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Neu: Kalender 2018 – zauberhafte Mandalas

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Mandalas 2017

Alle Kalendermotive sind auch als einzelne Bilder erhältlich.

Freie Auswahl von 13  Blättern aus der Galerie. Bitte das Deckblatt extra benennen. Für kleine Texte ist Platz, bitte nachfragen. Formate: DIN 20×20, 30×30, 40×30 cm Quadrat mit Metallspirale. Professioneller Qualitätsfotodruck >200 dpi, im Gegensatz zu den Überichten mit nur 72dpi.

Preis: ab 14 €, Poster ab 9€. Individueller Jahreskreis-Almanach bitte nachfragen.

Alle Anfragen bei Ambrosia per email.

Posted by on Januar 12th, 2017 Kommentare deaktiviert

Magischer Januar: Schneemond

Januar: Saturn-Zeit und Monat des römischen Janus.

Januar: Saturn-Zeit und Monat des römischen Janus.
Januar, ©scrano 2015
Model: jlior, Winterhimmel: ashensorrow, Einhorn: charmedstar07.

Der Januar, in Österreich auch Jänner genannt, vom lateinischen Januarius abgeleitet, altdeutsch auch Hartung, Hartmonat, Schneemonat, Eismond, Wintermonat.

In meiner Allegorie nimmt das Jahr seinen Anfang noch in aller Unschuld und Reinheit, symbolisiert vom Einhorn. Früher bedeckte häufig frisch gefallener Schnee als weisses Tuch die Natur zu dieser Zeit, so dass der Jahresanfang tatsächlich strahlend daherkam. Jetzt wird dafür mehr geböllert …

Benannt ist der erste Monat des Jahres nach dem römischen Gott Janus, der mit zwei Gesichtern dargestellt wird. Er gilt als Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore. Er markiert die Grenzen der Zeit, wie der ihm verwandte Terminus als Herr der Grenzsteine die räumlichen.

Es ist der Monat des Saturn, auch einem Wächter der Grenzen. Dieser hat sein Domizil im Steinbock, aber er stellt auch den klassischen Herrscher des Wassermanns. Immerhin ist er auch nach der Zuordnung von Uranus zu diesem Zeichen noch der Co-Regent geblieben.

Eine weitere veraltete Namensform ist Wolfsmonat.

Im Amtsjahr des römischen Kalenders war der Ianuarius ursprünglich der elfte Monat und hatte 29 Tage. Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr. wurde der Ianuarius zum ersten Monat des Kalenders. Die Zuordnung zur Elf passt zum Ingress der Sonne in das Zodiakzeichen des Wassermann am 21. 1. das im 11. Haus sein Domizil hat. Beide Herrscher des Januar, Saturn im Steinbock bzw. als Co-Regent im Wassermann und Uranus gelten als Verkörperung des Winters. Die Elf gilt als närrische Zahl und astrologisch als Sinnbild für soziale Gruppen und Freundschaften, aber auch für Ziele ausserhalb der persönlichen Selbstverwirklichung (Haus 5, Löwe)  oder des Status, wie er im Haus 10 des Steinbocks im Mittelpunkt steht.

  • Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
  • Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag’.
  • Wenn’s um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.
  • Am Neujahrstage Sonnenschein, läßt das Jahr uns fruchtbar sein.
  • Am Neujahrstag kalt und weiß, wird der Sommer später heiß.
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Winterspaziergang – wenn das Wetter passt, das beste Ritual am Neujahrstag.
Am Breitenstein @beast666

Zodiak: Steinbock und Wassermann

Monatsstein: Granat, er gehört zum Saturn und dem Wurzel-Chakra.

Pflanzen: Helleborus, Dianthus,  Stechpalme, Poinsettia, Helleborus, Efeu, Immergrüne, z.B. Efeu und Koniferen (Saturn), Lärche, Mistel (Uranus+Saturn)

Farben: Schwarz, dunkelbraun und dunkelgrün (Saturn), weiss, himmelsblau (Uranus)

Kristalle:  Granat, Jet und Onyx, Fossilien (Saturn), Rauchquarz, Malachit (Steinbock), Aquamarin, Türkis, Labradorit, Moldavit (Uranus), Bernstein (Uranus/Sonne).

Tierwelt:  Wolf, Krähe, hibernierende Tiere (Saturn). Überwinternde Sing-Vögel, Elster, Häher, Albatross, Fuchs (Uranus).

Magische Elementale: Gnome, Trolle (Erde), Sylphen (Luft)

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Rückkehr des Lichts. Im Januar einen Hirschensprung:
Die Tage werden länger, die Sonne wird kräftiger.

Januar-Rituale:

  • Kleine Tontöpchen, z.B. für Minipflanzen Ø 10 cm, mit einem Holzstab von ca 20 cm Länge (dickere Grillspiesse) versehen. Das geht leicht, einfach durch das Loch im Boden stecken, mit einem Draht oder Querpflöckchen sichern. Samen aus Pinien- und Fichtenzapfen auslösen und mit ungesalzenem Schweinefett vermischt bis auf 3/4 Höhe einfüllen. Geschälte, ungesalzene Sonnenblumenkerne werden auch gerne genommen. Schnüre anbringen und die Fett-Töpfchen umgekehrt in Bäume hängen. Für Amseln und andere Weichfresser: Alte, schon etwas mürbe Äpfel halbieren und auslegen.
  • Spazierengehen, die langsame Wiederkehr des Lichtes spüren.
  • Einen Besuch bei Freunden oder Verwandten machen – gemeinsam essen und beglückwünschen.
  • Gebildbrote verschenken – Rezepte unter Martinsweck.
  • Entschleunigung, das neue Jahr bewusster und ohne Hast angehen – die Liste mit den guten Vorsätzen nicht gleich wieder “verlieren”. Aber auch  keine Unmöglichkeiten draufsetzen.
  • Am Ende der Raunachts-Zeit, dem 6. Januar, Haus oder Wohnung mit einer Mischung aus Salbei, Wachholder, Fichtenharz, Weihrauch und Lorbeer ausräuchern. Garage nicht vergessen. Die Haustür schön auf Hochglanz bringen, damit das Glück gerne eintritt. Katholiken freuen sich jetzt auf die Sternsinger, die ihren Jahressegen mit Kreide über dem Eingang anbringen: C+M+B = christus mansionen benedicat. Christus segnet diese Heim. Ein alter Brauch mit heidnischen Wurzeln bei der Grossen Mutter.
  • Im Garten: Gegen strenge Fröste spätestens jetzt sensiblere Gewächse mit Vlies umwickeön oder abdecken.  Im Gewächshaus bei Tages-Minusgraden ebenfalls für Winterschutz sorgen. Vor allem wenn mediterrane Kübelpflanzen dort ihr Quartier haben! Endiviensalat oder Zuckerhut kann ebenfalls eine Abdeckung vertragen. Leimringe an Obstbäme anbringen – Stämme kalken – an frostfreien Tagen!
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Neujahrs-Spaziergang am Reussenstein.

  • Wintersport: Nicht unbedingt der alpine Skizirkus mit all seinen perversen Auswüchsen – Winterwandern, auch mit Schneeschuhen, Rodeln und Eislaufen oder Eishockey machen mehr Spass als das Profitstreben von Tourismusverbänden und Hoteliers zu befriedigen. Und es schädigt nicht die Umwelt.
  • Wir haben als Kinder die in meiner sehr kalten ostbayrischen Heimat reichlich vorhandenen Fischweiher zum Schlittschuhlaufen genutzt, Dank Klimawandel ist das nicht mehr oft möglich, aber es gibt ja immer mehr Eissporthallen, wo das Vergnügen auch weniger gefährlich ist. Für die jenseits von natürlichen Instinkten und Vorsicht aufwachsenden Kinder heutzutage sowieso. Übrigens: Eishockey ist auch für Mädchen als Teamsport geeignet, besser als gegenseitig die bunten Krallen von L-A. Nails oder Nasenpiercings zu bewundern und dümmliche Popsternchen anzuhimmeln allemal. Davon abgesehen Mädels: Eislaufen macht tolle Beine!

Gottheiten des Januar:

  • Hera (2.1.), Inanna, Holle/Freya (8.1.), Pax (30.1), Bethen/Matronen (6.1)
  • Janus (9.1.), Saturn, Uranus (astrologisch)
Januskopf aus der vatikanischen Sammlung.

Januskopf aus der vatikanischen Sammlung.
Quelle:wikimedia

  • Zodiak – Haupteinfluss: Steinbock/Saturn, Ingress der Sonne in den Wassermann, Herrschaft des Uranus ab 21.1.
  • Baum: Fichte, Tanne, Zypresse, Stechpalme (Saturn), Lärche (Uranus)
  • Duft: Myrrhe, Weihrauch, Wachholderbeeren, Patchouli (Saturn), Fichtenharz, Bernstein (Uranus)
  • Gottheiten:  Saturn, Ops, Mithras, Cailleach, Holle, Uranus, Prometheus, Loki, Hephaistos, Brigid ab 21.1.
  • Metall:  Blei (Saturn), Zink (Uranus)
  • Mythologische Figuren: Die Alte, Frau Holle, Rübezahl, Einhorn

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©kmygraphic

Posted by on Januar 9th, 2017 Kommentare deaktiviert

Fraktale Welten: Dreaming like Salvador

Dreaming of Salvador (Dali).©scrano 2016 model:jamari lior

Phantastische Welten: Dreaming like Salvador (Dali).
©scrano 2016 model:jamari lior

  • Homage an Salvador Dali, enfant terrible und Meister des Surrealen.
  • Sonne im Stier, Mond im Widder, ASC Krebs – dominanter Uranus und Neptun.
  • Das Stierkampfmotiv taucht in den Werken Salvador Dalis, wie auch bei anderen spanische Malern, etwa Goya oder Picasso auf. Allerdings war Dali mehr an der Mythologie interessiert, wie dem Minotauros und dem Mithras-Stier, als an dem Geschehen in der Kampfarena.
  • Der Stier gilt als Symbol der kosmischen Schöpfung, er ist mit den alten Fruchtbarkeitsgöttinnen assoziert: Inanna, Ishtar oder die kretische MAgna MAter
  • Im Mithras-Kult gilt die Stiertötung als Akt zur Einleitung eines neuen Weltzeitalters.
  • Stierkampf ist uralt und wurde bereits bei den Kretern praktiziert – jedoch waren deren Stierspiele wahrscheinlich unblutig, eine Mutprobe als Initiation der Jugend – dennoch sehr gefährlich. An diesen als “Stierspringen” bekannten Ritualen nahmen  Mädchen und Jungen ateil.
  • Die moderne Stiermetzelei und auch das Stiertreiben von Pamplona braucht es wohl heutzuage nicht mehr, sie sind ein trauriger Abklatsch und eine Perversion des einstigen Stierkults im Mittelmeerraum.

