Posts Tagged ‘Frühling’

 

Eye + Candy: Lieblings-Tassen mit süsser Füllung, selbst gemacht.

Es muss ja nicht Tante Hilde’s Konterfei am Strand von Brindisi sein. Die vielen Angebote von Print-Diensten haben mich dazu verlockt: Letzte Weihnachten habe ich ausprobiert, ob meine Fraktalbilder als Motive für Foto-Tassen ganz hübsch und brauchbar sind. Daher gleich einige als Bürotasse für Freunde und Kunden in Auftrag gegeben. Besonders toll fand ich die Jumbo-Tasse mit 0.5 l Inhalt, die es von FotoFancy gibt. Der Schrecken der Büro-Kaffeemaschine und Gral aller Koffein-Junkies! So einen Monster-Pott habe ich für mich selbst bestellt, mit dem Ara-Motiv, wie unten. Man sieht, Eigenkreativität liefert doch schöne Ergebnisse.

Auch für Geburtstage oder als Mitbringsel Eine nette Geschenk-Idee, gefüllt mit selbstgemachten Süssigkeiten.

Bei Interesse an Tassen : Ambrosia per email kontaktieren. Einfach auf den Link klicken!

Ohne Süssigkeiten gibt es die Tassen in zwei Grössen, normal und 0.5l für alle Freunde von Fraktalkunst bei Ambrosia.

Weitere Motive zum Aussuchen gibt es hier: Scrano’s Fractal and Digital Art, meiner online-Galerie im Künstlerportal “Deviant Art“.

Sehr hochwertiger Druck- leider zeigen die Fotos der Tassen dies nicht in voller Güte.

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Parroting: Cosmiq Ara.
Digitalmalerei und Fraktalkunst.

Glass Flower

Glass Flower: Loss of Integrity.
Fraktalkunst mit Apophysis-Flamenfraktal.

Wintertasse

Januar: Schneekönigin, eine Allegorie des Wnters.
Digitalmalerei, Fraktalkunst, Airbrushing.

 

Posted by on September 28th, 2016 3 Comments

Romantisch unterwegs im Ländle: Spiegel der Jahreszeiten

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Ruine Reussenstein im Januar.
Schwäbische Alb, bei Neidlingen.

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Pseudo-Thing auf geschichtsträchtigem Berg.
Nebel der Geschichte: Heiligenberg, Heidelberg im Februar.

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Kirschgarten im April
Schwetzinger Park, türkischer Garten.

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Zisterzienserkloster im Sommer
 Bebenhausen im August

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Herbstregen: Chinesische Brücke im Park.
Schwetzingen im September.

 

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Verblasste Erinnerungen im Herbstlicht.
Ruine Hohenurach im Oktober

 

Posted by on September 19th, 2016 1 Comment

Another Walk in the Park: Schwetzingen im Mai

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Ergrünende Hainbuchen und strahlendes Himmelsblau.
Orangerien im Schwetzinger Park. Zum Vergleich: Arkaden im Herbst. ©beast666

Nach der Kirschblüte im April bietet der Schwetzinger Schlossgarten immer noch sehenswerte Highlights – nicht nur in der Schauqualität der Monumente des berühmten Architekten Pigage. Ihre Bezüge zu freimaurerischen oder vielleicht auch rosenkreutzerischen Themen habe ich bereits in einem älteren Artikel angesprochen. Allerdings sollte man den Garten selbst besuchen um die erstaunliche Anlage direkt auf sich wirken zu lassen.

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Pflaumenbäume in voller Blüte: Türkischer Garten.
©beast666

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Wie in Arkadien – Poseidontempel mit Aquädukt.
@beast 666

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Blühender Bärlauch -
er bildet regelrechte Rasen unter den alten Bäumen.
©beast666

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Sphinx am Naturtheater
Als häufiges Element der Parkarchitektur symbolisieren sie
die Verbindung von Wissen und Mysterium. ©beast666

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Eifrige Enten vor der Ruine des Merkurtempels.
Moscheeteich im Frühling. ©beast666

Posted by on Mai 23rd, 2016 Kommentare deaktiviert

Kirschblütenzauber: Hanami

Kirschblüten - ein vergänglicher Traum.©beast666 2016

Kirschblüten – ein vergänglicher Traum.©beast666 2016

Im Frühling steht im Reich der Sonne alles im Zeichen von Hanami – dem Fest der Kirschblüte (Sakura): Es zeigt den Beginn des Sommers – wie das Herbstfest koyo (Betrachtung des farbigen Herbstlaubs) den Beginn des Winters. Interessanterweise ist dies eine Vorstellung, wie wir sie auch von den Kelten kennen, die Einteilung des Jahres in ein Sommer- und Winterhalbjahr.

