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Neu: Kalender 2018 – magisches Jahr

Immer fleissig das Muttertags-Präsent vorbereiten …Apprentice ©scrano 2016

Immer fleissig üben  … für die Hexenprüfung an Samhain 2017
Apprentice ©scrano 2016

Alle Kalendermotive sind auch als einzelne Bilder erhältlich.

Freie Auswahl von 13  Blättern aus der Galerie. Bitte das Deckblatt extra benennen. Für kleine Texte ist Platz, bitte nachfragen. Formate: DIN A4, A3, A2 quer mit Metallspirale. Professioneller Qualitätsfotodruck.

Preis: ab 14 €, Poster ab 9€. Individueller Jahreskreis-Almanach bitte nachfragen.

Alle Anfragen bei Ambrosia per email.

Posted by on Januar 13th, 2017 No Comments

Magie des Kreises

Im Magischen Kreis

Tanz im Magischen Kreis
Circle of Friends ©scrano 2014

Through the power of my wand
is the magic circle cast.
A place protected, a sacred room,
Safely within the Great Mothers’ womb,
from the profane world set apart.
With Air and Fire this Circle I start
With Water and Earth, my Circle is complete,
Where we come together
To will, to dare and keep silent after we meet.
 

In der Welt der Magie gilt häufig: Ohne Kreis kein Ritual. Aber nicht nur in der Welt des Okkulten oder Arkanen findet man ihn. Der Sinn eines magischen Kreises, ist es einen Schutzraum zu schaffen, aus dem Faktoren ferngehalten werden sollen, welche die Vorgänge innhalb des Zirkels stören würden. Weiterhin soll er das fokussieren, was in einem solchen Kreis gewirkt wird.

Der Kreis dient als Portal zum Reich des Spirituellen, als Schutz vor negativen Kräften und einfacher als psychologisches Werkzeug, um sich in den richtigen Seelenzustand zu versetzen. Daher empfiehlt sich auch vor ausgedehnten Meditationsübungen ein Ritual zum Schaffen eines  magischen Raums – man kann diesen durchaus als eine Art Blase oder Sphäre visualisieren. Schamanen errichten ebenfalls einen schützenden Kreis vor Heilzeremonien oder heiligen Ritualen. Das sogenannte indianische Medizinrad ist auch nur ein magischer Zirkel, wobei ich nicht sagen kann, wieviel daran noch authentisch ist, oder was von den New Age Gurus dazugedichtet wurde.

Ein wichtiger Teil der Kreis-Einberufung ist der Umgang mit dem Sonnenlauf: Deosil ist die Richtung für die Invokation. Etwas, dass auch Circumambulation genannt wird, und auch Freimaurern bekannt vorkommen dürfte. Löst man den Kreis am Ende wieder, so geht man widdershins, also entgegen dem Sonnenlauf.

Ein einfaches Kreis-Ritual, wie das Anrufen der vier Elemente und des Geistes genügt meistens. Hierbei fängt man mit dem Osten an, ruft das Element der Luft, geht zum Süden und den Feuer, wendet sich dann nach Westen zum Wasser und endet im Norden, bei der Erde. Letzteres dient auch zum Zentrieren. Zum Schluss wird das Element des Geistes angerufen. Wer es komplizierter braucht, kann beim “Lesser Banishing Ritual of the Pentagram” nachlesen.

Statt an die Elemente kann man sich auch an die vier Winde oder Himmelsrichtungen wenden, wie es heute noch bei den Nomaden der mongolischen Steppe Brauch ist. Auch das Anrufen von Erzengeln als Wächter des Kreises war besonders in der Renaissance-Magie üblich. Raphael im Osten, Michael im Süden, Gabriel im Westen, Uriel im Norden. Diese Vorstellung ist auch in die Bildwelt des Tarots eingeflossen, z.B. in den Karten “Die Liebenden” oder “Das Gericht”, die jeweils Raphael und Gabriel zeigen.

An sich genügt es bei der Circumambulation den Kreis zu visualisieren, ihn symbolisch mit der Hand oder einem Zeigeinstrument (Stab) zu zeichnen. Häufig kommen zum Markieren des Kreises trotzdem Materialien wie Salz (Reinheit, Schutz) oder einfach weisses Mehl zum Einsatz. Auch mit Kerzen, z.B. vier für die Elemente oder 13, wie die Zahl der Mondzyklen, entlang des Umfangs werden magische Räume geschaffen. Man kann auch ein Pentagramm auf den Boden zeichnen, dieses symbolisiert neben den Elementen zusätzlich den Menschen und das Leben allgemein (Geist+dingliche Welt). Auch die VeVe des Voodoo werden als Schutz- und Invokations-Sigillen verwendet, zusammen mit einem oder anstelle eines Kreises. Beim Aufheben eines magischen Kreises wird den herbeigerufenen Schutzmächten gedankt, man verabschiedet sie höflich und respektvoll.

Die beliebten Rundtänze im Volksbrauchtum von Völkern auf er ganzen Welt haben ebenfalls ein wenig vom magischen Kreis: Oft spiegeln sie den Sonnenlauf, oder Zyklen des Lebens wieder.

Der Kreis an sich ist schon ein solares Symbol, in Alchemie und Astrologie steht er für den Geist, den Wesenskern, das Zentrum. Die geschlossene Form des Kreises übt von jeher eine Faszination aus, sie vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit. Schon bei den beliebten Keramik-Kerzenleuchtern aus Mexico: “Circle of Friends” kann man das sehen. Besonders die Steinsetzungen aus der Megalith-Zeit sind oft in Kreisform angeordnet, bei Stonehenge haben wir quasi eine Art überdimensionalen “Circle of Friends” vor uns, vielleicht um den Schutz der Ahnen anzurufen? An den antiken Rundtanz erinnert die volkstümliche Bezeichnung “Giants Dance” für das neolithische Monument. Im Inneren der Anlage befinden sich weitere Steinkreise in konzentrischer Anordnung. Gemeinsam bildeten sie auch einen Kalender für Sonnen- und Mondfinsternisse. Im zentralen Bereich stehen die Preseli-Bluestones, die mit Heilritualen in Verbindung gebracht werden, da sie vom Ort einer uralten Heilquelle in den walisischen Bergen extra hergebracht wurden – unter beträchtlichen Mühen, eine unglaubliche Leistung.

Den Kreis kann man auch als  Abbild des ewigen Kreislaufs von Werden und Vergehen begreifen, und damit wie die Lemniskate, als ein Sinnbild für Unendlichkeit. Eine Lemniskate im 3-dimensionalen Raum ist ein verdrillter Kreis, ein sogenanntes Möbius-Band, dessen Enden man durchtrennt und um 180° gedreht wieder verbunden hat. Mit dieser mathe-magischen Figur hat sich vor allem der niederländische Graphiker M.C.Escher beschäftigt.

Und hier noch ein klassischer Hexen-Kreis, wie ihn sich Maler im 19. Jhd. vorgestellt haben:

Die Frau auf dem Bild scheint Medea zu sein, die kolchische Zauberpriesterin, oder auch Circe, sie ist wie die Landschaft ein mediterraner Typus, auch das Kleid trägt Abbildungen von attischen Vasen als Verzierung. Allerdings gehört zu ihrer magischen Ausrüstung eine Sichel, wie sie sonst nur Druiden besitzen. Die Raben, in der griechischen Mythologie mit der Unterwelt assoziert (Kronos, Pluto, Hekate), verharren vor der magischen “Spur”, sie können nicht in den Zauber-Kreis vordringen. Im Hintergrund sieht man eine Höhle, wie von den Sybillen bekannt, vielleicht ist sie auch ein Portal zum Hades …? Es könnte sich um Nekromantie  – Beschwörung der Schatten der Unterwelt (Gestalten in der Höhle) zum Zwecke der Zukunftsdeutung handeln. Die Wächterfigur am Höhleneingang wäre dann Hekate.

The Magic Circle, John William Waterhouse [Public domain], via Wikimedia Commons

The Magic Circle, John William Waterhouse
quelle:wiki

Salamander glühe,
Sylphe verschwinde,
Undine sich winde
Kobold (Gnom)  sich mühe !

Wer sie nicht kennte,
Die Elemente,

Ihre Kraft und Eigenschaft,
Wäre kein Meister
Über die Geister.

Eine eher humorvolle Element-Anrufung, aus Goethes Faust.

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Posted by on Dezember 18th, 2016 No Comments

Magischer Dezember: Julmond

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Lucia und Frau Holle, Wintersonne und der Zentaur des Schützen.
Dezember, Julmond ©scrano 2015
Models: faestock.

Der alte deutsche Name des Dezembers ist Julmond. Der Name kommt vom Julfest, der germanischen Feier der Wintersonnenwende. Andere Namen für Dezember sind Christmonat, da Weihnachten – das Christfest – im Dezember gefeiert wird, oder auch Heilmond, da „Christus das Heil bringt“. Letztere Namen kamen erst nach der Umwidmung des Julfestes im Zuge der Christianisierung auf.

Am 21. oder 22. Dezember ist der Tag der Sonnenwende – die Sonne steht genau über dem Wendekreis des Steinbocks am südlichen Breitengrad von 23°26,3′. Dieser Tag ist auf der Nordhalbkugel der kürzeste im Jahr, die Nacht ist die längste, auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt. Es ist auch das offizielle Datum des Winteranfangs.

Was das liturgische Kirchenjahr betrifft, so beginnt es, abweichend von der normalen Kalenderzählung, mit dem ersten Adventsonntag. Dieser kann bereits Ende November oder erst Anfang Dezember sein, je nachdem, auf welchen Wochentag Weihnachten fällt.

Der Name lateinischDecem”, bedeutet Zehn, nach der alten Monatszählung ab März. Im Zodiak ist der Steinbock das 10. Zeichen, er herrscht über das 10. Haus der Gesellschaft, der Beziehung zum Vaterprinzip und des beruflichen Horizonts (Medium Coeli).  Am 21. 12. findet dann der Ingress der Sonne in den Steinbock statt, sein Herrscher Saturn ist Symbol des Alters, des Winters und der Pflichten des Lebens. Bei den Kelten herrscht jetzt die Cailleach, eine Figur ähnlich der  germanischen Frau Holle. Letzere schüttelt nun auch ihre Betten und taucht die Landschaft in unschuldiges Weiss, passend zum Beginn eines neuen Jahres. Die zuversichtliche Zeit des Schützen und Jupiter weicht der harten Realität von Saturn.

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Feiertage:

  • Luciafest das alte und 21.12. das neue Datum der Wintersonnenwende, mit ihrer Lichtsymbolik
  • Lichterfest der Freimaurer: Im Dezember wird bei uns Freimaurern das Lichterfest begangen, das sowohl an die Wintersonnenwende als auch an den zweiten Patron des Bundes, Johannes den Evangelisten erinnert.
  • Weihnachten

Antike Feste

  • 4. Dezember – Bona Dea-Rituale, ausschließlich für Frauen
  • 5. Dezember – Faunalia, zu Ehren von Faunus
  • 11. Dezember – Septimontium, Fest der Bewohner der sieben Hügel Roms (septem montes) – sieben ist auch die Zahl der Sonne.
  • 17. Dezember – Saturnalien zu Ehren Saturns (offizieller Feiertag erst ab 45 v. Chr.), wichtigstes Fest im alten Rom, wilde Feiern und verkehrte Zeit: Die Sklaven wurden von ihren Herren bedient, ein Saturnalienkönig gekrönt, der dem verrückten Treiben als Zeremonienmeister vorstand. Und es gab einen Geschenke-Brauch. Eine Mischung aus Fastnacht und Weihnachten.
  • 19. Dezember – Opalia zu Ehren von Ops – die Gemahlin von Saturn, eine Verkörperung der Erdmutter, ein letzter Erntedank.
  • 21. Dezember – Divalia oder Angeronalia zu Ehren von Diva Angerona
  • 25. Dezember – Dies Natalis Invicti zu Ehren von Sol/Sol Invictus, und Geburtstag von Mithras, das spätere Weihnachtsfest
  • 30. Dezember – 1. Januar – Compitalia zu Ehren der Laren, der guten Geister des Heims und der Familie – ein bisschen schamanistische Ahnenverehreung.

