Posts Tagged ‘Saturn’

 

Wintermythen: Boreas, der listige Nordwind

Nordwind

Nordwind, der Unruhestifter bringt Dinge ins Rollen.
Boreas nach Waterhouse ©scrano 2013

…. aus dem Film “Chocolat.”

Ein Mandala mit Elementen des Gemäldes: “Boreas” von J.W.Waterhouse. Dargestellt ist die Nymphe Oreithyia, wie sie von Boreas, dem Nordwind entführt wird. Ein Motiv, das auch Gegenstand  von vielen schmückenden Bildszenen auf attischen Vasen ist.

Boreas (gr. Βορέας Boréas „der Nördliche“) stellte in der griechischen Mythologie die Personifikation des winterlichen Nordwinds dar. Er war der Sohn des Titanen Astraios und der Göttin Eos und wurde zusammen mit seinen Brüdern Euros (Ostwind), Notos (Südwind) und Zephyros (Westwind) verehrt. Er galt als rauer, unberechenbarer Geselle. Der Herr der  plötzlichen Ereignisse und Veränderungen. Darin gleicht er dem astrologischen Uranus.

Die Verehrung der vier Winde ist typisch für die Reiternomaden der Steppe und Seefahrervölker. Boreas raubte die Nymphe Oreithyia, Tochter des Erechtheus, eines mythischen Königs von Attika. Als die Nymphe am Ufer des Ilisos tanzte, hüllte er sie in eine Wolke und entschwebte mit ihr durch die Lüfte in seine Heimat Thrakien. Die Griechen nahmen an, dass Boreas dort lebte, weil er in diesem Landstrich gleichermaßen verehrt wurde. Herodot und Plinius beschreiben beide das  mythische Land Hyperborea („jenseits des Nordwinds“), in dem die Menschen bis ins hohe Alter in vollständigem Glück leben. Man glaubte, im Winter würde der Sonnengott Apollon sich dorthin zurückziehen, um erneut Kräfte zu sammeln. Eine eher unglückliche Rolle spielte Hyperborea in der Vorstellung der Nazis, die darin das sagenhafte Herkunftsland einer uralten Superrasse, der Arier, vermuteten. Die stammen aber nun mal aus dem Grenzgebiet zwischen Indien und Persien. Den falschen und pseudohistorischen Bezug zwischen Ariern und Hyperborea schuf H.P.Blavatsky mit ihrer Theorie von den sieben Wurzelrassen, die aber eher metaphorisch und mythologisch als wörtlich zu verstehen ist. Eine humorvollere Betrachtung des Nordwinds liefert folgendes Gedicht:

 

Boreas und Alekto

Als einst Fürst Boreas, der Popanz der Natur
Auf einen Staatsbesuch zum Vetter Pluto fuhr,
Verdarb sein freier Hauch Alekten
Von ungefähr die hydrische Frisur.
Das war ein Lärm! Die falben Schlangen blökten,
Mit grässlichem Gezisch den armen Windgott an.
Verzeihen Sie, Madam, rief er, was ich getan,
War ein Versehn. Mit höllevollem Blicke
Speit ihm die Furie standsmäßig ins Gesicht;
Allein ihr Speichel traf ihn nicht.
Er spritzte wie ein Tau auf ihr Gesicht zurücke,
Und gab ihm schnell die schwarzgesprengte Haut,
Vor welcher selbst dem Orkus graut.

Gottlieb Konrad Pfeffel

Die hier genannte Alekto ist eine der drei Erinnyen oder Furien: Megara, Tisiphone, Alekto. Diese enstanden bei der Entmannung des Uranos aus seinem Blut. Der listige, unstete Nordwind spielt auch eine Rolle in der romantischen Komödie “Chocolat” mit Johnny Depp und Juliette Binoche. In diesem Film-Märchen, das von den beiden Archetypen, Uranus und Pluto (der Vetter aus dem Spottgedicht) geprägt wird, ist er die Verkörperung der Uranus-oder Wassermann-typischen Rastlosigkeit. Der Nordwind oder Uranus bringt die äusseren Umbrüche und das Verlangen nach stetiger Neuerung, Pluto die inneren, auch schmerzlichen Transformationen, denen die Charaktere unterworfen sind. Erst Letztere sind entscheidend für eine Reifung und ein sinnerfülltes Leben, ohne ständigen Zwang zum fluchtartigen Aufbruch zu neuen, vermeintlich besseren Ufern. Auch dass der Nordwind mit der schamanischen Urgrossmutter der Protagonistin in Verbindung steht ist interessant: Die Himmelsrichtung Norden wird in der Elementarmagie mit der Welt der Ahnengeister und der Mutter Erde, den Planeten Pluto und Saturn assoziiert. Saturn gilt in der klassischen Astrologie als der Gegenpol zum solaren Prinzip des Ego, in der modernen Auffassung unter Einbeziehung der Trans-Saturnier ist dies wiederum Uranus.

 

 

Posted by on Januar 14th, 2017 Kommentare deaktiviert

All About … Saturn

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Wintermandala: Die strahlenden Gletscher von Asgard?
Odin und Saturn, beide gelten als Herren des Winters
des Alters, der Weisheit und der Zeit.

Saturn herrscht im Steinbock (Erde, Yin), sein Domizil ist das 10.Haus, welches den Zenit des Geburtshoroskops darstellt, das Medium Coeli, die Himmelsmitte. Klassisch ist er auch Regent von Wassermann (Taghaus, Luft,Yang), modern ist dies Uranus.

 Saturn für Freimaurer:

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Saturn als Herr der Zeit in der freimaurerischen Symbolik.
Er verschmilzt mit der Verkörperung des Todes, Thanatos.

Die Gesamtsymbolik des dargestellten Sujets – ikonographisch und freimaurerisch wurde gerne bei Grabdenkmälern des 19. Jhd. verwendet: Die gebrochene Säule, Vater Zeit (Schnitter Tod), die trauernde Jungfrau mit dem Akazienzweig liest im Buch des Lebens.

Posted by on Januar 13th, 2017 Kommentare deaktiviert

Sieben Todsünden: Avaritia – Geiz – Saturn

Avaritia

Avaritia – Geiz: Schatten des Saturn
©scrano 2014

Die sieben Todsünden und ihre Planetenzuordnung nach der klassischen Astrologie.

Geiz ist eben doch nicht geil!

