sie in ihrem unterirdischen Reich bis Yul.
Little Earth Mother ©scrano 2016

Gottheiten:

  • Gwyp ap Nudd – Herrscher von Anwyn, der Unterwelt/Anderswelt, Gemahl von Queen Mabd, entspricht Pluto
  • Cernunnos, der Herr der Tiere, der Hirschkönig
  • Ceridwen, Cailleach, die Alte mit dem Kessel der Regeneration
  • Dis Pater, Pluto, Hades
  • Hekate
  • Ereschkigal
  • Hel/Holle, der Todes-Aspekt von Freya/Frigg
  • Saturn, Baron Samdi, Papa Legba
  • Jahreskönig, Tammuz, Holly King
  • Orion, Herne
  • Morrigan in ihrer Dreigestalt: Macha, Nemain, Babdh

Symbole:

  • Kessel,
  • Feuer
  • Krähe, Fledermaus, Eule
  • schwarze Tiere
  • Spinnen, Schlangen
  • Kürbis(Rüben)-Laterne
  • Äpfel und Haselnüsse

Rituale:

Räuchern, am besten im Freien, manche der Samhain-Räucherungen stinken, ich sage nur Asa Foetida! Wermut entwickelt auch keinen Rosenduft. Wer kann, entzündet ein Samhain-Feuer, das geht auch im Kamin. In vorchristlicher Zeit man die Ahnen feierlich gebeten in den Kreis der Menschen um das Feuer zurückzukehren. Schwangere Frauen erhofften eine Reinkanation eines Familienmitglieds in ihrem ungeborenen Kind.

Ein wohlriechenderes Rezept:

  • 1 Teil Beifuss
  • 1 Teil Oppoponax oder Myrrhe
  • 1 Teil Minze
  • 1 Teil Salbei
  • 1 Teil Patchouli

Alles im Mörser zerkleinern, dann portionsweise auf Räucherkohle geben.

Gemeinsam essen:

Häufig gibt es Wurzelgemüse, Knollen aber auch vor allem in früherer Zeit auch Fleisch. Es ist der Brauch der  “letzten Ernte”, Tiere, die es nicht über den Winter schaffen würden, hat man jetzt geschlachtet und das Fleisch für die karge Jahreszeit haltbar gemacht. In diesem Zusammenhang steht auch die Martinsgans, das Tier ist zugleich ein Symbol der Grossen Mutter.

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Nein, nicht wegschauen, Vegetarier-und Veganersensibelchen: Das gehört auch zum Leben! Davon abgesehen, dass hier es sich nicht um eine obszöne Tötungsmaschinerie***, wie in unseren Schlachthöfen handelte. Die Tiere gehörten mit zur Familie, man musste sich schon sehr überwinden, und wusste genau, wem man das Überleben im Winter zu verdanken hatte. Heute hat man es leichter, auf Fleisch zu verzichten, damals hing das Leben davon ab, und die Menschen mussten in der Winterkälte schwer körperlich schuften. Mit Soja-Müsli wäre das wohl nicht allein zu bewerkstelligen gewesen. Das war keine Frage von Luxus-Lebensmitteln, sondern von Hunger. Auch für die Tiere, die bei zuwenig Futter im Winter ebenfalls elend zugrunde gehen konnten. Den Aufstieg und die rasante Gehirnenwicklung verdankt der Mensch auch dem Zugang zu tierischem Protein, schon die Grossaffen waren Jäger. Das früher geschmähte Mesolithikum brachte eine “Kulturexposion”, wie man durch neuere archeologische Funde weiss, auch gerade wegen der erstmals systematisch durchgeführten Küsten- und in Anfängen sogar Hochseefischerei. Viele der jetzt zum Vorschein kommenden, blühenden Ansiedlungen lagen an der Küste, oder z.B. im Bereich der Sände des jetzigen Wattenmeers (Doggerbank).

  • Aber heutzutage tut es auch Apfelstrudel, Gemüse-Eintopf mit Kohl, und Kürbis-Suppe mit selbstgebackenem Zwiebelbrot. Oder ein leckerer Kürbiskuchen, mit dessen Rezept man auch Halloween-Muffins backen kann. Wir haben ja Zentralheizung und sind im allgemeinen nur Bürostuhlwärmer.

Man kann auch gemeinsam Maronen am Kaminfeuer rösten, dafür gibt es Maronenröstkörbe mit langem Stiel aus Gusseisen in Kaminzubehör-Läden.

Als Getränk: Heisser Apfel-Cidre mit Gewürzen schmeckt nicht schlecht, ein bisschen für die Ahnen versprengen!

Einen Platz am Tisch zusätzlich decken, oder draussen, wenn der Gartentisch noch auf der Terasse steht, einen Teller mit Speisen anrichten und eine Kerze dazustellen.

  • Das sogenannte “dumb supper“, ein symbolisches Mahl für  verstorbene Familienmitglieder, vor allem des letzten Jahres, auch geliebte Haustiergefährten werden hier bedacht.
  • Ein Licht ins Fenster stellen, ein Brauch der in vielen Gegenden zu Allerheiligen ausgeübt wird, aber vorchristliche Wurzeln hat.