Auf den Kontrast von Schönheit und der gleichzeitigen Vergänglichkeit der zarten Blüten sprechen Japaner dabei besonders an:

  • Ohne Früchte zu tragen, ist die Bestimmung der japanische Kirsche einzig das wenige Tage im Jahr andauernde Erblühen in ästhetischer Vollkommenheit (siehe auch das japanische Sprichwort „Hana yori dango“).
  • Kaum hat sie die Perfektion erlangt, fällt die Blüte bereits und verweht mit dem Wind. Die Sakura gibt damit Samurai und Poeten (oft in Personalunion) ein Beispiel für einen würdigen, jungen Tod. Da die Kirschblüte für die weibliche Schönheit steht, ist sie die Verkörperung des Eros-Thanatos Prinzips, wie es auch die westliche Antike kennt.
  • In der Astrologie wird diese Symbolik in der Achse Venus(Stier)-Pluto(Skorpion) oder Haus 2/8 ausgedrückt.
  • Andererseits kann man das überirdisch schöne Naturschauspiel auch so interpretieren, dass wahre Schönheit erst durch Zweckfreiheit entstehen kann:
  • L’ Art pour l’Art lautete der Wahlspruch der Künstler in der Epoche des Ästhetizismus (O.Wilde, A,Beardsley, S.Mallarme) oder wie Tennyson es in seiner arthurischen Ballade : “Lady of Shalott” ausdrückt: “She has a lovely face; God in his mercy lend her grace, The Lady of Shalott.” Diese Kunstströmung, verwandt mit den Präraffaeliten und Symbolisten thematisierte in ihren Werken auch gerne die Paarung von Venus/Pluto. Der “schöne Tod” führte sogar zu einer eigenen Literaturform – der Elegie.
  • Die Festlichkeiten in Japan sind aber eher feucht-fröhlicher Natur: Wie bei einem Picknick trifft man sich abends unter den eindrucksvoll angestrahlten Bäumen um mit Freunden Sake zu trinken und zu feiern. Die Kirschblüte steht nämlich auch für die Jugend und den Aufbruch.

Auch in den Parks und Gärten in unseren Breiten wird die Kirschblüte oft sehnsüchtig erwartet: Im Schwetzinger Park gibt es extra eine Webcam für das Blühbarometer auf der Homepage des Schlosses.

 Romantischer Spaziergang im Kirschgarten.Erwartung ©scrano 2016

Romantischer Spaziergang im Kirschgarten.
Erwartung ©scrano 2016
model: long green dress, jamari lior und auf devianatart

 

Posted by on Mai 20th, 2016 Kommentare deaktiviert

Galerie im Mai: Going Green

going_green_by_scrano-d7vpkib

Üppige Pflanzenwelt – auch hier ist die Vielfalt durch
den Expansions-und Vermehrungstrieb des
Menschen gefährdet. Green Revolution@scrano 2015

  • G   for Generate less waste
  • R   for Recycle everything that cannot be reused
  • E   for Educate the community on eco-friendly options
  • E   for Evaluate the environmental impact of actions
  • N   for Nourish and support discussions and activities that integrate environmental education into existing curriculum.

Ein Appell an Nachhaltigkeit und Vernunft – allerdings lebt unser Wirtschaftskreislauf immer noch von “Ending is better than mending”.

Gegen Ressourcenverschwendung und Billiglohn-Massenware mit eingebauter Sollbruchstelle:

Die Repair-Cafe Bewegung mit mittlerweile immer mehr Anlaufstellen. Hier ist auch ein Betätigungsfeld für Senioren: Techniker, Ingenieure im Ruhestand, die gerne basteln und auch Sachkenntnis besitzen, die sie an die jüngere Generation weitergeben können. Auch über “Lebensdauer-Tricks” (planned obsolescence) kann hier aufgeklärt werden.

Weg vom dummen Konsumenten, hin zum mündigen Verbraucher, der auch mal selbst Hand anlegen kann – natürlich nicht gerade an Starkstrom.

Repaircafes:

Esslingen oder Reutlingen

und viele andere in Eurer Umgebung … schaut mal vorbei! Gegen die ausufernde wirtschaftliche und soziale Polarisierung der Gesellschaft hilft nur Konsumverzicht – von dummen Käufern leben schlaue Superreiche, die vor lauter Dekadenz nicht mehr wissen, was sie mit EUREM Geld anfangen sollen: Tickets zum Mond, beispielsweise …

© kmygraphic

© kmygraphic

 

Posted by on Mai 5th, 2016 Kommentare deaktiviert

1. Mai: Beltane and May Queen

Beltane - jetzt beginnt der keltische Sommer, er dauert ein halbes Jahr. Beltane ©scrano 2016

Beltane – jetzt beginnt der keltische Sommer, er dauert ein halbes Jahr.
Beltane ©scrano 2016 model: belzane8 von kuoma-stock

Beltane, auch Beltene, Beltaine, Bhealltainn oder Bealtaine (irisch ['bʼeltanʼe]), ist im irischen Kalender der Sommeranfang – es war ein augelassenes Frühlings-und Fruchtbarkeitsfest. Auch heute wird in der Gaeltacht noch in dieser Tradition gefeiert: Schottisches Feuerfest von Edinbourgh oder Wahl von Maikönig und Maikönigin, die den  um den Maibaum eröffnen.

Der Name Freinacht für die Walpurgisnacht, und die Symbole Maibaum und Kranz deuten  auf ähnliche Zusammenhänge auch in unseren Mai-Traditionen: Fruchtbarkeits-Rituale allerorten.