  • Archetyp: “Der Geizige” von Moliere.
  • Negative Form des selbstgenügsamen Saturn.
  • Analfixiert (besonders mit der Achse II./VIII. Haus oder Stier/Skorpion), Materialist, Verhärtung. Gönnt sich selbst und anderen nichts, auch im Sinne von Gefühlen oder Freude. Braucht die Selbstbeschränkung aus Angst vor Kontrollverlust.
  • Mangelnder Selbstwert, besonders bei Saturn in II. Haus, daher wird ein ein materielles Polster nötig. Hat ständig Angst, am nächsten Tag unter der Brücke schlafen zu müssen. Zweifelt am eigenen Können. Blanke Lebensangst.
  • Wehrt sich gegen Veränderung, notwendige Transformationsprozesse: Saturn in VIII. Haus. Kann nicht loslassen. Klammert sich an die materielle Existenz. Asket oder Nihilist aus Todesfurcht.
  • Die Furcht ist der Schatten des Saturn, nicht zu genügen, den Preis nicht zu erringen.
  • Doch als Saturn im VIII. Haus kann ich Euch anderen Saturn-Gebeutelten nur sagen, was schon im alten Sumer eine grundlegende Weisheit war:

Gilgamesch, wohin läufst du?
Das Leben, das du suchst, wirst du nicht finden!
Als die Götter die Menschen erschufen,
teilten den T o d sie der Menschheit zu
das Leben behielten sie für sich selbst.
Du, Gilgamesch dein
Bauch sei voll,
ergötzen magst du dich Tag und Nacht!
Mache jeden Tag zum Fest!
Tanz und spiel bei Tag und bei Nacht!
Deine Kleidung sei rein, gewaschen dein Haupt,
mit Wasser sollst du gebadet sein!
Schau den Kleinen an deiner Hand,
mache deine Frau glücklich mit deiner Umarmung!
Solcherart ist, was den Menschen zu tun bleibt.

Lied der Siduri, aus dem Gilgamesch-Epos
 

Oder “Live every day as if it were your last day“, denn das einzige was man nicht verschwenden sollte, ist Zeit, das wahre Symbol der Macht von Saturn/Kronos/Chronos.

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Der Geizige, karikierendes Bühnenstück von Moliere.
quelle:wikimedia

Die Symbolik der “Sieben. gibt es schon im Zusammenhang mit Lastern in der babylonischen und persischen Zeit. Es wird vermutet, der Ursprung der Todsündenlehre liege im Motiv der vorgeburtlichen Seelenreise. Bevor die Seele in die Welt der Materie  eintritt, müsse sie sieben Himmelssphären durchwandern. In jeder nehme sie einen guten Geist in sich auf, aber auch einen schlechten. Gebräuchlich war auch eine Zuordnung der Todsünden zu den Wochentagen: Am Sonntag bedrohe Stolz den Menschen, wenn er sich in der Messe Gott nicht unterwerfe. Tag des Neids sei der Montag, des Zorns der Dienstag. Die Trägheit, speziell die spirituelle, bedrohe den Menschen am Mittwoch, weil er zeitlich am weitesten vom Sonntag entfernt ist. Wenn der Mensch seine Gottnähe verloren habe, sei er am Donnerstag gefährdet, nach materiellen Gütern zu gieren, und sich am Freitag, wenn er dem Fasten verpflichtet wäre, der Völlerei hinzugeben. Wollust ist die Sünde des Samstags. Diese Form einer Korrespondenz-Lehre steht aber im Widerspruch zu der Hermetischen Zuordnung der Sünden zu den Tagen und ihren Planetenentsprechungen. Sowohl in der gnostischen, der hermetischen als auch gemäss der klassischen Moraltheologie sind die “Sieben Todsünden” weniger in Handlungen begründet, sondern Dispositionen: Persönlichkeitsstörungen oder Charakterdefizite. Deshalb kann man sie auch nicht beichten. Sie legen erst den Keim der Unmoral und sind die Ursache der späteren verwerflichen Akte. Astrologisch und psychologisch stellen sie die Schattenthematik der entsprechenden planetarischen  Archetypen dar.

 

Posted by on Januar 10th, 2017 Kommentare deaktiviert

Magischer Januar: Schneemond

Januar: Saturn-Zeit und Monat des römischen Janus.

Januar: Saturn-Zeit und Monat des römischen Janus.
Januar, ©scrano 2015
Model: jlior, Winterhimmel: ashensorrow, Einhorn: charmedstar07.

Der Januar, in Österreich auch Jänner genannt, vom lateinischen Januarius abgeleitet, altdeutsch auch Hartung, Hartmonat, Schneemonat, Eismond, Wintermonat.

In meiner Allegorie nimmt das Jahr seinen Anfang noch in aller Unschuld und Reinheit, symbolisiert vom Einhorn. Früher bedeckte häufig frisch gefallener Schnee als weisses Tuch die Natur zu dieser Zeit, so dass der Jahresanfang tatsächlich strahlend daherkam. Jetzt wird dafür mehr geböllert …

Benannt ist der erste Monat des Jahres nach dem römischen Gott Janus, der mit zwei Gesichtern dargestellt wird. Er gilt als Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore. Er markiert die Grenzen der Zeit, wie der ihm verwandte Terminus als Herr der Grenzsteine die räumlichen.

Es ist der Monat des Saturn, auch einem Wächter der Grenzen. Dieser hat sein Domizil im Steinbock, aber er stellt auch den klassischen Herrscher des Wassermanns. Immerhin ist er auch nach der Zuordnung von Uranus zu diesem Zeichen noch der Co-Regent geblieben.

Eine weitere veraltete Namensform ist Wolfsmonat.

Im Amtsjahr des römischen Kalenders war der Ianuarius ursprünglich der elfte Monat und hatte 29 Tage. Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr. wurde der Ianuarius zum ersten Monat des Kalenders. Die Zuordnung zur Elf passt zum Ingress der Sonne in das Zodiakzeichen des Wassermann am 21. 1. das im 11. Haus sein Domizil hat. Beide Herrscher des Januar, Saturn im Steinbock bzw. als Co-Regent im Wassermann und Uranus gelten als Verkörperung des Winters. Die Elf gilt als närrische Zahl und astrologisch als Sinnbild für soziale Gruppen und Freundschaften, aber auch für Ziele ausserhalb der persönlichen Selbstverwirklichung (Haus 5, Löwe)  oder des Status, wie er im Haus 10 des Steinbocks im Mittelpunkt steht.

  • Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr.
  • Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag’.
  • Wenn’s um Neujahr Regen gibt, oft um Ostern Schnee noch stiebt.
  • Am Neujahrstage Sonnenschein, läßt das Jahr uns fruchtbar sein.
  • Am Neujahrstag kalt und weiß, wird der Sommer später heiß.
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Winterspaziergang – wenn das Wetter passt, das beste Ritual am Neujahrstag.
Am Breitenstein @beast666

Zodiak: Steinbock und Wassermann

Monatsstein: Granat, er gehört zum Saturn und dem Wurzel-Chakra.

Pflanzen: Helleborus, Dianthus,  Stechpalme, Poinsettia, Helleborus, Efeu, Immergrüne, z.B. Efeu und Koniferen (Saturn), Lärche, Mistel (Uranus+Saturn)

Farben: Schwarz, dunkelbraun und dunkelgrün (Saturn), weiss, himmelsblau (Uranus)

Kristalle:  Granat, Jet und Onyx, Fossilien (Saturn), Rauchquarz, Malachit (Steinbock), Aquamarin, Türkis, Labradorit, Moldavit (Uranus), Bernstein (Uranus/Sonne).

Tierwelt:  Wolf, Krähe, hibernierende Tiere (Saturn). Überwinternde Sing-Vögel, Elster, Häher, Albatross, Fuchs (Uranus).

Magische Elementale: Gnome, Trolle (Erde), Sylphen (Luft)

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Rückkehr des Lichts. Im Januar einen Hirschensprung:
Die Tage werden länger, die Sonne wird kräftiger.

