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Mitten im kalten Winter: Yule – Rauhnacht – Sonnenkind

Funken des Yul_Feuers bringen das neue Licht ins Heim.

Funken des Yul_Feuers bringen das neue Licht ins Heim.
Yul Embers ©scrano 2014

When the Wheel begins to turn, let the Beltane fires burn.
When the Wheel has turned a Yule, light the Log and let Pan rule.

WINTER SONNWENDE – YULE

Im nordisch-germanischen Neuheidentum (z. B. Asatru) ist das altgermanische Julfest eines der drei Eck-Feste im Jahr und man versucht auf das Brauchtum zurückzugreifen, das man aus den Überlieferungen noch rekonstruieren kann:  z. B. Wilde Jagd oder Raunächte, um die Julzeit und das Mittwinterfest zu begehen. Als Datum kommt hierfür entweder direkt die astronomische Sonnwende am 21.12. oder der Tag des ersten Vollmonds danach in Frage, welcher Julmond heisst. Deneben gibt es noch das Haakon dem Guten zugeschriebene Datum am 25.12.  Daher ist das Julfest wohl nicht nur dem solares Kalender zuzuordnen. Unter Umständen ist die Zeit der Raunächte auch ein Versuch den Sonnen- und den Mondkalender zu synchronisieren, wie man es auch schon jungsteinzeitlichen Bauten wie Stonenhenge als ein möglicher Verwendungszweck zuschreibt. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Wie in allen einfachen, „nicht-interkalierenden Lunisolarkalendern“ (also allen Mondkalendern ohne Schaltmonate, wie man sie in bäuerlichen Kulturen findet), werden die auf die 365 Tage des Sonnenjahres fehlenden elf Tage – beziehungsweise zwölf Nächte – als  Tage „außerhalb der Zeit“, eingeschoben. Von solchen Tagen wird in der zugehörigen Kosmologie angenommen, dass die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt seien und daher die Grenzen zu anderen Welten durchlässig würden. In vielen Kulturen, die so ein Kalendersystem verwenden, verbindet sich diese Zeitspanne oftmals mit Tabus, Ritualen und Volksmythen. Es wird auch vermutet, dass die Bräuche um die „Winterauskehr“ am Ende des Faschings in diesem Zusammenhang stehen: Sie simulieren eine Interkalation bezüglich des Jahresbeginns mit dem Frühlings-Äquinoktium. Besonders deutlich findet sich das in den römischen Saturnalien und Lupercalien.

Gefeiert wird das Wiedererstarken der Sonne und das Längerwerden der Tage, da dieser Wechsel seit Menschengedenken überlebenswichtig ist, vor allem für die Saat und Ernte. Der Julmond, der auch Nytungl (Neuer Mond) oder Nykung (Neuer König) heißt, wird mit dem rituellen Jultrinken begrüßt. In der christlichen Weihnachtsliturgie war früher die sogenannte Johannisminne, ein rituelles Zutrinken, üblich, am 27. 12., dem Feiertag des Evangelisten Johannes.  Zu den verwandten Bräuchen kann man auch den Wassail rechnen, wie er in Schottland noch üblich ist, oder auch in Teilen Bayerns als Flursegen angewandt wird. Dort besprengt man die Flur bzw die Apfelwiesen mit Milch oder Most aus der vergangenen Ernte. Der Julmond im Januar kennzeichnet den Beginn des neuen Jahres. Man sieht die Rauhnächte zwischen Wintersonnenwende (Mütternacht) und Dreizehnttag (Perchtennacht) als eine zwölftägige Friedenszeit, in der die Häuser mit immergrünen Zweigen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Tanne, Stechpalme, Kiefer, Efeu, Wacholder geschmückt werden, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt. Das Haus wird geräuchert mit den Worten „Glück ins Haus – Unglück hinaus,“ oder “Evil shall leave and not enter”, wie es im Original heisst.  Der „Julbock“, wird aufgestellt, sehr zur Freude der Kinder: Ein aus Stroh geflochtener Ziegenbock, wahrscheinlich ein Fruchtbarkeitssymbol. Dieser lässt sich vielleicht auf die Ziegenböcke des Gottes Thor zurückführen, die seinen Wagen ziehen. Er bringt auf seinem Rücken noch heute in Skandinavien die Geschenke. Gastfreundschaft soll schon früher ein wichtiges Element der Julzeit gewesen sein, so soll das Haus den Gästen offengestanden haben, die ein und aus gingen und reich bewirtet wurden. Zudem ist es ein Brauch, einen großen Holzklotz – den Julklotz – aus dem Wald zu holen, und ihn zwölf Tage und Nächte brennen zu lassen. Vergleichbar mit dem Volksbrauch, Feuerräder bzw. Osterräder von Bergen abzurollen, werden von Anhöhen brennende Sonnenräder, mit Stroh bespanntes Holz oder geflochten, herab gerollt. Als Kinder haben wir kleinere solche brennende Reifen mit Hilfe von Haselstöcken durch den Ort gerollt, im schwer katholischen Bayern! Überhaupt sind hier die Raunachtsbräuche noch sehr lebendig. Perchtenlauf, Räuchern und etliche Tabus in der Zeit zwischen der Zeit werden hier noch in breiter Vielfalt und grosser Selbstverständlichkeit praktiziert. Nicht erst als neuaufgelegte Touristen-Folklore oder als ärgerliches Rudiment aus der Nazi-Zeit. Die enorme Vielfalt des lokalen Brauchtums legt ausserdem die Annahme vorchristlicher Ursprünge nahe, leider ohne dass heute noch feststellbar wäre, wo die jeweiligen kulturellen Wurzeln tatsächlich liegen. bzw. wie weit sie zurückreichen. Germanische Bezüge vieler Raunachtsvorstellungen sind aber naheliegend, denn zu dieser Zeit soll sich nämlich in der germanischen Vorstellung auch Wodans alljährliche Wilde Jagd abgespielt haben, in der die Geister der Verstorbenen mit Odin/Woden/Wotan über das Land ziehen sollten:

