Posts Tagged ‘Jungfrau’

 

Das Erdelement: Stabilität, Fruchtbarkeit, Realitätssinn

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Fruchtbar grünes Erdelement: Kessel oder Füllhorn der Mutter Erde.
Cornucopia ©scrano 2013

Korrespondenzen des Erd-Elementes:

Zodiak:

  • Jungfrau: mutabel – Merkur in seinem Nachthaus, Vesta
  • Steinbock: kardinal – Saturn in seinem Nachthaus
  • Stier: fix – Venus Pandemos

Tarot: Pentakel, Münzen

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • Grün, rostrot, ocker, braun, grau, schwarz

Alchemie:

  • EarthNach unten zeigendes Dreieck mit Querbalken

Elemental:

Tage:

  • Samstag – Saturn

Pflanzen:

  • Getreide (Merkur), Wurzelgemüse (Venus), Immergrüne (Saturn), Nadelbäume (Saturn)

Signatur:

Wenig Blüten, unscheinbare Blüten, ledrige Blätter, knorrig, kriechend- oft mit Rhizom, starke Wurzelbildung, mineralstoffhaltig, kieselsäurehaltig, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Stärkebildung, wenig Zucker oder Saft. Erdiger Duft. Pflanzen der arktischen Regionen. Kältevertäglich.

Öle:

  • Patchouli (Venus, Pluto)
  • Vetiver, (Venus, Pluto)
  • Kalmus, (Saturn, Sonne, Mond)
  • Tonka, (Venus, Mars)
  • Myrrhe (Saturn, Mond)
  • Iriswurzel, (Saturn, Mond)
  • Zypresse, (Saturn, Sonne)
  • Sandelholz (Venus, Mars)
  • Eichenmoos,
  • Karotte

Tiere:

  • Auf vier Beinen laufende Tiere, vor allem Weidetiere, Reptilien, Höhlen- oder Baubewohner wie Murmeltiere, Dachse. Tiere der Felsenregionen.

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Der Erde,  zu der die Yin Variante “Ruhe und Empfängnis” passt ist in jedem Elementesystem die Fruchtbarkeit von Pflanzen und Tieren, aber auch des Menschen zugeordnet. Daher wird es auch in erster Linie von Saturn und Venus regiert, dem Winter- und Frühlingsapekt der bäuerlichen Kulte. Den Erdzeichen haftet vor allem die Neigung zur realen, physischen Manifestation der Dinge an an, sogar der Merkur-beherrschten Jungfrau. Diese repräsentierte aber in antiken Vorstellungen  Asträa, die Sternenjungfrau. Deren Symbol war die Kornähre. Als Zeichen der Aussaat und Ernte (heliakischer Aufgang bzw. Untergang zu diesen Jahreszeiten) war Virgo/Asträa auch mit den Mysterien der erdhaften Muttergöttin Demeter verbunden. Allen drei Erdzeichen ist eine wert-konservative Einstellung zueigen. Das Erdzeichentrigon repräsentiert: Wachstum der Vegetation (Stier) Ernte (Jungfrau) Winterruhe (Steinbock).

Zustandsformen der Elemente im Erd-Trigon:

  • Steinbock: kardinal, aufstrebende Berggipfel, Felsen
  • Stier: fix, weite Ebenen, Ackerland
  • Jungfrau: mutabel, vom Wind bewegtes Grasland, Getreidefelder.
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos interessiert. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

Posted by on Januar 12th, 2017 Kommentare deaktiviert

Mundan-Astrologie: Jupiter in der Waage – Chief Justice?

Jupiter läuft in der Waage: Ausgleich im Grossmasstab? Mehr Wertschätzung und Eunhaltung voon Gesetzen?

Jupiter läuft in der Waage: Ausgleich im Grossmasstab?
Mehr Wertschätzung und Einhaltung von Gesetzen?
Hoffen wir das Beste! Quelle: Zeus als PD via wiki, Libra als free png.

Jupiter in der Waage erzeugt den Ausgleich – ja, allerdings, wenn man Pech hat, und das sprichwörtliche Übermass des Olympherrschers die Oberhand gewinnt, geschieht dies vielleicht im Sinne der altägyptischen Maat: Das heisst Störendes wird entfernt oder ausgemerzt. Das Bild an der Wand MUSS gerade gerückt werden, der hässliche Teppich kommt auf den Müll. Dann bleibt nicht viel von Venus-Harmonie, davon abgesehen, dass Harmonia die Tochter von Mars UND Waageherrscherin Venus war. Denn Jupiter zeigt auch an, wo man sich vor Auswüchsen in den Themen des Zeichens in Acht nehmen muss, durch das er gerade läuft.
Waage-Sonne, Venusdominanz und Waage-Überhang (ASC, volles 7.Haus etc.)  in in ihren Horoskopen hatten z.B. Himmler und Hitler – und gerade zusammen mit mächtig viel Jupiter und Uranus- Themen. Dazu noch ein wenig Pluto, um es noch interessanter zu machen. Und ausgerechnet zwischen diesen drei Archetypen (Uranus/Jupiter/Pluto) findet inden nächsten Monaten ein Kräftemessen in Spannungsaspekten statt, das nicht gerade als Anzeiger für Stabilität zu sehen ist.
Was die schöngeistige Herrscherin der Waage anbelangt – die Griechen nannten sie Venus Urania, im Gegensatz zur Venus Pademos im Stier. Sie ist eher kühl kalkulierend als sinnenfreudig und feierlaunig. Beide Venus-Typen sind nicht empathisch, gefühlsduselig oder romantisch – dafür ist der Mond zuständig.
Ich sehe eher das Nemesis-Prinzip als Teil der Waage, da früher Jungfrau/Waage und Teile des Skorpions ja ein Sternbild waren: In der Jungfrau und der Waage herrscht Asträa, die Sternjungfrau – eine mächtige archetypische Figur. In Sumer war sie Inanna/Astarte, die kriegerische Fruchtbarkeitsgöttin, in Ägypten Maat, in Griechenland Dike/Kore/Themis und eben auch Nemesis. Diese etwas sperrige Version der Gerechtigkeit (natürliches Recht) wurde auch in den Mysterien von Eleusis thematisiert. Die Waagschalen, das einzige unbelebte Zodiak-Zeichen sind bereits ein Teil des Nemesis-Aspekts dieser Sternjungfrau, das (Richt)-Schwert bekommen wir dann im Skorpion, denn als Klauen des Skorpions betrachteten die Alten früher das Sternbild Waage.
Jungfrau und Skorpion ähneln sich nicht nur von ihren Glyphen her, das Zeichen wird oft als kleiner Skorpion gesehen – die dazwischen liegende Waage wäre dann so etwas wie das Instrument, dass sich beide teilen. Zwischen der Realitätserkenntnis (Jungfrau) und der Konsequenz (Skorpion) steht sie als Werkzeug der Entscheidung, eher passiv. Der Ausgleich ist also zwangsläufig und bestimmt nicht vom Wunsch nach Kuscheln bestimmt.

Gezählt (Jungfrau)  gewogen (Waage) geteilt (Skorpion) (mene, tekel, upharsin)
(Alb)Traum des Belsazar

Da Jupiter Krisen eher verschlimmbessert und mit Uranus in einer Opposition ein Tauziehen veranstaltet, können wir gespannt sein. Jupiter steht ja nicht für Gerechtigkeit, sondern für die Legislative – der Eid wurde beim Zeus geschworen, die Gesetze stammten von den älteren Titanen (Saturn). Der Saturn blockiert aber den Jupiter in seinem eigenen Zeichen, dem Schützen. Was für Eier-Tänze da wohl aufgeführt werden …? Nicht Jupiter sondern Saturn steht in der Waage erhöht, da er der ursprüngliche Gesetzgeber war. Saturn/Schütze und Jupiter/Waage spiegeln einander sogar ein wenig. Da Jupiter zudem nicht nur von Uranus, sondern auch von Pluto unter Druck gerät, die drei bilden ein sogenanntes T-Quadrat, eine sehr dynamische, harte Figur, wird er nicht sehr förderlich wirken können.

Da sieht es schlecht aus mit Frieden – zähe Verhandlungen und Powerplay garantiert, gerechterer Verteilung der Wirtschaftsgüter oder Machtverhältnisse.
Balanzieren kann sie ja immerhin, die Waage – das lässt hoffen, dass nach allen Schwankungen und Ausschlägen am Ende doch noch ein fairer Deal zustande kommt, und dass die jupiterianische Expansion im Sinne von gerechtem Ausgleich im grossen Stil stattfindet. Grosszügigkeit, für die der Olympherrscher auch bekannt ist, wäre von allen Seiten angebracht. Oder die ganze Jupiterblähung endet wegen mangelnder Entscheidungskompetenz in der Waage  mit einem furchtbar stinkendem Furz, wenn er dann in den Skorpion wechselt, der stachelschwänzige Herrscher im 8. Haus ist unter anderem auch  für solche Enddarmprodukte zuständig.  Vielleicht hilft ja Kümmel dagegen, das alte Hausmittel gegen üble Winde, ein Gewächs des Merkur, dem astrologischen Gegenpol des Olymp-Bosses.

Posted by on November 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

Zodiak Humor – Das Glühbirnenproblem

Wasermann-Lösung für das Glühbirnen-Problem: Erfinde einen Roboter, der das für Dich macht .. lol!

Wassermann-Lösung für das Glühbirnen-Problem:
Erfinde einen Roboter, der das für Dich macht .. lol!
©scrano 2013

Auch wenn die LED als Leuchtmittel jetzt die gute alte Birne verdrängt, zeigt uns diese humorvolle Aufstellung doch ein bisschen den Umgang der einzelnen Sonnenzeichen mit den alltäglichen Problemen.

Wieviele Widder braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Sie haben sie schon ausgetauscht.

Wieviele Stiere braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Stiere haben keine Birnen, die man wechseln muss.

Wieviele Zwillinge braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Zwei um die alte Birne herauszuschrauben, zwei um eine Neue zu kaufen, zwei um einen Blog darüber zu schreiben, und schliesslich zwei weitere, um ein Video über die gesamte Aktion in Youtube einzustellen.

Wieviele Krebse braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Ihre Mutti wird sie schon wechseln. Ausserdem ist Kerzenlicht viel romantischer.

Wieviele Löwen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Sie lassen es von der Hausangestellten oder dem Butler erledigen.

Wieviele Jungfrauen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Nur eine, allerdings wird sie die Fassung reinigen, Testberichte über alle Sorten Glühbirnen zu Rate ziehen, die Elektroinstallation überprüfen und eine mögliche Verbraucherklage erwägen.

Wieviele Waagen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Zumindest zwei um zu überlegen ob man bei der alten Glühbirnenmarke bleiben soll, das richtige Geschäft für den Neukauf auszusuchen, über die Ästhetik der Birnen-Form zu streiten und das Wechseln schliesslich doch einem Handwerker  zu überlassen.

Wieviele Skorpione braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Entweder sie aktivieren einfach das nächste Leben der Birne, oder sie warten bis sie sich zu ihrer wahren Existenz transformiert. Ausserdem sitzen sie sowieso lieber im Dunkeln. Was fragen Sie überhaupt, sind sie vom Geheimdienst?

Wieviele Schützen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Schützen geben sich nicht mit unwichtigen Detailfragen ab, sie sehen alles im göttlichen Licht der Erleuchtung. Sie lehren höchstens andere, wie man das Glühbirnenproblem löst: Allerdings gegen eine heftige Kursgebühr.

Wieviele Steinböcke braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Seine Sekretärin ruft einen Reparaturservice und er stoppt die Zeit, die der Handwerker braucht, um die Birne zu wechseln: “Carpe Diem!”

Wieviele Wassermänner braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Sie erfinden lieber eine bessere, oder eine Methode wie man ohne Birne auskommt. Oder sie lassen das Wechseln von ihrem Robot-Helferlein erledigen.

Wieviele Fische braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?

  • Birne? Ach, das Licht ist ja  aus … wenn es Gott gefällt, wird er es schon wieder einschalten.

 lol-bears

Posted by on Oktober 17th, 2016 Kommentare deaktiviert

Zodiak Fitness: Kräuter und Gemüse für jedes Zeichen

Rosmarin (hängende Form) mit schönen Blüten.

