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Wintermärchen im Januar: Schneeträume und Elfen

Noch zaubert der Schnee glitzernde Feenreiche.Galadriel @scrano 2015 model: reine-haru

Noch zaubert der Schnee glitzernde Elfen- und Feenreiche.
Galadriel @scrano 2015 model: reine-haru

Feenwelten

Elfen (auch Albe, Elben) ist eine Bezeichnung für eine sehr heterogene Gruppe von Fabelwesen in Mythologie und Literatur. Elfen sind Lichtwesen oder Naturgeister, die ursprünglich aus der nordischen Mythologie stammen. Altnordisch heißen sie álfr, ahd. alb, altengl. ælf, das gälische Wort ist Ellyll „der [ganz] Andere“. Als deutsche Variante waren Alb oder Elb, feminin die Elbe gebräuchlich,  allerdings wurde bereits im 18. Jahrhundert weitgehend die englische Form Elfen übernommen.  Der Alb kommt heutzutage eigentlich nur noch im „Albtraum“ vor, im Sinn von Nachtalb – vielleicht vom nordischen Dunkelalb?

Zur Herkunft der sprachlichen Wurzel *alb gibt es zwei Möglichkeiten:

  • wie althochdeutsch elbiʒ, altnordisch elptr, russisch lébed (лебедь) „Schwan“ und lateinisch albus „weiß“, zum indogermanischen *albh „glänzen, weiß sein“, im Sinne von „Lichtgestalt, weiße Nebelgestalt“. Im gälischen ist “gwen” das Wort für weiss, licht: Gwenyfhar, die Frau König Arthurs wäre im walisischen das weisse Phantom, also auch eine Art Fee oder Elbin und nicht das christliche Dummchen, zu dem sie im Laufe der Sagengeschichte vom Urtext bis zu Mallory wird.
  • mit der Grundbedeutung „geschickt, fleißig“ (verwandt mit lateinisch labor = Tagewerk), somit wäre  *albaz ein magischer Helfer“, da auch Elfen, neben Gnomen als kunstfertige Metallwerker gelten.
  • Snorri unterscheidet in der Edda zwischen Licht- und Schwarzalben, wobei diese Namen, bereits deren Wesen widerspiegeln. Ob Snorri diese Einteilung selbst entwickelt hat, oder ob sie älteren Urprungs ist, weiss man nicht genau. Die nordischen Alben stehen jedenfalls mit der Fruchtbarkeit in Beziehung, da sie zum Gefolge des Vegetationsgott Freyr gehören.
  • Alben sind so etwas wie der Seelenanteil der Geschöpfe in der wilden Natur, ob Pflanzen oder Tiere, oder auch Orte, ähnlich wie in der schamanischen Anderswelt.  Menschen hatten in der germanischen Mythenwelt auch einen elfenartigen Begleiter – die Fylgia. Dieser Geist-Doppelgänger wird von New Age Plastikschamanen gerne als Krafttier gedeutet – aber abgesehen davon, dass die Vorstellung von Krafttieren nur bei sehr wenigen schamanischen Kulturen überhaupt existiert, ist es einfach falsch. Die Fylgia gleichen dem griechischen Daimon, oder dem gleichnamigen Seelenzwilling in Philip Pullmans Trilogie “His Dark Materials“. Der erste Teil dieser humanistisch-aufklärerischen Buchreihe für Jugendliche wurde verfilmt unter dem  Namen “Der Goldene Kompass“. Die beiden anderen Bände durften auf Grund christlicher Filmzensur in den USA nicht mehr auf die Leinwand. Dafür musste man dann die völlig antiquierten und missionierenden Werke von C.S.Lewis ertragen. Den habe ich schon als Kind als Skandal empfunden, da er gegen alle Frauenrechte war … armer Tropf!
  • Die ambivalente Seite der Alben sieht man beim Wort Hexenschuss, welches eine Abwandlung des älteren Ausdrucks Albenschuss ist. Sie treiben Schabernack und spielen auch den Menschen Streiche – das erinnert eher an Pumuckl, oder allgemein Kobolde.
  • Letztes Refugium Island: Elfendoku bei youtube
  • Im späten Mittelalter wurden Alb und Elfe durch das Christentum dämonisiert und galten nun als angstbesetzt. Das eigentlich freundliche Wesen wurde als jetzt als nächtlicher Unhold, als eine Art Incubus oder Succubus gesehen. Erstmals wird der Begriff der guten Fee abgespalten, die streng betrachtet eigentlich als Lichtalbin betrachtet werden kann. In der allgemeinen Vorstellung werden Elfen oder Albe nun als Dämonen oder Geister von Verstorbenen beschrieben, wie Vampir oder Wiedergänger. Der Alb legt sich in der Nacht auf die Brust eines Schlafenden, der durch die Beklemmung dann Atemnot und Alp(b)träume (Albdruck oder schwerer Traum) erleidet. Er stiehlt Milch von den Tieren im Stall oder sogar von der Mutterbrust, auch als Blutsauger soll er sich betätigen – wieder die Vampirgeschichte.  Elfen schieben Menschen dem Volksglauben nach auch Wechselbälger unter, da ihre eigenen Kinder kränklich sind.
  • Rezipierung bei “Lord of the Rings”: Auch bei Tolkien entspringen die Elben Elementen, die der nordischen Mythologie entstammen, allerdings mit Versatzstücken antiker und christlicher Philosophie. Die Elben sind einerseits eine Art “homo superior” da sie viele Eigenschaften von antiken Göttern oder Engeln besitzen: Unsterblichkeit, physische Überlegenheit, ausserordentliche mentale Fähgkeiten. Wie die antiken Helden oder auch das griechische Pantheon weisen sie bei genauerem Hinsehen aber die gleichen charakterlichen Fehler und Unzulänglichkeiten auf, die auch den Menschen zu eigen sind. Hier gleichen sie auch den flugfähigen Superwesen Vrilya aus Bulwer-Lyttons “The coming Race”, besonders was ihre Arroganz anbelangt.
  • Die in neuerer Zeit aufgekommene Vorstellung von Elfen als winzige, feenähnliche Wesen mit Schmetterlingsflügeln, die in Blüten wohnen, ist seit Ende des 19. Jhd. in der Kinderliteratur, besonders aber in der modernen Zeichentrickwelt von Walt Disney zu finden – leider werden hier alte Vorstellungen von Naturgeistern, die man respektieren sollte verkitscht und kommerziell verramscht.
  • Aber das Schicksal teilen Elfen mit den Engeln: Eigentlich Krieger Gottes, die eher furchteinflösend daherkommen, werden sie seit der Zeit des Barock zu niedlichen rosabackigen (alle Backen!) drallen Putti verniedlicht.

midnightfairy

 Ich bin ein Elf – holt mich hier raus!

Posted by on Januar 11th, 2017 No Comments

Magischer Januar: Schneemond

Januar: Saturn-Zeit und Monat des römischen Janus.

Januar: Saturn-Zeit und Monat des römischen Janus.
Januar, ©scrano 2015
Model: jlior, Winterhimmel: ashensorrow, Einhorn: charmedstar07.

Der Januar, in Österreich auch Jänner genannt, vom lateinischen Januarius abgeleitet, altdeutsch auch Hartung, Hartmonat, Schneemonat, Eismond, Wintermonat.

In meiner Allegorie nimmt das Jahr seinen Anfang noch in aller Unschuld und Reinheit, symbolisiert vom Einhorn. Früher bedeckte häufig frisch gefallener Schnee als weisses Tuch die Natur zu dieser Zeit, so dass der Jahresanfang tatsächlich strahlend daherkam. Jetzt wird dafür mehr geböllert …

Benannt ist der erste Monat des Jahres nach dem römischen Gott Janus, der mit zwei Gesichtern dargestellt wird. Er gilt als Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore. Er markiert die Grenzen der Zeit, wie der ihm verwandte Terminus als Herr der Grenzsteine die räumlichen.

Es ist der Monat des Saturn, auch einem Wächter der Grenzen. Dieser hat sein Domizil im Steinbock, aber er stellt auch den klassischen Herrscher des Wassermanns. Immerhin ist er auch nach der Zuordnung von Uranus zu diesem Zeichen noch der Co-Regent geblieben.

Eine weitere veraltete Namensform ist Wolfsmonat.