* 11.5. 1904 in Figueras, Spanien.

Radix Salvador Dali

Radix Salvador Dali

Das T-Quadrat Neptun-Uranus mit dem Mond konjunkt am MC bestimmt wohl sein Kunstschaffen – modern, wagemutig und provokant, aber sehr emotional und voller Traumwelten. Der impulsive und leidenschaftliche Widdermond an der Spitze des T-Quadrates  ist besonders einflussreich, da er sein Geburtsherrscher (ASC Krebs) ist und gleichzeitig eleviert steht. Mit Sonne und Venus im Stier besass Dali ein Geschick für präzise handwerkliche Fähigkeiten – sein Stil entsprach der Maltechnik der alten Meister.  Der Tod, okkulte und abseitige Dinge (Pluto in 12, Saturn in 8 dazu im Trigon) , aber auch Religion inpirierten viele der Motive seiner Bilder. Er interessierte sich auch für das Medium Film (Neptun) als künstlerische Ausdrucksform,  oder wissenschaftliche und medizinische Neuerungen wie die Psychoanalyse (Uranus, Pluto in Haus 12) von Sigmund Freud. Beide Themen flossen in seine gemeinsame Arbeit mit Alfred Hitchcock ein:

Moderne Version der Traumsequenz aus dem psychologischen Thriller “Spellbound” mit Musik von Eurythmics.

Ausserdem war Dali, wie Escher begeistert von “unmöglichen” Geometrien – eines seiner berühmtesten Werke zeigt in einer Kreuzigungs-Szene sogar einen Tesseract oder Hypercube in seiner 3D-Explosions-Projektion: So ergibt sich ein aus Würfeln aufgebautes, 4-dimensionales  Kreuz, an dem Christus hängt. Ob Dali wohl auch an Fraktalen sein Vergnügen gehabt hätte?

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Stierspringer auf einem Fries im Palast von Knossos, Kreta.
quelle: PD via wiki.

Fraktalbilder der Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

Posted by on Dezember 6th, 2016 Kommentare deaktiviert

Jupiter – Santa Claus – Schamane

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Jupiter Mandala, purpur, lila, feuerrot und blau sind seine Farben.
©scrano 2015

Mit der Sonne im Schützen wollen wir uns dem in diesem Zeichen herrschenden Jupiter-Archetyp und dem astrologischen Jupiter-Prinzip widmen.

O Fortuna, Imperatrix Mundi, wie es in Carl Orffs “Camina Burana” heisst: O Göttin des Glücks, Herrscherin der Welt!

schuetzeJupiter, die Sinnsuche, das Streben nach Glück – was liegt hinter den Dingen, der größere Zusammenhang, von der “Höheren Warte” betrachtet, das ganzheitliche Bild. Synthese, Zuversicht, Selbstvertrauen. Grossmut und Humor. Gaben und Begabungen. Eine Kreuzung aus Erbonkel und Santa Claus ?

Die Götter, die seinen Typus ebenfalls verkörpern:

  • Zeus, Jupiter, Odin (+Merkur), Thor (+Mars), Olorun, Damballah, Rosmerta, Fortuna mit dem Füllhorn.

Archetypen:

  • Positiv: Richter, Philosoph, Lehrer, Vater, Patriarch, Mäzen, Priester, Zigeuner, Weltreisender, Optimist, Santa Claus, Druide, Förster, Wildhüter, Naturschützer. Idealismus, Großmut. Gastfreundschaft (wie Thor, aber auch Odin), Optimismus, Vertrauen in die Zukunft, Zuversicht. Positives Karma, Neidlosigkeit, moralische Unterstützung, die glückliche Bestimmung. Humor, Fröhlichkeit.
  • Negativ: Falstaff und Popanz, Windbeutel, Hybris, Selbstgerechtigkeit, Opportunismus. Übertreibung, Kreuzzüglertum, Rastlosigkeit, Oberflächlichkeit, “va banque” Spieler, Seitensprünge und instabile Beziehungen, “Bon vivant”, Don Juan, Megalomanie, Realitätsblindheit (Hoffen auf ein Wunder). Oberlehrer, Pharisäer, Selbstgerechtigkeit, Arroganz, Machtmissbrauch → Saturn (AMTsmissbrauch).
  • Das Prinzip der Expansion, das eigene Potential, die glückliche Fügung, Gelegenheit, der fördernde Vater, das Suchbild des Ehemanns, das Selbstbild als Ehemann, Streben nach Einsichten und Philosophie, Rechtsauffassung, Suche nach Weite/Erweiterung im inneren und Äußeren. Talente und Mäzene. Ethik und Idealismus.

Rechtswesen:  ”Ich schwör’s bei Zeus, DREI mal schwör ich!”  Zeus galt als Beschützer des Eids, die Drei und Vielfache (6,9,12) als seine heilige Zahl(en).

Organisierte Religion mit Priestertum und Opfer-Ritualen und prachtvollen Zeremonien. Religiöse Lebensregeln, die zivilisatorisch wirken. Urbanisierung der Gesellschaft, Fernhandel und Kolonialismus. Rituale für Glück und Unterstützung, der Deus ex Machina. Wohlstand und Philantropie, mit Uranus.

Jupiterprinzip im Tarot: “Der Hierophant”, “Das Schicksal”, Dreien, Neunen, Könige, “Der Teufel“. Hierophant und Teufel stellen Spiegelkarten dar.

Orte: Universität, Tempel, Kirche, Schule, Reisebüro, Kultureinrichtungen, intellektuelle oder spirituelle Zirkel, Kasinos, Börsen.
Berufe: Schiedsrichter, Friedensrichter, Richter, Priester, Lehrer, Philosoph, Literat, Verlagswesen, Reiseleiter, Import/Export, internationaler Vertrieb, Agentur.

Astrologischer Herrscher über 9. Haus, Schütze und Fisch (mit Neptun)

  • Tag: Donnerstag
  • Farben: Purpur, violett, königsblau, orange-gelb.
  • Zahlen: Drei und Neun (mit Mars), Zwölf und Sechs (mit Neptun und Merkur).
  • Qualität: Mutables Feuer, Yang, im Fisch auch Wasser+Yin (das Nachthaus des Jupiter in der klassischen Astrologie).
  • Gegenpol zur 3 in der 3/9 Achse: Mentales ich, Erkenntnis der Dinge — > mentales Wir, Erkenntnis der Zusammenhänge zwischen den Dingen.

Dignitäten:

  • Domizil: Schütze,Fische
  • Exil:Zwillinge, Jungfrau
  • erhöht im Krebs, im Fall, Steinbock

Korrespondenzen:

  • Chakra: 2. 6. 7. je nach Lehrart, bei meinem System gehört das 5. Chakra: Lehren, Lernen, Kommunikation zur Achse Jupiter/Merkur.
  • Alchemie: der König, conjunctio.
  • Kristalle: Lapislazuli, Amethyst, Saphir, Hyazinth, Tansanit, Feueropal.
  • Richtung: Süden+Westen
  • Metall: Zinn (Bronze)
  • Tiere: Pferd, Adler, Hirsch, Elefant, Wildschwein, der Stier.

Dem Zeus wurden Stiere geopfert, er verwandelte sich in einen Stier, um Europa zu entführen (über das Meer), siehe unter männliche Trinität.

Pflanzen:

  • Grosswüchsige Pflanzen, frucht-tragende -> Obstbäume, Nussbäume, Eiche, Walnuss, Artischocke, Karde, Distel (mit Mars), wohlschmeckend, nahrhaft, exotische Herkunft (Gewürze: Muskat, Macis, Sternanis).
  • Krampflösend, leberunterstützend. blau-violette Blüten, Anis (mit Merkur), Kerbel, Borretsch (der die Ängste vertreibt). Mädesuess (mit Mond), Ysop, Eisenkraut, Odermenning und der Löwenzahn (gelbe, bittere Pflanzen dienen oft als Lebermittel), Schöllkraut (mit Mond und Saturn).
Stattliche Buche auf der Alb.Bäume tragen stets auch eine Jupiter-Signatur.

Stattliche Buche auf der Alb.
Bäume tragen stets auch eine Jupiter-Signatur.

Baum:

  • Eiche, Esche, Fichte, Olive, Feige (mit Venus), Jupiterbäume sind speziell die Kastanie, die Eiche und der Walnussbaum: Juglans regia heisst Jupiter-Eichel, grundsätzlich fallen unter ihn jedoch alle Wälder, Alleen und Haine, sowie die fruchtragenden Obstbäume (mit Venus, die für die Blüten und Früchte zuständig ist). Aber auch verholzende Kräuter, wie Thymian, Rosmarin, Salbei (Hauptsignatur Merkur).
  • Die Walnuss mit ihren Nusskernen, die wie Hirnhälften aussehen hat eine Signatur für mentale Prozesse: Tatsächlich sind die Wirkstoffe der Walnusskerne förderlich für das zentrale Nervensystem. Hier wirkt die zum Jupiter gehörende Merkursignatur (Nerven, Denken) und Mond(Gehirnmasse) /Saturn.
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Royales Blau: Iris germanica mit deutlicher Jupiter/Merkur Signatur.
Wasser-Iris Neptun/Merkur, Zwiebeliris zusätzlich mit Mars/Venus.