Rosmarin (hängende Form) mit schönen Blüten.
©beast666

 Aus dem Garten von Mutter Natur:

Welche segensreichen oder wohlschmeckenden Schätze passen für welches Zeichen? Hier ist nicht nur das Sonnenzeichen angesprochen: Auch die Besetzung des sechsten Hauses und des Zeichens Jungfrau (Ernährung, Gesundheit) im Horoskop verraten einiges über nützliche Helferlein für das Wohlbefinden. Zusammen mit dem zweiten Haus (Körper, orale Bedürfnisse) und dem dort herrschenden Zeichen Stier finden sich auch dort aufschlussreiche Hinweise auf passende Nahrungsmittel aus dem Pflanzenreich. Der Einfachheit halber sind hier die 12 Sonnenzeichentypen angegeben. Es gelten aber ähnliche Korrespondenzen wie für die Zeichenherrscher:  z.B. für einen Marstyp wie für einen Widder, vereinfacht auch für den Element-Typ, hier dann etwa Feuer. In Klammern sind bei den Pflanzen noch weitere Neben-Signaturen angegeben. Natürlich sind solche Listen nur Anregungen, sich mit den Thema weiter zu beschäftigen, es gibt schliesslich Unmengen von Heil- Würz- und Nahrungspflanzen. Und – einheimische Kost ist meistens besser verträglich, da wir uns über einen langen Zeitraum angepasst haben. Ähnliches gilt für Heilpflanzen.

Widder

Ein kardinales Feuerzeichen, vom Mars regiert. Daher gelten hier besonders Mars- bzw. Feuerpflanzen als förderlich: Diese haben häufig Dornen oder stachelige Borsten. Sie sind würzig bis brennend scharf, manchmal auch trocken-bitter (mit Saturn). Die Farben stammen aus dem rot-orangenen Spektrum. Für Widder-betonte sind blutreinigende und eisenhaltige (Mars) blutbildende Gewächse günstig, die man oft  im Frühling, der Jahreszeit des Zeichens findet.  Stimulierende (z.B. durch Schärfe), belebende Kräuter und Gemüse. Zum Widder gehört der Nacken und Augenbrauenbereich und das blutbildende System, samt Abwehrzellen und die männlichen Geschlechtshormone.

  • Früchte, Gemüse: Chinakohl, Senf, Meerettich, Radieschen, Rettich, Kresse (die Kreuzblütler werden von Mars/Venus und Mond/Saturn regiert), Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch, scharfe Paprika, Rhabarber (Jupiter/Merkur), Bärlauch, Keimsprossen (mit Mond).
  • Blumen: Calendula, Geranie, Indianernessel, Mohn (Pluto), blutrote Rosen, rote Tulpen, Amaryllis, Primel, Tigerlilie. Kakteen (Mond/Saturn, Venus), Sedum-Arten (mit Mond/Saturn). Azalee, Euphorbien (Christusdorn, Weihnachtsstern) Krokus.
  • Kräuter, Gewürze: Brennessel, Rotklee, Schafgarbe, Johanniskraut (Sonne), Hopfen (Neptun/Merkur, Venus), Majoran, Milchdistel, Estragon, Chili, Koriander. Echinacea, Bärlapp. Silberdistel (Mond/Saturn, Jupiter). Kaffee, Kakao.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Waage-Venus) nachzuschauen!

Stier

Der fixe Stier gehört zu den Erdzeichen und sein Regent ist die Venus. Die Venus zeigt sich in Üppigkeit, Schönheit und auch Wohlgeruch, daher besitzen Stier-Gewächse häufig duftende Blüten und einen aromatischen, auch süssen Geschmack. Stierpflanzen helfen bei Hals- und Rachenproblemen und wirken beruhigend auf die Verdaung. Sie sind saftig, stärke-und zuckerhaltig und besitzen nahrhafte Früchte. Zum Stier gehören Rachen, Mund und Nasenschleimhaut, Kehlkopf und Stimmbänder, das Schilddrüsengewebe, die Organfunktion bestimmt der Zwillinge-Merkur. Wegen der Zeichenherrscherin Venus natürlich auch das weibliche Hormonsystem.

  • Früchte, Gemüse: Früchte von Rosengewächsen (Äpfel, Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Erdbeeren) aber auch Feigen, Granatäpfel (mit Pluto). Süsskartoffel (Merkur). Mohnsaat (Pluto). Kapern (Mars, Mond/Saturn), Aubergine (Pluto), Hollerblüten (Mond/Saturn, Merkur/Neptun).
  • Blumen: Flieder, rosa Tulpe, gefüllte Blüten generell, Veilchen (Mars(Pluto), Neptun/Merkur), Fingerhut (Pluto, eine giftige Heilpflanze, Merkur/Jupiter), Rosen aller Art (Mars), rosa Geranien, Obstbaumblüten. Hortensien, Schneeball. Terrestrische Orchideen (Pluto).
  • Kräuter, Gewürze: Malve, Verbene, Schafgarbe (Mars, Mond/Saturn, Merkur/Jupiter), Huflattich (Pluto), Wachholder (Pluto, Sonne, Saturn), Minze (Merkur, Pluto).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Skorpion-Pluto) nachzuschauen!

Zwillinge

In diesem mutablen Luftzeichen herrscht der Merkur in seinem Taghaus. Er wird den Bronchien, Händen, und Armen, sowie der schmetterlingsförmigen Schilddrüse zugeordnet (Geschwindigkeit des Stoffwechsels und Kommunikator zwischen allen anderen hormonellen Systemen, als Drüse gehört diese auch zur Venus). Zwillinge-Pflanzen haben fein geästeltes Blattwerk und wirken grazil. Oft sind die Pflanzen von einem grauen Filz überzogen Diese Gewächse helfen die Atemwege zu kräftigen, oder überreizte Nerven zu beruhigen. Oder sie fördern die Konzentration. Viele Lippenblütler und Doldenblüttler gehören hierher. Kennzeichnend ist die Beliebtheit bei fliegenden Insekten und eine hohe Konzentration an ätherischen Ölen. Auch aufrecht windende Rankengewächse mit zierlichen Blättern sind darunter. Panaschierte Blätter.

  • Früchte, Gemüse: Karrotten, Sellerie, Pastinake, Erbsen (Zuckerschoten), Stangenbohnen, Süsskartoffel (eine Winde), Gurken (Mond/Saturn). Fenchel (Mond), Bleich-Spargel (Jupiter, Mond/Saturn), Zitrusfrüchte. Passionsfrucht (Neptun), Lakritze (Jupiter, Venus/Mars).
  • Blumen:  Geissblatt (mit Neptun – der Duft), Clematis, Winden, Schwarzäugige Susanne, Asparagus, Sammetblume, Edelweiss, Enzian. Kletterrosen (Merkur, Jupiter). Goldregen (Mars/Venus, Jupiter), ein giftiger Strauch, Ginster (Mars/Venus), enthält auch Toxine.
  • Kräuter, Gewürze: Kümmel, Kerbel, Dill, Petersilie (Mars), Anis, Königskerze (Jupiter), Ysop (Jupiter), Angelica (Jupiter), Lavendel, Baldrian (Neptun, Mond, Saturn), Salbei, Thymian, Schafgarbe, Minzen (Neptun, Venus/Pluto, Mond/Saturn), Odermennig (Jupiter), Rosmarin (Jupiter), Melisse (Neptun, Mond/Saturn), Gelber Enzian (Jupiter).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Neptun/Jupiter-Schütze) nachzuschauen!

Krebs

Für den kardinalen Krebs gehören die Pflanzen mit Wasser-Signatur zu den begünstigenden. Alle Mond-Gewächse sind ihm zugetan. Diese sind saftig, oder regelrechte Sukkulenten, besitzen Milchsaft oder blühen Nachts, mit weissen wenig haltbaren Blüten. Manche wachsen nah am Wasser. Der Krebs regiert alle Hohlorgane (Mond, Neptun), die beruhigende Seite des Vegetativums, die Milchdrüsen, Haut (Saturn), Zwerchfell und den Wassergehalt des Körpers. Ausserdem sagt man Krebs- bzw. Mondpflanzen eine Wirkung auf den Traumschlaf und das Gehirn nach. Nach der Humralpathologie ist hier das Phlegma (Schleim) beheimatet.

  • Früchte, Gemüse: Keimsprossen (Mars), Blumenkohl, Kohl, Brokkoli, Kohlrabi, Rettich, Rüben (Venus/Mars bei Kohlsorten), Salat, Lattich, Melone, Kürbis, Gurke, Banane (Jupiter/Merkur), Papaya, Kokos-Nuss (Merkur/Jupiter).
  • Blúmen: Maiglöckchen (Venus/Pluto, Merkur/Neptun), Seerose, Jasmin- echter und falscher, Nachtkerze, Gardenie, Lilie, weisse Rosen (Venus/Mars), Mohn (Venus, Pluto). Salomonssiegel (Merkur/Neptun), Gänseblümchen.
  • Kräuter, Gewürze Weissdorn (Venus/Mars, Mond/Saturn), Melisse, Taubnessel, Minzen, Löwenzahn (Saturn, Merkur/Jupiter), Schöllkraut (Saturn, Merkur, Jupiter). Zistrose (Saturn). Wermut (Saturn, Merkur), Beifuss (Saturn,Merkur), Vogelmiere, Kalmus (Saturn).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Steinbock-Saturn) nachzuschauen!

Löwe

Natürlich ist der fixe Löwe mit seinm Regenten, der Sonne, ein echtes Feuerkind. Zum Löwen gehört auch das Herz, in seiner Funktion als zentrales Organ. Für den Löwen passen daher alle Sonnenpflanzen und viele mit einer Feuersignatur. Seine Gewächse sind auffällig, oft solitär, strahlend, in leuchtendem Orange oder Gold mit strahlenartigen Auswüchsen oder Blüten. Oft sind sie Sonnen-Sucher, sie wenden sich nach der Sonne. Man findet in ihnen tonisierende Wirkstoffe, die herzkräftigend und stimmungaufhellend wirken. Sonnen- oder Feuerpflanzen haben oft fette Öle oder Harze.

  • Früchte, Gemüse: Ananas, Mango, Orangen (Merkur/Jupiter, Venus/Mars), Olivenöl, Datteln, Sonnenblumenkerne, Nüsse (Jupiter/Merkur), Avocado. Honig als solares Lebensmittel.
  • Blumen: Calendula, Sonenblume, Rudbeckia, Dahlie (Mond, Saturn), Heliotrop, Hibiskus, Alant, Palmen.
  • Kräuter: Arnika, Kamille (Merkur/Jupiter), Rosmarin (Merkur/Jupiter), Johanniskraut, Safran, Ingwer , Löwenzahn (Mond/Saturn, Merkur/Jupiter). Zimt, Nelken, Weihrauch, Lorbeer.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Wassermann-Uranus) nachzuschauen!
Klimt_hygeia

Hygieia – sie verkörpert das 6. Haus und das Jungfrauprinzip, das für die Ernährung zuständug ist. Ihre Schwester Panakeia regiert über die Heilpflanzen.. quelle:wiki

Jungfrau

Hier regiert Merkur in seinem Nachthaus. Die Jungfrau ist ein mutables Erdzeichen.  Das Sternbild Jungfrau wurde immer mit der Göttin Demeter in Verbindung gebracht: Diese regier über die Feldfrucht, vor allem das Getreide. Ihre Jahreszeit ist der Herbst. Wie beim Zwilling zeigt sich der Merkur: Feinteilige Verästelungen oder fiedriges Blattwerk. Allerdings fehlt der Hang zum “Abheben”, auch als Rankgewächs bleibt man bescheiden in der Wirkung. Wolfühlplätze sind im lichten Halbschatten oder unauffällig in der Masse der Anderen, wie bei Gräsern. Auch der Duft ist eher subtil, die Farben gedämpfter. Oft gibt es eine Fülle kleinerer Blüten, wie beim Lavendel.  Deutlicher als beim Luftmerkur findet man eine fokussiernde, konzentrationsfördernde Wirkung. Zur Jungfrau gehören auch  die Verdauungsenzyme und der Dünndarm.