Im Amtsjahr des römischen Kalenders war der Ianuarius ursprünglich der elfte Monat und hatte 29 Tage. Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr. wurde der Ianuarius zum ersten Monat des Kalenders. Die Zuordnung zur Elf passt zum Ingress der Sonne in das Zodiakzeichen des Wassermann am 21. 1. das im 11. Haus sein Domizil hat. Beide Herrscher des Januar, Saturn im Steinbock bzw. als Co-Regent im Wassermann und Uranus gelten als Verkörperung des Winters. Die Elf gilt als närrische Zahl und astrologisch als Sinnbild für soziale Gruppen und Freundschaften, aber auch für Ziele ausserhalb der persönlichen Selbstverwirklichung (Haus 5, Löwe)  oder des Status, wie er im Haus 10 des Steinbocks im Mittelpunkt steht.

  • Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
  • Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag’.
  • Wenn’s um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.
  • Am Neujahrstage Sonnenschein, läßt das Jahr uns fruchtbar sein.
  • Am Neujahrstag kalt und weiß, wird der Sommer später heiß.
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Winterspaziergang – wenn das Wetter passt, das beste Ritual am Neujahrstag.
Am Breitenstein @beast666

Zodiak: Steinbock und Wassermann

Monatsstein: Granat, er gehört zum Saturn und dem Wurzel-Chakra.

Pflanzen: Helleborus, Dianthus,  Stechpalme, Poinsettia, Helleborus, Efeu, Immergrüne, z.B. Efeu und Koniferen (Saturn), Lärche, Mistel (Uranus+Saturn)

Farben: Schwarz, dunkelbraun und dunkelgrün (Saturn), weiss, himmelsblau (Uranus)

Kristalle:  Granat, Jet und Onyx, Fossilien (Saturn), Rauchquarz, Malachit (Steinbock), Aquamarin, Türkis, Labradorit, Moldavit (Uranus), Bernstein (Uranus/Sonne).

Tierwelt:  Wolf, Krähe, hibernierende Tiere (Saturn). Überwinternde Sing-Vögel, Elster, Häher, Albatross, Fuchs (Uranus).

Magische Elementale: Gnome, Trolle (Erde), Sylphen (Luft)

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Rückkehr des Lichts. Im Januar einen Hirschensprung:
Die Tage werden länger, die Sonne wird kräftiger.

Januar-Rituale:

  • Kleine Tontöpchen, z.B. für Minipflanzen Ø 10 cm, mit einem Holzstab von ca 20 cm Länge (dickere Grillspiesse) versehen. Das geht leicht, einfach durch das Loch im Boden stecken, mit einem Draht oder Querpflöckchen sichern. Samen aus Pinien- und Fichtenzapfen auslösen und mit ungesalzenem Schweinefett vermischt bis auf 3/4 Höhe einfüllen. Geschälte, ungesalzene Sonnenblumenkerne werden auch gerne genommen. Schnüre anbringen und die Fett-Töpfchen umgekehrt in Bäume hängen. Für Amseln und andere Weichfresser: Alte, schon etwas mürbe Äpfel halbieren und auslegen.
  • Spazierengehen, die langsame Wiederkehr des Lichtes spüren.
  • Einen Besuch bei Freunden oder Verwandten machen – gemeinsam essen und beglückwünschen.
  • Gebildbrote verschenken – Rezepte unter Martinsweck.
  • Entschleunigung, das neue Jahr bewusster und ohne Hast angehen – die Liste mit den guten Vorsätzen nicht gleich wieder “verlieren”. Aber auch  keine Unmöglichkeiten draufsetzen.
  • Am Ende der Raunachts-Zeit, dem 6. Januar, Haus oder Wohnung mit einer Mischung aus Salbei, Wachholder, Fichtenharz, Weihrauch und Lorbeer ausräuchern. Garage nicht vergessen. Die Haustür schön auf Hochglanz bringen, damit das Glück gerne eintritt. Katholiken freuen sich jetzt auf die Sternsinger, die ihren Jahressegen mit Kreide über dem Eingang anbringen: C+M+B = christus mansionen benedicat. Christus segnet diese Heim. Ein alter Brauch mit heidnischen Wurzeln bei der Grossen Mutter.
  • Im Garten: Gegen strenge Fröste spätestens jetzt sensiblere Gewächse mit Vlies umwickeön oder abdecken.  Im Gewächshaus bei Tages-Minusgraden ebenfalls für Winterschutz sorgen. Vor allem wenn mediterrane Kübelpflanzen dort ihr Quartier haben! Endiviensalat oder Zuckerhut kann ebenfalls eine Abdeckung vertragen. Leimringe an Obstbäme anbringen – Stämme kalken – an frostfreien Tagen!
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Neujahrs-Spaziergang am Reussenstein.

  • Wintersport: Nicht unbedingt der alpine Skizirkus mit all seinen perversen Auswüchsen – Winterwandern, auch mit Schneeschuhen, Rodeln und Eislaufen oder Eishockey machen mehr Spass als das Profitstreben von Tourismusverbänden und Hoteliers zu befriedigen. Und es schädigt nicht die Umwelt.
  • Wir haben als Kinder die in meiner sehr kalten ostbayrischen Heimat reichlich vorhandenen Fischweiher zum Schlittschuhlaufen genutzt, Dank Klimawandel ist das nicht mehr oft möglich, aber es gibt ja immer mehr Eissporthallen, wo das Vergnügen auch weniger gefährlich ist. Für die jenseits von natürlichen Instinkten und Vorsicht aufwachsenden Kinder heutzutage sowieso. Übrigens: Eishockey ist auch für Mädchen als Teamsport geeignet, besser als gegenseitig die bunten Krallen von L-A. Nails oder Nasenpiercings zu bewundern und dümmliche Popsternchen anzuhimmeln allemal. Davon abgesehen Mädels: Eislaufen macht tolle Beine!

Gottheiten des Januar:

  • Hera (2.1.), Inanna, Holle/Freya (8.1.), Pax (30.1), Bethen/Matronen (6.1)
  • Janus (9.1.), Saturn, Uranus (astrologisch)
Januskopf aus der vatikanischen Sammlung.

Januskopf aus der vatikanischen Sammlung.
Quelle:wikimedia

  • Zodiak – Haupteinfluss: Steinbock/Saturn, Ingress der Sonne in den Wassermann, Herrschaft des Uranus ab 21.1.
  • Baum: Fichte, Tanne, Zypresse, Stechpalme (Saturn), Lärche (Uranus)
  • Duft: Myrrhe, Weihrauch, Wachholderbeeren, Patchouli (Saturn), Fichtenharz, Bernstein (Uranus)
  • Gottheiten:  Saturn, Ops, Mithras, Cailleach, Holle, Uranus, Prometheus, Loki, Hephaistos, Brigid ab 21.1.
  • Metall:  Blei (Saturn), Zink (Uranus)
  • Mythologische Figuren: Die Alte, Frau Holle, Rübezahl, Einhorn

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Posted by on Januar 9th, 2017 No Comments

Mehr als 350.000 Besucher – Herzlichen Dank an all unsere Leser!

Cosmic Flower ©scrano 2014

Cosmic Flower: “Blue Light“, ©scrano 2015

 

Ein Fall von Mengeritis …? ©scrano 2016

Ein Fall von Mengeritis …? ©scrano 2016

Mind Gears ©scrano 2015

Mind Gears ©scrano 2015

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Bilanz nach etwas mehr als anderthalb Jahren – mehr als 300.000 Besucher des Hermetik-Blogs und Leser unserer Artikel!

Vielen Dank für Euer dauerhaftes Interesse.

Als Dankeschön gibt es die fraktale Blume “Blue Light” oder das 3D-Render

“Ein Fall von Mengeritis… (Alien Energy Source)”

und für Pastellfreunde “Mind Gears”  als Download frei zum persönlichen Gebrauch.

Wer sie grösser ausdrucken (persönlicher Gebrauch)  möchte:

Bei Anfrage via email an Ambrosia, sende ich Euch eine Bild-Datei (jpg) in Auflösung 200 dpi.

Seid also weiterhin achtsam auf Euch und Eure Mitwelt!

Bleibt uns treu, wir versuchen ständig unser Bestes zu geben.

Blesssed Be!

commented

*** Und kommentiert auch!

Teddy & gate animations: sevenoaks art.

Fraktalbilder meiner Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.00€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 2.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

Posted by on Januar 5th, 2017 1 Comment

God Jul!