Duft:

  • Muskat, Safran (mit Sonne), Sternanis, Basilikum, Macis (der Samenmantel der Muskatnuss).

Organe:

  • Hüfte, Oberschenkel – Ischiasnerv, Leber, Oberkopf, Wachstumsprozesse (Anabolismus), Stoffwechsel (mit Merkur → Schilddrüse), Nährstoffaufnahme im Blut.
  • Das typische Jupiterorgan Leber, eines der größten und lebenswichtigsten Organe bzw. die größte Drüse des Körpers, ist nicht nur ein Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan, sondern aus astromedizinischer Sicht auch verantwortlich für unser Temperament, für Gemüts-Krankheiten wie Cholerik und Melancholie (gestörtes bzw. geschwächtes Jupiterprinzip).
  • Dem Jupiter unterstehen desweiteren der Oberschenkel (unser größter und stärkster Muskel), die Po-Muskulatur, die Hüfte, der Fetthaushalt (Metabolismus, mit Venus), und Wucherungen. Alle Formen der sogenannten “Wohlstandskrankheiten” sind bei schlechter Jupiterstellung in den “Gesundheitshäusern” möglich.

Krankheiten:

  • Ischias, Hüftgelenk, Übergewicht, Leberstörung mit allen Folge-Erscheinungen, gutartige Wucherungen (Achtung: Gefahr von Bösartigkeit mit harten Aspekten zu Pluto!!) , Gicht (mit Saturn), bipolare Störung (mit Saturn/Uranus).
    Metall als Heilmittel: Zinn – Stannum, Mg für die Nerven und mentale Stärke (Nüsse!).
  • Die Gesundheits-Häuser: 2, 6 und teilweise auch 1. Steht hier Jupiter gut, kann man über eine robuste Physis verfügen. Ebenfall in Haus Acht, dem auch unser Ableben zugerechnet wird,  sorgt er meist für ein friedliches Ende, u. Umständen sogar auf Reisen. Transite des Jupiter in diesen Häusern verbessern oft das Wohlbefinden. Bei ungünstiger Stellung in der Radix oder Transiten mit harten Aspekten muss man sich vor Übertreibung hüten: Sonst führt der angenehme Transit über den Aszendenten vielleicht eher zu ordentlich Hüftgold!

Kabbala: Chesed

Ritual Magie:

  • Potential, Glück, Reisen, Rechtsangelegenheiten, Wohlstand, Unterstützung durch Gönner. Attraktion und generell Vermehrung von positiven Einflüssen.

Problematischer Jupiter:

  • Quadrat: Fanatismus, Rechthaberei
  • Konjunktion: Übertreibung
  • Opposition: bipolares Verhalten

Retrograde:

  • Potentiale liegen verborgen, Spätentwickler, ebenso bei 12. Haus. Kann aber auch einfach Freude an Ruhe und Zurückgezogenheit, z.B. Meditation bedeuten. Bei dieser Stellung sind Exerzitien oder ein Aufenthalt in einem Zen-Refugium ab und zu durchaus anzuraten.
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Die glücklich-dysfunktionale Grossfamilie von Papa Jupiter.
Olympians, courtesy of anotherstranger-me

Mythologie:

  • Zeus ist der jüngste Sohn der Rhea und des Kronos/Saturn. Diesem war geweissagt worden, einer seiner Söhne würde ihn stürzen. Daher verschlang er seine Kinder nach der Geburt. Um nicht ebenfalls dieses Schicksal zu teilen, versteckt ihn Rhea (kultiviertere Form der Gaia), vor seinem Vater auf Kreta in der Höhle der Dikte. Als er herangewachsen war, wurde er von seiner Mutter dem Kronos als Mundschenk untergeschoben. Mittels eines Brechmittels und Schlafmittels im Wein förderte er seine älteren Geschwister wieder zutage, und entmachtete seinen Vater.
  • Der wurde ins Exil geschickt: Wahlweise in den Tartaros, nach Elysium oder aber nach Arkadien, wo er auf der Insel der Seligen herrscht: Saturn-Pluto Affinität.
  • Vorher wanderte er als Eremit nach Latium und wurde der Stammvater der Römer, mit Mars und Bona Dea (Rhea) → ein Stammvater bäuerlicher Kulturen. Zeus/Jupiter passt eher zu einer imperialen Seemacht und urbanen Kultur, die die Griechen später annahmen.
  • Zeus teilte die Welt unter seine Geschwister auf: Hestia, Hera, Hades, Poseidon, Demeter. Mit seiner Schwester Hera zeugte er Hephaistos, alleine Athena, wie Hera den Ares. Mit Maia den Hermes, mit Leto Artemis und Apollon, mit Demeter Persephone/ Kore, mit Themis Astraia, mit Semele den Dionysos.
  • Die männliche Triade Hades-Poseidon-Zeus: Sie ersetzt die alten weiblichen Trinitäten, die mit dem Mond verbunden waren: Hekate, Eurynome etc. Die Gemeinsamkeit zwischen dem olympischen Zeus, Poseidon, der ursprünglich eher ein Erd-Gott war und dem Hades, der das Reich unter der Erde bekam sind die Opfertiere: Schwarze Stiere, die alle drei auch als Symboltiere haben. Der Stier, obwohl er so männlich wirkt, ist ein altes Symbol der lunaren Grossen Mutter: Das Gehörn erinnert an die Sichel des Mondes, der Stier-Schädel an die Fortpflanzungsorgane der Frau. Man sieht das am Stierkult in den matrilinearen Kulturen Kreta, Catal Hüyük und der alten ägyptischen Gottheit Hathor. Im Hinduismus ist es die Ur-Kuh Prithivi Mata, die den Kosmos verkörpert, im Mithras-Kult der Himmels-Stier der aber ursprünglich von der Göttin Inanna geschaffen wurde.

    allsehendes Auge

    Jupiter’s Allsehendes Auge mit der Drei
    und der Neun (3×3 Strahlen). Steht auch
    für die HeiligeTrinität.

Keywords:

  • Himmelsvater mit menschlich-zvilisatorischem Fürsorge-Aspekt, wohlwollender Beschützer, Motivator, Mediator, Richter, einverleibt (verschlingt) viele Aspekte früherer arachaischer Götter, die dann als harmlosere, menschlichere Variante aus ihm wiedergeboren werden:
  • Semele (Ekstase): Dionysos aus dem Schenkel des Jupiter : Tieraspekt, Zentaur, unio mystica.
  • Metis (Sophia, Weisheit): Athena aus dem Kopf  des Jupiter: Mentaler Aspekt, “Pfeil des Schützen”.
  • Er ist die kulturgeschichtlich jüngste, urbanste Form des archaischen Dyaus Pitar (Himmelsherrscher, Sky Father) der alten Indo-Europäer:
  • Uranos/Ti, Tyr, Ziu, Thor, die mit fruchtbarem Regen und lebensspendendem, schöpferischen und expandierendem Prinzip (Endlosigkeit, Zeitlosigkeit des Himmels) assoziert werden. Der leuchtende Himmel (Phanes, Hyperion, Gwydion, Woden) der zusammen mit Aspekten des Merkur (Loki, Lughus, Heimdall, Hermes) gesehen wird, ist sein ergänzendes männliches, solares Prinzip. Dies wird auch durch die Achse 3 (Zwillinge, Merkur) und 9 (Schütze, Jupiter) ausgedrückt.
  • Nach der orphischen Legende verschlang Jupiter Phanes (das leuchtende Wesen), das dem Urei entsprang und wurde dadurch zum All-Vater. Auch Odin(Woden) ist ein All-Vater mit solarem Charakterzug.
  • In diesen Mythen der Einverleibung findet bereits eine langsame Entwicklung zum monotheistischen Weltbild statt.
  • Symbol: Das Auge der Vorsehung (Dreieck mit Auge, mit einem Strahlenkranz). Auch Woden/Odin ist ein Symbol mit magischer Dreierkombination zugehörig: Der Valknot.
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Valknot: Mit der Macht von 3×3.
Symbole für Odin/Thor und Jupiter. Toi Toi Toi -
die dreifache Anrufung von Thor soll Glück bringen.

Animus:

Anima:

Jupiter, Merkur, Pluto sind Träger beider Prinzipien.

  • Der Jupiter verkörpert bereits eine stärkere Vermenschlichung und Individualisierung der unbewussten kollektiven Impulse, eine Einbindung in ein zivlisiertes Umfeld, wie bei Freud’s “Totem und Tabu”. Kulturgeschichtlich entspricht das Jupiterprinzip dem Beginn der Verstädterung und des globalen Handels am Beginn der Bronzezeit.

Haus-Platzierung:

  • Fortschritt, Sinnerfüllung, Talent, Berufung, Weiterbildung, Erfolg, Bewusstseinserweiterung.

Nach Zeichen:

  • Steht für das Suchbild und Selbstbild des Ehe-Partners (Loyalität, Familiensinn), das Haus für das Ehe-Umfeld. Sonst die Bereiche, in denen nach höherer Bildung oder  persönlicher Expansion gesucht wird, und die Art der Umsetzung dieser Bestrebungen.

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    Jupiter im Vergleich zur winzigen Erde
    quelle:wikimedia

Astronomisch: Fast ein kleines Sonnensystem mit all den großen (Mars, Merkur-grossen) Monden. Er produziert selbst Wärme im Inneren, fast fähig zur Fusion. Wohltäter, da er viele Irrläufer einfängt, die uns sonst bombardieren würden. Verbirgt in sich ein” quasi-solares” Feuer.

Symbolik:

Seele über der Materie

Seele über der Materie

  • Glyphe: Mondsichel (Seele) über der Materie (Kreuz),
  • der Pfeil des Zentauren, assoziiert mit Sternbildern Aquila (Adler) und Sagitta (Pfeil).

