Posts Tagged ‘Mandala’

 

Winterfreuden: Polar-Sonne und Jodeln

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Suomi: Arktische Sonne, eingefangen in Bernsteintränen.
©scrano 2014

  • Der Joik (nordsamisch juoigan; Zeitwort: joiken, nordsam. juoigat) ist ein mit dem Jodler verwandter, eintönig-gutturaler Gesang der Samen, bei dem die Musik wichtiger ist als die Worte. Die Samen (Ureinwohner Lapplands) besingen damit Menschen, Tiere und Naturphänomene. Der Joik ist traditionell ein integraler Bestandteil ihrer Kultur, der weniger der Unterhaltung, als vielmehr der Möglichkeit dient, sich dem Besungenen näher zu fühlen.
  • Zur Zeit der samischen Religion wurde der Joik sowohl von den Schamanen als ritueller Gesang, als auch profan von allen Sámi verwendet.
  • Der Joik wird von Männern wie Frauen gepflegt und enthält gesungenen Text oder bedeutungslose Silben. Er war früher die einzige traditionelle Musikform der Samen und bestand aus einem Sologesang ohne instrumentale Begleitung. Das hauptsächliche Melodieinstrument war das Rohrblattinstrument fadno, während der Schamane für seine Sitzungen die Schamanentrommel verwendete. Beide dienten gelegentlich als Begleitung des Joik.
  • Quelle wikipedia: “Joik”.

Als aus der bayrischen Tradition stammend, interessiere ich mich natürlich auch für die “Verwandtschaft” des Jodelns mit ähnlicher Musik aus anderen Kulturen. Fündig wird man neben den Sami auch bei den Mongolen (Obertongesang) – da fragt man sich wie diese Ähnlichkeiten zustande kommen. Vor allem, da auch die aus Zentral-Asien stammende Maultrommel bei allen drei Volksgruppen auftaucht.

Bajuwaren – ein umstrittener Name, gab es diesen Volkstamm wirklich- ich meine nein. Im gymnasialen Geschichtsunterricht lernten wir “Bojos et Awares” also keltische Bojer aus dem böhmischen Raum und Awaren – ein finno-ugrisches Volk aus dem Gebiet der unteren Donau sollen die Urväter gewesen sein. Die joikenden Sami stammen auch aus der finno-ugrischen Sprachgemeinschaft … Und die Mongolen? Naja, Berührung hatte man genug mit Altai-Völkern: Im arktischen Raum lebten die Samojeden, die den ursprünglichen Waldbauern erst die Rentierzucht beibrachten – Sami – Samojeden? Und bei uns trieb sich am Ende des Römischen Imperiums Attila herum, auch Timur Lenk’s Heerscharen waren im frühen Mittelalter öfters mal in Ostbayern zu Gast. Da könnte es durchaus zu kulturellem Austausch gekommen sein, da auch Ansiedlungen wandermüder Hunnen z.B. bekannt sind.  Aber auch schon früher: Die Bojer waren, wie alle Kelten auch einmal am Schwarzen Meer zuhause, wo sie mit den Skythen zusammen einen Lebensraum teilten. Letztere hatten aber definitiv Berührung mit Altai-Völkern. Und die Germanen: Nix da, in Bayern sind die “Preissn” erst eine Spätzutat – Markomannen und Franken kamen erst gegen Ende der Völkerwanderung. Jodeln die etwa? Können die Schuhplatteln – auch ein keltisches Erbe? Höchstens wenn sie sich den Zeh verstauchen … Vom Fingerhakeln, Wettsägen und Steinwuchten mal ganz abgesehen – Highland Games – anyone? Auch der Bayer zeigt Bein in der Tracht, ganz wie der Schotte – man hat ja schliesslich Wadeln und keine Storchen-Haxn.

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Northern Lights -
Kaltes Feuer der Polarlichter ersetzt das solare Feuer im arktischen Winter.
©scrano 2015

 

Posted by on Januar 14th, 2017 2 Comments

All About … Saturn

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Wintermandala: Die strahlenden Gletscher von Asgard?
Odin und Saturn, beide gelten als Herren des Winters
des Alters, der Weisheit und der Zeit.

Saturn herrscht im Steinbock (Erde, Yin), sein Domizil ist das 10.Haus, welches den Zenit des Geburtshoroskops darstellt, das Medium Coeli, die Himmelsmitte. Klassisch ist er auch Regent von Wassermann (Taghaus, Luft,Yang), modern ist dies Uranus.

 Saturn für Freimaurer:

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Saturn als Herr der Zeit in der freimaurerischen Symbolik.
Er verschmilzt mit der Verkörperung des Todes, Thanatos.

Die Gesamtsymbolik des dargestellten Sujets – ikonographisch und freimaurerisch wurde gerne bei Grabdenkmälern des 19. Jhd. verwendet: Die gebrochene Säule, Vater Zeit (Schnitter Tod), die trauernde Jungfrau mit dem Akazienzweig liest im Buch des Lebens.

Posted by on Januar 13th, 2017 Kommentare deaktiviert

Neu: Kalender 2018 – zauberhafte Mandalas

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Mandalas 2017

Alle Kalendermotive sind auch als einzelne Bilder erhältlich.

Alle Mandala & Kaleidoskope: ©scrano.

Freie Auswahl von 13  Blättern aus der Galerie. Bitte das Deckblatt extra benennen. Für kleine Texte ist Platz, bitte nachfragen. Formate: DIN 20×20, 30×30, 40×30 cm Quadrat mit Metallspirale. Professioneller Qualitätsfotodruck >200 dpi, im Gegensatz zu den Überichten mit nur 72dpi.

Preis: ab 14 €, Poster ab 9€. Individueller Jahreskreis-Almanach bitte nachfragen.

Alle Anfragen bei Ambrosia per email.

Posted by on Januar 12th, 2017 Kommentare deaktiviert

Hexenküche im Winter: Süsse Freudenspender bringen Sonne fürs Gemüt

Sunna, Sulis, Amaterasu, .. nicht immer ist eine solare Gottheit männlich.©scrano 2015

Sunna, Sulis, Amaterasu, Beaivvi, nicht immer ist eine solare Gottheit männlich.
Sun and Snow ©scrano 2015

Makronen – köstlich duftende Seelentröster: der Vorteil ist, dass sie einfach und schnell zu backen sind. Ausserdem kann man gut das bei der Plätzchenbackerei anfallende Eiklar verwerten. Auch der sonnenhafte Safran kommt hier zur Verwendung – sehr passend für die lichtarme Winterszeit.

Makronen mit Pistazien und mit Schokolade:

Zutaten:
  • 100 g gehackte Pistazien
  • Safranfäden
  • 500 g Feinst-Zucker
  • 2 Eigelb (M)
  • 10 Eiweiß
  • 4 EL Zitronensaft
  • 50g gekackte kandierte Papaya
  • 3 gehäufte EL entölter Back-Kakao
  • 600 g Kokosraspel (3 Pckg), möglichst nicht zu grob.