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Yule in Asgard: Nein diesmal bleibt das Pferd im Stall,
soll der andere Kerl doch sein Rentier satteln!
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Zoff im Hause Odin: Ausgerechnet vor dem Julritt! Sleipnir ist im Streik, wegen Nichterhöhung seiner Hafer-Ration! Der eine Wolf macht Party – der andere ist sauer über die Pflichtvergessenheit seines Partners. (Geri und Freki, Odins Wolfspaar). Die Raben Hugin und Munin haben sich wegen der dicken Luft verzogen und lassen nur ein Federgeriesel zurück.

Und Papa Odin? Der hasst seinen Feiertagsdress, seit der in der Elfenreinigung eingegangen ist … Nur Frigg hofft noch auf ein friedliches Fest …

Na dann, God Jul, ihr Vanen und Asen, kommt mal zu Potte ! Sonst lassen wir den Loki raus !

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Ach hier ist der andere Wolf! Oder ist’s der Fenrir?
Yule Blessings! ©scrano 2015
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Nein, hier! Gute Wünsche und mehr Licht !
God Jul ©scrano 2016

Ein gesegnetes Jul-Fest!

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Posted by on Dezember 21st, 2016 No Comments

Heil- und Zauberpflanzen im November: Signatur des Pluto

Kleinod im schwarzen Lotos: Plutonische Pflanzen wirken oft segensreich und schrecklich zugleich.Mnemosyne ©scrano 2013

Kleinod im schwarzen Lotos: Plutonische Pflanzen wirken oft segensreich und schrecklich zugleich.
Mnemosyne ©scrano 2013

Da sich das Jahr im November dem Ende entgegen neigt und wir Samhain bereits hinter uns gelassen haben, das endgültige Verlöschen des Sommers, gibt es diesmal eine Aufstellung von Heil- und Zauberpflanzen, die diese jahreszeitliche Prinzip widerspiegeln.

Es sind dies Gewächse mit der Signatur des Pluto, bzw. Mars in seinem wässrigen Nachthaus mit der Zodiakposition VIII, des Ausdrucks der Unausweichlichkeit des Endes und der Veränderung. Hier herrscht das Skorpionprinzip, das von Abschiednehmen, Loslassen, dem Ende und dem Neuanfang handelt. Auch regenerative Kräfte und die verborgenen Ressourcen von Mutter Gaia und anderen, chtonischen weiblichen Archetypen sind hier Thema. Deshalb sind viele dieser Gewächse auch mit der Hekate oder der dunklen Mondin assoziiert. Plutonische Pflanzen teilen mit dem Saturnprinzip die acht-zählige Symmetrie (bei Saturn findet man auch die 10, wie beim Mohn, der stark von Saturn/Mond geprägt ist), wie überhaupt eine starke Affinität zwischen den beiden Archetypen Saturn und Pluto zu finden ist. Auch mythologisch sind sie verbunden. Saturn, eigentlich ein römischer Erntegott (Schnitter) etruskischen Ursprungs (Sartre) verschmolz mit dem hellenischen Titanenherrscher Kronos zu einer Gottheit, wobei die positiven Eigenschaften erhalten blieben. Der römische Saturn wurde auch nicht in den Tartaros gestürzt, sondern zog sich in eine Art Altersexil zuerst nach Latium zurück, wo er den Römern half ihre Kultur aufzubauen, um dann im Hades auf der Insel der Seligen für immer zu herrschen. Er galt als gerechter König des Goldenen Zeitalters. Zeus/Jupiter wurde von der römischen Bevölkerung immer als eine Art Oberschichtsgottheit angesehen, der bäuerliche Saturnus war ihnen lieber. Auch die wichtigsten römischen Feste, die Saturnalien waren eine Huldigung an den Winterherrscher, und Patron der ehrlich erarbeiteten Ernte.

Dem Pluto wurde nicht gehuldigt, er verrichtete sein Aufgabe eher im Stillen – Hades-Schreine gab es eher selten. In ihnen wurden Orakelrituale abgehalten, sie spielten eine Rolle bei Mysterienweihen. Immerhin wurde ihm die Herrschaft über die unteridischen Schätz zugestanden, daher auch sein Beinahme der “Reiche”.

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Reichtum im Inneren oder Wächter im Unbewussten?
Plutos Schätze ?

Klassisch herscht im Skorpion und dem achten Haus bereits Mars, in seiner Yin-haften Form, dem Nachthaus. Modern wird dies durch das Pluto-Prinzip ergänzt, wobei dieser sphärenharmonisch als höhere Oktave des Kriegerarchetypen angesehen wird.  Mars+Yin = Pluto? Man darf nicht vergessen, dass Mars parthogenetisch aus Hera, der weiblichen Verkörperung von Mond/Saturn geboren wurde,  und dass auch das Saturnprinzip (im Steinbock) bereits Yin-haft ist. Es verkörpert Mutter Gaia und ist der chtonische Gegenpol der Mondin im Krebs. Der Mars ist also nicht rein männlich, auch Pluto besitzt weibliche Züge, die ebenfalls von der alten Erdmutter, aber auch der dunklen Mondin stammen. Daher auch seine Assoziation mit Schlangen und allerlei Nachtgetier. Dieselben Embleme, auch den Schlüssel findet man dann bei Hekate wieder, der Göttin des dunklen Neumondhimmels. Wie der schwarze Mond wieder einen neuen Zyklus beginnt, stellt Hekate die Eintritts und Abschiedspforte des Lebendigen in die Welt dar. Sie ist die universelle Hebamme. Damit ist auch sie mit dem Pluto und dem Prinzip Mond/Saturn, das als „Tor des Menschen“ bezeichnet wird, verbunden.  Im 4.Haus/ Krebs+Mond wird der Mensch geboren und beseelt, im 10. Haus/Steinbock+Saturn erhält er die irdische Vollendung, und hebt sich über die Materie. Das Pluto-Prinzip steuert hierzu die transformatorischen Kräfte bei.

Pluto galt als Herr der unterirdischen Schätze, der Totenreiche und der unterirdischen Mysterien. Er beherrscht aber auch die Ausdünstungen und unsichtbaren Kräfte, die aus der Erde dringen: Radioaktivität, Faulgase, Magnetismus, Vulkangase. Er herrscht auch über das flüssige Feuer der Erde, das Magma.
Nach dem Glauben der Alten ist Gott Pluto finster, erfüllt seine notwendige Pflicht akribisch und lässt keine Verhandlungen zu. Er ist aber nicht gefühllos: Bei Orpheus Bitte um Euridikes Erlösung aus der Totenwelt, kann der Barde sein Herz rühren. Er erinnert ihn an seine verzehrende Liebe zu Persephone. Pluto ist im Besitz einer unsichtbar machenden Tarnkappe aus Hundefell, Hermes/Merkur gab sie ihm, damit er unter den Menschen wandeln kann, ohne dass diese in Panik fliehen. Merkur dient dem Pluto auch als Seelenführer und der olympische Bote darf als “grosser Kommunikator” auch als Einziger zwischen der Oberwelt und dem Orcus pendeln. Bei Aristophanes trägt Pluto eine von Gold und Edelsteinen schimmernde M a s k e , um seine angsteinflössende Erscheinung zu verbergen. Der schwarze Hund ist auch ein Totem der kulturgeschichtlich älteren Hekate, die Dreizahl ist ihr ebenfalls heilig. Nur noch Zeus/Poseidon/Hades besitzen die Drei als ihre Zahl, was darauf hindeutet, dass eine ursprünglich weibliche Trinität (des Mondes) partriarchalisch überformt wurde.

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Passagen in andere Welten. Transformation.
Dune Passages ©beast666 2008.

Grundzüge der Signaturlehre in der Astrologie: Alle Lebendige aber auch sonstiges Dingliches teilt sich mit. Pflanzen kommunizieren mit ihren Farben, ihrem Geruch oder Duft, in der Ausformung ihres Wurzelgeflechts, Anzahl, Form und Stellung von Blättern, Erscheinungsform und Symmetrie der Blüten, Eigenschaften ihrer Früchte, Samen oder Sporen, ihrer kompletten Erscheinungsform, ja sogar einer Art “Ausstrahlung”. Bei der Interpretation der Pflanzen muss man aber bedenken, dass sie sozusagen verkehrt herum leben: Ihr Kopf oder “Gehirn” steckt im Boden, ihre Fortpflanzungs- und Bewegungsorgane (z.B. Ranken) sind nach oben, dem Licht entgegengestreckt.