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    Ouja Board by sevenoaksart.co.uk

Orakeln:

  • Gerne darf das angestaubte Ouja-Board zum Einsatz kommen. Glaubt bloss nicht den Unsinn über bööööse Flüche und Geister, es ist einfach eine art Do-it-yourself Seance mit nicht mehr Auswirkungen wie etwa Gläserrücken (davon stammt es vermutlich ab) oder Bleigiessen zu Sylvester.
  • Für viele ist Tarot der Klassiker unter den Orakeln. Ich verwende die Karten lieber zur Introspektion.

Entrümpeln und recyceln: Das Thema von Samhain ist auch ein skorpionisches, oder eins des 8.Hauses: Loslassen und Dinge in den natürlichen Kreislauf zurückführen.

Gärtnern: Jetzt ist die beste Zeit, den Komposter zu entleeren, und umzusetzen.

Trick or Treat: Last but not least, der jährliche Spass-Rummel für Kinder!

witch_by_kmygraphic-d9cyderDekoration: Allerlei Nachtgetier, die Halloweenkatze darf nicht fehlen, Fratzen, Masken, Hexenbesen und Hüte. Fratzen-Kürbisse und andere schaurige Laternen, besser als Kerzen, wenn Kinder mit von der Partie sind.

Wer weniger Fasching will:

  • Ich stelle 13 Maxi-Teelichte in Gläsern im Kreis auf, in die Mitte kommt ein grosser Kupferkessel mit Sand, in dem man auch räuchern kann.
  • Dekoriert wird mit Äpfeln, Nüssen und passenden Blumen (Ringelblumen z.B. gehören zum Pluto).
  • Dazu kommen schwarze, silberne und orange Kerzen auf einem Metall-Tablett.
  • Es ist schliesslich auch ein Fest der Stille, nach dem Geisterspektakel.
  • Bilder von verstorbenen Eltern, Grosseltern und Haustieren mit Blumen und Kerzen arrangieren

Man kann auch einen stillen Gang auf den Friedhof machen, oder in die Natur hinausgehen, wenn das Wetter nicht zu scheusslich ist. Bei Freimaurern gibt es den Brauch, verstorbenen Brüdern die symbolischen drei Rosen auf das Grab zu legen: Licht (weiss), Liebe(rot), Leben(rosa), oder Weisheit – Stärke – Schönheit.

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Loreena McKennitt, kanadische Folksängerin, Harfenvirtuosin und Komponistin:

Loreena McKennitts Lieder zeichnen sich durch mystisch beeinflusste Texte aus, gepaart mit der Musik von teilweise mittelalterlichen Instrumenten, wie irische Harfe, Drehleier und Dudelsack. Dominierend sind hierbei traditionelle irische bzw. keltische und orientalische Motive. Sie verarbeitet in ihrer Musik aber auch klassische Themen der britischen Literatur. So vertonte sie romantische Balladen wie “The Lady Of Shalott von Alfred Tennyson und “The Highwayman” von Alfred Noyes sowie mehrere Sonnette von William Shakespeare.

 

***Da ist die Art und Weise wie Löwenbabys als nicht rentabel genug einfach in Zoos eingeschläfert werden, damit angehende Veterinäre was zum Üben haben, schon eher pervers. Obwohl man weiss, das diese Raubkatzen extrem gefährdet sind!  So geschehen in Dänemark, und wer weiss noch wo sonst.

Referenzen “little earth mother”

Posted by on Oktober 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

Feenquellen: Kraftorte des Wassers

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Fontana delle Fate – Feenquelle ©scrano 2015
Elfen: Roy3D

Poster erhältlich bei Ambrosia.

Gerade in der wasserreichen Oberpfalz finden sich viele Sagen von Nixen, Fluss- oder Seefräulein und Feen-Quellen, auch der eher unheimliche und manchmal bösartige Wassermann, den es auch in Tschechien gibt, ist Bestandteil lokaler Mythen.
Häufig erzählt die Sage von Geistern in Frauengestalt, teils weiß gekleidet, teils grau oder schwarz, mit weißer Kopfbinde, welche am Wasser mit Waschen beschäftigt sind; besonders zahlreich finden sie sich längs des Böhmerwaldes. Diese Art dunkle Fee stammt wahrscheinlich von der keltischen Göttin Morrigan ab: In ihrer Dreigestalt(MAcha, Babd, Nemain)  symbolsiert sie Tod und Sexualität, sowie den Schrecken der Schlacht. In der irischen Sagenwelt wäscht sie als Babd die blutige Kleidung gefallener Krieger.  Wer sie sieht wird alsbald sterben – für Krieger ist sie das schlechte Omen des nahenden Todes im Kampf. Wasserfräulein hingegen sind oft ätherisch-schön, stehen am Ufer, ein Fuss im Teich oder Bach, wie bei der Tarot-Karte “Temperantia”. Ihre Haare sind lang, entweder rabenschwarz oder goldblond, wie bei der Lorelei. Oft hantieren sie mit glänzendem Kamm oder Spiegel.