Aus alten Schriften ist überliefert, dass Bauer und Bäuerin in einer Ackerfurchedes Feldes den Akt vollzogen, um die Natur zu ehren und den Erntesegen anzuziehen. Bei den nächtlichen Feierlichkeiten schien es keine Schranken, besonders keine moralischen, oder sozialen zu geben. Das erinnert wieder an die Lupercalia und Saturnalia der Römer. Das Walpurgisfest ist sicherlich seit alten Tagen ein Liebesritual, doch war ursprünglich die Anrufung und Übertragung der erotischen Kraft selbst gemeint und nicht das Eingehen einer rechtlich verbindlichen Dauerbeziehung. Obwohl diese Feste schon ein potentieller Heiratsmarkt waren – allerdings auch eine Möglichkeit des intimen Kennelernens und Ausprobierens. Kinder aus diesen Beltanefeiern wurden als von den Göttern gesegnet angesehen und waren keine Schande für die Mutter oder deren Famile. Ähnliches ist auch von den Riten in Bubastis überliefert, wohin “späte Mädchen” von ihrer Famile regelrecht geschickt wurden, damit sie entweder verheiratet oder wenigstens schwanger wieder nach Hause kämen. Kinderlosigkeit wurde als ungesund für eine Frau angesehen. Das Baby stand ebenfalls unter dem Schutz der Glücksgöttin Bast, deren Segen brachte es in das Haus der Familie.

Das Bastet Fest “der fröhlichen Trunkenheit” wurde nach dem heliakischen Aufgang des Sothis=Sirius terminiert, ein sehr heller Stern, der später mit Isis gleichgesetzt wurde. Ursprünglich bezeichnete er die Göttin Sopdet, Verkörperung des Neujahrs und des Ursprungs der Welt. Dieses astronomische Ereignis kündigte die Nilschwemme an, in Ägypten der Beginn der Ackerbausaison.

Schwangere Frauen gingen auch in unseren Breiten im Frühling über die Felder und unter die Herden, um deren Fruchtbarkeit anzuregen.

Bastet mit Ank und Sistrum.quelle: wikimedia

Bastet mit Ankh und Sistrum.
quelle: wikimedia

Das von Frauen gespielte Sistrum ist typisch für Riten der Hathor, Isis und Bastet – es hat eine Uterusform und als Verzierung oft einen Hathorkopf. Als Musikinstrument gibt es Töne von sich wie ein Mini-Schellenbaum – ein ähnliches Ritualinstrument gibt es heute noch in der katholischen Messe. Auch das Henkelkreuz Ankh besitzt die Form weiblicher Geschlechtsorgane. “Honi soit, qui mal y pense …”

Hey diddle diddle, the cat and the fiddle (Sistrum)
The cow (Hathor) jumped over the moon (a lunar and solar goddess – astrological Taurus glyphe!)
The little dog (Sirius, Anubis) laughed to see such fun
And the dish ran away with the spoon (ritual tools for incense and flower sacrifice)

Interessant, was sich so alles in alten Kinderreimen (ca. 17. Jhd) finden lässt! Eine alternative Interpretation enthält Anspielungen auf den Hof von Elisabeth I.

Posted by on Mai 1st, 2016 Kommentare deaktiviert

Überaschungsfund nach dem Winter

Traubenhyacinthe - für vele eine Wegwerfblume.©scrano 2016

Traubenhyacinthe – für viele eine Wegwerfblume.©scrano 2016

Gefunden

Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Ich grub’s mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich’s
Am hübschen Haus.

Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.

Johann Wolfgang von Goethe
(1813)

Ein Überraschungfund im Blumenbeet: Tazetten, Traubenhyacinthen, selbst Dufthyacinthen, botanische Tulpen und Co. aus ausrangierten Blumengrüssen zu Ostern etc. haben sich nach dem Auspflanzen munter vermehrt. Und das, obwohl viele der genannten Gewächse als nicht besonders winterhart gelten. Im kalten Nordbayern hätte ich dafür kaum Chancen gesehen. Also nicht wegwerfen, und die Finger von Schnittblumen lassen, das schont Umwelt und Geldbeutel. Lieber ein Rosenbäumchen zum Muttertag, als ein Rosenstrauss. Ausserdem, welkende Blumen im Zimmer sind kein aufmunternder Anblick, selbst nach Feng Shui soll man keine toten Blumen aufstellen. Dazu wird beim feldmässigen Blumenanbau auch noch viel Chemie eingesetzt.

Posted by on April 26th, 2016 Kommentare deaktiviert

Glitzernde Edelsteine der Almwiesen: Kuhschelle Pulsatilla

Vor dem Almauftrieb läuten auf den Wiesen schon die Kuhschellen …

Pulsatilla in ihrer botanischen Urform.©beast666 2016

Pulsatilla in ihrer botanischen Urform.
©beast666 2016

Die Küchenschelle ist eine Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Gleichzeitig besteht eine genetische Verwandtschaft zu den Windröschen, den Anemonen, deren Blüten ähnlich im zeitigen Frühjahr die noch unbelaubten Wälder in bunten Teppichen durchziehen. Alle Hahnenfussgewächs bergen eine Schattenseite in sich: Gifte, Reizstoffe oder zumindest üble Gerüche. So sind alle Pflanzenteile der Gewöhnlichen Kuhschelle sehr giftig.