  • Gemüse, Früchte: Doldenblütler und Winden, wie bei den Zwillingen, aber vorherrschend die Gräser: Roggen, Hafer, Gerste, alle Getreide. Der eifrige Giersch. Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren. Bei den Getreiden zeigt sich der Gegenpol Neptun in der Tatsache, dass aus ihnen auch berauschende Getränke zubereitet werden. Der Hautptgrund für den Getreide-Anbau (Gerste ist wohl die älteste kultivierte Gräser-Sorte) war wohl tatsächlich das Bierbrauen, welches im Zweistromland erfunden wurde.
  • Blumen: Hornveilchen, Märzveilchen (Mars, Neptun, Venus),Lavendel, Pflanzen mit kleinen, bläulichen Blüten, Gänseblümchen, Ginster, Jungfer im Grünen.
  • Kräuter, Gewürze: Alle Zwillinge-Kräuter, Brombeer- Himbeerblätter (Mars,Venus), Schafgarbe, Beifuss, Gundermann (Venus), Schwarzkümmel.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Fische-Neptun) nachzuschauen!

Waage

Als kardinales Luftzeichen wird die Waage von der Venus in ihrem Taghaus regiert. Hier ist besonders augenfällig eine hübsche und ästhetische Erscheinung. Der Duft darf da schon erotisierend sein oder das Äussere der Blüten luxuriös und extravagant.  an entsprechnenden Düften mangelt es auch nicht. Die Waage ist das Zeichen des Ausgleichs beim Stoffwechsel und regiert auch die Nierenregion, mit den Nebennieren. Waage-Pflanzen sind also harmonisierend in ihrer Wirkung.

  • Gemüse und Früchte: Romanescu, Früchte von Rosengewächsen
  • Blumen: Orchideen, Rosen, Freesie, Gladiole (Mars), Kapuzinerkresse (Mars(Pluto), Mond/Saturn, Merkur/Jupiter), Märzveilchen (Mars), Stiefmütterchen,
  • Kräuter, Gewürze: Bärentraube (Mars, Mond, Saturn), Wachholder (Mars), Kardamom, Vanille, Gundermann (Merkur), Alchemilla.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Widder-Mars) nachzuschauen!

Skorpion

In diesem fixen Wasserzeichen herrschen Pluto und Mars in seinem Nachthaus. Wie bei Saturn findet man Pflanzen mit stark unterirdischen Anteilen, Sprossen oder Rhizomen. Manche wachsen im Verborgenen oder an Plätzen mit “unangenehmer” Ausstrahlung. Sie fördern die Ausscheidung oder hormonelle Zyklen. Manche zählen zu den Schamanenpflanzen, mit psychoaktiver Wirkung. Oft sind sie gegen Parasiten wirksam, manche der Heilpflanzen sind stark giftig. Da Pluto als höhere Oktave des Mars gilt, sind Marspflanzen ebenfalls interessant für den Skorpion. Pluto regiert den Bereich der ausscheidenden Organe und der Geschlechtsorgane.

  • Gemüse, FrüchteWidder-Pflanzen, Knoblauch ,Kürbiskerne, Tomaten, Holunderbeeren, Holunderblüten, Granatapfel, Feige
  • Blumen: Widder-Blumen, Rhododendron, Stechpalme, Anemonen, Eisenhut, Herbstzeitlose, Aaronstab, Wachsblumen, Stapelien, Stephanotis (Mond/Saturn), fleischfressende Pflanzen.
  • Kräuter, Gewürze: Brennessel, Aloe vera (Venus, Mond, Saturn), Ginseng, Minzen, besonders Poleiminze, Erdbeerblätter, Sägepalme, Traubensilberkerze, Schwarzkümmel (Venus/Merkur).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Stier-Venus) nachzuschauen!

Äpfel der Hesperiden - versprechen ewige Jugend …Leider nur Khaki-Früchte - aber mit einer echt verlockenden Farbe.

Äpfel der Hesperiden – versprechen ewige Jugend …
Leider nur Khaki-Früchte – aber mit einer echt verlockenden Farbe.

Schütze

Das mutable Feuerzeichen Schütze hat als seinen Regenten den alten Rauschbart Jupiter, seines Zeichens Chef der Olymier. Ein wenig ausladend wie er selbst präsentieren sich auch die dem Schützen zugeordneten Pflanzen. Viele Bäume sind darunter, meistens fruchttragend. Oder die Weinrebe, die neben der rankenden Merkur-Natur noch die expansive des Jupiter in sich trägt. Viele Schütze-Pflanzen heben einen günstigen Einfluss auf den Leberstoffwechsel. Desweiteren regiert der Schütze das Blutvolumen und die Hüftregion samt unterem Rücken und Po-Muskeln.

  • Gemüse, Früchte: Endivie, Radiccio, Rhabarber, Artischocken, Walnüsse, Weintrauben, Kürbis (Merkur, Venus/Pluto, Mond/Saturn).
  • Blumen: Üppige Pfingstrosen, Nelken, Kornblumen.
  • Kräuter: Löwenzahn (Merkur,Mond/Saturn), Mariendistel, Muskatnuss, Sternanis, Angelica, Mädesüss (Mond/Saturn), Borretsch (mit Merkur), Tausendgüldenkraut.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Zwillinge-Merkur)  nachzuschauen!

Steinbock

Saturn regiert das kardinale Erdzeichen. Saturn-Signaturen habe ich bereits hier beschrieben. Der alte Erntegott und Vater Zeit regiert die Knie, Zähne und alles Mineralische im Körper. Der Calzium, Magnesium und Siliziumgehalt ist deshalb in Steinbockpflanzen hoch. Viele enthalten auch eine gehörige Portion Gerbstoffe und andere zusammenziehende (adstringierende) Substanzen.

  • Früchte, Gemüse: Rüben, Rote Beete, Kartoffeln, Chicoree, Schwarzwurzeln, Hollerfrüchte, Oliven, Aroniabeeren (Venus/Pluto).
  • Blumen: Christrosen, Ilex, Zaubernuss, Zistrose, Farn, Efeu (Mond, Jupiter/Merkur), Silberdistel. Olivenbaum (Mond).
  • Kräuter, Gewürze: Beinwell, Hirtentäschel, Schachtelhalm, Potentilla (Blutwurz), Asa foetida, Wermut, Beifuss, Giersch.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Krebs-Mond) nachzuschauen!

Wassermann

Der fixe Luftikus Wasserman hat seine Regenten Saturn und Uranus als echt schräges Pärchen. Bizarre oder nichtvegetativ vermehrte Pflanzen, die den Erdkontakt scheuen gehören zu seien Lieblingen. Kreislaufstabilisierende und entspannende Gewächse sind hilfreich, ebenfalls solche mit erdender Wirkung. Dem Zeichen sind die Unterschenkel und Knöchel zugeordnet, daher sind magnesiumhaltige Lebensmittel, die auch Wadenkrämpfen vorbeugen  wohl auch nicht verkehrt. Auch Silicium, das das Skelettsystem und das Bindegewebe kräftigt ist förderlich. Desgleichen alles was den Elektrolythaushalt harmonisiert, und die elektrische Funktion der Nervenzellen unterstützt.Da Uranus als höhere Oktave des Merkur gilt, sind auch die Merkurpflanzen mit Luftcharakter (Zwillinge) für den Wassermann günstig.

  • Früchte und Gemüse: Cashewkerne, Mandeln (Venus/Pluto), Tofu.
  • Blumen: Bromelien, Löwenmäulchen (Sonne), Leinkraut, Strelitzie, Heliconie. Vergissmeinnicht, Skaibiose, Strohblumen. Goldregen, Sauerklee (Mond/Saturn). Kamelie (Sonne, Mond/Saturn), Epiphyten, Aufsitzer-Orchidee, Passiflora (Sonne, Neptun, Merkur).
  • Kräuter: Baumflechten, Kamille, Johanniskraut, Beinwell, Rosmarin (Sonne), Nelken, Zimt, Weihrauch, Schachtelhalm. Salvia Divinorum, Arnika, Mistel, Tee, Mate, Yahe.
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Löwe-Sonne) nachzuschauen!

Fische

Neptun und Jupiter in seinem Nachthaus regieren die mutablen Fische. Die Pflanzen dieses Wasserzeichens haben oft eine sedierende und anaphrodisierende Wirkung. Neben den traumfördernden sind aber auch erdende darunter. Das Zeichen Fische regiert die Füsse: Dazu gibt es Gewächse, die nicht nur die Fussbeschwerden oder die Gicht heilen (Beifuss oder Giersch), sondern die Standfestigkeit im Leben verbessern. Nicht umsonst ist der Gegenpol die realistische Jungfrau (Merkur). Da Jupiter der Co-Regent der Fische ist, kann man auch Schütze-Pflanzen einbeziehen.

  • Früchte und Gemüse: Pilze, Algen, Brunnenkresse, Kürbis, Gurke, Melone, Agar-Gelees.
  • Blumen: Veilchen, Usambara-Veilchen, Gardenie (Mond), echter Jasmin,  Seerose, Lotus, Blauregen,Weide, Passiflora (Sonne/Uranus).
  • Kräuter: Hopfen, Passionsblume (Merkur), Giersch, Grüner Hafer (Merkur), Baldrian (Merkur), Katzenminze (Merkur).
  • Bei zuviel von einem Prinzip lohnt es sich auch beim Gegenpol (Jungfrau-Merkur) nachzuschauen!

In meiner Liste habe ich tierische Produkte, mit Ausnahme des Honigs aus dem Blütennektar, bewusst ausgeklammert. Milchprodukte sind interessant für alle Mond-geprägten Typen, Fleisch für den Marstyp, der mehr Eiweiss benötigt, besonders wenn er sportlich aktiv ist. Allerdings lässt sich das teilweise mit eiweissreichen Pflanzen (Bohnen, Brennesselspinat) oder durch Milch/Ei-Erzeugnisse für lacto-ovo Vegertarier ausgleichen. Von reinem Veganismus halte ich nicht viel, das kommt mir doch sektiererisch vor, oder wieder mal als lukrativer Mode-Trend: Der Mensch ist wie Schwein, Affe und Bär ein Gemischt-Köstler mit sehr hohem Anteil an pflanzlicher Kost. Doch nicht ausschliesslich. Darüber hinaus sind viele vegane Produkte ausgesprochen künstlich oder stark prozessiert und nicht gerade umweltschonend in der Herstellung. Wenn man Veganer wegen des Tierschutzes ist: Eier und Milchproduckte der anthroposophischen bäuerlichen Betriebe (DEMETER) stammen aus Tierhaltung mit starken ethischen Grundsätzen bezüglich der Lebensumstände und Ernährung von Nutztieren. Auf  Pelz etc. aus der vollständig überflüssigen Luxus-Pelztierzucht kann man ja getrost verzichten. Bei Leder sind Ersatzmaterialien natürlich häuifg Kunststoffe, deren Produktion (oft in Drittländern unter fragwürdigen Arbeits- und Umweltbedingungen) fossile Rohstoffe, Trinkwasser und jede Menge Energie frisst. Hier gilt es  gut zu recherchieren, ob man da nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreibt … Eine Alternative sind vollständige Verwertung von Schlachttieren (wie bei Naturvölkern), Up-Cycling oder Recycling von z.B. Textilien oder Gebrauchtkunststoffen, letzteres aber bitte OHNE Umweltsauerei ! Vielleicht tut es ja mal ein Mode-Artikel weniger ? Die Möglichkeit auf Pflanzenfasern auszuweichen, hat auch ihre Grenzen, Baumwollanbau ist z.B. eine der grössten Pestizid-Verbraucher überhaupt. Hanf hingegen, der eine wahre Superpflanze ist, wird geradezu verteufelt, obwohl oder weil? er ohne Giftduschen auskommt. Er wird kaum von Schädlingen befallen, und Unkraut wächst auf Hanffeldern auch nicht gut, da die Pflanze zu viel Schatten erzeugt. Neben sehr vielseitig einsetzbaren Fasern liefert er auch nahrhafte Samen, tja und das diabolische Cannabis-Harz ist eigentlich ein wertvolles Heilmittel. Vielleich tut sich ja jetzt was in den Köpfen, wo die Holz-Lobby an Einfluss verliert, den eigentlichen Treibern des Hanf-Verbots. Hanf wäre zudem eine heimische Pflanze, deren Nutzung unnötige Transportwege vermeidet. Auch Wolle von heimischen Schafen wäre nachhaltiger und für den Planeten verträglicher als “veganer” Kunststoff. Und das leidige Thema Soja – wer verdient wohl an der gentechnischen Bohne, vom Pestizd umschmeichelt, zermanscht für für “künstlerisch wertvolle” Designer-Veggie-Produkte aus konventioneller Nahrungsindustrie? Agrar-Riesen und Gifterzeuger - ja gerade die lieblichen TTIP Treiber, gegen die die Veggie Freunde dann auf die Strasse gehen.