  • Hart an der Strasse von Cham nach Grafenwöhr, neben einem großen Felsen, läuft ein Brunnen, wo um die zwölfte Stunde ein Weiblein sitzt und sich die Haare kämmt.
  • Auf dem Wege von Tiefenbach nach Rötz kommt man zu einem Steg über einen Bach, da sitzt ein Weiblein, den Oberkörper nackt, die langen goldenen Haare offen, und wäscht.
  • In Weiding läuft ein Bach, da wäscht ein graues Weiblein, und kommen Leute, steht sie auf und lässt sie vorbei.
  • Derlei Weiblein finden sich in Biberbach, Tiefenbach, im Grünweiher zwischen Pleystein und Vohenstrauß.
  • Eine halbe Stunde von Massendorf bei Spalt ist der Siebenbirkenweiher: Sieben schneeweiße Jungfrauen kommen da aus dem Wald, in einer Art Prozession, und waschen sich im Weiher die Hände. Zusammen kehren sie in den Wald zurück. Die behauenen Steine in der Nähe weisen auf eine ehemalige Burg, einen Burgstall.
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Die Quelle der Waldnaab, direkt an der Grenze zu Böhmen.
Hier verläuft ein recht verwunschener Weg, zum Gipfel des Entenbühl (901m).

Magisches Wasser - es zieht den Menschen in seinen Bann. Quell allen Lebens - und wie gehen wir damit um!

Magisches Wasser – es zieht den Menschen in seinen Bann.
Quell allen Lebens – und wie gehen wir damit um!

Wenn man in den teilweise findlings-übersäten Flusstälern wandert, wo das Wasser wirklich lebendig erscheint – mit Geräuschen und Spiegelungen, Schaumkaskaden und kleinen Regenbögen, so tut sich tatsächlich eine verzauberte Welt auf. Kein Wunder, dass hier soviele alte Geschichten überliefert sind, die sich auf das nasse Element beziehen. Früher waren grosse Teile der Oberpfalz von Hochmooren bedeckt, mit jahreszeitlich unterschiedlich tiefen Tümpeln und kleinen Weihern durchsetzt. Fast wie beim legendären Avalon in Grossbrittanien trugen Nebelschleier und Irrlichter, spukige Erlen und bizarre Korbweiden an den Ufern zu einer Landschaft bei, die man ruhig eine Art Anderswelt nennen konnte. Viele Sagen sind vielleicht noch keltischen Ursprungs, da Stämme dieser ureuropäischen Kultur verstärkt in Ostbayern und Böhmen siedelten: Böhmen heisst heute noch nach den Boiern.  Eingänge in die Geisterwelt oder zu den Ahnen lagen in der keltischen Glaubenswelt an oder in Gewässern.

St. Odile - heilige Quelle.

St. Odile – heilige Quelle.

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St. Mattew Quelle bei der Einsiedelei St. They.
Pointe du Van, Finistere.

Aber auch andere Länder haben heilige Wasser: Die Otilienquelle bei Obernai ist so ein Ort. Der Berg mit dem Kloster der Schutzpatronin des Elass ist auch schon seit der Keltenzeit heilig, wenn die sogenannte Heidenmauer wirklich neolithischen Ursprungs sein sollte, ist er wohl ein Sakralort schon seit der Steinzeit. Das Wasser des Brunnens soll bei Augeneiden helfen. Velleicht ist die Überlieferung, es würde sehend machen aber auch im Sinne von Erleuchtung gemeint. Auch in der keltischstämmigen Bretagne findet man viele Wunderquellen, z.B. in Finistere, aber auch bei Auray am Golf von Morbihan und beim Wallfahrtsort Sept Saints.  Unter den heiligen Brunnen, die bei Augenproblemen gut sein sollen, gibt es erstaunlich viele im süddeutschen Raum: Vor allem Ulrichsquellen sagt man diesbezügliche Kräfte nach.

Der heilige Ulrich wird mit einem Fisch dargestellt, demzufolge er mit Wasser in Verbindung gebracht wird. Allerdings kann diese Legende auch auf Tyr oder Thor oder sogar Odin zurückgeführt werden. Der Tag des St.Ulrich am 4. Juli fällt jedenfalls mit dem altgermanischen Quellenfest am Ende der Mittsommerfeiern zusammen.

Fontana delle Fate: In Italien gibt es davon Unmengen, was noch aus der altrömischen naturreligiösen Vorstellung der Quellgeister stammt. Jede Quelle hatte eine Nymphe, eine der bekanntesten war Egeria.

Apropos Heilquellen: Thermalwasser gibt es rund um Regensburg, im Donaugrabenbruch, und besonders zahlreich in Tschechien, also bei mir quasi vor der Haustür, wegen eines immer noch bestehenden, schlummernden Supervulkans – aber keine Panik, der ist erst in 500.000 Jahren wieder so weit …

  • Marienbad, verspielt, k.und k. sehenswerte Architektur – in der Nähe liegt Kloster Tepl.
  • Franzensbad, klein echt k.und k. mit schönem Park und Wandermöglichkeit.
  • Karlsbad – nicht so mein Ding, das ist Geschmackssache, aber leckere Oblaten.
  • last but not least, das moderne Sybillenbad bei Tirschenreuth, benannt nach einer ortsansässigen Seherin aus dem 16. Jhd. – liegt gleich bei mir um’s Eck.
K.u.K Seeligkeit: Franzensbad in Böhmen, Tschechische Republik.

K.u.K Seligkeit: Franzensbad in Böhmen,
Tschechische Republik.

Alle Fotos ©beast666.