Der Zentaur:

  • Menschliche Weisheit und kosmische Einsichten mit Tierkörper (animalischer Instinkt, natürliche Rythmen):
  • Naturliebe, Bewegung, Beine, Trieb (Zügellosigkeit), Unberechenbarkeit. Pferde, Großtiere, Jagd.
  • Der Centaur Chiron, der dunkle Bruder des Jupiter: Heiler, Schamane, Außenseiter, überwindet seine Tiernatur, wird zum berühmten Heiler und Lehrer vieler solaren Helden.
  • Unterrichtet Achilles, Herakles, Jason.

Trotzdem: Rastlosigkeit und Unruhe durch den erdhaften Tier-Anteil, der auch Ursache seines Leidens wird – Leiden durch andere ohne eigene Schuld – das Ungeschick seines Freundes Herakles. Chiron opfert seine unsterbliche Seite zugunsten der Erlösung des Prometheus von seiner Bestrafung am Kaukasus, da er dann vom Schmerz befreit ist. Er muss aber dann in den Hades, um ein Schattendasein zu führen, wenn auch ein geachtetes. Prometheus, der Fortschrittsgeist kommt frei, weil der Mensch sich von der Einheit mit der Natur entfremdet: Wenn er sie ins Dunkel des Unbewussten verdrängt. Die neuen Religionen, deren Vorläufer Zeus schon darstellt, sind auch zunehmend anthropozentrisch, die Natur muss unterdrückt, zurückgedrängt und verleugnet werden. Die urbane, kolonisierende Seite, im Jupiter zur Gottheit erhöht, setzt sich durch. Chiron taucht unter und wird Schamane …!

Chiron lehrt dem jungen Achiles die Geheimnisse der Natur.

Chiron lehrt dem jungen Achiles
die Geheimnisse der Natur.

Daher auch: Alle Kolonialreiche, von den Römern (aus einer saturnischen Republik in eine jupiterianische “Pax Romana”), über das “British Empire” zum “American Way of Life” sind von den meistens mit zunehmender Fortdauer immer negativeren Auswirkungen des Jupiterprinzips geprägt. Ihnen gemeinsam ist eine urbane, auf global operierenden Handelsimperien (Konzernen) aufgebaute Grundstruktur, sowie eine weiträumige Erschliessungen  ermöglichende Infrastruktur. Die Römer bauten Strassen, die Briten Schiffe, in der westlichen globalisierten Welt haben wir Flugzeuge (Jupiters “Adler”) und das Internet.

  • Das Recht auf Streben nach Glück“, wie es in der amerikanischen Verfassung steht, kann Jupiters Credo nicht deutlicher ausdrücken. Ja, schön, aber auf wessen Kosten ??? Darüber darf man dann auch nicht GROSSZÜGIG hinwegsehen, sondern man muss sich daran erinnern, dass zum Jupiter auch ein ethischer Anspruch gehört.

“From a Distance there is Harmony !” sollte nicht der Wahlspruch der Eliten  und von Jupiter glücklich Bestrahlten sein. 

Einige VIPs: Tina Turner, Bette Midler, Nostradamus, Max Born, Spinoza, Steven Spielberg, Brad Pitt, William Blake, Ludwig van Beethoven, Willi Brandt, Osho (Shree Raijneesh a.k.a Bhagwan), Papst Franziskus I. Papst Johannes XXIII.

Zodiak of Horrors: Serienmörder Ted Bundy, Edmund Kemper, Diktatoren Stalin,Pinochet, Franco,  Mafiabosse “Lucky!!!” Luciano, Vito Genovese, Drug Lord Pablo Escobar, Revolverheld Billy the Kid.

Fortunas Füllhorn: Ein Universum voller Möglichkeiten.Horn of Plenty ©scrano 2013

Fortunas Füllhorn: Ein Universum voller Möglichkeiten.
Horn of Plenty ©scrano 2013

 

Posted by on November 28th, 2016 Kommentare deaktiviert

21.11. Ingress der Sonne in den Schützen, oder ist es doch Ophiuchus ?

Nur nicht danebentreffen!Sagittariue ©scrano 2016

Nur nicht danebentreffen!
Sagittarius ©scrano 2016

Der Schlangenträger alias Ophiuchus ist in der modernen Astronomie ein sehr ausgedehntes, aber wenig auffälliges Sternbild am Sommerhimmel. Da seine wenig hellen Sterne eine grosse Fläche abdecken, und wenig markant sind, ist es nicht ganz einfach, ihn zwischen dem Herkules und dem Skorpion zu identifizieren. Die Hauptsterne bilden eine annähernd trapezförmige Figur, von der westlich und östlich die Sterne der Schlange ausgehen. Der westliche Teil überlappt das Band der Milchstraße.

Der arme Schlangenträger bildet immer wieder die Grundlage für eine Kontroverse zwischen naseweisen (Jungspund-) Astronomen und Astrologen, da es angeblich das 13. Sternzeichen sei. Daher wäre die Astrologie widerlegt. Nun ja, Bullshit kommt in vielen Geschmacksrichtungen, trotzdem ist er nicht geniessbar.

Ophiuchus - Asklepiosquelle:PD via wiki

Ophiuchus – Asklepios, der Urheiler.
quelle:PD via wiki

Nein, es gibt nur 12 Tierkreiszeichen, aus folgenden Gründen:

  • Der Ophiuchus besitzt nach alter Sternbildkartierung zu wenige Sterne auf der Ekliptik, die Einbeziehung von schwächeren Sternen aus dem Skorpion und Festlegung ander Grenzen stammt aus dem Jahr 1928. Somit läuft die Sonne, kartographisch gesehen, derzeit vom 30. November bis zum 18. Dezember durch das Sternbild Schlangenträger – und zwar im Tierkreiszeichen Schütze, ein 30° großer Abschnitt auf der Ekliptik direkt vor dem Punkt der Wintersonnenwende.
  • Sternbilder und Tierkreiszeichen sind schon wegen der Präszessionsbewegung der Erdachse nicht (mehr) identisch. Auch das wussten die Menschen in der Antike bereits – belegt seit dem  ~2. Jhd. v.Chr.(Hipparchos), oder früher in Babylon (3. Jhd.). Das zugehörige “Platonische Jahr” war zur Zeit seines Namensgebers nach neueren Quellen bereits bekannt, also wären wir da schon beim 5. Jhd vor Chr.
  • Die Namen der späteren Tierkreiszeichen wurden ursprünglich, zu Beginn der astrologisch/astronomischen Aufzeichnung,  nach mythologischen Kriterien den Sternbildern zugeordnet. Die Konstellationen selbst bildeten das Zifferblatt einer himmlischen Jahres-Uhr. also markierten sie lediglich einen Himmelsauschnitt zu einer bestimmten Zeit. Dieser ändert sich nicht, egal was da gerade befindlich ist. Wesentlich für die damalige Ackerbaugesellschaft war die Beziehung der Himmelsabschnitte zu den Jahreszeiten. Dies war schon im alten Mesopotamien um 2000 v. Chr. der Fall. So zeigte ursprünglich beispielsweise das heliaklische (vor dem Sonnenaufgang) Erscheinen der Waagesterne – symbolisch passend – die Herbsttagundnachtgleiche an. Der griechische Astronom/Astrologe Ptolemäus machte den Tierkeis endgültig an den vier jahreszeitlichen Hauptpunkten fest. Den astrologischen Widder legt er daher auf den Frühlingspunkt, unabhängig von der Lage des Sternbilds gleichen Namens.
  • Die Tierkreis-Mythologie ist an den Himmel projezierte Psychologie oder Zeitgeist, nach antiker Auffassung findet man dort das gespiegelt, was auf der Erde vor sich geht. Die Namensgebung der Tierkreiszeichen  beinflusst nicht die Eigenschaften der unter diesen Zeichen Geborenen, es ist eher umgekehrt: Das was zu diesem Zeitpunkt hier unten passiert, auch die Wesensmerkmale von unter bestimmten Zeitabschnitten geborenen Menschen bestimmten die Auffassung vom kosmischen Geschehen. Deshalb ist ein Tierkreiszeichen das Symbol für ein komplettes Psychodrama, ein Szenario. Ähnliches findet man auch im Pantheon (Götterhimmel) der Griechen. Die Interpretationen der zwölf Zeichen des Zodiak stellen wie die Götter lediglich Archetypen eines komplexeren psychologischen Geschehens dar. Auch die zu den Zodiakzeichen zugehörigen Planeten-herrscher (alias Götter) beeinflussen NICHTS, sie sind nur Anzeiger für etwas, was auf der Erde geschieht.

Mythologisch ist Ophiuchus dem Halbgott Asklepios, Sohn den Lichtgottes Apollon zugeordnet. Einmal stellt er eine Querverbindung zum Orion (Skorpion)-Mythos her, dann gibt es noch eine Geschichte, nach der Hybris (Jupiter/Schütze) ihn zu Fall gebracht hätte: Er erweckt einen Toten, das erregt den Zorn der olympischen Dreigestirns (Jupiter,Neptun,Pluto). Jupiter/Zeus tötet ihn mit einem Blitz, dank Apollons Einspruch darf er an den Sternhimmel, statt in den Tartarus zu kommen. Also steht er doch irgendwie zwischen Skorpion und Schütze – der Schlangenträger … lol!

Letzte Ausfaht: Ophiuchus ?Der Schlangeträger folgt auf das Sternbild des Skorpion, nicht aber auf das das Tierkreiszeichen.Scorpio ©scrano 2016

Nächste Ausfahrt: Ophiuchus ?
Der Schlangenträger folgt auf das Sternbild des Skorpion, nicht aber auf das das Tierkreiszeichen.
Scorpio ©scrano 2016

Thanks for stock:

 

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Das Wasserelement – Yin, Westen, Emotion

aqua

Das Wasser-Element: Beherrschende Kraft unseres Planeten.
Ocean Born ©scrano 2013

Korrespondenzen des Wasserelements:

Zeichen:

  • Fische: mutabelNeptun, Jupiter in seinem Nachthaus
  • Krebs: kardinalMond/Luna
  • Skorpion: fixPluto, Mars im Nachthaus

Tarot: Kelche

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Blau, violettblau, grausilbern, seegrün

Alchemie:

Nach unten zeigendes DreieckWater

Elemental:

  • Undinen,
  • Westen,
  • Gabriel
  • Zephyros

Tage:

  • Montag – Luna

Pflanzen:

  •  Gardenie, Lilie, Jasmin, Mohn, Kakteen und Sukkulenten (mit, Mars, Saturn), Kürbisgewächse, Algen

Signatur:

Nachtblüher, fleischig, wasserliebend, Sumpf-Gewächse, weisse oder zartblaue Blüten, beruhigend, schwerer Duft, kühlend, schmerzlindernd, Frauenkräuter (mit Venus), Milchsaft.

