Posts Tagged ‘Katzen’

 

A nice pair: Katzen und Krimi

Meisterin der Hypnose

Mentalist-Detektivin Jamilla: Meisterin der Hypnose
The Gibbs Stare … ©beast666

Katzenkrimis:

sind eine beliebte Literaturgattung, bei der Stubentiger die Rolle des Detektives mit übernehmen, teilweise wird aus Sicht der Vierbeiner erzählt.

Eine Anregung auch für Leseratten, die gerne mal ein Buch mit in den Urlaub nehmen. Einige der Serien gibt es auch in der deutschen Übersetzung. Aber schon wegen des Wortwitzes lohnt sich das englische Original.

Rita Mae Brown & Sneaky Pie: 

  • Die ersten zwei Bände SUPER, der Rest ist sehr durchwachsen und wird immer moralinsaurer und konservativer. Rita, Du sollst über Southern Belles schreiben, nicht eine werden …

Lilian Jackson Brown’s Quilleran, Koko&YumYum:

  • The Cat Who …. Serie, besonders die ersten drei Bände vom Ende der 1960iger Jahre sind lesenswert. Eine der ersten Katzenkrimi-Serien.
  • Der Reboot aus den 1980igern ist höchstens zehn Bände wert, der Rest ist flach und öde. Die Masche wird totgeritten. Die frühen Originalstories und die ersten paar der Neuauflage haben immer einen kleinen Noir-Twist und sind daher nicht kitschig.

Shirley Rousseau Murphy: Joe Grey Cat Mysteries,

  • mit einem gewissen Fantasy Element, ein Spinoff ihres bekannten Romans “The Catswold Portal”.

Carole Nelson Douglas Midnight Louie Stories:

  • My favorite: Cozy Noir, Satire und herrlich überdreht, Mike Hammer im Katzenfell! Die Rahmenhandlung spielt in Las Vegas. Eine plutonische Autorin (Sonne Skorpion), daher werden auch Tabu-Themen nicht ausgespart … Obwohl kein expliziter erotischer Inhalt, oder übertriebene Gewalt, nicht für Kinder, da die Handlungsstränge und Beziehungsgeschichten etwas komplizierter ausfallen. Lesenswert auch die Irene Adler Serie der Autorin, und die ist definitiv NC-17!

Deutsch:

  • Akif Pirinccis Felidae-Serie, nicht für Kinder, wegen drastischer Gewaltszenen. Nicht unbedingt mein Fall, obwohl spannend erzählt.

Für Kinder:

  • Elke Heidenreich: Nero Corleone

 Zu Sci-Fi und Fantasy-Literatur mit Katzen gibt es bereits diesen Post.

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Posted by on Januar 14th, 2017 Kommentare deaktiviert

Mehr als 400.000 Besucher – Herzlichen Dank an all unsere Leser!

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Danke, auch von den vierbeinigen Co-Autoren Ginger und Jamilla!
Ginger ©scrano 2013

 

Ein Fall von Mengeritis …? ©scrano 2016

Ein Fall von Mengeritis …? ©scrano 2016

Mind Gears ©scrano 2015

Mind Gears ©scrano 2015

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Bilanz nach etwas mehr als anderthalb Jahren – mehr als 300.000 Besucher des Hermetik-Blogs und Leser unserer Artikel!

Vielen Dank für Euer dauerhaftes Interesse.

Als Dankeschön gibt es die fraktale Blume Blue Light oder das 3D-Render

“Ein Fall von Mengeritis… (Alien Energy Source)”

und für Pastellfreunde “Mind Gears”  als Download frei zum persönlichen Gebrauch.

Wer sie grösser ausdrucken (persönlicher Gebrauch)  möchte:

Bei Anfrage via email an Ambrosia, sende ich Euch eine Bild-Datei (jpg) in Auflösung 200 dpi.

Seid also weiterhin achtsam auf Euch und Eure Mitwelt!

Bleibt uns treu, wir versuchen ständig unser Bestes zu geben.

Blesssed Be!

commented

*** Und kommentiert auch!

Teddy & gate animations: sevenoaks art.

triuloom

Ein rätselhafter Fund …?
Atlantis ©scrano 2015

 

Fraktalbilder meiner Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.00€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 2.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

Posted by on Januar 5th, 2017 1 Comment

Drei Weise aus dem Morgenland machen sich auf …

miezisanta

Drei Boten aus dem Morgenland …
©scrano 2014

Diese hermetisch gebildeten Meister, die am 6. Januar (Fest von Epiphanias) dem Jesuskind ihre Aufwartung machen, sind eigentlich eine  verspätete Multi-Kulti Zutat zum Fest der Geburt des Christkind. Ursprünglich waren nördlich der Alpen nämlich es die 3 Bethen: Ambeth, Borbeth und Wilbeth, die da zum Neuen Jahr das Licht begrüssten! Eine sehr alte, wahrscheinlich keltische oder sogar noch ältere Trinität, die als “Grosse Mutter” noch alle Aspekte des Universum und das Schicksal der Menschen beherrschte: Mond=Wilbeth, Erde=Ambeth, Sonne=Borbeth. Ein wenig klingt noch fort in den drei Matronen der alten Germanen, deren Heiligtum man bei Köln gefunden hat. Auch die alte Bezeichnung Mutternacht für das Fest der Wintersonnenwende, oder später die Nacht des 24.12. ist dafür ein Indiz. In den drei Parzen oder Moiren der römisch-griechischen Welt ist eine ähnliche Symbolik präsent: Klotho spinnt den Faden (Symbol:Rad), Lachesis webt ihn (Symbol: Schlange, Wurm), Atropos schneidet ihn ab, das Leben (Sonne) endet wieder im dunklen Schoss der Mutter Erde (Symbol:Turm). Die Germanen kannten die drei Nornen: Urd, Verdandi und  Skuld mit fast denselben Aufgaben. Aus diesen drei vielleicht sogar schon prä-indoeuropäischen Jahres- und Schicksalsgöttinen wurden dann im Christentum zunächst die drei heiligen Madel:

  • Margarethe mit dem Wurm,
  • Barbara mit dem Turm,
  • Katharina mit dem Radl,
  • sind die heiligen drei Madel.