 

Posted by on Oktober 13th, 2016 Kommentare deaktiviert

Unterwegs in der Bretagne: Grüsse aus St.Malo

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Die Stadt, wo die Katzen auf den Strassen tanzen … ?
Blick auf Les Ramparts und den Stadteil “Intra Muros”.
©scrano 2015

St. Malo – Seefestung und Korsaren-Nest – nirgends ist das Meer so deutlich Bestandteil des urbanen Lebens wie in dieser bretonischen Stadt. Der Tidenhub ist enorm > 14 m, daher werden bei Ebbe grosse Flächen des Meeresbodens und der vielen Felsen freigelegt. Um sich die Kraft dieses Natur-Phänomen zunutze zu machen, wurde in der naheliegenden Mündung des Flusses Rance das erste Gezeitenkraftwerk der Welt gebaut. In den bei Ebbe zurückbleibenden Tümpeln tummeln sich Fische und Krabben. Wir besuchen St.Malo gerne zu den Zeiten der “Grand Marees”, da man dann alle näheren Inseln vor der Altstadt “Intra Muros” zu Fuss besichtigen kann. Auf zweien, Petit Be und Fort Royal befinden sich Festungen aus der Zeit von Louis  XIV. – gebaut unter der Leitung seines Militär-Architekten Vauban. Auf der “Grand Be” fand der  romantische Dichter Chateaubriand seine letzte Ruhestätte, jemand legt heute noch täglich Blumen auf sein Grab.

Petit Be von der Grand Be gesehn. Letztere ist ein nettes Picknick-Plätzchen. Gezeiten nicht vergessen - ist uns fast passiert.

Petit Be von der Grand Be aus gesehen. Letztere ist ein nettes Picknick-Plätzchen.
Gezeiten nicht vergessen – ist uns fast passiert. ©beast666 2008

Die imposante normannische Stadtmauer, wie alle anderen Gebäude der weitaus jüngeren Altstadt aus bretonischen Granit errichtet, macht einen wahrhaft wehrhaften Eindruck. Es lohnt sich, den historischen Stadtkern auf ihr zu umrunden: Man kommt an quasi allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Von St. Malo aus wurde durch Jaques Cartier und Samuel Champlain (nach ihm wurde Lake Champlain benannt , der ein Seeungeheur beherbergt, wie Loch Ness in Schottland: “Champ”, eine Art Seeschlange)  die Kolonisierung Kanadas durch die Franzosen geplant. Es gab eine Mustersiedlung für Auswanderer, die den Schritt in die Neue Welt wagen wollten. Schaut man sich  die Altstadt von “Ville de Quebec” am St.Lorentzstrom an, erkennt noch heute man den Einfluss des bretonischen Baustils. Der Seefahrt-Pionier selbst liegt in einer Seitenkapelle der Kirche auf dem flachen Stadthügel im Zentrum begraben. Ein weiterer Sohn der Stadt ist der berühmte Korsar und Gentleman-Freibeuter Robert Surcouf. Sein Monument mit Aufbruchspose steht weithin sichtbar auf einer der Befestigungen der Stadtmauer. Leider haben Vandalen vor einiger Zeit seinen Säbel entwendet … na was da wohl Papa Freud sagen würde. Seinem Ruhm hat sogar Karl May in einem seiner Romane (Der Kaperkapitän) ein literarisches Denkmal errichtet. Vor dem Haupttor ist ein weiterer Korsarenkapitän in einem Monument verewigt: Jean Bart.

Ein mitreisender Freund bestaunt den berümten Kaperkapitän Robert Sourcouf. beast666 2007

Ein mitreisender Freund bestaunt den berühmten
Kaperkapitän Robert Surcouf. ©beast666 2007

Die tanzenden Katzen in der gleichnamigen Seitengasse … nun ja St. Malo ist ein bekannter Hafen und Anlaufstelle für Matrosen aus aller Welt … welcher Art Miezen hier wohl gemeint sind …? Uns das, obwohl die Stadt von einem keltischen Heiligen gegründet worden sein soll! Aber St.Pauli ist ja auch kein Kloster. Während eines unserer Besuche lag auch die mittlerweile eingemottete Gorch Fock vor Anker, viele der sehr jungen Seekadetten waren auf Landgang in der Stadt unterwegs, darunter auch einige Frauen, fast noch Mädchen. Ich dachte noch, toll, dass diese letzte Männerdomäne auch endlich gefallen ist … Schade, dass es mit dem letzen Schulschiff der Bundesmarine so ein jämmerliches Ende nahm. An Mitbringseln und Touristen-Nippes mangelt es in der Vielzahl von kleinen Läden nicht, aber es gibt auch einiges Interessantes für Katzenliebhaber, wohl wegen der “chat qui danse”-Anspielungen. Wir haben in einem Geschäft in einer Seitengasse hübsche bretonische Seemanns-Pullover und dicke Sweatshirt-Jacken mit den typischen Fischer-Streifen in ganz ordentlicher Qualität erstanden, die uns bei unserem weiteren Aufenthalt sehr angenehm gewärmt haben. Wenigstens mal nicht “Made in China”. Einen Snack und einen anständigen Cafe au Lait als Stärkung zwischendurch bekommt man in den vielen Creperien und kleinen Fischlokalen, welche die schmalen Strassen säumen. Zu empfehlen: Crepe au miel et citron - einfach, aber delikat!