Öle:

  • Kampher,
  • Jasmin,
  • Anis.
  • weisses Sandelholz
  • Myrte

Tiere:

  • alle Wasserlebewesen, Mollusken (Schnecke), Amphibien, nachtaktive Tiere.

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Dem Wasser, zu dem die Yin Variante “Passive Bewegung” passt ist in jedem Elementesystem die weibliche Urkraft zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie vom Mond regiert, wie die realen Wasservorräte der Erde auch. Allen Wasserzeichen haftet diese Mondhaftigkeit an, sogar dem Skorpion, dem in der klassischen Astrologie der Mars in seinem Nachthaus zugeordnet war. Allerdings muss man wissen, dass Ares/Mars quasi eine weibliche Seite hat, er ist fleischgewordener Zorn einer verschmähten Frau. Von Hera, des Göttervaters Gattin. wurde er ohne männliches Zutun in die Welt gesetzt, gänzlich aus ihr selbst heraus.  Wie Athena Pathenos von Zeus, der brauchte aber noch eine Göttin dafür: Die personifizierte Weisheit, Metis. Erst dann gab es die berühmte Kopfgeburt, welche seine Gattin so erboste. Hera ist aber die Verkörperung der Saturn/Mond Achse des Zodiak, daher hat ihr Sprössling auch mondhaft-kindliche Züge: Ein ewig dreijähriges Riesenbaby, das schmollt und trotzt. Die Emotion ist die Kraft und die Krux der Wasserzeichen, ihr Element fliesst aus der Seelenschale des Mond-Symbols.

Element-Zustände des Wasser-Trigons:

  • Krebs: Fliessendes Wasser, hervorsprudelnd, Quelle
  • Skorpion: Stehendes Gewässer, Eis
  • Fische: Fein verteiltes Wasser ohne Grenze: Nebel, Wolke mit Luft, Dampf mit Feuer, Sumpf mit Erde. Der alles umfassende Weltozean.
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos ausgerichtet. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

Zu den verschiedenen Persönlichkeitsmodellen: HIER eine schnelle Übersicht – allerdings in englischer Sprache.

 

Posted by on November 19th, 2016 Kommentare deaktiviert

Shiva Nataraja: Shall We Dance ?

Shivas Tanz: Schluss mit Lustig!

Shivas Tanz: Schluss mit Lustig?
Nataraja ©scrano 2014

Nataraja – Herr des Tanzes

Vor allem im Süden Indiens wird Shiva als Nataraja („König des Tanzes“) im Bogen der kosmischen Flammen dargestellt, die er selbst entfacht hat. Im Tanz zerstört Shiva die Unwissenheit (oft dargestellt als Zwerg) und darüber hinaus das ganze Universum durch Feuer, das er jedoch gleichzeitig wieder neu erschafft. Der älteste indische Schöpfergott war Agni, das personifizierte Feuer. Hier ergeben sich Parallelen zum iranischen Zorastrismus. Da die sogenannten Arier, Späteinwanderer der Eisenzeit in Nordindien, die den Brahmanismus mit sich brachten, wohl aus dem Iran kamen, ist das nicht verwunderlich. Vier oder acht Arme versinnbildlichen Shivas kosmischen Kräfte. Eine Hand deutet die Schutz gewährende Handstellung (abhayamudra) an, die andere die Gnade gewährende, während seine anderen beiden Hände die kleine Trommel und häufig eine Flamme tragen. Da es keine einheitliche hinduistische Ikonographie gibt, kann die Interpretation dieser Darstellung sehr unterschiedlich sein. Das Feuer habe ich von der Hand weggenommen und aus dem Muladhara-Chakra entspringend umgedeutet: Die Hitze des Feueratems entsteht hier (an der Wurzel der Kundalini, hinter ihm vom unteren Rücken ausgehend) als Ausdruck der Energie Shivas, nicht der blossen Vernichtung, wie durch eine Flamme in der Hand.

Er erweckt die Seelen aus der Illusion von Maya, mit seiner Trommel, gleichzeitig gibt er damit den Rhythmus des Lebens vor. Shiva in meinem Bild tanzt auf dem Dreizack, der Trisula, welche die Macht und die Trimurti (Brahma-Vishnu-Shiva) symbolisiert – er bringt den Kreislauf des Kosmos in Schwung und steht gleichzeitig darüber, da er die Kräfte beherrscht, nicht ihnen unterworfen ist. Endet sein Tanz, endet der Kosmos.

Die blaue Farbe, statt der üblichen asche-blaugrauen verbindet ihn mit Vishnu: Im Zusammenhang mit der Mythologie des Shiva-Tanzes gibt es da ein pikantes Detail zwischen den beiden … !” Ausserdem wird  eine weitere Ursprungslegende von Nataraja erzählt, nach der Shiva und Kali einen Tanzwettstreit ausgetragen hätten. Auch Kali (der Todesaspekt von Shivas Gemahlin Parvati – Mutter Zeit sozusagen) hat manchmal eine blaue Hautfarbe. Aschelinien und drittes Auge gibt es in meiner Darstellung auch nicht – dafür schaut er auch nicht so süsslich lächelnd wie auf den klassischen Abbildungen, eher herausfordernd oder auffordernd. Öffnet er das (unsichtbare) dritte Auge (es ist das Ajna-Chakra) wird das Universum vom Licht des vollkommenen Wissens erfüllt – das bedeutet auch gleichzeitig, dass alles materielle im selben Augenblick vergeht.

Shiva Mantra:

Musikalische Interpretation zur Erbauung

Om Namah Shivaya Om Namah Shivaya
Hara Hara Bole Namah Shivaya

“May the greatest, that can exist in this universe
be created within myself, within others, and within the world.”

Shiva Dancing: The End or A New Beginning?

Shiva tanzt: Ende oder neuer Anfang ?
The Awakening ©Scrano 2015

Om Namah Shivaya

  • 108 Rezitationen dieses populären Mantras sollen Frieden für Herz und Geist bringen.
  • Om Namah Shivaya ist das Panchakshara Mantra.
  • Die fünf “heiligen” Silben des Mantras stehen für Maya, das Anavamala (Antrieb für karmisches Wirken), Shiva, Shakti und die Seele. Die Zahl fünf ist dem Shiva heilig und viele Shivamantras sind deshalb auch fünfsilbig.

Om Namah Shivaya
Shivaya namaha, Shivaya namah om
Shambhu Shankara namah Shivaya,
Girija Shankara namah Shivaya

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Die Flammen des Chaos entfesseln:
Lord of the Dance ©scrano 2013.

Fraktalbilder und Digital Art der vorgestellten Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

 

 

Posted by on November 16th, 2016 2 Comments

Nachtblumen – Plutos Lieblinge

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Blumen der Nacht – sie erscheinen nur in Mondnächten.
Nightflowers ©scrano 2016 model:jl-modelstock

Der Herrscher über den Skorpion hat im November sein Heimspiel: Pluto Dominanzen im Horoskop:

Pluto in Film und TV.

mehr dazu in meinen Astro-Seminaren.

 “Listen to them, the children of the night. What music they make!”

“I have crossed oceans of time to find you.”
Dracula

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Nachtblumen: Die Macht der Drei steht auch für Pluto.
Licht und Finsternis. ©scrano 2016

Fraktalbilder meiner Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen (Fotos, Digital Art) als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

Posted by on November 6th, 2016 Kommentare deaktiviert

Magischer November – Wolfsmond

November

November ©scrano 2015
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November – am Übergang zum Winter:

November, Novembris leitet sich vom lat. novem = Neunter, ab.

Im römischen Kalender war der November ursprünglich der neunte Monat (lat. novem = neun). Das Jahr begann damals mit dem 1. März., dem Tag der Einberufung der neuen Rekruten auf dem Marsfeld. Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn allerdings um zwei Monate vorverlegt, sodass die direkte Beziehung zwischen Name und Monatszählung verloren ging.  Im November herrscht hautsächlich noch der finstere Pluto mit seinem Zodiakzeichen Skorpion, erst Ende des Monats wechselt die Sonne in den Schützen.  Jupiters Zuversicht begleitet uns dann als eine Art Santa Claus in die Vorweihnachtszeit.

Passend zu seinem prägenden achtbeinigen Zodiakzeichen erinnert der November uns daran, dass unser irdisches Leben vergänglich ist, dass Zyklen enden, bevor ein neuer Anfang gemacht werden kann. Auch dass die Seele, um die Materie zu transzendieren, den Körper verlassen muss. Die Acht symbolisiert auch den Ourobouros und die Lemniskate, beides Sinnbilder der Unendlichkeit. Die Darstellung als Schlange ist ein Verweis auf die urprüngliche Dreiform des Zeichens: Schlange(Skorpion)-Adler-Phönix. Schlange und Skorpion wurden in der Antike und im Mittelalter häufig synomym verwendet. Selbst bei Harry Potter wird dies thematisiert: Das Haus Slytherin ist eigentlich dem Skorpion zugeordnet, Autorin Rowling wählt aber die von der Symbolik zu ihren Geschichten besser passende Schlange.

  • Slytherin-Skorpion – Wasser
  • Hufflepuff-Stier – Erde
  • Ravenclaw-Wassermann – Luft
  • Griffindor-Löwe – Feuer

Die vier fixen Zeichen des Zodiak werden schon in Babylon mit den Weltecken assoziiert. Auch die vier Evangelisten findet man mit den Symbolen dieser Zeichen dargestellt:

  • Markus-Löwe
  • Matthäus-Wassermann
  • Lukas-Stier
  • Johannes-Adler, hier wird die reifere, spirituelle Form des Skorpion gewählt.