  • Hinweise für Signaturen finden sich auch darin, wie, wo und wann eine Pflanze wächst, blüht oder fruchtet  in welchen Gemeinschaften und unter welchen Randbedingungen.
  • Namen, besonders die ortsüblichen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sofern noch bekannt) spielen eine Rolle. Auch Bezeichnungen aus dem Volksmund sind eine interessante Quelle, wobei man aber Heilwissen, Brauchtum und dummen Aberglauben manchmal nicht trennen kann.

Diese Erscheinungsbilder und Ausdrucksformen lassen sich in die Sprache astrologischer Archetypen übersetzen, sie bilden dann eine sogenannte Signatur.

In der klassischen Signaturenlehre werden meist nur die einseitigen Prinzipien der hermetischen Polarität herangezogen, ausserdem verwendet man nur die 7 Himmelskörper der Antike: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Ich ziehe aber die Trans-Saturnier durchaus mit heran, da es mittlerweile einige Erfahrung damit gibt. Bei allen hermetischen Korrespondenzen muss man immer bedenken, dass durch das symmetrische Achsenprinzip der Gegenpol immer mit zum Tragen kommt. In allen Dingen oder Wesen, welche die Erde oder der Kosmos hervorbringt ist zudem auch jedes archetypische Wirkprinzip vertreten, wenn auch nicht in gleichem Aussmass sichtbar, oder in allen Stadien oder Phasen ihrer Existenz gleichzeitig. Manche Wirkungen z.B. bei Pflanzen sind nur auf einen Teil, wie Früchte oder Wurzeln beschränkt, manche muss man erst durch Zubereitung und Anwendung erschliessen. Zum Teil kann man eine Rückbeziehung durch die Funktion der Inhaltsstoffe für die Pflanze selbst herstellen.

Dazu kommt: Nicht alles was aus dem planetaren Entsprechungen stammt, ist dem Menschen dienlich – es ist in erster Linie für die Pflanze lebensnotwendig und prägt IHR Wesen. Wir nutzen nur den Anteil, der uns hilfreich ist.

Stacheliges Rauchmittel: Der stark giftige Stechapfel, Datura stramonium.Deceptive Beauty ©beast666 2014

Stacheliges Rauchmittel: Der stark giftige Stechapfel, Datura stramonium.
Deceptive Beauty ©beast666 2014

Signaturen des Pluto

Im Pluto verkörpert sich die “andere” Welt besonders eindrucksvoll. Als Herr der Unterwelt (= Erde) sind seine Pflanzen meist düster. Manche Plutopflanzen wie Lebensbaum oder Zypresse sind zudem beliebte Friedhofspflanzen, die, richtig dosiert, zu den besten Immunstimulantien und lebensverlängernden Mittel gehören. Sogar die extrem toxische Eibe ist ein potentes Krebsmittel. Der Gegenpol des Pluto ist Venus Pandemos, die Stier und zweites Haus beherrscht. Daher tragen bereits viele Venuspflanzen stärker zutage tretende Pluto-Signaturen.  In der folgenden Aufstellung geht es daher hauptsächlich um die dominierende astrologische Zuordnung zu Pluto: Darunter sind Gewächse mit starker Regenerationskraft (da steckt der Wasser-Mars), also solche, denen es nichts ausmacht, stark zurückgeschnitten zu werden. Kletter-Rosen, Wein, Efeu, Eibe, auch der venushafte Flieder bezieht hier seine Unverwüstlichkeit. Dunkle Farben und rostrote Töne, zwiebelartige Knollen, unheimliche Ausstrahlung. Wegen der Überschneidung mit dem Mars-Prinzip enthalten auch Plutopflanzen Phytosterine und Eiweiss oder Eisen.

  • Blüte sitzt direkt am Zweig oder sogar Stamm: Sterkuliengewächse, wie Kakao, Colabaum. Sie gehören zu den Malven, die auch eine Venus/Pluto Signatur aufweisen.
  • Blütezeit oder Frucht im späten Herbst,  oft dann, wenn Sonne im Skorpion steht und die Spinnenfäden sichtbar werden  (Wein, Kürbis, Herbstzeitlose, Eisenhut, Äpfel – sie gelten nicht umsonst als Totenspeise.)
  • betäubende Düfte oder sogar Verwesungsgeruch
  • Bestäubung durch Aasfliegen (Stapelia, Arum, Orchis)
  • fleischfressende Pflanzen (Drosera, mit Mond/Saturn)
  • Gifte aller Art: Hier muss man aufpassen, Pluto heisst noch nicht gleich Gift, manche Uranussignatur (bzw. Saturn im Wassermann) bringt ebenso toxische Gewächse hervor Goldregen z.B. oder Ginster mit ihrer Merkur/Jupiter und Uranus(Saturn)/Sonne-Prägung). Giftige Pilze unterstehen ebenfalls neben dem Neptun/Merkur-Prinzip auch noch Mond/Saturn. Dazu kommt bei Plutogewächsen der häufig gleichzeitig vorhandene Mond/Saturn-Einfluss.
  • Atropopäische Pflanzen oder Pflanzen, die für magische Zwecke eingesetzt werden (Hexenpflanzen, Bannpflanzen),
  • Pflanzen, die zum Totenbrauchtum gehören (Thuja, Zypresse, Eibe)
  • Würgepflanzen, Schlingpflanzen, Windepflanzen mit linksseitiger Drehung oder schlangenartigen Ranken.
  • Achtzählige und dreizählige Symmetrie, oft fünfzählige Blüten (Venus-Pol)
  • Genverändernde Substanzen, krebserregend, mutagen, fötusschädigend , andererseits Krebstherapeuthikum oder Antiparasitenmittel.
  • Tierhaftes Äusseres: Daturakapseln sehen z.B. aus wie Igel, schlangenartige Wurzeln, Ranken, insekten- oder spinnenartiges Aussehen
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Aronstab-Beeren – verlockend rot, aber giftig.

Pflanzen des Pluto

  • Alraune, Mandragora officinalis, (Mond/Saturn), ein Rauschmittel, Schmerzmittel, Zauberwurzel für Fetischmagie, Heilmittel gegen Fieber, auch giftig
  • Aarum, der Aaronsstab, giftige Zauberpflanze, Mars-Pluto Kombination: Gifte und Scharfstoffe, daneben Saturn/Mond -> Oxalat-Kristalle. Aaronsstabbeeren sind für Kinder kritisch, da einladend rot und süss schmeckend.
  • Bohne – Gartenbohnen (Venus, Merkur/Jupiter) besitzen einen embryoartigen Keim, ausserdem sind sie roh giftig. Sehr eiweisshaltig. Bohnenschalentee wirkt harntreibend (Venus). Bohnen galten wegen ihrer Embryo-Form bei den Pythagoräern als Seelengefäss.
  • Brennessel, Urtica spp. (Venus, Merkur/Jupiter, Mond/Saturn), Pluto-Mars Kombination
  • Bilsenkraut, Hyoscyamus niger (Venus, Mond/Saturn) – Herakles brachte es aus der Unterwelt mit ans Tageslicht und im Orakelkult vieler Völker spielte es eine wichtige Rolle, da es die Augen für eine Welt jenseits aller Vorstellung öffnet. Ein Bierzusatz in Schankstuben mit schlechtem Ruf, sehr giftig – Hamlets Vater wurde laut Shakespeare so ums Eck gebracht.
  • Eibe, Taxus baccata (Venus, Mond/Saturn) Die Eibe zeigt den Pluto in besonders reiner Form: Vielleicht war sie sogar der Weltenbaum, der bekanntlich immergrün gewesen sein soll. Der Samenmantel (Arillus) der roten Frucht ohne den grünen Kern (Samen) ist ungiftig – das einzige an der Pflanze! Eiben sollen in der Sommerhitze gefährliche rauscherzeugende Ausdünstungen absondern. Schon in der Antike wurde davor gewarnt, in der Mittagszeit unter Eiben zu ruhen oder gar zu schlafen. Bannpflanze: Vor Eiben kann kerin Zauber bleiben …
  • Eisenhut, Aconitum napellus (Merkur/Jupiter) die Plutopflanze schlechthin, auch ein Symbol der Hekate – aus dem Geifer des Cerberus entstanden., extrem giftig, schon den Hautkontakt vermeiden.
  • Fingerhut , Digitalis Purpurea (Merkur/Jupiter), Herzmittel, giftig und auch als Arznei schwer dosierbar.
  • Granatapfel, Punica Granatum (Merkur/Jupiter), mit Pluto durch den Raub der Persephone verbunden. Enthält Phytosterine – Venus/Pluto für Mann und Frau, Immunmittel.  Ein Machtsymbol – Reichsapfel, mit sakraler Bedeutung: Im Salomonischen Tempel waren die Säulen von Jachin und Boaz von Grantaäpfeln bekrönt.  Eine Abkochung der Rinde und der Fruchtschale wirkt gegen Darmparasiten
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Schlafmohnkapsel – ihr Milchsaft liefert Opium: Segen und Fluch.
Für unheilbar Kranlke oft letztes Mittel, für Süchtige der Ruin.
Die Samen sind ein Öllieferant und wichtiges Nahrungsmittel.
Plutos Gift ©beast666 2015