Die drei Weisen aus dem Morgenland oder “Drei heiligen Könige”, wie sie in der katholischen Auslegung heissen, wurden eigentlich als Lückenbüsser für den freigewordenen Feiertag der Geburt Christi auserwählt: In der Ostkirche feiert man diesen noch heute am 6. Januar. In der weströmischen Welt wurde er auf den Tag von Sol Invictus gelegt, der unbesiegten Sonne, auch der Geburtstag von Mithras: 25. Dezember.  Die passenden Heiligen fand man in den Magi, eigentlich Zauberpriester des Zoroasterkultes (Mithras!), die dem neuen König Israels huldigen wollten. Über diese Magi gibt es in den Evangelien sehr widersprüchliche Angaben, nicht einmal ihre Anzahl drei steht fest. Als Möglichkeit, auch gleich ein ursprünglich heidnisches Fest einzuvernehmen eigneten sie sich aber offenbar gut: Vielleicht wegen ihrer Exotik. Da konnte man dann die alten weiblichen Gottheiten zu den Hexen und Dämonen einreihen: Salige Fräulein, wie sie in alpenländischen Sagen noch heute herumgeistern. Bestenfalls noch die Befana-Fee*** oder Frau Holle.

Also C.M.B heisst nur aufgrund patriarchalischer Paranoia Caspar, Melchior und Balthasar? Vielleicht, weil so eine exotische Zutat wie drei gelehrte, astrologiekundige Magi den VIP Status der Heiligen Familie erhöht ?  Nach der offiziellen Kirchenlehre bedeutet es sowieso nur in aller Schlichtheit:

  • Christus Mansionem Benedicat, also Christus segnet dieses Heim. Ganz ohne weibliche Zutaten, ob Befana-Fee oder Schicksals- Trinität.  Aber auch ohne exotische VIPs.

*** Die Befana-Fee, (der Name kommt von Epiphanias) eine Art weiblicher Santa Claus bringt in Italien den Kindern die Geschenke, aber erst am Dreikönigstag, also gibt es Bescherung erst am 6. Januar. Die Befana ähnelt der Percht oder noch mehr der “Frau Holle”. Wie die italienische Dreikönigsfee brachten die ursprünglichen Matronen Ambeth, Borbeth und Wilbeth oder die drei “Grossen Mütter” den Menschen Gaben und das Versprechen auf ein “Gutes Neues Jahr”.

Also nochmals Frohes Fest:

Kmygraphic on deviantart: Pretty gifs and glitter animations

Und hinterlasst uns ein paar Eurer Eindrücke als Kommentar … ?

 It’s a Kind of Magic …

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Winterfichte – Fraktales Pflanzenwachstum.
Winter Fir ©scrano 2015

 

Posted by on Dezember 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

Mitten im kalten Winter: Yule – Rauhnacht – Sonnenkind

Funken des Yul_Feuers bringen das neue Licht ins Heim.

Funken des Yul_Feuers bringen das neue Licht ins Heim.
Yul Embers ©scrano 2014

When the Wheel begins to turn, let the Beltane fires burn.
When the Wheel has turned a Yule, light the Log and let Pan rule.

WINTER SONNWENDE – YULE

Im nordisch-germanischen Neuheidentum (z. B. Asatru) ist das altgermanische Julfest eines der drei Eck-Feste im Jahr und man versucht auf das Brauchtum zurückzugreifen, das man aus den Überlieferungen noch rekonstruieren kann:  z. B. Wilde Jagd oder Raunächte, um die Julzeit und das Mittwinterfest zu begehen. Als Datum kommt hierfür entweder direkt die astronomische Sonnwende am 21.12. oder der Tag des ersten Vollmonds danach in Frage, welcher Julmond heisst. Deneben gibt es noch das Haakon dem Guten zugeschriebene Datum am 25.12.  Daher ist das Julfest wohl nicht nur dem solares Kalender zuzuordnen. Unter Umständen ist die Zeit der Raunächte auch ein Versuch den Sonnen- und den Mondkalender zu synchronisieren, wie man es auch schon jungsteinzeitlichen Bauten wie Stonenhenge als ein möglicher Verwendungszweck zuschreibt. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Wie in allen einfachen, „nicht-interkalierenden Lunisolarkalendern“ (also allen Mondkalendern ohne Schaltmonate, wie man sie in bäuerlichen Kulturen findet), werden die auf die 365 Tage des Sonnenjahres fehlenden elf Tage – beziehungsweise zwölf Nächte – als  Tage „außerhalb der Zeit“, eingeschoben. Von solchen Tagen wird in der zugehörigen Kosmologie angenommen, dass die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt seien und daher die Grenzen zu anderen Welten durchlässig würden. In vielen Kulturen, die so ein Kalendersystem verwenden, verbindet sich diese Zeitspanne oftmals mit Tabus, Ritualen und Volksmythen. Es wird auch vermutet, dass die Bräuche um die „Winterauskehr“ am Ende des Faschings in diesem Zusammenhang stehen: Sie simulieren eine Interkalation bezüglich des Jahresbeginns mit dem Frühlings-Äquinoktium. Besonders deutlich findet sich das in den römischen Saturnalien und Lupercalien.