Die gleiche Symbolik floss auch in den Tarot ein, die Karten X, “Rad des Schicksals” und XXI, “Welt oder Kosmos” zeigen ebenfalls diese Zuweisungen in ihrer Ikonographie.

Für die Vergegenwärtigung des Endlichen, aber auch die Hoffnung auf den Neubeginn gibt es im Monat November verschiedene Gedenktage:

  • Am 1. November feiert die katholische Kirche das Fest „Allerheiligen“, am 2. November das Fest „Allerseelen“. Auf den Friedhöfen werden die Gräber schön geschmückt und Grablichter entzündet. Der 1. November ist der Gedenktag aller Heiligen oder Märtyrer, der 2. November der aller Verstorbenen. Das Fest hat seinen Ursprung im Jahr 609 oder 610, als Bonifatius IV. das Pantheon in Rom, welches zuvor als Heiligtum der gesamten antiken Götter verehrt wurde, der Jungfrau Maria und allen Heiligen weihte. Für diese besondere “Kirchweih” wurde zuerst der auf Ostern folgenden Freitag als Festtag gewählt.  Papst Gregor III. legte den Feiertag auf den ersten November, wohl um das immer noch lebendige heidnische Toten- und Winterbrauchtum zu dieser Zeit christlich zu überdecken. Sowohl die mediterrane Welt, als auch Kelten und Germanen hatten hier nämlich wichtige Feste verankert.
  • Mit dem Buß- und Bettag, einem evangelischen Feiertag der Kontemplation und der Innenschau, dem Volkstrauertag, an dem der Gefallenen der Weltkriege gedacht wird, und dem Totensonntag, katholisch: Christkönigfest, neigt sich der November dem Ende zu. Mit dem Ingress der Sonne um den 23.11. in den Schützen beginnt die Advents- und Weihnachtszeit.
  • Ein Lichtblick unter all den Totenfeiern: Am Abend vor dem 11. November feiern die Kinder besonders in den katholischen Gegenden Deutschlands das Martinsfest. Es erinnert an den heiligen Martin, einen römischen Reiter-und Gardeoffizier, der mit seinem Schwert seinen Mantel teilte, um einem frierendem Bettler zu helfen (Einwand: Hätte es nicht der ganze Mantel getan, so ein Umhang war ja bloss eine Art Decke … Nun, es handelte sich wohl bei dem halbierten Kleidungsstück nicht um den Offiziersüberwurf, sondern eine Art Raff-Übertunika – ähnlich dem schottischen Urkilt. Da wäre Martin dann wohl halb nackig dagestanden.) Die ganze Mantelgeschichte ist ohnehin nicht unbedingt historisch zu werten.

Mit vielen bunten, selbst gefertigten Laternen, ziehen Kinder im Dunkeln in kleinen Gruppen durch die Straßen und singen das wohlbekannte Lied: “Laterne, Laterne …”. Den Zug führt ein als St. Martin verkleideter Reiter an. Am Ende der Prozession könnnen sich die kleinen Teilnehmer des Umzugs auf ein Martinsfeuer und oft auch eine mit Süßigkeiten gefüllte Martinstüte, zumindest aber einen Martinsweck, freuen – ein wenig Halloween-Stimmung, wenn auch gesitteter. Der heilige Martin von Tours  wurde 371 auf Drängen des Volkes, zum Bischof gewählt. Um der Wahl zu entgehen, soll er sich in einem Gänsestall versteckt haben. Die Gänse jedoch verrieten ihn mit lautem Geschnatter, so dass er schließlich sein Amt antreten musste. Interessanterweise leitet sich sein Name, Martinus, vom Kriegergott Mars ab, so dass es nicht erstaunlich ist, das er viele von dessen Attributen und Schutzfunktionen übernommen hat. Positiv: Er setzte sich für eher urchristlich gesinnte Häretiker ein, war gegen Verschwendung und für Frauenrechte in der Theologie. Auch reichlich feurig soll er gepredigt haben, allerdings liess er auch viele alte Kultstätten zerstören – das übliche Problem mit dem Monotheismus.  Für Protestanten wurde ein Gedenktag für den ebenfalls kämpferischen Martin Luther daraus, so dass auch evangelische Kindergruppen Laternenumzüge veranstalten. Sankt Martin gilt als Schutzpatron der Armeen, Ritter, Soldaten, Reisenden, Bettler und Tieren (Pferde, Hunde, Vögel?). Dass Martin häufig ein Schimmelreiter ist und eine Kavallerietruppe anführt, stellt wohl auch eine Querverbindung zu Odin auf seinem magischen Schimmel Sleipnir dar. Zu Martin beginnt auch bereits die Zeit der Perchten, winterlichen Naturgeistern und Vorläufern der “Wilden Jagd” der Rauhnächte. St. Martin kündigt den Winter an, so dass er auch als “Pelzmärtel” bezeichnet wird. In manchen Gegenden beinhaltet das Martinsfest auch Geschenkbräuche, und ersetzt sogar den Nikolaus. Laternenprozessionen mit Singen und Erbetteln von Gaben begegnen uns häufig in der Zeit von Ende Oktober bis zum Andreastag am 30.November. Sie knüpfen an vorchristliche Licht- und Feuerzeremonien an, in erster Linie sollen sie schadenstiftende Geister fernhalten und vertreiben. Das sogenannte Rübengeistern, die ursprünglichen Laternen bestanden aus ausgehöhlten, gruselig geschnitzten Runkelrüben,  ist schon ein sehr altes Brauchtum. Mit dem Martinsfeuer wurde der Sommer verabschiedet, auch die Fastenzeit begann. Daher wollte man sich vor der Kasteiung noch einmal stärken, danach durch das Feuer symbolisch von alten Sünden reinigen. Auch das hat wohl heidnische Wurzeln, da der vorchristliche Brauch der Herbstfeuer denselben Vorstellungen folgte.

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Land Art: Unendlichkeits-Symbol Spirale.
Es stellt den Kosmos und den Mutterleib dar, auch im Gänsespiel,
welches den Lauf des Lebens versinnbildlicht, ähnlich wie das frühzeitliche Labyrinth,
mit seinen Kranichtänzen (Geranos). November am Breitenstein. ©beast666

Durch die Martinslegende, aber eigentlich bereits vorchristlichen Ursprungs, ist es in dieser Zeit Brauch, einen üppigen Gänsebraten zu verzehren. Die Gans ist ein Tier der “Grossen Mutter” und Sinnbild des überpersönlich archetypisch Weiblichen. Schwäne und Gänse gehörten zu Göttinen wie Hera, Freya, Aphrodite aber auch zur Nemesis! Nicht zuletzt zu Frau Holle - Bettfedern bedeuten Schnee – der Vogel steht in unseren Breiten für auch den Winter.  Im Märchen hat die magische Bedeutung überdauert – der Gänseflug ist oft ein Synonym für schamanische Erlebnisse, das Hüten von Gänsen für den Dienst an der Göttin. Das Gansessen hat seine eigentlichen Wurzeln bei dem letzten Erntefest des Jahres: Schlachten von Vieh, für das man keine Versorgung über den Winter hatte,  Anfang bis Mitte  November, sowohl bei Kelten, als auch Germanen.
Von den Kelten ist bekannt, dass sie sich Gänse als Haus- und Kulttiere hielten. Wer schon mit Gänsen zu tun hatte, weiß, dass sie hervorragende „Wachhunde“ sind. Bei den Römern beschützten heilige Gänse das Capitol, den sakralen Mittelpunkt des römischen Reiches, die Gans ist somit auch ein Tier des Jupiter. Den italienischen Wachschutz bekamen wir bei einem Toskana-Urlaub zu spüren, die Vögel sind aggressiver und schlimmer als jeder Hund! Da nicht alle Gänse über den Winter gefüttert werden konnten, musste man viele Tiere bis auf wenige Zuchtpaare im Herbst schlachten. Das Fett konnte man mit Fleisch vermengt (frz. Rilettes) einmachen, somit eignete es sich als haltbarer Wintervorrat. Der am Martinstag fällige Pachtbetrag wurde ebenfalls oft mit dem Federvieh beglichen. Auch die Daunen wurden verwertet: Im Winter war die Zeit des gemeinsamen Federspleissens, um für neue Bettfüllungen, auch für die Aussteuerbetten, zu sorgen. Deshalb wurden junge Mädchen im Heiratsalter hier erstmals in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Durch vielerlei Geschichten und Unterweisungen während der eher mühseligen und eintönigen Arbeit wurden sie auf das Leben einer Ehefrau und Mutter vorbereitet. Ein ähnlicher Brauch ist das gemeinsame Quilten in den ländlichen Gegenden der amerikanischen Ostküste, wobei eine kunstvolle Aussteuerdecke für das Mädchen gefertigt wird, welches im folgenden Jahr Hochzeit feiert. Ob die Geschichten um Mother Goose, einer Sammlung von englischen Kindereimen, mit solchen Bräuchen in Zusammenhang stehen?

Gänse im Februar - den Winterfeiern entkommen …Im alten Rom wurden sie statt Wachhunden gehalten.

Glückliche Gänse im Januar – den Winterfeiern entkommen …
Im alten Rom wurden sie statt Wachhunden gehalten.