Germanische Gedenktage:

  • 21.12-6.1 Yul und Raunächte, die Modranecht (Mutternacht), in der das Sonnenkind neu geboren wird.

Hexenfeste: 13.Dezember, Lucia-Fest. 21. Dezember, Jul-Fest, auch als Mutternacht gefeiert, dazu endet jetzt die Herrschaft des Holly King, der Oak King, Symbol des Sommerhalbjahrs kehrt zurück.

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Winter Feuer – Sonnenuntergang zu Midwinter 2015.

Magischer Dezember – Korrespondenzen

  • Elemente: Feuer+Wasser (Jupiter), Erde (Saturn)
  • Zodiak – Haupteinfluss: Schütze/ Jupiter, Ingress der Sonne in den Steinbock, Herrschaft des Saturn ab der Sonnenwende
  • Pflanzen:  Fliegenpilz, Mistel, Ysop, Heliconie, Strelizie, Narzisse, Stechpalme, Poinsettia, Helleborus, Efeu.
  • Baum: Walnuss, Eiche, Zaubernuss  (Jupiter), Fichte, Tanne, Zypresse, Stechpalme (Saturn)
  • Duft: Ysop, Sternanis, Muskat, Basilikum, (Jupiter) Myrrhe, Weihrauch, Wachholderbeeren, Fichtenharz, Bernstein, Patchouli (Saturn)
  • Gottheiten:  Jupiter, Odin, Rosmerta, Fortuna, Saturn, Ops, Mithras, Cailleach, Holle,
  • Zodiak: Schütze mit Jupiter, Steinbock mit Saturn
  • Steine: Amethyst, Karneol, Lapislazuli (Schütze), Onyx, Granat, Rauchquarz, Malachit (Steinbock)
  • Metall: Zinn, Bronze (Jupiter), Blei (Saturn)
  • Kristalle: Feueropal, Iolith, Tanzanit (Jupiter), Bergkristall, Onyx, Granat (Saturn)
  • Elementale: Salamander (Feuer), Gnome (Erde)
  • Tiere: Pferde, Hirsch, Adler, Schwein, Gans (Jupiter), Rabe, Wolf (Saturn)
  • Mythologische Figuren: Gans, Zentaur, Greif, Die Alte, Rübezahl,
  • Farben: Orangerot, violett, royalblau, schwarz, violett, dunkelbraun

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Dezember-Rituale – raus aus dem Dunkel!

  • Weihnachtsmärkte: Nicht die gedrängten, bunten, lärmenden sondern die kleineren lokalen Märkte suchen, auch beispielsweise im Elsass, abseits von Strassbourg oder Colmar. Dort sind sie auch vom 1. Adevent bis zu Silvester geöffnet.
  • Auch schön: Esslingen oder Ulm mit seinen historischen und mittelalterlichen Märkten. Sie sind besonders stimmungsvoll mit der abendlichen Festbeleuchtung – oftmals sogar mit Fackeln und Feuerkörben.
  • Die Winterlandschaft geniessen: Dunstschleier über Schnee an später sonnigen Tagen sind auch ein mystisches Erlebnis – Reif ziert Zweige und dürre Gräser mit glitzernden Überzügen. Winterliche Sonnenuntergänge gehören zu den prächtigsten Himmelsspektakeln.
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Frau Holle hat schon ihre Federn bereit: Der Winter hält Einzug.
Snow Queen ©scrano 2015

Aktivitäten für zu Hause:

  • Im Dezember ist auch wieder Sternschnuppen-Zeit, die Geminiden schauen an St.Lucia vorbei: Starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum am 13.12.2016 – eigentlich durchquert die Erde einen Partikelschwarm auf ihrer Bahn um die Sonne. Gelegenheit zum Staunen und Feiern mit Familie und Freunden. Und natürlich zum Wünschen !! Dafür ist am 23.12. mit dem  Ursiden-Schauer nochmals Gelegenheit. Da es jetzt eher dunkel wird, und bei dem prächtigen Wintersternhimmel, lohnt eine Beobachtungsnacht auch  in diesem Monat – wenn es denn aufklart.
  • Es gibt jetzt in der Natur nichts zu sammeln, ausser vielleicht Misteln und  Zweige von immergrünen Nadelbäumen für das Julfest. Jetzt lebte man vom Wintervorrat an Obst, Most, Nüssen und eingelagertem Gemüse – Kohlsorten wie Sauerkraut, Rotkohl und der noch frisch erntbare Grünkohl oder winterharter Endiviensalat. Dazu Wurzelgemüse, wie Rüben, Kartoffeln, Topinambur und Karotten, die in Erdmieten gespeichert wurden. Wir haben früher auch noch Karotten in Sandboxen gelagert. In den Rauchfängen hingen Würste und Schinken, in mageren Jahren nur ein paar Streifen Dörrfleisch. Vitaminmangel war vor der Verfügbarkeit von Frischobst auch im Winter, immer ein Thema in der kalten Jahreszeit, da war man froh über Hagebutten und getrocknete Beerenfrüchte oder Pilze. Später kam dann das Einmachen mit Zucker, als er nicht mehr so teuer war.
  • Schneeschippen – wenn die weisse Pracht denn bereits kommt. Einen Schneemann bauen.
  • An die Winterfütterung der Piepmätze denken! Amseln lieben besonders abgelagerte Äpfel, die man halbiert. Schnell noch selber Vogelhäuschen basteln oder auf dem Weihnachtsmarkt erwerben. Dort werden sie oft für von Tierschutz-Organisationen für den guten Zweck verkauft.
  • Ein Schmuck für den Schrein/Meditationsplatz oder generell das Heim: Ziergräser, Sedumblüten, vertrocknete Hortensien (natürliche Trockenblumen) mit Beeren-Zweigen, Nüssen und Efeuranken arrangieren. Auch Flechten und Moose eignen sich zur Dekoration – aber nicht vandalisieren! Jetzt wird noch mit den Julfarben Rot und Gold aufgetrumpft, Misteln, Tannen- und Fichtenzweige, Zapfen und rote Äpfel schmückt man mit Schleifen und stellt goldene oder echte Bienenwachskerzen dazu. Eine prächtige Amaryllis oder ein schöner Weihnachtsstern (nicht wegwerfen, nach dem Fest umtopfen!) setzen farbige Akzente. Pinienzapfen sind nicht nur dekorativ, man kann sich die leckeren Pinienkerne schmecken lassen. Für draussen: Helleborus in einem frostfesten grösseren Gefäss mit Zweigen, Bändern und ein paar LED-Lämpchen aufstellen – hübsch für den Tisch auf der Terrasse.
  • Jetzt geht’s ums Licht: Kerzen, Kerzen … Kerzen und Teelichter auf hübschen Tellern mit dekorativen Gewürzen anordnen, ihr Schein erwärmt das Gemüt. Sternanis, Gewürznelken-Orangen, Zimtstangen, getrocknete Zitrusscheiben erfreuen mit ihrem Duft. Auf die Feuergefahr achten!
  • Adventskalender – für Kinder oder Schokoholiker-Ehemänner. Es gibt sehr hübsche aus Stoff, mit Täschchen, oder welche aus Holz, die wie kleine Kommoden aussehen. Besser als die Wegwerfware aus Pappe, und vor allem ohne Plastik-Innenleben!
  • Räuchern: Weihrauch, Muskat, Ysop, Sternanis und Eichenmoos. Wachholder, Zeder, weisser Salbei, Gewürznelke, Fichtenharz, Myrrhe, Bernstein.
  • Barbarazweige geschnitten von Kirschen, Forsythien oder Zierquitten blühen, wenn man sie jetzt hereinholt und in eine Vase stellt, nach ca 14 Tagen auf. Nicht zu warm antreiben und weiches Wasser nehmen, täglich wechseln.

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  • Der Klassiker: Ein Kranz aus Stroh oder immergrünen Zweigen ist ein uraltes Symbol der Sonne und des Jahreskreises. Die vier Kerzen stehen eigentlich für die Elemente oder Jahreszeiten, sie symbolisieren die vier Speichen des Sonnenrades. Wie beim Kranz des Maibaums dominiert bei seinem Schmuck die Farbe Rot: Die Freude auf die Wiederkehr des Lebens wird gefeiert. In der protestantischen Tradition wurde der Adventskranz im 19. Jhd. als leuchtender Adventskalender von Johann Hinrich Wichern, einem Pastor der inneren Mission eingeführt. Auf diesem waren insgeskisses_under_mistletoe_by_kmygraphic-d6v9tmlamt 24 Kerzen aufgesteckt, wobei die Lichter für die Sonntage grösser waren. Auch der Adventskranz wurde wohl “getauft”, da seine Symbolik eigentlich eine sehr ursprüngliche ist, wie beim Weihnachtsbaum und Weihnachtsmann. Auch passt seine Lichtsymbolik sehr gut zur Vorstellung von Christus als Licht der Welt. Traditionell werden die Kerzen auf dem Adventskranz “widdershins” angezündet, also gegen den Sonnenlauf! Aus Antipathie gegen das Heidentum oder in guter alter magischer Tradition: Auf diese Weise reinigt man den Sakralraum von dunklen Mächten.
  • Nikolausstiefel füllen – jetzt kommt das selbstgemachte Weihnachtsgebäck recht. Dazu Nüsse, Mandarinen, kleine Äpfel und Schokofiguren.
  • Lucia-Katzen backen – ein Rezept wird es kurz vor dem Datum (13.12) geben.
  • Zum Julfest, Christfest oder Heiligabend:
  • Jul-Trinken (Jul-Minne), ein ursprünglich heidnischer Brauch, später wurde auf das neugeborene Jesuskind angestossen.
  • Wassail, nach einem gemeinsamen Umtrunk mit heissen Apfelmost aus der letzten Apfelernte die Obst-Bäume besprengen, einen Dank aussprechen – es soll sie gesund erhalten: Ein britischer Brauch:

“Old Apple tree, old apple tree;
We’ve come to wassail thee;
To bear and to bow apples enow;
Hats full, caps full, three bushel bags full;
Barn floors full and a little heap under the stairs.”

  • Weihnachtsbaum, er ist neueren Datums, nach England kam er erst mit Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg.
  • Mistelzweig mit roten Bändern schmücken, aufhängen – Schutzsegen für die Familie – auch ein Fruchtbarkeitsbrauch.
  • Julbock und Julblock: Ersterer erfreut die Kinder mit Geschenken, letzterer bringt Wärme und einen Segen fürs nächste Jahr ins Haus. Die Strohziegen-Figur mit ihren roten Bändern ist ein Wahrzeichen Thors, es symbolisiert Fruchtbarkeit. Zum Julfest wird er mit Geschenken beladen und zur Bescherung hereingeholt. Der zweite Julbrauch ist sehr alt und schlicht: Ein grosses Stück Holz von einer Esche oder Eiche wird feierlich entzündet, als neu erwachendes Licht. Der Julblock darf nicht erlöschen, das bedeutet Unglück.
Winterspaziergang am Breitenstein.

Winterspaziergang am Breitenstein.

In Frankreich ist der Julblock oder Christklotz ausgesprochen lecker, wir kaufen unseren im Elsass, oder wer selber Hand anlegen will: Leckere und kalorienreiche Buche de Noel.

  • Räuchern an Jul: Weihrauch, Lorbeer, Rosmarin, Wachholderbeeren, weisser Copal, Zeder, Fichtenharz.

 Lostage im Dezember:

1. Fällt auf Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte vier Monate dauern mag.

4. Nach Barbara geht’s frosten an, kommt’s früher, ist nicht wohlgetan.

  • Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.
  • Barbara im weißen Kleid, verkündet gute Sommerzeit.
  • Auf Barbara die Sonne weicht, auf Lucia sie wiederum herschleicht.santa_is_comming_by_kmygraphic-dan1c9m
  • Geht die Barbara im Klee, kommts Christkind im Schnee.

6. Regnet’s an St. Nikolaus, wird der Winter streng und graus.

  • Trockener Nikolaus, milder Winter rund um’s Haus.