Gefeiert wird das Wiedererstarken der Sonne und das Längerwerden der Tage, da dieser Wechsel seit Menschengedenken überlebenswichtig ist, vor allem für die Saat und Ernte. Der Julmond, der auch Nytungl (Neuer Mond) oder Nykung (Neuer König) heißt, wird mit dem rituellen Jultrinken begrüßt. In der christlichen Weihnachtsliturgie war früher die sogenannte Johannisminne, ein rituelles Zutrinken, üblich, am 27. 12., dem Feiertag des Evangelisten Johannes.  Zu den verwandten Bräuchen kann man auch den Wassail rechnen, wie er in Schottland noch üblich ist, oder auch in Teilen Bayerns als Flursegen angewandt wird. Dort besprengt man die Flur bzw die Apfelwiesen mit Milch oder Most aus der vergangenen Ernte. Der Julmond im Januar kennzeichnet den Beginn des neuen Jahres. Man sieht die Rauhnächte zwischen Wintersonnenwende (Mütternacht) und Dreizehnttag (Perchtennacht) als eine zwölftägige Friedenszeit, in der die Häuser mit immergrünen Zweigen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Tanne, Stechpalme, Kiefer, Efeu, Wacholder geschmückt werden, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt. Das Haus wird geräuchert mit den Worten „Glück ins Haus – Unglück hinaus,“ oder “Evil shall leave and not enter”, wie es im Original heisst.  Der „Julbock“, wird aufgestellt, sehr zur Freude der Kinder: Ein aus Stroh geflochtener Ziegenbock, wahrscheinlich ein Fruchtbarkeitssymbol. Dieser lässt sich vielleicht auf die Ziegenböcke des Gottes Thor zurückführen, die seinen Wagen ziehen. Er bringt auf seinem Rücken noch heute in Skandinavien die Geschenke. Gastfreundschaft soll schon früher ein wichtiges Element der Julzeit gewesen sein, so soll das Haus den Gästen offengestanden haben, die ein und aus gingen und reich bewirtet wurden. Zudem ist es ein Brauch, einen großen Holzklotz – den Julklotz – aus dem Wald zu holen, und ihn zwölf Tage und Nächte brennen zu lassen. Vergleichbar mit dem Volksbrauch, Feuerräder bzw. Osterräder von Bergen abzurollen, werden von Anhöhen brennende Sonnenräder, mit Stroh bespanntes Holz oder geflochten, herab gerollt. Als Kinder haben wir kleinere solche brennende Reifen mit Hilfe von Haselstöcken durch den Ort gerollt, im schwer katholischen Bayern! Überhaupt sind hier die Raunachtsbräuche noch sehr lebendig. Perchtenlauf, Räuchern und etliche Tabus in der Zeit zwischen der Zeit werden hier noch in breiter Vielfalt und grosser Selbstverständlichkeit praktiziert. Nicht erst als neuaufgelegte Touristen-Folklore oder als ärgerliches Rudiment aus der Nazi-Zeit. Die enorme Vielfalt des lokalen Brauchtums legt ausserdem die Annahme vorchristlicher Ursprünge nahe, leider ohne dass heute noch feststellbar wäre, wo die jeweiligen kulturellen Wurzeln tatsächlich liegen. bzw. wie weit sie zurückreichen. Germanische Bezüge vieler Raunachtsvorstellungen sind aber naheliegend, denn zu dieser Zeit soll sich nämlich in der germanischen Vorstellung auch Wodans alljährliche Wilde Jagd abgespielt haben, in der die Geister der Verstorbenen mit Odin/Woden/Wotan über das Land ziehen sollten:

Im Zentrum der  Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, steht dann Woden’s “Wilde Jagd”. Zu dieser Zeit stehe die “überirdische Anderswelt” endgültig in Verbindung mit der Menschenwelt und die Seelen der Verstorbenen dürfen Kontakt aufnehmen. Dieser Glaube, dass zu sich zu dieser Zeit das Tor zum Geisterreich öffnet, zog Bräuche wie das Stehenlassen von Essen für die Geister (dumb supper) oder das Verbringen von Essen in die Megalithanlagen z.B. Bretagne, britische Inseln, mit sich. Auch für Odins Pferd Sleipnir stellte man Nahrung vor die Tür. Ebenfalls in den Rauhnächten spielt das Märchen um Frau Holle (Berchta, Perchta), die eine deutliche Verwandschaft zur germanischen Totengöttin Hel hat. Aber nicht nur in Regionen nördlich der Alpen wurden solcherlei Glaubensvorstellungen gepflegt: Auch die Römer kannten entsprechendes Brauchtum, ebenso verbreitet ist es in Griechenland oder Osteuropa, also in grossen Teilen des  indoeuropäischen Sprachraums. Erdhafte und unterweltliche Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der wilden Jagd einherziehen. Bis in die jüngere Zeit war in weiten Teilen Ost-Europas der Glaube verbreitet, dass sich zauberkundige Menschen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, zu dieser Zeit in Werwölfe verwandelten und in dieser Gestalt Mensch und Vieh bedrohten. Die Bräuche zu den verschiedenen “Zwischenzeiten” des Jahres ähneln sich sehr: Es existieren Übereinstimmungen z.B. zwischen dem Rauhnachtsbrauchtum und dem von Samhain oder All Hallows Eve” und den graeco-römischen Feiern der Erntefeste, an denen auch “Mundus Cereris Patet“: Saturnalia, Lupercalia.

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Krampus, auch ein Weihnachtspercht,
der manchmal schon mit dem Nikolaus kommt.
Er ähnelt dem Habergoas. quelle:wikimedia

Diese Umsetzung solcher Vorstellungen spiegelt sich besonders in den Perchtenläufen des Alpenraums wider. Dort gibt es allerlei teuflisch erscheinende Gestalten, die Schiechperchten, zum Beispiel den Habergoas, eine Mischung aus Pferd und Ziegenbock, ersteres ein Symbol Wodens, der Bock ein Tier des Thor. Die sogenannten Holzperchten schlagen besonders die Mädchen mit Haselzweigen, wohl eine Variante des “Quickens“, ein Fruchtbarkeitsritual. Auch die Hasel gehört zu Thor, der als Fruchtbarkeitsgott der Feind des Winters war: Im hohen Norden beteten die Menschen zu ihm, dass er die grimmigen Eisriesen mit seinem Hammer möglichst bald zerschmettert.  Eine andere Form der Perchten, aber regional davon getrennt und eigenständig sind die schellenbehängten Schepperer oder Glöckler. Auch der Brauch, zu Silvester Lärm zu erzeugen (Silvesterfeuerwerk), sollte die Unholde fernhalten, im Alpenraum wird in allen Rauhnächten auch geböllert. Wobei nicht nur der Lärm, sondern auch der Schwefeldampf des Schiesspulvers die üblen Geister vertreiben soll.

Je nach Region unterscheidet sich die Anzahl der Rauhnächte zwischen drei und zwölf Nächten. Als die vier wichtigsten Rauhnächte werden bezeichnet:

  • 21./22. Dezember (Thomasnacht, die Wintersonnenwende) (längste Nacht des Jahres)
  • 24./25. Dezember (Heiliger Abend, Christnacht, Vigil von Weihnachten)
  • 31. Dezember/1. Januar (Silvester)
  • 5./6. Januar (Epiphanias, Erscheinung des Herrn)

In manchen Gebieten wird die Thomasnacht nicht hinzugezählt, obwohl hier der alte heidnische Bezug noch extrem deutlich ist:

“Der Thama mit’m Hamma”

Die Nacht vor Thomas (21. Dezember) ist eine der wichtigsten und eigenartigsten Losnächte. Er ist recht volkstümlich, der “Thama mit’m Hamma”. Er erinnert deutlich an den hammerschwingenden, wetterbeherrschenden Gott der Germanen Thor/Donar, der mit seinem Hammer Mjölnir an die Wolken schlug und damit den Donner erzeugte. Der blutige Thamerl, wie er bei uns genannt wurde, war besonders als Kinderschreck gefürchtet.