Januar-Rituale:

  • Kleine Tontöpchen, z.B. für Minipflanzen Ø 10 cm, mit einem Holzstab von ca 20 cm Länge (dickere Grillspiesse) versehen. Das geht leicht, einfach durch das Loch im Boden stecken, mit einem Draht oder Querpflöckchen sichern. Samen aus Pinien- und Fichtenzapfen auslösen und mit ungesalzenem Schweinefett vermischt bis auf 3/4 Höhe einfüllen. Geschälte, ungesalzene Sonnenblumenkerne werden auch gerne genommen. Schnüre anbringen und die Fett-Töpfchen umgekehrt in Bäume hängen. Für Amseln und andere Weichfresser: Alte, schon etwas mürbe Äpfel halbieren und auslegen.
  • Spazierengehen, die langsame Wiederkehr des Lichtes spüren.
  • Einen Besuch bei Freunden oder Verwandten machen – gemeinsam essen und beglückwünschen.
  • Gebildbrote verschenken – Rezepte unter Martinsweck.
  • Entschleunigung, das neue Jahr bewusster und ohne Hast angehen – die Liste mit den guten Vorsätzen nicht gleich wieder “verlieren”. Aber auch  keine Unmöglichkeiten draufsetzen.
  • Am Ende der Raunachts-Zeit, dem 6. Januar, Haus oder Wohnung mit einer Mischung aus Salbei, Wachholder, Fichtenharz, Weihrauch und Lorbeer ausräuchern. Garage nicht vergessen. Die Haustür schön auf Hochglanz bringen, damit das Glück gerne eintritt. Katholiken freuen sich jetzt auf die Sternsinger, die ihren Jahressegen mit Kreide über dem Eingang anbringen: C+M+B = christus mansionen benedicat. Christus segnet diese Heim. Ein alter Brauch mit heidnischen Wurzeln bei der Grossen Mutter.
  • Im Garten: Gegen strenge Fröste spätestens jetzt sensiblere Gewächse mit Vlies umwickeön oder abdecken.  Im Gewächshaus bei Tages-Minusgraden ebenfalls für Winterschutz sorgen. Vor allem wenn mediterrane Kübelpflanzen dort ihr Quartier haben! Endiviensalat oder Zuckerhut kann ebenfalls eine Abdeckung vertragen. Leimringe an Obstbäme anbringen – Stämme kalken – an frostfreien Tagen!
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Neujahrs-Spaziergang am Reussenstein.

  • Wintersport: Nicht unbedingt der alpine Skizirkus mit all seinen perversen Auswüchsen – Winterwandern, auch mit Schneeschuhen, Rodeln und Eislaufen oder Eishockey machen mehr Spass als das Profitstreben von Tourismusverbänden und Hoteliers zu befriedigen. Und es schädigt nicht die Umwelt.
  • Wir haben als Kinder die in meiner sehr kalten ostbayrischen Heimat reichlich vorhandenen Fischweiher zum Schlittschuhlaufen genutzt, Dank Klimawandel ist das nicht mehr oft möglich, aber es gibt ja immer mehr Eissporthallen, wo das Vergnügen auch weniger gefährlich ist. Für die jenseits von natürlichen Instinkten und Vorsicht aufwachsenden Kinder heutzutage sowieso. Übrigens: Eishockey ist auch für Mädchen als Teamsport geeignet, besser als gegenseitig die bunten Krallen von L-A. Nails oder Nasenpiercings zu bewundern und dümmliche Popsternchen anzuhimmeln allemal. Davon abgesehen Mädels: Eislaufen macht tolle Beine!

Gottheiten des Januar:

  • Hera (2.1.), Inanna, Holle/Freya (8.1.), Pax (30.1), Bethen/Matronen (6.1)
  • Janus (9.1.), Saturn, Uranus (astrologisch)
Januskopf aus der vatikanischen Sammlung.

Januskopf aus der vatikanischen Sammlung.
Quelle:wikimedia

  • Zodiak – Haupteinfluss: Steinbock/Saturn, Ingress der Sonne in den Wassermann, Herrschaft des Uranus ab 21.1.
  • Baum: Fichte, Tanne, Zypresse, Stechpalme (Saturn), Lärche (Uranus)
  • Duft: Myrrhe, Weihrauch, Wachholderbeeren, Patchouli (Saturn), Fichtenharz, Bernstein (Uranus)
  • Gottheiten:  Saturn, Ops, Mithras, Cailleach, Holle, Uranus, Prometheus, Loki, Hephaistos, Brigid ab 21.1.
  • Metall:  Blei (Saturn), Zink (Uranus)
  • Mythologische Figuren: Die Alte, Frau Holle, Rübezahl, Einhorn

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©kmygraphic

Posted by on Januar 9th, 2017 Kommentare deaktiviert

Mitten im kalten Winter: Yule – Rauhnacht – Sonnenkind

Funken des Yul_Feuers bringen das neue Licht ins Heim.

Funken des Yul_Feuers bringen das neue Licht ins Heim.
Yul Embers ©scrano 2014

When the Wheel begins to turn, let the Beltane fires burn.
When the Wheel has turned a Yule, light the Log and let Pan rule.

WINTER SONNWENDE – YULE

Im nordisch-germanischen Neuheidentum (z. B. Asatru) ist das altgermanische Julfest eines der drei Eck-Feste im Jahr und man versucht auf das Brauchtum zurückzugreifen, das man aus den Überlieferungen noch rekonstruieren kann:  z. B. Wilde Jagd oder Raunächte, um die Julzeit und das Mittwinterfest zu begehen. Als Datum kommt hierfür entweder direkt die astronomische Sonnwende am 21.12. oder der Tag des ersten Vollmonds danach in Frage, welcher Julmond heisst. Deneben gibt es noch das Haakon dem Guten zugeschriebene Datum am 25.12.  Daher ist das Julfest wohl nicht nur dem solares Kalender zuzuordnen. Unter Umständen ist die Zeit der Raunächte auch ein Versuch den Sonnen- und den Mondkalender zu synchronisieren, wie man es auch schon jungsteinzeitlichen Bauten wie Stonenhenge als ein möglicher Verwendungszweck zuschreibt. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Wie in allen einfachen, „nicht-interkalierenden Lunisolarkalendern“ (also allen Mondkalendern ohne Schaltmonate, wie man sie in bäuerlichen Kulturen findet), werden die auf die 365 Tage des Sonnenjahres fehlenden elf Tage – beziehungsweise zwölf Nächte – als  Tage „außerhalb der Zeit“, eingeschoben. Von solchen Tagen wird in der zugehörigen Kosmologie angenommen, dass die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt seien und daher die Grenzen zu anderen Welten durchlässig würden. In vielen Kulturen, die so ein Kalendersystem verwenden, verbindet sich diese Zeitspanne oftmals mit Tabus, Ritualen und Volksmythen. Es wird auch vermutet, dass die Bräuche um die „Winterauskehr“ am Ende des Faschings in diesem Zusammenhang stehen: Sie simulieren eine Interkalation bezüglich des Jahresbeginns mit dem Frühlings-Äquinoktium. Besonders deutlich findet sich das in den römischen Saturnalien und Lupercalien.