Im Zentrum der  Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, steht dann Woden’s “Wilde Jagd”. Zu dieser Zeit stehe die “überirdische Anderswelt” endgültig in Verbindung mit der Menschenwelt und die Seelen der Verstorbenen dürfen Kontakt aufnehmen. Dieser Glaube, dass zu sich zu dieser Zeit das Tor zum Geisterreich öffnet, zog Bräuche wie das Stehenlassen von Essen für die Geister (dumb supper) oder das Verbringen von Essen in die Megalithanlagen z.B. Bretagne, britische Inseln, mit sich. Auch für Odins Pferd Sleipnir stellte man Nahrung vor die Tür. Ebenfalls in den Rauhnächten spielt das Märchen um Frau Holle (Berchta, Perchta), die eine deutliche Verwandschaft zur germanischen Totengöttin Hel hat. Aber nicht nur in Regionen nördlich der Alpen wurden solcherlei Glaubensvorstellungen gepflegt: Auch die Römer kannten entsprechendes Brauchtum, ebenso verbreitet ist es in Griechenland oder Osteuropa, also in grossen Teilen des  indoeuropäischen Sprachraums. Erdhafte und unterweltliche Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der wilden Jagd einherziehen. Bis in die jüngere Zeit war in weiten Teilen Ost-Europas der Glaube verbreitet, dass sich zauberkundige Menschen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, zu dieser Zeit in Werwölfe verwandelten und in dieser Gestalt Mensch und Vieh bedrohten. Die Bräuche zu den verschiedenen “Zwischenzeiten” des Jahres ähneln sich sehr: Es existieren Übereinstimmungen z.B. zwischen dem Rauhnachtsbrauchtum und dem von Samhain oder All Hallows Eve” und den graeco-römischen Feiern der Erntefeste, an denen auch “Mundus Cereris Patet“: Saturnalia, Lupercalia.

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Krampus, auch ein Weihnachtspercht,
der manchmal schon mit dem Nikolaus kommt.
Er ähnelt dem Habergoas. quelle:wikimedia

Diese Umsetzung solcher Vorstellungen spiegelt sich besonders in den Perchtenläufen des Alpenraums wider. Dort gibt es allerlei teuflisch erscheinende Gestalten, die Schiechperchten, zum Beispiel den Habergoas, eine Mischung aus Pferd und Ziegenbock, ersteres ein Symbol Wodens, der Bock ein Tier des Thor. Die sogenannten Holzperchten schlagen besonders die Mädchen mit Haselzweigen, wohl eine Variante des “Quickens“, ein Fruchtbarkeitsritual. Auch die Hasel gehört zu Thor, der als Fruchtbarkeitsgott der Feind des Winters war: Im hohen Norden beteten die Menschen zu ihm, dass er die grimmigen Eisriesen mit seinem Hammer möglichst bald zerschmettert.  Eine andere Form der Perchten, aber regional davon getrennt und eigenständig sind die schellenbehängten Schepperer oder Glöckler. Auch der Brauch, zu Silvester Lärm zu erzeugen (Silvesterfeuerwerk), sollte die Unholde fernhalten, im Alpenraum wird in allen Rauhnächten auch geböllert. Wobei nicht nur der Lärm, sondern auch der Schwefeldampf des Schiesspulvers die üblen Geister vertreiben soll.

Je nach Region unterscheidet sich die Anzahl der Rauhnächte zwischen drei und zwölf Nächten. Als die vier wichtigsten Rauhnächte werden bezeichnet:

  • 21./22. Dezember (Thomasnacht, die Wintersonnenwende) (längste Nacht des Jahres)
  • 24./25. Dezember (Heiliger Abend, Christnacht, Vigil von Weihnachten)
  • 31. Dezember/1. Januar (Silvester)
  • 5./6. Januar (Epiphanias, Erscheinung des Herrn)

In manchen Gebieten wird die Thomasnacht nicht hinzugezählt, obwohl hier der alte heidnische Bezug noch extrem deutlich ist:

“Der Thama mit’m Hamma”

Die Nacht vor Thomas (21. Dezember) ist eine der wichtigsten und eigenartigsten Losnächte. Er ist recht volkstümlich, der “Thama mit’m Hamma”. Er erinnert deutlich an den hammerschwingenden, wetterbeherrschenden Gott der Germanen Thor/Donar, der mit seinem Hammer Mjölnir an die Wolken schlug und damit den Donner erzeugte. Der blutige Thamerl, wie er bei uns genannt wurde, war besonders als Kinderschreck gefürchtet.

Auch die seltsame Luzier: Hl. Lucia, am 13. Dezember gefeiert, gehört eigentlich noch zu den Raunachtsgestalten. Der 13. Dezember war früher ein wichtiger Tag für die traditionellen Feierlichkeiten der Sonnenwende, denn bis 1752 fand die Wintersonnenwende (z.B. in Schweden) an diesem Tag statt. Die Sichel der St.Lucia, als Symbol ihres Märtyrertums,  wird nun zum Drohwerkzeug für unartige Kinder, wie der Thorshammer des “Thamerl”. Diese Sichel kann man auch als Symbol des Saturn, als Herrn der Zeit und Schnitter Tod interpretieren, oder als Mondsichel der “Grossen Göttin”. Zur Deutung als Saturnsymbol kommen noch Janus und Terminus dazu, die in der Römerwelt für die räumlichen und zeitlichen Grenzen zuständig waren. Beide Gottheiten standen mit Saturn in Verbindung. Besser kommt Lucia in Schweden weg, hier wird ihr Gedenktag als Lichterfest gefeiert, vor allem für die Töchter der Familien ein Spass: Die älteste Tochter weckt weiss bekleidet, mit einer Lichterkrone auf dem Kopf, morgens die Familie und serviert ihnen Frühstück bei Kerzenschein: Vor allem Safrangebäck, ein Symbol der Sonne. Diese süssen Kringel, auch als Lussekatter=Luciakatzen bezeichnet, können auch ein Hinweis auf aur nordische Göttin Freya sein, deren Himmelswagen ein Katzengespann zog. An diesem Tag wird das berühmte Lucia-Lied gesungen, das von der Wiederkehr des Lichtes handelt, auch ein Bezug zum alten Datum der Sonnwende.

Die Etymologie, also die sprachliche Wurzel,  des Wortes Rauhnacht ist umstritten. Eine Möglichkeit stellt das mittelhochdeutsche Wort rûchhaarig‘ dar,  das es in der Kürschnerei als Rauhware oder Rauchware für Pelzwaren heute noch gibt. Es würde sich dabei auf die mit Fell bekleidete Schmutz- oder Schiechperchten beziehen, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben, oder aber vielleicht auf Rituale rund um das Nutzvieh. Wie zum Beispiel das Räuchern der Ställe mit dem Johannisbuschen des Sommers. Das würde aber auch die andere Herleitung des Wortes liefern: Rauch-Nacht, vom Haus-und Hof -Räucher-Ritual abgeleitet, das von der Bäuerin ausgeführt wird. Die alternative Bezeichnung Glöckelnächte bezieht sich auf das „Glöckeln“, von Tür zu Tür gehen und anläuten, einen Einkehrbrauch, der auf der Sage beruht, dass entweder Thor oder Odin zu dieser Zeit die Gastfreundschaft der Menschen überprüfe, und je nach Ausübung oder Verweigerung belohne oder bestrafe. Wie auch Frau Holle im Märchen.