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Jamilla sagt: Veganes Katzenfütter ist Tierquälerei:
Ich bin ein rein carnivores Raubtier und werde ohne tierisches Protein sehr krank!
Selbst Hundefutter hat zuwenig Eiweiss-Anteil für mich!

Denkt mal ein bisschen nach … nicht alles was gerade “schick” ist, folgt den Regeln der Vernunft oder ist ein “ehrlicher ” Trend! Und jaaa – wunderbar: Statt an die Säue verfüttern wir das Viehfutter lieber gleich an den Endverbraucher, mit vielfachem Gewinn! Selbst Fleisch aus dubiosen Quellen ist noch viel zu teuer als Ausgangsprodukt, da ist das Sojamehl gerade recht und BILLIG. Wohin das führt – na zu SOYLENT Green, besonders, wenn wir weiter der menschlichen Überproduktion huldigen. Davon abgesehen, dass in Drittländern lokale Despoten ihre Untertanen von ihren Feldern vertreiben um für US-Konzerne Gensoja, für die EU Treibstoffmais und andere Luxusprodukte für den Export anzupflanzen.

Apropos “Herumschippern” von Konsumgütern: Dass man sein Obst und Gemüse saisonal auswählen sollte, müsste mittlerweile jedem vernunftbegabten Menschen klar geworden sein: Flug-Ananas, chilenische Erdbeeren im Winter  und Ähnliches schmecken zwar vielleicht (manchmal) besser, aber der Preis für solchen Luxus ist wohl zu heiss, und damit meine ich nicht die Euronen, die man dafür hinblättern muss.

 fit & gesund mit Obst

Lecker & gesund: Am besten aus Eigenanbau!

Ein Heilkräuter-Brevier oder Ernährungstipps ersetzen nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  nachfragen.

 

Posted by on September 19th, 2016 Kommentare deaktiviert

Asträa für Freimaurer: Licht der Vernunft

Maria im Ährenkleid, ca. 1450. Quelle: wikimedia Commons.

Maria im Ährenkleid, ca. 1450. Quelle: wikimedia Commons.

Asträa als mythologische Figur gilt in der Tradition der Aufklärung und der Menschenrechtsbestrebungen ein Leitsymbol. Deshalb gibt es etliche Logen vor allem aus der Gründerzeit des Freimaurertums, die dieses Symbol zum Namensgeber und Leitbild für ihre Loge wählten. Was fanden diese Brüder der ersten Stunde so besonderes an der hellenischen Gottheit?

Asträa bedeutet Sternenjungfrau: Forscht man nach in ihrer Geschichte bietet sich ein komplexes Bild, das sich schon in der Vielfalt der bildlichen Darstellung abzeichnet.

Mit Sternen ist sie bekrönt oder mit einer richtigen Krone geschmückt. Manchmal trägt sie ein Sternengewand, häufig ist sie eher leichtgeschürzt oder nackt. Ihre Attribute sind ebenfalls umfangreich, ein Schwert, das nach oben weist, eine Waage, manchmal ein Bündel Kornähren. Am Nachthimmel glänzt sie als Sternbild der Jungfrau, lateinisch Virgo mit seinem auffälligen Hauptstern Spica. Laut Hesiod wurde sie vom Göttervater an den Himmel gesetzt, weil sie schwermütig über den Mangel an natürlichem Rechtsempfinden unter der Menschheit, dieser den Rücken gekehrt hatte und bei ihrem Vater Zeus Zuflucht fand. Daher findet man das astrologische Symbol der Virgo oft statt eines Abbildes in Bijoux von Logen, die die Asträa in ihrem Namen führen.

Asträa zu den drey Schwertern und zur Grünenden Raute mit der astrologischen Virgo-Glyphe

Asträa zu den drey Schwertern und zur Grünenden Raute
mit der astrologischen Virgo-Glyphe

Man sieht, sie ist ein vielschichtiges Wesen, das man nicht auf die Allegorie namens Justitia (die blinde Rechtssprechung) reduzieren darf. Asträa hat KEINe Augenbinde und hält oft einerseits die Kornähre, welche ein Bestandteil des Gesellenrituals und der drei symbolischen Entlohnungen Salomos ist, andererseits ein Schwert, das nicht gesenkt ist, sondern bereit die Frevler zu bestrafen und die Unterdrückten zu beschützen. Sie blickt sehenden Auges, da sie die Wahrheit verkörpert und daher auch oft nackt dargestellt wird. Auch ihr Freiheitsanspruch und damit ihre Unparteilichkeit spiegelt sich in ihrer Darstellung mit entblösster Brust oder gänzlicher Nacktheit wieder. Man denke an die allegorische Darstellung der Freiheit in Delacroix berühmten Revolutionsgemälde. Es symbolisiert dieses Himmelskleid auch ihre Reinheit, vor allem die Reinheit der Gedanken. Der Begriff Jungfrau darf nicht täuschen ,er hat nicht mit Keuschheit zu tun, sondern mit Unabhängigkeit. So nannte sich die englische Königin Elisabeth I. auch „Virgin Queen“ um ihre Freiheit von der Entrechtung durch das Ehejoch ihres Zeitalters auszudrücken.

Wie schon erwähnt, im alten  Griechenland war Asträa als Dike die Verkörperung des Natur-rechts, einer frühen Form der Menschenrechte und der harmonischen Beziehungen allen Lebens miteinander, die dann auf der Erde wandelte, als das goldene Zeitalter herrschte. Dieses bricht dann wieder an, wenn sie aus ihren himmlischen Gefilden zurückkehrt.

Um die Gleichwerigkeit allen Lebens im Angesicht der Natur zu verdeutlichen, trägt sie eine Waage, die das Prinzip der Ausgleichung und der Gleichheit verkörpert.

Wie wichtig für eine Zivilisation diese Figur ist, sieht man daran, dass sie bei den Griechen schon als Titanin Themis die Gerechtigkeit (nicht die Rechtsprechung – das war Sache des Zeus) verkörpert, also einer älteren Kulturschicht zuzuordnen ist als die Olympier. Auch die strafende Nemesis, daher das Schwert,  ist ein Aspekt von ihr. Asträa war wohl ein Teil einer ursprünglich triformen archaischen Muttergottheit der in Griechenland ansässigen Pelasger vor der dorischen Einwanderung in der Eisenzeit.

Dies erkennt man auch daran, dass die Sternenkonstellationen Virgo, Libra und Scorpio in alter Zeit als eine zusammenhängende Einheit gesehen wurden. Sie symbolisieren Naturrecht, Gerechtigkeit und Strafe, aber auch die Fruchtbarkeit der Urmutter. Erst in den späteren Überlieferungen durch Hesiods Theogonie wird die Sternenjungfrau zu Dike, Tochter des Zeus mit Themis als ihrer Mutter. Die bereits erwähnten Kornähren erinnern an Demeter und Persephone oder Kore der Eleusinischen Mysterien. Das ebenfalls mit dem Mythos vom Raub der Persephone in Zusammenhang gebrachte Sternbild Jungfrau hiess in der Frühzeit der Menschheit Ackerfurche, der fruchtbare Schoss, aus dem das Heil kommt, da seine beste Sichtbarkeit in die Zeit der Aussaat fällt.

Quelle: Wikimedia Commons.

Delacroix, Ende 18. Jhd.: Die Freiheit stürmt die Barrikaden von Paris.
Mit nackter Brust, versteht sich!

Viele Vorstellungen, die mit der Asträa verbunden sind, fanden auch eine Resonanz im Christentum, das den Geburtstag der Maria deshalb innerhalb des liturgischen Kalenders in das Sternzeichen Jungfrau, auf den 8. September, legte. Auch die Darstellung mit Sternenkranz, der schon im Namen Asträa mitklingt wurde übernommen, sowie das Himmelskleid, nun ein blauer Mantel statt der Nacktheit. Dieser ist zudem, besonders im Mittelalter, gerne mit Kornähren geschmückt.

Die Sternenjungfrau, von der fürsorglichen, nährenden Urmutter, die über das harmonische Zusammenleben der Menschen wacht, dem späteren Symbol der Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit zur jungfräulichen Mutter Christi, eine Figur, die die Zeiten überdauert hat.

Auch viele der grossartigen Kathedralen, welche in starker Beziehung zu unserer Bruderschaft stehen,  sind Marienkirchen. Die gesamte Gotik ist durchzogen von Marianischer Mystik und Verehrung, sie hat hier ihren Höhepunkt. Neben den beiden bekannten Patronen, Johannes, dem Täufer und dem Evangelisten, gilt auch die Gottesmutter als Schutzherrin der Steinmetzen und Dombaumeister.

Nicht zuletzt ist noch  ein Aspekt der Asträa für uns Freimaurer bestimmend: Durch ihren Sternenkranz ist sie auch ein Lichtsymbol, das Licht der reinen Wahrheit und der Vernunft, der Befreiung von der geistigen Unterdrückung, das auch für das Zeitalter der Aufklärung steht. Daher wird sie manchmal auch mit einer Fackel dargestellt, wie man sie von der Freiheitsstaue kennt.  Sie steht also für Werte, die gerade in unserer Zeit  nichts an Gültigkeit verloren haben.

Für eine komplette Behandlung des Themas Asträa mit allen zugrundeliegenden Mythen, die bis in Neolithikum und besonders ins Zweistromland zurückreichen, habe ich für Br. Freimaurer einen kompletten Vortrag anzubieten. Dauer ca. 2h. Kontakt über Ambrosia.

 

Posted by on September 17th, 2016 1 Comment

Venus in der Jungfrau: Herz im Kopf

Venus in der Jungfrau

Skeptisch, detailverliebt und pragmatisch : Venus in der Jungfrau

Jungfrau-Einfluss in Beziehungsaspekten wie der Radix-Venus,  macht eher zurückhaltend und skeptisch. Will man diese Venus gewinnen muss man viel Geduld haben, wird aber dafür belohnt. Nicht gerade der heftige Flirt-Typ, aber wenn sie wirklich entflammen ist es für immer. Sie suchen dauerhafte Beziehungen auch wenn sie aus mangelnder Selbstsicherheit alles ständig hinterfragen und oft einen schwierigen Anfang haben. Da sie ähnlich wie Krebs- und Fische-Venus “Kümmerer” sind, fühlen sie sich wohl im Kreis einer harmonischen Famile, für die sie sorgen können.

  • Tipp: Erfüllen Sie alle Punkte ihrer Checkliste, ist Virgo-Venus sehr loyal, fast wie der Skorpion … und nahezu genauso kontrollierend. Bei starken Aspekten der Jungfrau-Venus mit Pluto drohen extreme Eifersucht und obsessives Verhalten.
  • Dating: Vernachlässigen Sie nicht Ihre Körperpflege und seien Sie pünktlich bei Ihren Verabredungen, demonstrieren sie Tierliebe. Zeigen Sie sich aufgeschlossen für gesunde Ernährung. Sagte ich schon, dass die Jungfrau geschickt mit den Händen ist … ?

Glücksstein: Peridot, Malachit (Erdelement), Falkenauge (Merkur)

Partner:

  • Jungfrau-Venus, Skorpion-Venus, Stier-Venus, Steinbock-Venus, Krebs-Venus
  • Jungfrauen haben Angst vor Zurückweisung, dadurch werden ihre Selbstzweifel befeuert. Daher verzichten manche auf menschliche Partner und verschenken ihr Herz lieber an einen vierbeinigen Gefährten. Katzen stehen hier hoch im Kurs, da sie in ihrem Wesen der Jungfrau gleichen. Daher stammt wohl das alte Klischee des alten Jüngferchens mit einem Heim voller Katzen …?

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 ©kmygraphic

Nicht nur bei Venus (Beziehungs- und Genussfähigkeit) im Zeichen Virgo zeigen sich solche Eigenschaften, sondern auch  bei Jungfrau-Mond (Gefühlsaspekt, Einstellung zu Heim und Familie) und Jungfrau-Sonne (Ego und Selbstverwirklichung)  Selbst Haustiere bilden da keine Ausnahme.

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Jamilla sagt: Ich bin gar nicht da …  Mond in der Jungfrau.