Gefeiert wird das Wiedererstarken der Sonne und das Längerwerden der Tage, da dieser Wechsel seit Menschengedenken überlebenswichtig ist, vor allem für die Saat und Ernte. Der Julmond, der auch Nytungl (Neuer Mond) oder Nykung (Neuer König) heißt, wird mit dem rituellen Jultrinken begrüßt. In der christlichen Weihnachtsliturgie war früher die sogenannte Johannisminne, ein rituelles Zutrinken, üblich, am 27. 12., dem Feiertag des Evangelisten Johannes.  Zu den verwandten Bräuchen kann man auch den Wassail rechnen, wie er in Schottland noch üblich ist, oder auch in Teilen Bayerns als Flursegen angewandt wird. Dort besprengt man die Flur bzw die Apfelwiesen mit Milch oder Most aus der vergangenen Ernte. Der Julmond im Januar kennzeichnet den Beginn des neuen Jahres. Man sieht die Rauhnächte zwischen Wintersonnenwende (Mütternacht) und Dreizehnttag (Perchtennacht) als eine zwölftägige Friedenszeit, in der die Häuser mit immergrünen Zweigen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Tanne, Stechpalme, Kiefer, Efeu, Wacholder geschmückt werden, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt. Das Haus wird geräuchert mit den Worten „Glück ins Haus – Unglück hinaus,“ oder “Evil shall leave and not enter”, wie es im Original heisst.  Der „Julbock“, wird aufgestellt, sehr zur Freude der Kinder: Ein aus Stroh geflochtener Ziegenbock, wahrscheinlich ein Fruchtbarkeitssymbol. Dieser lässt sich vielleicht auf die Ziegenböcke des Gottes Thor zurückführen, die seinen Wagen ziehen. Er bringt auf seinem Rücken noch heute in Skandinavien die Geschenke. Gastfreundschaft soll schon früher ein wichtiges Element der Julzeit gewesen sein, so soll das Haus den Gästen offengestanden haben, die ein und aus gingen und reich bewirtet wurden. Zudem ist es ein Brauch, einen großen Holzklotz – den Julklotz – aus dem Wald zu holen, und ihn zwölf Tage und Nächte brennen zu lassen. Vergleichbar mit dem Volksbrauch, Feuerräder bzw. Osterräder von Bergen abzurollen, werden von Anhöhen brennende Sonnenräder, mit Stroh bespanntes Holz oder geflochten, herab gerollt. Als Kinder haben wir kleinere solche brennende Reifen mit Hilfe von Haselstöcken durch den Ort gerollt, im schwer katholischen Bayern! Überhaupt sind hier die Raunachtsbräuche noch sehr lebendig. Perchtenlauf, Räuchern und etliche Tabus in der Zeit zwischen der Zeit werden hier noch in breiter Vielfalt und grosser Selbstverständlichkeit praktiziert. Nicht erst als neuaufgelegte Touristen-Folklore oder als ärgerliches Rudiment aus der Nazi-Zeit. Die enorme Vielfalt des lokalen Brauchtums legt ausserdem die Annahme vorchristlicher Ursprünge nahe, leider ohne dass heute noch feststellbar wäre, wo die jeweiligen kulturellen Wurzeln tatsächlich liegen. bzw. wie weit sie zurückreichen. Germanische Bezüge vieler Raunachtsvorstellungen sind aber naheliegend, denn zu dieser Zeit soll sich nämlich in der germanischen Vorstellung auch Wodans alljährliche Wilde Jagd abgespielt haben, in der die Geister der Verstorbenen mit Odin/Woden/Wotan über das Land ziehen sollten:

Im Zentrum der  Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, steht dann Woden’s “Wilde Jagd”. Zu dieser Zeit stehe die “überirdische Anderswelt” endgültig in Verbindung mit der Menschenwelt und die Seelen der Verstorbenen dürfen Kontakt aufnehmen. Dieser Glaube, dass zu sich zu dieser Zeit das Tor zum Geisterreich öffnet, zog Bräuche wie das Stehenlassen von Essen für die Geister (dumb supper) oder das Verbringen von Essen in die Megalithanlagen z.B. Bretagne, britische Inseln, mit sich. Auch für Odins Pferd Sleipnir stellte man Nahrung vor die Tür. Ebenfalls in den Rauhnächten spielt das Märchen um Frau Holle (Berchta, Perchta), die eine deutliche Verwandschaft zur germanischen Totengöttin Hel hat. Aber nicht nur in Regionen nördlich der Alpen wurden solcherlei Glaubensvorstellungen gepflegt: Auch die Römer kannten entsprechendes Brauchtum, ebenso verbreitet ist es in Griechenland oder Osteuropa, also in grossen Teilen des  indoeuropäischen Sprachraums. Erdhafte und unterweltliche Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der wilden Jagd einherziehen. Bis in die jüngere Zeit war in weiten Teilen Ost-Europas der Glaube verbreitet, dass sich zauberkundige Menschen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, zu dieser Zeit in Werwölfe verwandelten und in dieser Gestalt Mensch und Vieh bedrohten. Die Bräuche zu den verschiedenen “Zwischenzeiten” des Jahres ähneln sich sehr: Es existieren Übereinstimmungen z.B. zwischen dem Rauhnachtsbrauchtum und dem von Samhain oder All Hallows Eve” und den graeco-römischen Feiern der Erntefeste, an denen auch “Mundus Cereris Patet“: Saturnalia, Lupercalia.

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Krampus, auch ein Weihnachtspercht,
der manchmal schon mit dem Nikolaus kommt.
Er ähnelt dem Habergoas. quelle:wikimedia

Diese Umsetzung solcher Vorstellungen spiegelt sich besonders in den Perchtenläufen des Alpenraums wider. Dort gibt es allerlei teuflisch erscheinende Gestalten, die Schiechperchten, zum Beispiel den Habergoas, eine Mischung aus Pferd und Ziegenbock, ersteres ein Symbol Wodens, der Bock ein Tier des Thor. Die sogenannten Holzperchten schlagen besonders die Mädchen mit Haselzweigen, wohl eine Variante des “Quickens“, ein Fruchtbarkeitsritual. Auch die Hasel gehört zu Thor, der als Fruchtbarkeitsgott der Feind des Winters war: Im hohen Norden beteten die Menschen zu ihm, dass er die grimmigen Eisriesen mit seinem Hammer möglichst bald zerschmettert.  Eine andere Form der Perchten, aber regional davon getrennt und eigenständig sind die schellenbehängten Schepperer oder Glöckler. Auch der Brauch, zu Silvester Lärm zu erzeugen (Silvesterfeuerwerk), sollte die Unholde fernhalten, im Alpenraum wird in allen Rauhnächten auch geböllert. Wobei nicht nur der Lärm, sondern auch der Schwefeldampf des Schiesspulvers die üblen Geister vertreiben soll.