Die Rauhnächte als Quasi-Niemandszeit sind auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenn gleich mehr aus Spass und Geselligkeit – in Form des Bleigießens (das Metall Saturns, des Herrn der Grenzen und der Zeit)  bis heute weiter gepflegt. Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Rauhnächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Ein bisschen blitzt da noch das sprechendes Odinspferd, der achtbeinige Sleipnir, oder Fallada aus dem Märchen “Die Gänsemagd” durch.  Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft. Heinzelmännchen, Laren und Manen lassen grüssen!

Die vier wichtigen Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Gebet begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die wilden Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Wohl eine Art Angst vor “Incubi” oder Besessenheit.  Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Beide galten als besonders anfällig für Hexerei, als Opfer und Täter. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht.

Diese Tabus sind wohl der Dämonisierung des älteren Brauchtums durch die Christianisierung zuzuschreiben: Die Götter der alten Religion sind häufig die Teufel der neuen. Vor allem weil einige Yul- oder Raunachtsbräuche mit Fruchtbarkeit zu tun haben, oder auch mit Orakelbräuchen, die vielleicht mit dem Genuss von Pilzdrogen, wie der Amanita muscaria einhergingen: Das mochten die sittenstrengen Kirchenlehrer wohl gar nicht dulden.

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Wintersonnenwende – Mutternacht. Das Leben kehrt zurück.
Modranecht ©scrano 2015

Doch zurück zum Neuheidentum:

Auch in der teilweise auf keltischen Überlieferungen*** basierenden Wicca-Religion ist das Julfest eines der 8 Feste des Jahreskreises, an dem mit der Wintersonnenwende die Wiedergeburt des an Samhain gestorbenen gehörnten Gottes bzw. der Tod des Winter- oder Holly Kings (Winterhalbjahr) und dessen Ablösung durch den Oak King (Sommerhalbjahr) gefeiert wird. Holly (Ilex, Stechpalme) und Oak (Eichenlaub) stehen auf den britischen Inseln als Symbole für den Winter und Sommer. Das sieht man auch an den vielfältigen Darstellungen der sogenannten “Green Men”, welche die Vegetation oder Herne, den Geist des Waldes, einer Art Kreuzung aus Odin, Cernunnos und Jennerwein***, versinnbildlichen.

Die Nacht dieses Wechsels wird als in der Zeit gefrorener Moment begriffen: Die Welt hält einen Moment den Atem an. Im Kessel der “Grossen Mutter” wird das Licht neu geboren, aus dem “Dunklen Winterkönig” wird das Sonnenkind.  Dieses Symbol der zunehmenden Tageslänge ist das Versprechen auf einen neuen Sommer voller Licht und Wärme. Die Göttin beginnt einen neuen Zyklus im ewigen Kreislauf, wobei sie sich wieder zu ihrer “jungfräulichen” Form transformiert.  Auch hier spielt das Feuer, z.B. der Jul-Block (nicht Bock!) und das Räuchern im Ritual eine zentrale Rolle. Die traditionellen Weihnachtsfarben: Gold, Grün und Rot kommen ebenfalls zum Einsatz, sie repräsentieren Licht und Leben.

Zum Räuchern als Ausleitung des alten und Einleitung eines neuen Lebenskreislaufs werden Pflanzen mit Korrespondenzen zum Feuerelement oder der Sonne verwendet:

  • Zimt, Nelken, Weihrauch, Myrrhe aber auch Zedernholz und vor allem Lorbeer für den Gott in seiner Form als Sonnengott und Lichtgott Apollon oder Bel/Balder und Rosmarin für die Göttin in ihrer Repräsentation als Artemis/Brigid/Freya.
  • Der Lorbeer hat als heilige und heilende Pflanze eine lange Tradition: Schon die Orakelpriesterinnen in Delphi verwendeten ihn, wahrscheinlich schon in der Zeit der alten Erdgöttin Python, bevor Delphi zum Orakeltempel des Apollon wurde. Zu Heil- und Reinigungszwecken eingesetzt wurde Lorbeer  im Heiligtum des Asklepios und bei Ritualen zu Ehren der Göttin Ceres oder der keltischen Cerridwen. Der Rauch des Lorbeer hat eine erdhafte und eine sprirituelle Note.
  • Auch mit Salbei wurde und wird in der Zeit geräuchert, ein Brauch, der ebenfalls aus dem Mittelmeerraum stammt. Nicht verwechseln mit “Sage” dem Steppenbeifuss der amerikanischen Ureinwohner.

Viele der anderen genannten Düfte sind uns bereits aus dem allgemeinen Weihnachtsbrauchtum vertraut. Sie wirken stimmungsaufhellend und vertreiben die Schatten des Winterblues. Es ist die Zeit der Neuanfänge und um die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Jetzt wird das Samenkorn für ein gutes neues Jahr gepflanzt. Wir können Bernstein oder Tigerauge als Glücksbringer verschenken, die sowohl die Sonne als auch den glücklichen Wechsel versinbildlichen.

In allen Traditionen, sei es nun historisch oder neuheidnisch, aber auch traditionell christlich wird in dieser Zeit gefeiert und die Hoffnung auf gute Zeiten ausgedrückt.

Häufig auch durch Geselligkeit bei gutem Essen:

  • Truthahn, Gans, reichhaltiges Gebäck wie Stollen und Früchtekuchen, Glühwein oder Punsch.
  • Und natürlich darf der sonnenhafte Met aus dem Honig des Sommers nicht fehlen, am Besten als Heissgetränk.

 

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***Die herrschende Vorstellung der kosmischen Eltern, einer Allmutter (der mondhaften Göttin) und eines solaren Jahresgottes (der Vegetation) ist relativ generisch. Viele Wicca haben ihr individuelles Götterpaar, wobei auf unterschiedliche Kulturen zurückgegriffen wird: Graeco-Romanische, Nordische, Keltische oder Slawische Traditionen, beispielsweise. Sogar eine christlich geprägte Variante mit Maria und Jesus als Mutter/Sohn Paar gibt es in den USA. Da Maria oft mit der Mondsichel abgebildet und Jesus als wiedererstehendes Licht gefeiert wird – für naturreligiöse Christen erscheint diese Tradition nicht abwegig.
  • “Alle Göttinnen und Götter sind eine Göttin und ein Gott”.
Somit handelt es sich beim Wicca um naturreligiös motivierten Pantheismus. Die Ritualistik hat allerdings deutliche Bezüge zum inselkeltischen Brauchtum, aber auch zum Freimaurertum und zu hermetischen Orden, wie “Golden Dawn”.
***Herne,the Hunter aus Shakespeares “Merry Wives of Windsor” hat wohl Wurzeln sowohl in einer historischen Figur, dem berüchtigten Wilderer Richard Horne, aber auch bei mythischen Gestalten wie Odin mit der Wilden Jagd. Er ähnelt damit Robin Hood, oder Figuren des Nibelungenliedes und der Artus-Sage. Odin als Waldgeist kennen wir im Märchen in der Gestalt des Rübezahl.
 

christmas_flower_by_kmygraphic-daroyvx Animation: ©kmygraphic

Posted by on Dezember 19th, 2016 2 Comments

Samhain – Wenn Hekate um die Häuser zieht

Samhain Fire

All Souls Night

Bonfires dot the rolling hills
Figures dance around and around
To drums that pulse out echoes of darkness
Moving to the pagan sound. Somewhere in a hidden memory
Images float before my eyes
Of fragrant nights of straw and of bonfires
And dancing till the next sunrise.