Die Form der halb geöffneten Blüte ähnelt einem Glöckchen oder auch einer Kuhschelle. Die Verkleinerungsform „Kühchen“ hat zur Bezeichnung „Küchen“-Schelle geführt. Eine ähnliche Herleitung gilt für den botanischen Gattungsnamen Pulsatilla, der vom lateinischen Wort pulsare für schlagen, läuten stammt. Sie ist auch unter dem Namen Wolfspfote, Bocksbart, Schlafblume und Hackerkraut bekannt. Die Kuhschelle ist ein auffälliges Gewächs der Bergwiesen des Frühlings, trotz ihres niedrigen Wuchses, hauptsächlich wegen ihrer relativ grossen kräftig gefärbten Blütenkelche mit der strahlend goldenen Mitte. Dazu glitzern ihre haarigen Blätter im Morgentau. Sie blüht, je nach Lage, von April bis Ende Mai.

weisse Pulsatilla, eine natürliche Mutation.©beast666 2016

weisse Pulsatilla, eine natürliche Mutation.
©beast666 2016

Inhaltsstoffe:

  • Protoanemonin – ein schleimhaut- und sogar hautreizendes Mittel, das zu ähnlichen Effekten wie der Riesenbärenklau führt: Blasen und Entzündungen. Innerlich kann es zu Nierenentzündungen, Magen- und Darmbeschwerden und sogar Lähmungen des Zentralnervensystems kommen.
  • Protoanemonin wandelt sich erst beim Trocknen in das weniger giftige Anemonin um, sodass Heu von Bergwiesen mit diesen Pflanzen verwendet werden kann.
  • Die Pulsatilla enthält außerdem Saponine, Harze und Gerbstoffe.

Vergiftungen kommen meist bei kleineren Kindern durch Verzehr von Frischpflanzen vor, obwohl dies bereits ein heftiges Mundbrennen verursachen kann. Sie werden je nach Grad der Vergiftung mit der Verabreichung von Aktivkohle und Entleerung des Mageninhalts behandelt. Im Notfall muss Kreislaufunterstützung gegeben werden, selten ist auch Beatmung notwendig. Notrufzentrale für Vergiftungen verständigen! Die Nummer des lokalen Giftnotrufs sollte man bei kleinen Kindern im Haushalt sowieso griffbereit haben.

Kuhschellen fanden bereits in der Antike Verwendung als Heilmittel. Hippokrates setzte sie ein gegen hysterische Angstzustände und zur Menstruationsförderung. Die alten Weisen sagten der Küchenschelle auch eine Wirkung bei Depressionen zu, weil die hängenden Blüten an Menschen erinnern, die ihre Köpfe hängen lassen. In der einfachen Volksmedizin war die Pflanze eher ungebräuchlich, wegen der “reizenden” Begleiterscheinungen und wohl auch der Unsicherheit in der Dosierung. Hier kam die Pflanze auch nur im getrockneten Zustand zum Einsatz – hauptsächlich gegen Krampfbeschwerden im Unterleib. Allerdings wurde sie frisch auch als Abortivum gebraucht, ein Zeichen für eine teratogene Wirkung.

Modern ist der Einsatz als Arzneipflanze fast ausschliesslich homöopathisch.

Zierform der Pulsatilla©beast666 2016

Zierform der Pulsatilla
©beast666 2016

Die Kuhschelle im Aberglauben

Für unsere Vorfahren war die Kuhschelle eine Zauberpflanze – einmal wegen des glitzernden Morgentaus auf den flaumigen Blättern, der violetten Blütenfarbe und vor allem der bizarr aussehenden Fruchtstände. Diese zottigen, auffällig schimmernden Knäuel ähneln ein bisschen den Samenständen der Clematis oder Waldrebe – auch einer magischen Pflanze. Daher wurden sie auch mit Namen wie Bocksbart, Teufelszotten oder Teufelsbart belegt. Man glaubte, dass sie an Hexentanzplätzen besonders gerne wachsen – da diese auf Berggipfeln verortet wurden, wäre dies auch nicht verwunderlich. Ein weiteres unheimliches Merkmal sind die weiterwachsenden Blütenstängel der Pflanze: Bei Ausbildung des Fruchtstandes strecken sich diese auf eine Länge von 30 cm, um den ausfliegenden gefiederten Samen die beste Verbreitung durch den Wind zu ermöglichen.

Wohl wegen der alpinen Ansprüche der Pflanze – einem Trockenrasengewächs, vielleich auch wegen der Toxitität, wurde die Kuhschelle erst als Zierpflanze populär, als die Steingärten (Alpinarium) in Mode kamen. Die Bewunderung für die Schönheit der Kuhschelle ist daher ein eher modernes Phänomen.

Die Farben der Blüten, Lila und Gelb, deuten auf Jupiter/Neptun, die fiedrigen und behaarten Blätter, weisen auf den Planeten Merkur als Gegenpol hin, ebenso die Flugsamen, die aus den Fruchtständen entstehen. Auch eine Vorliebe für windige Standorte spricht dafür. Die Achse Venus/Pluto ist für die hormonelle Wirkung und die Giftigkeit zuständig, ein Begleiter der Familie der Hahnenfussgewächse generell: Man denke nur an den extrem giftigen Eisenhut, oder auch den imposanten Gartenrittersporn, der ebenfalls Alkaloide enthält, und der auch eigentlich eine Arzneipflanze ist.