 

Posted by on September 12th, 2016 Kommentare deaktiviert

Heilpflanzen im September: Signatur des Merkur

Dualer Merkur, vereint Gegensätzliches mit Liebe zum Detail.Twain ©scrano 2014

Dualer Merkur, vereint Gegensätzliches mit Liebe zum Detail.
Twain ©scrano 2014

Signaturen in der Pflanzenastrologie:

Alle Lebendige aber auch sonstiges Dingliches teilt sich mit. Pflanzen kommunizieren mit ihren Farben, ihrem Geruch oder Duft, in der Ausformung ihres Wurzelgeflechts, Anzahl, Form und Stellung von Blättern, Erscheinungsform und Symmetrie der Blüten, Eigenschaften ihrer Früchte, Samen oder Sporen, ihrer kompletten Erscheinungsform, ja sogar einer Art “Ausstrahlung”. Bei der Interpretation der Pflanzen muss man aber bedenken, dass sie sozusagen verkehrt herum leben: Ihr Kopf oder “Gehirn” steckt im Boden, ihre Fortpflanzungs- und Bewegungsorgane (z.B. Ranken) sind nach oben, dem Licht entgegengestreckt.

  • Hinweise für Signaturen finden sich auch darin, wie, wo und wann eine Pflanze wächst, blüht oder fruchtet  in welchen Gemeinschaften und unter welchen Randbedingungen.
  • Namen, besonders die ortsüblichen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sofern noch bekannt) spielen eine Rolle. Auch Bezeichnungen aus dem Volksmund sind eine interessante Quelle, wobei man aber Heilwissen, Brauchtum und dummen Aberglauben manchmal nicht trennen kann.

Diese Erscheinungsbilder und Ausdrucksformen lassen sich in die Sprache astrologischer Archetypen übersetzen, sie bilden dann eine sogenannte Signatur.

In der klassischen Signaturenlehre werden meist nur die einseitigen Prinzipien der hermetischen Polarität herangezogen, ausserdem verwendet man nur die 7 Himmelskörper der Antike: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Ich ziehe aber die Trans-Saturnier durchaus mit heran, da es mittlerweile einige Erfahrung damit gibt. Bei allen hermetischen Korrespondenzen muss man immer bedenken, dass durch das symmetrische Achsenprinzip der Gegenpol immer mit zum Tragen kommt. In allen Dingen oder Wesen, welche die Erde oder der Kosmos hervorbringt ist zudem auch jedes archetypische Wirkprinzip vertreten, wenn auch nicht in gleichem Aussmass oder in allen Stadien oder Phasen ihrer Existenz. Manche Wirkungen z.B. bei Pflanzen sind nur auf einen Teil, wie Früchte oder Wurzeln beschränkt, manche muss man erst durch Zubereitung und Anwendung erschliessen. Zum Teil kann man eine Rückbeziehung durch die Funktion der Inhaltsstoffe für die Pflanze selbst herstellen.

Dazu kommt: Nicht alles was aus dem planetaren Entsprechungen stammt, ist dem Menschen dienlich – es ist in erster Linie für die Pflanze lebensnotwendig und prägt IHR Wesen. Wir nutzen nur den Anteil, der uns hilfreich ist.

Als MacGyver der Götter  ist der Merkur  das Symbol für den Verstand, die Vernunft, den Intellekt und die Logik. Damit verkörpert er das Denken, Kommunzieren mit anderen und das Lernen von neuen Fähigkeiten. Der kleine innerste Planet  umläuft die Sonne in nur 87 Tagen. Daher galt der flinke Merkur in der griechischen Mythologie als Götterbote, Herold des Zeus und Unterhändler zwischen den Göttern und Menschen.  Sein primäres Element ist die Luft, sein Domizil liegt in den Zwillingen und er herrscht im dritten Haus. Allerdings hat er einen russigen (Zwillings)-Bruder, auch ein Erfindertalent, wenn auch nicht so beweglich: Hephaistos mit dem lahmen Bein und den geschickten Händen. Dieser regiert die Jungfrau und das sechste Haus, sein Element ist die Erde.

Der Merkur, aber auch sein Bruder, der unterirdische Schmied galten als neu- und wissbegierig: In beiden Formen  unterstützt dieser Archetyp  unsere logischen und analytischen Fähigkeiten, lässt uns unvoreingenommen auf Menschen und Situationen zugehen, Neues aufnehmen und umsetzen. Der Hephaistos segnet uns auch mit einem pragmatischen Verstand – so dass man sich nicht in Luftschlössern und Abstraktionen verliert.

 Merkurräucherungen nützen an den Tagen der Retrogradation des Planeten, seinen inneren Zusammenhalt aufrechtzuerhalten und Missverständnissen durch fehlinterpretierte Äusserungen seitens seiner Mitmenschen aus dem Weg zu gehen.  So ein kleines Planeten-Räucherritual macht auch Menschen mit einem rückläufigen  Merkur in der Radix, besonders in Haus 3, 6 oder 9, das Leben leichter. Eine gute meditative Übung vor einem Vortrag, oder wenn man schwierige Texte verfassen muss.

  • Räucherpflanzen, die unsere Merkurfähigkeiten unterstützen, sind z.B. Hopfenzapfen, Lavendelblüten, Pfefferminze, Macisblüte, Salbei, Ysop und Lemongras oder Zitrusschale.

Die in Merkurpflanzen häufig enthaltenen ätherischen Öle wirken in der Aromalampe gegen Kopfschmerzen, innere Unruhe und fördern die Konzentration bei Lernaufgaben.  Darum haben sie sich auch in Prüfungszeiten bewährt. Beispiele: Zitrone und Lemongras aktivieren, Mandarine baut Stress und Spannungskopfschmerz ab. Lavendel beruhigt nervöse Gemüter. Pfefferminze und Bergamotte erfrischen den Geist. Überhaupt sind stark merkurische Heilmittel oft durch Inhalieren anwendbar, weniger als Tee oder Tinktur, da sie häufig dem Element Luft unterstehen.

In seiner Funktion als geflügeltem  Götterboten entspricht dem Merkur/Hermes das Prinzip des Informationsflusses, damit die Geschwindigkeit aller Stoffwechselprozesse und das dafür verantwortliche Hormonsystem (Schilddrüse, mit ihrer Schmetterlingsform, ein Merkursymbol)  und auch die Bronchien und Lungen. Als Mittel des Ausdrucks, des Erfahrens der Umwelt und kreativen Schaffens sind auch die Hände dem Merkur unterstellt.

Der hermetische Gegenpol von Merkurpflanzen wird klassisch von Jupiter (9,Haus, Schütze und 12. Haus, Fische) gebildet. In der modernen Astrologie kommt zum Jupiter des Nachthauses noch der Neptun als neuer Hauptherrscher von Fische und 12. Haus hinzu. Häufig sind beide Pol-Signaturen sogar gleich stark ausgeprägt. Beispiele: Iris, Königskerze, Baldrian, Katzenminze.

Jugendlicher Hermes als Jäger. Schwtezinger Park, ©beast666 2016

Jugendlicher Hermes als Reisender.
Sein Begleittier ist der wachsame Hahn, der auch ein solares Symbol darstellt. Schwetzinger Park, ©beast666 2016

Die Idee des Vermittlers, wie sie Merkur als Götterbote und geschickter Unterhändler verkörpert, zeigt uns, dass seine Pflanzen dazu dienen, unterschiedliche Wirksysysteme zusammenzubringen.  Im Körper helfen sie auch, die inneren Taktgeber zu regulieren. In seinen Eigenschaften ist Merkur ambivalent. Er kann das Feindliche befreunden und auch Fehlendes ergänzen. Auch viele Sonnenpflanzen vermögen das, weil sowohl Merkur als auch sein älterer Bruder Apollon (Sonne) als innere Heiler gelten. Das zeigt sich in ihrer mythologischen Beziehung zum archetypischen Arzt Äskulap, einem Sohn Apollons, und Träger eines Schlangenstabs – dem Caducceus, wie ihn auch Merkur besitzt. Auch der Caducceus mit Flügeln und zwei Schlangen die sich umwinden verkörpert das Duale und seine Überwindung: Er vereint das Obere mit dem Unteren und bringt die Gegensätze (Schlangen) zusammen.

  • Daher sind beide Pflanzenmittel wichtig in Rezepturen – sie bringen die Wirkung erst zur Entfaltung.

Gentiana lutea - gelber Enzian. Merkur/Jupiter mit typischen "Wegerichblättern".

Gentiana lutea – gelber Enzian. Merkur/Jupiter mit typischen “Wegerichblättern”. Quelle:wiki

Gewächse, welche eine Merkursignatur tragen, haben blassblaue bis violette oder maisgelbe Blüten, wechselnde Blütenfarben, Komplementärfarben, Scheckung, Dolden- und Schirmblüten, kleine individuelle Blüten in Rispen und Ähren. Sie weisen eine schlanke Gestalt auf, vor allem aber lanzettliche, parallelnervige, gefiederte, nadelartige oder flügelförmige Blätter (Farne), die im wechselnden Rhythmus angeordnet sind. Rutenartige (Ginster, Tannenwedel, Schachtelhalm) Ausformungen kommen ebenfalls vor, oder „Blatthände“, wie bei Fingerkraut und Kastanie.  Auch rauhe Haare und weiche Borsten, welche die Pflanze bedecken, sind charakteristisch: Küchenschelle, Borretsch, Königskerze. Ihr Wuchs ist streng aufrecht (Odermennig, Königskerze, Fingerhut), oder  sie  klettern und ranken (Efeu, Hopfen, Bohnen). Typisch sind auch  Samen, die mit dem Wind verteilt werden z.B. Flugborsten oder Fallschirmchen tragen.  Merkurpflanzen wachsen  oftmals am Wegrand. Beispiele sind die Wegwarte und der Wegerich.

Düfte von Merkurpflanzen kommen seltener von den Blüten (ausser Lavendel) sondern von den Blättern und beruhen oft auf einem Gehalt an ätherischen Ölen, z.B. Lavendel. Salbei, Rosmarin, Thymian. Die Merkurpflanze ist ein Insektenliebling, oft eine regelrechte Tankstelle mit Treff für Falter, Bienen, Käfer. Beispiele: Wilde Möhre, Baldrian, Schmetterlingsmagnet Buddleia.

Echium vulgare - Natternkopf aus der Familie der Borretschgewächse.

Echium vulgare – Natternkopf aus der Familie der Borretschgewächse.

Erd-Merkurpflanzen (Jungfrau) ranken eher am Boden entlang als dass sie hochaufstrebend wären. Ihr Gegenpart ist Neptun, so dass sie auch invasive, flachwurzelnde Rhizomgeflechte bilden können. Beispiel hierfür sind Gräser oder der Giersch. Luftmerkurpflanzen (Zwillinge) sind die klassischen Kletterer, die auch ausladende Pflanzendschungel bilden lönnen, weil ihr Gegenpol der expansive Jupiter ist – Wein oder Wisteria sinensis stellen beide gute Verteter dieses Prinzips dar.  Egal ob Neptun oder Jupiterprinzip den Gegenpol bilden, häufig enthalten diese Gewächse beruhigende oder berauschende Inhaltsstoffe, wie z.B. der Hopfen, die Passiflora, oder die Prunkwinde.

Viele Pflanzen tragen eine Merkur-Nebensignatur: Holunder, Orchideen, Walnussbaum (Jupiter), Rosskastanie (Jupiter, Mars/Venus), Schafgarbe, selbst Rosen.

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Zaunwinde, eine alte Hexenpflanze – und ein Heilkraut.