Je nach Region unterscheidet sich die Anzahl der Rauhnächte zwischen drei und zwölf Nächten. Als die vier wichtigsten Rauhnächte werden bezeichnet:

  • 21./22. Dezember (Thomasnacht, die Wintersonnenwende) (längste Nacht des Jahres)
  • 24./25. Dezember (Heiliger Abend, Christnacht, Vigil von Weihnachten)
  • 31. Dezember/1. Januar (Silvester)
  • 5./6. Januar (Epiphanias, Erscheinung des Herrn)

In manchen Gebieten wird die Thomasnacht nicht hinzugezählt, obwohl hier der alte heidnische Bezug noch extrem deutlich ist:

“Der Thama mit’m Hamma”

Die Nacht vor Thomas (21. Dezember) ist eine der wichtigsten und eigenartigsten Losnächte. Er ist recht volkstümlich, der “Thama mit’m Hamma”. Er erinnert deutlich an den hammerschwingenden, wetterbeherrschenden Gott der Germanen Thor/Donar, der mit seinem Hammer Mjölnir an die Wolken schlug und damit den Donner erzeugte. Der blutige Thamerl, wie er bei uns genannt wurde, war besonders als Kinderschreck gefürchtet.

Auch die seltsame Luzier: Hl. Lucia, am 13. Dezember gefeiert, gehört eigentlich noch zu den Raunachtsgestalten. Der 13. Dezember war früher ein wichtiger Tag für die traditionellen Feierlichkeiten der Sonnenwende, denn bis 1752 fand die Wintersonnenwende (z.B. in Schweden) an diesem Tag statt. Die Sichel der St.Lucia, als Symbol ihres Märtyrertums,  wird nun zum Drohwerkzeug für unartige Kinder, wie der Thorshammer des “Thamerl”. Diese Sichel kann man auch als Symbol des Saturn, als Herrn der Zeit und Schnitter Tod interpretieren, oder als Mondsichel der “Grossen Göttin”. Zur Deutung als Saturnsymbol kommen noch Janus und Terminus dazu, die in der Römerwelt für die räumlichen und zeitlichen Grenzen zuständig waren. Beide Gottheiten standen mit Saturn in Verbindung. Besser kommt Lucia in Schweden weg, hier wird ihr Gedenktag als Lichterfest gefeiert, vor allem für die Töchter der Familien ein Spass: Die älteste Tochter weckt weiss bekleidet, mit einer Lichterkrone auf dem Kopf, morgens die Familie und serviert ihnen Frühstück bei Kerzenschein: Vor allem Safrangebäck, ein Symbol der Sonne. Diese süssen Kringel, auch als Lussekatter=Luciakatzen bezeichnet, können auch ein Hinweis auf aur nordische Göttin Freya sein, deren Himmelswagen ein Katzengespann zog. An diesem Tag wird das berühmte Lucia-Lied gesungen, das von der Wiederkehr des Lichtes handelt, auch ein Bezug zum alten Datum der Sonnwende.

Die Etymologie, also die sprachliche Wurzel,  des Wortes Rauhnacht ist umstritten. Eine Möglichkeit stellt das mittelhochdeutsche Wort rûchhaarig‘ dar,  das es in der Kürschnerei als Rauhware oder Rauchware für Pelzwaren heute noch gibt. Es würde sich dabei auf die mit Fell bekleidete Schmutz- oder Schiechperchten beziehen, die in diesen Nächten ihr Unwesen treiben, oder aber vielleicht auf Rituale rund um das Nutzvieh. Wie zum Beispiel das Räuchern der Ställe mit dem Johannisbuschen des Sommers. Das würde aber auch die andere Herleitung des Wortes liefern: Rauch-Nacht, vom Haus-und Hof -Räucher-Ritual abgeleitet, das von der Bäuerin ausgeführt wird. Die alternative Bezeichnung Glöckelnächte bezieht sich auf das „Glöckeln“, von Tür zu Tür gehen und anläuten, einen Einkehrbrauch, der auf der Sage beruht, dass entweder Thor oder Odin zu dieser Zeit die Gastfreundschaft der Menschen überprüfe, und je nach Ausübung oder Verweigerung belohne oder bestrafe. Wie auch Frau Holle im Märchen.

Die Rauhnächte als Quasi-Niemandszeit sind auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenn gleich mehr aus Spass und Geselligkeit – in Form des Bleigießens (das Metall Saturns, des Herrn der Grenzen und der Zeit)  bis heute weiter gepflegt. Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Rauhnächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Ein bisschen blitzt da noch das sprechendes Odinspferd, der achtbeinige Sleipnir, oder Fallada aus dem Märchen “Die Gänsemagd” durch.  Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft. Heinzelmännchen, Laren und Manen lassen grüssen!

Die vier wichtigen Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Gebet begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die wilden Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Wohl eine Art Angst vor “Incubi” oder Besessenheit.  Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Beide galten als besonders anfällig für Hexerei, als Opfer und Täter. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht.

Diese Tabus sind wohl der Dämonisierung des älteren Brauchtums durch die Christianisierung zuzuschreiben: Die Götter der alten Religion sind häufig die Teufel der neuen. Vor allem weil einige Yul- oder Raunachtsbräuche mit Fruchtbarkeit zu tun haben, oder auch mit Orakelbräuchen, die vielleicht mit dem Genuss von Pilzdrogen, wie der Amanita muscaria einhergingen: Das mochten die sittenstrengen Kirchenlehrer wohl gar nicht dulden.

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Wintersonnenwende – Mutternacht. Das Leben kehrt zurück.
Modranecht ©scrano 2015

Doch zurück zum Neuheidentum:

Auch in der teilweise auf keltischen Überlieferungen*** basierenden Wicca-Religion ist das Julfest eines der 8 Feste des Jahreskreises, an dem mit der Wintersonnenwende die Wiedergeburt des an Samhain gestorbenen gehörnten Gottes bzw. der Tod des Winter- oder Holly Kings (Winterhalbjahr) und dessen Ablösung durch den Oak King (Sommerhalbjahr) gefeiert wird. Holly (Ilex, Stechpalme) und Oak (Eichenlaub) stehen auf den britischen Inseln als Symbole für den Winter und Sommer. Das sieht man auch an den vielfältigen Darstellungen der sogenannten “Green Men”, welche die Vegetation oder Herne, den Geist des Waldes, einer Art Kreuzung aus Odin, Cernunnos und Jennerwein***, versinnbildlichen.

Die Nacht dieses Wechsels wird als in der Zeit gefrorener Moment begriffen: Die Welt hält einen Moment den Atem an. Im Kessel der “Grossen Mutter” wird das Licht neu geboren, aus dem “Dunklen Winterkönig” wird das Sonnenkind.  Dieses Symbol der zunehmenden Tageslänge ist das Versprechen auf einen neuen Sommer voller Licht und Wärme. Die Göttin beginnt einen neuen Zyklus im ewigen Kreislauf, wobei sie sich wieder zu ihrer “jungfräulichen” Form transformiert.  Auch hier spielt das Feuer, z.B. der Jul-Block (nicht Bock!) und das Räuchern im Ritual eine zentrale Rolle. Die traditionellen Weihnachtsfarben: Gold, Grün und Rot kommen ebenfalls zum Einsatz, sie repräsentieren Licht und Leben.