 

Posted by on April 20th, 2016 Kommentare deaktiviert

Wandern im April: Der Frühling kommt mit Macht …

Der stürmische April trollt sich - der Wonnemonat Mai naht …

Der stürmische April trollt sich – der Wonnemonat Mai naht …

… und mit Schmetterlingen. Bei einer kleinen Wanderung zur Limburg, einem Vulkanrest wie das Randecker Maar, am Albtrauf, waren am letzten Wochenende bereits sehr viele Distelfalter zu sehen – obwohl die volle Blütenpracht noch auf sich warten lässt. Lediglich erste Kirsch-und Birnbäume zeigten schon erstes Weiss. Allerdings konnte man Wiesen voller Duftveilchen (Viola odorata) und Himmelsschlüssel (Primula veris) bewundern.

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Überreste des Winters – vertrocknete Silberdisteln – eine alte Zauberpflanze.
©beast666 2016

Die “Ruine” Limburg besitzt keinerlei sichtbare Reste einer ehemaligen Befestigung aus dem 11. Jhd. mehr. Dabei war sie einst der Stammsitz der Zähringer. Die ältesten Siedlungsspuren stammen allerdings schon aus der Jungsteinzeit, die Erdwälle, wie beim Ipf bei Nördlingen, wohl von den Kelten. Vielleicht ein sakraler Ort, wie der ebenfalls wallbewehrte Glastonbury Tor in Englands Südwesten? Jedenfalls ist er von schönen Obstwiesen und Weinbergen (Neuffener Täleswein) umgeben, die bald  einen Blick lohnen, wenn dort Bäume, Storchschnabel und seltene Orchideen blühen. Man hat die Wahl, den langen bergumkreisenden Weg zu wählen, oder die schnelle, steile Route über ein paar Graswege, die als Abkürzung bis zum Gipfel führen. Letztere Strecke nimmt etwa 30-40 min in Anspruch, wenn man in der Nähe des Freibades von Weilheim parkt. Der “Panorama-Weg” verläuft in Serpentinen und im unteren Teil auf Wirtschaftswegen durch Streuobstwiesen, ein Teil ist als Lehrpfad angelegt. Hier ist man mehr als eine Stunde bis ganz nach oben unterwegs. Es gibt immer wieder Hinweistafeln zur Geschichte des heimischen Obstbaus. Auf den Wiesen haben die Imker bereits ihre Bienenkörbe plaziert -es summt schon gewaltig – in Vorbereitung der Obstbaumblüte. Vorsicht für Bienengift-Allergiker, die Stöcke sind aber gut erkennbar – quaderförmige Kästen, mit Schlitzen und kleinen Dächern.

Der Gipfel selbst ist über relativ steile Serpentinen (Katzmeierwegle) zu erreichen, egal, ob man die Kurzstrecke wählt, oder den längeren Weg durch die Wiesen und Weinberge. Auf dem Plateau angekommen, ist ausser einer Hinweistafel zur Geschichte und ein paar alten Bäumen, sowie einem ehemaligen Brunnenhäuschen nicht viel zu sehen – allerdings bietet sich bei klarem Wetter ein toller Rundblick auf Teck, Ruine Reussenstein, Burg Hohen Neuffen, Stauferberge und alle Orte im Tal.  Im Frühling und Frühsommer soll es eine prächtige alpine Flora geben, dazu ebenfalls Orchideen – da will ich mich mal überraschen lassen. Für müde Wanderer hat man freundlicherweise an vielen Teilen der Strecke Bänke aufgestellt, auf dem Gipfel gibt es sogar eine genehmigte Feuerstelle und Picknickplätze mit Holztischen/Bänken.

Helleborus foetidus - stinkende Nieswurz unter alten Bäumen.

Saturnpflanze Helleborus foetidus – stinkende Nieswurz unter alten Bäumen.

  • Ich werde immer wieder im Verlauf der Jahreszeiten die Limburg besuchen, und eine Fotostrecke einstellen. Wer will, kann mitwandern, eine botanische Führung gibt’s frei Haus. Die Termine, allerdings kurzfristig, weren bei den Veranstaltungen angekünigt.

PS … vielleicht tut sich hier was zu Beltane …? Das Gipfelplateau wäre schon ein geignetes Plätzchen für ein Feuerfest – Alt-und Neuhexen inklusive. Allerdings, zu viel Rummel schadet solchen Orten, in alten Zeiten gab es nicht solche Menschenmassen, daher vielleicht auch nur ein beschauliches Sonntags-Picknik für naturreligös Veranlagte? Dass sich hier früher etwas kultisches abgespielt hat, bezeugt eine hier angesiedelte Drachensage – die finstere Gestalt der alten Erdmutter nach der Christianisierung.