Gewächse unter der Herrschaft des Merkur:

  • Akelei (Jupiter, Mars/Venus)
  • Ackerschachtelhalm (Mond/Saturn)
  • Bärlapp (Saturn/Mond),
  • Bittersüß (Venus/Pluto),
  • Baldrian (Mond/Saturn, Neptun),
  • Beifuß (Saturn, Mond),
  • Bingelkraut (Uranus),
  • Borretsch (Jupiter)
  • Braunwurz (Saturn),
  • Dill (Sonne/Uranus),
  • Ehrenpreis (Jupiter),
  • Esche (Jupiter),
  • Fenchel (Mond/Saturn),
  • Fingerhut (Jupiter, Mars/Venus)
  • Frauenhaarfarn
  • Gelber Enzian (Jupiter, Mars/Venus)
  • Geissblatt (Neptun)
  • Giersch (Neptun, Mond/Saturn)
  • Ginster (Venus/Mars)
  • Gundermann (Venus/Mars),
  • Herzgespann (Venus/Mars),
  • Hirschzunge (Saturn/Mond),
  • Hopfen (Neptun, Mars/Venus)
  • Huflattich (Jupiter, Venus/Mars),
  • Katzenminze (Neptun, Mond/Saturn)
  • Kerbel, (Mond/Saturn)
  • Küchenschelle (Venus/Mars),
  • Kümmel, (Mond/Saturn)
  • Lavendel, (Neptun)
  • Linde (Venus/Mars),
  • Lungenkraut (Saturn),
  • Melisse (Neptun, Mond/Saturn);
  • Minzen (Venus/Pluto), Poleiminze, Krauseminze, Spearmint etc.
  • Natternkopf (Jupiter),
  • Odermennig (Jupiter),
  • Oleander (Jupiter, Venus/Pluto),
  • Passiflora (Neptun, Jupiter)
  • Petersilie, (Jupiter, Mond/Saturn)
  • Schierling (Saturn/Mond),
  • Schwalbenwurz (Saturn, Mond),
  • Tannenwedel (Mond/Saturn)
  • Teufelsabbiß, (Mond/Saturn)
  • Thymian (Mars/Venus)
  • Wegeriche (Venus/Mars)
  • Duftwicke (Neptun, Venus/Mars)
  • Winden: Prinkwinde, Zaunwinde, (Jupiter, Neptun, Mond/Saturn)
  • Wegwarte (Jupiter, Saturn/Mond)
  • Wolfstrapp
  • Wurmfarn (Mond/Saturn);

Nahrungsmittel:

  • Getreidearten (Jupiter-Mais, Neptun alle anderen)
  • Bohnen, Erbsen (Venus/Mars)
  • Süsskartoffel (eine Windenartt, Mond/Saturn)
  • Obst: Johannisbeeren, Stachelbeeren, mit Venus/Mars
  • Passionsfrucht, (Neptun, Jupiter)

Merkur untersteht auch die Blatt- und Stengelausprägung sowie der Samenflug. Merkurpflanzen aktivieren den Stoffwechsel und eignen sich wegen ihrer Anpassungsfähigkeit gut zur Abrundung von Rezepten.

Wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten: Zu den merkurgeprägten Giftpflanzen zählen der sehr toxische Goldregen (Mars/Pluto und Venus), der schwächer giftige Ginster, die Hundsgiftgewächse (Vinca, Oleander mit Venus/Pluto) und die Hahnenfussgewächse (Mars/Pluto und Venus), die allesamt Gift- oder Reizstoffe enthalten. Hier wie auch beim Maiglöckchen sind es die Nebensignaturen, welche das aggressive Element tragen. Auch Bohnen (Mars/Venus) sind ungekocht toxisch.

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Polygonatum – Salomonssiegel, Elfensporn.
Typisch die parallelnervigen Blätter und die ährige Blüte.
Nebensignatur Mond/Saturn, wie beim verwandten ebenfalls giftigen Maiglöckchen.

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des 6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus und dessen Herrscher
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter Mondaspekt des Dekumbitur zum Mond in der Radix -> Ursache, nächste Mondaspekte -> Krisen, Heilungschancen und Dauer.

Bilder: ©beast666  und gemeinfrei (Enzian).

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  direkt nachfragen.

 

Posted by on September 11th, 2016 Kommentare deaktiviert

Aphorismen: Henry Louis Mencken

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Astrofraktal für H.L.Mencken.
Virgo-Mandala ©scrano 2015

“As democracy is perfected, the office of president represents, more and more closely, the inner soul of the people. On some great and glorious day the plain folks of the land will reach their heart’s desire at last and the White House will be adorned by a downright moron.”
― Typischer Ausspruch von H.L. Mencken

Weitere Zitate:

  • Democracy is the art and science of running the circus from the monkey cage.
 Henry Louis Mencken (September 12, 1880 – January 29, 1956), better known as H. L. Mencken was a twentieth century journalist and social critic, a cynic and a freethinker, known as the "Sage of Baltimore" and the "American Nietzsche".

Henry Louis Mencken (September 12, 1880 – January 29, 1956), better known as H. L. Mencken was a twentieth century journalist and social critic, a cynic and a freethinker, known as the “Sage of Baltimore” and the “American Nietzsche”.

  • For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong.
  • The whole aim of practical politics is to keep the populace alarmed (and hence clamorous to be led to safety) by menacing it with an endless series of hobgoblins, all of them imaginary.
  • The most dangerous man to any government is the man who is able to think things out… without regard to the prevailing superstitions and taboos. Almost inevitably he comes to the conclusion that the government he lives under is dishonest, insane, intolerable.
  • Puritanism. The haunting fear that someone, somewhere, may be happy.
  • A good politician is quite as unthinkable as an honest burglar.
  • It doesn‘t take a majority to make a rebellion; it takes only a few determined leaders and a sound cause.
  • Every decent man is ashamed of the government he lives under.
  • Democracy is only a dream: it should be put in the same category as Arcadia, Santa Claus, and Heaven.
  • Communism, like any other revealed religion, is largely made up of prophecies.
  • What men value in this world is not rights but privileges.
  • Whenever you hear a man speak of his love for his country, it is a sign that he expects to be paid for it.
  • The one permanent emotion of the inferior man is fear – fear of the unknown, the complex, the inexplicable. What he wants above everything else is safety.
  • Legend: A lie that has attained the dignity of age.

H. L. Mencken

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Präziser Spötter Mencken: Dominanz der nüchternen Erdzeichen
und Stellium in der kritischen Jungfrau, mit Uranus conj. Sonne.

Aus Wikipedia:

Mencken war Verteidiger der Freiheit und der Bürgerrechte und ein Gegner des angelsächsischen Puritanismus. Seine Grundansichten – u.a. von Friedrich Nietzsche beeinflusst, dessen Buch “Der Antichrist” er übersetzte – galten als libertär, bisweilen auch als elitär.

Aufgrund der auf den Hurra-Patriotismus des Ersten Weltkrieges und die ausgeweiteten staatlichen Repressionen (Palmer Raids) folgenden Proteste in den USA, erlangte seine Satire in den 1920er Jahren ihren publizistischen Höhepunkt. Der kritische Blick, mit dem Mencken die amerikanischen Lebensumstände betrachtete, war stark durch seine familiären deutschen Wurzeln beeinflusst.

Mencken kritisierte in seinen in die Tausende gehenden Zeitungskolumnen und in zahlreichen Büchern mit scharfer Zunge die Wertvorstellungen der amerikanischen Bourgeoisie (die er „booboisie“ nannte), die Kirchen und die staatlichen Einrichtungen und war dennoch über Jahrzehnte einer der meistgelesenen Autoren der USA. Wegen der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts ergaben sich für ihn nach eigenem Bekunden einzig zwischen 1925 und 1940 relativ unbehinderte Publikationsmöglichkeiten.

 

Posted by on September 4th, 2016 Kommentare deaktiviert

Merkur, der Vielgestaltige

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Regent der mutablen Jungfrau und der dualen Zwillinge:
Der flinke doppelgesichtige Merkur, er ist auch ein Vermittler und Verbinder,
daher auch Herr über die Alchemie.

Der Merkur steht für Zwillinge und die Jungfrau, er herrscht in Haus III und VI.

Diese Häuser gelten als Bereiche des Denkens, Lernens und der Kommunikation.

Sein Tag ist der Mittwoch (Wednesday = Woden#s Day)

Seine Farben sind gelb, violett, grau und orange.

Mineralien: Sodalith, Citrin.

Chakra: Vishuddha.

Tarot: Magier, Zwei, Schwerter, Münzen, Liebende (Zwillinge), Mässigung (Jungfrau).

Körper: Lunge, Hände, Schilddrüse, Nerven (mit Uranus).

Symbol: Es vereint das Elementkreuz mit Geist (Sonne=Kreis) und Seele (Mondsichel). Merkur

Qualität:

  • mutabel, Element Luft (Zwilling) und Erde (Jungfrau).
  • Yang (Zwilling)+Yin(Jungfrau), typisch dual.

Dignitäten:

  • Domizil: Jungfrau, Zwillinge.
  • Exil: Fische, Schütze.
  • sein hermetischer Gegenpol sind der Jupiter (Zwillinge)  und der Neptun (Jungfrau).

Mythologisch: Sohn von Zeus und Maia (einer Bergnymphe).

Bruder von Apollon und Hephaistos, Vater von Pan. Patron der Alchemisten.

Symbole: Helm aus Hundefell oder Reisehut mit Flügeln/Federn. Flügelschuhe, Caducceus. Der Helm der Unsichtbarkeit war auch ein Symbol des Hades.

Hermes, der flinke Götterbote.

Hermes, der flinke Götterbote.

Hermes teilt viele Attribute mit den anderen Olympiern, teilweise unfreiwllig: Er stiehlt sie einfach. Oder er hat sie erfunden, zusammen mit seinem mythologischen Spiegelbild: Hephaistos. Er ist der MacGyver der Götter.

Er kann sich die Eigenschaften der anderen Archetypen zu eigen machen, er ist ein Gestaltwandler, ein Trickster. Dies macht ihn zur Wildcard im Horoskop, er kann als Helferlein für Probleme und Defizite dienen.

Die starke Nähe zur Sonne, dem anderen Heiler des Horoskops wird auch in der Mythologie deutlich: Der jüngere Bruder des Apollon, er erfindet die Leier und erhält den Caducceus zum Geschenk, wie auch Apollons Sohn der Heiler/Schamane Asklepios. Auch astronomisch ist Merkur der schellste echte Planet und nie weiter als ein Zeichen von der Sonne entfernt. Der Merkur ist nur kurz vor Sonnenaufgang und kurz nach Sonnenuntergang zu sehen. Ihm unterstehen Verbindungen, alles schnelle, sich verändernde, der Austausch. Schutzgott des Verkehrs und der Reisenden → daher auch ein Bezug zu Schamanen.

Die Dreiheit von Feuer, Sonne und dem Luftelement findet sich in allen indoeuropäischen Mythen: Hephaistos/Hermes/Apollon, Loki/Odin/Baldur, Lugh/Gwydion/Bel. Hephaistos/Loki/Lugh waren die Handwerker und Schmiede (Ränkeschmiede auch!) und geschickt mit den Händen (eine merkurische Domäne!) Sie hatten häufig ein Handikap im Gegensatz zu ihrem luftigen Gegenstück: Hermes besitzt Flügelsandalen, Hephaistos behindert sein lahmes Bein. Alle diese Archetypen zeigen auch eine Verwandtschaft mit dem Uranus-Prinzip, mit dem sie durch den Prometheus Mythos verbunden sind.

Verkörperungen des Merkurprinzips:

Steinhaufen, die Herme – Wegmarkierung:  Ein Pyramidenstumpf mit einem bärtigen Männlein mit Riesenphallus darin -→ immerhin war Hermes Pan#s Daddy.

Reisehut: Schamanentum, wie auch Odins Hut und der Hut der Druiden, alles Hüte aus Baumrinde, bevorzugt Birkenrinde. Diese hat auch selbst eine duale Qualität durch ihre auffällige schwarzweisse Musterung und gilt als ein typischer Schamanenbaum in Sibirien und bei den Sami.

Der Caducceus und das mythische Zwillingspaar ist Symbol für beide, Apollon und Hermes. Apollon hatte eine Zwillingsschwester, Artemis, die Mondgöttin, nach alten Quellen auch Hekate, die Göttin des nächtlichen Sternenhimmels (und dunklen Mondes). Hekatos galt als ein Beiname des Apollon. Hermes war der Schutzpatron des halb göttlich, halb menschlichen Paares Castor und Polydeukes. Sie symbolisieren Geist und Materie, Apollon und Artemis Geist und Seele.

Im Merkur ist die Dualität vereint: Alchemie, bei denen zwei Stoffe verbunden werden, ihr allegorisches Symbol, der Hermaphroditus, das Doppelwesen. Der Stoff, der alles verbindet, das philosophische Quecksilber. Den materiellen Aspekt der Alchemie beherrscht Saturn, das transformatorische Prinzip Pluto.

Eins der wichtigsten Symbole des Hermes ist sein Caducceus.

Zwei Schlangen winden sich um den Weltenbaum, an der Spitze sitzt ein Adler. Dies ist ein uraltes Symbol der Menschheit, der Mythos von Adler, Schlange und Baum. Beispiele finden sich im sumerischen Etana-Mythos, Veden, Edda, bei den Azteken, oder im Voodoo.

