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Das Luft-Element: Leichtigkeit, Frühlingsfrische und Ratio

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Elementarmagie: Luft, Wolken. Kühle, Bewegung.
Für Kommunikation, Denken, Lernen, Kreativprozess.
Cloud of Imagination ©scrano 2013

Astrologie:

  • Zwillinge: mutabel – Merkur in seinem Taghaus
  • Waage: kardinal – Venus Urania
  • Wassermann: fix – Uranus, Saturn in seinem Taghaus
  • Häuser 3,7,11

Tarot: Schwerter

  • Yin: Königin, mutabel
  • Yang: König, fix
  • Page, Ritter, kardinal

Farben:

  • gelb, violettblau, graublau

Alchemie:

  • AirNach oben weisendes Dreieck mit Querbalken.

Elemental:

  • Sylphen,
  • Osten,
  • Raphael
  • Euros

Tage:

  • Mittwoch – Merkur

Pflanzen:

  • Doldenblütler: Möhre, Fenchel, Kümmel

Signatur:

Aufrecht, grazil, rankend, ätherische Öle, aufmunternd, erfrischend, belebt den Geist.

Öle:

  • Citrus-Arten
  • Bergamotte-Minze,
  • Anis.
  • Bergamotte,
  • Lemongras,
  • Limette,
  • Salbei,
  • Eukalyptus,
  • Minze,
  • Kümmel
  • Fenchel

Tiere:

  • Vögel, besonders Sittiche, Beos und Kolibris.
  • fliegende Insekten: Bienen (Neptun – Kollektiv, Drohnenopfer), Nebensignaturen: Mond/Saturn, aber auch Venus/Mars, Sonne/Uranus die Biene zeigt viele Signaturen in allen ihren Lebensaspekten (Zodiak) ist sie ausgeglichen. Für uns Menschen ist alles davon nützlich, als einziges Insekt ist die Honigbiene domestiziert, und das schon seit der frühen Bronzezeit. Schmetterlinge (mit Pluto), Libelle (Neptun, lebt am/im Wasser, Mars/Venus).
  • Affen und andere flinke, baumlebende Säugetiere. Fledermäuse (Neptun, Mond/Saturn, Pluto/Venus – Vampirmythen!), sie orientieren sich mit Schall, der sich durch die Luft ausbreitet, fliegen und fressen Insekten, die vegetarischen Flughunde befruchten Pflanzen.

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Obwohl in der klassischen Element-Lehre als “Heiss und Feucht” klassifiziert, hat das Element Luft wohl eher die Yang-Eigenschaft aktive Bewegung, im Gegesatz zum Wasser, zu dem die Yin Variante “Passive Bewegung” passt. Einzig die Venus Urania des Luft-Zeichens Waage wäre noch als “Heiss” zu bewerten, gerade sie ist aber geradezu aufdringlich neutral.

Daher passt die Frische und Kühle des Frühlings am besten, ebenfalls der Osten als Himmelsrichtung. Das Erdelement repräsentiert den Herbst und den Westen, der  Winter und der Norden wäre wohl dem Wasserelement zuzuordnen, wie der Sommer und der Süden dem Feuer. Andere Lehrsysteme rechnen den Norden zum Erdelement, den Westen zum Wasser. In der klassischen Lehre waren die Korrespondenzen der Elemente mit der Astrologie, dem Jahreskreis, den Temperamenten und deren Einteilungen auch nicht so eindeutig, neben dem Modell von Empedokles gab es auch einige mit Übergangselementen, z.B. gerade dem Element Luft. Dies wäre dann den aufbauenden und abbauenden Elementezyklen, wie man sie aus der chinesischen FÜNF-Elementlehre kennt sehr ähnlich. Auch bei den Ayurvedischen Doshas lässt sich eine Elementzuordnung finden, aber  da ist eine exakte Übereinstimmung mit dem hellenistischen Modell ebenfalls schwierig. Später erweiterte man das klassische System noch um Quintessenz oder Pneuma, was einen seelisch-geistigen Anteil ausdrücken sollte.

Auch das Siebener-Muster der Chakren wird mit den Grund-Elementen in Zusammenhang gebracht, aber ebenso mit den klassischen Planeten. Im Tantrismus haben wir dann die sogenannten Tattvas: Erde-Luft-Geist-Wasser-Feuer, deren Yantras (Symbolbilder) auch für Visualisierungsübungen bei klassischen Element-Meditationen verwendet werden. Das klassische Tantra hat nichts mit den halbseidenen neotantrischen Sex-Gurus zu tun, die überall ihre “Dienstleistungen” anbieten! Es ist vielmehr die Grundlage der Yoga-Lehre mit den zwei Varianten: Hatha-Yoga und Kundalini-Yoga.

Das Element Luft ist der grosse Kommunikator: Laute, ob nun Musik oder Sprache, jede Art von Ton wird als Wellen komprimierter Luft übertragen. Daher ist Merkur, der flinke und sprachgewandte Götterbote auch der Patron dieses Elements. Er erfand auch die Lyra für seinen älteren Bruder, den Musik-Freund Apollon. Luft ist auch mit dem Verstand assoziert, hier ist sie die Kühle, Frische und Distanz des Himmels, die Leichtigkeit mit der Wolken dahinschweben: Wie Gedanken sind sie frei von der Erdenschwere. Alles was fliegt untersteht diesem Element: Ob nun Falter, Libelle oder Düsenjet, natürlich auch Piloten und das Internet mit seiner schnellen, scheinbar von der Materie befreiten Nachrichtenübermittlung und dem schier unbegrenzten Informations-Austausch. Auch Düfte als Botenstoffe, wie sie von Pflanzen eingesetzt werden unterstehen der Luft. Daher eignen sich Räucherungen und die Duftlampe als gute Meditationshilfen beim spirituellen Arbeiten mit diesem Element. Uranus, ein weiterer Archetyp symbolisiert die grenzenlose Freiheit des weiten Himmels, aber auch Lebens-Ferne und mangelnde Erdung, gleiches gilt für die seinem Sperma entsprungene Venus Urania, die Perfektionistin der Ästhetik, Muse der Künstler. Im Gegensatz zu ihrer irdischeren Schwester Venus Pandemos schert sie sich wenig um die Grundbedürfnisse des Menschen, daher wohl die häufige Armut von begnadeten Künstlern, die sich ganz ihr in völliger Hingabe verschrieben hatten. Ihre zweite Heimat ist interessanterweise der Gerichts-Saal, wohl wegen ihrer Neutralität gegenüber Emotionen.  Dies ist keine Kuschel-Venus, wer Herzens-Liebe sucht ist bei der wässrigen Mondin besser aufgehoben.

Die Zustandformen des Elementes im Luft-Trigon:

  • Wassermann: fix, atmosphärische Zellen, Plasma (geladenes Gas)
  • Zwilling: mutabel, Böen, Wirbel
  • Waage: kardinal, grosse Strömungen (Temperaturausgleich der Atmosphäre)
Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.©scrano 2016

Elemente-Rad, modern/psychologisch interpretiert.
©scrano 2016

Die Element-Typisierung hatte auch Einfluss auf die Humoralpathologie der Antike: Vier Körpersäfte – Blut/Schleim und schwarze/gelbe Galle zirkulieren frei und unbehindert, solange der Mensch in Homöostase (Gleichgewicht) befindlich ist. Diese “Säfte”, wobei der Begriff nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, werden dann vier Temperamenten zugeordnet – Sanguiniker/Blut, Phlegmatiker/Schleim, Choleriker/gelbe Galle und Melancholiker/schwarze Galle. Mit der Temperament-Lehre als eher geistigem Konzept experimentierte auch Hans Eysenk, ein bekannter Psychologe, der sich mit der Erforschung von  Persönlichkeitsstrukturen beschäftigte,

Neben der psychologischen Zuordnung kann man auch eine physikalische Interpretation finden: Natürlich war eintsprechend der Denkweise der alten Griechen das Wort Element nicht im chemischen Sinne eines Periodensystems gemeint. Im antiken Griechenland war man mehr auf umfassendere Prinzipien im Sinne der idealen Formen Platos ausgerichtet. Also wären demzufolge eher Zustandsbeschreibungen mit den Elementen gleichzusetzen: Fest-Erde, flüssig-Wasser, gasförmig-Luft, Plasma – Feuer.

 

Posted by on September 23rd, 2016 Kommentare deaktiviert

Heilpflanzen im September: Signatur des Merkur

Dualer Merkur, vereint Gegensätzliches mit Liebe zum Detail.Twain ©scrano 2014

Dualer Merkur, vereint Gegensätzliches mit Liebe zum Detail.
Twain ©scrano 2014

Signaturen in der Pflanzenastrologie:

Alle Lebendige aber auch sonstiges Dingliches teilt sich mit. Pflanzen kommunizieren mit ihren Farben, ihrem Geruch oder Duft, in der Ausformung ihres Wurzelgeflechts, Anzahl, Form und Stellung von Blättern, Erscheinungsform und Symmetrie der Blüten, Eigenschaften ihrer Früchte, Samen oder Sporen, ihrer kompletten Erscheinungsform, ja sogar einer Art “Ausstrahlung”. Bei der Interpretation der Pflanzen muss man aber bedenken, dass sie sozusagen verkehrt herum leben: Ihr Kopf oder “Gehirn” steckt im Boden, ihre Fortpflanzungs- und Bewegungsorgane (z.B. Ranken) sind nach oben, dem Licht entgegengestreckt.

  • Hinweise für Signaturen finden sich auch darin, wie, wo und wann eine Pflanze wächst, blüht oder fruchtet  in welchen Gemeinschaften und unter welchen Randbedingungen.
  • Namen, besonders die ortsüblichen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sofern noch bekannt) spielen eine Rolle. Auch Bezeichnungen aus dem Volksmund sind eine interessante Quelle, wobei man aber Heilwissen, Brauchtum und dummen Aberglauben manchmal nicht trennen kann.

Diese Erscheinungsbilder und Ausdrucksformen lassen sich in die Sprache astrologischer Archetypen übersetzen, sie bilden dann eine sogenannte Signatur.

In der klassischen Signaturenlehre werden meist nur die einseitigen Prinzipien der hermetischen Polarität herangezogen, ausserdem verwendet man nur die 7 Himmelskörper der Antike: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Ich ziehe aber die Trans-Saturnier durchaus mit heran, da es mittlerweile einige Erfahrung damit gibt. Bei allen hermetischen Korrespondenzen muss man immer bedenken, dass durch das symmetrische Achsenprinzip der Gegenpol immer mit zum Tragen kommt. In allen Dingen oder Wesen, welche die Erde oder der Kosmos hervorbringt ist zudem auch jedes archetypische Wirkprinzip vertreten, wenn auch nicht in gleichem Aussmass oder in allen Stadien oder Phasen ihrer Existenz. Manche Wirkungen z.B. bei Pflanzen sind nur auf einen Teil, wie Früchte oder Wurzeln beschränkt, manche muss man erst durch Zubereitung und Anwendung erschliessen. Zum Teil kann man eine Rückbeziehung durch die Funktion der Inhaltsstoffe für die Pflanze selbst herstellen.

Dazu kommt: Nicht alles was aus dem planetaren Entsprechungen stammt, ist dem Menschen dienlich – es ist in erster Linie für die Pflanze lebensnotwendig und prägt IHR Wesen. Wir nutzen nur den Anteil, der uns hilfreich ist.