7. Ist Ambrosius schön und rein, wird Florian (22.12.) ein wilder sein.
8. Zu Mariä Empfängnis Regen, bringt dem Heu keinen Segen.
13. Kommt die Heiligie Luzia, ist die Kälte auch schon da.

  • St. Lucia kürzt den Tag, soviel sie ihn nur kürzen mag. Lucia ist das alte Datum der Sonnwende.
  • Zu den Raunachtsbräuchen und St. Lucia gibt es extra Artikel mit Rezepten.

21. Wenn Sankt Thomas dunkel war, gibt’s ein schönes neues Jahr: Beginn der Raunächte.

24. Wer sein Holz um Christmett fällt, dem sein Haus wohl zehnfach hält.thinking_home_by_kmygraphic-d83ifnd

  • Wenn es Weihnachten flockt auf allen Wegen, das bringt den Feldern segen.
  • Ist’s Heiligabend hell und klar, folgt ein höchst fruchtbares Jahr.
  • Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee.

26. Windstill muss St. Stephan sein, soll der Nächste Wein gedeih’n.

27. Hat der Evangelist Johannes Eis, dann macht es uns der Täufer heiß.
28. Habens die unschuldigen Kindlein kalt, so weicht der Frost noch nicht so bald.
31. Silvester Wind und warme Sunnen, wirft jede Hoffnung in den Brunnen.

Kalenderblatt Dezember:

  • Digital Art, nur für persönlichen Gebrauch, kein reupload irgendwohin!
  • Stocks & Referenzen, Dank für Beiträge bei DeviantArt.
  • X-mas Icons: kmygraphic.
  • Adventskranz:123- GIF.
  • fotos: ©beast666

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Posted by on Dezember 1st, 2016 Kommentare deaktiviert

Samhain – Wenn Hekate um die Häuser zieht

Samhain Fire

All Souls Night

Bonfires dot the rolling hills
Figures dance around and around
To drums that pulse out echoes of darkness
Moving to the pagan sound. Somewhere in a hidden memory
Images float before my eyes
Of fragrant nights of straw and of bonfires
And dancing till the next sunrise.

I can see lights in the distance
Trembling in the dark cloak of night
Candles and lanterns are dancing, dancing
A waltz on All Souls Night.

Loreena McKennitt***
 

Hekate ist eine Patronin von Samhain, wie sie es wohl schon beim römischen “Cereris mundi patet” war. Sie steht auch mythologisch der Demeter-Ceres nahe: Sie half ihr nach der verschwundenen Kore zu suchen, nachdem diese von Hades/Pluto in die Unterwelt entführt wurde. Der Kore als Unterweltskönigin Persephone ist sie eine Freundin, deren Gegenwart sie mehr schätzt als die ihres Gatten, dessen brütend-finstere Laune (echt plutonisch eben) sie oft flieht. Hekate ist der Sternenhimmel und die Nacht des Dunklen Mondes zugeordnet. Ausserdem noch die Mondfinsternisse. Sie hat auch eine ikonographische Verwandtschaft mit Asträa, der Sternenjungfrau, die in alten Zeiten ursprünglich ebenfalls eine Versinnbildlichung der steinzeitlichen”Grossen Mutter” war. Die Figur der Asträa beinhaltete alle Aspekte der Demeter, Kore und Hekate/Persephone, sowie auch der Dike, Themis und Nemesis. Hierin ähnelt sie wiederum der Frau Holle. Das ihr zugeordnete Sternbild Jungfrau war in antiken Zeiten als grosse Frühjahrskonstellation bekannt und schloss Waage (der Gerechtigkeit) und Skorpion (das Schwert, die Strafe) mit ein. Nach der dorischen Einwanderung in der Eisenzeit und dem stärker werdendem Patriarchat im Mittelmeerraum blieb von der mächtigen “Magna Mater” nur noch die immerhin widerborstige Hekate übrig. Sie hatte wie Pluto den Schlüssel zum Hades, auch sie war fähig unsichtbar unter den Sterblichen wandeln, allerdings nur in der Dunkelheit. Zeus konnte über sie nicht gebieten, ein letztes Zeichen von Respekt gegenüber der altehrwürdigen, einst allmächtigen Göttin.  Der schwarze Hund und die Granatfrucht wurden ihr gleichermassen wie dem Herrn der Unterwelt zugeordnet.

Hekate Trivia

Hekate Trivia

Allerdings trägt sie noch die Fackeln der Weisheit, ein Überrest ihrer einstigen solaren Form, und als Wächterin über Weggabelungen hat sie noch ihre ursprüngliche Dreigestalt. Sie beherrscht auch die Grenzen, wie Saturn, die Übergänge von Nacht und Tag, dem Reich der Lebenden und Toten. Sie ist auch ein Psychopompos wie Merkur, aber sie hilft auch den Seelen auf die Welt, sie ist Beschützerin der Gebärenden und Neugeborenen. Das erste Waschwasser und die Nabelschnur werden an Wegkreuzungen  oder am Fuss des privaten Hekate-Schreines ausgebracht. Auch diese Tradition gibt es nördlich der Alpen im Brauchtum der Verehrung der im Hollerbusch wohnenden Frau Holle. Man braucht wohl nicht zu betonen, dass sie eine sehr volkstümliche Göttin war, und griechische Familien ihr an ihrem Festtag zu Neumond gerne ein Hekate Deipnon, das Festmahl der Hekate darbrachten. Diese Gaben, Eier, Schalen mit Zwiebeln und Knoblauch etc. wurden an Weggabelungen oder bestimmten Plätzen der wilden Natur niedergelegt. Von diesen Opferungen profitierten die Ärmsten der Bevölkerung. Da sie auch eine mächtige Schutzgöttin war, gab man auch alles was nach der Körperpflege übrig blieb, abgeschnittene Haare, Nägel, Milchzähne der Kinder etc. unter ihre Obhut. Dies diente auch dem Schutz vor Behexung und daran zu erinnern, dass Alles wieder in den natürlichen Kreislauf zurückkehrt. Diese Verbindung mit “Stirb und Werde” , ihre chtonische Natur hat sie mit dem Pluto gemein, das verbindet sie mit dem achten Haus und dem Zeichen Skorpion. Ironischerweise wurde ausgerechnet Hekate in der Spätantike und im Christentum zur Hexengöttin umgedeutet. Das hing vielleicht mit dem bisschen weiblicher Rest-Wildheit als Herrscherin über Nacht und wilde Natur, eine dunklere Artemis sozusagen, die ja auch als Hexenpatronin galt, zusammen. Die alte schamanische Herrin der Tiere geisterte da noch in manchen Kleriker-Köpfen, wiedergespiegelt auch in der Vorstellung vom Besenritt, einer Verballhornung der schamanischen Reise. Zudem war sie als Gebieterin über den Geburtsvorgang auch Schutzherrin der Hebammen, was den misogynen Kirchenvätern ebenfalls nicht passte. Eine Frau sollte ja beim Gebären dem höchstmöglichen Mass an Leiden unterworfen sein (Vollidioten oder Sadisten, wahrscheinlich beides). Dazu hätte ja die teuflische Hebamme auch noch das Neugeborene dem Satan weihen können, bevor es getauft worden wäre.  Zusammengefasst, alles in Verbindung mit Schwangerschaft und Geburt roch verdächtig nach schwefligen Teufelsausdünstungen …

Lochstein: Er symbolisierte eine Grenze, synonym auch für Geburt und Tod, und die Hebammengöttin Hekate.

Nadelöhr an der Teck, einem Berg mit viele kultischen Plätzen.Durchblicke ©beast666 2014

Nadelöhrfels an der Teck, einem Berg mit vielen kultischen Plätzen.
Durchblicke ©beast666 2014

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Hekate tanzt vor einem Altar

Die vielfältigen Anrufungen der Hekate sind interessant, da sie noch einiges von ihrem alten Glanz zum Ausdruck bringen:

  • Phosphoros- Lichtbringer, Propolos- Führerin
  • Propylaia- Torhüterin, Kourotrophos- Pflegerin
  • Khtonia- (Unter)Erdige, Ourania- Himmlische
  • Enodia- Die am Wege, Angelos- Botin
  • Antaia- Begegnerin, Melana- Schwarze
  • Kleidophoros/Kleidouchos- Schlüsseltragende
  • Prytania-Unüberwindbare (Herrin der Toten), 
  • Purphoros/Dadophoros/Lampadophoros- Fackeltragende
  • Psychopompos- Seelenführerin, Soteira- Erlöserin
  • Triformis- Dreiförmige, Dreifache, Dreigestaltige
  • Trioditis- Dreiwege, Aidônaia- Herrin (des Hades)
  • Agriope- die Wilde, Anassa- Herrin
  • Aphrattos- Unaussprechliche, Azostos- Ungegürtete
  • Epipyrgidia- Die Wächterin des Turmes (auf Athens Akropolis),
  • Eukoline- Gutherzige
  • Genetyllis- Beistehende bei Geburten, Helike- Weide
  • Kalliste- Wunderschöne, Kouros- Jungfrau
  • Kratais -Mächtige,  Krokopeplos- in Saffran Gekleidete
  • Megiste- Größte, Monogenes- Einziggeborene
  • Nykterian- Nächtliche, Ouresiphoites- Die in den Bergen Schweifende
  • Pantos Kosmou Kleidouchos- Schlüsseltragende Herrin des Alls,
  • Perseis- Licht
  • Phileremon- Liebbhaberin der Einsamkeit,
  • Prothegetis- Anführerin (der wilden Jagd, wie Holle oderArtemis),
  • Phryne (Kröte) , ein späteres Hexentier!
  • Prothuraea. Die vor dem Tore, Skylakitin- Herrin der Hunde
Grenzregionen in der freien Natur, und Wegkreuzungen - Plätze der Hekate-Verherung.

Grenzregionen in der freien Natur, und Wegkreuzungen,
Plätze der Hekate-Verehrung. Auch ihre Zauberpflanzen wachsen eher hier,
als in der kultivierten Rabatte. Traufblick ©beast666 2012

Der Hekate zugeordnete Pflanzen und andere Korrespondenzen, zusammen mit ein paar Rezepten für Samhain, Halloween oder einfach einen besinnlichen Abend, an dem man sich den immerwährenden Kreislauf der Natur vergegenwärtigt und ein wenig Ehrfurcht empfindet, wenn man diese vielleicht heute nicht mehr Hekate nennt, gibt es in Teil II: Zaubergarten der Hekate.

 ***Homepage von  Loreena McKennit

 

Posted by on Oktober 29th, 2016 Kommentare deaktiviert

Halloween: Zauberspuch, Hexenbuch & Kürbiskuchen

Ein fröhliches Geistern und viele Kürbispartys!©scrano 2015

Ein fröhliches Geistern und viele Kürbispartys!
Kleine Hexe ©scrano 2015, no reupload anywhere!

Die kleine Hexe lernt schon fleissig für den grossen Tag:

Üben, üben, üben, mit Grossmutters Schattenbuch!
Damit an Halloween auch alles richtig gut klappt!

Ein Buch der Schatten oder Grimoire ist eine Sammlung von Rezepten aller Art, medizinisch, magisch und kulinarisch. Es enthält auch Gedanken, kleine Rituale und natürlich Zaubersprüche. Ausserdem erfüllt es eine Tagebuchfunktion, beinhaltet oft auch einen Kalender mit den wichtigen Feiertagen, den Mondständen und anderem astrologischen Wissen.

Bald tanzen hier die Geister

geschickt von ihrem Meister,

Süsses herzuholen, wie ihnen befohlen!

Gebt Ihnen was sie wollen,

dann werden sie sich wieder trollen!

Man könnte sie auch mit Kürbis-Kuchen bestechen, eine Leckerei für die unsere Hexen-Grossmutter bestimmt ein Rezept  in ihrem Zauberbuch hat.