  • Haselwurz, Asarum europaeum (Merkur, Neptun) ein toxisches Rauschmittel und Abortivum.
  • Herbstzeitlose, Colchicum autumnale (Venus, Merkur/Neptun) Zauberpfanze der Medea aus Colchis, ein Hekategewächs, gegen Gicht, ein Zellteilungsgift, sehr gefährlich für KInder, da Blüten sehr hübsch aussehen.
  • Knabenkräuter, Orchis (Merkur, Jupiter) – tiergestaltige Blüten, manchmal Aas- oder Tiergeruch (Bocksriemenzunge)
  • Kürbis, Curcubita pepo (Merkur/Jupiter, Mond/Saturn,)
  • Minzen, Mentha spp. (Merkur/Neptun), hierzu gibt es die Sage von Minthe, einer Nymphe die dem Pluto zu sehr gefiel – seine eifersüchtige Gattin Persephone verwandelt das arme Mädchen in eine Pflanze. Poleiminze trägt hier die deutlichste Signatur, sie ist stärker toxisch und wurde als Abortivum gebraucht.
  • Nachtschattengewächse, Solanaceen tragen alle eine Grundsignatur von Venus/Pluto.
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Haselwurz, europäischer Ingwer. Scharfstoffe, psychoaktiv und toxisch.
Asaraum europaeum ©scrano 2015

  • Osterluzei, Aristolochia (Merkur,Neptun) eine toxische Liane, neben der Haselwurz einzige heimische Variante der Aristolochia-Arten: Aasgeruch, cancerogen
  • Pfingstrose, Paeonia (Merkur/Jupiter, Venus). Die Pfingstrose wird bereits seit der Antike für Heilzwecke genutzt. Durch einen Mythos ist diese eher Venusisch daherkommende üppige Blume mit Pluto mit folgenden Mythos verbunden:
    Paeon, ein Arzt der Götter, heilte den nach einem Kampf mit Herkules verwundeten Pluto mit der Pfingstrose. Asclepius (Aesculap), der Lehrer von Paeon,  liess seinen Schüler wegen dessen Erfolg töten. Als Pluto den toten Paeon sah, nahm er dessen Leichnam und verwandelte ihn in eine Pfingstrose und gab ihr fortan den Namen Paeonia.  Irgendwie scheint diese Pflanze einen Ruf als Panacea bei vielen Heilkundigen der Antike und des Mittelalters zu geniessen. Neben vielerlei Beschwerden, die mit der Pfingstrose geheilt werden können, wird auch immer ihr Einsatz bei Epilepsie empfohlen. Die ursprüngliche ungefüllte Päonie zeigt Mars/Pluto deutlicher in ihrer dunklen Blütenmitte mit vielen Staubgefässen, wie bei einer Anemone oder dem Mohn.
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Üppige Päonie: Liebling von Paracelsus und St. Hildegard.
Peonies ©beast666 2015

  • Rhizinus communis, Palma Christi (Merkur, Jupiter, Venus): Der glänzende Samen enthält Rhizin, ein extrem starkes Gift, welches gerne als Mordwaffe in Spionagekrimis vorkommt.
  • Ringelblume, Calendula officinalis (Sonne/Uranus, Mond/Saturn, Venus) – Panacea
  • Schlafmohn (Mond/Saturn, Merkur/Neptun) – Panacea (Laudanum, eine Opiumtinktur, das Paracelsus im 16. Jhd. entwickelt hatte, galt lange Zeit als Allheil), Man könnte den Mohn auch unter Saturn aufführen.
  • Stechapfel, Datura stramonium (Mond, Saturn), starkes halluzinogen, kann irreversible psychische Störungen verursachen, stark giftig, früher als Asthmamittel gebraucht, wegen der üblen Nebenwirkungen aufgegeben
  • Sumach (Jupiter, Merkur) enthält Urushiol, das auch zum Totenbalsamieren benutzt wurde, auch für den hübschen Chinalack und das makaber erscheinende Ritual der Selbstmumifizierung bei einem japanischen Mönchsorden. Fünfzipfelige Blüten deuten auf Venus, der embryoartige Kern von der auch zur Pflanzenfamilie gehörenden Mango und Cashewnuss verraten Pluto. Alle Sumachgewächse enthalten mehr oder weniger hautreizende Substanzen.
  • Stapelia (Venus, Merkur/Jupiter) Aasblume, Leuchterblume, Wachsblume duften entweder betäubend oder stinken nach Verwesung. Schlangenblume ist auch ein bezeichnender Name. Ihre fünfzipfelige Blüte verrät die Venus.
  • Thuja occidentalis (Mond Saturn) enthält Thujon, ein Nervengift und wurde als Abortivum gebraucht. Totenkult, zusammen mit Zypresse.
  • Tollkirsche, Atropa belladonna (Venus, Mond/Saturn), Belladonna wurde als pupillenerweiterndes Schönheitmittel seit der Antike gebraucht – sehr giftig, gefährlich für Kinder, da die schwarzen Beeren süsslich schmecken.
  • Vinca minor, Immergrün (mit Neptun/ Merkur): giftig, enthält Vincamin -> früher ein potentes Mittel bei Schlaganfällen. Als Kränze im Totenkult gebräuchlich.

Wegen der Toxizität der meisten Pluto-Pflanzen werden sie zu Heilzwecken entweder schulmedizinisch standardisiert verabreicht, sind verschreibungspflichtig oder nur homöopathisch ab D3/D4 oder höher erhältlich.

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Blaue Gefahr: Eisenhut – Aconitum napellus blüht erst im Oktober.
Er ist ein wichtiger Nektarspender für Hummeln. Typisch Pluto:
Düstere Ausstrahlung, sehr giftig und fratzenhaft aussehende Blüten.
In der Homöopathie (D12) als Mittel gegen Fieber und Panikattacken.

Plutopflanzen stellen oft einen wesentlichen Bestandteil von sogenannten Flugsalben dar, sie wurden auch zu schamanischen Ritualen verwendet – auch das ist ihrer (gefährlich) transformatorischen Kraft zuzuschreiben. Flugsalben waren wohl ursprünglich Schlaf- oder Fiebersalben, deren Gehalt an psychoaktiven (toxischen) Wirkstoffe man im Lauf der Zeit erhöht hat. Alle überlieferten Flugsalben enthalten extrem giftige Substanzen, selbst Ethnologen schrecken davor zurück, derlei Rezepturen auszuprobieren. Bei so einem Selbstversuch kam der Hexenforscher Carl Kiesewetter ums Leben.

Typische Bestandteile:

  •  Radix Belladonna
  •  Aconitum napellus
  •  Folia Malvae
  • Hyosyamus niger
  • Solanum nigrum
  • Potentilla reptans
  • Papaver somniferum
  • Conium maculatum
  • Helleborus niger

Die Pflanzen wurden kleingeschnitten und in Schweinefett gesotten. Die Einreibung erfolgte auf der Brust oder der Arminnenbeuge bzw. in der Achselhöhle. Durch die hauterregenden Wirkstoffe, die Kribbeln oder ähnliche Missempfindungen auslösen, glaubte man im Stadium des Rausches vielleicht an eine Gestaltwandlung in Tiere: Bären oder Wölfe. Gerade der Eisenhut oder Schierling, die auch als äusserliche Schmerzmittel eingesetzt wurden, spielen in Werwolfssagen eine Rolle. Quelle: Dr.Wilfried Weustenfeld: “Die Rauschdrogen der Hexen und ihre Wirkungen”.