Auch die seltsame Luzier: Hl. Lucia, am 13. Dezember gefeiert, gehört eigentlich noch zu den Raunachtsgestalten. Der 13. Dezember war früher ein wichtiger Tag für die traditionellen Feierlichkeiten der Sonnenwende, denn bis 1752 fand die Wintersonnenwende (z.B. in Schweden) an diesem Tag statt. Die Sichel der St.Lucia, als Symbol ihres Märtyrertums,  wird nun zum Drohwerkzeug für unartige Kinder, wie der Thorshammer des “Thamerl”. Diese Sichel kann man auch als Symbol des Saturn, als Herrn der Zeit und Schnitter Tod interpretieren, oder als Mondsichel der “Grossen Göttin”. Zur Deutung als Saturnsymbol kommen noch Janus und Terminus dazu, die in der Römerwelt für die räumlichen und zeitlichen Grenzen zuständig waren. Beide Gottheiten standen mit Saturn in Verbindung. Besser kommt Lucia in Schweden weg, hier wird ihr Gedenktag als Lichterfest gefeiert, vor allem für die Töchter der Familien ein Spass: Die älteste Tochter weckt weiss bekleidet, mit einer Lichterkrone auf dem Kopf, morgens die Familie und serviert ihnen Frühstück bei Kerzenschein: Vor allem Safrangebäck, ein Symbol der Sonne. Diese süssen Kringel, auch als Lussekatter=Luciakatzen bezeichnet, können auch ein Hinweis auf aur nordische Göttin Freya sein, deren Himmelswagen ein Katzengespann zog. An diesem Tag wird das berühmte Lucia-Lied gesungen, das von der Wiederkehr des Lichtes handelt, auch ein Bezug zum alten Datum der Sonnwende.

Die Etymologie, also die sprachliche Wurzel,  des Wortes Rauhnacht ist umstritten. Eine Möglichkeit stellt das mittelhochdeutsche Wort rûchhaarig‘ dar,  das es in der Kürschnerei als Rauhware oder Rauchware für Pelzwaren heute noch gibt. Es würde sich dabei auf die mit Fell bekleidete Schmutz- oder Schiechperchten beziehen, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben, oder aber vielleicht auf Rituale rund um das Nutzvieh. Wie zum Beispiel das Räuchern der Ställe mit dem Johannisbuschen des Sommers. Das würde aber auch die andere Herleitung des Wortes liefern: Rauch-Nacht, vom Haus-und Hof -Räucher-Ritual abgeleitet, das von der Bäuerin ausgeführt wird. Die alternative Bezeichnung Glöckelnächte bezieht sich auf das „Glöckeln“, von Tür zu Tür gehen und anläuten, einen Einkehrbrauch, der auf der Sage beruht, dass entweder Thor oder Odin zu dieser Zeit die Gastfreundschaft der Menschen überprüfe, und je nach Ausübung oder Verweigerung belohne oder bestrafe. Wie auch Frau Holle im Märchen.

Die Rauhnächte als Quasi-Niemandszeit sind auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenn gleich mehr aus Spass und Geselligkeit – in Form des Bleigießens (das Metall Saturns, des Herrn der Grenzen und der Zeit)  bis heute weiter gepflegt. Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Rauhnächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Ein bisschen blitzt da noch das sprechendes Odinspferd, der achtbeinige Sleipnir, oder Fallada aus dem Märchen “Die Gänsemagd” durch.  Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft. Heinzelmännchen, Laren und Manen lassen grüssen!

Die vier wichtigen Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Gebet begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die wilden Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Wohl eine Art Angst vor “Incubi” oder Besessenheit.  Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Beide galten als besonders anfällig für Hexerei, als Opfer und Täter. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht.

Diese Tabus sind wohl der Dämonisierung des älteren Brauchtums durch die Christianisierung zuzuschreiben: Die Götter der alten Religion sind häufig die Teufel der neuen. Vor allem weil einige Yul- oder Raunachtsbräuche mit Fruchtbarkeit zu tun haben, oder auch mit Orakelbräuchen, die vielleicht mit dem Genuss von Pilzdrogen, wie der Amanita muscaria einhergingen: Das mochten die sittenstrengen Kirchenlehrer wohl gar nicht dulden.

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Wintersonnenwende – Mutternacht. Das Leben kehrt zurück.
Modranecht ©scrano 2015

Doch zurück zum Neuheidentum:

Auch in der teilweise auf keltischen Überlieferungen*** basierenden Wicca-Religion ist das Julfest eines der 8 Feste des Jahreskreises, an dem mit der Wintersonnenwende die Wiedergeburt des an Samhain gestorbenen gehörnten Gottes bzw. der Tod des Winter- oder Holly Kings (Winterhalbjahr) und dessen Ablösung durch den Oak King (Sommerhalbjahr) gefeiert wird. Holly (Ilex, Stechpalme) und Oak (Eichenlaub) stehen auf den britischen Inseln als Symbole für den Winter und Sommer. Das sieht man auch an den vielfältigen Darstellungen der sogenannten “Green Men”, welche die Vegetation oder Herne, den Geist des Waldes, einer Art Kreuzung aus Odin, Cernunnos und Jennerwein***, versinnbildlichen.

Die Nacht dieses Wechsels wird als in der Zeit gefrorener Moment begriffen: Die Welt hält einen Moment den Atem an. Im Kessel der “Grossen Mutter” wird das Licht neu geboren, aus dem “Dunklen Winterkönig” wird das Sonnenkind.  Dieses Symbol der zunehmenden Tageslänge ist das Versprechen auf einen neuen Sommer voller Licht und Wärme. Die Göttin beginnt einen neuen Zyklus im ewigen Kreislauf, wobei sie sich wieder zu ihrer “jungfräulichen” Form transformiert.  Auch hier spielt das Feuer, z.B. der Jul-Block (nicht Bock!) und das Räuchern im Ritual eine zentrale Rolle. Die traditionellen Weihnachtsfarben: Gold, Grün und Rot kommen ebenfalls zum Einsatz, sie repräsentieren Licht und Leben.