Den Backofen auf 160 Grad Celsius Heissluft vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Pistazien, Safranfäden und das eine Eigelb mit dem Knethaken des Handrührgerätes verkneten. Alle Eiweiß mit dem Feinst-Zucker steif schlagen. Die Hälfte davon mit Pistazienmasse 2 El Zitronensaft und 1.5  Pckg. Kokosraspel unterheben. Den Teig mit zwei Teelöffeln etwa walnussgroß auf das Blech setzen.Die Makronen gehen noch etwas auseinander.

Für Version zwei: Den restlichen Eischnee mit Eigelb, den übrigen Kokosraspeln, Papaya und 3 geh. Esslöffeln Kakao vermengen. Ebenfalls Makrönchen formen und auf Backpapier setzen. Beide  Makronen-Varianten  im Backofen (Mitte, Umluft 150 Grad Celsius) 20 Minuten backen. Geht ohne Oblaten, nur Vorsicht beim Ablösen. Noch etwas nachtrocknen lassen, daher einige Zeit umgekehrt lagern. In Blechdosen aufbewahren, sechs Wochen aufhebbar.

 

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 Santa Kitten: ©sevenoaksart.co.uk

 

Posted by on Dezember 15th, 2016 Kommentare deaktiviert

Mandalas im Dezember: Weihnachtsduft und Lichterglanz

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Goldglitter bringt Weihnachtssterne zum Leuchten.
In my window ©scrano 2016

Weihnachtsgebäck

Weinbeer, Mandeln, Sultaninen,
süße Feigen und Rosinen,
welsche Nüsse – fein geschnitten,
Zitronat auch – muß ich bitten! -

Birnenschnitze doch zumeist
und dazu den Kirschengeist;
wohl geknetet mit der Hand
alles tüchtig durcheinander
und darüber Teig gewoben -
wirklich, das muß ich mir loben!

Solch ein Brot kann’s nur im Leben
jedesmal zur Weihnacht geben!
Eier, Zucker und viel Butter
schaumig rührt die liebe Mutter;
kommt am Schluß das Mehl daran,
fangen wir zu helfen an.

In den Teig so glatt und fein
stechen unsre Formen ein:
Herzen, Vögel, Kleeblatt, Kreise -
braune Plätzchen, gelbe, weiße
sieht man bald – welch ein Vergnügen-
auf dem Blech im Ofen liegen.
Knusprig kommen sie heraus,
duften durch das ganze Haus.

Solchen Duft kann’s nur im Leben
jedesmal zur Weihnachtgeben! -

Isabella Braun, 1815-1886

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Goldfolie ersetzt den Sonnenglanz.
Winterlicht ©scrano 2015

 

Posted by on Dezember 5th, 2016 Kommentare deaktiviert

Hexenküche: Schoko-Krossies, Käse-Fiessle, Mohntaler mit Hollerfüllung, schnelle Buche de Noel

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Noch ist sie leer, die Plätzchen-Schüssel …
©scrano 2015

Käsefüsse, für Sylvester oder generell zu Wein und Sekt.

Zutaten für ca. 200 Stück:Champagne_Champagne_Flutes_and_Rose_Transparent_Clipart

  • 250 g Meersalz-Butter, am Besten bretonische
  • 250 g normale Butter
  • 3 Ei(er)
  • 250 g Dinkelvollkornmehl, alternativ Feinblatt-Haferflocken.
  • 750 g Dinkel-Feinmehl (Type 630)
  • 200 g Parmesan, gerieben
  • 200 g Emmentaler, gerieben
  • 200 g Finello “light” gerieben
  • 1 Pkg Backpulver
  • evtl. etwas Wasser, besonders bei Verwendung von Haferflocken.
  • Ausstechförmchen: Füsse, in zweierlei Grössen, oder auch witzig: Mäuschen.

Variante 1:

  • Einige EL Sesam, Mohnsaat,
  • 1/2 TL Muskatnuss

Variante 2:

  • 3 EL Kümmel oder Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Paprika Edelsüss

Salzigen Mürbeteig herstellen. Rolle formen, 1 h kühlen. Dann auf bemehlten Backbrett auswellen und mit Ausstechformen Füsse ausstechen. Bei 160° Heissluft ca. 12 Min. backen. Arbeitszeit: ca. 30 Min. Ruhezeit: ca. 1 Std.

 

Mohntaler mit Hollerfüllung:

cat-mouseZutaten:

  • 650g Dinkelfeinmehl
  • 200 g Dampfmohn
  • 400g Butter
  • 160g Rohrzucker
  • 2 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pkg Vanillezucker
  • 2 Terrassen-Ausstechförmchen, rund.
  • 1 Fingerhut.
  • Für die Füllung am nächsten Tag: 200g Hollermarmelade mit 1-2 EL Rum oder Zwetschgengeist glattrühren.

Aus den Zutaten Mürbeteig kneten, Rolle formen, 1 h in den Kühlschrank stellen. Auf bemehltem Backbrett Taler in 2 Grössen ausstechen. In den Kleineren mit dem Fingerhut ein Loch erzeugen. Bei Heissluft 160° auf Backpapier 12 min backen. Auf die richtige Anzahl achten! Nach dem Backen 1 Tag ruhen lassen. Dann die Hollerfüllung zubereiten und Taler zusammensetzen. Erst vor dem Verzehr mit Puderzucker bestäuben.

 

Beast’s Schoko-Krossies:

Zutaten:

  • 2 Tafeln gute Kuvertüre (z.B. Weinrichs Dessert-Schokolade) dunkel
  • 2 Tafeln Kuvertüre hell
  • 2 Beutel Kleinblatt-Cornflakes BIO, ohne Zuckercat_2
  • 2 Beutel blättrige Mandeln.
  • 1 Beutel Mandelstifte.
  • 1/2 Btl. Ingwerstücke, kandiert, alternativ: Helle Sultaninen (wir sind ja nicht alternativlos, wie Angie, unsere Bundesmutti!)
  • Brauner Rohr-Zucker
  • Kakao zum Bestäuben
  • 2 Edelstahlschüsseln gross
  • 1 Beigne de Marie oder ein Topf für ein Wasserbad und eine mittlere Edelstahlschüssel.