Zum Räuchern als Ausleitung des alten und Einleitung eines neuen Lebenskreislaufs werden Pflanzen mit Korrespondenzen zum Feuerelement oder der Sonne verwendet:

  • Zimt, Nelken, Weihrauch, Myrrhe aber auch Zedernholz und vor allem Lorbeer für den Gott in seiner Form als Sonnengott und Lichtgott Apollon oder Bel/Balder und Rosmarin für die Göttin in ihrer Repräsentation als Artemis/Brigid/Freya.
  • Der Lorbeer hat als heilige und heilende Pflanze eine lange Tradition: Schon die Orakelpriesterinnen in Delphi verwendeten ihn, wahrscheinlich schon in der Zeit der alten Erdgöttin Python, bevor Delphi zum Orakeltempel des Apollon wurde. Zu Heil- und Reinigungszwecken eingesetzt wurde Lorbeer  im Heiligtum des Asklepios und bei Ritualen zu Ehren der Göttin Ceres oder der keltischen Cerridwen. Der Rauch des Lorbeer hat eine erdhafte und eine sprirituelle Note.
  • Auch mit Salbei wurde und wird in der Zeit geräuchert, ein Brauch, der ebenfalls aus dem Mittelmeerraum stammt. Nicht verwechseln mit “Sage” dem Steppenbeifuss der amerikanischen Ureinwohner.

Viele der anderen genannten Düfte sind uns bereits aus dem allgemeinen Weihnachtsbrauchtum vertraut. Sie wirken stimmungsaufhellend und vertreiben die Schatten des Winterblues. Es ist die Zeit der Neuanfänge und um die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Jetzt wird das Samenkorn für ein gutes neues Jahr gepflanzt. Wir können Bernstein oder Tigerauge als Glücksbringer verschenken, die sowohl die Sonne als auch den glücklichen Wechsel versinbildlichen.

In allen Traditionen, sei es nun historisch oder neuheidnisch, aber auch traditionell christlich wird in dieser Zeit gefeiert und die Hoffnung auf gute Zeiten ausgedrückt.

Häufig auch durch Geselligkeit bei gutem Essen:

  • Truthahn, Gans, reichhaltiges Gebäck wie Stollen und Früchtekuchen, Glühwein oder Punsch.
  • Und natürlich darf der sonnenhafte Met aus dem Honig des Sommers nicht fehlen, am Besten als Heissgetränk.

 

wrertIt’s A Kind Of Magic ….. magic_by_kmygraphic-d8357xs

 

 

 

***Die herrschende Vorstellung der kosmischen Eltern, einer Allmutter (der mondhaften Göttin) und eines solaren Jahresgottes (der Vegetation) ist relativ generisch. Viele Wicca haben ihr individuelles Götterpaar, wobei auf unterschiedliche Kulturen zurückgegriffen wird: Graeco-Romanische, Nordische, Keltische oder Slawische Traditionen, beispielsweise. Sogar eine christlich geprägte Variante mit Maria und Jesus als Mutter/Sohn Paar gibt es in den USA. Da Maria oft mit der Mondsichel abgebildet und Jesus als wiedererstehendes Licht gefeiert wird – für naturreligiöse Christen erscheint diese Tradition nicht abwegig.
  • “Alle Göttinnen und Götter sind eine Göttin und ein Gott”.
Somit handelt es sich beim Wicca um naturreligiös motivierten Pantheismus. Die Ritualistik hat allerdings deutliche Bezüge zum inselkeltischen Brauchtum, aber auch zum Freimaurertum und zu hermetischen Orden, wie “Golden Dawn”.
***Herne,the Hunter aus Shakespeares “Merry Wives of Windsor” hat wohl Wurzeln sowohl in einer historischen Figur, dem berüchtigten Wilderer Richard Horne, aber auch bei mythischen Gestalten wie Odin mit der Wilden Jagd. Er ähnelt damit Robin Hood, oder Figuren des Nibelungenliedes und der Artus-Sage. Odin als Waldgeist kennen wir im Märchen in der Gestalt des Rübezahl.
 

christmas_flower_by_kmygraphic-daroyvx Animation: ©kmygraphic

Posted by on Dezember 19th, 2016 2 Comments

Mundan-Astrologie: Jupiter in der Waage – Chief Justice?

Jupiter läuft in der Waage: Ausgleich im Grossmasstab? Mehr Wertschätzung und Eunhaltung voon Gesetzen?

Jupiter läuft in der Waage: Ausgleich im Grossmasstab?
Mehr Wertschätzung und Einhaltung von Gesetzen?
Hoffen wir das Beste! Quelle: Zeus als PD via wiki, Libra als free png.

Jupiter in der Waage erzeugt den Ausgleich – ja, allerdings, wenn man Pech hat, und das sprichwörtliche Übermass des Olympherrschers die Oberhand gewinnt, geschieht dies vielleicht im Sinne der altägyptischen Maat: Das heisst Störendes wird entfernt oder ausgemerzt. Das Bild an der Wand MUSS gerade gerückt werden, der hässliche Teppich kommt auf den Müll. Dann bleibt nicht viel von Venus-Harmonie, davon abgesehen, dass Harmonia die Tochter von Mars UND Waageherrscherin Venus war. Denn Jupiter zeigt auch an, wo man sich vor Auswüchsen in den Themen des Zeichens in Acht nehmen muss, durch das er gerade läuft.
Waage-Sonne, Venusdominanz und Waage-Überhang (ASC, volles 7.Haus etc.)  in in ihren Horoskopen hatten z.B. Himmler und Hitler – und gerade zusammen mit mächtig viel Jupiter und Uranus- Themen. Dazu noch ein wenig Pluto, um es noch interessanter zu machen. Und ausgerechnet zwischen diesen drei Archetypen (Uranus/Jupiter/Pluto) findet inden nächsten Monaten ein Kräftemessen in Spannungsaspekten statt, das nicht gerade als Anzeiger für Stabilität zu sehen ist.
Was die schöngeistige Herrscherin der Waage anbelangt – die Griechen nannten sie Venus Urania, im Gegensatz zur Venus Pademos im Stier. Sie ist eher kühl kalkulierend als sinnenfreudig und feierlaunig. Beide Venus-Typen sind nicht empathisch, gefühlsduselig oder romantisch – dafür ist der Mond zuständig.
Ich sehe eher das Nemesis-Prinzip als Teil der Waage, da früher Jungfrau/Waage und Teile des Skorpions ja ein Sternbild waren: In der Jungfrau und der Waage herrscht Asträa, die Sternjungfrau – eine mächtige archetypische Figur. In Sumer war sie Inanna/Astarte, die kriegerische Fruchtbarkeitsgöttin, in Ägypten Maat, in Griechenland Dike/Kore/Themis und eben auch Nemesis. Diese etwas sperrige Version der Gerechtigkeit (natürliches Recht) wurde auch in den Mysterien von Eleusis thematisiert. Die Waagschalen, das einzige unbelebte Zodiak-Zeichen sind bereits ein Teil des Nemesis-Aspekts dieser Sternjungfrau, das (Richt)-Schwert bekommen wir dann im Skorpion, denn als Klauen des Skorpions betrachteten die Alten früher das Sternbild Waage.
Jungfrau und Skorpion ähneln sich nicht nur von ihren Glyphen her, das Zeichen wird oft als kleiner Skorpion gesehen – die dazwischen liegende Waage wäre dann so etwas wie das Instrument, dass sich beide teilen. Zwischen der Realitätserkenntnis (Jungfrau) und der Konsequenz (Skorpion) steht sie als Werkzeug der Entscheidung, eher passiv. Der Ausgleich ist also zwangsläufig und bestimmt nicht vom Wunsch nach Kuscheln bestimmt.