Kürbis-Kuchen (wie Rübli-Kuchen)

  • 4 Eier, mittelgross
  • 250g Dinkelmehl
  • 200g geriebene Mandeln
  • 1 Pckg Backpulver mit Safran
  • 150 g Butter
  • 150 g Puderzucker
  • 150 g feiner brauner Rohr-Zucker
  • 300 g fein geraspeltes Kürbisfleisch vom Hokkaido
  • 2 El Zitronensaft
  • alternativ: geriebene Karotten
  • 1  Springform 26 cm

Dekoration: Marzipandecke  und Zucker-Halloweenfiguren, Kürbisse, Fledermäuse, Schoko-Aufleger “Schwarze Katze” Oder eine Schablone mit Fratze aus Papier anfertigen, Puderzucker durchsieben.

Zubereitung: Eier trennen. Aus Eiweiß und Puderzucker einen sehr steifen Eischnee schlagen. Eigelb, weiche Butter, brauner Rohrzucker, Zitronensaft und Vanillezucker schaumig rühren. Mehl mit Backpulver sieben und mit den Kürbisraspeln und den Mandeln vermengen. Eischnee unterheben, nicht durchrühren! Den Teig in eine gefettete Form füllen und bei 175 Grad (Heißluft) ca. 60-70 Minuten backen. Garprobe mit Hölzchen!

Aus der Form lösen und dekorieren.

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So viele Kürbisse – sogar etliche der dekorativen Sorten sind essbar.
Pumpkin Time @beast666 2016.

Archäologen haben entdeckt, dass der Kürbis zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit gehört. Kürbis in seiner Wildform lieferte schon vor Jahrtausenden den Menschen  Nahrung in Form von Fruchtfleisch, Kürbiskernen oder den essbaren Blüten. Kalebassenkürbisse wurden ausgehöhlt als Flaschen verwendet, kugelige oder platte Früchte dienten als Schalen.

Der Kürbis wurde relativ schnell in den kleinen Gärten der frühen Siedlungen kultiviert und weitergezüchtet, auch um seine bitteren und toxischen Inhaltsstoffe loszuwerden. Durch die hohe Lagerfähigkeit von bis zu sechs Monaten war Kürbis  ein wichtiges Mittel bei der Entwicklung des Menschen weg von reinen Jäger/Sammlerdasein.  Erstmals konnte Nahrung in grösseren Mengen an geschützten Plätzen für eine Mangelzeit gespeichert werden.

Die runde, im Inneren hohle Form des Kürbis ist auch ein Symbol für die Fruchtbarkeit der Erdmutter. Daher war die Pflanze in den beiden Amerikas heilig.

In Europa gab es wohl vor Kolumbus keine Kürbisse, (vielleicht doch für eine gewisse Zeit, die umtriebeigen Phönizier sollen ja schon in der Antike dagewesen sein). Allerdings wuchsen bei uns schon Gurken, Melonen und Zuccini, die zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, vor allem im Mittelmeerraum waren diese schon lange verbreitet.

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Der Kürbisbrauch, an Halloween Laternen daraus herzustellen, kommt eigentlich aus Irland: Jack o’Lantern hatte aber wohl nur eine eher langweilige Runkelrübe zur Verfügung. Solche ausgehöhlten Futter-oder Zuckerrüben dienten uns als Kinder schon für unsere Geister-Kostüme als unheimliches Leuchteffekt-Accessoire. Bettlaken mit aufgemalten Gespensterfratzen, Augen und Zähnen – dazu die Laterne – so zogen wir schon in der Woche vor Halloween um die Häuser. Statt Süssem gab es bei den Eltern der “Geistertruppe” heissen Apfelsaft, kandierte Äpfel und heisse Pflaumenmus-Buchteln zum Aufwärmen. Diese wildere Variante vom Martins-Singen gibt es in vielen Regionen Süddeutschlands, schon lange bevor Halloween aus den USA Mode wurde.

 

Hilfreiche Geister für mein Halloween-Bild: Mischtechnik aus Photomanipulation und digitaler Malerei.

  • Referenzen für meine Hexen:
  • witch apprentice: halloween 71 by anastasiya landa
  • Granny witch: the witches magic pumpkin by estruda
  • 3d-Render für meine Fabeltiere:
  • Bat:bat 01 by wolverine041269
  • Dragon: millenium hatchling dragon 03 by wolverine041269
  • Katzen: Cat: 23 by csyyt
  • Pumpkin cat: Halloween 2 by MoraNox-Stock
  • Books: antique books by jeanicebartzen27
  • Cauldron: free halloween cauldron icon 3d by pixaroma
  • Glitter-Brush: coby17
  • Arcane circle brush: obsidian dawn
  • Forrest: enchanted forest astoko free stock image by astoko
  • Halloween Font:”Supernatural” by FelinaCat

Meine Halloween-Grusskarte ist für den rein persönlichen Gebrauch bestimmt, ausdrucken, als email-Gruss etc.  Keine Redistribution in Facebook, twitter oder pinterest etc. Auf persönlichen Seiten ist das Posten erlaubt: Mit Attribution und Link auf meine Seite.

Posted by on Oktober 25th, 2016 Kommentare deaktiviert

Samhain: Brauchtum und kleine Rituale

catmasskj

Der “Dunkle Mond”, Hekate, Lilith, “Dunkle Mutter” und mit Pluto verbunden:
Auch in den Jägern der Nacht, besonders Katzen und Eulen steckt dieser Archetyp.

Samhain Nights

When the moon on a cloud cast night
Shone above the tree tops’ height
You sang me of some distant past
That made my heart beat strong and fast

Now I know I’m home at last

You offered me an eagle’s wing
That to the sun I might soar and sing
And if I heard the owl’s cry
Into the forest I would fly
And in its darkness find you by.

So our love’s not a simple thing
Nor our truths unwavering

But like the moon’s pull on the tide
Our fingers touch, our hearts collide
I’ll be a moonsbreath from your side

I’ll be a moonsbreath from your side

Loreena McKennit auf YouTube

Der Tag des keltischen Fests Samhain, das bedeutet schlicht “Sommerende” wird nicht an Allerheiligen begangen, sondern ist der Zeitpunkt des Neumonds im Oktober oder des 11. Vollmonds des Jahres, im November. Der liturgische Kalender der Kelten richtete sich nach den Mondzyklen, im Unterschied zur christlichen Kalendertradition, die auf der Siebentagewoche mit der Betonung des Sonntags basiert. Beide beinhalteten auch noch die Höhepunkte des solaren Jahres und die Äquinoktion. Die willkürliche Festlegung mancher Feiertage, wie Halloween/Allerheiligen auf kalendarische Fixpunkte, vor allem solcher, die einen ursprünglich heidnischen Bezug hatten, wurde von der Kirche durchaus bewusst so gewählt. Dadurch konnte man diese Feste vereinnahmen, sie aber aus ihrem naturreligiösen oder paganen Zusammenhang lösen. Samhain galt als Zeit, in der die Ahnengeister und auch die Sidhe (Feen, Elfen) sich unter den Sterblichen gesellen konnten. Bei den Römern gab es auch Feste, an dem der Orkus offenstand: “Mundus Cereris patet”, eines davon am 8. November, wahrscheinlich der Ursprung des Allerheiligenfests, das eigentlich aus Italien stammt. Diese Zeit ist in unseren Breiten, bedingt durch den nahenden Winter, generell mit den Attributen Tod und Vergänglichkeit besetzt. Der römische Kalender beinhaltete drei solche Grenz-Tage, allesamt Erntefeste, wie der Name Ceres (Demeter) in der Bezeichnung ahnen lässt. Das ist durchaus analog der keltischen Abfolge Lughnasa, Mabon, Samhain und fand zu ähnlichen Zeitpunkten statt. Bei den in ihrer Frühzeit nicht sesshaften Kelten hatten die vier Mondfeste Imbolc, Beltane, Lughnasa und Samhain noch Vorrang noch vor den Sonnenfeiern des bäuerlichen Jahrezeitenkreislaufs. Obwohl man wohl schon im Neolithikum versuchte die beiden Kalendersysteme zu synchronisieren. Manche Archäologen vermuten in den megalithischen Steinsetzungen, wie zum Beispiel den Alignements von Carnac oder dem eindrucksvollen Steinkreis von Stonehenge Anlagen mit der Funktion einer astronomischen Uhr. In die Zeit der Erichtung der ältesten dieser Monumente um 5000 v. Chr. fällt in Mittel- und Nordeuropa auch die Umstellung auf eine Ackerbauerngesellschaft. Alle diese Steinsetzungen haben neben dem Bezug zu den  Sonnenwenden auch eine Ausrichtung auf Eklipsen, solare und lunare. In diesen Finsternissen war für das religiöse Empfinden  der neolithischen Völker die Beziehung der beiden götttlichen Himmelslichter als spektakuläres Himmelsdrama  erlebbar. Auch die Himmelsscheibe von Nebra aus der frühen Bronzezeit ist in einem solchen Zusammenhang zu sehen.

Standing Stones Alignements von Menhiren bei Carnac.©beast666

Standing Stones: Alignements von Menhiren bei Carnac.
©beast666

Samhain ist Fest des letzen Viertelmonds oder der “mondlosen” Nacht. Jetzt beginnt die dunklen Hälfte  des Jahres. Die Verbindung des Festes zum Jahrezeiten-Zyklus ist sehr deutlich. Nach Ausreifung der Früchte, nach der Samenbildung, welken die oberirdischen Teile der Pflanzen und sterben ab. Einjährige Blumen vergehen gänzlich. Nur der neue Samen, der den nächsten Kreislauf in sich birgt, überdauert. Die Lebenskraft zieht sich bei zunehmender Kälte ins Innerste der Erdmutter zurück. Diese trägt nun auch nach dem Tod des solaren Prinzps des alten Jahres, bereits das neue Licht in sich, dass sie an Yul wieder in die Welt bringen wird. Wir müssen lernen, Vertrautes und Geliebtes wieder gehen zu lassen und den Tod als Teil des Naturzyklus zu begreifen. Auch dass es nichts dauerhaftes gibt, noch nicht einmal den Tod.


witch_hatIn der Nacht zum 01. November wird in den meisten Hexentraditionen das Übergangsritual zwischen den Welten gefeiert, zu dem Orakelbefragungen und Kontakte mit der Geisterwelt möglich sind. Andere naturreligiöse Gruppen feiern ihr Samhain in der 11. Schwarzmond- oder Vollmondnacht.

Samhain ist eines der acht Eckfeste, die bei den vorchristlichen, europäischen Völkern mit Feuerzeremonien in Verbindung standen:

sam-greeting Kopie

Ab Samhain begibt sich die Sonne in die Obhut von Gaia.
Sie bewahrt sie in ihrem unterirdischen Reich bis Yul.
Little Earth Mother ©scrano 2016

Gottheiten:

  • Gwyp ap Nudd – Herrscher von Anwyn, der Unterwelt/Anderswelt, Gemahl von Queen Mabd, entspricht Pluto
  • Cernunnos, der Herr der Tiere, der Hirschkönig
  • Ceridwen, Cailleach, die Alte mit dem Kessel der Regeneration
  • Dis Pater, Pluto, Hades
  • Hekate
  • Ereschkigal
  • Hel/Holle, der Todes-Aspekt von Freya/Frigg
  • Saturn, Baron Samdi, Papa Legba
  • Jahreskönig, Tammuz, Holly King
  • Orion, Herne
  • Morrigan in ihrer Dreigestalt: Macha, Nemain, Babdh

Symbole:

  • Kessel,
  • Feuer
  • Krähe, Fledermaus, Eule
  • schwarze Tiere
  • Spinnen, Schlangen
  • Kürbis(Rüben)-Laterne
  • Äpfel und Haselnüsse

Rituale:

Räuchern, am besten im Freien, manche der Samhain-Räucherungen stinken, ich sage nur Asa Foetida! Wermut entwickelt auch keinen Rosenduft. Wer kann, entzündet ein Samhain-Feuer, das geht auch im Kamin. In vorchristlicher Zeit man die Ahnen feierlich gebeten in den Kreis der Menschen um das Feuer zurückzukehren. Schwangere Frauen erhofften eine Reinkanation eines Familienmitglieds in ihrem ungeborenen Kind.

Ein wohlriechenderes Rezept:

  • 1 Teil Beifuss
  • 1 Teil Oppoponax oder Myrrhe
  • 1 Teil Minze
  • 1 Teil Salbei
  • 1 Teil Patchouli

Alles im Mörser zerkleinern, dann portionsweise auf Räucherkohle geben.