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Vinca minor – Symbol des Lebens nach dem Tod. Ein heimisches Oleandergewächs.
Heilpflanze, und giftig, wie alle Apocynaceae. ©beast666 2012.

Räuchermittel für Pluto-Rituale:

  • Oppoponax, Styrax, Myrrhe, Eisenkraut, Minze, Malve … ohne atropopäische Komponeneten – z.B. für Ahnengedenken zu Samhain.

Atropopäische Bannräucherung:

  • Chili, Copal schwarz, Fichtenharz, Wermut, Minze, Thuja, Tabak, keine Räuchermischung für zuhause und auch im Freien nicht einatmen!!

Das Elektions-Horoskop als Diagnose-Instrument:

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des  6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter Mondaspekt -> Ursache, nächster Mondaspekt.

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  nachfragen.

 

Posted by on November 21st, 2016 Kommentare deaktiviert

Das Wasserelement – Yin, Westen, Emotion

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Das Wasser-Element: Beherrschende Kraft unseres Planeten.
Ocean Born ©scrano 2013

Korrespondenzen des Wasserelements:

Zeichen:

  • Fische: mutabelNeptun, Jupiter in seinem Nachthaus
  • Krebs: kardinalMond/Luna
  • Skorpion: fixPluto, Mars im Nachthaus

Tarot: Kelche

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Blau, violettblau, grausilbern, seegrün

Alchemie:

Nach unten zeigendes DreieckWater

Elemental:

  • Undinen,
  • Westen,
  • Gabriel
  • Zephyros

Tage:

  • Montag – Luna

Pflanzen:

  •  Gardenie, Lilie, Jasmin, Mohn, Kakteen und Sukkulenten (mit, Mars, Saturn), Kürbisgewächse, Algen

Signatur:

Nachtblüher, fleischig, wasserliebend, Sumpf-Gewächse, weisse oder zartblaue Blüten, beruhigend, schwerer Duft, kühlend, schmerzlindernd, Frauenkräuter (mit Venus), Milchsaft.

Öle:

  • Kampher,
  • Jasmin,
  • Anis.
  • weisses Sandelholz
  • Myrte

Tiere:

  • alle Wasserlebewesen, Mollusken (Schnecke), Amphibien, nachtaktive Tiere.

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Dem Wasser, zu dem die Yin Variante “Passive Bewegung” passt ist in jedem Elementesystem die weibliche Urkraft zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie vom Mond regiert, wie die realen Wasservorräte der Erde auch. Allen Wasserzeichen haftet diese Mondhaftigkeit an, sogar dem Skorpion, dem in der klassischen Astrologie der Mars in seinem Nachthaus zugeordnet war. Allerdings muss man wissen, dass Ares/Mars quasi eine weibliche Seite hat, er ist fleischgewordener Zorn einer verschmähten Frau. Von Hera, des Göttervaters Gattin. wurde er ohne männliches Zutun in die Welt gesetzt, gänzlich aus ihr selbst heraus.  Wie Athena Pathenos von Zeus, der brauchte aber noch eine Göttin dafür: Die personifizierte Weisheit, Metis. Erst dann gab es die berühmte Kopfgeburt, welche seine Gattin so erboste. Hera ist aber die Verkörperung der Saturn/Mond Achse des Zodiak, daher hat ihr Sprössling auch mondhaft-kindliche Züge: Ein ewig dreijähriges Riesenbaby, das schmollt und trotzt. Die Emotion ist die Kraft und die Krux der Wasserzeichen, ihr Element fliesst aus der Seelenschale des Mond-Symbols.

Element-Zustände des Wasser-Trigons:

  • Krebs: Fliessendes Wasser, hervorsprudelnd, Quelle
  • Skorpion: Stehendes Gewässer, Eis
  • Fische: Fein verteiltes Wasser ohne Grenze: Nebel, Wolke mit Luft, Dampf mit Feuer, Sumpf mit Erde. Der alles umfassende Weltozean.
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos ausgerichtet. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

Zu den verschiedenen Persönlichkeitsmodellen: HIER eine schnelle Übersicht – allerdings in englischer Sprache.

 

Posted by on November 19th, 2016 Kommentare deaktiviert

Samhain: Brauchtum und kleine Rituale

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Der “Dunkle Mond”, Hekate, Lilith, “Dunkle Mutter” und mit Pluto verbunden:
Auch in den Jägern der Nacht, besonders Katzen und Eulen steckt dieser Archetyp.

Samhain Nights

When the moon on a cloud cast night
Shone above the tree tops’ height
You sang me of some distant past
That made my heart beat strong and fast

Now I know I’m home at last

You offered me an eagle’s wing
That to the sun I might soar and sing
And if I heard the owl’s cry
Into the forest I would fly
And in its darkness find you by.

So our love’s not a simple thing
Nor our truths unwavering

But like the moon’s pull on the tide
Our fingers touch, our hearts collide
I’ll be a moonsbreath from your side

I’ll be a moonsbreath from your side

Loreena McKennit auf YouTube

Der Tag des keltischen Fests Samhain, das bedeutet schlicht “Sommerende” wird nicht an Allerheiligen begangen, sondern ist der Zeitpunkt des Neumonds im Oktober oder des 11. Vollmonds des Jahres, im November. Der liturgische Kalender der Kelten richtete sich nach den Mondzyklen, im Unterschied zur christlichen Kalendertradition, die auf der Siebentagewoche mit der Betonung des Sonntags basiert. Beide beinhalteten auch noch die Höhepunkte des solaren Jahres und die Äquinoktion. Die willkürliche Festlegung mancher Feiertage, wie Halloween/Allerheiligen auf kalendarische Fixpunkte, vor allem solcher, die einen ursprünglich heidnischen Bezug hatten, wurde von der Kirche durchaus bewusst so gewählt. Dadurch konnte man diese Feste vereinnahmen, sie aber aus ihrem naturreligiösen oder paganen Zusammenhang lösen. Samhain galt als Zeit, in der die Ahnengeister und auch die Sidhe (Feen, Elfen) sich unter den Sterblichen gesellen konnten. Bei den Römern gab es auch Feste, an dem der Orkus offenstand: “Mundus Cereris patet”, eines davon am 8. November, wahrscheinlich der Ursprung des Allerheiligenfests, das eigentlich aus Italien stammt. Diese Zeit ist in unseren Breiten, bedingt durch den nahenden Winter, generell mit den Attributen Tod und Vergänglichkeit besetzt. Der römische Kalender beinhaltete drei solche Grenz-Tage, allesamt Erntefeste, wie der Name Ceres (Demeter) in der Bezeichnung ahnen lässt. Das ist durchaus analog der keltischen Abfolge Lughnasa, Mabon, Samhain und fand zu ähnlichen Zeitpunkten statt. Bei den in ihrer Frühzeit nicht sesshaften Kelten hatten die vier Mondfeste Imbolc, Beltane, Lughnasa und Samhain noch Vorrang noch vor den Sonnenfeiern des bäuerlichen Jahrezeitenkreislaufs. Obwohl man wohl schon im Neolithikum versuchte die beiden Kalendersysteme zu synchronisieren. Manche Archäologen vermuten in den megalithischen Steinsetzungen, wie zum Beispiel den Alignements von Carnac oder dem eindrucksvollen Steinkreis von Stonehenge Anlagen mit der Funktion einer astronomischen Uhr. In die Zeit der Erichtung der ältesten dieser Monumente um 5000 v. Chr. fällt in Mittel- und Nordeuropa auch die Umstellung auf eine Ackerbauerngesellschaft. Alle diese Steinsetzungen haben neben dem Bezug zu den  Sonnenwenden auch eine Ausrichtung auf Eklipsen, solare und lunare. In diesen Finsternissen war für das religiöse Empfinden  der neolithischen Völker die Beziehung der beiden götttlichen Himmelslichter als spektakuläres Himmelsdrama  erlebbar. Auch die Himmelsscheibe von Nebra aus der frühen Bronzezeit ist in einem solchen Zusammenhang zu sehen.