Gezählt (Jungfrau)  gewogen (Waage) geteilt (Skorpion) (mene, tekel, upharsin)
(Alb)Traum des Belsazar

Da Jupiter Krisen eher verschlimmbessert und mit Uranus in einer Opposition ein Tauziehen veranstaltet, können wir gespannt sein. Jupiter steht ja nicht für Gerechtigkeit, sondern für die Legislative – der Eid wurde beim Zeus geschworen, die Gesetze stammten von den älteren Titanen (Saturn). Der Saturn blockiert aber den Jupiter in seinem eigenen Zeichen, dem Schützen. Was für Eier-Tänze da wohl aufgeführt werden …? Nicht Jupiter sondern Saturn steht in der Waage erhöht, da er der ursprüngliche Gesetzgeber war. Saturn/Schütze und Jupiter/Waage spiegeln einander sogar ein wenig. Da Jupiter zudem nicht nur von Uranus, sondern auch von Pluto unter Druck gerät, die drei bilden ein sogenanntes T-Quadrat, eine sehr dynamische, harte Figur, wird er nicht sehr förderlich wirken können.

Da sieht es schlecht aus mit Frieden – zähe Verhandlungen und Powerplay garantiert, gerechterer Verteilung der Wirtschaftsgüter oder Machtverhältnisse.
Balanzieren kann sie ja immerhin, die Waage – das lässt hoffen, dass nach allen Schwankungen und Ausschlägen am Ende doch noch ein fairer Deal zustande kommt, und dass die jupiterianische Expansion im Sinne von gerechtem Ausgleich im grossen Stil stattfindet. Grosszügigkeit, für die der Olympherrscher auch bekannt ist, wäre von allen Seiten angebracht. Oder die ganze Jupiterblähung endet wegen mangelnder Entscheidungskompetenz in der Waage  mit einem furchtbar stinkendem Furz, wenn er dann in den Skorpion wechselt, der stachelschwänzige Herrscher im 8. Haus ist unter anderem auch  für solche Enddarmprodukte zuständig.  Vielleicht hilft ja Kümmel dagegen, das alte Hausmittel gegen üble Winde, ein Gewächs des Merkur, dem astrologischen Gegenpol des Olymp-Bosses.

Posted by on November 24th, 2016 Kommentare deaktiviert

Ängste im Horoskop: Die Kerker des Pluto

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Pluto oder Ananke konfrontieren uns mit dem Unausweichlichen.
Forza di Destino? ©scrano 2015

Ängste sind wohl jedem bekannt, sie begleiten uns schon von Kindesbeinen an. Da gibt es gesunde Ängste, die uns als Warnsignale dienen, oder welche die wir überwinden lernen, und damit unseren Mut und unser Selbstvertrauen stärken. Sie stammen meistens eher aus dem Umfeld, anders als die “Schwarzen Männer”, die sich in der unteren Schublade unseres Bewustseins ein behagliches Heim eingerichtet haben.  Um diese verdrängten Ängste geht es bei der Betrachtung der Schattenseiten der von den drei trans-saturnischen Planeten repräsentierten kollektiven Archetypen im Horoskop.

Die äußeren Planeten Pluto, Uranus und Neptun finden ihren Ausdruck in recht unterschiedlichen Arten von Angst, welche sich aus den mit ihnen verbundenen Mythen ableiten lassen. Zu den Angstthemen im Horoskop wird aber auch schon der Saturn, der Hüter der Grenze gerechnet. Durch ihn werden die verschwommenen Ur-Ängste erst zur Manifestation gebracht. Zusätzlich liefert er als Herr des Zweifels auch noch eigenen Zündstoff. Kennt man sein Geburtshoroskop, die Radix, kann man die Position der “Schattenwerfer” genauer analysieren, und so aus Haus-und Zeichenstellung abslesen, wie und wo Ängste sich am wahrscheinlichsten entwickeln können.

Aber auch hier lohnt sich ein Blick:

  • Sind die zugehörigen Häuser, besonders aber 8 und 12 besonders dicht bevölkert, oder mit Sonne, Mond besetzt, vielleicht sogar in harten Aspekten zu den Transaturniern? Liegt der Fokus einer sogenanten Spannungsaspektfigur (vor allem T-Quadrat) ?
  • Interessant ist auch wo die zugeordneten Häuserspitzen von Wassermann(Uranus,Saturn) Steinbock(Saturn), Fische(Neptun) und Skorpion(Pluto) liegen und wer der Dispositor ist.

Fangen wir mit dem äussersten Dunkelmann an, dem Zwergplaneten Pluto und seinen Spielfeldern Skorpion und 8.Haus:

Die plutonische Angst ist die stärkste und elementarste, sie konfrontiert uns mit den tiefsten Schatten, denen wir und stellen müssen. Pluto ist der Herrscher der Unterwelt, somit auch Herrscher über das Unbewußte. Wie seine mythischen alter egos, Ereschkigal oder Hades, bestimmt nur er, wer Zugang zu ihm erhält, und so können wir uns seinen Themen nur in Echtheit und Aufrichtigkeit nähern. Entblösst von irdischen Machtsymbolen, die wir vor seiner Tür zurücklassen müssen: Charon muss man bezahlen, der letzte Besitz bleibt am Ufer des Styx zurück. Inanna muss sieben Tore der Unterwelt durchschreiten und jedesmal etwas ablegen, was ihre göttliche Stellung auszeichnet. Am Ende wartet …. das Ende! Inanna wird von iherer Schwester getötet und muss als deren verwesende Trophäe  auf die Erlösung warten. Die kommt auch, aber sie hat dadurch eine Lektion in Demut gelernt. Es wird ihr gestattet einen Neuanfang zu machen, ohne die  kindliche Vorstellung der eigenen Unüberwindlichkeit. Im Hades der Griechen wird Hybris als einziges mit regelrechten Höllenstrafen belegt. Hades und seine ältere “Schwester” Ananke, die Göttin der Notwendigkeit (des Überlebensinstinkts), zwingen jeden, den ultimativen  Wahrheiten ins Auge zu sehen, und sie zu akzeptieren. Das ist wohl die Wurzel aller Ängste schlechthin: Selbst die Götter müssen sterben.

Hier ist das Heidentum konsequenter im Annehmen der kosmischen Naturprinzipien: Shivas Tanz des Weltenbrands, das nordische Ragnarök, auch bei mittelamerikanischen Kulturen gibt es ein zyklisches “Stirb und Werde” der Schöpfung, deren Teil auch die Götter sind. Die eigentliche Erschaffung des Universums geschieht durch “Ordo ab Chao“, spontan aus sich selbst: Klingt sehr modern, nicht wahr ?