Pylonen aus Holz sind typisch für den Strand. Es gibt sogar ein Gezeitzen-Schwimmbad, das wasser wird bei jedem Tidenwechsel erneuert.

Pylonen aus Holz sind typisch für den Strand. Es gibt sogar ein Gezeitzen-Schwimmbad,
das Wasser wird bei jedem Tidenwechsel automatisch erneuert.

Am Freitag und am Wochenende findet während der Sommerabende am Strand ein reger, feuchtfröhlicher Partybetrieb statt – Discobeschallung inklusive. Vor allem ein Treff der einheimischen Jugend.

City by the sea - das Meer dominert alles.

City by the sea – das Meer dominert alles.

Bei unserem fast nass endenden Ausflug zur Picknickinsel  “Grand Be” war ein britisches Pärchen noch ein wenig saumseliger als wir: Der junge Mann musste sein Mädel huckepack durch die mittlerweile knietiefen Fluten auf dem steinernen Verbindungssteg tragen. Er bekam laute Beifallsbekundungen und viel Applaus von den umstehenden Einheimischen – und natürlich jede Menge Gelächter!

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Shopping und Bummeln in den Strassen der Altstadt.
Während der Woche ist nicht viel Trubel,
da lässt sich der Stadtbesusch eher geniessen.

Zum Schluss noch ein Tip: Samstag und französische Feiertage meiden, das Parkplatzproblem ist enorm, besonders in der Nähe der Altstadt.  Wochentags am späten Nachmittag kommt starker Berufsverkehr dazu, besser vormittags einplanen.

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Stadt aus Granit:
Die im regelmässigen Raster angelegte Altstadt “Intra Muros”.

Wenn man eine Tagestour unternimmt, kommt eventuell entweder ein Abstecher nach Dinard, einem Seebad auf der Küstenroute, in Frage. Oder auf der Rückfahrt über die Inlandsstrecke (Schnellstrasse) in Dinan stoppen: Eine sehr schöne Altstadt mit Fachwerkhäusern und geschmackvollen kleinen Geschäften lädt zu einem Bummel ein.

Posted by on September 9th, 2016 Kommentare deaktiviert

Bad Urach: Steile Pfade und fallende Wasser im Keltenland

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Kleines Idyll: Brühlbach im Maisental.
Hier liegen Start- und Zielpunkte der Rundkurse.

Unsere schönsten Wanderungen führen rund um Bad Urach: Auf zwei ca. 15 km langen Rundkursen. Auf der oberen Strecke besuchen wir die Burgruine Hohenurach und wandern dann über die Kreuzhütte und die Hohenuracher Steige*** (siehe unten:”Gehzeit”) oder bequem dem Radweg folgend, zum Wasserfall weiter. Über den Abzweig Hölle/Güterstein unterhalb des Wasserfalls gelangt man zu den gleichnamigen Wasserfällen und  wieder zum Gestüt im Tal. Von hier geht es zurück zum Parkplatz im Maisental. Dafür gibt es einen eigenen Artikel, wo ich auch auf die Gütersteiner Fälle näher eingehen werde.

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Gütersteiner Wasserfälle.
Kalktuffgebilde, die ständig wachsen.

Die untere Tour, die hier beschrieben wird, gestaltet sich etwas schwieriger: Zuerst wandert man vom Parkplatz Wasserfall zum Hofgut Güterstein über einen Wirtschaftsweg durch die Obstwiesen im Maisental. Hier findet man die  Abzweigung “Gütersteiner Wasserfälle”. Hat man die Tufffelsen mit ihren Kaskaden erreicht, folgt man einem Waldweg der steil bergauf zur “Fohlensteige” führt. Man kann auch einen Abstecher zur archäologischen Stätte “Runder Berg” machen: Spuren einer frühen keltischen und späteren allemannischen Besiedlung gibt es noch zu sehen. Allerdings – im hohen Gras lauern Zecken! Die Alb war eine Region intensiven keltischen Kultureinflusses, daher wurden viele der neueren Wanderwege entlang von Viereckschanzen, Tumulusgräbern und Siedlungsresten angelegt. Solche archäologischen Pfade tragen ein Hinweissymbol, das meist ein keltisches Artefakt abbildet. Vom flachen Gipfel des Runden Bergs mit seinen Hinweistafeln gehen wir auf derselben Strecke zurück, und steigen schliesslich auf der Fohlensteige bis zur Hochfläche auf. Kurz unterhalb der Traufkante zweigt der Weg zum Camererstein und Rutschenfelsen nach links ab. In der Nähe liegt die Rohrauer Hütte, ein Albvereinshaus mit Einkehrmöglichkeit am Wochenende.

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Hohe Warte – ein Denkmal für die in den Weltkriegen gefallenen Mitglieder des Schwäbischen Albvereins.
Ein bisschen Art Deko – errichtet 1923.

Wer noch mehr vorhat, geht rechts weiter zum Fohlenhof und dem Aussichtsturm “Hohe Warte”, ein interssantes Art Deco Denkmal aus dem Jahr 1923. Die Aussicht ist  spektakulär, der Aufstieg heftig – nicht für Nachtblinde, das Turminnere ist recht dunkel. Normalerweise an Wochenden geöffnet: Den Schlüssel für den Turm gibt es wochentags  beim Hof, auf dessen Wiesen im Sommer die Fohlen und Jährlinge des Marbacher Gestüts weiden. Im eigentlichen Gestütshof St.Johann kann man ebenfalls einkehren. Vom Fohlenhof führt der Weg dorthin durch eine schöne Allee. Die Marbacher Pferde  hat schon die Queen bewundert.