Standing Stones Alignements von Menhiren bei Carnac.©beast666

Standing Stones: Alignements von Menhiren bei Carnac.
©beast666

Samhain ist Fest des letzen Viertelmonds oder der “mondlosen” Nacht. Jetzt beginnt die dunklen Hälfte  des Jahres. Die Verbindung des Festes zum Jahrezeiten-Zyklus ist sehr deutlich. Nach Ausreifung der Früchte, nach der Samenbildung, welken die oberirdischen Teile der Pflanzen und sterben ab. Einjährige Blumen vergehen gänzlich. Nur der neue Samen, der den nächsten Kreislauf in sich birgt, überdauert. Die Lebenskraft zieht sich bei zunehmender Kälte ins Innerste der Erdmutter zurück. Diese trägt nun auch nach dem Tod des solaren Prinzps des alten Jahres, bereits das neue Licht in sich, dass sie an Yul wieder in die Welt bringen wird. Wir müssen lernen, Vertrautes und Geliebtes wieder gehen zu lassen und den Tod als Teil des Naturzyklus zu begreifen. Auch dass es nichts dauerhaftes gibt, noch nicht einmal den Tod.


witch_hatIn der Nacht zum 01. November wird in den meisten Hexentraditionen das Übergangsritual zwischen den Welten gefeiert, zu dem Orakelbefragungen und Kontakte mit der Geisterwelt möglich sind. Andere naturreligiöse Gruppen feiern ihr Samhain in der 11. Schwarzmond- oder Vollmondnacht.

Samhain ist eines der acht Eckfeste, die bei den vorchristlichen, europäischen Völkern mit Feuerzeremonien in Verbindung standen:

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Ab Samhain begibt sich die Sonne in die Obhut von Gaia.
Sie bewahrt sie in ihrem unterirdischen Reich bis Yul.
Little Earth Mother ©scrano 2016

Gottheiten:

  • Gwyp ap Nudd – Herrscher von Anwyn, der Unterwelt/Anderswelt, Gemahl von Queen Mabd, entspricht Pluto
  • Cernunnos, der Herr der Tiere, der Hirschkönig
  • Ceridwen, Cailleach, die Alte mit dem Kessel der Regeneration
  • Dis Pater, Pluto, Hades
  • Hekate
  • Ereschkigal
  • Hel/Holle, der Todes-Aspekt von Freya/Frigg
  • Saturn, Baron Samdi, Papa Legba
  • Jahreskönig, Tammuz, Holly King
  • Orion, Herne
  • Morrigan in ihrer Dreigestalt: Macha, Nemain, Babdh

Symbole:

  • Kessel,
  • Feuer
  • Krähe, Fledermaus, Eule
  • schwarze Tiere
  • Spinnen, Schlangen
  • Kürbis(Rüben)-Laterne
  • Äpfel und Haselnüsse

Rituale:

Räuchern, am besten im Freien, manche der Samhain-Räucherungen stinken, ich sage nur Asa Foetida! Wermut entwickelt auch keinen Rosenduft. Wer kann, entzündet ein Samhain-Feuer, das geht auch im Kamin. In vorchristlicher Zeit man die Ahnen feierlich gebeten in den Kreis der Menschen um das Feuer zurückzukehren. Schwangere Frauen erhofften eine Reinkanation eines Familienmitglieds in ihrem ungeborenen Kind.

Ein wohlriechenderes Rezept:

  • 1 Teil Beifuss
  • 1 Teil Oppoponax oder Myrrhe
  • 1 Teil Minze
  • 1 Teil Salbei
  • 1 Teil Patchouli

Alles im Mörser zerkleinern, dann portionsweise auf Räucherkohle geben.

Gemeinsam essen:

Häufig gibt es Wurzelgemüse, Knollen aber auch vor allem in früherer Zeit auch Fleisch. Es ist der Brauch der  “letzten Ernte”, Tiere, die es nicht über den Winter schaffen würden, hat man jetzt geschlachtet und das Fleisch für die karge Jahreszeit haltbar gemacht. In diesem Zusammenhang steht auch die Martinsgans, das Tier ist zugleich ein Symbol der Grossen Mutter.

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Nein, nicht wegschauen, Vegetarier-und Veganersensibelchen: Das gehört auch zum Leben! Davon abgesehen, dass hier es sich nicht um eine obszöne Tötungsmaschinerie***, wie in unseren Schlachthöfen handelte. Die Tiere gehörten mit zur Familie, man musste sich schon sehr überwinden, und wusste genau, wem man das Überleben im Winter zu verdanken hatte. Heute hat man es leichter, auf Fleisch zu verzichten, damals hing das Leben davon ab, und die Menschen mussten in der Winterkälte schwer körperlich schuften. Mit Soja-Müsli wäre das wohl nicht allein zu bewerkstelligen gewesen. Das war keine Frage von Luxus-Lebensmitteln, sondern von Hunger. Auch für die Tiere, die bei zuwenig Futter im Winter ebenfalls elend zugrunde gehen konnten. Den Aufstieg und die rasante Gehirnenwicklung verdankt der Mensch auch dem Zugang zu tierischem Protein, schon die Grossaffen waren Jäger. Das früher geschmähte Mesolithikum brachte eine “Kulturexposion”, wie man durch neuere archeologische Funde weiss, auch gerade wegen der erstmals systematisch durchgeführten Küsten- und in Anfängen sogar Hochseefischerei. Viele der jetzt zum Vorschein kommenden, blühenden Ansiedlungen lagen an der Küste, oder z.B. im Bereich der Sände des jetzigen Wattenmeers (Doggerbank).

  • Aber heutzutage tut es auch Apfelstrudel, Gemüse-Eintopf mit Kohl, und Kürbis-Suppe mit selbstgebackenem Zwiebelbrot. Oder ein leckerer Kürbiskuchen, mit dessen Rezept man auch Halloween-Muffins backen kann. Wir haben ja Zentralheizung und sind im allgemeinen nur Bürostuhlwärmer.

Man kann auch gemeinsam Maronen am Kaminfeuer rösten, dafür gibt es Maronenröstkörbe mit langem Stiel aus Gusseisen in Kaminzubehör-Läden.

Als Getränk: Heisser Apfel-Cidre mit Gewürzen schmeckt nicht schlecht, ein bisschen für die Ahnen versprengen!

Einen Platz am Tisch zusätzlich decken, oder draussen, wenn der Gartentisch noch auf der Terasse steht, einen Teller mit Speisen anrichten und eine Kerze dazustellen.

  • Das sogenannte “dumb supper“, ein symbolisches Mahl für  verstorbene Familienmitglieder, vor allem des letzten Jahres, auch geliebte Haustiergefährten werden hier bedacht.
  • Ein Licht ins Fenster stellen, ein Brauch der in vielen Gegenden zu Allerheiligen ausgeübt wird, aber vorchristliche Wurzeln hat.

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    Ouja Board by sevenoaksart.co.uk

Orakeln:

  • Gerne darf das angestaubte Ouja-Board zum Einsatz kommen. Glaubt bloss nicht den Unsinn über bööööse Flüche und Geister, es ist einfach eine art Do-it-yourself Seance mit nicht mehr Auswirkungen wie etwa Gläserrücken (davon stammt es vermutlich ab) oder Bleigiessen zu Sylvester.
  • Für viele ist Tarot der Klassiker unter den Orakeln. Ich verwende die Karten lieber zur Introspektion.

Entrümpeln und recyceln: Das Thema von Samhain ist auch ein skorpionisches, oder eins des 8.Hauses: Loslassen und Dinge in den natürlichen Kreislauf zurückführen.

Gärtnern: Jetzt ist die beste Zeit, den Komposter zu entleeren, und umzusetzen.

Trick or Treat: Last but not least, der jährliche Spass-Rummel für Kinder!

witch_by_kmygraphic-d9cyderDekoration: Allerlei Nachtgetier, die Halloweenkatze darf nicht fehlen, Fratzen, Masken, Hexenbesen und Hüte. Fratzen-Kürbisse und andere schaurige Laternen, besser als Kerzen, wenn Kinder mit von der Partie sind.

Wer weniger Fasching will:

  • Ich stelle 13 Maxi-Teelichte in Gläsern im Kreis auf, in die Mitte kommt ein grosser Kupferkessel mit Sand, in dem man auch räuchern kann.
  • Dekoriert wird mit Äpfeln, Nüssen und passenden Blumen (Ringelblumen z.B. gehören zum Pluto).
  • Dazu kommen schwarze, silberne und orange Kerzen auf einem Metall-Tablett.
  • Es ist schliesslich auch ein Fest der Stille, nach dem Geisterspektakel.
  • Bilder von verstorbenen Eltern, Grosseltern und Haustieren mit Blumen und Kerzen arrangieren

Man kann auch einen stillen Gang auf den Friedhof machen, oder in die Natur hinausgehen, wenn das Wetter nicht zu scheusslich ist. Bei Freimaurern gibt es den Brauch, verstorbenen Brüdern die symbolischen drei Rosen auf das Grab zu legen: Licht (weiss), Liebe(rot), Leben(rosa), oder Weisheit – Stärke – Schönheit.