Dunkle Krossies mit Ingwer oder Sultaninen:

  1. 1 1/2 Tafeln dunkle und 1/2 Tafel helle Schokolade in Stücke brechen, im Wasserbad schmelzen.
  2. 1 Beutel Cornflakes mit 2 Btl. Mandel-Stifte mischen, geschnittenen kandierten Ingwer oder Sultaninen unterheben.
  3. Die geschmolzenen Schokolade darübergiessen alles gut  wenden, bis der Knusper-Mix komplett mit Schokolade überzogen ist.
  4. Mit 2 TL Häufchen auf Backpapier setzen.
  5. Fest werden lassen: ACHTUNG keinen Kälteschock, sonst werden selbst gemachte Schokoüberzüge grau!
  6. Dann in Rohrzucker wälzen.
  7. Wenn man mehr Aufwand betreiben will, kann man auch ein Dekor aus weisser Kuvertüre darüber spinnen.victorian1

Helle Krossies:

  1. 1 1/2 Tafeln helle und 1/2 Tafel dunkle Kuvertüre im Wasserbad schmelzen
  2. 1 Btl Cornflakes mit 2 Btl. blättrigen Mandeln mischen
  3. Schokomasse dazugeben und alles gut durchmischen, bis der Knusperig komplett bedeckt ist.
  4. Mit 2 TL Häufchen auf Backpapier setzen, fest werden lassen: Wie oben.
  5. Zum Schluss mit Kakao überstäuben.

Die Mengen für den Mix sind nur ca. Angaben. Wenn die Schokolade dünnflüssiger ist, etwas mehr Mandelblättchen oder Flakes zugeben. Daher von beiden Zutaten lieber  jeweils 1 Extrabeutel vorhalten. Wenn man sie nicht verbraucht, schmecken sie auch als Müsli.

Buche de Noel: – oder Weihnachtstorte

Zutaten – Schnellversion:

  • Eine rechteckige Schokoladenbiskuitplatte – fertig vom Bäcker, gibt es sogar in BIO-Qualität. Oder 3 Schoko-Biskuitböden.
  • 4 cl Weinbrand
  • 1 Pkg Schokopudding zum Kochen
  • 500 ml Milch
  • 3 El Mascobadozucker (für den Pudding)
  • 250g Butter
  • Bouche: 1oo g Mandelblättchen, Belegkirschen
  • Torte: Schokoladenüberzug aus dunkler Kuvertüre, Tortendeko aus Marzipan und Baiser
  1. Biskuit mit Weinbrand beträufeln
  2. Schokoladenpudding zum Kochen mit 500 ml Milch nach Vorschrift zubereiten, abkühlen lassen, bis er lauwarm ist.
  3. 250 g zimmerwarme Butter esslöfelweise mit dem Schneebesen unterrühren, dann 2/3 der Masse auf den Biskuit streichen.
  4. Aufrollen, mit der restlichen Buttercreme umhüllen. Rillen mit einer Gabel einritzen.
  5. Nach 2 Stunden im Kühlschrank mit angerösteten Mandelblättchen und Belegkirschen verzieren, keine Fondant-Deko – sie weicht auf.
  6. Statt einer Rolle kann man auch eine Schokobuttercremetorte mit 3 Lagen Fertigbiskuitböden erzeugen, dann mit dunklem Schokoladenguss überziehen und mit Baiser und Marzipan dekorieren.
Weihnachts-Genüsse:Schokosterne ©scrano 2015

Weihnachts-Genüsse:
Schokosterne ©scrano 2015

Posted by on November 30th, 2016 Kommentare deaktiviert

Jupiter – Santa Claus – Schamane

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Jupiter Mandala, purpur, lila, feuerrot und blau sind seine Farben.
©scrano 2015

Mit der Sonne im Schützen wollen wir uns dem in diesem Zeichen herrschenden Jupiter-Archetyp und dem astrologischen Jupiter-Prinzip widmen.

O Fortuna, Imperatrix Mundi, wie es in Carl Orffs “Camina Burana” heisst: O Göttin des Glücks, Herrscherin der Welt!

schuetzeJupiter, die Sinnsuche, das Streben nach Glück – was liegt hinter den Dingen, der größere Zusammenhang, von der “Höheren Warte” betrachtet, das ganzheitliche Bild. Synthese, Zuversicht, Selbstvertrauen. Grossmut und Humor. Gaben und Begabungen. Eine Kreuzung aus Erbonkel und Santa Claus ?

Die Götter, die seinen Typus ebenfalls verkörpern:

  • Zeus, Jupiter, Odin (+Merkur), Thor (+Mars), Olorun, Damballah, Rosmerta, Fortuna mit dem Füllhorn.

Archetypen:

  • Positiv: Richter, Philosoph, Lehrer, Vater, Patriarch, Mäzen, Priester, Zigeuner, Weltreisender, Optimist, Santa Claus, Druide, Förster, Wildhüter, Naturschützer. Idealismus, Großmut. Gastfreundschaft (wie Thor, aber auch Odin), Optimismus, Vertrauen in die Zukunft, Zuversicht. Positives Karma, Neidlosigkeit, moralische Unterstützung, die glückliche Bestimmung. Humor, Fröhlichkeit.
  • Negativ: Falstaff und Popanz, Windbeutel, Hybris, Selbstgerechtigkeit, Opportunismus. Übertreibung, Kreuzzüglertum, Rastlosigkeit, Oberflächlichkeit, “va banque” Spieler, Seitensprünge und instabile Beziehungen, “Bon vivant”, Don Juan, Megalomanie, Realitätsblindheit (Hoffen auf ein Wunder). Oberlehrer, Pharisäer, Selbstgerechtigkeit, Arroganz, Machtmissbrauch → Saturn (AMTsmissbrauch).
  • Das Prinzip der Expansion, das eigene Potential, die glückliche Fügung, Gelegenheit, der fördernde Vater, das Suchbild des Ehemanns, das Selbstbild als Ehemann, Streben nach Einsichten und Philosophie, Rechtsauffassung, Suche nach Weite/Erweiterung im inneren und Äußeren. Talente und Mäzene. Ethik und Idealismus.

Rechtswesen:  ”Ich schwör’s bei Zeus, DREI mal schwör ich!”  Zeus galt als Beschützer des Eids, die Drei und Vielfache (6,9,12) als seine heilige Zahl(en).

Organisierte Religion mit Priestertum und Opfer-Ritualen und prachtvollen Zeremonien. Religiöse Lebensregeln, die zivilisatorisch wirken. Urbanisierung der Gesellschaft, Fernhandel und Kolonialismus. Rituale für Glück und Unterstützung, der Deus ex Machina. Wohlstand und Philantropie, mit Uranus.

Jupiterprinzip im Tarot: “Der Hierophant”, “Das Schicksal”, Dreien, Neunen, Könige, “Der Teufel“. Hierophant und Teufel stellen Spiegelkarten dar.

Orte: Universität, Tempel, Kirche, Schule, Reisebüro, Kultureinrichtungen, intellektuelle oder spirituelle Zirkel, Kasinos, Börsen.
Berufe: Schiedsrichter, Friedensrichter, Richter, Priester, Lehrer, Philosoph, Literat, Verlagswesen, Reiseleiter, Import/Export, internationaler Vertrieb, Agentur.