Gemeinsam essen:

Häufig gibt es Wurzelgemüse, Knollen aber auch vor allem in früherer Zeit auch Fleisch. Es ist der Brauch der  “letzten Ernte”, Tiere, die es nicht über den Winter schaffen würden, hat man jetzt geschlachtet und das Fleisch für die karge Jahreszeit haltbar gemacht. In diesem Zusammenhang steht auch die Martinsgans, das Tier ist zugleich ein Symbol der Grossen Mutter.

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Nein, nicht wegschauen, Vegetarier-und Veganersensibelchen: Das gehört auch zum Leben! Davon abgesehen, dass hier es sich nicht um eine obszöne Tötungsmaschinerie***, wie in unseren Schlachthöfen handelte. Die Tiere gehörten mit zur Familie, man musste sich schon sehr überwinden, und wusste genau, wem man das Überleben im Winter zu verdanken hatte. Heute hat man es leichter, auf Fleisch zu verzichten, damals hing das Leben davon ab, und die Menschen mussten in der Winterkälte schwer körperlich schuften. Mit Soja-Müsli wäre das wohl nicht allein zu bewerkstelligen gewesen. Das war keine Frage von Luxus-Lebensmitteln, sondern von Hunger. Auch für die Tiere, die bei zuwenig Futter im Winter ebenfalls elend zugrunde gehen konnten. Den Aufstieg und die rasante Gehirnenwicklung verdankt der Mensch auch dem Zugang zu tierischem Protein, schon die Grossaffen waren Jäger. Das früher geschmähte Mesolithikum brachte eine “Kulturexposion”, wie man durch neuere archeologische Funde weiss, auch gerade wegen der erstmals systematisch durchgeführten Küsten- und in Anfängen sogar Hochseefischerei. Viele der jetzt zum Vorschein kommenden, blühenden Ansiedlungen lagen an der Küste, oder z.B. im Bereich der Sände des jetzigen Wattenmeers (Doggerbank).

  • Aber heutzutage tut es auch Apfelstrudel, Gemüse-Eintopf mit Kohl, und Kürbis-Suppe mit selbstgebackenem Zwiebelbrot. Oder ein leckerer Kürbiskuchen, mit dessen Rezept man auch Halloween-Muffins backen kann. Wir haben ja Zentralheizung und sind im allgemeinen nur Bürostuhlwärmer.

Man kann auch gemeinsam Maronen am Kaminfeuer rösten, dafür gibt es Maronenröstkörbe mit langem Stiel aus Gusseisen in Kaminzubehör-Läden.

Als Getränk: Heisser Apfel-Cidre mit Gewürzen schmeckt nicht schlecht, ein bisschen für die Ahnen versprengen!

Einen Platz am Tisch zusätzlich decken, oder draussen, wenn der Gartentisch noch auf der Terasse steht, einen Teller mit Speisen anrichten und eine Kerze dazustellen.

  • Das sogenannte “dumb supper“, ein symbolisches Mahl für  verstorbene Familienmitglieder, vor allem des letzten Jahres, auch geliebte Haustiergefährten werden hier bedacht.
  • Ein Licht ins Fenster stellen, ein Brauch der in vielen Gegenden zu Allerheiligen ausgeübt wird, aber vorchristliche Wurzeln hat.

    ouiji

    Ouja Board by sevenoaksart.co.uk

Orakeln:

  • Gerne darf das angestaubte Ouja-Board zum Einsatz kommen. Glaubt bloss nicht den Unsinn über bööööse Flüche und Geister, es ist einfach eine art Do-it-yourself Seance mit nicht mehr Auswirkungen wie etwa Gläserrücken (davon stammt es vermutlich ab) oder Bleigiessen zu Sylvester.
  • Für viele ist Tarot der Klassiker unter den Orakeln. Ich verwende die Karten lieber zur Introspektion.

Entrümpeln und recyceln: Das Thema von Samhain ist auch ein skorpionisches, oder eins des 8.Hauses: Loslassen und Dinge in den natürlichen Kreislauf zurückführen.

Gärtnern: Jetzt ist die beste Zeit, den Komposter zu entleeren, und umzusetzen.

Trick or Treat: Last but not least, der jährliche Spass-Rummel für Kinder!

witch_by_kmygraphic-d9cyderDekoration: Allerlei Nachtgetier, die Halloweenkatze darf nicht fehlen, Fratzen, Masken, Hexenbesen und Hüte. Fratzen-Kürbisse und andere schaurige Laternen, besser als Kerzen, wenn Kinder mit von der Partie sind.

Wer weniger Fasching will:

  • Ich stelle 13 Maxi-Teelichte in Gläsern im Kreis auf, in die Mitte kommt ein grosser Kupferkessel mit Sand, in dem man auch räuchern kann.
  • Dekoriert wird mit Äpfeln, Nüssen und passenden Blumen (Ringelblumen z.B. gehören zum Pluto).
  • Dazu kommen schwarze, silberne und orange Kerzen auf einem Metall-Tablett.
  • Es ist schliesslich auch ein Fest der Stille, nach dem Geisterspektakel.
  • Bilder von verstorbenen Eltern, Grosseltern und Haustieren mit Blumen und Kerzen arrangieren

Man kann auch einen stillen Gang auf den Friedhof machen, oder in die Natur hinausgehen, wenn das Wetter nicht zu scheusslich ist. Bei Freimaurern gibt es den Brauch, verstorbenen Brüdern die symbolischen drei Rosen auf das Grab zu legen: Licht (weiss), Liebe(rot), Leben(rosa), oder Weisheit – Stärke – Schönheit.

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Loreena McKennitt, kanadische Folksängerin, Harfenvirtuosin und Komponistin:

Loreena McKennitts Lieder zeichnen sich durch mystisch beeinflusste Texte aus, gepaart mit der Musik von teilweise mittelalterlichen Instrumenten, wie irische Harfe, Drehleier und Dudelsack. Dominierend sind hierbei traditionelle irische bzw. keltische und orientalische Motive. Sie verarbeitet in ihrer Musik aber auch klassische Themen der britischen Literatur. So vertonte sie romantische Balladen wie “The Lady Of Shalott von Alfred Tennyson und “The Highwayman” von Alfred Noyes sowie mehrere Sonnette von William Shakespeare.

 

***Da ist die Art und Weise wie Löwenbabys als nicht rentabel genug einfach in Zoos eingeschläfert werden, damit angehende Veterinäre was zum Üben haben, schon eher pervers. Obwohl man weiss, das diese Raubkatzen extrem gefährdet sind!  So geschehen in Dänemark, und wer weiss noch wo sonst.

Posted by on Oktober 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

Halloween naht: Schwarze Katzen – Aufgepasst!

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Halloweenkatze, ja die bin ich – aber ich bringe kein Unglück!
Im Gegenteil, ich schütze Euch vor bösen Geistern. Seid also nett zu mir!
An Sylvester verteidige ich Euer Glück für das kommende Jahr.
Kitty Time ©scrano 2015

 

Ja, ich bin eine schwarze Katze

mein Frauchen sagt, ich hätte eine magische Tatze

Von anderer Seite beäugt man mich scheel:

Ich flög’ nachts mit dem Teufel, brächt Unglück ins Haus

Doch das fürchtet wohl nur Ratte und Maus

Denn ich stehl nur Herzen

und keine Seel’.

Besitzer Schwarzer Katzen, lasst Eure Stubentiger lieber bis Halloween im Haus, es gibt zuviele abartige Spinner, religiöser Art oder einfach Sadisten. Wenn ihr ins Tierheim geht, um ein Kätzchen zu adoptieren, wählt auch die schwarzen Fellknäul!  Unglück bringen sie keins, eher im Gegenteil, in manchen Ländern sind sie sogar Verkörperungen der Schutzgeister oder versprechen Erfolg beim Glücksspiel.

Es ist egal, ob die Katze schwarz ist oder weiß, Hauptsache, sie frisst Mäuse.

FJS

Na, da hat der ehemalige “Grosse Vorsitzende” aus Bayern ausnahmsweise mal recht. Eine pragmatische Sicht, von einer Jungfrau eben. Wie Kardinal Richelieu, der  ein grosser Katzenfan und leider auch skrupelloser Machtpolitiker war. Die Vertreter dieses Sonnenzeichens, ob Männlein oder Weiblein, haben häufig ein Herz für Katzen. Ob es an der Nützlichkeit oder an der Reinlichkeit liegt? Oder daran, dass Katzen nicht aufdringlich sind?

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Die Farbe Schwarz war der Kirche verhasst, weshalb auch Raben, Fledermäuse und andere Tiere mit solchem Haar- oder Federkleid verfolgt wurden. Dabei tragen sie doch selbst schwarze Kutten und Roben, die Kleriker …

Eure Jamilla, Abraxas und Ambrosia

Referenzen: Federn-Effektpinsel:fallnbrushes, kitty:csyyt, candle:darklingstock.  Halloween-Gif: ©kmygraphic.
 
 

Posted by on Oktober 8th, 2016 Kommentare deaktiviert

Wetterzauber: In dem Kessel zisch und simmer …

Wetternachen: Eine den Hexen nachgesagte F#ähigkeit.

Wettermachen: Eine den Hexen nachgesagte Fähigkeit.
Weather Stone: ©scrano 2015

Double, double toil and trouble;
Fire burn and cauldron bubble.

Macbeth, I. Act

Wetterzauber

In den Volkssagen, insbesondere des Alpenraums begegnen uns vor allem weibliche Naturgeister, Dämonen und Zauberkundige, die Einfluss auf das Geschehen am Himmel haben. Das verwundert nicht, wenn man an die oft dramatischen Wetterumschwünge (Launen!) im Gebirge denkt, besonders wenn man dort gerade als Wanderer unterwegs ist. Neben Frau Holle, Berchta oder Percht, die eher für den Winter zuständig sind, tauchen vor allem zwei weitere auf:

Wetterhexe und Windsbraut

Über Wettermachen von Hexen wird im Hexenhammer ausführlich berichtet. Wieder handelt es sich wohl hier um eine Verzerrung schamanischer Überbleibsel in Überlieferungen aus dem Volksbrauchtum. Vor der Zeit der Hexenbrände und bei naturreligiösen Kulturen war und ist die magische Praxis des Wetterzaubers noch Bestandteil des Alltagslebens, und auch nicht negativ besetzt. Wer kennt nicht die Regenmacher amerikanischer Ureinwohner, besonders von Stämmen in Nordamerika?  Diese sind mittlerweile sogar ein populäres, medienwirksam inszeniertes Touristenspektakel geworden.

Erst ab dem späten Mittelalter und besonders nach dem Erscheinen von Kramers “Malleus Maleficorum“  kam das Wettermachen in unseren Breiten in den Ruch des Teufels-Spuks. Wetterhexen wurden nun von ihren Zeitgenossen des Wetterzaubers beschuldigt, insbesondere der magischen Herbeiführung von Unwettern mit Hagel. Meist war das Wettermachen nur ein Teil des üblichen Zauberrepertoires einer Hexe, neben Schadzaubern anderer Art, wie z.B. Milchdiebstahl und Anhexen von Impotenz. Hagelmachen und Stürme heraufbeschwören waren unter den häufigsten Anklagepunkten, derentwegen Frauen als Hexen denunziert und abgeurteilt wurden. Es folgte immer die Todesstrafe, in Deutschland durch Verbrennung auf  dem Scheiterhaufen. In England kam die angebliche Hexe gnädigerweise “nur” an den Galgen.