Zum Räuchern als Ausleitung des alten und Einleitung eines neuen Lebenskreislaufs werden Pflanzen mit Korrespondenzen zum Feuerelement oder der Sonne verwendet:

  • Zimt, Nelken, Weihrauch, Myrrhe aber auch Zedernholz und vor allem Lorbeer für den Gott in seiner Form als Sonnengott und Lichtgott Apollon oder Bel/Balder und Rosmarin für die Göttin in ihrer Repräsentation als Artemis/Brigid/Freya.
  • Der Lorbeer hat als heilige und heilende Pflanze eine lange Tradition: Schon die Orakelpriesterinnen in Delphi verwendeten ihn, wahrscheinlich schon in der Zeit der alten Erdgöttin Python, bevor Delphi zum Orakeltempel des Apollon wurde. Zu Heil- und Reinigungszwecken eingesetzt wurde Lorbeer  im Heiligtum des Asklepios und bei Ritualen zu Ehren der Göttin Ceres oder der keltischen Cerridwen. Der Rauch des Lorbeer hat eine erdhafte und eine sprirituelle Note.
  • Auch mit Salbei wurde und wird in der Zeit geräuchert, ein Brauch, der ebenfalls aus dem Mittelmeerraum stammt. Nicht verwechseln mit “Sage” dem Steppenbeifuss der amerikanischen Ureinwohner.

Viele der anderen genannten Düfte sind uns bereits aus dem allgemeinen Weihnachtsbrauchtum vertraut. Sie wirken stimmungsaufhellend und vertreiben die Schatten des Winterblues. Es ist die Zeit der Neuanfänge und um die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Jetzt wird das Samenkorn für ein gutes neues Jahr gepflanzt. Wir können Bernstein oder Tigerauge als Glücksbringer verschenken, die sowohl die Sonne als auch den glücklichen Wechsel versinbildlichen.

In allen Traditionen, sei es nun historisch oder neuheidnisch, aber auch traditionell christlich wird in dieser Zeit gefeiert und die Hoffnung auf gute Zeiten ausgedrückt.

Häufig auch durch Geselligkeit bei gutem Essen:

  • Truthahn, Gans, reichhaltiges Gebäck wie Stollen und Früchtekuchen, Glühwein oder Punsch.
  • Und natürlich darf der sonnenhafte Met aus dem Honig des Sommers nicht fehlen, am Besten als Heissgetränk.

 

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***Die herrschende Vorstellung der kosmischen Eltern, einer Allmutter (der mondhaften Göttin) und eines solaren Jahresgottes (der Vegetation) ist relativ generisch. Viele Wicca haben ihr individuelles Götterpaar, wobei auf unterschiedliche Kulturen zurückgegriffen wird: Graeco-Romanische, Nordische, Keltische oder Slawische Traditionen, beispielsweise. Sogar eine christlich geprägte Variante mit Maria und Jesus als Mutter/Sohn Paar gibt es in den USA. Da Maria oft mit der Mondsichel abgebildet und Jesus als wiedererstehendes Licht gefeiert wird – für naturreligiöse Christen erscheint diese Tradition nicht abwegig.
  • “Alle Göttinnen und Götter sind eine Göttin und ein Gott”.
Somit handelt es sich beim Wicca um naturreligiös motivierten Pantheismus. Die Ritualistik hat allerdings deutliche Bezüge zum inselkeltischen Brauchtum, aber auch zum Freimaurertum und zu hermetischen Orden, wie “Golden Dawn”.
***Herne,the Hunter aus Shakespeares “Merry Wives of Windsor” hat wohl Wurzeln sowohl in einer historischen Figur, dem berüchtigten Wilderer Richard Horne, aber auch bei mythischen Gestalten wie Odin mit der Wilden Jagd. Er ähnelt damit Robin Hood, oder Figuren des Nibelungenliedes und der Artus-Sage. Odin als Waldgeist kennen wir im Märchen in der Gestalt des Rübezahl.
 

christmas_flower_by_kmygraphic-daroyvx Animation: ©kmygraphic

Posted by on Dezember 19th, 2016 2 Comments

Jamilla sagt: Sweet Dreams are made …

White Christmas by scrano

Jamilla träumt von weissen Weihnachten …
@beast666

I’m dreaming of a white Christmas

Andererseits – so als Miezekatze mag ich natürlich lieber eine warme Ofenbank … Ein paar virtuelle Schneesterne dürfen es dann schon sein!

Und was Bing Crosby anbelangt … der soll ja ein ziemliches Ekel gewesen sein. Zumindest laut der Aussage seines ältesten Sohnes. Wohl so eine “herzliche” Beziehung zur Familie wie bei “Rabenmutter” Joan Crawford. Aber man soll ja von den in der Anderswelt Weilenden nicht schlecht reden. Cool finde ich dagegen Frankieboy Sinatra, wenigstens ein offizieller Mafioso, und kein Pseudo-Saubermann. Ausserdem hat er fast so schöne blaue Augen wie ich …

Jetzt zu den wirklich süssen Dingen: Letzte Chance zum Backen für alle Leckermäuler!

Hmmm … ich hatte ja versprochen, Euch die Rezepte zu verraten … oje, ich glaube ich habe es verschlafen!

Trotzdem:

Süsse Träume:
Viel Spass beim Backen und Probieren!

Ach ja, fast vergessen: Eine Schneeflocke ist natürlich auch ein Fraktal, sehr ähnlich wie der Koch-Stern“.

Was hassen wir Katzen noch mehr als Schnee? Annie Lennox verrät es Euch!

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Doch statt dessen … Feenglanz!
A Magical Christmas ©scrano 2016

ho_ho_ho_by_kmygraphic-daqlh78©kmygraphic

 

Posted by on Dezember 17th, 2016 Kommentare deaktiviert

Jamilla sagt: Jetzetle aber ran ans Nudelholz!

Heit isch Kehrwoch!

Nach der ganzen Backerei: Ein Wellness-Bad und chillen.