Der Psychopompos

Der Psychopompos, Reisender zwischen den Welten.
Sein Symbol ist der Caducceus, mit zwei Schlangen, die das irdische und zwei Flügeln die das geistige Element verkörpern. Die Gegensätze des Lebens (zwei Schlangen stehen sich gegenüber) werden vereint und zum höheren Ziel geführt.

Die Gestaltung wird verschieden interpretiert: einerseits als Verbindung gegensätzlicher Kräfte (dieser Auslegung bedienten sich später vor allem die Alchimisten), andererseits auch als Sinnbild für Fruchtbarkeit, wobei der Stab als Phallussymbol angesehen wurde, über dem sich zwei Schlangen paaren. Auf Vasenbildern und Münzen findet man meistens einen dünnen Stab (Rute) mit Kreis am Ende und einem darübergesetzten Halbkreis (oder Halbmond). Die gleiche Form soll auch bei Phöniziern und Hethitern zu finden sein und möglicherweise eine Kombination aus Sonne und Halbmond darstellen. In Indien soll das Symbol von Sonne und Halbmond in noch früherer Zeit als „Trisula“ existiert haben. In der Alchimie und der Astrologie steht der Hermesstab bis heute für „Mercurius“ (Quecksilber) und den Planeten Merkur. Eine der frühesten Darstellungen, bei denen sich zwei Schlangenköpfe am Hermesstab finden, ist ein Bronze-Caduceus aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. im Nationalmuseum von Palermo. Auch hier besteht der Caduceus im Wesentlichen aus einem Kreis mit Halbkreis auf dem Stab, nur dass die Enden des Halbkreises als Schlangenköpfe dargestellt sind. Die früheste Darstellung von Flügeln am Stab des Hermes findet sich an einer Statue aus dem 1. Jahrhundert nach Chr.

Götter : Merkur, Hermes, Thoth, Anubis.

Psychologisch : Verständigung, Veränderung, Wissen, Denken, Geschick.

Lebensbereiche : Kommunikation, Geschäft, Handel, Handwerk, Computer (mit Uranus, Saturn), Betrug.

Organe/Körperfunktionen : Lunge, Nerven, Hormone (Schilddrüse), Schleimhäute, Dünndarm, Stoffwechsel. Die Hände.

Indikationen : HNO/Lunge, nervöse Störungen, Allergien (Neptun), Handverletzungen (mit Mars), Nägel (mit Saturn und Mars).

Metall : Quecksilber, Zink.

Pflanzensignatur : ätherische Öle, Blatt/Stengel, Doldenblütler, Schmetterlingsblütler Farne, Bromelien (Uranus), Hahnenfußgewächse. Lavendel, Geissblatt, Reben, graufilzige Blätter. Viele oder schlanke oder gefiederte Blätter, grazil, aufrecht, luftig, Epiphyten, Mistel (mit Saturn/Mond und Uranus/Sonne).

Zahlen: 3 – der Vermittler (Zwillinge, 3. Haus), 5 (2+3, Materie und Geist), 8 (Transformation und Polarität)

Feurige Acht: Lemniskate, ewige Schwingung, Symbol der Alchemisten.

Feurige Acht: Lemniskate, ewige Schwingung, Symbol der Alchemisten.

Mythische Zuordnungen:

  • Helfer bei der mythischen Heldenreise à Herakles, Odysseus, Perseus, als Helferlein der Sonne ( des Sonnenhelden).
  • Der Götterbote. Als solcher verkündet Hermes vor allem die Beschlüsse des Zeus.
  • Der Psychopompos: Er geleitet die Toten bis an den Fluss des Vergessens – den Eingang der Unterwelt. Der Unterhändler.
  • Der Grenzgänger: Er wandelt zwischen Dunkel und Licht, Leben und Tod, dem Olymp und dem Hades.
    • Gott der Kaufleute
    • Gott der Hirten
    • Gott der Wissenschaft
    • Gott der Magier (Hermetische Weisheit, Alchemie)
    • Gott der Diebe
    • Gott der Redekunst
    • Gott des Schlafes und der Träume → Schamanen → Asklepios
Merkur überredet zwei streitende Schlangen sich auf seinem Caduceus zu vereien.

Merkur überredet zwei streitende Schlangen sich auf seinem Caduceus zu vereinen. Er verbindet das Gegensätzliche.
In diesem Bild wird auch die androgyne Natur des Götterboten deutlich.
Evelyn de Morgan, Merkur ca. 1870, wikimedia.

Die synkretische Form des Hermes Trismegisthos, aus dem Hellenismus in Ägypten durch Verschmelzung der Merkur mit dem Schreiber-Gott Thot (auch ein Psychopompos) entstanden, gab der Philosophie der Hermetik ihren Namen.

Der mythische Schöpfer der hermetischen Philosophie.

 

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Magischer September – Erntemond

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Mutter Gaia: Astraia mit dem heilenden Caducceus, Demeter bringt Fülle.
September ©scrano 2016

Am 22. oder 23. September findet die  herbstliche Tagundnachtgleiche statt: Die Sonne steht in der Äquatorebene der Erde und geht an diesem Tag genau im Osten auf und genau im Westen unter. An einem dieser zwei Tage beginnt, astronomisch gesehen, der Herbst. Der September ist der neunte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender und hat 30 Tage.

Historische deutsche Namen für den September sind Scheiding, Herbstmond, Herbsting, Engelmonat und Holzmonat, weil jetzt Holz für den Winter gemacht und der Sommer verabschiedet wurde.

Im römischen Kalender war der September ursprünglich der siebte Monat (lat. septem = sieben). 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn jedoch um zwei Monate vorverlegt, so dass die Beziehung zwischen Namen und Monatszählung verloren ging. Dies wird manchmal bei der Übertragung früher verwendeter lateinischer Datumsangaben („9ber“ und „7ber“) übersehen.  Die alte Bezeichnung mit dem Frühlingspunkt im März als Jahresanfang spiegelt die Einteilung des Jahres nach dem Zodiak wieder – die Waage, Herbstpunkt oder Deszendent ist das siebte Zeichen im Tierkreis. Caligula benannte im Jahr 37 den September dann in Germanicus um. Diese vorgetäuschte Ehrung seines berühmten Feldherrn-Vaters war nur von kurzer Dauer, denn nach Caligulas Tod erhielt der September seinen alten Namen zurück.

Am 22. Sptember wechselt die Sonne von der Jungfrau in das siebte Zeichen des Zodiak, die Waage, die auch das siebte Haus regiert.  Nach der Emsigkeit und Detailfreude der Jungfrau kommt nun Perfektionsanspruch und eine Sehnsucht nach Balance und Harmonie dazu. Die Waage setzt sozusagen der Jungfrau ein rosa Rüschenhäubchen auf – oder das Sahnehäubchen auf den Zwetschgenkuchen des September. Waage mit ihrer Herrscherin Venus Urania regiert über Ästhetik, geregeltes Miteinander und  Unparteilichkeit, Jungfrau über Gesundheit, Ernährung, die Rituale des Alltags und Vernunftsentscheidungen.

Lostage im September

  • Wie der Basilius (2. Januar), so der September.
  • September warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr.
  • Am Septemberregen ist dem Bauer viel gelegen.
  • Donnert’s im September noch, wird der Schnee um Weihnacht hoch.
  • Im September die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.
  • Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.
  • Viel Nebel im September über Tal und Höh’, bringt im Winter tiefen Schnee.
  • Viel Eicheln im September, viel Schnee im Dezember.

1. September: St. Ägidius

  • Ist Ägidi ein heller Tag, ich dir schönen Herbst ansag.
  • Wer Korn schon um Ägidi sät, nächstes Jahr viel Frucht abmäht.

4. September: St. Rosalia

  • Zu Sankt Veit (15. Juni) geht’s auf die Weid, Sankt Rosal treibt’s Vieh ins Tal.
  • St. Rosalia ist die Schutzpatronin von Palermo und der Mafiosi

8. September: Mariä Geburt

  • Wird Mariä Geburt gesät, ist’s nicht zu früh und nicht zu spät.
  • Zu Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt. Bleiben sie noch da, ist der Winter nicht nah.
  • Ein fiktives Datum, das Bezug zur Mythologie der Sternenjungfrau Asträa aufweist.

11. September: St. Protus

  • Wenn’s an Protus nicht nässt, ein dürrer Herbst sich sehen lässt.
  • Gedenktag des Anschlags auf das WTC

12. September: Mariä Namen

  • An Mariä Namen, sagt der Sommer Amen.
  • Es ist möglich, dass der Name Maria=Marjam ursprünglich nicht hebräisch, sondern ägyptisch ist; dann könnte er bedeuten: „die von Gott (Jahwe) Geliebte, Bevorzugte“. Andere Deutungen (Herrin, Schöne, Stern des Meeres) sind noch unsicherer. Ein Dankfest im Sinne “Maria hat geholfen” – hier bei der Abwehr der Osmanen im 17. Jhd.

14. September: Kreuzerhöhungstag

  • Ist’s hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach.
  • Die Mutter Konstantins, Helena, vielleicht eine britische Druidin namens Eilan, fand wundersamerweise das Kreuz von Golgatha samt INRI-Tafel – nach 300 Jahren! Naja wer’s glaubt- Hinrichtungsgeräte wurden nicht aufgehoben – von den Römern schon gar nicht. Für die christliche Urgemeinde (1. Jhd) war das Kreuz auch nicht wichtig – die Auferstehung war die spirituelle Essenz ihres Glaubens.

16. September: St. Cyrianus

  • An Sankt Cyprian zieht man oft schon Handschuh’ an.
  • Das war früher so, als wir noch Schulkinder waren – in der rauheren Oberpfalz wurden am Morgen für den Schulweg schon Handschuhe und Strumpfhosen getragen. Am Mittag wechselte man wieder in dei sommerlichen Kniestrümpfe. Beim Aufstehen konnte man den Reif auf dem Gras glitzern sehen.

21. September: St. Matthäus

  • Wenn Matthäus weint statt lacht, Essig aus dem Wein er macht.
  • Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut.
  • Jetzt ist Herbsttag- und Nachtgleiche, die Sonne wechselt in die Waage.
  • Für Naturreligiöse ist jetzt Mabon, das Fest der zweiten Ernte – das Frucht- und Weinfest.
  • Ab jetzt ist die Hochzeit der Apfel und Birnenernte – es wir gemostet.

26. September: St. Damian und St. Kosmas

  • Sankt Kosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben an.
  • Heutzutage muss man schon bis zum Oktober warten -ausser bei Kischbäumen.

27. September: St. Hiltrud/Helmtrud

  • Wenn Hiltrud im Kalender steht, wird noch einmal das Gras gemäht.
  • Fallen die Eicheln vor Michael (29. September) ab, so steigt der Sommer früh in’s Grab.
  • Es gibt Eicheln, Buckeckern und Rosskastanien.

28. September: St. Wenzeslaus (Wenzel, Vaclav)

  • Kommt Wenzeslaus mit Regen an, werden wir Nüsse bis Weihnachten ha’n.

29. September: Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael

  • Der Michel zündt’s Licht an.
  • Sind Zugvögel an Michaeli noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter hier.
  • Um Michaelis in der Tat gedeiht die beste Wintersaat.
  • wo ist bei der Engelschar der gute Uriel geblieben – aus der katholischen Engellehre einfach schwups verschwunden?
  • Michael: Feuer – Süden, Raphael: Luft – Osten, Gabriel: Wasser – Westen, Uriel: Erde – Norden
  • Bei den Germanen: Odin’s Tag (=Michael), an Michaelskapellen lagen wohl alte Odinkultstätten. St. Michael ist auch im Keltenland häufig anzutreffen, wo er die Grenze zwischen Heiden- und Christentum bewacht: St. Michael’s Mount, Mont St.Michel, auf dem Glastonbury Tor steht ebenfalls eine Michaelskirche. Der Erzengel besetzt häufig der Platz einer solaren Gottheit, oder wenn eine Drachenlegende involviert ist, bezwingt er die alte Erdmutter.
  • Und last but not least … ab Michaeli wird gebraut.