Als MacGyver der Götter  ist der Merkur  das Symbol für den Verstand, die Vernunft, den Intellekt und die Logik. Damit verkörpert er das Denken, Kommunzieren mit anderen und das Lernen von neuen Fähigkeiten. Der kleine innerste Planet  umläuft die Sonne in nur 87 Tagen. Daher galt der flinke Merkur in der griechischen Mythologie als Götterbote, Herold des Zeus und Unterhändler zwischen den Göttern und Menschen.  Sein primäres Element ist die Luft, sein Domizil liegt in den Zwillingen und er herrscht im dritten Haus. Allerdings hat er einen russigen (Zwillings)-Bruder, auch ein Erfindertalent, wenn auch nicht so beweglich: Hephaistos mit dem lahmen Bein und den geschickten Händen. Dieser regiert die Jungfrau und das sechste Haus, sein Element ist die Erde.

Der Merkur, aber auch sein Bruder, der unterirdische Schmied galten als neu- und wissbegierig: In beiden Formen  unterstützt dieser Archetyp  unsere logischen und analytischen Fähigkeiten, lässt uns unvoreingenommen auf Menschen und Situationen zugehen, Neues aufnehmen und umsetzen. Der Hephaistos segnet uns auch mit einem pragmatischen Verstand – so dass man sich nicht in Luftschlössern und Abstraktionen verliert.

 Merkurräucherungen nützen an den Tagen der Retrogradation des Planeten, seinen inneren Zusammenhalt aufrechtzuerhalten und Missverständnissen durch fehlinterpretierte Äusserungen seitens seiner Mitmenschen aus dem Weg zu gehen.  So ein kleines Planeten-Räucherritual macht auch Menschen mit einem rückläufigen  Merkur in der Radix, besonders in Haus 3, 6 oder 9, das Leben leichter. Eine gute meditative Übung vor einem Vortrag, oder wenn man schwierige Texte verfassen muss.

  • Räucherpflanzen, die unsere Merkurfähigkeiten unterstützen, sind z.B. Hopfenzapfen, Lavendelblüten, Pfefferminze, Macisblüte, Salbei, Ysop und Lemongras oder Zitrusschale.

Die in Merkurpflanzen häufig enthaltenen ätherischen Öle wirken in der Aromalampe gegen Kopfschmerzen, innere Unruhe und fördern die Konzentration bei Lernaufgaben.  Darum haben sie sich auch in Prüfungszeiten bewährt. Beispiele: Zitrone und Lemongras aktivieren, Mandarine baut Stress und Spannungskopfschmerz ab. Lavendel beruhigt nervöse Gemüter. Pfefferminze und Bergamotte erfrischen den Geist. Überhaupt sind stark merkurische Heilmittel oft durch Inhalieren anwendbar, weniger als Tee oder Tinktur, da sie häufig dem Element Luft unterstehen.

In seiner Funktion als geflügeltem  Götterboten entspricht dem Merkur/Hermes das Prinzip des Informationsflusses, damit die Geschwindigkeit aller Stoffwechselprozesse und das dafür verantwortliche Hormonsystem (Schilddrüse, mit ihrer Schmetterlingsform, ein Merkursymbol)  und auch die Bronchien und Lungen. Als Mittel des Ausdrucks, des Erfahrens der Umwelt und kreativen Schaffens sind auch die Hände dem Merkur unterstellt.

Der hermetische Gegenpol von Merkurpflanzen wird klassisch von Jupiter (9,Haus, Schütze und 12. Haus, Fische) gebildet. In der modernen Astrologie kommt zum Jupiter des Nachthauses noch der Neptun als neuer Hauptherrscher von Fische und 12. Haus hinzu. Häufig sind beide Pol-Signaturen sogar gleich stark ausgeprägt. Beispiele: Iris, Königskerze, Baldrian, Katzenminze.

Jugendlicher Hermes als Jäger. Schwtezinger Park, ©beast666 2016

Jugendlicher Hermes als Reisender.
Sein Begleittier ist der wachsame Hahn, der auch ein solares Symbol darstellt. Schwetzinger Park, ©beast666 2016

Die Idee des Vermittlers, wie sie Merkur als Götterbote und geschickter Unterhändler verkörpert, zeigt uns, dass seine Pflanzen dazu dienen, unterschiedliche Wirksysysteme zusammenzubringen.  Im Körper helfen sie auch, die inneren Taktgeber zu regulieren. In seinen Eigenschaften ist Merkur ambivalent. Er kann das Feindliche befreunden und auch Fehlendes ergänzen. Auch viele Sonnenpflanzen vermögen das, weil sowohl Merkur als auch sein älterer Bruder Apollon (Sonne) als innere Heiler gelten. Das zeigt sich in ihrer mythologischen Beziehung zum archetypischen Arzt Äskulap, einem Sohn Apollons, und Träger eines Schlangenstabs – dem Caducceus, wie ihn auch Merkur besitzt. Auch der Caducceus mit Flügeln und zwei Schlangen die sich umwinden verkörpert das Duale und seine Überwindung: Er vereint das Obere mit dem Unteren und bringt die Gegensätze (Schlangen) zusammen.

  • Daher sind beide Pflanzenmittel wichtig in Rezepturen – sie bringen die Wirkung erst zur Entfaltung.

Gentiana lutea - gelber Enzian. Merkur/Jupiter mit typischen "Wegerichblättern".

Gentiana lutea – gelber Enzian. Merkur/Jupiter mit typischen “Wegerichblättern”. Quelle:wiki

Gewächse, welche eine Merkursignatur tragen, haben blassblaue bis violette oder maisgelbe Blüten, wechselnde Blütenfarben, Komplementärfarben, Scheckung, Dolden- und Schirmblüten, kleine individuelle Blüten in Rispen und Ähren. Sie weisen eine schlanke Gestalt auf, vor allem aber lanzettliche, parallelnervige, gefiederte, nadelartige oder flügelförmige Blätter (Farne), die im wechselnden Rhythmus angeordnet sind. Rutenartige (Ginster, Tannenwedel, Schachtelhalm) Ausformungen kommen ebenfalls vor, oder „Blatthände“, wie bei Fingerkraut und Kastanie.  Auch rauhe Haare und weiche Borsten, welche die Pflanze bedecken, sind charakteristisch: Küchenschelle, Borretsch, Königskerze. Ihr Wuchs ist streng aufrecht (Odermennig, Königskerze, Fingerhut), oder  sie  klettern und ranken (Efeu, Hopfen, Bohnen). Typisch sind auch  Samen, die mit dem Wind verteilt werden z.B. Flugborsten oder Fallschirmchen tragen.  Merkurpflanzen wachsen  oftmals am Wegrand. Beispiele sind die Wegwarte und der Wegerich.

Düfte von Merkurpflanzen kommen seltener von den Blüten (ausser Lavendel) sondern von den Blättern und beruhen oft auf einem Gehalt an ätherischen Ölen, z.B. Lavendel. Salbei, Rosmarin, Thymian. Die Merkurpflanze ist ein Insektenliebling, oft eine regelrechte Tankstelle mit Treff für Falter, Bienen, Käfer. Beispiele: Wilde Möhre, Baldrian, Schmetterlingsmagnet Buddleia.

Echium vulgare - Natternkopf aus der Familie der Borretschgewächse.

Echium vulgare – Natternkopf aus der Familie der Borretschgewächse.

Erd-Merkurpflanzen (Jungfrau) ranken eher am Boden entlang als dass sie hochaufstrebend wären. Ihr Gegenpart ist Neptun, so dass sie auch invasive, flachwurzelnde Rhizomgeflechte bilden können. Beispiel hierfür sind Gräser oder der Giersch. Luftmerkurpflanzen (Zwillinge) sind die klassischen Kletterer, die auch ausladende Pflanzendschungel bilden lönnen, weil ihr Gegenpol der expansive Jupiter ist – Wein oder Wisteria sinensis stellen beide gute Verteter dieses Prinzips dar.  Egal ob Neptun oder Jupiterprinzip den Gegenpol bilden, häufig enthalten diese Gewächse beruhigende oder berauschende Inhaltsstoffe, wie z.B. der Hopfen, die Passiflora, oder die Prunkwinde.

Viele Pflanzen tragen eine Merkur-Nebensignatur: Holunder, Orchideen, Walnussbaum (Jupiter), Rosskastanie (Jupiter, Mars/Venus), Schafgarbe, selbst Rosen.

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Zaunwinde, eine alte Hexenpflanze – und ein Heilkraut.

Gewächse unter der Herrschaft des Merkur:

  • Akelei (Jupiter, Mars/Venus)
  • Ackerschachtelhalm (Mond/Saturn)
  • Bärlapp (Saturn/Mond),
  • Bittersüß (Venus/Pluto),
  • Baldrian (Mond/Saturn, Neptun),
  • Beifuß (Saturn, Mond),
  • Bingelkraut (Uranus),
  • Borretsch (Jupiter)
  • Braunwurz (Saturn),
  • Dill (Sonne/Uranus),
  • Ehrenpreis (Jupiter),
  • Esche (Jupiter),
  • Fenchel (Mond/Saturn),
  • Fingerhut (Jupiter, Mars/Venus)
  • Frauenhaarfarn
  • Gelber Enzian (Jupiter, Mars/Venus)
  • Geissblatt (Neptun)
  • Giersch (Neptun, Mond/Saturn)
  • Ginster (Venus/Mars)
  • Gundermann (Venus/Mars),
  • Herzgespann (Venus/Mars),
  • Hirschzunge (Saturn/Mond),
  • Hopfen (Neptun, Mars/Venus)
  • Huflattich (Jupiter, Venus/Mars),
  • Katzenminze (Neptun, Mond/Saturn)
  • Kerbel, (Mond/Saturn)
  • Küchenschelle (Venus/Mars),
  • Kümmel, (Mond/Saturn)
  • Lavendel, (Neptun)
  • Linde (Venus/Mars),
  • Lungenkraut (Saturn),
  • Melisse (Neptun, Mond/Saturn);
  • Minzen (Venus/Pluto), Poleiminze, Krauseminze, Spearmint etc.
  • Natternkopf (Jupiter),
  • Odermennig (Jupiter),
  • Oleander (Jupiter, Venus/Pluto),
  • Passiflora (Neptun, Jupiter)
  • Petersilie, (Jupiter, Mond/Saturn)
  • Schierling (Saturn/Mond),
  • Schwalbenwurz (Saturn, Mond),
  • Tannenwedel (Mond/Saturn)
  • Teufelsabbiß, (Mond/Saturn)
  • Thymian (Mars/Venus)
  • Wegeriche (Venus/Mars)
  • Duftwicke (Neptun, Venus/Mars)
  • Winden: Prinkwinde, Zaunwinde, (Jupiter, Neptun, Mond/Saturn)
  • Wegwarte (Jupiter, Saturn/Mond)
  • Wolfstrapp
  • Wurmfarn (Mond/Saturn);

Nahrungsmittel:

  • Getreidearten (Jupiter-Mais, Neptun alle anderen)
  • Bohnen, Erbsen (Venus/Mars)
  • Süsskartoffel (eine Windenartt, Mond/Saturn)
  • Obst: Johannisbeeren, Stachelbeeren, mit Venus/Mars
  • Passionsfrucht, (Neptun, Jupiter)

Merkur untersteht auch die Blatt- und Stengelausprägung sowie der Samenflug. Merkurpflanzen aktivieren den Stoffwechsel und eignen sich wegen ihrer Anpassungsfähigkeit gut zur Abrundung von Rezepten.

Wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten: Zu den merkurgeprägten Giftpflanzen zählen der sehr toxische Goldregen (Mars/Pluto und Venus), der schwächer giftige Ginster, die Hundsgiftgewächse (Vinca, Oleander mit Venus/Pluto) und die Hahnenfussgewächse (Mars/Pluto und Venus), die allesamt Gift- oder Reizstoffe enthalten. Hier wie auch beim Maiglöckchen sind es die Nebensignaturen, welche das aggressive Element tragen. Auch Bohnen (Mars/Venus) sind ungekocht toxisch.