An alle Dosenöffner: Die Pause ist vorbei!
Aber es müssen immer noch Plätzchen gebacken werden:

Und natürlich:

Alle Rezepte werden noch nicht verraten … vielleicht noch was Schnelles für Sylvester?
Nach dem Putz-und Fegetag ist auch das Archiv wieder sauber und neue Posts sind in der Warteschlange!
Das Notrufsäule wird wieder eingemottet.

Mit tätzlichen Grüssen,

Eure  “abgschaffte” Birma Queen

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Abhängen hab ich mir aber anders vorgestellt!

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Jetzt wird gechillt!
Old Lady ©scrano 2016

 

Posted by on Dezember 2nd, 2016 Kommentare deaktiviert

Ginger’s Katzensprüche

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Maine Coon Schönheit und Glückskatze: Ginger
©beast666 2010

  • Wo wohnen Katzen …  Im Miezhaus!
  • Eine alte Katzenjungfer kauft eine Riesenflasche Schnaps … Du feierst wohl eine Party, fragt der Laden-Besitzer: “Nein, ich will endlich einen Kater …”
  • Meine Katze hat auf der diesjährigen Vogelaustellung den ersten Preis geholt … Wie denn das? Die Käfigtür stand offen.
  • Im Tierpark fragt Karlheinz seinen älteren Bruder: „Was würde der Tiger jetzt sagen, wenn er sprechen könnte?” – „Er würde sagen: Ich bin ein Jaguar!”

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  • Hunde kommen, wenn man sie ruft. Katzen nehmen deine Nachricht zur Kenntnis und kommen eventuell später darauf zurück. Mary Bly.
  • Die Selbstachtung einer Katze ist außerordentlich. Christian Morgenstern  (1871 – 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer
  • Mit eingezogenen Pfoten wacht die Katze einen guten Teil des Tages gelassen vor irgendeinem lächerlichen kleinen Loch, das eventuell der Eingang einer Maushöhle ist. Henry David Thoreau.

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  • Wenn Katzen zu dick werden, sollten sie Mausgleichssport treiben.
  • Katzen suchen immer die Tür zum Sommer … Robert. A. Heinlein
  • Eine Katze in Handschuhen fängt keine Mäuse. Ben Franklin.
  • Was wohl Katzen hören, wenn Caruso singt? Joachim Ringelnatz  (1883 – 1934), eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler
  • Die Katze ist am liebsten da, wo man sie streichelt.
  • Die Katze ist ein freier Mitarbeiter, der Hund ein Angestellter. Kurt Tucholsky.

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cat animations:luisbc, Creative Commons share alike.

Posted by on November 5th, 2016 Kommentare deaktiviert

Blessed Samhain oder Happy Halloween!

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 Samhain Blessings! ©scrano 2015

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Beiträge zum Fest, All Hallows Eve, Samhain oder Allerheiligen sind im Archiv zu finden. Rezepte gibt es hier.

Trick or Treat und fröhliches Gruseln oder romantisches Schaudern!

Filme für heute abend:

  • Sleepy Hollow
  • Practical Magic
  • Dracula (kultig mit Christipher Lee oder seriös mit Gary Oldman)
  • The Craft
  • Die Hexen von Eastwick
  • Dark Shadows
  • Die Mumie
  • Die Addams Family
  • The Munsters (Original in b/w)
  • Donnie Darko
  • Hexen hexen
  • Hocus Pocus
  • Leonore, ein poetischer Vampirfilm mit der Musik von Cat Stevens
  • I followed a Zombie (kein Splatterfilm, sondern Filmkunst von 1942)
  • Cat People oder Tourneurs Original: Katzenmenschen
  • Night of the Demon (Jaques Tourneur)
  • Night of the Eagle (mit Peter Wyngarde!!)
  • Die Neun Pforten
  • Beetlejuice
  • Teen Wolf
  • Wolf (Jack Nicholson als Werwolf)
  • American Horror Story: Coven
  • Die Nacht der lebenden Loser (abgedrehte Parodie von Teenie-Horror-Sex-und Zombiefilmen). Kommt gut nach ein paar Dosen meines Halloween-Punsches.
  • für Kids: “Harry Potter und der Feuerkelch” und “Harry Potter und der Gefangene von Askaban” und “HuiBuh”.

Auf Splatter- und die ewig gleichen, unappetitlichen Zombiefilme (eine echte Seuche!) kann ich jedenfalls verzichten. Ich will etwas gepflegten oder spassigen Grusel, nicht mich zu Tode langweilen! Wenn ich Zombies sehen will, schau ich  Parlamentsdebatten an oder Talkshows. Filme wie “Der Exorzist” oder “Das Ritual” muss ich auch nicht haben, die gehören in die Kategorie religiöse Propaganda. Der Satan ist kein extern agierendes Wesen, er sitzt in der menschlichen Psyche.

An alle Katzenbesitzer: Haltet Eure Miezen an Halloween im Haus, besonders wenn sie schwarz sind: Spinner gibt es immer wieder, darüber habe ich schon in meinem Artikel “Ein Hauch von Sommerland” geschrieben.

Halloween Punsch mit Preiselbeeren für den Blut-Effekt:

  • 1 Flasche trockenen Rotwein (nicht zu herb)
  • 1/2 l Orangensaft (mild, mit Fruchtfleisch)
  • 10 cl Amaretto
  • 1 Dose Preiselbeeren (z.B. Schwartau) mit passender Konsistenz
  • 3 EL Mascobado-Zucker oder 50-70 ml Ahornsirup

In einen Topf geben, erhitzen, nicht kochen. Bei Bedarf nachsüssen. Wer die (unbehandelten) Orangen selbst auspresst: Orangenspiralen aus der Schale für Dekozwecke verwenden.

Ein kurzer Rückblick auf Samhain:

Jedes Jahr in der Zeit vom 31. Oktober zum 2. November wird in vielen, ursprünglich aber nur in  katholischen Ländern, Halloween / Allerheiligen und Allerseelen gefeiert.

Halloween, wie es uns vor allem aus den USA durch seine auffälligen Kürbislaternen bekannt ist,  hat seinen Ursprung aber eigentlich in einem vorchristliches Toten- und Ahnenfest, wie es vor allem in keltischen Regionen gefeiert wurde. Die meisten Bräuche stammen daher aus Irland und Schottland.