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Loreena McKennitt, kanadische Folksängerin, Harfenvirtuosin und Komponistin:

Loreena McKennitts Lieder zeichnen sich durch mystisch beeinflusste Texte aus, gepaart mit der Musik von teilweise mittelalterlichen Instrumenten, wie irische Harfe, Drehleier und Dudelsack. Dominierend sind hierbei traditionelle irische bzw. keltische und orientalische Motive. Sie verarbeitet in ihrer Musik aber auch klassische Themen der britischen Literatur. So vertonte sie romantische Balladen wie “The Lady Of Shalott von Alfred Tennyson und “The Highwayman” von Alfred Noyes sowie mehrere Sonnette von William Shakespeare.

 

***Da ist die Art und Weise wie Löwenbabys als nicht rentabel genug einfach in Zoos eingeschläfert werden, damit angehende Veterinäre was zum Üben haben, schon eher pervers. Obwohl man weiss, das diese Raubkatzen extrem gefährdet sind!  So geschehen in Dänemark, und wer weiss noch wo sonst.

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The veil is lifting: To the waters and the wild …

Nun wird der Schleier zur anderswelt gelüftet …

Nun wird der Schleier zur Anderswelt gelüftet …
The Door To Fairie, ©scrano 2015

Stolen Child

Come away, O human child!
To the waters and the wild
With a faery, hand in hand,
For the world’s more full of weeping
than you can understand.

William Butler Yeats
  • Meine Halloweenkarte ist eine Mischung aus Photomanipulation, Fraktalkunst und Digitaler Malerei.
  • Digital Art, a mix of Photomanipulation, Digital Painting and fractal elements.
  • Halloween-Gruss zum persönlichen Gebrauch, kein upload auf andere Seiten.
  • Greeting card for personal use, no redistribution on other sites. If I want to post art on pinterest, twitter, facebook etc. I do it myself. Also, it would be unfair to my stock contributors.
    Questions/Bei Fragen: ambrosia(at)athanor-und-alembik.de

Referenzen/Thanks

Song version of Yeats Poem by Loreena McKennitt.

It obviously inspired John Boorman to his movie:”The Emerald Forrest“, where the fairies or “little people” are the indigenous tribes of the Amazonian.

It is the season to delve into shifted realities again!

It is time to remember our ancestors, relatives, friends or pets we still love, but are no longer with us. Halloween, All souls Night or Samhain and festivals like “Dia de las Muertos” are her to comfort us and give us hope, that nothing is forever, even death.

So, spookiness during these days is not solely Hollywood gore and amusement park horror, “trick or treat “or whatever customs are practiced. It is to remind us of the necessity that things must end in order to be renewed.
The “Circle if Life”. No need to be scared – as long as you keep a clear conscience, nothing dire will befall you.

It has nothing to do with Satanism, as religious zealots try to convince unsuspecting souls, as they prey on them. Satan is their own concept of shoving problems and shadowy sides of human personality on something to blame – a scapegoat. That is why the chap has this ridiculous goat features. An insult to goats, which are nice and useful animals. May be, the are a bit smelly …
So keep your heart pure and be merry, put out candles for souls to guide them home and have supper with family and friends. Visit a cemetery and meditate over matters of life and death. Invite someone from your social circle, who has suffered a loss recently.
AND then go for “Trick and treat” with your kids or carry “Jack o’ Lanterns” through the night. Or light a fire, if this is allowed in your neighborhood – the flames give us warmth and light and are a symbol of eternal life, not hell. Hell in antiquity was a frozen place, sorrowful, cold and barren.

Keep your animals in, especially cats, and more so if they are black. Idiots of all kind could use them for something awful – not a ritual, mind you, but some kind of blasphemy or sadistic crap, that was shown in some equally idiotic Hollywood flic – labeld “occult” or “satanic”.
Believe me, there is NO Satan, only evil people. Danger to animals during Halloween doesn’t come from pseudo-occultists only:

Snakes, owls, bats and spiders – oh my! I quite like depicting spiders and bats in Halloween decorum. All these nightly, useful creatures are often vilified by people. Also owls and cats – even persecuted by life-hating church fathers. I’m still amazed how initially peaceful christian beliefs got warped to fit into power hungry despotism.  Black cats are not only endangered by wannabe satanists. It’s a sad inheritance of monotheism to kill living creatures because they have been or are sacred to other beliefs. A glance on its sources: Meanwhile it is well known, that Echnaton (Akenaton) was a brutal oppressor and instigated a bloody civil war in Egypt. He was far off being a peaceful Hippie Guru, inventing the concept of a “sole truth”, that only he got told from Aton (God). From this root sprouted Monotheism, which is always based on a “revelation“. Echnaton’s demon, a curse that lasts on Judaism, Islam as well.
An all-encompassing God can be only one, who includes everything, not cuts off bits and pieces that do not fit into cultural traditions. And all of these concepts have a Devil, because there is a catch: Who brought evil in the world, if there is only one, only “good” (from our perspective, anyway) deity. So … there goes monotheism, enter dualism (Zoroastrism), hypocrisy, scapegoating and Satan.

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animation: kmygraphic

Posted by on Oktober 22nd, 2016 Kommentare deaktiviert

Herbstlieder: Zauber der der Vergänglichkeit

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Oktobergold – letzter Glanz vor der winterlichen Erstarrung.
Autumn Joy ©scrano 2016 steamy girl:oldhippieart

Oktoberlied
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Theodor Storm 1848

Baum-Pilz am toten Holz.

Meister des Recycling: Baum-Pilz am toten Holz.
Trametes versicolor – Schmettterlingstramete

Der Herbst ist der Frühling des Winters.
Henri de Toulouse-Lautrec
(1864 – 1901), französischer Maler und Graphiker

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Frost zaubert Farben auf letzte Rosen.
Frosty Blush ©beast666

Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.
Johann Wolfgang von Goethe
(1749 – 1832), deutscher Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann

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… und reizvolle Formen entstehen durch Transformation.
Distelsamenstände am Hochmoor.

Frühling begehrt,
Sommer ernährt,
Herbst bewährt,
Winter verzehrt.
Bauernweisheit

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Sedum Blütenstand nach dem Frost – lässt sich gut
für Trockengestecke verwenden.

Der Frühling ist zwar schön; doch wenn der Herbst nicht wär’,
wär’ zwar das Auge satt, der Magen aber leer.
Friedrich Freiherr von Logau
(1604 – 1655), deutscher Jurist, Satiriker, Barockdichter.

Rosenstolz: Anmut noch im Verfall.Perdita ©scrano 2009

Rosenstolz: Anmut noch im Verfall.
Perdita ©scrano 2009

Herbst Lebensabend

Du, dieses Jahres Abend, Herbst,
Sei meines Lebensabends Bild!
Wie langsam du den Hain entfärbst,
Und deine Sonn’ ist frühlingsmild:
Es lacht das grünende Gefild’
Tief im Oktober ohne Frost,
Und in der Traube schwillt der Most,
Wie in der Brust Begeist’rung schwillt.
Friedrich Rückert
(1788 – 1866), deutscher Dichter, Lyriker und Sinologe, Arabist

Posted by on Oktober 19th, 2016 Kommentare deaktiviert

Fraktalkunst im September: Mythologie

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Herrscherin im Bienenstock, mythische Melissa, Göttin von Kreta.
Queen Bee ©scrano 2016

Copper Snakes ©scrano 2014

Caducceus: Copper Snakes ©scrano 2014

Heartstrings ©scrano 2014

Letzter Sonnengruss: Apollos Leier:
Heartstrings ©scrano 2014

Ein paar Flammenfraktale zur Einstimmung in den Herbst, der am 21, September ja beginnt: Dann herrscht für kurze Zeit Tag- und Nachtgleiche. Als Ausgleich für den Abschied der Sonne und ihren Rückzug in den Schoss der Grossen Mutter belohnt uns diese noch einmal mit einem Farbrausch in der Natur.

Der Eichenkönig macht Platz für den Herrscher des Winters, der seinen Einzug bereits zur Sommersonnenwende angekündigt hatte.

Fraktalbilder der Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

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