I can see lights in the distance
Trembling in the dark cloak of night
Candles and lanterns are dancing, dancing
A waltz on All Souls Night.

Loreena McKennitt***
 

Hekate ist eine Patronin von Samhain, wie sie es wohl schon beim römischen “Cereris mundi patet” war. Sie steht auch mythologisch der Demeter-Ceres nahe: Sie half ihr nach der verschwundenen Kore zu suchen, nachdem diese von Hades/Pluto in die Unterwelt entführt wurde. Der Kore als Unterweltskönigin Persephone ist sie eine Freundin, deren Gegenwart sie mehr schätzt als die ihres Gatten, dessen brütend-finstere Laune (echt plutonisch eben) sie oft flieht. Hekate ist der Sternenhimmel und die Nacht des Dunklen Mondes zugeordnet. Ausserdem noch die Mondfinsternisse. Sie hat auch eine ikonographische Verwandtschaft mit Asträa, der Sternenjungfrau, die in alten Zeiten ursprünglich ebenfalls eine Versinnbildlichung der steinzeitlichen”Grossen Mutter” war. Die Figur der Asträa beinhaltete alle Aspekte der Demeter, Kore und Hekate/Persephone, sowie auch der Dike, Themis und Nemesis. Hierin ähnelt sie wiederum der Frau Holle. Das ihr zugeordnete Sternbild Jungfrau war in antiken Zeiten als grosse Frühjahrskonstellation bekannt und schloss Waage (der Gerechtigkeit) und Skorpion (das Schwert, die Strafe) mit ein. Nach der dorischen Einwanderung in der Eisenzeit und dem stärker werdendem Patriarchat im Mittelmeerraum blieb von der mächtigen “Magna Mater” nur noch die immerhin widerborstige Hekate übrig. Sie hatte wie Pluto den Schlüssel zum Hades, auch sie war fähig unsichtbar unter den Sterblichen wandeln, allerdings nur in der Dunkelheit. Zeus konnte über sie nicht gebieten, ein letztes Zeichen von Respekt gegenüber der altehrwürdigen, einst allmächtigen Göttin.  Der schwarze Hund und die Granatfrucht wurden ihr gleichermassen wie dem Herrn der Unterwelt zugeordnet.

Hekate Trivia

Hekate Trivia

Allerdings trägt sie noch die Fackeln der Weisheit, ein Überrest ihrer einstigen solaren Form, und als Wächterin über Weggabelungen hat sie noch ihre ursprüngliche Dreigestalt. Sie beherrscht auch die Grenzen, wie Saturn, die Übergänge von Nacht und Tag, dem Reich der Lebenden und Toten. Sie ist auch ein Psychopompos wie Merkur, aber sie hilft auch den Seelen auf die Welt, sie ist Beschützerin der Gebärenden und Neugeborenen. Das erste Waschwasser und die Nabelschnur werden an Wegkreuzungen  oder am Fuss des privaten Hekate-Schreines ausgebracht. Auch diese Tradition gibt es nördlich der Alpen im Brauchtum der Verehrung der im Hollerbusch wohnenden Frau Holle. Man braucht wohl nicht zu betonen, dass sie eine sehr volkstümliche Göttin war, und griechische Familien ihr an ihrem Festtag zu Neumond gerne ein Hekate Deipnon, das Festmahl der Hekate darbrachten. Diese Gaben, Eier, Schalen mit Zwiebeln und Knoblauch etc. wurden an Weggabelungen oder bestimmten Plätzen der wilden Natur niedergelegt. Von diesen Opferungen profitierten die Ärmsten der Bevölkerung. Da sie auch eine mächtige Schutzgöttin war, gab man auch alles was nach der Körperpflege übrig blieb, abgeschnittene Haare, Nägel, Milchzähne der Kinder etc. unter ihre Obhut. Dies diente auch dem Schutz vor Behexung und daran zu erinnern, dass Alles wieder in den natürlichen Kreislauf zurückkehrt. Diese Verbindung mit “Stirb und Werde” , ihre chtonische Natur hat sie mit dem Pluto gemein, das verbindet sie mit dem achten Haus und dem Zeichen Skorpion. Ironischerweise wurde ausgerechnet Hekate in der Spätantike und im Christentum zur Hexengöttin umgedeutet. Das hing vielleicht mit dem bisschen weiblicher Rest-Wildheit als Herrscherin über Nacht und wilde Natur, eine dunklere Artemis sozusagen, die ja auch als Hexenpatronin galt, zusammen. Die alte schamanische Herrin der Tiere geisterte da noch in manchen Kleriker-Köpfen, wiedergespiegelt auch in der Vorstellung vom Besenritt, einer Verballhornung der schamanischen Reise. Zudem war sie als Gebieterin über den Geburtsvorgang auch Schutzherrin der Hebammen, was den misogynen Kirchenvätern ebenfalls nicht passte. Eine Frau sollte ja beim Gebären dem höchstmöglichen Mass an Leiden unterworfen sein (Vollidioten oder Sadisten, wahrscheinlich beides). Dazu hätte ja die teuflische Hebamme auch noch das Neugeborene dem Satan weihen können, bevor es getauft worden wäre.  Zusammengefasst, alles in Verbindung mit Schwangerschaft und Geburt roch verdächtig nach schwefligen Teufelsausdünstungen …

Lochstein: Er symbolisierte eine Grenze, synonym auch für Geburt und Tod, und die Hebammengöttin Hekate.