Katholisch = Allerheiligen am 1.11. ist das Fest der vielen namenlosen Märtyrer, während an Allerseeelen, dem 2.11. tatsächlich der Verstorbenen, früher eben der Ahnen in der Anderswelt gedacht wurde. Ein eher stilles Familienfest, wo die man der Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft, der Unerbittlicheit der Zeit, aber auch der Hoffnung einer neuen Generation gewahr wird. Da Halloween ein Mondfest war, dauerte es vermutllich drei Tage, vom Abend des Oktoberschwarzmonds bis zum Erscheinen der ersten schwachen Sichel, also nach dem modernen Datum vom 31.10. bis zum 2.11. In diesem Jahr, 2016 trifft das Kirchendatum sogar mit dem paganen Neumondsfest zusammen.

Heute ist auch St.Wolfgang-Tag, ein Heiliger aus dem 10. Jhd. der mit Exorzismus und Spukaustreibung assoziiert wird. Interessanterweise gab es in den hauptsächlich süddeutschen und österreichischen Gebieten, wo er verehrt wird, und besonders in der Nähe von Wallfahrtsorten zu seinen Ehren, früher den Brauch des Sündenabstreifens an Samhain. Dafür wurde durch Felsspalten oder enge Höhlengänge gekrochen, an besonderen Plätzen, die früher kultisch genutzt waren, und dann dem Wolfgangsbrauchtum einverleibt wurden. Etwas ähnliches gibt es noch in Irland und England, wo man sich durch extra durchbohrte Megalithen zwängt. Auch das Durchkriechen unter dem Grab des St.Ives zum Sündenerlass in der Bretagne gehört in diese Kategorie. Bei den keltischen Schlupfsteinen ging es in den ursprünglichen  heidnischen Bräuchen eher um Fruchtbarkeit und Geburtshilfe – real und spirituell, es wurde der Segen der Erdmutter erbeten. Gerade in Süddeutschland gibt es in den früher keltisch geprägten Regionen eigentümliche unterirdische Kammern, sogenannte Erdställe, die aus dem frühen Mittelalter stammen*** – sie weisen seltsame, absichtlich angelegte, enge Durchschlupfe auf – vielleicht auch ein Vehikel zum Loswerden von seelischen oder spirituellen Altlasten, oder auch körperlicher Gebrechen. Der Abstreif-Brauch wurde später von der Kirche durch das lukrativere Fegefeuer ersetzt, da musste man durch bezahlte Messen seiner Angehörigen erlöst werden, statt noch zu Lebzeiten selbst aktiv zu handeln.

Echtes Grab von St.Ives, Schutzpatron der Bretagne, neben St.Anne, der christianisierten Erdmutter Ana.An einem Pardon (Walfahrt) im Mai kann man hier seine Sünden abstreifen.St. Ives, Treguir-Minihy ©beast666

Grab von St.Ives, Schutzpatron der Bretagne, neben St.Anne, der christianisierten
keltischen Erdmutter Ana. An einem Pardon (Wallfahrt) im Mai kann man hier seine
Sünden abstreifen. St. Ives, Treguier-Minihy ©beast666  2007

 Referenzen im Samhain-Bild – Alchemie-Effektbrush: obsidian dawn

***für manche der Erdwerke wird über ein wesentlich höheres Alter spekuliert.

 

Posted by on Oktober 31st, 2016 Kommentare deaktiviert

Jamilla sagt: Katzenweisheiten

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Altersweisheit: Unsere Seniorin Jamilla beim Nickerchen … äh, der Meditation.
Old Lady, ©beast666 2016

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.

Mahatma Gandhi, 1869 – 1948
Indischer Rechtsanwalt, Pazifist und politischer sowie geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung

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Eine Katze gibt dem Haus eine Seele.

Jean-Paul Clébert 1926
Französischer Schriftsteller

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Wenn man sich mit der Katze einläßt, riskiert man lediglich, bereichert zu werden.

Gewöhnliche Katzen gibt es nicht!

Sidonie-Gabrielle Colette, 1873 – 1954
Französische Skandal-Autorin und Journalistin, Frauenrechtlerin

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Es gibt zwei Möglichkeiten, dem Elend der Welt zu entfliehen, die Musik und die Katzen.

Albert Schweitzer, 1875 – 1965
Elsässer ev. Theologe, Kirchenmusiker, Philosoph und Arzt

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Katzen sind die rücksichtsvollsten und aufmerksamsten Gesellschafter,
die man sich wünschen kann.

Pablo Picasso, 1881 – 1973
Spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer, Erfinder des Kubismus

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Eine Katze führt zur nächsten.

Ernest Hemingway, 1899 – 1961
US-amerikanischer Autor, Journalist, Sozialkritiker, Pessimist
Nobelpreisträger 1954

 

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Katzen sind ein geheimnisvolles Volk.
In ihrer Seele bewegt sich mehr, als uns bewusst ist.

Sir Walter Scott, 1771 – 1832
Schottischer Schriftsteller (Ivanhoe) , Erfinder des Ritterromans

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Von allen Tieren erlangt nur die Katze das rechte Sichversenken.
Sie betrachtet das Rad des Lebens von außen, wie Buddha.

Andrew Lang, 1844 – 1912
Schottischer Schriftsteller  und Journalist

 

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As anyone well knows who has ever been around a cat for any length of time,
cats have enormous patience with the limitations of the human mind.

Cleveland Amory, 1917 – 1998, Tierrechtler , Umweltaktivist und Sozialhistoriker

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Katzen sind nicht unrein – sie wachen über uns.

Mohammed, ca. 570 – 632
Religionsstifter des Islam

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Ich bin sicher, dass Katzen auf einer Wolke gehen könnten ohne durchzufallen.

Jules Verne, 1828 – 1905
Französischer utopischer Schriftsteller

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Kätzchen von der Käserei Ziegelhütte,
einem Demeter Milchbetrieb am Randecker Maar.
Kleine Graue beats666 2015

 ”Love heart cat” by kmygraphic, cat animations: free gif sites.

Posted by on Oktober 26th, 2016 Kommentare deaktiviert

Halloween: Zauberspuch, Hexenbuch & Kürbiskuchen

Ein fröhliches Geistern und viele Kürbispartys!©scrano 2015

Ein fröhliches Geistern und viele Kürbispartys!
Kleine Hexe ©scrano 2015, no reupload anywhere!