Astrologischer Herrscher über 9. Haus, Schütze und Fisch (mit Neptun)

  • Tag: Donnerstag
  • Farben: Purpur, violett, königsblau, orange-gelb.
  • Zahlen: Drei und Neun (mit Mars), Zwölf und Sechs (mit Neptun und Merkur).
  • Qualität: Mutables Feuer, Yang, im Fisch auch Wasser+Yin (das Nachthaus des Jupiter in der klassischen Astrologie).
  • Gegenpol zur 3 in der 3/9 Achse: Mentales ich, Erkenntnis der Dinge — > mentales Wir, Erkenntnis der Zusammenhänge zwischen den Dingen.

Dignitäten:

  • Domizil: Schütze,Fische
  • Exil:Zwillinge, Jungfrau
  • erhöht im Krebs, im Fall, Steinbock

Korrespondenzen:

  • Chakra: 2. 6. 7. je nach Lehrart, bei meinem System gehört das 5. Chakra: Lehren, Lernen, Kommunikation zur Achse Jupiter/Merkur.
  • Alchemie: der König, conjunctio.
  • Kristalle: Lapislazuli, Amethyst, Saphir, Hyazinth, Tansanit, Feueropal.
  • Richtung: Süden+Westen
  • Metall: Zinn (Bronze)
  • Tiere: Pferd, Adler, Hirsch, Elefant, Wildschwein, der Stier.

Dem Zeus wurden Stiere geopfert, er verwandelte sich in einen Stier, um Europa zu entführen (über das Meer), siehe unter männliche Trinität.

Pflanzen:

  • Grosswüchsige Pflanzen, frucht-tragende -> Obstbäume, Nussbäume, Eiche, Walnuss, Artischocke, Karde, Distel (mit Mars), wohlschmeckend, nahrhaft, exotische Herkunft (Gewürze: Muskat, Macis, Sternanis).
  • Krampflösend, leberunterstützend. blau-violette Blüten, Anis (mit Merkur), Kerbel, Borretsch (der die Ängste vertreibt). Mädesuess (mit Mond), Ysop, Eisenkraut, Odermenning und der Löwenzahn (gelbe, bittere Pflanzen dienen oft als Lebermittel), Schöllkraut (mit Mond und Saturn).
Stattliche Buche auf der Alb.Bäume tragen stets auch eine Jupiter-Signatur.

Stattliche Buche auf der Alb.
Bäume tragen stets auch eine Jupiter-Signatur.

Baum:

  • Eiche, Esche, Fichte, Olive, Feige (mit Venus), Jupiterbäume sind speziell die Kastanie, die Eiche und der Walnussbaum: Juglans regia heisst Jupiter-Eichel, grundsätzlich fallen unter ihn jedoch alle Wälder, Alleen und Haine, sowie die fruchtragenden Obstbäume (mit Venus, die für die Blüten und Früchte zuständig ist). Aber auch verholzende Kräuter, wie Thymian, Rosmarin, Salbei (Hauptsignatur Merkur).
  • Die Walnuss mit ihren Nusskernen, die wie Hirnhälften aussehen hat eine Signatur für mentale Prozesse: Tatsächlich sind die Wirkstoffe der Walnusskerne förderlich für das zentrale Nervensystem. Hier wirkt die zum Jupiter gehörende Merkursignatur (Nerven, Denken) und Mond(Gehirnmasse) /Saturn.
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Royales Blau: Iris germanica mit deutlicher Jupiter/Merkur Signatur.
Wasser-Iris Neptun/Merkur, Zwiebeliris zusätzlich mit Mars/Venus.

Duft:

  • Muskat, Safran (mit Sonne), Sternanis, Basilikum, Macis (der Samenmantel der Muskatnuss).

Organe:

  • Hüfte, Oberschenkel – Ischiasnerv, Leber, Oberkopf, Wachstumsprozesse (Anabolismus), Stoffwechsel (mit Merkur → Schilddrüse), Nährstoffaufnahme im Blut.
  • Das typische Jupiterorgan Leber, eines der größten und lebenswichtigsten Organe bzw. die größte Drüse des Körpers, ist nicht nur ein Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan, sondern aus astromedizinischer Sicht auch verantwortlich für unser Temperament, für Gemüts-Krankheiten wie Cholerik und Melancholie (gestörtes bzw. geschwächtes Jupiterprinzip).
  • Dem Jupiter unterstehen desweiteren der Oberschenkel (unser größter und stärkster Muskel), die Po-Muskulatur, die Hüfte, der Fetthaushalt (Metabolismus, mit Venus), und Wucherungen. Alle Formen der sogenannten “Wohlstandskrankheiten” sind bei schlechter Jupiterstellung in den “Gesundheitshäusern” möglich.

Krankheiten:

  • Ischias, Hüftgelenk, Übergewicht, Leberstörung mit allen Folge-Erscheinungen, gutartige Wucherungen (Achtung: Gefahr von Bösartigkeit mit harten Aspekten zu Pluto!!) , Gicht (mit Saturn), bipolare Störung (mit Saturn/Uranus).
    Metall als Heilmittel: Zinn – Stannum, Mg für die Nerven und mentale Stärke (Nüsse!).
  • Die Gesundheits-Häuser: 2, 6 und teilweise auch 1. Steht hier Jupiter gut, kann man über eine robuste Physis verfügen. Ebenfall in Haus Acht, dem auch unser Ableben zugerechnet wird,  sorgt er meist für ein friedliches Ende, u. Umständen sogar auf Reisen. Transite des Jupiter in diesen Häusern verbessern oft das Wohlbefinden. Bei ungünstiger Stellung in der Radix oder Transiten mit harten Aspekten muss man sich vor Übertreibung hüten: Sonst führt der angenehme Transit über den Aszendenten vielleicht eher zu ordentlich Hüftgold!

Kabbala: Chesed

Ritual Magie:

  • Potential, Glück, Reisen, Rechtsangelegenheiten, Wohlstand, Unterstützung durch Gönner. Attraktion und generell Vermehrung von positiven Einflüssen.

Problematischer Jupiter:

  • Quadrat: Fanatismus, Rechthaberei
  • Konjunktion: Übertreibung
  • Opposition: bipolares Verhalten

Retrograde:

  • Potentiale liegen verborgen, Spätentwickler, ebenso bei 12. Haus. Kann aber auch einfach Freude an Ruhe und Zurückgezogenheit, z.B. Meditation bedeuten. Bei dieser Stellung sind Exerzitien oder ein Aufenthalt in einem Zen-Refugium ab und zu durchaus anzuraten.
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Die glücklich-dysfunktionale Grossfamilie von Papa Jupiter.
Olympians, courtesy of anotherstranger-me

Mythologie:

  • Zeus ist der jüngste Sohn der Rhea und des Kronos/Saturn. Diesem war geweissagt worden, einer seiner Söhne würde ihn stürzen. Daher verschlang er seine Kinder nach der Geburt. Um nicht ebenfalls dieses Schicksal zu teilen, versteckt ihn Rhea (kultiviertere Form der Gaia), vor seinem Vater auf Kreta in der Höhle der Dikte. Als er herangewachsen war, wurde er von seiner Mutter dem Kronos als Mundschenk untergeschoben. Mittels eines Brechmittels und Schlafmittels im Wein förderte er seine älteren Geschwister wieder zutage, und entmachtete seinen Vater.
  • Der wurde ins Exil geschickt: Wahlweise in den Tartaros, nach Elysium oder aber nach Arkadien, wo er auf der Insel der Seligen herrscht: Saturn-Pluto Affinität.
  • Vorher wanderte er als Eremit nach Latium und wurde der Stammvater der Römer, mit Mars und Bona Dea (Rhea) → ein Stammvater bäuerlicher Kulturen. Zeus/Jupiter passt eher zu einer imperialen Seemacht und urbanen Kultur, die die Griechen später annahmen.
  • Zeus teilte die Welt unter seine Geschwister auf: Hestia, Hera, Hades, Poseidon, Demeter. Mit seiner Schwester Hera zeugte er Hephaistos, alleine Athena, wie Hera den Ares. Mit Maia den Hermes, mit Leto Artemis und Apollon, mit Demeter Persephone/ Kore, mit Themis Astraia, mit Semele den Dionysos.
  • Die männliche Triade Hades-Poseidon-Zeus: Sie ersetzt die alten weiblichen Trinitäten, die mit dem Mond verbunden waren: Hekate, Eurynome etc. Die Gemeinsamkeit zwischen dem olympischen Zeus, Poseidon, der ursprünglich eher ein Erd-Gott war und dem Hades, der das Reich unter der Erde bekam sind die Opfertiere: Schwarze Stiere, die alle drei auch als Symboltiere haben. Der Stier, obwohl er so männlich wirkt, ist ein altes Symbol der lunaren Grossen Mutter: Das Gehörn erinnert an die Sichel des Mondes, der Stier-Schädel an die Fortpflanzungsorgane der Frau. Man sieht das am Stierkult in den matrilinearen Kulturen Kreta, Catal Hüyük und der alten ägyptischen Gottheit Hathor. Im Hinduismus ist es die Ur-Kuh Prithivi Mata, die den Kosmos verkörpert, im Mithras-Kult der Himmels-Stier der aber ursprünglich von der Göttin Inanna geschaffen wurde.

    allsehendes Auge

    Jupiter’s Allsehendes Auge mit der Drei
    und der Neun (3×3 Strahlen). Steht auch
    für die HeiligeTrinität.

Keywords:

  • Himmelsvater mit menschlich-zvilisatorischem Fürsorge-Aspekt, wohlwollender Beschützer, Motivator, Mediator, Richter, einverleibt (verschlingt) viele Aspekte früherer arachaischer Götter, die dann als harmlosere, menschlichere Variante aus ihm wiedergeboren werden:
  • Semele (Ekstase): Dionysos aus dem Schenkel des Jupiter : Tieraspekt, Zentaur, unio mystica.
  • Metis (Sophia, Weisheit): Athena aus dem Kopf  des Jupiter: Mentaler Aspekt, “Pfeil des Schützen”.
  • Er ist die kulturgeschichtlich jüngste, urbanste Form des archaischen Dyaus Pitar (Himmelsherrscher, Sky Father) der alten Indo-Europäer:
  • Uranos/Ti, Tyr, Ziu, Thor, die mit fruchtbarem Regen und lebensspendendem, schöpferischen und expandierendem Prinzip (Endlosigkeit, Zeitlosigkeit des Himmels) assoziert werden. Der leuchtende Himmel (Phanes, Hyperion, Gwydion, Woden) der zusammen mit Aspekten des Merkur (Loki, Lughus, Heimdall, Hermes) gesehen wird, ist sein ergänzendes männliches, solares Prinzip. Dies wird auch durch die Achse 3 (Zwillinge, Merkur) und 9 (Schütze, Jupiter) ausgedrückt.
  • Nach der orphischen Legende verschlang Jupiter Phanes (das leuchtende Wesen), das dem Urei entsprang und wurde dadurch zum All-Vater. Auch Odin(Woden) ist ein All-Vater mit solarem Charakterzug.
  • In diesen Mythen der Einverleibung findet bereits eine langsame Entwicklung zum monotheistischen Weltbild statt.
  • Symbol: Das Auge der Vorsehung (Dreieck mit Auge, mit einem Strahlenkranz). Auch Woden/Odin ist ein Symbol mit magischer Dreierkombination zugehörig: Der Valknot.
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Valknot: Mit der Macht von 3×3.
Symbole für Odin/Thor und Jupiter. Toi Toi Toi -
die dreifache Anrufung von Thor soll Glück bringen.

Animus:

Anima:

Jupiter, Merkur, Pluto sind Träger beider Prinzipien.

  • Der Jupiter verkörpert bereits eine stärkere Vermenschlichung und Individualisierung der unbewussten kollektiven Impulse, eine Einbindung in ein zivlisiertes Umfeld, wie bei Freud’s “Totem und Tabu”. Kulturgeschichtlich entspricht das Jupiterprinzip dem Beginn der Verstädterung und des globalen Handels am Beginn der Bronzezeit.

Haus-Platzierung:

  • Fortschritt, Sinnerfüllung, Talent, Berufung, Weiterbildung, Erfolg, Bewusstseinserweiterung.

Nach Zeichen:

  • Steht für das Suchbild und Selbstbild des Ehe-Partners (Loyalität, Familiensinn), das Haus für das Ehe-Umfeld. Sonst die Bereiche, in denen nach höherer Bildung oder  persönlicher Expansion gesucht wird, und die Art der Umsetzung dieser Bestrebungen.

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    Jupiter im Vergleich zur winzigen Erde
    quelle:wikimedia

Astronomisch: Fast ein kleines Sonnensystem mit all den großen (Mars, Merkur-grossen) Monden. Er produziert selbst Wärme im Inneren, fast fähig zur Fusion. Wohltäter, da er viele Irrläufer einfängt, die uns sonst bombardieren würden. Verbirgt in sich ein” quasi-solares” Feuer.

Symbolik:

Seele über der Materie

Seele über der Materie

  • Glyphe: Mondsichel (Seele) über der Materie (Kreuz),
  • der Pfeil des Zentauren, assoziiert mit Sternbildern Aquila (Adler) und Sagitta (Pfeil).

Der Zentaur:

  • Menschliche Weisheit und kosmische Einsichten mit Tierkörper (animalischer Instinkt, natürliche Rythmen):
  • Naturliebe, Bewegung, Beine, Trieb (Zügellosigkeit), Unberechenbarkeit. Pferde, Großtiere, Jagd.
  • Der Centaur Chiron, der dunkle Bruder des Jupiter: Heiler, Schamane, Außenseiter, überwindet seine Tiernatur, wird zum berühmten Heiler und Lehrer vieler solaren Helden.
  • Unterrichtet Achilles, Herakles, Jason.