Der November ist die Zeit der Rotwildjagd: Cernunnos oder seine christianisierte Version Hubertus (3.11.), der britische Herne the Hunter streifen nächtens durch die Wälder, beleuchtet von den Sternen des grossen Himmelsjägers Orion, welcher nun gut sichtbar am Himmel steht. Die Sonne reist gleichzeitig durch den Skorpion: Dieses archaische, den Spinnen und Krebsen nahestehende wehrhafte Tier spielt eine Rolle bei der Sage um die tragische Beziehung der Mondgöttin Artemis und ihrem Geliebten und Jagdgefährten Orion:

Eine Variante der Geschichte sieht nicht Eifersucht (wegen seiner Affaire mit Eos) als Grund für Orions Untergang, sondern Hybris: Orion rühmte sich, der grösste Jäger des Erdkreises zu sein und allen Geschöpfen der Gaia nachstellen zu wollen. Die Erdmutter Gaia und Artemis brachten daraufhin einen Skorpion hervor, der ihn mit einem Stich in die Ferse tötete. Der Heiler Asklepios versuchte vergeblich sein Leben zu retten. Wegen seiner Anmassung wurden Orion und der Skorpion als Sternbilder in den Himmel versetzt, wo sie sich immer noch jagen. (Orions Sternbild ist in den Wintermonaten zu sehen, das des Skorpions zur Sommerzeit, beide gleichzeitig jedoch fast nie.) Auch Asklepios wurde als Sternbild Ophiochus, der Schlangenträger am Nachthimmel verewigt. Dieses steht zwischen Skorpion und Schütze, gehört aber nicht zum Zodiak, da nicht alle seine Sterne auf der Ekliptik liegen.

Diese Bestrafung von Frevel soll uns daran erinnern, dass wir die guten Gaben von Mutter Natur nicht einfach plündern dürfen. Und dass Gaia nicht nur uns allein beherbergt – die Tiere, von denen wir uns ernähren, sind auch Geschöpfe mit einer Seele und Fähigkeit zum Fühlen. Sie sind keine Dinge, deren man sich einfach bemächtigen kann. Selbst der langmütigsten Mutter geht einmal die Geduld aus – das sollten wir beherzigen … auch im Hinblick auf unbedachten und übermässigen  Fleischkonsum. In der Vergangenheit brauchten die Menschen diese Form von Nahrung unbedingt, man verwertete auch immer ein Schlachttier vollständig – jetzt ist sie eher Luxus, den man stark beschränken kann – bloss Gensoja-Veganismus ist NICHT die Lösung. Truthahn und Weihnachtsgans – ja, wenn man sonst beim Fleisch eher Enthaltung übt, und nicht aus quälerischer Massenhaltung.

Bei der geschilderten Sage um den grossen Jäger stellt sich die Frage ob es sich bei Orion nicht um eine Form des “Herrn der Tiere” gehandelt hat, oder um den Jahreskönig, der im Herbst stellvertetend für die Sonne stirbt, und wie Osiris währende des Winters  in der Unterwelt herrscht. Die Auffindung des Osiris wurde den Anhängern des Isis-Kults nämlich ebenfalls Anfang November gefeiert.

Der Winter naht: Frau Holle schüttelt die Betten aus.Swan Prince ©scrano 2015

Der Winter naht: Frau Holle schüttelt die Betten aus.
Swan Prince ©scrano 2015

Römische Feiertage

  • 3. November – Inventio Osiridis („Auffindung des Osiris“), im Rahmen des römisch-hellenistischen Isiskultes
  • 4. November bis 17. November – Ludi Plebii, Spiele für das Volk Roms durch die Ädile (seit 216 v. Chr.)
  • 13. November – Epulum Jovis
  • 15. November – Feiertag zu Ehren von Feronia, Schutzherrin der Wälder und Heilpflanzen
  • 24. November – Beginn der Brumalien, von Romulus eingesetzte 30-tägige Festzeit zu Ehren des Bacchus

Keltische Feste:

  • Der November steht immer noch im Zeichen von Samhain, ein Fest, das ursprünglich mehrere Tage dauerte, es kündigte das letzte Erntefest des Jahres an: Ein Grund warum der November auch Blutmond oder Schlachtmond hiess, Vieh, das man nicht über den Winter bringen konnte, wurde jetzt für die Wintervorräte geschlachtet. Auch der schon beschriebene Brauch der Martinsgans gehört hierher, dazu war die Gans noch ein heiliges Tier.
  • 1.November: Tag der Cailleach, der verschleierten Alten, Personifikation des Winters – ähnlich der Holle/Perchta. Sie bricht einen Holunderzweig und überzieht mit seiner Hilfe die Landschaft mit Reif.

Germanische Gedenktage:

  • 11.-14. November: Bloz-Fest, das angelsächsiche Schlacht- und Opferfest, wahrscheinlich überall im germanischen Raum üblich, fällt auf den heutigen Martinstag. Auch Totengedenkfeste zu Monatsanfang sind rudimentär überliefert.

USA:   Am letzten Donnerstag im Monat findet Thanksgiving statt, ein traditionelles Erntedankfest. Es ist im Gegesatz zum amerikanischen Kommerz- Weihnachten eher still und familiär. Statt Gans gibt es Truthahn.

Hexenfeste: 16.November, Nacht der dunklen Göttin.  Neben dem 16. Februar, dem historischen griechischen Fest der Hekate geweiht. Orakelnacht, Jahresbilanz. 25. November, Nacht der Erdmutter Ambeth und der chtonischen Göttinnnen wie Hel, Persephone.

Volks-Magisch: Wintermond, Nebelmond, Wolfsmond, Windmond, Schlachtmonat, Blutmonat – durch die von Osten heranrückende Kälte wurden Raben und Wölfe in die noch wärmeren Gebiete gelockt. Es ist also auch Rabenzeit.

Magischer November – Korrespondenzen

  • Pflanzen:  Pilze, wie Morcheln, Ziegenbart, Hallimasch, Schirmtintling und Parasol, plutonische Pflanzen wie Alpenveilchen, Haselwurz, Efeu, Herbstzeitlose, Safrankrokus, Herbstkrokus, Ringelblume, Tagetes. Jupiterpflanzen wie Ysop, Heliconie, Strelizie.
  • Baum: Stechpalme, Eibe, Zypresse, Thuja, Buche (Pluto), Walnuss, Eiche (Jupiter)
  • Duft:  Oppoponax, Minze, Ysop, Sternanis
  • Gottheiten: Pluto, Hekate, Persephone, Hel, Gwyn ap Nudd, Cerridwen, Cailleach, Cernunnos, Shiva, Osiris, ab 23. 11. Jupiter, Odin, Rosmerta, Fortuna, Vishnu.
  • Zodiak:  Skorpion mit Pluto/Mars und Schütze mit Jupiter
  • Steine: Granat, Hämatit, Rhodochrosit (Skorpion), Amethyst, Karneol, Lapislazuli (Schütze)
  • Metall:  Eisen, Wolfram (Pluto), Zinn, Bronze (Jupiter)
  • Kristalle: Rauchtopaz, Cairngorm, Hämatit, Karneol (Pluto), Feueropal, Iolith, Tanzanit (Jupiter)
  • Elementale:  Undinen (Wasser), Salamander (Feuer)
  • Tiere:  Spinne, Fledermaus, Eule, Schlange. Die Schlange ist ein Symbol der chtonischen Urmutter, sie symbolisiert das ewige Leben – die Schlange häutet sich, ihre Form inspirierte den Ourobouros und die Ziffer Acht.  Wolf, schwarze Hunde und Katzen. (Pluto, Hekate, Holle). Pferde, Hirsch, Adler, Schwein, Gans (Jupiter).
  • Mythologische Figuren: Spinne, Weberin, Gans, Manticore, Zentaur, Greif, Phönix.
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Herbstwanderung: Vom Heimenstein zur Ruine Reussenstein.

November-Rituale – raus aus dem Grau!

  • Im November ist auch wieder Sternschnuppen-Zeit, die Leoniden schauen vorbei: Starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 17.11.2016 – eigentlich durchquert die Erde einen Partikelschwarm auf ihrer Bahn um die Sonne. Gelegenheit zum Staunen und Feiern mit Familie und Freunden. Und natürlich zum Wünschen !! Gleich Anfang November gibt es noch die Tauriden zu bewundern. Da es jetzt eher dunkel wird, und bei all den prächtigen Herbststernbildern, lohnt eine Beobachtungsnacht in diesem Monat besonders – wenn es denn aufklart.
  • Es gibt noch letzte Äpfel, Nüsse, Pilze und frostreifende Früchte, wie Schlehen, die eignen sich für Gelees und Likör. Schlehen werden erst weich nach dem ersten Frost – ausserdem eine stachelige Angelegenheit, sie zu sammeln. Der Schwarzdorn oder Schlehenstrauch – er blüht als erster und fruchtet als letzter, ein Gewächs der Mythen und Sagen. Er trägt die Signatur von Mond und Saturn, Venus und Mars(Pluto).
  • Sogar im Gartenkalender geht es um Recycling – der Kompost wird jetzt umgesetzt.
  • Letztes Herbstlaub muss gesammelt werden.
  • Ein Schmuck für den Schrein/Meditationsplatz oder generell das Heim: Ziergräser, Sedumblüten, vertrocknete Hortensien (natürliche Trockenblumen) mit Zweigen, Nüssen und Efeuranken arrangieren. Auch Flechten und Moose eignen sich zur Dekoration – aber nicht vandalisieren! Kränze von Holunderholz mit Schneckenhäusern und Sempervivum sind ein stimmungsvoller Grabschmuck.
  • Braune, graue und orangerote, später dunkelgrüne oder violette Kerzen und Teelechter auf hübschen Tellern anordnen, ihr Schein erwärmt das Gemüt.
  • Räuchern: Oppoponax, Wermut, Salbei, Patchouli und Copal, ab 23.11. Weihrauch, Muskat, Ysop, Sternanis und Eichenmoos.
  • Die Herbstlandschaft geniessen: Morgendliche Nebelschleier an später sonnigen Tagen sind auch ein mystisches Erlebnis – das letzte bunte Herbstlaub und die sich golden verfärbenden Lärchen bieten noch einmal Abwechslung für das Auge.
Goosy, goosy… gander, das Gänsepiel. Kommt sogar im Spionagefilm Arabeske vor.

Goosy, goosy… gander, das Gänsepiel. Kommt sogar im Spionagefilm Arabeske vor.
Ein uraltes Brettspiel, das schon der olle Goethe kannte.

Gesellschaftspiele: Wenn der Nebel gar recht graut – wie wäre es mit Snakes&Ladders oder dem erwähnten Gänsespiel? Mal was anderes als das kapitalistische Monopoly … das hat schon Generationen von Kindern verdorben. Hier gibt es eine ausdruckbare Vorlage mit Spielregeln.