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Polygonatum – Salomonssiegel, Elfensporn.
Typisch die parallelnervigen Blätter und die ährige Blüte.
Nebensignatur Mond/Saturn, wie beim verwandten ebenfalls giftigen Maiglöckchen.

Nach alter astromedizinischer Lehre sind folgende Faktoren für Krankheiten zuständig:

  • Der Geburtsherrscher (regiert den ASC)
  • Zeichen des 6.Hauses
  • Planeten im 6. Haus und dessen Herrscher
  • Die klassischen Übeltäter Saturn (der gewichtigere) und Mars
  • Körperliche Dispositionen kann man auch noch am 2. Haus (des Körpers) ablesen

Diese Stellungen zeigen gewisse Neigungen und Veranlagungen bereits im Radix. In früheren Zeiten wurden diese Annahmen auch für die Auswertung der sogenannten Dekumbitur herangezogen: Das Horoskop des Augenblicks, in dem ein Patient sich wegen seiner Krankheit ins Bett legen muss. Eine Radix der Krankheit und ihrer möglichen Prognose. Wie bei allen stundenastrologischen Betrachtungen wurde besonderes Gewicht auf die Stellung des Mondes auch in einem solchen Krankheitshoroskop gelegt, um deren Verlauf einzuschätzen: Letzter Mondaspekt des Dekumbitur zum Mond in der Radix -> Ursache, nächste Mondaspekte -> Krisen, Heilungschancen und Dauer.

Bilder: ©beast666  und gemeinfrei (Enzian).

Zum Schluss noch eins: Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  direkt nachfragen.

 

Posted by on September 11th, 2016 Kommentare deaktiviert

Merkur, der Vielgestaltige

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Regent der mutablen Jungfrau und der dualen Zwillinge:
Der flinke doppelgesichtige Merkur, er ist auch ein Vermittler und Verbinder,
daher auch Herr über die Alchemie.

Der Merkur steht für Zwillinge und die Jungfrau, er herrscht in Haus III und VI.

Diese Häuser gelten als Bereiche des Denkens, Lernens und der Kommunikation.

Sein Tag ist der Mittwoch (Wednesday = Woden#s Day)

Seine Farben sind gelb, violett, grau und orange.

Mineralien: Sodalith, Citrin.

Chakra: Vishuddha.

Tarot: Magier, Zwei, Schwerter, Münzen, Liebende (Zwillinge), Mässigung (Jungfrau).

Körper: Lunge, Hände, Schilddrüse, Nerven (mit Uranus).

Symbol: Es vereint das Elementkreuz mit Geist (Sonne=Kreis) und Seele (Mondsichel). Merkur

Qualität:

  • mutabel, Element Luft (Zwilling) und Erde (Jungfrau).
  • Yang (Zwilling)+Yin(Jungfrau), typisch dual.

Dignitäten:

  • Domizil: Jungfrau, Zwillinge.
  • Exil: Fische, Schütze.
  • sein hermetischer Gegenpol sind der Jupiter (Zwillinge)  und der Neptun (Jungfrau).

Mythologisch: Sohn von Zeus und Maia (einer Bergnymphe).

Bruder von Apollon und Hephaistos, Vater von Pan. Patron der Alchemisten.

Symbole: Helm aus Hundefell oder Reisehut mit Flügeln/Federn. Flügelschuhe, Caducceus. Der Helm der Unsichtbarkeit war auch ein Symbol des Hades.

Hermes, der flinke Götterbote.

Hermes, der flinke Götterbote.

Hermes teilt viele Attribute mit den anderen Olympiern, teilweise unfreiwllig: Er stiehlt sie einfach. Oder er hat sie erfunden, zusammen mit seinem mythologischen Spiegelbild: Hephaistos. Er ist der MacGyver der Götter.

Er kann sich die Eigenschaften der anderen Archetypen zu eigen machen, er ist ein Gestaltwandler, ein Trickster. Dies macht ihn zur Wildcard im Horoskop, er kann als Helferlein für Probleme und Defizite dienen.

Die starke Nähe zur Sonne, dem anderen Heiler des Horoskops wird auch in der Mythologie deutlich: Der jüngere Bruder des Apollon, er erfindet die Leier und erhält den Caducceus zum Geschenk, wie auch Apollons Sohn der Heiler/Schamane Asklepios. Auch astronomisch ist Merkur der schellste echte Planet und nie weiter als ein Zeichen von der Sonne entfernt. Der Merkur ist nur kurz vor Sonnenaufgang und kurz nach Sonnenuntergang zu sehen. Ihm unterstehen Verbindungen, alles schnelle, sich verändernde, der Austausch. Schutzgott des Verkehrs und der Reisenden → daher auch ein Bezug zu Schamanen.

Die Dreiheit von Feuer, Sonne und dem Luftelement findet sich in allen indoeuropäischen Mythen: Hephaistos/Hermes/Apollon, Loki/Odin/Baldur, Lugh/Gwydion/Bel. Hephaistos/Loki/Lugh waren die Handwerker und Schmiede (Ränkeschmiede auch!) und geschickt mit den Händen (eine merkurische Domäne!) Sie hatten häufig ein Handikap im Gegensatz zu ihrem luftigen Gegenstück: Hermes besitzt Flügelsandalen, Hephaistos behindert sein lahmes Bein. Alle diese Archetypen zeigen auch eine Verwandtschaft mit dem Uranus-Prinzip, mit dem sie durch den Prometheus Mythos verbunden sind.

Verkörperungen des Merkurprinzips:

Steinhaufen, die Herme – Wegmarkierung:  Ein Pyramidenstumpf mit einem bärtigen Männlein mit Riesenphallus darin -→ immerhin war Hermes Pan#s Daddy.

Reisehut: Schamanentum, wie auch Odins Hut und der Hut der Druiden, alles Hüte aus Baumrinde, bevorzugt Birkenrinde. Diese hat auch selbst eine duale Qualität durch ihre auffällige schwarzweisse Musterung und gilt als ein typischer Schamanenbaum in Sibirien und bei den Sami.

Der Caducceus und das mythische Zwillingspaar ist Symbol für beide, Apollon und Hermes. Apollon hatte eine Zwillingsschwester, Artemis, die Mondgöttin, nach alten Quellen auch Hekate, die Göttin des nächtlichen Sternenhimmels (und dunklen Mondes). Hekatos galt als ein Beiname des Apollon. Hermes war der Schutzpatron des halb göttlich, halb menschlichen Paares Castor und Polydeukes. Sie symbolisieren Geist und Materie, Apollon und Artemis Geist und Seele.

Im Merkur ist die Dualität vereint: Alchemie, bei denen zwei Stoffe verbunden werden, ihr allegorisches Symbol, der Hermaphroditus, das Doppelwesen. Der Stoff, der alles verbindet, das philosophische Quecksilber. Den materiellen Aspekt der Alchemie beherrscht Saturn, das transformatorische Prinzip Pluto.

Eins der wichtigsten Symbole des Hermes ist sein Caducceus.

Zwei Schlangen winden sich um den Weltenbaum, an der Spitze sitzt ein Adler. Dies ist ein uraltes Symbol der Menschheit, der Mythos von Adler, Schlange und Baum. Beispiele finden sich im sumerischen Etana-Mythos, Veden, Edda, bei den Azteken, oder im Voodoo.

Der Psychopompos

Der Psychopompos, Reisender zwischen den Welten.
Sein Symbol ist der Caducceus, mit zwei Schlangen, die das irdische und zwei Flügeln die das geistige Element verkörpern. Die Gegensätze des Lebens (zwei Schlangen stehen sich gegenüber) werden vereint und zum höheren Ziel geführt.

Die Gestaltung wird verschieden interpretiert: einerseits als Verbindung gegensätzlicher Kräfte (dieser Auslegung bedienten sich später vor allem die Alchimisten), andererseits auch als Sinnbild für Fruchtbarkeit, wobei der Stab als Phallussymbol angesehen wurde, über dem sich zwei Schlangen paaren. Auf Vasenbildern und Münzen findet man meistens einen dünnen Stab (Rute) mit Kreis am Ende und einem darübergesetzten Halbkreis (oder Halbmond). Die gleiche Form soll auch bei Phöniziern und Hethitern zu finden sein und möglicherweise eine Kombination aus Sonne und Halbmond darstellen. In Indien soll das Symbol von Sonne und Halbmond in noch früherer Zeit als „Trisula“ existiert haben. In der Alchimie und der Astrologie steht der Hermesstab bis heute für „Mercurius“ (Quecksilber) und den Planeten Merkur. Eine der frühesten Darstellungen, bei denen sich zwei Schlangenköpfe am Hermesstab finden, ist ein Bronze-Caduceus aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. im Nationalmuseum von Palermo. Auch hier besteht der Caduceus im Wesentlichen aus einem Kreis mit Halbkreis auf dem Stab, nur dass die Enden des Halbkreises als Schlangenköpfe dargestellt sind. Die früheste Darstellung von Flügeln am Stab des Hermes findet sich an einer Statue aus dem 1. Jahrhundert nach Chr.

Götter : Merkur, Hermes, Thoth, Anubis.

Psychologisch : Verständigung, Veränderung, Wissen, Denken, Geschick.

Lebensbereiche : Kommunikation, Geschäft, Handel, Handwerk, Computer (mit Uranus, Saturn), Betrug.

Organe/Körperfunktionen : Lunge, Nerven, Hormone (Schilddrüse), Schleimhäute, Dünndarm, Stoffwechsel. Die Hände.

Indikationen : HNO/Lunge, nervöse Störungen, Allergien (Neptun), Handverletzungen (mit Mars), Nägel (mit Saturn und Mars).

Metall : Quecksilber, Zink.

Pflanzensignatur : ätherische Öle, Blatt/Stengel, Doldenblütler, Schmetterlingsblütler Farne, Bromelien (Uranus), Hahnenfußgewächse. Lavendel, Geissblatt, Reben, graufilzige Blätter. Viele oder schlanke oder gefiederte Blätter, grazil, aufrecht, luftig, Epiphyten, Mistel (mit Saturn/Mond und Uranus/Sonne).

Zahlen: 3 – der Vermittler (Zwillinge, 3. Haus), 5 (2+3, Materie und Geist), 8 (Transformation und Polarität)

Feurige Acht: Lemniskate, ewige Schwingung, Symbol der Alchemisten.

Feurige Acht: Lemniskate, ewige Schwingung, Symbol der Alchemisten.

Mythische Zuordnungen:

  • Helfer bei der mythischen Heldenreise à Herakles, Odysseus, Perseus, als Helferlein der Sonne ( des Sonnenhelden).
  • Der Götterbote. Als solcher verkündet Hermes vor allem die Beschlüsse des Zeus.
  • Der Psychopompos: Er geleitet die Toten bis an den Fluss des Vergessens – den Eingang der Unterwelt. Der Unterhändler.
  • Der Grenzgänger: Er wandelt zwischen Dunkel und Licht, Leben und Tod, dem Olymp und dem Hades.
    • Gott der Kaufleute
    • Gott der Hirten
    • Gott der Wissenschaft
    • Gott der Magier (Hermetische Weisheit, Alchemie)
    • Gott der Diebe
    • Gott der Redekunst
    • Gott des Schlafes und der Träume → Schamanen → Asklepios
Merkur überredet zwei streitende Schlangen sich auf seinem Caduceus zu vereien.