Trotzdem: Rastlosigkeit und Unruhe durch den erdhaften Tier-Anteil, der auch Ursache seines Leidens wird – Leiden durch andere ohne eigene Schuld – das Ungeschick seines Freundes Herakles. Chiron opfert seine unsterbliche Seite zugunsten der Erlösung des Prometheus von seiner Bestrafung am Kaukasus, da er dann vom Schmerz befreit ist. Er muss aber dann in den Hades, um ein Schattendasein zu führen, wenn auch ein geachtetes. Prometheus, der Fortschrittsgeist kommt frei, weil der Mensch sich von der Einheit mit der Natur entfremdet: Wenn er sie ins Dunkel des Unbewussten verdrängt. Die neuen Religionen, deren Vorläufer Zeus schon darstellt, sind auch zunehmend anthropozentrisch, die Natur muss unterdrückt, zurückgedrängt und verleugnet werden. Die urbane, kolonisierende Seite, im Jupiter zur Gottheit erhöht, setzt sich durch. Chiron taucht unter und wird Schamane …!

Chiron lehrt dem jungen Achiles die Geheimnisse der Natur.

Chiron lehrt dem jungen Achiles
die Geheimnisse der Natur.

Daher auch: Alle Kolonialreiche, von den Römern (aus einer saturnischen Republik in eine jupiterianische “Pax Romana”), über das “British Empire” zum “American Way of Life” sind von den meistens mit zunehmender Fortdauer immer negativeren Auswirkungen des Jupiterprinzips geprägt. Ihnen gemeinsam ist eine urbane, auf global operierenden Handelsimperien (Konzernen) aufgebaute Grundstruktur, sowie eine weiträumige Erschliessungen  ermöglichende Infrastruktur. Die Römer bauten Strassen, die Briten Schiffe, in der westlichen globalisierten Welt haben wir Flugzeuge (Jupiters “Adler”) und das Internet.

  • Das Recht auf Streben nach Glück“, wie es in der amerikanischen Verfassung steht, kann Jupiters Credo nicht deutlicher ausdrücken. Ja, schön, aber auf wessen Kosten ??? Darüber darf man dann auch nicht GROSSZÜGIG hinwegsehen, sondern man muss sich daran erinnern, dass zum Jupiter auch ein ethischer Anspruch gehört.

“From a Distance there is Harmony !” sollte nicht der Wahlspruch der Eliten  und von Jupiter glücklich Bestrahlten sein. 

Einige VIPs: Tina Turner, Bette Midler, Nostradamus, Max Born, Spinoza, Steven Spielberg, Brad Pitt, William Blake, Ludwig van Beethoven, Willi Brandt, Osho (Shree Raijneesh a.k.a Bhagwan), Papst Franziskus I. Papst Johannes XXIII.

Zodiak of Horrors: Serienmörder Ted Bundy, Edmund Kemper, Diktatoren Stalin,Pinochet, Franco,  Mafiabosse “Lucky!!!” Luciano, Vito Genovese, Drug Lord Pablo Escobar, Revolverheld Billy the Kid.

Fortunas Füllhorn: Ein Universum voller Möglichkeiten.Horn of Plenty ©scrano 2013

Fortunas Füllhorn: Ein Universum voller Möglichkeiten.
Horn of Plenty ©scrano 2013

 

Posted by on November 28th, 2016 Kommentare deaktiviert

Shiva Nataraja: Shall We Dance ?

Shivas Tanz: Schluss mit Lustig!

Shivas Tanz: Schluss mit Lustig?
Nataraja ©scrano 2014

Nataraja – Herr des Tanzes

Vor allem im Süden Indiens wird Shiva als Nataraja („König des Tanzes“) im Bogen der kosmischen Flammen dargestellt, die er selbst entfacht hat. Im Tanz zerstört Shiva die Unwissenheit (oft dargestellt als Zwerg) und darüber hinaus das ganze Universum durch Feuer, das er jedoch gleichzeitig wieder neu erschafft. Der älteste indische Schöpfergott war Agni, das personifizierte Feuer. Hier ergeben sich Parallelen zum iranischen Zorastrismus. Da die sogenannten Arier, Späteinwanderer der Eisenzeit in Nordindien, die den Brahmanismus mit sich brachten, wohl aus dem Iran kamen, ist das nicht verwunderlich. Vier oder acht Arme versinnbildlichen Shivas kosmischen Kräfte. Eine Hand deutet die Schutz gewährende Handstellung (abhayamudra) an, die andere die Gnade gewährende, während seine anderen beiden Hände die kleine Trommel und häufig eine Flamme tragen. Da es keine einheitliche hinduistische Ikonographie gibt, kann die Interpretation dieser Darstellung sehr unterschiedlich sein. Das Feuer habe ich von der Hand weggenommen und aus dem Muladhara-Chakra entspringend umgedeutet: Die Hitze des Feueratems entsteht hier (an der Wurzel der Kundalini, hinter ihm vom unteren Rücken ausgehend) als Ausdruck der Energie Shivas, nicht der blossen Vernichtung, wie durch eine Flamme in der Hand.

Er erweckt die Seelen aus der Illusion von Maya, mit seiner Trommel, gleichzeitig gibt er damit den Rhythmus des Lebens vor. Shiva in meinem Bild tanzt auf dem Dreizack, der Trisula, welche die Macht und die Trimurti (Brahma-Vishnu-Shiva) symbolisiert – er bringt den Kreislauf des Kosmos in Schwung und steht gleichzeitig darüber, da er die Kräfte beherrscht, nicht ihnen unterworfen ist. Endet sein Tanz, endet der Kosmos.

Die blaue Farbe, statt der üblichen asche-blaugrauen verbindet ihn mit Vishnu: Im Zusammenhang mit der Mythologie des Shiva-Tanzes gibt es da ein pikantes Detail zwischen den beiden … !” Ausserdem wird  eine weitere Ursprungslegende von Nataraja erzählt, nach der Shiva und Kali einen Tanzwettstreit ausgetragen hätten. Auch Kali (der Todesaspekt von Shivas Gemahlin Parvati – Mutter Zeit sozusagen) hat manchmal eine blaue Hautfarbe. Aschelinien und drittes Auge gibt es in meiner Darstellung auch nicht – dafür schaut er auch nicht so süsslich lächelnd wie auf den klassischen Abbildungen, eher herausfordernd oder auffordernd. Öffnet er das (unsichtbare) dritte Auge (es ist das Ajna-Chakra) wird das Universum vom Licht des vollkommenen Wissens erfüllt – das bedeutet auch gleichzeitig, dass alles materielle im selben Augenblick vergeht.

Shiva Mantra:

Musikalische Interpretation zur Erbauung

Om Namah Shivaya Om Namah Shivaya
Hara Hara Bole Namah Shivaya

“May the greatest, that can exist in this universe
be created within myself, within others, and within the world.”

Shiva Dancing: The End or A New Beginning?