Camererstein am Albtrauf. Hier hat man einen tollen Blick auf die Ruine Hohenurach.

Camererstein am Albtrauf. Hier hat man einen tollen Blick
auf die Ruine Hohenurach (Hintergrund).

Auf dem Rückweg  von der Hohen Warte oder der Rohrauer Hütte geht es  auf den Wanderweg nach rechts bis zum Wald. Hier passiert man einen Karsteinbruch (Doline), in dem ein kleiner Brunnen (Rutschenhofbrünnle) verborgen ist. Daran vorbei erreicht man die steile Traufkante mit dem natürlichen Amphitheater der Rutschenfelsen, wo sich ein spektakuläres Panorama bietet. Neben dem Tuffsteindenkmal Camererstein  steht eine Bank zum Verweilen.  Im Hochsommer ist es hier ziemlich heiss! Ab hier führt der Weg nach rechts (rotes Dreieck), immer am Trauf entlang in Richtung “Uracher Wasserfall”, zu dem man über einen steilen Abstieg mit Serpentinen und einigen spektakulären Aussichtspunkten -nicht ganz ungefährlich!- gelangt.   Auf der Wasserfallwiese mit Biergartenatmosphäre stehen einige prächtige alte Bäume und es gibt einen Kiosk mit Brotzeit und Getränken.

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Wasserfall des Brühlbachs mit vielen Kaskaden und kleinen Nebenschauplätzen.
Bezauberndes Zentrum meines Broceliande.

Die letzte Wegstrecke führt über die Wasserfalltreppe zurück ins Maisental. Hier hat man die beste Sicht auf das nasse Spektakel in seiner ganzen Pracht. Zum Maisental gehört eine Hochwiese, durch die der Brühlbach abfliesst. Dessen tiefes Bett mit Kaskaden und umgestürzten Bäumen bietet einen leicht verwunschenen Anblick. Die Wiesen beherbergen vor allem im Frühjahr und Frühsommer seltene Blumen, auch Orchideen. Im Maisenstüble in der Nähe des Parkplatzes gibt es eine weitere Einkehr.

Haselwurz - Asarum europaeum.Eine alte Hexenpflanze.

Hexenpflanze: Haselwurz – Asarum europaeum. Sieht Alpenveilchen ähnlich.
Beide sind Venus/Pluto und Mond/Saturn Gewächse.

Am Boden des Waldes in Wasserfallnähe, besonders im Bereich der “Hölle” am unteren Abzweig nach Güterstein findet man eine interessante Pflanzenwelt: Efeu, Waldmeister, Aronsstab, Stinkende Nieswurz, Seidelbast und grosse Flächen der immergrünen Zauberpflanze Haselwurz. Diese steht unter der Haupt-Signatur Venus/Mars(Pluto), wie man an den herz/nierenförmigen Blättern und dem leicht pfeffrigen Geruch erkennen kann. Eine Zuordnung zu Saturn zeigen neben dem Wintergün der Blätter, die purpur-braunviolet gefärbten bodennahen Blüten, obwohl deren Dreizähligkeit wieder Neptun/Pluto oder Jupiter entspricht. (Olympische Trinität: Jupiter-Neptun-Pluto, sie haben eine Affinität zur Drei, Sechs, Neun und Zwölf.) Es liebt feuchte Standorte und ist ein Schattengewächs mit schnell vergänglichen Blüten, daher ist auch der Gegenpol zum Saturn (Mond) sichtbar. Asarum gehört als Mond- und Venuspflanze zu den uteruswirksamen Drogen. Merkur/Neptun zeigt die rankende Wuchsform und die psychoaktive Wirkung, ausserdem wirkt das Rhizom äusserlich lokal betäubend.

Haselwurz - Asarum europaeum.quelle:wiki

Haselwurz – Asarum europaeum. Quelle:wiki

Asarum europaeum gilt als Abwehr- und Schutzzauber (Mars), auch zur schwarzen Kunst (Pluto/Saturn) wurde es verwendet. Mittelalterliche Hebammen beendeten mit einer Mixtur aus Sadebaumrinde, Wermut, Haselwurz und Poleiminze oder Petersilienwurzel unerwünschte Schwangerschaften, was damals hiess, die vielleicht  achte, neunte oder noch schlimmer. Eine andere Möglichkeit der Verhütung war wegen der kirchlichen Intervention nicht mehr sonderlich verbreitet. Auch diese pflanzlichen Abortiva waren gefährlich, die enthaltenen Inhaltstoffe ziemlich toxisch. Frauen starben häufig bei solchen Experimenten, das zeigt schon das ganze Ausmass an Verzweiflung. Pharmakologische Effekte: Niesreiz, Erbrechen, krampfartiger Durchfall, Magenblutung, Gebärmutterkrämpfe mit Blutungen. In der Volksmedizin wurden eher die Blätter als das stärker wirkende, scharf nach Ingwer riechende Rhizom (Mars/Pluto) verwendet, sowohl äusserlich bei Hautausschlag und Kopfhautgrind (Tinktur oder Abkochung) als auch innerlich – als drastisches Purgiermittel (Mars/Saturn). Dazu wurde eine Art Tee oder auch Weinsud hergestellt, der dann durch die Nase geschnaubt, oder seltener, getrunken wurde. Eine Salbe aus dem Rhizom wirkt durchblutungsfördernd, daher wurde es auch früher gegen Ischias angewendet.