Merkur überredet zwei streitende Schlangen sich auf seinem Caduceus zu vereinen. Er verbindet das Gegensätzliche.
In diesem Bild wird auch die androgyne Natur des Götterboten deutlich.
Evelyn de Morgan, Merkur ca. 1870, wikimedia.

Die synkretische Form des Hermes Trismegisthos, aus dem Hellenismus in Ägypten durch Verschmelzung der Merkur mit dem Schreiber-Gott Thot (auch ein Psychopompos) entstanden, gab der Philosophie der Hermetik ihren Namen.

Der mythische Schöpfer der hermetischen Philosophie.

 

Posted by on September 2nd, 2016 Kommentare deaktiviert

Sieben Todsünden: Invidia – Neid – Merkur

Neid, Schatten des Merkur.

Neidvoller Blick: Schatten des Merkur.

“Der Neid ist die einzige Todsünde, die überhaupt keinen Spaß macht.” Joseph Epstein.

  • Luzifer – Stolz – Sonne
  • Mammon – Geiz- Saturn
  • Leviathan – Neid – Merkur
  • Satan – Zorn – Mars
  • Asmodeus – Wollust – Venus
  • Beelzebub – Völlerei – Jupiter
  • Belphegor – Faulheit – Mond

Die Symbolik der “Sieben”. gibt es schon im Zusammenhang mit Lastern in der babylonischen und persischen Zeit. Es wird vermutet, der Ursprung der Todsündenlehre liege im Motiv der vorgeburtlichen Seelenreise. Bevor die Seele in die Welt der Materie  eintritt, müsse sie sieben Himmelssphären durchwandern. In jeder nehme sie einen guten Geist in sich auf, aber auch einen schlechten. Gebräuchlich war auch eine Zuordnung der Todsünden zu den Wochentagen: Am Sonntag bedrohe Stolz den Menschen, wenn er sich in der Messe Gott nicht unterwerfe. Tag des Neids sei der Montag, des Zorns der Dienstag. Die Trägheit, speziell die spirituelle, bedrohe den Menschen am Mittwoch, weil er zeitlich am weitesten vom Sonntag entfernt ist. Wenn der Mensch seine Gottnähe verloren habe, sei er am Donnerstag gefährdet, nach materiellen Gütern zu gieren, und sich am Freitag, wenn er dem Fasten verpflichtet wäre, der Völlerei hinzugeben. Wollust ist die Sünde des Samstags. Diese Form einer Korrespondenz-Lehre steht aber im Widerspruch zu der Hermetischen Zuordnung der Sünden zu den Tagen und ihren Planetenentsprechungen. Sowohl in der gnostischen, der hermetischen als auch gemäss der klassischen Moraltheologie sind die “Sieben Todsünden” weniger in Handlungen begründet, sondern Dispositionen: Persönlichkeitsstörungen oder Charakterdefizite. Deshalb kann man sie auch nicht beichten. Sie legen erst den Keim der Unmoral und sind die Ursache der späteren verwerflichen Akte. Astrologisch und psychologisch stellen sie die Schattenthematik der entsprechenden planetarischen  Archetypen dar.

Der Merkur beherrscht den Gedanken- und Informationsaustausch, sein Schatten: Üble Nachrede, Konkurrenzneid, Hinterlist und Schadenfreude. Die dunklen Seiten des Merkur in Loki oder Hermes, beide als extrem listig aber auch als Ränkeschmiede bekannt. So findet der Neid der SiebenTodsünden sein Ventil in der Schadenfreude oder im Austricksen der unliebsamen Mitstreiter. Spielen mit gezinkten Karten, Unfairness und Betrug, alles Folgen dieses Grundübels. Neid entsteht durch das Gefühl der Zurücksetzung und häufig auch durch Missverständnisse, eine gestörte Kommunikation. Shakespeares “Grünäugiges Monster” ein Kerkermeister der Seele, und ein schleichendes, fressendes Gift.  Solch destruktiver Neid ist nur unangenehm und schmerzhaft: Eine Mischung aus Gefühlen von Minderwertigkeit, Feindseligkeit und Ressentiment. Ihn verspürt, wer erkennt, dass ein anderer einen Vorzug besitzt, den er selbst gerne hätte – oder von dem er wünschte, der andere besäße ihn nicht.  Eine Quelle dafür ist  ”Benchmarking“, diese so hochgelobte neudeutsche Trendsportart: Messen und Differenzieren ist auch eine Hauptdomäne des Merkur. Er ist auch Herr der Skalen und der Unterscheidungen. So mancher dieser Massstäbe hängt aber schief,  wenn dieses Prinzip aus dem Ruder läuft. Wie ein gestörter Merkur sich auswirkt, weiss jeder, der schon seine Erfahrungen mit retrograden Phasen des schnellen Himmelsläufers gemacht hat. Den archetypischen Klassiker des Neid-Prinzips stellt wohl die Figur des Jago im Othello dar. Aber auch der biblische Kain fällt in diese Kategorie. König David ebenfalls, der den Urija um seine Frau beneidet und ihn deswegen in eine tödliche Feldschlacht schickt. Merkur beherrscht auch Handel und Wandel: Der Neid gilt auch als Motor der Ökonomie. Wer kennt nicht nicht den bezeichnenden Slogan: “Mein Haus, mein Auto, mein Boot ?”

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… hast Du zur Nacht gebetet, Desdemona? Shakespeare-Tragödie, durch Neid verursacht.
Othello und seine schlafende Frau, Quelle:wiki

Auch für die Buddhisten ist der Neid wohl eine der Hauptursachen für das Begehren, das wiederum Leiden erschafft und den karmischen Kreislauf antreibt.

 

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Magisches Schwetzingen: Tempel des Mercurius

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Freie Sicht auf den Merkurtempel vom Moscheeteich.
©beast666 2015

Das ungewöhnlich aussehende Gebäude zu Ehren des Gottes Merkur, errichtet von Nicolas de Pigage, 1787-1792, stellt eigentlich einen Totentempel dar, der  einem römischen Kuppelgrab nachempfunden wurde. Um einen weiteren Bezug zur Unterwelt herzustellen,  wurde er auf einem auf der Rückseite felsigen Hügel errichtet, der den Eingang in eine Grotte öffnet. Künstliche Ruinen waren in den Parks des Rokokko durchaus en vogue, sie sollten eine Art romatische “Parallelwelt”, ein verschwundenes paradiesisches Arkadien , nach dem man sich zurücksehnen kann, versinnbildlichen. Bei Pigage ist die Ruine  als Symbol der Vergänglichkeit alles Irdischen zu verstehen, das eine Verbindung zur Rolle des Hermes/Merkur als Psychopompos, einem Seelenführer herstellt. In der Antike bschützten diese die Verstorbenen und geleiteten sie in die Unterwelt. Weitere Seelenfüher waren Hekate oder bei den Ägyptern der Schakalgott Anubis und der Schreiber der Götter, Toth.  Letzterer wurde in der ptolemaischen Zeit dann mit dem griechischen Hermes/Merkur gleichgesetzt.

Am Merkurtempel sind als Schmuckelemente mehrere steinerne Bildttafeln angebracht. Über den Zugängen zum Tempel stellen Reliefs zur Mythologie des erfinderischen Götterboten und Beschützers der Reisenden einige Schlüsselszenen aus seinem Leben nach:
Hermes/ Merkur hat den hundertäugigen Wächter Argos mit Hilfe der Musik eingeschläfert, um ihm Io in Gesatalt einer Kuh zu rauben.  Ein mit Bändern geschmückter Stierschädel als Symbol des Totenkults hängt am Tympanon eines Fensters. Hermes war der einzige Olympier, der beliebig in den Hades abtauchen und diesen auch wieder unversehrt verlassen konnte. Er stellt ein daher wesentliches Element des Demeter-Mythos und damit der eleusinischen Mysterien dar: Als Unterhändler (er war auch für Verträge zuständig) brachte er den Kompromiss zustande, welcher die ob des Raubes ihrer Tochter erzürnte Göttin Demeter zum Einlenken veranlasste. Dieser Reise-Aspekt und seine Nähe zum Naturgott Pan (seinem Sohn) lassen vermuten, dass in dem umtriebigen Götterboten noch ein gutes Stück Urschamane steckt. Auch sein typischer Reisehut und gerade die Fähgkeit zum Unterhandeln, und nicht zuletzt auch sein Bezug zur Heilkunst – der Hermesstab Caduceus ist auch ein Symbol des Heilgottes Apollon und desssen Sohnes Äskulap – tragen zu diesem Bild bei.

Nahansicht der künstlichen Ruine. Szenen aus dem Leben des Merkur zieren die Portale. ©beast666 2014

Nahansicht der künstlichen Ruine. Szenen aus dem Leben
des Merkur zieren die Portale und Fenster. ©beast666 2014

Der Merkurtempel liegt auf einr Anhöhe gegenüber der Moschee und ist in Gänze nur über die Wasserfläche des davor liegenden Teiches hinweg zu sehen, in dem er sich spiegelt. Nähert sich der Besucher auf dem Landweg, verbirgt er sich dem Blick. Das Gebäude hat insgesamt eine unwirkliche, leicht unheimliche Anmutung, ein Effekt, der in Vollmondnächten bestimmt noch stärker zum Tragen kommt. Der Ruineneindruck ist auch aus der Nähe sehr realistisch: Risse durchziehen sichtbar das Mauerwerk und ein Teil der Kuppel fehlt. Doch verborgene Verankerungen bieten Halt, eine geniale Konstruktion des 18. Jahrhunderts. Nach der aufwendigen Restaurierung ist es auch wieder möglich über eine enge Wendeltreppe ins Innere der Kuppel zu gelangen. Hier eröffnet sich ein wunderschöner Ausblick über den Park.

Geheimsivoller Merkurtempel bei Vollmond.Verbirgt er das Wissen der Antike?

Geheimnisvoller Merkurtempel bei Vollmond.
Liegt in seiner Grotte das Portal zur Unterwelt?

Als Hermes Trismegistos, einem Beinamen, den er in der Spätantike erhielt,  steht Merkur auch für die Alchemie und die Wissenschaften, besonders für die okkulten Lehren der antiken Mysterien, auf die von den Geheimgesellschaften des 18. Jhd. wieder zurückgegriffen wurde. Sowohl Rosenkreuzer als auch Freimaurer beziehen einen grossen Teil ihrer Symbolik aus der Hermetik, manche Brüder der ersten Stunde, wie Elias Ashmole oder Sir Christopher Wren in Grossbritannien, waren bekennende Alchemisten.

Fotos: © beast666 2015

 

Posted by on August 28th, 2016 Kommentare deaktiviert

Segensreiche Disteln: Jupiter trifft Merkur in der Jungfrau

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Mandala: Jupiter in der vom Merkur regierten Jungfrau.
Fast wie eine Distel-Blüte: Fülle der Details.
Auch die Distel trägt die Signatur von Merkur und Jupiter.
Mars/Venus, bei Milchdisteln Mond/Saturn sind ebenfalls vertreten. 

 Die Distel und die Rose

Stand ein staubiger Distelstrauch
Und eine blühende Rose auch
Auf der sonnigen Heide. –
War die Distel voll Neide. –
Fegte der Winter den eisigen Hauch
Verderblich über die Flur.
Klagte die Rose voll Leide:
“Liebe Distel, jetzt sind wir nur
Stachelgewächse beide!”

Albert Roderich

(1846 – 1938), deutscher Dichter und Aphoristiker
Stängellose Kratzdistel am Albtrauf.

Stängellose Kratzdistel am Albtrauf.