Shiva tanzt: Ende oder neuer Anfang ?
The Awakening ©Scrano 2015

Om Namah Shivaya

  • 108 Rezitationen dieses populären Mantras sollen Frieden für Herz und Geist bringen.
  • Om Namah Shivaya ist das Panchakshara Mantra.
  • Die fünf “heiligen” Silben des Mantras stehen für Maya, das Anavamala (Antrieb für karmisches Wirken), Shiva, Shakti und die Seele. Die Zahl fünf ist dem Shiva heilig und viele Shivamantras sind deshalb auch fünfsilbig.

Om Namah Shivaya
Shivaya namaha, Shivaya namah om
Shambhu Shankara namah Shivaya,
Girija Shankara namah Shivaya

fractal_wallpaper_xiv__lord_of_the_dance_by_scrano-d72z5yi Kopie

Die Flammen des Chaos entfesseln:
Lord of the Dance ©scrano 2013.

Fraktalbilder und Digital Art der vorgestellten Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

 

 

Posted by on November 16th, 2016 2 Comments

Mandala im November: Kissed By Fire

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Kissed by Fire, wie das Innere einer Chlilischote.
©scrano 2015

Chili con Carne, Zutaten für 4-6 Personen:

  • 200 g rote Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 5 EL Raps-Öl
  • 500g  Hüftsteak vom Rind
  • 250g Schweineschulter
  • 500g San Marzano Tomaten, frisch oder gefroren**
  • 1 gr. Dose Kidneybohnen
  • 2 Chilischoten frisch oder eingelegt ***
  • 1 EL Agavensirup
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1 grosse Karotte
  • 1 Stange Lauch
  • 1 kleine Dose Maiskörner
  • Gemüsebrühe

Zubereitung: Zwiebeln und Knoblauch abhäuten, fein hacken. Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch bei kleiner Hitze darin glasig dünsten. Fleisch abspülen und in etwa 2 cm grosse Würfel schneiden oder vorgeschnitten bestellen. Zu den Zwiebeln geben und anbraten. Tomaten vierteln oder küchenfertige Gefrierware zum Fleisch geben. Karotte in Scheiben schneiden, Kidneybohnen in ein Sieb geben und gründlich mit kaltem Wasser abspülen. Abtropfen lassen und zusammen mit den Möhrenscheiben unterheben. Chilischoten entstielen und entkernen, dann fein zerkleinern****.  Sirup  und Kreuzkümmel zugeben. 90 min  bei geringer Hitze sanft schmoren. Lauch putzen, waschen und abtropfen lassen. In sehr dünne Ringe schneiden zum Chili geben und nochmals 15 min. garen. Mit Gemüsebrühe abschmecken. Maiskörner unterheben, kurz erhitzen, dann  servieren.

Dazu passt Fladen-Brot, in Mexico isst man bittere Schokoplätzchen zum Chili.

**Ich friere meine Tomaten küchenfertig in Stücken ein. Notfalls kann man frische San Marzano Tomaten mit italienischer Dosenware ersetzen: Es ist dieselbe Sorte. Gefrorene haben noch ihre Haut, das macht aber nichts, hier stecken wertvolle Inhaltsstoffe. Die in der Kochhitze zusammengerollten Schalenstückchen kann man sehr leicht herausfischen. Bei pürierten Speisen spielt es ohnehin keine Rolle, im Gegenteil, die Farbe wird kräftiger.

*** je nach Höllenbedarf von grün und mild bis Habanero

****beim Verarbeiten von Chilis empfehlen sich dünne Schutzhandschuhe! Auf keinen Fall ins Gesicht oder gar die Augen fassen. Auch bei Kindern und Haustieren kommen Chili-Streicheleinheiten nicht so gut an.

Capsaicin - Scharfstoff der Chilis. quelle:wiki


Capsaicin – Scharfstoff der Chilis. quelle:wiki

  • Chilis und rotes Fleisch tragen die Signatur des Mars, ebenso Zwiebeln und Knoblauch. Bohnen unterstehen dem Merkur/Jupiter aber auch Mars und Venus. Tomaten als Solanaceen besitzen eine Venus/Pluto Charakteristik, mit ein wenig Saturn/Mond.
  • Chilis enthalten den Scharfstoff Capsaicin, das eine schmerzlindernde Wirkung hat: Durch den durchblutungsfördernden Effekt werden Muskelverspannungen gelindert und Entzündungsstoffe aus dem Gewebe abtransportiert. Zudem erfolgt durch die starke Reizwirkung eine Ausschüttung von Endorphinen. Es gibt Schmerz-Salben mit dem Wirkstoff auf Vaseline-Basis: Finalgon etwa, leider nicht mehr in der Variante  “extra stark“. Allerdings sind sie nichts für Empfindliche – sie brennen anfangs heftig. Wärmepflaster enthalten ebenfalls Capsaicin.
  • Habaneros gehören zu den schärfsten Chilis. In den Samen und Samenleisten können Konzentrationen von bis zu 1500 ppm Capsaicin vorkommen. Die auf der Scoville-Skala (Schärfe-Index für Speisen) gemessenen Werte für Habaneros betragen bis zu 577.000 Einheiten. Der Geschmack ist, wenn man noch was wahrnimmt, tropisch-fruchtig. In Mexiko, Brasilien und Peru sind Habaneros fester Bestandteil der Küche. Durch ihre bakterizide und wurmtreibende Wirkung helfen sie auch  bei den in den Tropen häufigen Darmparasiten und Durchfallerkrankungen wie Montezumas Rache. Da scharfe Speisen schweisstreibend sind, erfolgt auch eine wohltuende Abkühlung des Körpers in dem heissen Klima Mittel- und Südamerikas.
  • Chili gehört zu den Aphrodisiaka, besonders in Verbindung mit Kakao, entweder als Heissgetränk oder in Form leckerer Pralinen: Man denke an Juliette Binoches kulinarische Verführungskünste im romantischen Film “Chocolat“.

 

Aus Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte. (1887).

Aus Köhler’s Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen
mit kurz erläuterndem Texte. (1887).Chilipaprika-Pflanze

Der Ursprung aller Paprikasorten ist Mittel- und Südamerika, mit einem Verbreitungszentrum in Brasilien und Bolivien. Der Ursprung der Kultivierung lag dabei je nach Art vermutlich in unterschiedlichen Regionen, in Mexico, den Anden oder am Amazonas.  Der Anbau ist schon sehr alt, es konnten archäologische Belege gefunden werden, die beweisen, dass Paprika bereits um 7000 v. Chr. als Nutzpflanzen dienten. Auch die regelrechte Sortenzüchtung schätzt man auf wenigstens 5000, erste grossflächigere Anbauversuche sogar auf 6000 Jahre.
Im Laufe der Zeit wurden immer mildere und fleischigere Sorten selektiert, die dann unseren heutigen Gemüsepaprika entsprechen.