Auch weibliche Naturgeister hatte man im Verdacht, bei Wettergeschehnissen mitzumischen. So glaubte man beispielsweise, dass in plötzlich entstehenden, kleinen Wirbelwinden, die das Heu in die Höhe wirbelten, eine junge, nackte Frau mitflog, die Windsbraut.  Diese Vorstellung ist alt, sie kommt schon in der germanischen Mythologie vor, hier heisst das Wesen Drud. Na, da ist wohl den jungen Männern beim Heumachen die Fantasie  durchgegangen … lol!  Wahrscheinlich war das plötzliche Auftreten solcher Luftwirbel, wie auch bei Staubteufeln in Trockengebieten den Menschen nicht ganz geheuer. Gegen Wind-Dämonen verwendete man in der Volksmagie sogenannte Druden-Messer, die den Naturgeist treffen sollten, wenn man sie in den Wirbel warf. Sie sollten den Wind schneiden, angeblich wiesen die halbmondförmigen Klingen solcher magischen Messer Blutspuren auf, wenn man erfolgreich ins Ziel getroffen hatte. Solche Messer waren mit üblicherweise mit Gravuren von neun Mondsymbolen (Frau Luna galt als entscheidender Wetterfaktor) und neun Element-Kreuzen verziert. Sie besassen ausserdem schwarze Griffe, wie ein Hexen-Athame. Solcherlei magisches Werkzeug wird heute noch im Internet angeboten: Naja, wer es braucht …

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Nicht gerade warzen-nasig: Zwei Hexen beim Wettermachen.
Hans Baldung Grien, 1523.

Wie stellte es nun die vermeintliche Hexe an, so einfach ein Hagelunwetter aus dem buchstäblich heiteren Himmel zu zaubern? Gab es dafür eine Do-It-Your-Self Anleitung: Jetzt brauen wir uns einen Hagelksturm, in nur 10 einfachen Schritten?  Nein, Spaß beiseite,  hier wird nur über die vielfältigen Praktiken berichtet, die Hexen und Zauberer früher angeblich angewandt haben sollen, um “Wetter zu machen”, und um die ebenso einfallsreichen Versuche der anderen, diese Unwetter abzuwehren. Häufig war dabei Wasser im Spiel: Nicht ganz falsch, liebe Zauberlehrlinge, weiss man doch, dass grössere Gewässer regelrechte Wettermaschinen sind. Aber ob Umrühren in einem Kessel oder Hineinplumpsen grösser Steine in einen See viel ausrichten können? Hmmm … es gibt da ja noch den Schmetterlingseffekt des Herrn Lorenz, einem Meteorologen und Chaos-Forscher. Versucht doch einfach mal Euer Glück, liebe Magie-Begeisterte, vielleicht kann man ja dem Ex oder dem ungeliebten Chef seinen Urlaub verhageln … ?? Nun fehlt nur noch das geeignete Gewässer und der passende Zauberspruch:

In den Alpen gibt es regelrechte Wetterseen, meistens sind sie hochgelegen, wie etwa der Rifflsee im Pitztal. Der früher so idyllische Ort ist allerdings mittlerweile so von Touristen belagert und mit den üblichen Skizirkus-Abscheulichkeiten verschandelt, da lässt sich bestimmt kein Naturgeist mehr blicken. Schlecht für euch Pitztaler, den dann bleiben auch die Schutzgeister weg …

  • Auch aus Wolle und Haaren wurden Unwetter, besonders Hagel, gezaubert. Fanden sich diese Dinge später zufällig in Hagelschloßen, galt die unnatürliche, zauberische Ursache des Unwetters als erwiesen.

In Gesellschaft zaubert es sich besser:

Ganze Gruppen von Wettermachern beider Geschlechter (auch Miraculix konnte Wetter machen) versammelten sich angeblich früher an bestimmten Orten, besonders Berg-Gipfeln und Seen, zum Gewitterbrauen. Auch die Sage von den “Saligen Fräulein” spielt wohl hier mit hinein. Was die magischen Praktiken bei solchen Zauberer-Treffen anbelangt: In Hexenprozessen gaben die Angeklagten oft die drolligsten Aussagen zu Protokoll, fast zum Lachen, wenn da nicht die schaurigen Konsequenzen in Form von grausamen Todesurteilen gewesen wären.

Einige Beispiele:

  • Der Teufel habe den Hagel in einer Tasche mitgebracht. Dann sei er zusammen mit der Hexe in einer Ofenschüssel durch die Luft geflogen und dabei hätten sie den Hagel abgeworfen. Wow, “Hexen Air Force “sozusagen.
  • Zaubersprüche oder Praktiken, die oft in Prozessakten zu finden sind kann man getrost unter “Begleiterscheinung der unmenschlichen Verhörmethoden” ablegen. Sie enthalten das, was die Folterer hören wollten.
  • Aus einem Prozessprotokoll: Dieß Jahr 1688, im Monat Juni, fährt der eifrige Prediger (Abraham a Santa Clara) fort, haben sie einen so großen Schauer heruntergeworfen, daß deren etliche Steine fünf Pfund schwer gewogen, und hat man unweit der Hauptstadt Gräz gewisse große Vögel wahrgenommen, welche in der Höhe vor diesem grausamen Schauerwetter geflogen und selbiges hin und her geführt. Einige bekannten, so nachmals verdienter Maßen im Feuer aufgeopfert worden, wie sie das höchste Gut und die heiligsten Hostien salva venia in den Sautrog geworfen, selbige mit einem hölzernen Stössel nach Genügen zerquetscht, daß auch mehrmalen ihren Gedanken nach das helle Blut hervorgequellt, dennoch ganz unmenschlich und unbeweglich in ihrer Bosheit fortgefahren, gedachtes höchstes Geheimnis mit unflätigem Wasser (URIN) begossen, und nachdem sie es mit einem alten Besenstiel gerührt, sei alsobald der klare Himmel verfinstert worden und allerseits, wo es ihnen gefällt, der häufige Schauer heruntergeprasselt.
Wilhelm Gottlieb Soldan: Geschichte der Hexenprozesse. Band II – Kapitel 3
  • Ein altes Kräuterbuch gibt beispielsweise an, dass die Hexen zum Brauen der Gewitter neunerlei Kräuter brauchten: Alant (Inula helenium), Eberraute (Artemisia abrotanum), Beifuß (Artemisia vulgaris) Wermut (Artemisia absinthium), Baldrian (Valeriana officinalis), Rainfarn (Tanacetum vulgare), Kunigundenkraut (Eupatorium cannbinum), Bittersüss (Solanum dulcamara) und Klatschmohn (Papaver rhoeas). Da es sich bei allen Arten um potente Heil-, aber keine Giftpflanzen handelt, ist eine magische Verwendung, vor allem für eine Gewitterwirkung, stark anzuzweifeln. Vielleicht haben Heilerinnen unter den Angeklagten von Hexenprozessen in ihrer Not einfach eines ihrer Rezepte genannt. Kleriker und gelehrte Stände waren sowieso zu ignorant, um die Medizin oder echte Magie des einfachen Volkes zur Kenntnis zu nehmen. Das änderte sich erst mit Paracelsus.

Beim Wetterzaubern ist man wohl auf die eigene Fantasie angewiesen, was geeignete Formeln anbelangt.

Interessanter sind da schon die Überlieferungen bezüglich der diversen Abwehrzauber, da sie seltener in den Zusammenhang mit Hexenprozessen gebracht wurden.

Krawall und Glockengeläut

Als das wirksamste Instrument gegen den teuflischen Wetterzauber wurde das rechtzeitige “Wetterläuten” angesehen. Hierfür gab es sogar speziell geweihte Gewitterglocken, die wie die Warnglocken bei Feuersbrunst in Türmen auf Anhöhen und abseits der Kirchen aufgehängt wurden. Generell galten Kirchenglocken als geeignetes Teufels-Abwehrmittel.  Auch Schillers Gedicht “Die Glocke“  enthält den Satz “Fulguras frango” (Blitze zerbreche ich). Natürlich waren auch Pulverdampf (Schwefel gegen böse Geister) und Böllerknall ein probates Mittel, welches in Bad Tölz heute noch zum Einsatz kommt.

  • In den Bauernhäusern wurde früher bei herannahenden Unwettern eine schwarze Kerze angezündet, dabei wurden oft noch Stücke des Johannisbuschens vom letzten Jahr im Ofen verbrannt.

Pflanzen für den Wetterzauber

Die Wirkung von Dachwurz habe ich schon beschrieben. Daneben war noch Bärlapp beliebt, weil das Mehl aus den Sporen in der Magie gerne als effektvolles Blitzpulver verwendet wurde. Bärlapp gilt als eine der vier heiligsten Pflanzen der Kelten.

  • Ausserdem gab es das Verbot bestimmte Pflanzen zu pflücken: Alpenrosen, Glockenblumen oder Skaibiosen ziehen den Blitz an. Knickt man die Blüten der Acker- oder Zaunwinde (Convolvulus arvense und sepium), so gibt es Regen. Ackergauchheil, aber auch Ehrenpreis zählen zu den Gewitterblumen, wohl wegen der Blütenfarbe, die entweder an Feuer oder dunkle Gewitterwolken erinnert. Ausserdem schliessen sie ihre Blüte, wenn Unwetter heranziehen, sie sind also Wetterzeiger. Vor allem beim dunkelblau blühenden Gamander-Ehrenpreis galt auch das Pflück-Tabu.
  • Ackergauchheil*** verräuchert gilt als Schutzkraut bei Gewitter.

Schliesslich gab es noch das einfache Sympathie-Opfer: Den Naturgeistern wurde beispielsweise eine Schale Milch oder Apfelmost vor die Tür gestellt oder der Inhalt im Wind versprengt.

Ackergauchheil mit feuerroter Blüte.

Ackergauchheil (Anagallis arvensis) mit feuerroter Blüte.
Quelle: wikimedia commons

Männliche Götter, Elementale und Geisterbeschwörer in Sachen Wetter lassen sich durchaus auch finden. Man denke nur an den Luftgeist Ariel aus Shakespeares “The Tempest”, mit dessen Hilfe der Zauberer Prospero auf dem Meer einen mächtigen Sturm entstehen lässt. Natürlich wird in diesem Zusammenhang immer wieder die “Wilde Jagd” Odins erwähnt. Aber sogar christliche Heilige haben beim Wetter mitzubestimmen: Der bekannteste von ihnen ist wohl der Himmelspförtner und Schlüsselbewahrer Petrus, der für die vor allem in der Ferienzeit wenig beliebten Regenschauer zuständig ist.

“Den Eichen sollst Du weichen … !” Der Baum der Himmelsgötter: Taranis, der Donnerer mit dem Jahres-Rad, Thor mit dem Hammer oder Jupiter mit dem Donnerkeil, alle drei haben eine Verbindung zu Eichen, die ein besonders beliebtes Ziel für Blitzeinschläge sein sollen.

  • “Thor hat den Vorsitz in der Luft, er lenkt Donner und Blitz, gibt Wind und Regen, heiteres Wetter und Fruchtbarkeit.”

Natürlich gibt es in ausser-europäischen Religionen ebenfalls Wetterbeherrscher, z.B. der westafrikannische Xango (Shango), der Blitze mit seiner Doppelaxt hervorbringt. Begleitet und unterstützt wird er von der ebenfalls stürmischen Oya, seiner Gemahlin. Diese erinnert ein bisschen an “Storm” aus dem Marvel X-Men Universum. Auch der dem Zeus ähnliche Himmels-Schöpfer Gott Damballah ist ein Blitzschleuderer, seine Gemahlin, die Regenbogenschlange Ayida Wedo bringt den fruchtbaren Niederschlag. Daneben gibt es dann noch die unterschiedlichsten anderen Wind- und Meeresgeister der Yoruba-Religion, die hier besser bekannt ist unter ihrem Namen Vodun oder Voodoo. Diese auch als Loa bezeichneten Gottheiten, etwa Damballah werden auch nicht mit blutigen Zeremonien beschworen, wie dümmliche Hollywood-Filme gerne suggerieren. Die meisten dieser Loa mögen wohl lieber Tabak, Rum und Süssigkeiten als Blut … selbst der berüchtigte Baron Samedi !

Im präkolumbianischen Mittel- und Südamerika der Azteken, Maya und Inka dagegen war der Wetterzauber Sache des Staatskults und eine blutige und oft gruselige Angelegenheit, vor allem wenn es um die Beschwörung des lebensnotwendigen Niederschlags ging. Menschenopfer für den Regenbringer Cha’ac waren bei den Maya gängige Praxis, sowohl an den zisternen-artigen Cenotes, aber auch in der Höhlenwelt der Karstgebiete Yukatans. Die Opfer sollten in die Unterwelt als Boten ihres Volkes geschickt werden, um dort Fürbitte zu leisten. Für die zweifelhafte Ehre des Ganges zu den Göttern auserwählt waren überwiegend Männer und Knaben, nicht etwa Jungfrauen, wie früher angenommen wurde. Auch die Azteken waren nicht zimperlich und brachten ihrem Regengott Tlaloc besonders grausame Kinderopfer dar.