In den als stacheliges Unkraut geschmähten Disteln steckt viel Gutes. Besonders heilwirksam ist die Mariendistel, die ihren Namen den weissen Flecken auf ihren Blättern verdankt: Milch der heiligen Jungfrau.*** Die Mariendistel gehört tatsächlich zu den ältesten Heilpflanzen. Bereits in der Antike  hat man im Mittelmeerraum die Früchte der stachligen Pflanze zur Behandlung von Leberleiden angewendet. Im Mittelalter wurde das wild wachsende Gewächs dann für die Klostermedizin regelrecht kultiviert.

Zur Vorbeugung gegen Reisekrankheit (Merkur):

  • Mit einem Liter kochenden Wasser ein Distelblatt, eine Prise gequetschter Mariendistelfrüchte und ein Wurzelstückchen überbrühen.
  •  Einige Minuten ziehen lassen, abseihen und süßen (Honig oder Ahornsirup)
  • Am Tag vor der Reise in kleinen Schlucken trinken.

Gegen Leberbeschwerden (Jupiter): Mariendistel-Tee.

  • Einen Teelöffel Mariendistelfrüchte im Mörser zerquetschen und mit kochendem Wasser überbrühen.
  • 10 bis 15 Minuten ziehen lassen,und abseihen. Noch heiß in kleinen Schlucken trinken: Am Morgen auf nüchternen Magen die erste Tasse, eine halbe Stunde vor dem Mittagessen die zweite. Die dritte und letzte Tasse trinken Sie vor dem Schlafengehen
  • Der Tee kann auch ergänzend mit Pfefferminze zubereitet werden. Er hilft vorbeugend und akut bei Beschwerden der Leber.

Magen und Darm (Merkur) anregen:

  • Fünf Gramm Distel-Kraut, getrocknet, mit kochendem Wasser aufgießen. Fünf Minuten ziehen lassen.
  • Abseihen und drei bis vier Tassen im Laufe des Tages trinken.

Als Leber-und Galletonikum gibt es auch bereits Fertigpräparate in der Apotheke, die Mariendistel enthalten.

Die Wirkkraft der Mariendistel auf die Leber ist so gross, dass sie bei Zirrhose eingesetzt wird und sogar Knollenblätterpilzvergiftungen mit ihrem Extrakt  behandelt werden. Hierzu wird eine Direktinfusion des Wirkstoffs Silybin verabreicht.

Auch die verdauungsfördernde Artischoke gehört zu den Distelgewächsen, ebenso die Karde, die gleichfalls heilkräftig und leberwirksam ist, wenn auch nicht in dem Ausmass wie bei der Mariendistel.

Kugeldisteln und grosse Karde sind hübsch im Staudenbeet und eine hervorragende Bienenweide im blütenarmen Spätsommer und Herbst.

Mariendistel-Blüte: Silybum marianum

Mariendistel-Blüte: Silybum marianum

Und schliesslich ist die Distel auch die Nationalblume von Schottland. Sogar die inoffizielle Nationalhymne der eigenwilligen Bewohner der Highlands, Erfinder des Whisky und der industriellen Revolution ist nach ihr benannt: Flower of Scotland”. Den Text zu “Flower of Scotland” gibt es hier. Ein weiteres schottischen Motto, das des Clans der Mackintosh lautet:Touch not the Cat but a Glove“. Schotten sprechen von sich auch als Volk des Clan Chattan, was soviel wie Katzenclan heisst, hier ist die schottische Wildkatze gemeint. Katzen und Disteln, Schottlands Nationalsymbole kommen alle ein wenig kratzbüstig daher. Wen wundert es, bei der Geschichte …

**Wie bei allen Heilpflanzen gilt: Vor Anwendung Beschwerden diagnostisch abklären lassen! Heilpraktiker und viele Ärzte verordnen mittlerweile auch wieder mehr pflanzliche Mittel.

***Solche “Milchflecken” deuten auch auf eine Mondsignatur: Tatsächlich hilft die Mariendistel auch bei Lymphproblemen und wird in der Intensivmedizin bei Hirnödemen eingesetzt. Lymphe und Hirnmasse werden vom Mond regiert. Damit wäre die Mariendistel, wie viele der alten Heilpflanzen auch eine Art Panacea, ähnlich der Schafgarbe oder der Ringelblume.

Essbare Kohldistel: Mehr vom Merkur dominiert.

Essbare Kohldistel: Mehr vom Merkur dominiert als vom Jupiter/Mars – gelbe Blüten.

Ernte: Die Kohldistel blüht von Juni bis Oktober.  Erntezeit der Blätter ist auf gemähten Wiesen von Mai bis September möglich. Die großen Blätter lassen sich in Streifen geschnitten oder blanchiert sehr gut einfrieren.

Cirsium_oleraceum

Cirsium oleraceum – Kohldistel
quelle:wiki

Zubereitungsarten: Die Kohldistel ist äußerst wohlschmeckend, der Geschmack ist mit keinem anderen Kulturgemüse vergleichbar, ein wenig der ebenfalls zur Familie gehörenden Artischocke ähnlich. Wie bei der grossen Schwester und auch der kratzbürstigen Silberdistel schmecken die Blütenböden besonders gut. Dafür sammelt man sie kurz vor dem Vollerblühen. Für eine Distel sind die Blätter nur wenig bestachelt. Sehr gut machen sich Kohldistelblätter als Wildspinat oder auch in klassischen Gemüseaufläufen. Ausgebacken in Bier- oder Weinteig sind Kohldistelblätter eine regelrechte Delikatesse.  Als Salatzutat schmeckt Kohldistel auch in rohem Zustand angenehm herb und vom Aroma her ein wenig nussig, fast walnussartig.

Carlin acaulis - Silberdistel - sie hat auch eine Mond/Saturn Signatur.

Carlin acaulis – Silberdistel – sie hat auch eine Mond/Saturn Signatur.

Auch die Silberdistelblüten wurden gegessen: Jäger- oder Hirtenbrot war daher der volkstümliche Name. Wegen der Nektarfülle wird sie gerne von Biene und Hummeln besucht. Disten sind eine gute Bienenweide im Spätsommer.

Eselsdistel

Bizarre Schönheit iund deutliches Signal: Don’t Touch!
Trotzdem werden Disteln von Ziegen gefressen.
Für Vögel sind ihre Samen unwiderstehlich.

Ein Heilkräuter-Brevier ersetzt nicht diagnostische Abklärung von Beschwerden durch Arzt oder Heilpraktiker! Viele verordnen immer mehr Naturheilmittel – einfach  direkt nachfragen.

 

Posted by on August 25th, 2016 Kommentare deaktiviert

Sonne in der Jungfrau – nicht nur sauber, sondern rein

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Ob Asträa – oder himmlische Bibliothekarin – Jungfrau Sonne nimmt es ganz genau.
Virgo ©scrano 2016 all credits: original

Jungfrau, lat. virgo, ist, als femininum zu vir (= Mann, der Kräftige, sich auf etwas zu Bewegende), “die kräftig und geradlinig etwas Verfolgende”.

Wo dieser Archetyp in Märchen, Mythos und Sage auftritt (oder auch in romantischer Dichtkunst) ist er Symbol  nicht entstellter Unmittelbarkeit, erfüllt von Klarheit, Wahrheit und frei von Verwirrung und Täuschung.  Daher ist die Jungfrau häufig leichtgeschürzt oder gar nackt dargestellt. Am Sternenhimmel verkörpert sie Asträa, natürliche Ordnung und Unparteilichkeit. Als Symbol der Freiheit trägt sie die Fackel voran und ist auch mutige Retterin und Führerin aus tiefer Not (Lady Liberty, Jungfrau v. Orléans, Dantes Beatrice). Als Sakraltypus ist sie ein Aspekt der primordialen  Magna Mater , die weibl. und männl. Potenz in sich vereint, aus sich selbst zeugt und in sich entfaltet (“parthenogenetisch” – von gr. parthenos = Jungfrau), und ohne gleichrangigen männlichen Gegenpart auskommt. In der griechischen Antike war dies die orphische Eurynome, eine Schöpfungsgottheit, mit der ozeanischen ungezähmten Kraft der Mondin verbunden, welche später auf den nun männlichenPoseidon/Neptun übertragen wurde. Nur Artemis bleibt noch als noch freie, unabhängige (nicht an Mann oder Familie gebunden) Jägerin unter dem monderhellten Nachthimmel. Die Göttin als Neumondsichel symbolisiert die jungfräuliche Form der Grossen Mutter”, die sich mit jedem lunaren aber auch solaren Zyklus wieder erneuert. Wie Brigid zu Imbolc oder Aphrodite, die ihre physische Jungfräulichkeit jeweils durch ein Bad wiederherstellt. Die rüstungtragende Pallas Athene verkörpert Klugheit, Erfindergeist, den inspirierenden Aspekt der jungfräulichen Göttin. Allerdings ist sie schon patriarchalisch vorbesetzt. Zeus hat sie sich buchstäblich AUSgedacht. In mehr egalitären Gesellschaften, wie bei den Kelten war der Verstandesanteil der Göttin keine männlich überformte Angelegenheit, Brigid, ein echtes Vollweib, stand für die wiederkehrende Fruchtbarkeit im Frühling, daneben inspirierte sie Barden, Künstler und Denker aller Art. Ausserdem war sie noch für Vieh, Schmiede, Kriegshandwerk und Feuer zuständig, letzteres wie die ebenfalls jungfräulichen Vestalinnen. Diese Frauen hatten einerseits grosse Macht, das Schickal des Imperiums hing vom Feuer der Göttin Vesta ab, waren aber der eisernen Kontrolle durch die patriarchalische römische Priesterschaft unterworfen: Ihre Keuschheit wurde strikt überwacht, auf Übertretung stand der Tod durch lebendiges Begraben als Sühneopfer. Dabei behauptet man immer, die Römer praktizierten keine Menschenopfer.
Auch bei Naturvölkern und im Volksglauben sind Jungfrauen zum Gelingen vieler Rituale nötig, sei es Saat oder Ernte, Neubeginn oder Beschwichtigung der Numina nach Regelverstößen. Auch hier wird die Jungfrau als Archetypus der natürlichen Ordnung, der Wiederfindung von Ordnung und Befreiung von der Verirrung sichtbar. Nicht zuletzt kann nur sie das wilde weisse Einhorn fangen, Symbol der Reinheit und der Wahrheit, weil es nämlich freiwillig zu ihr kommt.

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Jungfrau mit Kornähre der Demeter

In der sumerischen Mythologie wurde das Sternbild Jungfrau auch mit Inanna aus dem Gilgamesch-Epos in Verbindung gebracht. Die kriegerische Fruchtbarkeitsgöttin schickte den Himmelsstier auf die Erde, um Gilgamesch und Enkidu zu bestrafen. Als astronomischer Vorgang fand dieser Mythos am Himmel ihr Gegenstück. Mit dem heliakischen Aufgang des Sternbilds Jungfrau ging das Sternbild Stier unter; im mythologischen Kontext folgte dem Aufstieg von Inanna das Herabkommen des Stiers auf die Erde, der die Rolle des Regenbringers und des Pflug-Ochsen übernahm.