***”Finalgon extra stark” ist in österreichischen Apotheken noch online erhältlich – also für Rückenschmerzgeplagte gibt es doch Hoffnung! Das normale Finalgon ist so läppisch, das kann man glatt in die Tonne treten. Auch als Aufwärmsalbe für Sportler zu verwenden – allerdings: Keine heissen Duschen auf die behandelten Stellen!

 

Posted by on November 14th, 2016 Kommentare deaktiviert

Siegel der Verschwiegenheit: Das Arkanum

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Hinter dem dunklen Siegel: Das Grosse Arkanum ©scrano 2015

Arkanum, plural Arkana – bezeichnet in der Alchemie das geheime Wissen, aber auch nicht sichtbare Eigenschaften der Dinge. Paracelsus nannte die wertvollen Inhaltsstoffe von Pflanzen und deren verborgene Heilkräfte Arcana. In der aufkeimenden Naturphilosophie der Renaissance war die Annahme vom göttlichen Arkanum in der dinglichen Welt weit verbreitet. So findet sich der Begriff auch bei Jakob Böhme und Comenius.

Im Tarot wird der Kartensatz in 22 grosse und 56 kleine Arkana eingeteilt. Arkanum bedeutet hier den in den Bildern, Zahlen und  und Symbolen enthaltenen Weisheitsgehalt. Für die Verwendung der Karten als Divinations-Instrument heisst Arkanum auch gleichzeitig die Wahrheit hinter den Schleiern, der Blick in die Zukunft oder verborgene Realitäten.

Auch der in Ritualen steckenede tiefere Sinn, seien es magische, religiöse oder freimaurerische, wird Arkanum genannt. Für die diskrete Gesellschaft gilt generell eine Verpflichtung zum Schweigen über die Inhalte des Lehrsystems oder von Gesprächen in der Loge. Dies wird ebenfalls mit Arkan-Dispziplin bezeichnet.

“Nahezu jede mystische Tradition auf dieser Erde drehte sich um die Vorstellung, dass arkanes Wissen existierte, das dem Menschen mystische, beinahe gottgleiche Kräfte verleihen konnte”. Dan Brown “Das verlorene Symbol” (Seite 128 )

Im Zusammenhang mit der freimaurerischen Schweigeverpflichtung wurden immer sensationslüsterne Gerüchte publiziert, welche die angeblich drakonischen Strafen beim Verletzen dieser Arkandisziplin betreffen, oder etwaige gotteslästerliche Inhalte der Rituale.  Dei ältesten dieser “Verräterschriften” stammen bereits aus dem 18. Jhd, dem Beginn der  modernen universellen Freimaurerei mit ihrer eigenen Logen-Tradition. Den berüchtigtsten Auftritt dieser Art lieferte der Scharlatan und Erz-schwindler Leo Taxil Ende des 19. Jhd.   Zuletzt wurde dieser Unsinn wieder von erzkatholischen Autoren verbreitet, in Filmen wie “From Hell” mit Johnny Depp als Scotland Yard Inspektor auf der Jagd nach “Jack the Ripper.” Die Arkandisziplin hat vor allem den Sinn, Aussagen, Ritualabläufe und Werklehre nicht aus dem Kontext gerissen, quasi fragmentiert nach aussen zu tragen.  Es wird befürchtet, bei Nicht-Initiierten, sogenannten Profanen könnte dies lediglich zu Unverständnis, Verwirrung, manchmal sogar zur Belustigung oder eben grotesken Verschwörungstheorien über das “seltsame” Schauspiel führen.*** Leider hat sie desöfteren das Gegenteil zur Folge, wie seltsame Internetblüten wie “freemasonrywatch” oder David Icke’s Paranoia Homepage zeigen. Dass man den Inhalt privater Gespräche nicht herumtratscht, sollte nicht nur für Freimaurer selbstverständlich sein.

Grosse Arkana im Tarot, ihre eindringlichen, archetypischen Bildwelten symbolisieren innere Prozesse. Die Zahlenwerte und Reihenfolge der Karten stehen in Verbindung mit der sogenannten “Mythischen Heldenreise”, einer Darstellung der Reifung der Persönlichkeit. Damit ähnelt der Tarot alchemistischen Bildwerken wie “Atalanta fugiens” oder “Splendor Solis”, die ebenfalls das Magnum Opus der Seele zum Thema haben. Etliche Elemente der Bilder entstammen der Philosophie Platos, die numerologischen Entsprechungen können sowohl kabbalistisch als auch pythagoräisch (astrologisch) interpretiert werden.

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Grosse Arkana Karte II: Die Hohepriesterin.
Intuition, Verbundenheit mit dem Kosmos. Das höhere Wissen, Weisheit.
©scrano 2016, The High Priestess

  • 0 – Der Narr
  • 1 – Der Magier
  • 2 – Die Hohepriesterin
  • 3- Die Kaiserin
  • 4 – Der Kaiser
  • 5 – Der Hierophant
  • 6 – Die Liebenden
  • 7 – Der Wagen (Seelenwagen Platos)
  • 8 – Die Gerechtigkeit
  • 9 – Der Eremit
  • 10 – Das Schicksal
  • 11 – Die Kraft
  • 12 – Der Gehängte (Das Opfer)
  • 13 – Der Tod
  • 14 – Die Mässigung
  • 15 – Der Teufel
  • 16 – Der Turm
  • 17 – Der Stern
  • 18 – Der Mond
  • 19 – Die Sonne
  • 20 – Das Gericht
  • 21 – Die Welt
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Kleine Arkana: Zwei der Stäbe:
Entscheidung, ob ein neuer Impuls umgesetzt wird.
Two of staves ©scrano 2016

Die Kleinen Arkana bestehen aus den Zahlenkarten (1-10) und den “Hofkarten” (Page, Ritter, Königin, König).  Sie werden in vier Gruppen eingeteilt, welche die vier Elemente repräsentieren. Ihre Bild- und Zahlensymbolik spiegelt daher die Dinge der äusseren Welt.

Stäbe – Feuer

  • Geist, Wille, Aktivität

Kelche – Wasser

  • Seele, Gefühl, Aufnahmefähigkeit

Münzen – Erde

  • Körper, Stabilität, Sicherheit

Schwerter – Luft

  • Verstand, Veränderung, Krise

***Freimaurer sind allerdings nicht ohne selbstironischen Humor:

  • Pinguintruppe – wegen der schwarz-weissen Bekleidung
  • Schürzenjäger oder Schürzenverein – naheliegend … lol!
  • Ich sage immer : “Männer allein im Keller”, da Logen gerne ihren Tempel in Kellerräumen einrichten. (7 Zwerge … lassen grüssen).
  • Die Fortsetzung davon:”Der Keller ist nicht genug …”
  • Eine Variante wäre “Männer allein im Dunkeln” …

Daneben gibt es jede Menge Freimaurer-Witze, da sie aber oftmals mit dem Gradsystem spielen, verletze ich die Arkandisziplin, wenn ich sie Euch erzähle … lol!!!

 

Posted by on November 9th, 2016 Kommentare deaktiviert