  • Gehzeit: gesamt – Kurzstrecke 1.5h, längere Route 2 – 2.5h. Alle Routen sind Rundwege. Ausgangsort – Weilheim, Parkplatz am Freibad. Alternative (etwas längere Route mit Weinausschank!) Möglichkeit: Start bei Hepsisau. Gut für sonntägliche Touren, da dann der Limburg Wein verkostet werden kann.
  • Höhe: 598m
  • Ausrüstung: Wanderschuhe, Fernglas, Kamera und wer nicht so trittsicher ist, nimmt Stöcke mit, für den Abstieg. Trinkflasche mit Zitronentee oder Apfelschorle.
  • Wanderkarte auf der Seite der Stadt Weilheim, deren Hausberg die Limburg ist.
  • weitere Ziele in der Nähe: Breitenstein bei Ochsenwang, Randecker Maar mit Einkehr Ziegelhütte.
  • Eine anspruchsvollere Wanderung führt zur Zipfelbachschlucht, von hier aus kann man dann entweder zum Breitenstein oder direkt zum Randecker Maar weiterwandern. Gutes Schuhwerk, Stöcke, Trinkflasche und Kondition erforderlich, da ca 15 km Strecke über teilweise unmarkierte Wegabschnitte.
Die Limburg - Zeugenberg der besonderen Art - ein Rest des Kircheim-Uracher Vulkans.Msytische Limburg ©beast666 2016

Die Limburg – Zeugenberg der besonderen Art – ein Rest des Kircheim-Uracher Vulkans.
Mystische Limburg ©beast666 2016

Posted by on April 13th, 2016 Kommentare deaktiviert

Heilpflanzen im April – Signatur des Mars

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Dragon’ Eye ©scrano 2015

Signaturen in der Pflanzenastrologie:

Alle Lebendige aber auch sonstiges Dingliches teilt sich mit. Pflanzen kommunizieren mit ihren Farben, ihrem Geruch oder Duft, in der Ausformung ihres Wurzelgeflechts, Anzahl, Form und Stellung von Blättern, Erscheinungsform und Symmetrie der Blüten, Eigenschaften ihrer Früchte, Samen oder Sporen, ihrer kompletten Erscheinungsform, ja sogar einer Art “Ausstrahlung”. Bei der Interpretation der Pflanzen muss man aber bedenken, dass sie sozusagen verkehrt herum leben: Ihr Kopf oder “Gehirn” steckt im Boden, ihre Fortpflanzungs- und Bewegungsorgane (z.B. Ranken) sind nach oben, dem Licht entgegengestreckt.

  • Hinweise für Signaturen finden sich auch darin, wie, wo und wann eine Pflanze wächst, blüht oder fruchtet  in welchen Gemeinschaften und unter welchen Randbedingungen.
  • Namen, besonders die ortsüblichen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sofern noch bekannt) spielen eine Rolle. Auch Bezeichnungen aus dem Volksmund sind eine interessante Quelle, wobei man aber Heilwissen, Brauchtum und dummen Aberglauben manchmal nicht trennen kann.

Diese Erscheinungsbilder und Ausdrucksformen lassen sich in die Sprache astrologischer Archetypen übersetzen, sie bilden dann eine sogenannte Signatur.

In der klassischen Signaturenlehre werden meist nur die einseitigen Prinzipien der hermetischen Polarität herangezogen, ausserdem verwendet man nur die 7 Himmelskörper der Antike: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Ich ziehe aber die Trans-Saturnier durchaus mit heran, da es mittlerweile einige Erfahrung damit gibt. Bei allen hermetischen Korrespondenzen muss man immer bedenken, dass durch das symmetrische Achsenprinzip der Gegenpol immer mit zum Tragen kommt. In allen Dingen oder Wesen, welche die Erde oder der Kosmos hervorbringt ist zudem auch jedes archetypische Wirkprinzip vertreten, wenn auch nicht in gleichem Aussmass oder in allen Stadien oder Phasen ihrer Existenz. Manche Wirkungen z.B. bei Pflanzen sind nur auf einen Teil, wie Früchte oder Wurzeln beschränkt, manche muss man erst durch Zubereitung und Anwendung erschliessen. Zum Teil kann man eine Rückbeziehung durch die Funktion der Inhaltsstoffe für die Pflanze selbst herstellen.

Dazu kommt: Nicht alles was aus dem planetaren Entsprechungen stammt, ist dem Menschen dienlich – es ist in erster Linie für die Pflanze lebensnotwendig und prägt IHR Wesen. Wir nutzen nur den Anteil, der uns hilfreich ist.

Marspflanzen haben häufig eine Pluto-Signatur, besonders wenn sie giftig sind, da dieser klassisch als Mars im Nachthaus angesehen wurde, und den Skorpion regiert. Als Gegnpol finden wir entweder die Venus Pandemos (Pluto) oder Venus Urania (Mars).

Deutlich sind die Verteidigungsmechanismen von Marspflanzen ausgeprägt: Wehrhafte Stacheln, Brennhaare, Reizstoffe und regelrechte Gifte. Auffällig sind oft auch Blüten- oder Fruchtfarbe: Knallrot, orangerot oder knallgelb (schwefelfarbig) sind oft vertreten – z.B. Goldregen, Berbereris. Rotes oder bronzebraunes Laub bzw. Triebe findet man ebenfalls. Sie besitzen neben den Giften auch extrem bittere Inhaltsstoffe (gallebitter = Mars), im Gegnsatz zur belebenden Herbheit von Jupiterpflanzen oder Sonnengewächsen. Nur Saturnsignatur bringt ebenfalls solch starke Bitterstoffe hervor – dann aber auch meistens mit zusätzlich adstringiernder Wirkung.