Die Jungfrau in der Astrologie regiert das 6. Zeichen und Haus des Tierkreises und hat die Aufgabe die schöpferische Gestaltung und Selbstwerdung des 5. Hauses und des Löwen in etwas Fassbares für die alltäglichen Bedürfnisse zu umzusetzen. Ihre Bildsymbolik gleicht der mit dem Sternbild Virgo gleichesetzten Asträa, Sternenjungfrau und Verkörperung der Gerechtigkeit, der Vernunft aber auch der Ackergöttin Demeter. Die Inspiration muss mit der pragmatischen Vernunft gekoppelt werden um etwas Nützliches zustandezubringen. Eine Vision ohne Umsetzung ist eine Halluzination pflegte Edison zu sagen. Hier ist das erdhafte 6. Haus eindeutiger Gegenpol des Neptunischen Traumes im 12. Haus der Fische. Die Idee muss sich an der Realität messen lassen. Es herrscht das Bedürfnis nach Erkenntnis des Wesentlichen und Wesensgemässen, die Sinnfindung erfolgt durch  Arbeit und Dienen am unmittelbar Gegenwärtigen. In der Aufgliederung von Materie und Wertung der Funktionalität der Bestandteile für ein ordnungsgemässes Zusammenspiel, wie bei einem Uhrwerk, liegen die schöpferischen Gestaltungsmöglichkeiten. Im Zeichen Jungfrau findet sich die Fähigkeit, mit Mängeln und Niederlagen umzugehen, sie kritisch zu analysieren, entsprechend der Faktenlage zu korrigieren. Es geht um Kategorisierung, Systematik, Sorgfalt und Achtsamkeit, Kultur, aber auch Kult der scheinbar banalen Welt der täglichen Verrichtungen, Verankerung des Geistigen in der Wirklichkeit, der dinglichen Welt, im Körperlichen. Daher sind hier auch die Belange der Gesundheit, vor allem aber Hygiene und Ernährung angesiedelt, aber auch die Psychoanalyse und alle empirischen Wissenschaften, weil diese mit Statistik arbeiten. Diese Disziplin der Mathematik ist aber die Lieblingsspielwiese der Jungfrau. Der Zeichenherrscher Merkur ist ebenfalls ein Herr der Skalen, des Messens, aber er dient auch der Vermittlung und Verbindung zwischen den inneren und äusseren Prozessen der Welt, sei es Mikro- oder Makrokosmos. In der Alchemie ist Mercurius /Quecksilber ein Löse- und Bindemittel zugleich: Er löst Metalle auf und bildet Amalgame mit dem edlen Gold. Solve et coagula - Löse und binde erneut, nach Scheidung der unedlen Bestandteile. Medizinisch sind der Jungfrau der Dünndarm und die Verdauungsenzyme zugeordnet, diese schliessen die Nahrung in ihre verwertbaren Bestandteile auf. Unbrauchbares wird abgetrennt. Im Verdauungssystem befinden sich auch viele Nervenzellen, die mit dem Hirn des Menschen über den Vagusnerv verbunden sind, eine Art Zweithirn, dass die Begegnung der Innen- mit der Aussenwelt regelt, tatsächlich, und  im wörtlichen Sinn. Im Darm sitzt schliesslich auch der Hauptteil des Immunsystems aus Myriaden dienstbarer Geister, der Darmflora: Hier wird unterschieden was gefährlich ist, oder nützlich.

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Albedo, Weissung, Reinheit : Eine Stufe des alchemistischen Transformationsprozesses

Zu den Bereichen der Jungfrau und des 6. Hauses zählen auch Haustiere, besonders Katzen, die ansonsten eher mondenhaft sind. Besonders die liebevolle Fürsorge für kleinere Tiere ist in diesem Zeichen beheimatet. Da in der Jungfrau, wie in den Zwillingen, der Merkur herrscht, ist sie ebenfalls ein Zeichen der Hände:  Hier finden wir oft ausgeprägte  handwerkliche Geschicklichkeit mit viel Liebe zum Detail, wogegen bei den Zwillingen eher die Kommunikation (Gestik) oder das Schreiben das wesentliche Element darstellt. Durch ihre Verbindung zur Alchemie regiert sie auch die Spagyrik und die daraus abgeleitete Pharmazie.

Im Tarot wird die Jungfrau durch Temperantia (Mässigung, vormals Prudentia: Man denke an das Gleichnis der klugen Jungfrauen) verkörpert. Ihre Namensgeberin, das Sternbild Virgo findet man aber auch auf der Karte 8, “Die Ausgleichung, oder Gerechtigkeit” in Form der bekrönten Asträa mit dem Schwert wieder. Diese Trumpf-Karten, Nr. 8 und Nr. 14, sowie die zum Zwillings-Merkur zugehörige Nr. 6, “Die Liebenden” gelten als Darstellung von Vernunfts- und Erkenntnisprozessen, letztlich geht es hier um Entscheidungen. Der Eremit als weitere Jungfrau-Karte zeigt uns den Aspekt der Innenschau und Selbstkritik.

Der Schatten des Jungfrau-Archetypus liegt in Unzufriedenheit mit dem Gegebenen, Detailverlorenheit, Pedanterie, Kleben am Gewohnten und an Formalismen, dazu kommen Schüchternheit und Hypochondrie, was sie mit ihrem neptunischen Gegenpol gemeinsam hat aber auch Phobien, obsessives Verhalten und Angst-Zwangs-Störungen.

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Virgo als geflügelte Asträa, aber mit der Ähre der Demeter.

Das Sternbild Virgo in der Astronomie:

Die Jungfrau wird meist als geflügeltes Mädchen dargestellt, das einen Bündel Ähren in der Hand hält. In einer Ähre leuchtet Spica, der Hauptstern der Jungfrau. Dieser Stern ist etwa 280 Lichtjahre von uns entfernt und leuchtet 2300 mal stärker als unsere Sonne. Spica symbolisiert als Getreideähre den Frühling, in dem die Natur wieder auflebt und alles grünt und blüht. Er signalisiert die Zeit der Aussat, welche im Herbst die Ernte verspricht. Das Sternbild Jungfrau gehört als einziges weibliches zu den 12 Tierkreiszeichen. Nahe an Spica vorbei verläuft die Ekliptik mit den Sterbildern des Zodiak.  Auch die Sonne hält sich jedes Jahr im Herbst einige Zeit in der Jungfrau auf. Obwohl Virgo als sehr großes Sternbild des Frühlings am Himmel steht, kann man die Konstellation aber leider nicht gut erkennen. Ihre Sterne leuchten nur schwach, hier ähnelt sie den Fischen, ihrem Gegenpol auf der “Achse des Dienens” im Zodiak. Auffällig ist lediglich Alpha Virginis, die Kornähre Spica. Da unser Erdtrabant ebenfalls die Bahn der Ekliptik durchwandert, kann man die Lage von in der Nähe liegenden Sternbildern ebenfalls durch den jeweiligen Mondstand ermitteln. Günstig ist dafür natürlich die Phase des Neumonds, mit einer nur schmalen Sichel.
Trotz ihrer Bescheidenheit hat die Jungfrau für Astronomen durchhaus etwas zu bieten: In diesem Sternbild findet man mit einem Teleskop viele Galaxien. Sie bilden einen großen Galaxienhaufen, der auch Virgohaufen genannt wird und vermutlich aus 3000 Galaxien besteht, die etwa 70 Millionen Lichtjahre von uns entfernt sind. Etwa 250 seiner Mitglieder können mit einem mittleren Teleskop ab 15 cm Öffnung beobachtet werden. 11 der Galaxien nahm der französische Astronom Charles Messier in seinen Katalog nebliger Objekte auf, darunter die äuffällige elliptische Galaxie M87. Bei dieser schiesst ein extrem heller Materie-Jet aus dem Zentrum weit in den Weltraum hinaus.

Korrespondenzen zur Jungfrau:

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  • lernbegierig
  • schnelle Auffassung (Merkur)
  • analytisch
  • grosser Wissenshorizont (Leseratte Hermione aus Harry Potter)
  • nüchtern
  • pragmatisch
  • zuverlässig
  • beschützend  (Tierschutz, Naturschutz)
  • sicherheitsorientiert
  • handwerklich begabt, besonders mit Holz oder Uhren
  • ordentlich
  • bescheiden
  • geduldig
  • vorsichtig

Negative Eigenschaften

  • eigenbrötlerisch
  • konservativ
  • unnahbar
  • nörglerisch
  • unfrieden (mit sich selbst)
  • perfektionistisch
  • schüchtern
  • stets besorgt
  • pessimistisch
  • pedantisch
  • hypochondrisch

Die Jungfrau gehört zum 6. Haus des Zodiak, hier herrscht Merkur in seinem Nachthaus..

  • Element: Erde, mutabel, Yin
  • Farbe: ocker, beige, gelb, blaugrau, gelbgrün
  • Kristalle: Turmalin, Jade, Peridot
  • TarotMässigung, Gerechtigkeit, Eremit
  • Domizil: Merkur,
  • Exil: Neptun, Jupiter
  • erhöht: Mars (Pluto)
  • Fall: Stier-Venus (Pandemos)
  • Pflanzen: Alle Merkur- und Erdpflanzen, vor allem Gräser, Getreide, Doldenblütler.
  • Duft: Lavendel
  • Götter-Mythen: Merkur/Hermes, Hephaistos, Prometheus, Chiron, Lugh, Loki
  • Göttinnen-Mythen: Innana, Demeter – Persephone, Hekate, Vesta/Hestia, Brigid, Asträa – Dike, Athena Parthenos, Artemis/Diana und Teilaspekte von Aphrodite/Venus(Urania)

Als Nebenherrscher der Jungfrau werden auch der Zwergplanet Vesta und der Irrläufer Chiron, einer der Kentauren diskutiert.

Diese Zuordnung basiert auf deren jeweiliger Mythologie:

  • Der Zentaur Chiron war ein berühmter Heiler und lebte bescheiden im Hintergrund, fast wie ein Eremit.
  • Der ursprünglich vorgeschlagene Hephaistos als eigentlicher Zeichenherrscher kann durchaus als erdhaftes “Alter Ego” des geflügelten Merkur in seinem Nachthaus betrachtet werden. Der umtriebige Merkur hat ja ein ganzes Spektrum an Identitäten.
  • Wie Hephaistos hat Vesta eine Verbindung zum Feuer und ist ausserdem eine (alte) Jungfer. Vesta oder Hestia wirkt zusammen mit Merkur beim Schutz des Heims, sie werden als Hausgötter-Paar verehrt
  • Der hypothetische Planet Hephaistos/Vulkan ist mittlerweile wohl aus der Diskussion.
  • Die meisten dieser Mythen thematisieren auch das Feuer: Hephaistos, Vesta, Prometheus, Libertas, auch Demeter trägt eine Fackel, ebenso Hekate (plutonischer Anteil von Asträa). Hier steht es für das gezähmte Herdfeuer, Schmiedefeuer und Licht der Vernunft. Feuer ist auch ein Mittel der Reinigung und Befreiung, im physischen und spirituellen Sinn. Besonders deutlich wird diese Verbindung bei der keltischen jungfräulichen Frühlingsgöttin Brigid.

***Lesetip:

  • Alice Bailey: “Die 12 Arbeiten des Herkules” aus astrologischer Sicht. Ist zwar etwas theosophisch, aber das kann man getrost ignorieren.
  • Johann Wolfgang Denzinger: “Die 12 Aufgaben des Herkules im Tierkreis”

 

 

Posted by on August 22nd, 2016 Kommentare deaktiviert

Magischer August: Kornmond

August

Sonnenglanz und Pünktlichkeit, grosser Aufritt und Gesundheitselixir.
August ©scrano 2016, Alle credits beim Original,
model:  jlior staircase:Marcus Ranum.

Der August hat 31 Tage, hiess im römischen Kalender ursprünglich Sextilis und wurde im Jahre 8 v. Chr. nach dem römischen Kaiser Augustus benannt. Als Grund für die Wahl dieses Monats anstelle von Augustus’ Geburtsmonat September wurde angeführt, dass er im Sextilis erstmals Konsul geworden sei und drei Triumphe gefeiert habe. Ein anderer Grund könnte aber gewesen sein, dass der Sextilis direkt auf den nach Caesar benannten Juli folgte. Ausserdem war der neue Monat nach der Verlegung des Jahresbeginns vom März in den Januar nun Nummer Acht. Dies passte zu Augustus eigentlichem Vornamen Octavius (der Achte).