Nadelöhr an der Teck, einem Berg mit viele kultischen Plätzen.Durchblicke ©beast666 2014

Nadelöhrfels an der Teck, einem Berg mit vielen kultischen Plätzen.
Durchblicke ©beast666 2014

Hekate_BM_G17

Hekate tanzt vor einem Altar

Die vielfältigen Anrufungen der Hekate sind interessant, da sie noch einiges von ihrem alten Glanz zum Ausdruck bringen:

  • Phosphoros- Lichtbringer, Propolos- Führerin
  • Propylaia- Torhüterin, Kourotrophos- Pflegerin
  • Khtonia- (Unter)Erdige, Ourania- Himmlische
  • Enodia- Die am Wege, Angelos- Botin
  • Antaia- Begegnerin, Melana- Schwarze
  • Kleidophoros/Kleidouchos- Schlüsseltragende
  • Prytania-Unüberwindbare (Herrin der Toten), 
  • Purphoros/Dadophoros/Lampadophoros- Fackeltragende
  • Psychopompos- Seelenführerin, Soteira- Erlöserin
  • Triformis- Dreiförmige, Dreifache, Dreigestaltige
  • Trioditis- Dreiwege, Aidônaia- Herrin (des Hades)
  • Agriope- die Wilde, Anassa- Herrin
  • Aphrattos- Unaussprechliche, Azostos- Ungegürtete
  • Epipyrgidia- Die Wächterin des Turmes (auf Athens Akropolis),
  • Eukoline- Gutherzige
  • Genetyllis- Beistehende bei Geburten, Helike- Weide
  • Kalliste- Wunderschöne, Kouros- Jungfrau
  • Kratais -Mächtige,  Krokopeplos- in Saffran Gekleidete
  • Megiste- Größte, Monogenes- Einziggeborene
  • Nykterian- Nächtliche, Ouresiphoites- Die in den Bergen Schweifende
  • Pantos Kosmou Kleidouchos- Schlüsseltragende Herrin des Alls,
  • Perseis- Licht
  • Phileremon- Liebbhaberin der Einsamkeit,
  • Prothegetis- Anführerin (der wilden Jagd, wie Holle oderArtemis),
  • Phryne (Kröte) , ein späteres Hexentier!
  • Prothuraea. Die vor dem Tore, Skylakitin- Herrin der Hunde
Grenzregionen in der freien Natur, und Wegkreuzungen - Plätze der Hekate-Verherung.

Grenzregionen in der freien Natur, und Wegkreuzungen,
Plätze der Hekate-Verehrung. Auch ihre Zauberpflanzen wachsen eher hier,
als in der kultivierten Rabatte. Traufblick ©beast666 2012

Der Hekate zugeordnete Pflanzen und andere Korrespondenzen, zusammen mit ein paar Rezepten für Samhain, Halloween oder einfach einen besinnlichen Abend, an dem man sich den immerwährenden Kreislauf der Natur vergegenwärtigt und ein wenig Ehrfurcht empfindet, wenn man diese vielleicht heute nicht mehr Hekate nennt, gibt es in Teil II: Zaubergarten der Hekate.

 ***Homepage von  Loreena McKennit

 

Posted by on Oktober 29th, 2016 Kommentare deaktiviert

Herbstlieder: Zauber der der Vergänglichkeit

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Oktobergold – letzter Glanz vor der winterlichen Erstarrung.
Autumn Joy ©scrano 2016 steamy girl:oldhippieart

Oktoberlied
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Theodor Storm 1848

Baum-Pilz am toten Holz.

Meister des Recycling: Baum-Pilz am toten Holz.
Trametes versicolor – Schmettterlingstramete

Der Herbst ist der Frühling des Winters.
Henri de Toulouse-Lautrec
(1864 – 1901), französischer Maler und Graphiker

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Frost zaubert Farben auf letzte Rosen.
Frosty Blush ©beast666

Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.
Johann Wolfgang von Goethe
(1749 – 1832), deutscher Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann

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… und reizvolle Formen entstehen durch Transformation.
Distelsamenstände am Hochmoor.

Frühling begehrt,
Sommer ernährt,
Herbst bewährt,
Winter verzehrt.
Bauernweisheit

sedum_flowers_by_scrano-d8vfi29

Sedum Blütenstand nach dem Frost – lässt sich gut
für Trockengestecke verwenden.

Der Frühling ist zwar schön; doch wenn der Herbst nicht wär’,
wär’ zwar das Auge satt, der Magen aber leer.
Friedrich Freiherr von Logau
(1604 – 1655), deutscher Jurist, Satiriker, Barockdichter.

Rosenstolz: Anmut noch im Verfall.Perdita ©scrano 2009

Rosenstolz: Anmut noch im Verfall.
Perdita ©scrano 2009

Herbst Lebensabend

Du, dieses Jahres Abend, Herbst,
Sei meines Lebensabends Bild!
Wie langsam du den Hain entfärbst,
Und deine Sonn’ ist frühlingsmild:
Es lacht das grünende Gefild’
Tief im Oktober ohne Frost,
Und in der Traube schwillt der Most,
Wie in der Brust Begeist’rung schwillt.
Friedrich Rückert
(1788 – 1866), deutscher Dichter, Lyriker und Sinologe, Arabist

Posted by on Oktober 19th, 2016 Kommentare deaktiviert

Herbstanfang: Goldener Abschied mit Calendula

golden_marble_by_scrano-d6ctako

Noch blühen Goldruten, Ringelblumen und Sonnenblumen.
September Gold ©scrano 2013

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Eduard Mörike 1804-1875

ringel

Calendula mit der Haupt-Signatur von Sonne und Uranus.
Sie blüht bis zum Spätherbst und rettet ein wenig
Sonnenschein in den Winter.
Weitere Signaturen Mond/Saturn, Venus/Mars(Pluto).

Vielseitige Calendula: Die Ringelblume war die Heilpflanze des Jahres 2009.

Denn die Ringelblume hat viel mehr zu bieten, als eine schöne Blüte. Gerade Heimgärtner, die Obst, Salat oder Gemüse im eigenen Beet ziehen, schätzen die Ringelblume in erster Linie wegen einer anderen Eigenschaft: Sie hält Schädlinge fern und dient so dem natürlichen Pflanzenschutz, eine echte Mars-Saturn-Qualität.  Gerade selbst angebaute Lebensmittel will man ja in der Regel nach Methoden des biologischen Landbaus  kultivieren. Die Ringelblume vetreibt gefräßige Schnecken und auch Fadenwürmer. Zur Abwehr einer SCHNECKENINVASION muss ein Beet allerdings vollständig von einer Ringelblumenrabatte umzingelt werden. Gegen Fadenwürmer (Nematoden) reicht es aus, die Blumen in regelmäßigen Abständen mit ins Beet zu pflanzen. Hier ist die Wirkung wie bei Tagetes.