 

Gamander-Ehrenpreis an der Limburg. Eine echte Wetterblume.

Grosser oder österreichischer  Ehrenpreis an der Limburg.
Eine echte Wetterblume.

Eine geschichtliche Dimenson besonderer Art hatte die Wetterzauberei noch in England zur Zeit des abergläubischen James VI, dem politischen Nachfolger Elizabeths I und späteren King James I. Dieser glaubte einer absurden Verschwörungstheorie, nach der einige schottische Hexen einen Sturm zusammengebraut hätten, um sein Schiff bei der Rückreise  mit seiner Braut Anna von Dänemark von Norwegen nach England zu versenken. Seine darauf folgende Paranoia veranlasste ihn, ein so glorreiches Machwerk wie “Demonology” zu verfassen und selbst Hexenprozesse durchzuführen. In diese Ära fallen auch die wenigen Hexenhinrichtungen auf dem Scheiterhaufen, die es in England gab.  In die verbreitete “King James Bible” floss sein Wahn ebenfalls ein: Statt “Die Giftmischer sollst Du nicht am Leben lassen” steht nun auf seine Veranlassung hin: “Die Hexen sollst Du nicht am Leben lassen.”  Ein wahrlich ruhmvolles Erbe …

Shakespeare verarbeitete diesen Stoff sowohl in “The Tempest” als auch und insbesondere in “Macbeth“. Womit wir wieder am Anfang wären.

***Ackergauchheil (rot blühend) ist eine alte Heilpflanze, ausserdem ist er schwach giftig (Saponine, vor allem in der Wurzel).

Wenn Euch mein Bild “Weather Stone” gefällt: Nicht einfach downloaden, für einen ordentlichen Druck ist die Auflösung sowieso zu schlecht. Klickt erst einmal darauf, dann könnt Ihr sehen, wieviele Einzelteile hier eingeflossen sind, die teilweise auch von anderen Künstlern kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Deren Gallerien in deviantart sind auch einen Blick wert, einfach den entsprechenden Links auf der Anhangseite folgen. Freundlichkeit sollte belohnt werden, in diesen Zeiten der copyright – Gier.

 

 

Posted by on Juli 13th, 2016 Kommentare deaktiviert

Holunderzeit I: Mondenhafter Blütentraum und zarter Duft

Holunderblüten: In ihnen steckt die Kraft der "Grossen Alten", Urmutter allen Lebens. ©scrano 2013.

Holunderblüten: In ihnen steckt die Kraft der “Grossen Alten”, Urmutter allen Lebens.
©scrano 2013.

 Sambucus nigra, ein Geissblattgewächs (Caprifoliaceae).

Im Volksmund bekam der Holunder im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Namen. Seine Bezeichnungen standen oft im Zusammenhang mit seiner direkten heilenden Wirkung, wie beispielsweise «Kelke» oder «Keilkebeerenbaum», die an die schmerzlindernde Wirkung der Beeren bei Koliken erinnern. Er erhielt auch Namen wie Backholderblüten,  Pisseke, Schwitztee und Zibke, um nur einige zu nennen. Der Holunder ist ein ästiger Busch mit hellgrünen bis graubraunen glatten Ästen, weißem schaumstoffartigen Mark und unpaarig gefiederten, gegenständigen Blättern. Die Rinde des Stammes ist schrundig-warzig, die der Zweige weist eine Vielzahl von grauen Pocken auf, die sogenannten Rindenporen (Lentizellen). Dadurch wirkt die Pflanze im blattlosen Zustand wie abgestorben. Das Holz ist extrem hart, obwohl die grünen Teile sehr weich und biegsam sind. Er erreicht Größen bis zu 11m und gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceen). Verbreitet ist er in fast ganz Europa, Asien und Nordafrika und wächst in Laubwäldern, an Bachufern, auf Schuttplätzen (Ruderalpflanze) sowie besonders gerne in der Nähe von Gebäuden und menschlichen Behausungen. Daher ist er auch ein Kulturfolger.

Spielplatz der Elfen: Der Holunderstrauch hat eine machtvolle mystische Ausstrahlung. Daher ist auch in allen Mythen und Legenden der Regionen vertreten, in denen er wächst. In seinen Zweigen  lebt Holle, die heilige Holunder-Grossmutter, oder die Königin der Elfen samt ihrem Gefolge. Das Fällen des Holunders war vielerorts ein Tabu, das durch ein Opfer (Milch=Mond) an den Strauch aufgehoben werden musste. Daher beim Schnitt von Holunderbüschen vorher die Naturgeister um Erlaubnis fragen! Holunderholz wurde im Zusammenhang mit Totenriten an Samhain verwendet. Die Signatur von Saturn und Pluto zeigt sich in der schwachen Giftwirkung und der eher düsteren Gestalt, die er in seiner blattlosen Winterform annimmt. Die kahlen Äste erinnern an bleiche Knochen. Die schwarze Farbe der Beeren ist ebenfalls ein Zeichen der Unterweltsherrscher, besonders des Pluto. Deshalb war der mächtigste Zauberstab von allen, Bestandteil der drei Heiligtümer im letzten Harry Potter Roman, auch aus Holunderholz gefertigt. Er gehörte schliesslich einmal dem Hades/Pluto aus der Legende um die drei Freunde und ihrer Begegnung mit dem Tod. J-K- Rowling kennt, wie man weiss, die alten Mythen recht genau. Der Mantel der Unsichtbarkeit und der Ring mit dem Stein der Ewigkeit, welche die beiden anderen Heiligtümer darstellen, beispielsweise: Man denkt entweder an Hades, der unsichtbar unter den Sterblichen wandelt, oder den Zwerg Alberich aus der Siegfriedsage, oder gar an Tolkiens “Ring der Macht” aus “LOTR”. Aber letzterer hat sich auch bloss beim Nibelungenlied bedient, oder bei den nordischen  Sagas. Genau wie G.R.R. Martin, dessen “Game of Thrones” Romanserie gerade mit einem Riesenhype verfilmt wird. Zugegeben, die Darstellerriege ist eindrucksvoll, nicht das übliche TV-Sternchen-Material, und die Effekte können sich sehen lassen. Die TV-Umsetzung ist allerdings sehr gewalttätig, wer Shakespeares “Titus Andronicus” oder Richard III. kennt, wird auch hier Ähnlichkeiten feststellen.

Blüte von Sambucus nigra im Juni. Quelle: wikimedia Commons.

Blüte von Sambucus nigra im Juni. Quelle: wikimedia Commons.

Bei den frühen Missionaren nördlich der Alpen kam der Holunder nicht so gut weg: Er hätte das Kreuzholz für das Martyrium Jesu Christi geliefert, oder der Verräter Judas habe sich daran erhängt. Dieser  Negativ-Propaganda verdankt der asiatische Speiseepilz Mu-Err seinen Namen im Volksmund: “Judasohr“. Er gedeiht bevorzugt am Holz von Holundersträuchern. Die alten Kirchenväter mussten die Konkurrenz der beim Landvolk hartnäckig verehrten “Grossen Mutter ” schon sehr gefürchtet haben. Glücklicherweise, manchmal setzt sich die Vernunft durch. Verhält man sich gegenüber dem Holunderstrauch respektvoll, bringt er Schutz und Glück ins Haus. In Bayern pflegte man zu sagen: “Triffst Du auf einen Holunderstrauch, sollst Du vor ihm den Hut ziehen!”  Das geschah nicht nur wegen der segensreichen Gaben, die der Strauch den Menschen schenkt, sondern auch aus ehrfurchtsvoller Scheu: Der Holunder galt immer  auch als ein Portal in die Anders(Unter)-Welt. Das hat er mit einer anderen magischen Gehölz gemein: Dem Weissdornbusch, der bei der Merlin (Myrddin) Sage eine wichtige Rolle spielt. Als echte Panacea (Allheilmittel) erweist sich der Holunder tatsächlich: In der vollen Pracht seiner Doldenblüten und der grossen Fiederblätter zeigt der wuchskräftige Strauch eine Signatur sowohl von Merkur und Jupiter, als auch von Mond/Saturn. Er wirkt wie z.B. gegen Bronchialverschleimung (Merkur+Mond), aber auch bei Leberschwäche und Gallenstörungen (Jupiter+Saturn). Dazu wie schon beschrieben, kommt noch der Einfluss der Venus/Pluto-Achse.

Ringel, Ringel, Reihe,
wir sind der Kinder dreie,
wir sitzen unterm Hollerbusch,
und machen alle husch, husch, husch.

alter Kinderreim

Zu Johanni blüht der Holler, da wird die Liebe noch toller !

Die Hauptwirkstoffe der Holunderblüten sind ätherische Öle und  einen hohen Anteil, bis zu 3,5 Prozent, an sogenannten Flavonoiden. Dabei kommt hauptsächlich die Substanz Rutin vor sowie organische Säuren. Das ätherische Öl wirkt entzündungshemmend, fördert die Sekretion, entwässert und regt Leber und Galle an. Außerdem wird diesem ätherischen Öl nachgesagt, dass es antiseptisch wirkt. Daher die bewährte Anwendung als Tee bei Halsentzündung und Hautproblemen (innerlich und äusserlich).

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Die heutige Naturheilkunde nutzt die wertvollen Inhaltsstoffe ähnlich vielseitig wie die Vorfahren in Antike und Mittelalter. Am bekanntesten sind seine Basiswirkungen: Schweisstreibend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und immunstimulierend. Holunder hilft bei fieberhaften Grippeinfekten, Erkältungen, Bronchialbeschwerden, PMS (den Wasseransammlungen), Schlaflosigkeit und Entzündungen. Die Blüten wirken schweisstreibend –> daher kühlend und fiebersenkend,  sowie schleimlösend. Man nutzt die Blüten als Tee oder Sirup. Oft zusammen mit Mädesüss und Lindenblüten.  Hilfreich ist dieser Tee auch bei trockenem Husten, da er zur Vermehrung des Bronchialschleims führt. Holundertee hat dazu die Eigenschaft, die Ausleitung von Flüssigkeitsansammlungen auf milde Weise durchzuführen.

Alle diese Beschreibungen lassen auf die bereits erwähnte Mond-Venus Haupt-Signatur  der Blüten schliessen:  Wie auch im oben zitierten Ausspruch, wonach im Volksbrauchtum auch eine aphrodisierende Wirkung der Blüten vermutet wird. Ein wenig saturnische Strenge lässt sich dennoch erahnen: Adstringierend und immunanregend. Ein alkoholischer Auszug aus den Blüten wirkt äusserlich gegen unreine Haut und Pickel.

Beim Sammeln der Blüten ist zu beachten, dass man sie nicht von Büschen an Strassenrändern erntet und auch auf Getier achtet: Läuse lieben leider die Blüten ! Bei den meisten Rezepten (auch für Teesammlungen) soll man die Dolden nicht waschen, da dann das Aroma weg ist, deswegen müssen sie unbelastet und lausfrei sein!

Sambucus_nigra_-_Köhler–s_Medizinal-Pflanzen-127

Sambucus nigra Köhlers Pflanzenlexikon.
Quelle:wiki

Holunderküchle

  • 12-16 blühende , saubere Holunderdolden

Teigzubereitung:

  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier, getrennt
  • 1/4 trockener Weisswein

Alles zu einem Teig mixen, den man dann anschliessend eine Stunde ruhen lässt. Die beiden Eiweiss mit 1 gehäufter Esslöffel Puderzucker zu Schnee schlagen und locker unter den Teig heben. Holunderdolden einzeln in den Teig tauchen und in 180° C erhitzen Fett in einer Friteuse knusprig goldbraun backen, auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen und sofort essen.  Dazu Kompott oder Preiselbeeren. Natürlich ist auch Holdergelee aus den Früchten des letzten Jahres ein tolle Beigabe.