Am 22. August wechselt die Sonne vom Löwen in das sechste Zeichen des Zodiak, die Jungfrau, die auch das sechste Haus regiert. Diese Einteilung spiegelt noch die alte Zählung der Monate nach dem Frühlingspunkt im März.  Nach dem Sonnenglanz und Glamour des Löwen kehrt nun Mässigung und Vernunft ein. Spitzfindig könnte man meinen, nach dem Feiern kommt jetzt der Kater mit der Ernüchterung. Jungfrau herrscht über Vernunft, Gesundheit und den Lebensalltag, Löwe über “das innere Kind”, Lebensfreude, Kreativität, Selbstverwirklichung.

Da jetzt die Hauptmenge des Getreides geerntet wird, hiess der August nördlich der Alpen auch Kornmonat.

Antike Feiertage
- religiöse, staatspolitische, meistens für Cäsar & Co, habe ich weggelassen:

  • 12. August – Herkules – ein echt solarer Heros, seine 12 Arbeiten symbolisieren Zodiak und Lebensreise
  • 13. August – Tag der Diana – später als Marienfeiertag am 15.8.
  • 19. August – Vinalia Rustica zu Ehren von Venus
  • 23. August – Vulcanalia, zu Ehren von Vulcanus – er herrscht über die Jungfrau
  • 25. August – Fest der Ops, Erntesegen
  • 27. August – Volturnalia, zu Ehren von Volturnu

Augustwetter und Lostage:

  • Augustregen wirkt wie Gift, wenn er die reifenden Trauben trifft – bei zuviel platzen sie!
  • Je dicker die Regentropfen im August, je dicker wird auch der Most.
  • Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot.
  • Nasser August macht teure Kost.
  • Ist’s in der ersten Augustwoche heiß, bleibt der Winter lange weiß.
  • Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.
  • Was der August nicht vermocht, kein September mehr kocht.
  • Im August ziehen die Gewitter heim.

Der August bringt häufig unstetes Wetter mit extremer Hitze und/oder Unwettern – beides gefürchtet bei den Bauern und Winzern. Allerdings ist jetzt Badespass angesagt: Freibäder und Urlaub am Wasser haben Hochkonjunktur.

1. August:

  • An Petri Kettenfeier von diesem Ort ziehen jetzt die Störche fort.

10. August:

  • Sankt Laurenz mit heißem Hauch, füllt dem Bauern Fass und Schlauch.
  • Ist’s von Petri (1. August) bis Lorenzi heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.

13. August:

  • Wie das Wetter an Hippolyt, so es mehrere Tage geschieht.
  • Wie das Wetter zu Kassian, hält es viele Tage lang.

15. August:

  • Um Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse.
  • Wer Rüben will recht gut und zart, sä’ sie an Mariä Himmelfahrt.
  • Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein, bringt viel und guten Wein.
  • Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so es noch zwei Wochen bleiben mag.
  • Maria Himmelfahrt, ein alter Feiertag der Muttergöttin als Mondin – daher werden jetzt Heilkräuter gesammelt und geweiht

20. August:

  • Wie der Sankt Bernhard ist, man auch den September misst.

24. August:

  • Wie Bartholomäus sich hält, so ist der ganze Herbst bestellt.
  • Sind Lorenz (10. August) und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange stehn.
  • Bartholomä voll Sonnenglut macht Wein und Reben stark und gut.

28. August:

  • Um Augustin ziehn die Gewitter hin.
  • Um die Zeit von Augustin gehn die warmen Tage hin.

30. August:

  • Bischof Felix zeigt an, was wir 40 Tag’ für Wetter han.

31. August:

  • Sankt Raimund treibt die Wetter (Gewitter) aus.
Blutpflaumen sind nicht nur eine optische Zierde - ihre Früchte sind essbar.

Blutpflaumen sind nicht nur eine optische Zierde – ihre Früchte sind essbar.
©beast666

Magischer August – Korrespondenzen

  • Pflanzen:  Dachwurz mit der Haupt-Signatur von Sonne/Uranus. Fingerhut (Venus/Pluto, Jupiter/Merkur), Lilien (Merkur/Jupiter, Venus/Mars). Sonnenblumen und gelbblühende Korbblütler (Sonne/Uranus), Ringelblumen, Sonnenhut. Pflanzen mit fetten Ölen oder Harz (Olive, Lorbeer, Weihrauchstrauch) – Sonne. Merkur in der Jungfrau prägt alle Getreide und den Hopfen. Minzen, Salbei, Disteln, auch die Artischocke.
  • Baum: Eberesche, Merkur, Jupiter – aus den Beeren lassen leckere Marmeladen herstellen. Holunder, auch hier reifen jetzt die Früchte.
  • Duft:  Olibanum (Weihrauch), Zedernholz, Lorbeer (Sonne), Lavendel, Minze, Salvia, Heliotrop.
  • Gottheiten: Helios, Lugh, Grannus, Hephaistos, Ops, Demeter, Diana, Merkur, Thot,
  • Zodiak:  Löwe mit Sonne, Jungfrau mit Merkur
  • Steine: Rubin, Diamant, Karneol (Löwe), Peridot, grüner Turmalin (Jungfrau)
  • Metall:  Gold – Sonne, Quecksilber – Merkur
  • Kristalle:  Feueropal, Goldfluss, Bernstein, Pyrit, Goldtopas (Sonne), Peridot, Olivin, Achat, Katzenauge, Jaspis (Merkur)
  • Farben:  golden, orangegelb (Löwe), ockergelb, lavendelblau (Jungfrau)
  • Elementale:  Salamander (Feuer), Gnome (Erde)
  • Tiere:  Gottesanbeterin und andere Heuschrecken/Grillen, Falke & Schlange (Tiere des Apollon). Die Schlange ist ein Symbol der chtonischen Urmutter und gehörte, nachdem Apollon das Heiligtum von Delphi, das der Erd-Python geweiht war, für sich eroberte, auch zu seinen heiligen Tieren. Schlangen zieren auch den Caducceus bzw. Äskulapstab. Daher gehören sie, wie der eigentlich solare Hahn auch zum Merkur.
  • Mythologische Tiere: Sphinx (Jungfrau), Löwe

August-Rituale – ausser Grillen!

  • Im August ist auch wieder Sternschnuppen-Zeit, die Perseiden schauen vorbei: Starke Sternschnuppenaktivität mit einem Maximum
  • Ende Juli/Anfang August – eigentlich durchquert die Erde einen Partikelschwarm auf ihrer Bahn um die Sonne. Gelegenheit zum Staunen und Feiern mit Familie und Freunden. Und natürlich zum Wünschen !!

Lammas, Breadmass oder Lughnasa – das erste Erntefest des Jahres steht an.

  • Nach irischer Überlieferung ist jetzt die Zeit, wo die Kraft der Sonne voll in das Getreide übergegangen ist – der Sonnengott stirbt einen symbolischen Tod, wenn die Ernte eingebracht wird. Im Verlauf der Jahreszyklus hat die solare Gottheit in ihrer Manifestation als Vegetation sich selbst aufgeopfert, um im kommenden Frühling wieder zu erstehen, damit wir Menschen und anderen Geschöpfe dieser Erde leben können. Diese Art Erlösergeschichte ist ein uraltes Menschheiterbe, das es so in vielen Religionen gibt, in direktem Bezug zur Landwirtschaft oder auch losgelöst und mehr transzendent. Auch die griechischen Mysterien von Eleusis und der Osiris-Mythos sind letztlich auf diesen Ursprung zurückzuführen.
  • Jetzt wird das kostbare Saatgetreide gewonnen und das erste Brot aus dem neuen Korn gebacken. Auch eine christliche Version der “Brotmesse” gibt es – Laibe werden auf den Altar gelegt und geweiht. Rituale, um wieder in den natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten zu kommen – weg vom seltsam zeitlosen Angebot der Supermärkte.
  • Für Mutter Erde kann man Corn Dollies aus Stroh flechten und das Heim damit schmücken – ein selbstgebackenes Brot – ohne Fertigmischung, versteht sich – bereichert den Frühstückstisch. Sonnenblumensträusse verabschieden die heisse Zeit des Sommers.
  • Augusträucherung:
    • Kamille, Johanniskraut, Lorbeer, Engelwurz, Fenchel, Weinraute, Orangenschale, Weihrauch, Heliotrop
  • Einen Kräuterbuschen binden – der Diana oder Maria weihen:
  • Für die Mondin nimmt man 13 Kräuter, oder 7 für die Sonne, bzw. die Planetensignaturen. Nach christlicher Überlieferung 7 oder 9 Pflanzen.  Je nach Region ist die Auswahl unterschiedlich – Königskerze gehört aber unbedingt dazu, Arnika, Angelica, Pfefferminze, Wermut, Beifuss, Liebstock, Johanniskraut , Schafgarbe – die Kräuter sollten gut zu trocknen sein. Dazu noch eine Kornähre und Hagebutten – egal ob Maria oder “Grosse Mutter”, diese Zutaten erinnern uns an die Gaben für die wir dankbar sein sollten. Den fertigen Buschen segnet oder weiht man und stellt oder hängt ihn in eine besondere Ecke des Heims.
  • In Bayern ist der 15.8. ein Feiertag – und bietet Gelegenheit zu einer Wallfahrt zu einer der vielen Marienheiligtümer. Da kann man seinen Kräuterbuschen gleich von der “Grossen Mutter und Himmelskönigin” segnen lassen. Eine meditative oder kontemplative Übung und spirituelle Rückverbindung mit der Natur bietet eine Fusswanderung zu einem Ort besonderer mystischer Ausstrahlung jedenfalls an diesem Datum. Viele Marienheiligtümer stehen ohnehin an alten Kultplätzen der “Grossen Göttin”.
  • Es gibt erste Zwetschgen, Ebereschenbeeren und Hagebutten – auch die Blutpflaume liefert essbare Früchte für Gelees, Marmeladen, Kompott. Frühe Apfelsorten, wie Klarapfel (Kornapfel) kann man auch schon zu Kuchen und Apfelmus verarbeiten. Brombeeren haben Hochsaison – wie wäre es mit Brombeerlikör?

Brombeerlikör:

  • 200g reife Brombeeren
  • 100g brauner Krümel-Kandis
  • 1 Stück Vanilleschote
  • 1 Weithalsflasche 1Liter
  • weisser Bacardi

Brombeeren waschen, sehr gut abtropfen. In die Flasche füllen, Kandis dazugeben und mit Rum auffüllen.

  • Mindestens 12 Wochen stehenlassen, über Kaffeefilter abziehen. In einer dekorativen Flasche in gerngesehenes Mitbringsel.
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Ebereschenfrüchte locken mit ihrer orange-roten Farbe.

Die heilige Eberesche ist der Baum des Monats, sie steht unter der Signatur von Mars/Venus und Jupiter/Merkur. Bei den Germanen war sie dem Thor (Mars) und dem Odin (Merkur/Jupiter) geweiht. Der Baum wächst eher hoch und schlank, aber in Blüte und Blattform ähnelt er erstaunlich dem Holunder. Wie dieser gilt auch die Eberesche als Zauberbaum und wird zu schutzmagischen Ritualen verwendet, besonders im angelsächsischen Raum – Rowan, wie die Eberesche auf englisch heisst, solle in keinem Garten fehlen.