Die Ringelblume (Calendula officinalis) aus Südeuropa wurde ab dem 12. Jahrhundert nach Mitteleuropa eingeführt und fand schnell  ihren Platz in Kloster- und Bauerngärten.
Der Name “Calendula” bezieht sich auf die “Calendae”, die römische Bezeichnung für den Monatsanfang. Die Ringelblume erhielt diesen Namen, weil sie über viele Monate, bis hinein in den Herbst blüht. Die Ringelblume wird hierzulande ähnlich der Tagetes in Mexico, im Totenkult verwendet (Pluto). Traditionell schmückt die Ringelblume auf Friedhöfen die Gräber und setzt mit ihrer lebendigen Farbigkeit einen Kontrapunkt zum Tod. Durch dieses Brauchtum hat die Ringelblume auch den Namen “Totenblume” bekommen. Neben den Kürbissen ist sie auch ein Schmuck zu Halloween. Die Calendula verströmt einen harzig-balsamischen Geruch, dies zeigt eine Sonnen-Signatur. Sie zählt zu den alten Volks-Heilpflanzen und wegen der vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zu den Panaceae. Sie wurde schon früh in Heilpflanzenkatalogen geführt, was der Namenszusatz “officinalis” belegt. Schon Hildegard von Bingen schätzte die Ringelbume und nannte sie “Ringula” oder “Ringella”. Leider wird sie modern fast nur noch äusserlich eingesetzt., die goldenen Zungenblüten schmücken höchstens noch Kräutertees oder werden zur Wollfärbung verwendet. Dabei hat sie auch als Teezubereitung einiges zu bieten.

Magen und Darm: (Mond/Saturn, Pluto/Mars)

  • Ringelblumen-Tee stärkt die Verdauungsorgane, lindert Brechreiz und hilft Magengeschwüre (Mond) abzuheilen.
  • Ausserdem wird die Gallensekretion (Mars) verbessert.
  • Ringelblumentee wirkt leicht abführend und wurmtreibend (Pluto, Saturn)
  • Hämorrhoiden, als Sitzbad (Pluto)

Rachen- und Mundschleimhaut (Venus, Mond)

  • Ringelblumentee oder verdünnte Tinktur hilft als Spül- und Gurgelmittel

Angegriffenes Nervenkostüm (Uranus, Mond)

  • Ringelblumen-Tee oder Tinktur kann gegen Kopfschmerzen (Mars, Mond)  und Einschlafstörungen (Mond) helfen.
  • Schwindelanfälle (Uranus) werden gemildert. Man kann die Ringelblume auch gegen Panikattacken (Uranus, Mars) verwenden.

Frauenprobleme (Mond, Venus)

  • Durch ihre krampflösenden Eigenschaften (Venus, Mond) kann die Ringelblume bei Periodenkrämpfen helfen.
  • In der Ringelblume ist das Phyto-Östrogen Beta-Sitosterol enthalten (Venus), welches unregelmässige Zyklen ausgleicht und Beschwerden der Wechseljahre lindert.
  • Der Inhaltsstoff Stigmasterol fördert den Eisprung und somit indirekt auch die Regulierung des Zyklus (Mond, Venus). Auch Unfruchtbarkeit kann so behoben werden, wenn sie aufgrund von ausbleibendem Eisprung besteht.

Äusserliche Verwendung

Das Haupteinsatzgebiet der Ringelblume ist, wie schon erwähnt die äusserliche Anwendung. Sie wirkt fördernd auf die Granulationsbildung beim Wachstum neuer Haut (Saturn, Venus). Ausserdem wirkt sie abschwellend, entzündungshemmend (Venus, Mond), antibakteriell und pilzhemmend (Saturn, Pluto). Häufig wird auf die Wirkungsverwandschaft von Ringelblume und Arnika (Uranus, Sonne) hingewiesen. Die Ringelblume wirkt jedoch sanfter, was sie im Endeffekt besser einsetzbar macht, weil man sie auch verwenden kann, wo Arnika zu stark reizend wäre. Ich kann z.B. Ringelblumentinktur und Hautsalben gut vertragen, auf Arnika reagiere ich mit Ausschlag. Auch zur längerfristigen Anwendung ist die mildere Wirkung günstiger.

  • Man kann Ringelblumen-Tee auch für Wickel, Waschungen und als Bad anwenden.
  • Ringelblumen-Tinktur eignet sich für Einreibungen und Umschläge..

Hauptsächlich wird die Ringelblume traditionell als Salbe angewandt.

  • Man kann sie für nahezu alle Arten von Hautverletzungen und Hautentzündungen einsetzen, eine hervorragende Zusammenarbeit des Mond/Saturn mit dem Venus/Mars-Prinzip.
  • Auch leichte Brandwunden, Sonnenbrand (Mars, Sonne) und Ekzeme (Saturn, Mond) kann man mit Ringelblumen-Salbe behandeln.
  • In der Apotheke gibt es auch eine Gel-Zubereitung, wenn eine Fettbasis nicht so geeignet ist.
  • Neben offenen Verletzungen (Mars) ist Ringelblumensalbe gut gegen Quetschungen, Verstauchungen und blaue Flecken nach kleinen Unfällen. (Uranus).
  • Auch Krampfadern und Krampfadergeschwüre (Venus, Mars) können mit Ringelblumensalbe behandelt werden,
  • ebenso wie Wunden durch Wundliegen (Dekubitus)
  • Warzen kann man mit frischen, zerquetschten Blättern bekämpfen, wie bei Schöllkraut (Mond, Saturn).
  • Auch als Hämorrhoiden-Salbe (Pluto)
Ringelblumen verleihen Herbstbeeten Farbe.

Ringelblumen verleihen Herbstbeeten Farbe.

Meine Mutter hat schon selbst Ringelblumensalbe auf Schweineschmalzbasis hergestellt: Nicht zu grosse Mengen ansetzen, lieber öfter mal frisch zubereiten. Ringelblumen gibt es fast das ganze Jahr über frisch, im Winter getrocknet.

  • 70 gr Schweineschmalz
  • ca. 6 gr getrocknete Ringelblumen-Blüten (Flos Calendulae) aus der Apotheke oder dem Eigenanbau: Verwendet werden nur die Zungenblüten des Randes ohne Körbchen. Bei Frischblüten den doppelten Ansatz verwenden.
  • Salbentiegel aus Glas oder Keramik
  1. Schweineschmalz in Stücke in ein möglichst kleiens Töpfchen geben.
  2. Bei milder Hitze vollständig schmelzen.
  3. Ringelblumen-Blüten in das geschmolzene Schweineschmalz geben.
  4. Einrühren, bis alle vollständig mit Fett bedeckt sind
  5. Bei kleiner Flamme soll die Mischung etwa eine halbe Stunde vor sich hinsimmern. Nicht fritieren!
  6. Abkühlen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag behutsam wieder aufwärmen und schmelzen, nicht mehr kochen.
  7. Einen kleinen Salbentiegel mit Filterpapier (Teefilterbeutel) auslegen, dann das Salbenfett durch den Filter in den Salbentiegel abgiessen.
  8. Flüssig ist die Salbe kräftig gelb, nach dem Aushärten wird sie deutlich heller.
  9.  Mit einem Küchenpapier bedeckt abkühlen lassen, Salbentiegel gut verschiessen und beschriften.