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Nesselblättrige Glockenblume.

Glockenblumen wachsen in vielen Unterarten auf der Schwäbischen Alb. sie sind typische Zeigerpflanzen für Kalkböden, die nesselblättrige Variante liebt feuchte Wälder.

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Hirschzungenfarn – eher selten in heimischen Gefilden.
Am Urachfall bedecken ganze Teppiche besonders die Steilhänge.

Schwierigkeit:

  • Für geübte, trittsichere Wanderer mit Bergstiefeln. Stöcke nicht vergessen! Mehrere Steigungen, ca. 300m Höhendifferenz. Kopfbedeckung, Sonnenschutz und Mückenschutz! Bei Nässe sind die Abstiege gefährlich!
  • ***Hohenuracher Steige: Der Aufstieg ist sehr steil, der Ausblick super! Zur Wasserfallhochwiese steigt man über eine steile Steintreppe ab, wer das nicht möchte, kann auch direkt zum Rutschenfelsen weiterwandern und die Fohlensteige (Abzweig beim Gestüt) nach Güterstein nehmen.

Gehzeit:

  • Ohne Rastpausen und Abstecher zur “Hohen Warte” ~5 h. Die beste Zeit ist der Morgen bis zum frühen Nachmittag. Das ganze Jahr durch begehbar, allerdings im Winter Eisbildung auf den Steilpfaden – da ist die zweite Tour besser geeignet. Wochenende vermeiden oder Sonntag ab 8:00 Uhr morgens wählen. Trotz der wenig familientauglichen Strecke sind viele Wanderer unterwegs.
  • Die komplette Tour: Ruine Hohenurach, Uracher Steige, Wasserfallwiese, Rutschenfelsen, Gestüt St. Johann, Hohe Warte, Fohlensteige, Gütersteiner Fälle, Gut Güterstein, Maisental dauert je nach Rast und Einkehr ca. 7 Stunden und stellt einigen Anspruch an die Kondition, da mehrmals steile Auf- und Abstiege bewältigt werden müssen.

Einkehr:

  • Maisenstüble, Rohrauer Hütte, Gestüt Güterstein, Wasserfallhütte.
  • Ordentlich zu trinken mitnehmen, und eine kleine Vesper einpacken, da viele Albvereinshäuser, ausser am Wasserfall, nur am Wochenende geöffnet sind.

Fototipp:

  • Der Wasserfall und das Maisental liegen morgens gegen 9:00 Uhr im schönsten Licht.
  • Nach Regenfällen brausen die Fälle besonders stark – allerdings werden die Wege dann rutschig und die Kalkfelsen können regelrecht schmierig sein.

Tiere:

  • Blindschleiche, Feuersalamander, Fledermaus, Schwarzspecht und Roter Milan.
  • Viele Schmetterlinge, auch Trauermantel und Schwalbenschwanz.
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Pyramiden-Hundswurz im Mai. Anacamptis pyramidalis.

Pflanzen:

  • Buschwindröschen, Scharbockskraut, Nieswurz, tolle Farne, Aronsstab, Orchideen, nesselblättrige Glockenblume.
  • Seidelbast, Haselwurz, Pilze, Knoblauchsrauke, Wasserkresse … je nach Jahreszeit

Alle Fotos:@beast666 2012-16

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Vom Randecker Maar zum Schopflocher Moor

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Auchtert mit Bank und Aussicht zur Burg Teck.
Hier führt der Weg zum Randecker Maar vorbei.

Wir starten beim Wanderparkplatz Breitenstein und gehen Richtung Albtrauf zum Aussichtspunkt. Dort befindet sich ein Bronzepanorama mit Richtungsweisern. Der Blick zur Teck, Limburg und den Stauferbergen ist spektakulär. Der Weg zum Randecker Maar führt über den Auchtert mit seiner einsamen Baumgruppe und einer Aussichtsbank auf zwei Wegen: Kurz hinter der Linde nach rechts über einen Wiesenpfad, das ist die kurze Strecke. Oder man verfolgt den Albtrauf am Mörikefels vorbei, bis zum Abstieg zur Zipfelbachschlucht, überquert den Bach und steigt auf der anderen Seite im Maarkessel auf. Hier hat man die Wahl auf der kurvigen schmalen Landstrasse und an der Maarschäferei entlang zu wandern, oder einen Feldweg an den Weiden des Bauernhofs Ziegelhütte zu benutzen. Die zu dem Gehöft gehörende Maarstube und Käserei bieten Kulinarisches aus Eigenproduktion und am Wochenende auch eine Einkehr. Näheres zu der Teilstrecke habe ich schon im ersten Teil des Artikels gepostet: Biokäse und Zauberpflanzen.