Auf der anderen Seite zeigen grade Marspflanzen eine hohe Vermehrungsfreude, generativ, also durch Samen, nicht so sehr durch Kindel (Mond) oder Rhizome (Neptun). Auch Pollen werden verschwenderisch gebildet – und sind leider oft allergen!

  • Aloe vera (Aloe barbadensis)
  • Amaranth und Quinoa galten in Mittel-und Südamerika als Speise der Krieger, sie stammen aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Beide Pseudogetreide sind eiweissreich, enthalten viel Eisen, aber auch Saponine, die man durch Hitzebehandlung unschädlich machen muss. Alles typische Mars-Eigenschaften, der Gartenfuchsschwanz im Blumenbeet erfreut uns ebenfalls passend, mit kräftig roten Blütenständen.
  • Bachbunge (Veronica beccabunga), mit Merkur/Neptun
  • Bärlauch (Allium ursinum), (Mond, Saturn)
  • Basilikum (Ocymum basilicum) mit Jupiter/Merkur
  • Benediktenkraut (Carduus benedictus) mit Jupiter/Merkur
  • Berberitze ( Berberis vulgaris)
  • Brennessel (Urtica dioica)
  • Cayenne-Pfeffer ( Capsicum frutescens)
  • Drachenwurz (Dracontium)
  • Estragon (Artemisia dranunculus) zäht eher zu dem Mond/Saturnpflanzen – uteruswirksam und gegen Ödeme (Mond) – bitter und zusammenziehend (Saturn) wie auch der Wermut, filigrane Blätter und hoher Wuchs sind auch Zeichen von Jupiter/Merkur. Artemisiaarten enthalten das psychoaktive und toxische Thujon, auch eher zu Saturn oder Neptun/Jupiter passend. Das Aroma von Estragon ist zudem nicht sehr scharf. Trotzdem wird er immer noch als Marspflanze aufgeführt.
  • Gartenkresse (Lepidium sativum)
  • Gelber Enzian ( Gentiana lutea) – Enzian ist eher eine Jupiter-Merkur Pflanze: parallel geäderte Blätter (wie beim Spitzwegerich), streng aufrechter Wuchs – gelbe Blüten und leberwirksam.
  • Himbeere, Brombeere, Schlehe – alle Rosengewächse, besonders mit Dornen (z.B. Blutpflaume). Äpfel, Kirschen und anderes Steinobst enthält Blausäure in ihren Samen -> Mars(Pluto)signatur in einer äusserlich von Venus dominierten Pflanze.
  • Hahnenfuß (Ranunculus spp.) wie Sumpfdotterblume, Eisenhut, Anemeonen, diese sind auch giftig und tragen eher eine Venus/Pluto-Signatur. Merkur/Jupiter bzw. Neptun sind ebenfalls vorhanden.
  • Haselwurz ( Asarum europaeum), der Gegenpol zur Venus (nierenförmige Blatter) – hier aber eher eine Mars/Pluto-Signatur, violettbraune Blüten, psychoaktiv (Merkur/Neptun). Enthält cancerogene und Scharfstoffe.
  • Ingwer (Sonne/Uranus und Jupiter/Merkur)
  • Kaffee und Kakao (Theobroma cacao)
  • Kapernstrauch (Capparis spinosa)
  • Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), fünfzählige Blüte, nierenförmige Blätter zeigen den Venus-Gegenpol, das Aroma ist pfeffrig-scharf, die Blüten auffällig orange-rot bis rot. Nebensignatur: Merkur/Jupiter. Gut bei Bronchitis und Schnupfen, blutreinigend.
Coffea arabica Köhlers Heilpflanzenlexicon 1895