Im Kühlschrank aufbewahren, dann hält sie länger. Ca. 1 Jahr verwendbar, mit Spatel oder kleinem Eierlöffel entnehmen, um Verkeimung zu vermeiden.

Ringelblumen-Tinktur für äussere Anwendung

  • Ringelblumen-Blüten (frisch oder getrocknet: Mit getrockneten Blüten wird die Tinktur konzentrierter)
  • Doppelkorn oder Weingeist
  • Weithalsflasche (Milch oder Sahne) mit twist-off Verschluss
  • dunkle Apothekenflasche

Zubereitung

  1. Blüten einfüllen, bis etwa halbvoll
  2. Alkohol über die Blütenblätter geben, bis sie gut bedeckt sind.
  3. Tinktur zwei bis sechs Wochen an einem warmen Ort stehen lassen.
  4. Nach und nach nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an.
  5. Fertige Tinktur durch ein Kaffeeefilter in ein Becherglas abziehen.
  6. Anschliessend wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt.
  7. Gut verschliessen und beschriften
  8. An einem dunklen, kühlen Platz gelagert hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr.

Man kann diese Tinktur auch gegen Akne einsetzen: Pickel damit betupfen. Für die Schönheitspflege gibt es auch Zubereitungen mit Ziegenbutter oder Pflanzenöl-Auszüge. Auch Sonnencreme kann man selbst herstellen, wie oft in Ratgebern für die Eigenproduktion von Kosmetikprodukten beschrieben.

  • Dazu gibt es auch Bücher aus der altbekannten HOBBYTHEK-Reihe.

Schliesslich kann man sich junge Blätter und auch Blütenblätter als Salat-Zugabe schmecken lassen. Früher wurde damit auch Reis gefärbt, als Kurkuma noch nicht bekannt und Safran viel zu teuer war.

Und wie immer: Beschwerden abklären lassen. Heilpflanzentipps ersetzen nicht den Gang zum Heilpraktiker oder Arzt.

 

Posted by on September 20th, 2016 Kommentare deaktiviert

Goethe zur Astrologie

Goethe war immer interessiert an allen Aspekten der Welt: Naturwissenschaft, Poesie, Alchemie, Philosophie, Politik, Kunst, Mystik und Mysterium. Ein typischer Universalgelehrter der frühen Aufklärung, wie auch Franklin oder Humboldt.

Jugendportrait von Goethe.

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,

Die Sonne stand zum Gruße der Planeten

Bist alsobald und fort und fort gediehen

Nach dem Gesetz, wonach Du angetreten.

 
(J. W. v. Goethe)
gothy

Radix von J.W.Goethe: ASC Skorpion, Sonnenzeichen Virgo. Mit dem Geburtsherrscher Pluto
in seinem Domizil Skorpion und am Aszendenten handelt es sich
um eine sehr plutonische Persönlichkeit. Man beachte das grosse Trigon mit Pluto,
Jupiter und Neptun – der zweite Haupteinfluss ist ein
Neptun/12.Haus/Jupiter-Thema, betont durch einen Fische-Mond.

Die detaillierte Analyse des Geburtshoroskops und ein astrologisches Kurzportrait von Goethe werde ich auch noch einstellen. Ein Gedicht, das zu seiner plutonischen Veranlagung passt, gibt es hier: Literatur und Pluto.

 

 

 

Posted by on Juli 20th, 2016 Kommentare deaktiviert

Tempus Fugit

Uhr ohne Zeiger - trotzdem steht die Zeit nicht still - Panta Rhei, alles fiesst.

Uhr ohne Zeiger – trotzdem steht die Zeit nicht still: “Panta Rhei”,
alles fiesst, nach Heraklit. Tempus Fugit @scrano 2014

πάντα ῥεῖ

Heraklit

If I could turn back time …

Cher

Zeit ist ein “dehnbarer” Begriff  – frei nach der Relativitätstheorie, in derem kosmologischen Modell nur die Lichtgeschwindigkeit konstant ist. Daraus resultiert eine Zeitdehnung bei sehr hohen Geschwindigkeiten.

Auch die Wahrnehmung von Zeit ist nicht konstant: Je älter man wird, desto schneller scheint sie zu vergehen.

Warum sind zeitliche Abläufe nicht vollständig reversibel? Schuld daran ist die Entropie, eine Art universeller Zwang zum Chaos (oder der vollständigen Gleichverteilung ohne Struktur). Entdecker: Ludwig Boltzmann, der wahre Heros der Physik des beginnenden 20. Jahrhunderts. sein Horoskop werde ich auch noch vorstellen. Auch das Konzept Entropie (Neptun, Pluto) werde ich noch genauer beleuchten.

Keine Panik: Es wird durchaus spannend. Freut Euch also auf:

S = k * Ln( W).

Ludwig Boltzmann - der wahre Entschlüssler des Kosmos.

Ludwig Boltzmann – der wahre Entschlüssler des Kosmos.
Quelle: Astrodienst.

Posted by on Juni 18th, 2016 Kommentare deaktiviert

Aphorismen im Mai: Ansichten zum Leben

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Life’s Secret – alles startet mit einem Keim.
Promises ©scrano 2013

Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt – die meisten Menschen existieren nur.

Oscar Wilde

Nur ein Toter Fisch schwimmt mit dem Strom!

Es ist nicht die Liebe die uns am Leben hält, sondern die Hoffnung!

Viele Menschen hinterlassen Spuren in Deinem Leben – nur wenige hinterlassen Eindrücke…

Das schönste Märchen überhaupt, ist das Leben selbst.

Ein neues Leben kannst Du nicht anfangen, aber jeden Morgen einen neuen Tag.

Die Lebensspanne ist dieselbe, ob man sie lachend oder weinend verbringt.
Konfuzius (um 500 v.Chr.)

Mögest du alle Tage deines Lebens leben.

Jeder möchte lange leben, aber keiner will alt werden.

Jonathan Swift (1667-1745)

Man muss alt geworden sein, also lange gelebt haben, um zu erkennen, wie kurz das Leben ist.
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Es ist wichtiger, dass jemand sich über eine Rosenblüte freut, als dass er ihre Wurzel unter das Mikroskop bringt.
Oscar Wilde (1854-1900)

Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?
Vincent van Gogh (1853-1890)

Wenn du das Leben liebst, dann vergeude keine Zeit, denn daraus besteht das Leben.
Benjamin Franklin (1706-1790)

Wer jeden Abend sagen kann: “Ich habe gelebt.”, dem bringt jeder Morgen einen neuen Gewinn.
Seneca (um Christi Geburt)

Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein

Perikles (griechischer Staatsmann)

 Solange die Leute über Dich reden, kannst du davon ausgehen, dass sie DEIN Leben spannender finden als ihr eigenes…!!

Und ein Tip von der kanadischen Band Nickelback:

… don’t take the  free ride in your own life …!