Die kleine Hexe lernt schon fleissig für den grossen Tag:

Üben, üben, üben, mit Grossmutters Schattenbuch!
Damit an Halloween auch alles richtig gut klappt!

Ein Buch der Schatten oder Grimoire ist eine Sammlung von Rezepten aller Art, medizinisch, magisch und kulinarisch. Es enthält auch Gedanken, kleine Rituale und natürlich Zaubersprüche. Ausserdem erfüllt es eine Tagebuchfunktion, beinhaltet oft auch einen Kalender mit den wichtigen Feiertagen, den Mondständen und anderem astrologischen Wissen.

Bald tanzen hier die Geister

geschickt von ihrem Meister,

Süsses herzuholen, wie ihnen befohlen!

Gebt Ihnen was sie wollen,

dann werden sie sich wieder trollen!

Man könnte sie auch mit Kürbis-Kuchen bestechen, eine Leckerei für die unsere Hexen-Grossmutter bestimmt ein Rezept  in ihrem Zauberbuch hat.

Kürbis-Kuchen (wie Rübli-Kuchen)

  • 4 Eier, mittelgross
  • 250g Dinkelmehl
  • 200g geriebene Mandeln
  • 1 Pckg Backpulver mit Safran
  • 150 g Butter
  • 150 g Puderzucker
  • 150 g feiner brauner Rohr-Zucker
  • 300 g fein geraspeltes Kürbisfleisch vom Hokkaido
  • 2 El Zitronensaft
  • alternativ: geriebene Karotten
  • 1  Springform 26 cm

Dekoration: Marzipandecke  und Zucker-Halloweenfiguren, Kürbisse, Fledermäuse, Schoko-Aufleger “Schwarze Katze” Oder eine Schablone mit Fratze aus Papier anfertigen, Puderzucker durchsieben.

Zubereitung: Eier trennen. Aus Eiweiß und Puderzucker einen sehr steifen Eischnee schlagen. Eigelb, weiche Butter, brauner Rohrzucker, Zitronensaft und Vanillezucker schaumig rühren. Mehl mit Backpulver sieben und mit den Kürbisraspeln und den Mandeln vermengen. Eischnee unterheben, nicht durchrühren! Den Teig in eine gefettete Form füllen und bei 175 Grad (Heißluft) ca. 60-70 Minuten backen. Garprobe mit Hölzchen!

Aus der Form lösen und dekorieren.

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So viele Kürbisse – sogar etliche der dekorativen Sorten sind essbar.
Pumpkin Time @beast666 2016.

Archäologen haben entdeckt, dass der Kürbis zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit gehört. Kürbis in seiner Wildform lieferte schon vor Jahrtausenden den Menschen  Nahrung in Form von Fruchtfleisch, Kürbiskernen oder den essbaren Blüten. Kalebassenkürbisse wurden ausgehöhlt als Flaschen verwendet, kugelige oder platte Früchte dienten als Schalen.

Der Kürbis wurde relativ schnell in den kleinen Gärten der frühen Siedlungen kultiviert und weitergezüchtet, auch um seine bitteren und toxischen Inhaltsstoffe loszuwerden. Durch die hohe Lagerfähigkeit von bis zu sechs Monaten war Kürbis  ein wichtiges Mittel bei der Entwicklung des Menschen weg von reinen Jäger/Sammlerdasein.  Erstmals konnte Nahrung in grösseren Mengen an geschützten Plätzen für eine Mangelzeit gespeichert werden.

Die runde, im Inneren hohle Form des Kürbis ist auch ein Symbol für die Fruchtbarkeit der Erdmutter. Daher war die Pflanze in den beiden Amerikas heilig.

In Europa gab es wohl vor Kolumbus keine Kürbisse, (vielleicht doch für eine gewisse Zeit, die umtriebeigen Phönizier sollen ja schon in der Antike dagewesen sein). Allerdings wuchsen bei uns schon Gurken, Melonen und Zuccini, die zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, vor allem im Mittelmeerraum waren diese schon lange verbreitet.

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Der Kürbisbrauch, an Halloween Laternen daraus herzustellen, kommt eigentlich aus Irland: Jack o’Lantern hatte aber wohl nur eine eher langweilige Runkelrübe zur Verfügung. Solche ausgehöhlten Futter-oder Zuckerrüben dienten uns als Kinder schon für unsere Geister-Kostüme als unheimliches Leuchteffekt-Accessoire. Bettlaken mit aufgemalten Gespensterfratzen, Augen und Zähnen – dazu die Laterne – so zogen wir schon in der Woche vor Halloween um die Häuser. Statt Süssem gab es bei den Eltern der “Geistertruppe” heissen Apfelsaft, kandierte Äpfel und heisse Pflaumenmus-Buchteln zum Aufwärmen. Diese wildere Variante vom Martins-Singen gibt es in vielen Regionen Süddeutschlands, schon lange bevor Halloween aus den USA Mode wurde.

 

Hilfreiche Geister für mein Halloween-Bild: Mischtechnik aus Photomanipulation und digitaler Malerei.

  • Referenzen für meine Hexen:
  • witch apprentice: halloween 71 by anastasiya landa
  • Granny witch: the witches magic pumpkin by estruda
  • 3d-Render für meine Fabeltiere:
  • Bat:bat 01 by wolverine041269
  • Dragon: millenium hatchling dragon 03 by wolverine041269
  • Katzen: Cat: 23 by csyyt
  • Pumpkin cat: Halloween 2 by MoraNox-Stock
  • Books: antique books by jeanicebartzen27
  • Cauldron: free halloween cauldron icon 3d by pixaroma
  • Glitter-Brush: coby17
  • Arcane circle brush: obsidian dawn
  • Forrest: enchanted forest astoko free stock image by astoko
  • Halloween Font:”Supernatural” by FelinaCat

Meine Halloween-Grusskarte ist für den rein persönlichen Gebrauch bestimmt, ausdrucken, als email-Gruss etc.  Keine Redistribution in Facebook, twitter oder pinterest etc. Auf persönlichen Seiten ist das Posten erlaubt: Mit Attribution und Link auf meine Seite.

Posted by on Oktober 25th, 2016 Kommentare deaktiviert