30. September: St. Hieronymus

  • Von Michel und Hieronymus mach aufs Weihnachtswetter Schluss.
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Sonnenstrahl – gegen erste trübe Tage.
I love sunflowers! ©scrano 2016

Antike Feiertage
- religiöse, staatspolitische, meistens für Cäsar, Augustus & Co, habe ich weggelassen:

  • 21. September – Consualia, zu Ehren von Consus, einem genuin römischen Gott, Beschützer von Saatgetreide und Erntevorräten. Consus war ein Teilaspekt des römischen bäuerlichen  Hauptgotts Saturn (Jupiter aus dem griechischen Pantheon war der Obermotz für die Oberschicht). Beide stmmten u. Umständen noch von den Etruskern (Satre=Saturn).
  • 15-19. September – Beginn der Mysterien von Eleusis, zu Ehren von Demeter- Kore – Persephone, die hellenisierte Form der dreifachen “Magna Mater”. An dieses Datum verlegt George Washington die Grundsteinlegung für das Capitol.

Brauchtum

  • In München beginnt traditionsgemäß seit 1872 das Oktoberfest in der zweiten Hälfte des September, mit dem Auszug der Prunkwagen der Brauerein und dem Bieranstich durch den OB. Früher endete es mit einem Pferderennen in der ersten Oktoberwoche. Ein solches Rennen zu Ehren der Erntegöttin Ops, der Gemahlin von Saturn oder Consus gab es bereits im alten Rom. Im September findet die Hopfenernte statt, Ende des Monats und so richtig dann ab Oktober wird wieder offiziell gebraut. Historischer verfahrenstechnischer Hintergrund – bei untergärigen Bieren konnte nur bei entsprechend niedrigen Tagestemperaturen ein brauchbares Ergebnis erzielt werden. Die nach alten Rezepturen hergestellten Biere, die tagtäglich statt des oft schmutzigen Wassers getrunken wurden, waren im Sommer auch wegen des geringeren Alkoholgehaltes trotz Kellerlagerung schlecht haltbar. Deshalb war das letzte Bier, das im März gebraut wurde, hochprozentiger – Starkbier eben. Dessen in tiefen Kellern lagernde Restbestände wurden dann zum Auftakt der neuen Saison bei den Oktoberfesten ausgegschenkt.

  • In Amerika endet die offizielle Urlaubszeit mit dem Labour Day – passend zum Zeichen der fleissigen Jungfrau.

Magischer September – Korrespondenzen

  • Pflanzen: Ringelblumen, Astern, Dahlien (Venus, Pluto). Eisenhut (Merkur, Jupiter, Mars/Venus). Merkur in der Jungfrau prägt alle Getreide und den Hopfen. Minzen, Salbei, Disteln, auch die Artischocke. Venus prägt jetzt weniger die Blüten als die Früchte: Rose (Hagebutte), Apfelbaum, Weissdorn.
  • Baum: Walnuss, Ross- und Ess-Kastanie, Merkur, Jupiter, bei letzteren auch Mars/Venus – Nüsse und Maroni dienen dem Wintervorrat – in der Toskana wird jetzt aus Edelkastanien Pürree, Süsswaren und Mehl hergestellt. Die rotglänzenden Rosskastanien kann man gut zum Basteln verwenden. Rosengewächse (Venus/Mars) tragen jetzt Früchte: Rose, Apfel, Birne, Zwetschge etc.
  • Duft:  Lemongrass, Lavendel, Minze, Salvia, Heliotrop (Merkur), Rose, Vanille, Ylan-Ylang, Benzoe, Patchouli, Tonkabohne (Venus).
  • Gottheiten:  Hephaistos, Vesta, Ops, Demeter, Merkur, Thot, Venus, Isis, Freyja, Themis, Asträa
  • Zodiak: Jungfrau mit Merkur, Venus Urania (Waage)
  • Steine:  Peridot, grüner Turmalin (Jungfrau), Rosenquarz, rosa Turmalin, Blutstein (Waage)
  • Metall:  Quecksilber – Merkur, Kupfer – Venus
  • Kristalle:  Peridot, Olivin, Achat, Katzenauge, Jaspis (Merkur), Rosenquarz, Smaragd, Opal, Ametrin,
  • Farben: , ockergelb, lavendelblau (Jungfrau), rosa, hellgrün, (Waage)
  • Elementale:   Gnome (Erde), Sylphen (Luft)
  • Tiere:  Zikaden, Grillen, Spinnen – ihre Netze prägen den Altweibersommer Anfang September. Zugvögel (ebenfalls Merkur) scharen sich zu Schwärmen.
  • Mythologische Tiere: Sphinx, Einhorn (Jungfrau), Waagschalen (Waage)

 

Herbstfeuer - ein kleiner Dank.Mabon Altar Schmuckstrauss.

Herbstfeuer – ein kleiner Dank.
Mabon Altar Schmuckstrauss.
©beast666 2015

September-Rituale

Im September ist Mars gut durch schon ein mittleres Teleskop beobachtbar. Er steht dann zwar realtiv tief, aber das Seeing durch sommerliche Hitzeschliren ist schon kein so grosses Problem mehr. Der Sternhimmel wandelt sich zum Herbst – jetzt zieht der Skorpion herauf – Antares zeigt sich neben Mars.

  • Aus Eicheln und Kastanien Figuren basteln – macht besonders Kindern Spass!
  • Maronen rösten … es gibt sie schon zu kaufen – aus der Toskana oder einigen Gebieten in Baden. An Weihnachten sind oft schon recht vertrocknet. Auch eine Aktivität zu Mabon – am besten am offenen Feuer – Kamin oder Grill. Für diese Spezialität werden Maroniröstkorbe angeboten, aus Schmiedeisen mit genug langem Stiel. Wenn man sie frisch erntet, ist das Entfernen der sehr stacheligen Hülle ein kleines Abenteuer. Als wir in der Toskana in der Landvilla eines echten Don (italienischer Adel) unser Feriendomizil hatten, konnten wir von dessen eigenen Maronenbäumen ernten. Mit Hilfe eines MacGyver- und eines Leatherman Tools konnte das pieksige Hindernis schliesslich beseitigt werden. Das Maronenbraten in den “walk in fireplaces” des ehemaligen Gutshauses aus dem 16. Jhd ist dann natürlich noch mal ein ganz anderes Erlebnis! In einem Geschäft in Pienza haben wir auch unseren Röstkorb erstanden. Über unsere Toskanaferien (vier längere Geniesser-Reisen vollgepackt mit Kultur) mit Freund und fünf Katzen werde ich auch noch posten.
  • Aus kleinen Äpfeln, Hagebutten Dahlien, Rosen oder Zwergsonnenblumen Sträusse für den saisonalen Schrein binden. Trockene Gräser und Strohblumen, Sedumblüten, ein paar Efeublätter und Nüsse, Eicheln, Bucheckern sind auch hübsch zu arrangieren. Ein Metallteller mit Teelichten oder Kerzen in Braun, Ocker und Grün bringen noch heimeliges Licht an den früher einsetzenden Dämmerstunden.
  • Blütenstände von Hortensien, Katzenpfötchen, Hagebutten und Ebereschbeeren, Mohnkapseln liefern Basismaterial für Dekos.

Mabon – Frucht- und Weinfest - das zweite Erntefest des Jahres steht an.

Zur Zeit des Waage-Eintritts der Sonne herrscht wieder Tag-und Nachtgleiche – die Natur gewinnt einen Moment der Balance zwischen den Jahreszeiten. Jetzt ernten wir im Garten auf dem Feld oder im Leben, was wir im Frühling gepflanzt haben. Für das Gute, das wir erhalten sollten wir der Grossen Mutter danken, das nicht so Angenehme als Lektion begreifen, die uns nicht brechen, sondern ertüchtigen soll. Zeit einer ersten Jahresbilanz, ein wenig innezuhalten und über Ereignisse des Jahres nachzudenken. Eine Tag-und Nachtgleiche ist ein Wendepunkt, wie bei einer mathematischen Funktion ist er ein Moment des Stillstands, bevor die Bewegungsrichtung sich ändert. Die Wärme des Sommers weicht endgültig kälteren Tagen, der solare Heros muss in den Schoss der Mutter Erde zurückkehren. Sein Scheiden lässt die Menschen trauern, aber trägt auch einen Hoffnungsstrahl in sich – zur Wintersonnwende wird er neu erstehen.

Mabon ist ein Dankesfest, daher sollten wir uns freuen und auch an die Menschen denken und sie in unsere Feste einbeziehen, die uns auf dem Weg durch das Jahr begleitet haben und unsere Erfolge und Miserfolge teilen. Auch der tierische Gefährte verdient unseren Dank!

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Im Zeichen der Rose – Venus herrscht jetzt in der Waage.
Noch blühen letzte Rosen, oft besonders schön,
da die Sonne sie nicht mehr bleicht. Rosaria ©beast666 2015

Eine gute Gelegenheit Sabbatwein- und Kuchen zuzubereiten.

  • Es gibt jetzt Zwetschgen, Äpfel, Birnen für  Saft, Marmeladen, Kompott. Aus dem reichlich anfallenden Kernobst lassen sich Kuchen und Tartes bereiten, die sich auch gut zum Einfrieren eignen. Der Klassiker: Apfelstrudel.
  • Zwiebelblumen – Lilien, Tulpen etc. müssen jetzt in die Erde.
  • Ende September kann man die mehrjährigen Stauden teilen, Dahlien jetzt ausgraben.
  • Letzter Rasenschnitt und Gehölztrimmung
  • Empfindliche Kübelpflanzen schützen (Vliese auflegen) – bei längerem Kaltwetter einräumen
  • Freilandgemüse (Tomaten, Zucchini, Auberginen) wird abgeerntet – bis auf Kohl, Beeten, Rüben und Endivien
  • erste Kürbisse sind reif
  • Kaltkeinemde Blumen aussäen

 Sabbatwein

  • 1/2 l trockener Rotwein
  • 250 ml naturtrüber Apfelsaft
  • Mark einer Vanilleschote
  • 1/2 Stange Zimt
  • 100 ml Rosenwasser
  • 2 Kardamomschoten gequetscht
  • flüssiger Honig (Akazien, Kastanien oder Lindenblüten)

Am Tag vor dem Erntemond Rotwein mit Saft im Kessel erhitzen (darf nicht kochen!). Vanillemark, Kardamom und Zimt unterrühren.
Abkühlen, durch ein Kaffefilter in eine Weithalskaraffe giessen. Rosenwasser hinzugeben, mit Honig abschmecken.

Sabbatwein – Variante

  • 1l Rotwein
  • 1 TL getrocknete Hagebuttenschalen
  • 1 TL Apfelstückchen
  • 1 Gewürznelke
  • Mark von 2 Vanilleschoten
  • 2 EL Ahornsirup

Alle Zutaten in einem Topf verrühren und kurz aufkochen.
Mind. 15 min ziehen lassen, abfiltrieren, erkalten lassen.

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Gewürznelken: Erwärmende Zutat zum Sabbatwein. Signatur von Mars/Venus.

Moonlight Cookies

  • 250g Dinkelmehl 630
  • 125g feinblättrige Haferflocken (Schmelzflocken)
  • 1oog gemahlene Mandeln
  • 75ml Linden-Honig
  • 150g Butter
  • 1TL geriebene Zitronenschale
  • 2 EL Buttermilch
  • 1 Ei (m)
  • Safranbackpulver
  • je eine Prise Salz, Kardamon, Nelkenpulver, Koriander, Zimt.
  • Backbrett, Wellholz, grössere Auststechförmchen “Mondsichel”

Alle Zutaten werden miteinander zu einem fertigen Teig vermischt, gut geknetet und anschließend 1h in den Kühlschrank. Auswellen und Mondsicheln ausstechen.
Auf Blech mit Backpapier setzen und bei 160°C Heissluft 15-20 min hellgelb backen.

  • Sabbatwein und Cookies eignen sich gut für gemeinsame Feiern an den Eckfesten des Jahres – der Wein und die Kekse enthalten wärmende Gewürze, die den Sommer einfangen.

An Mabon kann man auch etwas davon an die Obstbäume im Garten sprengen – früher gossen Bäuerinnen Milch auf eine Ackerfurche des abgeernteten Feldes, eine Geste der Dankbarkeit- ein Ritual an Lammas oder Mabon. Kekse mit einer Kerze in ein Fenster gestellt ist eine freundliche Geste für die eigenen Vorfahren an Samhain.

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Herbstsonne – noch hat sie Glut – bald wird
sie sich in den Farben des Herbstlaubes verlieren.

 

September credits&refernces:

Month of Virgo, Demeter and Gaia
model: jl-modelstock, faestock
bg: eirian stock, koko stock

full credits: September

Posted by on September 1st, 2016 Kommentare deaktiviert