Posted by on Mai 26th, 2016 Kommentare deaktiviert

1. Mai: Beltane and May Queen

Beltane - jetzt beginnt der keltische Sommer, er dauert ein halbes Jahr. Beltane ©scrano 2016

Beltane – jetzt beginnt der keltische Sommer, er dauert ein halbes Jahr.
Beltane ©scrano 2016 model: belzane8 von kuoma-stock

Beltane, auch Beltene, Beltaine, Bhealltainn oder Bealtaine (irisch ['bʼeltanʼe]), ist im irischen Kalender der Sommeranfang – es war ein augelassenes Frühlings-und Fruchtbarkeitsfest. Auch heute wird in der Gaeltacht noch in dieser Tradition gefeiert: Schottisches Feuerfest von Edinbourgh oder Wahl von Maikönig und Maikönigin, die den  um den Maibaum eröffnen.

Der Name Freinacht für die Walpurgisnacht, und die Symbole Maibaum und Kranz deuten  auf ähnliche Zusammenhänge auch in unseren Mai-Traditionen: Fruchtbarkeits-Rituale allerorten.

Aus alten Schriften ist überliefert, dass Bauer und Bäuerin in einer Ackerfurchedes Feldes den Akt vollzogen, um die Natur zu ehren und den Erntesegen anzuziehen. Bei den nächtlichen Feierlichkeiten schien es keine Schranken, besonders keine moralischen, oder sozialen zu geben. Das erinnert wieder an die Lupercalia und Saturnalia der Römer. Das Walpurgisfest ist sicherlich seit alten Tagen ein Liebesritual, doch war ursprünglich die Anrufung und Übertragung der erotischen Kraft selbst gemeint und nicht das Eingehen einer rechtlich verbindlichen Dauerbeziehung. Obwohl diese Feste schon ein potentieller Heiratsmarkt waren – allerdings auch eine Möglichkeit des intimen Kennelernens und Ausprobierens. Kinder aus diesen Beltanefeiern wurden als von den Göttern gesegnet angesehen und waren keine Schande für die Mutter oder deren Famile. Ähnliches ist auch von den Riten in Bubastis überliefert, wohin “späte Mädchen” von ihrer Famile regelrecht geschickt wurden, damit sie entweder verheiratet oder wenigstens schwanger wieder nach Hause kämen. Kinderlosigkeit wurde als ungesund für eine Frau angesehen. Das Baby stand ebenfalls unter dem Schutz der Glücksgöttin Bast, deren Segen brachte es in das Haus der Familie.

Das Bastet Fest “der fröhlichen Trunkenheit” wurde nach dem heliakischen Aufgang des Sothis=Sirius terminiert, ein sehr heller Stern, der später mit Isis gleichgesetzt wurde. Ursprünglich bezeichnete er die Göttin Sopdet, Verkörperung des Neujahrs und des Ursprungs der Welt. Dieses astronomische Ereignis kündigte die Nilschwemme an, in Ägypten der Beginn der Ackerbausaison.

Schwangere Frauen gingen auch in unseren Breiten im Frühling über die Felder und unter die Herden, um deren Fruchtbarkeit anzuregen.

Bastet mit Ank und Sistrum.quelle: wikimedia

Bastet mit Ankh und Sistrum.
quelle: wikimedia

Das von Frauen gespielte Sistrum ist typisch für Riten der Hathor, Isis und Bastet – es hat eine Uterusform und als Verzierung oft einen Hathorkopf. Als Musikinstrument gibt es Töne von sich wie ein Mini-Schellenbaum – ein ähnliches Ritualinstrument gibt es heute noch in der katholischen Messe. Auch das Henkelkreuz Ankh besitzt die Form weiblicher Geschlechtsorgane. “Honi soit, qui mal y pense …”

Hey diddle diddle, the cat and the fiddle (Sistrum)
The cow (Hathor) jumped over the moon (a lunar and solar goddess – astrological Taurus glyphe!)
The little dog (Sirius, Anubis) laughed to see such fun
And the dish ran away with the spoon (ritual tools for incense and flower sacrifice)

Interessant, was sich so alles in alten Kinderreimen (ca. 17. Jhd) finden lässt! Eine alternative Interpretation enthält Anspielungen auf den Hof von Elisabeth I.

Posted by on Mai 1st, 2016 Kommentare deaktiviert

Überaschungsfund nach dem Winter

Traubenhyacinthe - für vele eine Wegwerfblume.©scrano 2016

Traubenhyacinthe – für viele eine Wegwerfblume.©scrano 2016

Gefunden

Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Ich grub’s mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich’s
Am hübschen Haus.

Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.

Johann Wolfgang von Goethe
(1813)

Ein Überraschungfund im Blumenbeet: Tazetten, Traubenhyacinthen, selbst Dufthyacinthen, botanische Tulpen und Co. aus ausrangierten Blumengrüssen zu Ostern etc. haben sich nach dem Auspflanzen munter vermehrt. Und das, obwohl viele der genannten Gewächse als nicht besonders winterhart gelten. Im kalten Nordbayern hätte ich dafür kaum Chancen gesehen. Also nicht wegwerfen, und die Finger von Schnittblumen lassen, das schont Umwelt und Geldbeutel. Lieber ein Rosenbäumchen zum Muttertag, als ein Rosenstrauss. Ausserdem, welkende Blumen im Zimmer sind kein aufmunternder Anblick, selbst nach Feng Shui soll man keine toten Blumen aufstellen. Dazu wird beim feldmässigen Blumenanbau auch noch viel Chemie eingesetzt.

Posted by on April 26th, 2016 Kommentare deaktiviert

Mandala im Januar: Eisblumen

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Winterblüten: Früher waren das eher Eisblumen, jetzt blüht so mancher Strauch
schon Wochen vor seinem Termin.
Ariane ©scrano 2014

 Winterabend

Eisblumen, starr, kristallen an den Scheiben,
Wie ein Gehege vor der Sturmnacht Tosen,
Sie flüstern mir, indeß sie Flimmer stäuben:
Wir sind die Geister schöner Frühlingsrosen!

Richard Fedor Leopold Dehmel
(1863 – 1920)

Eisblumen sind ebene Kristalle des Wassers, die an unterkühlten Oberflächen entstehen.  Meist mischen sich sechseckige (blumenartige) Formen, die auf der hexagonalen Symmetrie beruhen (wie bei der Schneeflocke) mit dendritischen, baumähnlich verzweigtem Wachstum. Die genauen Prozesse sind bis heute nicht wirklich verstanden.

  • Als Fraktal entspricht die Eisblume, ebenfalls wie die Schneeflocke im Aufbau der Koch-Kurve.

Fraktalbilder meiner Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

Posted by on Januar 28th, 2016 Kommentare deaktiviert