Man kann neben den vielerlei Gelee- Chutney, Mamelade, Kompott-Rezepten auch einen teueren Edelbrand aus den roten Beeren gewinnen. NEIN, Vogelbeeren, oder Ebereschfrüchte sind nicht giftig - noch nicht einmal wie rohe Holunderbeeren. Sie enthalten allerdings eine magenreizende Substanz, die mit dem Zuckeraustauschstoff Sorbitol verwandt ist. Wie die Oxalsäure beim Rhabarber oder Spinat zerfällt diese aber beim Kochen. Es gibt sogar Kulturformen der Eberesche, bei denen der Reizstoff weggezüchtet wurde. Die Giftigkeit wurde von frühen christlichen Missionaren in die Welt gesetzt, welche die mit dem Baum verbundenen heidnischen Bräuche unterbinden wollten. Schlecht für die Bevölkerung, da Ebereschenbeeren sehr viel Vitamin C enthalten, und als Skorbutverhinderer während er langen Winter wichtig waren.

Eberesch-Konfitüre:

  • 200 g Hagebutten
  • 200 g Holunderbeeren
  • 600 g Ebereschfrüchte
  • 1 Vanilleschote
  • 1 kg Gelierzucker 1:1

Früchte waschen, abtropfen, in einem Topf geben. Aufkochen, mit Mixstab pürieren und durch eine flotte Lotte passieren – in einen grossen Topf. Gelierzucker und zerschnipselte Vanille-Schote zum Mus geben und aufkochen – 3 min. köcheln, dabei abschäumen. In twist-off Gläser füllen, auf den Kopf stellen.

  • Nach diesem Rezept lässt sich auch Holunder-Blutpflaumenmarmelade herstellen:
  • 500g Holunderbeeren und 500g Blutpflaumen (lassen sich leider schlecht entsteinen). Bei eher süssen Pfläumchen etwas Zitronensaft zugeben.
Eberesche mit Blüte und Fruchtstand. quelle:wiki.

Eberesche mit Blüte und Fruchtstand.
quelle:wiki.

Für Erdbeerliebhaber mit eigenem Beet: Jetzt Kindel für die Verjüngung gewinnen! Nach unserer Erfahrung entwickeln sich selbstgeschnittene Ableger besser als gekaufte Pflanzen, vor allem wenn man schon starke Mutterpflanzen hat. Die eigenen Jungpflänzchen sind nämlich schon an den Standort gewöhnt und wachsen viel besser. Manche Sorten fruchten jetzt noch einmal, wie unser Liebling die Aroma-Erdbeere “Korona”.Alle anderen müssen jetzt auch von den Ausläufern befreit werden, sonst tragen sie im nächsten Jahr nicht ordentlich. In dieser raumgreifeneden, rankenden Eigenart zeigt die Erbeere ihre Nebensignatur Merkur/Jupiter – ein Hinweis sind bereits die dreilappigen Blätter. Daher gilt die Erdbeere (Tee aus den Blättern) als Lebermittel. Als Rosengewächs untersteht sie hauptsächlich Venus/Mars.Manche Sorten, wie Korona fruchten bei guter Pflege und ausreichend Sonne Ende August/Anfang September ein zweites Mal.

 

Posted by on August 2nd, 2016 Kommentare deaktiviert

Mandala im Juni: Sommerbunt

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Bunt wie der Sommer: Falter, Blüten, Distelfink.
Sommerfarben ©scrano 2016

Wer den Stieglitz oder Distelfink in seinem Garten sehen will, pflanzt Kornblumen – auf deren Samen sind diese Vögel ganz versessen. Ausserdem sind die Zierformen der Centaurea winterharte, unermüdliche Dauerblüher im Blumenbeet und bringen sehr schöne blaue Farbtupfer in die Rabatte.

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Distelfink – einer der buntesten heimischen Singvögel.
Quelle:wiki

Gartenkornblume - blüht von April bis Oktober, zur Freude von Insekten und Vögeln.

Gartenkornblume – blüht von April bis Oktober,
zur Freude von Insekten und Vögeln. Centaurea ©beast666 2016

Die Kornblumen (Centaurea) besitzen wie Disteln eine Merkur/Jupiter Signatur. Solche Pflanzen  bieten Insekten und Vögeln reichlich Nahrung.

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Pusteblume: Auch der Löwenzahn ist Merkur/Jupiter geprägt.
Daneben trägt er noch Mond/Saturn-Signatur. ©beast666 2017

Löwenzahn – auch ein Jupiter/Merkur Wildgemüse und Heilkraut:

Merkur/Jupiter:

  • buttergelbe Blüten, flugfähige Fiedersamen (Jupiter/ Merkur)
  • hohle Stängel, raumgreifend, mag fette Böden (Jupiter)
  • Bienenpflanze (Merkur)
  • leberwirksam (Jupiter)
  • lungenwirksam (Merkur)
  • geteilte Blätter (Merkur)
  • gegen Darmwinde (Merkur)

Mond/Saturn

  • Milchsaft (Mond)
  • Pfahlwurzel (Saturn)
  • Bitterstoffe (Saturn)
  • tumorhemmend (Saturn)
  • magenstärkend (Mond)
  • gegen Warzen (Mond)
  • entwässernd (Mond)
  • gegen Rheuma (Saturn)
  • keimtötend (Saturn)

Wegen der pfeilartigen Blätter und der Blattrosette könnte man noch eine Mars/Venus – Signatur annehmen. Allerdings ist die Gallen/Leberwirkung (Mars) durch Jupiter und der entwässernde Effekt (Venus) auch durch Mond abgedekt. Einzig die potentielle Wirkung des Inulin bei Diabetes wäre noch eine Venus-Signatur wert.

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Löwenzahn , Taraxacum – ein Bienenfreund.
Für den Menschen ist er auch hilfreich. ©beast666 2017

Arzneiliche Inhaltsstoffe

Hauptwirkstoffe sind Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe (Tetrahydroridentin B, Taraxacolid-β-D-glucosid und andere), ein Phenolcarbonsäurederivat (Taraxosid), und Triterpene (Taraxasterol und dessen Derivate); ferner hohe Kaliumkonzentrationen (bis zu 4,5 %) und wie im Alant Inulin in der Wurzel (im Herbst bis zu 40 %). Der hohe Terpenanteil erinnert an den Milchsaft der Gummibäume. Tatsächlich bestehen Ähnlichkeiten.

Die Sesquiterpenfraktion scheint für die beobachtete leberschützende Wirkung verantwortlich zu sein und zeigt potentielle giftabwehrende Effekte. Für Extrakte aus Löwenzahn konnte “in vitro” eine hemmende Wirkung auf die Ausbreitung von Prostata- und Brustkrebszellen sowie abtötende Effekte bei Leberkarzinomzellen, Leukämiezellen und Pankreaskrebszellen nachgewiesen werden.

Die wichtigsten Wirkstoffe des Löwenzahns sind die Bitterstoffe (Jupiter/Saturn).  Sie fördern allgemein die Funktion der Verdauungsorgane (Mond/Merkur). Daneben wurde auch eine entwässernde Wirkung (Mond) nachgewiesen, die möglicherweise auf den Kaliumgehalt zurückzuführen ist. Hilfreich bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen (Merkur), bei  zu geringer Gallensekretion und Leberschwäche (Jupiter) sowie zur Anregung der Harnausscheidung bei Griessbildung (Saturn) und Blasenentzündung (Mond). Die Volksheilkunde nutzt die Drogen gegen Verstopfung, bei Diabetes, gegen Rheuma und Hautunreinheit. Frische junge Blätter isst man als Salat oder Pesto zu Frühjahrskuren. Löwenzahn passt auch in den Kartoffelsalat oder zu Aufläufen (wie Blattspinat verwenden). Die im Herbst geernteten inulinreichen Wurzeln dienten geröstet als Kaffee-Ersatz, wie die echte Zichorie (Wegwarte, ebenfalls Jupiter/Merkur). Arzneilich lässt die Pflanze sich auch als Teedroge verwenden.

  • In der Volksheilkunde wird der Milchsaft als Heilmittel gegen Warzen und Hühneraugen empfohlen.
  • Löwenzahnsirup aus den Blütenblättern  hilft bei Husten, ist aber auch so lecker. Man kann auch wie bei Holderblüten Gelee daraus zubereiten.
  • Nicht anwenden sollte man die Pflanze bei Gallensteinen und Allergie gegen Korbblütler.

Der Milchsaft liefert eine Art Naturgummi, der im WW II als Kautschukersatz eingesetzt wurde.

Löwenzahn wurde tatsächlich wieder  als potenzielle Rohstoffpflanze für Kautschuk entdeckt und neuerdings in Europa und Nordamerika erforscht. Ziel der Forschungen ist es, aus dem Russischen Löwenzahn (Taraxacum kok-saghyz) verwertbaren Löwenzahnkautschuk, sogenanntes Taraxa-Gum als Alternative zum traditionellen Naturkautschuk aus dem Milchsaft des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis) und  Kautschuk aus Erdöl zu gewinnen.

Löwenzahnsirup

  • 300g frische Löwenzahnblüten von unbelasteten Plätzen!
  • 2  Bio-Zitronen/Orangen
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Rohrzucker – Demerara, hell
  • 1  Vanilleschote

Löwenzahnblüten waschen und von kleinen Tierchen befreien. Den grünen Kelchboden entfernen, Blütenblätter auszupfen. In einen grösseren Topf geben, Zitronen mit Zestenreisser schälen – die weisse Haut nicht verwenden! Früchte auspressen,  Saft mit Schalen, Vanillemark und 1 Liter Wasser zu den Blüten giessen – alternativ Orangen verwenden. Alles einmal aufkochen und zugedeckt mind. 2 Std. ziehen lassen – am besten über Nacht. Den Blütenauszug abseihen, dann resultierenden Saft mit dem Zucker nun ca 2 h leicht köchelnd einreduzieren – Achtung, wie bei Marmelade – Schaumbildung!

Der Sirup färbt sich golden/rötlich wenn er fertig ist. Dann alles in saubere Marmeladen-Gläser abfüllen. Löwenzahnsirup hat auch eine gute Wirkung bei Erkältungen. Er schmeckt honigartig-würzig.

Verwandt mit dem Löwenzahn sind die bereits erwähnte Wegwarte sowie die kräftig gelb blühenden Arten Wiesenbocksbart (leckere Wurzeln) und  Pippau, eine ebenfalls essbare und heilkräftige Wiesenblume..

 

Posted by on Juni 11th, 2016 Kommentare deaktiviert

All about … Merkur

Tritonia ©scrano 2013

Geflügelter Allrounder: Merkur ©scrano 2013

Der schnelle Merkur mit einer Umlaufzahl von 88 Tagen, eine doppelte Alchemistennummer, sozusagen. Er wechselwirkt sehr stark mit allen anderen Planeten und vor allem mit den Zentralgestirn Sonne, seinem grossen Bruder Apollon. Auch mit dem Jupiter vollführt er einen besonderen Tanz, der ihn irgendwann aus dem Sonnensystem hinauskatapultieren könnte, wenn es zu stärkeren Instabilitäten der Bahnresonanzen  kommen sollte. All das wegen seiner geringen Grösse und der dadurch bedingten schwachen Eigengravitation. Spielball der Götter, der einfach abhaut, wenn es ihm zu bunt wird … lol? Seine Nähe zur Sonne und ihrem starken Schwerefeld  bringt schon relativistische Effekte in seine Umlaufbahn. So ist die durch die Anziehungskräfte der anderen Planeten verursachte Periheldrehung auch noch von der  Raumkrümmung durch die massereiche Sonne beeinflusst.

giphy

Merkur, der Flitzer unter den Planeten.
quelle: giphy

 

Posted by on Juni 3rd, 2016 Kommentare deaktiviert