Holunderblüten-Cupcakes (12 Stück für 2 Sechser-Formen)

  • 5-6 saubere Holunderblüten-Dolden mit Stielen
  • 125 g Butter
  • 3 Eier, Grösse M
  • 150 ml flüssiger Akazienhonig oder Ahornsirup
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 200 g Dinkelmehl 630
  • 1/2 pkg Backpulver mit Safran

125 g Butter auf kleiner Flamme zerlassen, leicht abkühlen. Holunderblüten-Dolden mit Stielen nach oben hineingeben. Abdecken und bei Zimmertemperatur über Nacht ziehen lassen.
Am nächsten Tag die vorbereitete Butter erneut verflüssigen. Blütendolden an den Stielen herausnehmen, Butter abtropfen lassen. Einzelne abgelöste Blütenblätter stören nicht.
Butter mit Eiern, Honig/Sirup und Zitronenschale schaumig schlagen.
Mehl und Backpulver sieben und dazugeben, zu einem glatten Teig verrühren.
Den Teig in Muffinförmchen füllen (3/4) und im vorgeheizten Backofen bei 160°C Heissluft 15 Minuten goldbraun backen.

Hollerblüten-Limonade 

Zutaten:

  • 5 frische Hollerblüten
  • Saft von 2 Zitronen
  • 2 EL Agavensirup oder Akazienhonig
  • 1 Flasche Mineralwasser.

Den Saft von zwei Zitronen mit einer halben Tasse Wasser und zwei EL Honig gut verrühren. Die frisch gepflückten Holunderblüten dazugeben und über Nacht ziehen lassen. Danach alles durch ein Sieb gießen, mit einer Flasche Mineralwasser auffüllen und servieren. Mit Minze oder Melisse verfeinern.

Holler-Caipirinha

  • 1 Tl brauner Rohrzucker
  • 2 cl Cachaca
  • 1 Dolde Holunderblüten
  • 1 Limettenspalte

Alles in ein grösseres, festes Glas geben, mit Holzstössel quetschen, bis der Limettensaft ausgetreten ist. Mit Sodawasser auffüllen.

Prosecco über eine Holunderdolde und einen Minzezweig giessen, ein wenig ziehen lassen, gibt einen erfrischenden Aperitiv.

Statt frischer Dolden kann man auch 1 El Holundersirup verwenden.

Zum Sirup ist zu sagen, man kann ihn selber machen, aber einfacher ist es, ihn in Bioqualität zu kaufen. Ein Problem gibt es auch mit Holundersekt:

Laut Wikipedia:

  • “Der Holundersekt (auch HolunderblütensektHollersekt oder Fliedersekt) ist ein schwach alkoholhaltiges Getränk, ähnlich dem Federweißen. Das Getränk darf unter diesem Namen nicht in den Verkehr gebracht werden, da nach dem Schaumweinsteuergesetz die Bezeichnung Sekt einem weinhaltigen Getränk vorbehalten ist. Es darf nur unter anderen Bezeichnungen auf den Markt gebracht werden, verwendete Namen sind z.B. “Hollerkitzler” und “Moussade von Holunderblüten”. Er wird aus den Blüten des Schwarzen Holunders (der in Norddeutschland auch als “Flieder” bezeichnet wird), Wasser, Zucker, Zitronenscheiben und Säurepulver (Weinstein- oder Zitronensäure) hergestellt und verändert im Verlauf der natürlichen Gärung Geschmack und Charakter. Die Konservierung wird durch den entstehenden Druck gewährleistet.
  • Dem Getränk wird eine stark belebende Wirkung nachgesagt (siehe oben: Aphrodsiakum!). Es existieren eine Vielzahl von Rezepten, da das Getränk eine alte Überlieferung ist. Man lässt frische Holunderblütendolden zusammen mit Zucker, unbehandelten Zitronenscheiben und Weinstein- oder Zitronensäurepulver (E330) ca. 24 Stunden in Wasser stehen. Die Säuren dienen hierbei als gegen Schimmelpilze gerichteteKonservierungsmittel bei der Vergärung. Die auf den Blüten natürlich vorkommenden Hefen verarbeiten den Zucker in sehr geringem Maße zu Alkohol, wodurch die Hefen selber absterben und Kohlensäure frei wird. Das entstehende Gas sorgt nach einigen Tagen für die prickelnde Wirkung. Im Verlauf dieses Prozesses verliert das Getränk etwas von seiner Süße und ähnelt schließlich Sekt. Es ist in – dem Druck standhaltenden – stabilen Glasflaschen bis zu einem halben Jahr haltbar.”

Hier also kein Rezept – meistens wird’s nix. Im Internet wird man fündig, aber am besten ist ein altes Familienrezept, weil das ausreichend ausprobiert wurde. Meine Oma konnte es hervorragend – ich leider nicht.

Achtung! Der Holunderblüten-Sekt gelingt nicht immer, da er einem unkontrollierten Gärprozess unterliegt. Zuerst vorsichtig probieren/riechen. Nur wenn er gut schmeckt und riecht, ist er gelungen und kann getrunken werden. Falls sich Schleim bildet: Nicht trinken, da dann die falschen und schädlichen Mikro-Organismen überhand genommen haben.

Weiter zu Teil II: Kraft der schwarzen Beeren.

 

Posted by on Juni 7th, 2016 Kommentare deaktiviert

… und wieder mal ist Muttertag!

Immer fleissig das Muttertags-Präsent vorbereiten …Apprentice ©scrano 2016

Immer fleissig das Muttertags-Präsent vorbereiten …
The Apprentice ©scrano 2016,  credits am Seitende.

Für alle Mütter und Grossmütter alles Liebe !
Eigentlich nicht nur zum Muttertag und schon gar nicht wegen des Kommerz-Rummels sollte man seiner Mutter einen liebevollen Gedanken schenken. Hexen huldigen sowieso der universellen Lebensspenderin – der Magna Mater in ihren vielen Formen. Der grundlegende Archetyp aller Mütter ist die Mondin, astrologisch ist sie im Zeichen Krebs und dem 4. Haus verortet. Hier lebt auch die Anima Mundi, die Weltseele, die alles Geschaffene durchdringt und verbindet. Eines ihrer Symbole ist der Schmetterling – er steht für Wiedergeburt und Unsterblichkeit. Schmetterlinge waren in der alten Religion heilig, sie wurden daher nach der Christianisierung gerne mit Hexerei in Verbindung gebracht: Selbst der englische Name “butterfly” bezieht sich auf Teuflisches, die Falter würden Kühen die Milch aus dem Euter saugen und die Butter verderben.

Im alten Ägypten war die gütige und lebensbejahende Göttin Bast(et) für die Mutterschaft zuständig – besonders in ihrer Katzenform wurde sie sehr verehrt. Wer eine Katze mit ihren Jungen beobachtet, wird diesen Zusammenhang sicherlich bestätigen können. Katzenmütter sind zu unglaublichen Leistungen fähig, wenn es um den Schutz ihres Nachwuchses geht.

“Wer die Katze ins Wasser trägt, verjagt das Glück aus dem Haus”, sagt ein sehr altes deutsches Sprichwort. Bei den Germanen war die Katze eine Begleiterin der glückbringenden Freyja. Die keltischen Schotten nennen sich noch heute stolz Katzenclan (Clan Chattan), was Freiheitliebe, Würde und Loyalität ausdrücken soll.

Jetzt zu den Muttertags-Köstlichkeiten:

Rezepte für frühlingsfrischen “Lemon-Cake” und einen Kirschlikör, der auch für “Cherry cordial” wie Pralinen mit alkoholisierten Kirschen in Grossbritannien genannt werden, geignet ist. Dieses Zauber-Elixier bereitet man am besten schon im Hochsommer (Juli) vor, da es zur Reifung gut 4-5 Monate braucht.

Zitronenkuchen sizilianisch “La Mamma”:
Für eine Standard-Springform (8-10 Portionen), alle Zutaten Bio-Qualität, versteht sich. Zum Muttertag können romantische Gemüter auch eine Herzbackform verwenden.

  • 4 Eier (M)981109e5yr7p4h4z
  • 130 g brauner Zucker
  • 150 g Butter, weich
  • 1 Pkg Safran-Backpulver
  • 220 g Dinkelmehl Typ 630
  • 100 ml Zitronensaft
  • 1 Pkg Vanillezucker (echter!)

Guss:

  • Zitronensaft, Rum, Puderzucker, Lavendel-oder Rosenzucker.

Teig:

  • Eier trennen, Eiweiss mit 1 Pr. Salz steif schlagen
  • Eigelb mit Zucker, Vaniile-Zucker und Zitronensaft schaumig schlagen
  • (Zucker muss sich auflösen) –> Masse wird hell und dickschaumig !
  • Dann weiche Butter, Mehl und Backpulver unterrühren bis eine glatte Masse entsteht.
  • Eischnee VORSICHTIG unterheben, nicht unterrühren, bis sichtbare Eischneeflocken verschwunden sind.
  • In eine Springform füllen, bei 160 °C Heissluft (vorgeheizt), mittlere Schiene 25 min backen,
  • bei ausgeschaltetem Herd 5 min nachziehen lassen.
  • Sollte eine hellgoldene Farbe annehmen.

Zuckerguss:

  • Puderzucker, weisser Rum und Zitronensaft zu Zuckerguss verarbeiten,
  • Puderzuckermenge je nach gewünschter Konsistenz (aber mind. 2/3 Pkg ist wahrscheinlich),
  • –> alternativ Rum und Saft durch Eierlikör ersetzen.

Nach dem Erkalten (nicht aus der Form lösen) mit der Zuckermasse bedecken. Selbstgemachten Lavendel- oder Rosenzucker obenaufstreuen.
Muss 2 Stunden aushärten.
Kühl unter Tortenhaube aufbewahren, nicht in den Kühlschrank, sonst zieht er Feuchte !

 Kirschlikör (pro Ansatz)

  • 200g entsteinte, sehr reife Sauerkirschen
  • weisser Rum (Bacardi)
  • 100 g weisser Kandis
  • 1 Stück Vanilleschote
  • 1 Weithalsflasche (1l Milchflaschen sind beestens geeignet)

Kirschen mit Kandis in Flaschen füllen, mir Rum aufgiessen, fest verschlossen an einem warmen Ort aufstellen. Ab und zu umwenden, bis aller Kandis aufgelöst ist. Mindestens 3 Monate ziehen lassen. Flüssigkeit über ein Sieb und dann ein Kaffeefilter abziehen. Nochmals 4 Wochen ruhen lassen.

Kirschpralinen mit flüssiger Füllung: Arbeitsanleitung auf youtube. Die Hälfte vom Kirschwasser durch einen Teil des selbstgemachten Likörs ersetzen.

Stielkirschen – etwas auch zum Valentinstag:

Cognac-Kirschen werden hierfür selbst angesetzt, dazu braucht man grosse Herzkirschen. Diese werden 1 Jahr in gutem Cognac eingelegt, samt Stein und Stiel. Eine steinlose Variante funktioniert auch, man kann den Stiel mit einem Cocktail-Spiesschen imitieren. Die durchgezogenen Kirschen werden dann gut abgetropft zuerst in dunkle, dann in gute Milchschokolade getaucht. Dazwischen auf ein Pralinengitter setzen und etwas härten lassen, nach der letzen Taucherei hier engültig verfestigen lassen. Nicht sofort in den Kühlschrank – Grauschleier droht. Bei der Version ohne Stein nimmt man eine Pralinengabel zum Tauchen, dann steckt man den Kunst-Stiel auf die fast augehärtete Schokolade. Der übriggebliebene Alkohol eignet sich gut zum Tränken von Tortenböden für z.B. Schwarzwälder Kirschtorte.

Wenn man öfters Konfekt selbst macht, lohnt sich die Anschaffung eines kleine Pralinensets: Gitter, Pralinenspirale und -gabel, beigne de marie (Wasserbad).

 

swbut

©sevenoaksart

Credits “Hexen Power “aka “The Apprentice” by scrano 2016

 

Posted by on Mai 7th, 2016 Kommentare deaktiviert