Coffea arabica Köhlers Heilpflanzenlexicon 1895

  • Kleine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Knabenkräuter (Orchis) mit ihren knolligen Speicherwurzeln, die Blüte zeigt den Venus-Pol, die Bestäubung erfolgt durch sexuelle Anreize für Insekten. Solche agressive “Sexualität” ist auch wieder ein Mars-Zeichen. Hier haben wir das gleiche Konzept, wie bei den Aphrodisiaka: Mars und Venus sind etwa gleichwertig vorhanden. Orchideen gelten als  Blumen mit stark erotischer Symbolik.
  • Knoblauch (Allium sativa)
  • Krokus (Crocus )
  • Leinkraut  (Linaria vulgaris), wildes Löwenmäulchen – mit Merkur-Jupiter Signatur.
  • Meerrettich (Cochlearia armoracia), mit Mond/Saturn
  • Meisterwurz  (Imperatoria ostruthium)
  • Mäusedorn stechender (Ruscus aculeatus)
  • Nachtviole (Hesperis matronalis)
  • Ölrauke (Eruca sativa)
  • Radieschen
  • Rettich (Raphanus sativus), (Mond/Saturn)
  • Rhabarber (Rheum rhaponticum), (Jupiter/Merkur)
  • Rotes Sandelholz
  • Sauerampfer (Rumex acetosa), Jupiter/Merkur
  • Scharbockskraut (Ficaria verna), (Uranus/Saturn, Sonne)
  • Schnittlauch (Allium schoenoprasum) mit Merkur/Jupiter
  • Senf (Sinapis arvensis), Mond/Saturn
  • Silberdistel (Carlina acaulis), mit Mond/Saturn (Pfahlwurzel, hygroskopische Blüten) und der unterliegenden Merkur/Jupitersignatur aller Disteln. Mars ist hier stärkste Signatur, antimikrobielle Toxine der Speicherwurzel, brunstauslösender Geruch der Pflanze.
  • Sommerknoblauch (Allium ampeloprasum)
  • Sommerwurz (Orobanche major)
  • Sonnenhut, roter (Echinacea purpurea)
  • Stechginster (Ulex europeus), Merkur/Neptun
  • Sumpfenzian (Swertia perennis), s. gelber Enzian
  • Sängerkraut (Gratiola officinalis)
  • Schwertlilien, Iris und Gladiolen , Zwiebeliris (Mars/Pluto und Venus), Hauptsignatur: Jupiter/Merkur, Wasseriris unterstehen Neptun oder dem Jupiter in den Fischen. Die Mars/Pluto-Signatur ist am stärksten in den Gladiolen, die riechen auch “streng” oder “scharf”  und haben Knollen als Überwinterungsorgan. Die ursprüngliche Blütenfarbe ist rot. Die vorherrschende Jupiter-Signatur der Iris ist leicht zu erkennen: Hoher Wuchs, hohler Stängel, dreizählige Symmetrie, blaue oder buttergelbe Blüten, letztere auch eine Merkur-Signatur. Dieser ist als Gegenpol ebenfalls sichtbar: Parallelnervige Blätter, wie bei Gräsern oder Wegerich, raumgreifendes Rhizom, nicht tiefwurzelnd. Bei der sehr früh blühenden Zwiebeliris ist, wie bei der Gladiole auch eine stärkere Mars-Prägung vorhanden.
  • Tabak (Solanum nicotiana), Solanaceen haben auch eine Mond/Saturn-Signatur.
  • Tomate (mit Mond/Saturn)
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    Krokus – ein typischer Frühjahrsblüher: Mars (Pluto)/Venus und Merkur/Jupiter
    ©beast666 2014

  • Wasserpfeffer (Polygonum hydropiper)
  • Weg-Rauke  (Sisymbrium officinale), Mond/Saturn
  • Weißdorn ( Mespilus oxyacantha), Mond/Saturn
  • Wildsalat ( Sisymbrium officinale)
  • Zwiebel  (Allium cepa), Mond/Saturn

Krankheiten des Mars verlaufen oft stürmisch und beginnen plötzlich. Kopfverletzungen (Widder), Unfalltrauma, Verbrennung, generell Verletzungen, die bluten, besonders Stich- und Schussverletzungen (Kriegsgott), Migräne und andere plötzliche Schmerzattacken besonders bei Spannung zu Uranus. “Gallenleiden”, hier ist ein gestörter Fluss und falsche Zusammensetzung dieser wichtigen Verdauungsflüssigkeit gemeint, die zu schmerzhaften Koliken und Reizungen im Duodenaltrakt führen können. Bei Saturn-Einfluss Steinbildung. Entzündungen, Muskelleiden, Rheuma, Krankheiten mit hohem Fieber (Virus-Infektionen) und last but not least Sexualfunktionsstörungen und Geschlechtskrankheiten zusammen mit der Venus. Marskräfte stecken auch in der Säure-Basenregulation, da hier durch Entgleisungen Reizungen und Entzündungen ausgelöst werden (Gastritis, Duodenitis etc.). Essig ist ein marsisches Heilmittel (auch der Alkohol), und verträgt sich auch gut mit Pflanzen unter demselben Prinzip: Himbeeren, Kapern oder Kapuzinerkresseknospen beispielsweise. Essig und Alkohol, chemisch verwandt (die Säure entsteht durch Oxidation des Weingeistes (Alkohol) in einem natürlichen Fermentationsprozess), stehen auch unter der Herrschaft des Jupiter (sauer macht lustig!).

Der Mars ist Mitregent der Nieren und des Geruchssinns (Mars/Pluto) als Gegenpol der Venus und nach klassischer Auffassung für die linke Körperhälfte zuständig. Das ist interessant, da die rechte Gehirnhälfte, welche die linke Seite steuert, für Gefühl und Impuls zuständig ist. Der Mars als Antriebsquelle und ewiges Kind passt hierzu gut als Korrespondenzprinzip. Diese cerebrale Hemisphäre wird von den Prinzipien Feuer (Mars/Sonne) und Wasser (Mond) beherrscht. Als integrierendes Prinzip wirkt hier Jupiter (Feuer und Wasser), der Mars selbst hat nach klassischer Vorstellung aber selbst bereits ein Yin(Wasser)-Seite, da sein Nachthaus im Skorpion liegt. In der moderen Astrologie regiert hier Pluto, der gleichzeitig  für den Schattenanteil im Horoskop (nach C.G.Jung) steht. Die linke Gehirnhälfte dagegen untersteht dem Erde/Luft-Prinzip der Ratio und der Nüchternheit. Hier dominieren Merkur und Saturn(Uranus), aber auch die Venus!

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Zwiebel-Iris im März: Frühblühende Marspflanze

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des  6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter Mondaspekt -> Ursache, nächster Mondaspekt -> Heilungschancen und Dauer.

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  direkt nachfragen.

 

Posted by on April 6th, 2016 Kommentare deaktiviert