Schlehenlikör:

  • 600 g reife Schlehen, am besten nach ein/zwei Frostnächten ernten
  • 750 ml trockener Rotwein
  • 1 Stange/ Zimt,
  • 3 Gewürznelken
  • 1 Sternanis
  • Zesten einer unbehandelten Zitrone
  • 350 ml Akazien-Honig
  • 750 ml weisser Rum (Bacardi)

Schlehen waschen, sehr gut abtropfen. Entweder im Mörser zermusen oder rundherum tief einritzen. Ein paar Früchte auf jedenfall zerstampfen, samt Stein, das gibt zusätzlich Aroma. Nicht übertreiben, alle Steinfrüchte enthalten Blausäure im Kern. Mit Rotwein und Gewürzen zugedeckt 3 Tage kühl stellen. Durch ein Sieb in einen Stieltopf abfiltern, erhitzen und kurz aufwallen lassen. Abkühlen, auf zwei 1l Flaschen aufteilen und mit Rum aufgiessen.

  • Mindestens 4 Wochen stehenlassen, über Kaffeefilter abziehen, falls noch Trübungen vorhanden sind. In einer dekorativen Flasche ein gern gesehenes Mitbringsel.
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Schlehenstrauch – saure Beeren und stachelige Zweige – aber köstlicher Likör.
Quelle:PD by wiki

 Bauernregelnund Lostage  für den November

  • Novemberwasser auf den Wiesen, dann wird das Gras im Lenze sprießen.
  • November warm und klar, wenig Segen fürs nächste Jahr.
  • Wenn im November die Wasser steigen, so werden sie sich im ganzen Winter zeigen.
  • Novemberschnee tut den Saaten wohl, nicht weh.
  • Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.
  • Wenn der Donner im November rollt, das kommende Jahr den Früchten hold.
  • Novemberwind scheut Schaf und Rind.
  • November sternenklar – wird man bald den Frost gewahr. Im November sind die Nächte bereits deutlich länger als die Tage. Zum Ende des Monats schon länger als 15 Stunden. Im Gegensatz zur klaren Nacht verhindert eine dichte Wolkendecke die Auskühlung während der längeren sonnenlosen Zeit. Daher droht nur geringer Frost.
  • Wenn der November schneit, hat der Winter verkalbt.

1.11Allerheiligen bringt den Nachsommer.happythanksgiving_by_kmygraphic-d9h7151
Selbst zu vorgeschrittener Jahreszeit können sich vor allem in Alpennähe, beispielweise durch Föhneinflüsse, kurzzeitig nochmals  Temperaturen bis 20 Grad einstellen.
11.11. Sankt Martin kommt nach alten Sitten gern auf dem Schlitten angeritten -> erster Schneefall.

11.11. Beginn der Karneval-Saison: Wohl wegen des unchristlichen Datums: Zwei mal die teuflische Elf!
19.11. Sankt Elisabeth sagt es an, was der Winter für ein Mann. Der 19. November ist der Todestag der heiligen Elisabeth von Thüringen (1207-1231). Sie gilt als Schutzpatronin der Kranken, Notleidenden und Verfolgten, der Caritasvereinigungen und des Deutschen Ordens.
25.11. Kathrein – lässt den Winter ein. Katharina von Alexandria (3./4. Jahrhundert) gehört zu den vierzehn Nothelfern. Mit dem 25.November endete früher allgemein der Aufenthalt des Viehs auf den Weiden, begann die Schafschur, und die Knechte und Mägde bekamen ihren Lohn ausbezahlt. In vielen Gegenden war dies der Beginn der Vorweihnachtszeit und sogenannte Kathreinmärkte wurden abgehalten.
30.11. Andreasschnee tut Korn und Weizen weh. Es ist der Tag des heiligen Andreas, einem der zwölf Apostel. Der Andreastag ist ein bedeutender Lostag für die Feldfrucht. In der sogenannten Andreasnacht zogen früher die Kinder maskiert von Haus zu Haus, sangen Verse und wurden zum Lohn dafür beschenkt. Nach Volksglauben können heiratswillige Mädchen in dieser Nacht den Zukünftigen im Spiegel sehen. Andreas ist der Patron der Fischer und Fischhändler, Bergleute, Metzger. Weiterhin ist er für die Ehevermittlung, das Eheglück und den Kindersegen zuständig.

Referenzen für mein Novemberbild:

Posted by on November 1st, 2016 Kommentare deaktiviert

Samhain Night: The Morrigan cometh …

The Morrigan ©scrano 2016

The Morrigan ©scrano 2016
Referenzen beim Original.

Zu Samhain lüften sich die Schleier zur Anderswelt, Kontakte zu den eigenen Ahnen und den familiären Wurzeln gestalten sich leichter. Allerdings werden dadurch auch archteypische Figuren hervorgelockt, die recht beängstigend sein können:

Der finstere Pluto, die noch vergleichswiese freundlich erscheinende Hekate, Gwyn Ap Nudd, der keltische Feenkönig oder Schreckgestalten wie die dreigestaltige Morrigan, sie haben alle etwas mit Passagen zu tun: Lebensphasen, dem Schicksal, familiären Altlasten, Grenzsituationen oder der letzten Reise.

Die Morrígan (“Phantom Queen”) oder Mórrígan (“Grosse Königin”),stammt aus dem alten Irland. Sie wird einerseits mit dem Schlachtfeld, dem Krieg und dem dabei anfallenden Blutzoll assoziert. Ihr anderer Aspekt ist der des Schicksals, sie vereint damit die drei Moiren und die Ananke (Schicksalszwang) der alten Griechen in einer Göttin. Sie besitzt die Gabe des Allsehens (Prophetie), wie bei Odin sind ihre Boten Raben. Hier ist auch eine weitere Verbindung – mit den Walküren, die ebenfalls mit gefallenen Kriegern, Raben und Odin als Anführer eines Geisterheers zusammenhängen. Wie Odin bestimmt die Morrigan das Schlachtenglück.

Die schicksalhafte Dreizahl, die vielen indoeuropäischen Gottheiten zu eigen ist, findet man auch bei Hekate, Persephone, Pluto, den Moiren, Nornen und eben auch der Morrigan.

Das irische Dreigestirn besteht aus drei Schwestern:

  • Macha
  • Babd
  • Nemain

Ihr Titel “Grosse Königin”, und ihre Verbindung mit dem Wohl der Viehherden und der Fruchtbarkeit des Landes deutet darauf hin, dass in der Morrigan nur der dunkle Teil einer sogennnaten “Schrecklichen Mutter” vom Typ “Magna Mater” übriggeblieben ist. Die Morrígan erscheint als schöne junge Frau mit roten oder schwarzen Haaren, sowie als hässliche Alte und auch in Gestalt einer Rabenkrähe. Sie wird auch mit den sogenannten “Kessel-Göttinnen” assoziert, wie sie in der keltischen Götterwelt häufig zu finden sind. Diese, zu Hexen mutiert, tauchen sogar in Shakespeares Macbeth auf. Hier sagen sie ebenfalls das Schlachtenglück vorraus (“… keiner den ein Weib gebar, wird Macbeth besiegen“).

An Samhain vereinigt sich die Morrigan in einer heiligen Hochzeit mit Dagda, dem Führer der Tuatha De Danann, um die Fomori (Urzeitriesen) zu besiegen, sie ins Meer zu treiben. Anschliessend weissagt sie Irlands Zukunft und prophezeit das Ende der Welt. Nach dieser Mythologie  ist sie, wie Hekate oder die Moiren, wohl eine ältere, ursprünglichere Göttin, als der Rest der Tuatha de Dannan. Von manchen Mythenforschern wird Morrigan auch mit Perchta/Holle verglichen – letztere ist wahrscheinlich auch aus einem Trio hervorgegangen: Freya-Frigg-Hel. Freya führt die Walküren und auch Odins Einherier (Geisterkrieger) in die Schlacht an Ragnarök, dem Weltenbrand. Auch Freya kann weissagen und kocht ihre zauberkräftigen Süppchen in einem Kessel – ihre Magie heisst dehalb auch Seidr (von sieden).

Als Gottheit im Mythenkreis um die sagenhaften Tuatha de Danann wird Morrigan mit dem irischen frühen Bronze-Zeitalter in Verbindung gebracht, bevor das ebenso sagenumwobene Volk der Milesier das Eisen auf die Insel brachte. Die magiebegabten Tuatha de Danann gingen daraufhin in den Untergrund, wo sie als Sidhe (ähnelt dem seidr) bis heute überdauern. Die Milesier werden mit den Kelten gleichgesetzt, obwohl die Geschichte der vier Invasionen als geschichtlicher Hintergrund der Besiedlung Irlands eher mythischen als historischen Charakter aufweist. Zudem ist sie durch das Einfliessen von biblischen Geschichten, wie beispielsweise Noah und der Sintflut, zusätzlich verzerrt. Die Mythensammlungen der Iren ähneln auch dem germanischen Pantheon von Wanen und Asen, erstere waren ebenfalls Magier, wie eben Freya, die auch eine Vanadis war. Oder wenn man auf frühe Formenkreise von Göttermythen indoeuropäischer Kulturen zurückgreift, landet man auch bei den Griechen, mit der Gigantomachie, Titanomachie und Theogonie. Auch hier gibt es Urzeitriesen, ältere und jüngere Göttergeschlechter, die einander verdrängen, und das griechische Götterdrama wird auch an den Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit verlegt.

Als Ursprungsgebiet der bronzezeitlichen Einwanderung und des Sagenkomplexes um die Tuatha de Danann wird eventuell Osteueropa (Glockenbecherleute aus dem Donauraum) bei einer bereits vorhandenen einheimischen, neolithischen Gruppe angenommen. Die Milesier ensprechen einer Mythenumschreibung der tatsächlichen keltischen Migration vom Festland nach Irland zu Beginn der Eisenzeit.

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Posted by on Oktober 25th, 2016 Kommentare deaktiviert