Prächtiger Zwerghahn an der Ziegelhütte. Klein, aber selbstbewusst …

Prächtiger Zwerghahn an der Ziegelhütte. Klein, aber selbstbewusst …

Durch eine alte Lindenallee geht es dann am Maar-Rand entlang bis zur Strasse nach Römerstein. Hier zweigt der Weg dann in Richtung “Otto Hofmeister Haus” ab, das jetzt das romantische Hotel “Albengel” beherbergt. Dieser Panoramaweg bietet einen tollen Blick auf die Limburg und die Stauferberge.

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Blick auf die drei Kaiserberge:
Hohenstaufen – Rechberg – Stuifen

Im Vordergrund eine der vulkanischen Felsbomben, eine Folge der phreatischen Eruption des Kircheim-Uracher Vulkans. Hier floss keine Lava, sondern wurden regelrecht Trichter herausgesprengt – welche mehrere Maarkessel bildeten – wie in der Vulkaneiffel. Das Randecker Maar, einst auch ein mit Wasser gefüllter Kessel von rund einem Kilometer Durchmesser, wurde mit dem Zurückweichen des Albtraufs durch Erosion vom Zipfelbach angenagt und zum Auslaufen gebracht.  Fossilien des einstigen Sees sind in der Maarstube ausgestellt.

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Dem starken Wind zum Trotz – einsamer Baum am Randecker Maar.
Ein Speierling, dessen Fruchte für die Mostkelterei nützlich sind.

Hinter dem Otto Hofmeister Haus führt ein Wiesenpfad bzw. Schotterweg zur Torfgrube, dem Sumpfbiotop Schopflocher Moor. Einst ebenfalls ein Maarsee, verlandete es im Lauf der Jahrmillionen, und es bildete sich ein Hochmoor, eines der wenigen auf der sonst wasserarmen Schwäbischen Alb. Auf einem hölzernen Bohlenweg – und nur auf diesem! – kann das Moor durchquert und seine besondere Pflanzen- und Tierwelt aus der Nähe beobachtet werden. Man muss nicht Angst haben zu versinken, der “Holzweg” schützt die Vegetation vor dem Menschen.

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Ein sehr altes Naturschutzgebiet, wie man an dem Schild erkennen kann.

Den Kern des Biotops bildet ein Moorwäldchen mit Birken und Heildelbeer-Schlägen. Es errinnert mich an die typischen leicht morastigen Wälder in der Oberpfalz, wo es noch viele Hochmoore und Sumpfwiesen gibt, wegen der ebenfalls zahlreichen Seen und Weiher.  Der Untergrund ist dort häufig ebenfalls Vulkangestein, das sich vom Rauhen Kulm in Franken bis zu den K.und K. Bädern in Böhmen zieht. Auch in dieser Gegend gibt es, wie rund um Bad Urach viele Heilquellen und Thermalwässer.

Bohlenweg durch das Moorwäldchen.

Bohlenweg durch das Moorwäldchen.

Am Ende des Bohlenwegs wartet ein kleiner Tümpel mit Rohrkolben und blauen bzw. gelben Iris. In ihm tummeln sich im Frühling viele Kaulquappen, so dass es im Hochsommer wohl zu einem ziemlichen Froschgequake kommen dürfte.

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Sumpf-Iris (Mrkur/Neptun(Jupiter) und Schlangenknöterich (Mond/Saturn, Merkur/Neptun)
haben ihre Hauptblüte im Juni/Juli.

Die Wurzel des Drachenkrauts (Bistorta officinalis) und die jungen Blätter, Blüten und Samen
kann man als Wildgemüse essen. Getrockntetes Schlangenwurzelrhizom wurde zu Mehl verarbeitet. Iriswurzel findet man in Kosmetika.

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Blutweiderich (Lythrum salicaria) – eine vielseitige Heilpflanze – Panacea.
Jupiter(Neptun)/Merkur, Mars/Venus, Mond/Saturn.
Früher ein Nothelfer bei Ruhr und Cholera. Blutstillend.

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Teich mit Iris und Kaulquappen. Grössere Bestände des Sumpfschachtelhalms
sind auch anzutreffen.

Geflecktes Knabenkraut.

Geflecktes Knabenkraut. Eine heimische Orchidee, die im Mai blüht.
An schattigeren Stellen kann man das weisse Walldvögelein finden.

Esel auf den Maarwiesen.

Esel auf den Maarwiesen, sie gesellen sich gerne mit Schafen.

Nach dem etwa 15 minütigen Durchgang durch das Schopflocher Moor kehrt man auf dem gleichen Weg zurück, auf der Landstrasse bis zum Parkplatz. Dort überquert man die Strasse und wendet sich nach links, wieder am Maarkessel entlang. Dort gelangt man auf den kurzen Weg zum Auchtert und schliesslich zum Breitenstein.

Gesamtstrecke: 1.5 h ohne Einkehr, viele wunderschöne Panaorama-Ansichten des Albtraufs und der vorgelagerten Zeugenberge.

Einkehrmöglichkeit: Maarstube, Restaurant und Biergarten des Landgasthofs “Albengel” im “Otto Hoffmeister Haus”. Hier gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten.

Schwierigkeitsgrad: Gering, wenn man auf den Ab- und Aufstieg bei der Querung der Zipfelbachschlucht verzichtet, und den Wiesenweg beim Auchtert nimmt.

©photos: beast666

Posted by on August 26th, 2016 Kommentare deaktiviert