Pluto ist ebenso in vielen Märchen und Mythen wiederzufinden: Im Demetermythos, wo die Mutter die Tochter loslassen muss: Das Kind stirbt, die Frau wird geboren.

Pluto steht für die Angst, die uns mit den Lernaufgaben der Achse des 2.und 8. Hauses der Fortpflanzung und des Besitzes und Begehrens auf der einen Seite, aber auch der unausweichlichen Befreiung von der Materie am Lebensende, konfrontiert.  Wir sind dort, wo Pluto steht, vom Willen zur Kontrolle, im Fall einer Verdrängung auch in einer obsessiven Form, durchdrungen.  Man versucht die Furcht, die einem die Inhalte des 8. Hauses bereitet zu “deckeln”, sich den unvermeidlichen Veränderungen zu entziehen und zu widersetzen, was die eigentliche transformative Aufgabe des Prozesses behindert. Überlebte Vorstellungen, Beziehungen oder Dinge können nicht losgelassen und friedlich verabschiedet werden. Auch die nicht umsonst so bezeichnete Trauerarbeit gehört hierher. Häufig ist sie von einer depressiven Phase (das Durchschreiten des Hades) begleitet, in der der Verlust des geliebten Menschen*** unüberwindbar scheint. Findet man keinen Weg heraus, wird man  der Kerkermeister in seinem eigenen Verliess des Schmerzes über unwiderbringliche Hoffnungen und Träume. Der nicht bewältigte Verlusst schwingt sich  zu einem alles beherrschenden Moloch auf, eine Quelle der Angst, der Opfer anderer Art gebracht werden müssen. Zwangstörungen und Scheu vor erneuten Beziehungen haben z.B. häufiger solche “schwarze Wuzeln”. Insbesondere dann, wenn auch persönliche Planeten wie die Sonne oder der Mond von Plutos Einfluß betroffen sind, sieht man solche Themen nicht als verhandelbar an, wie das auch für den gefürchteten Hades der Antike galt: “Ich entscheide, wer lebt oder stirbt”. Vergebliche Hybris. Eigentlich ist das Thema von Skorpion, Pluto und 8. Haus, einen Wandlungsprozeß von Angst in Vertrauen, von Kontrolle und Festhalten in Geschehenlassen zu durchlaufen. Sich einfach hingeben dem ewigen Sterben und neu werden, wenn das so einfach wäre! Pluto zwingt uns, das Gesetz der Vergänglichkeit zu akzeptieren (auch wenn man sich vor Wut darüber gleich mit auflösen möchte, besonders wenn Mars mit im Spiel ist). Er lehrt loslassen, wenn etwas seine Zeit hatte, Abschied zu nehmen von Erfülltem und Unerfülltem, wenn man sich seiner Angst davor ehrlich stellt, sie annimmt. Dann verleiht das Plutoprinzip auch die Kraft für den Akt der Erneuerung. Denn kein kosmisches Prinzip birgt so viel Vitalität und archaische Lebenskraft in sich wie Pluto. Er atmet Feuer, Gier und tödliche Leidenschaft, aber auch Heilung, Triumpf und jubelnde Schöpfungslust. Die Lösung besteht darin, Mut zu fassen, die verdrängten Schatten aufzusuchen den Deckel zu lüften, das Bedrohliche und Unvermeidliche zu integrieren.

In der Manifestation der Radix zeigt uns das  achte Haus, oder das, welches das Skorpionzeichen beiinhaltet, welche Lebensbereiche uns mit solchen Existenzfragen konfrontieren. Auch durch Auswirkungen eines Pluto-Transits zu sensitiven Punkten oder persönlichen Planeten unserer Radix werden wir in die Tiefen des Hades gezwungen, können uns ausgeliefert fühlen und ohnmächtig.  Nach einem intensiven Pluto-Transit, der immerhin zwei Jahre dauern kann,  erkennen wir oft erst, welchen Zugewinn wir durch unsere ernsthafte Klärung gewonnen haben. Wenn wir unsere Schatten erlöst haben, kann Pluto sein Füllhorn öffnen: wir werden uns unseres wahren Reichtums bewußt.

Kritischere Konstellationen:

  • Saturn im 8. Haus, Pluto im 8.Haus,
  • Skorpion im achten Haus, Steinbock im 8. Haus
  • Saturn im Skorpion, (Pluto im Steinbock, Pluto im Skorpion sind nur relevant, wenn sie in direkter Beziehung zu persönlichen Planeten stehen, sonst interessiert in erster Linie die Häuserstellung)
  • Pluto im 10. Haus, Pluto im 8. Haus, Pluto im 12.Haus
  • Saturn-Pluto in Spannung: Quadrat, Opposition, conj.
  • Pluto, Sonne oder Mond in Spannung, besonders wenn der Fokus in Haus 8, 12 liegt.
  • Pluto conj. oder Quadrat zum Midpoint Mond-Sonne
  • Pluto Quadrat ASC

Betroffene mit einer Kombination der obigen Szenarios in der Radix werden schon ihre Erfahrungen damit gemacht haben, besonders wenn harte Transite als Auslöser dazukommen.

Aber nur Mut, fellow Plutonians, “Ex tenebris Lux!“.

Oder wie es bei “Blue Oyster Cult” heisst: Don’t fear the Reaper …

Forza d Destino?Pluto oder Ananke konfrontieren uns mit dem Unausweichlichen.

Die Nacht hat tausen Augen – oder Monster, die drohen, aus der Dunkelheit hervorzuspringen.
Nitya Kali ©scrano 2013

 

 

Posted by on November 17th, 2016 Kommentare deaktiviert

Nachtblumen – Plutos Lieblinge

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Blumen der Nacht – sie erscheinen nur in Mondnächten.
Nightflowers ©scrano 2016 model:jl-modelstock

Der Herrscher über den Skorpion hat im November sein Heimspiel: Pluto Dominanzen im Horoskop:

Pluto in Film und TV.

mehr dazu in meinen Astro-Seminaren.

 “Listen to them, the children of the night. What music they make!”

“I have crossed oceans of time to find you.”
Dracula

neptunian_bloom_by_scrano-d6n652z

Nachtblumen: Die Macht der Drei steht auch für Pluto.
Licht und Finsternis. ©scrano 2016

Fraktalbilder meiner Galerien, wie alle meine Original-Illustrationen (Fotos, Digital Art) als Poster ab DIN A3 oder gerahmter Kunstdruck erhältlich. Preise Poster ab 9.90€, Kunstdrucke je nach Printmedium und Rahmen auf Anfrage. Poster werden in Papprolle verschickt, Versand 3.90€. Rückgabe der unbeschädigten Ware in Originalverpackung innerhalb von 14 Tagen möglich. Selbstabholung für Kunden im Raum Stuttgart/Esslingen/Göppingen empfohlen.

Posted by on November 6th, 2016 Kommentare deaktiviert

30 Jahre nach Wackersdorf: Bürgerprotest ade …?

Bürgerprotest vor 30 Jahren: Gedenklstein in Wackersdorf.

Erfolgreicher Bürgerprotest vor 30 Jahren: Gedenkstein in Wackersdorf.

Immer wieder im Gespräch: Neue Nuklearwaffen für Deutschland?!

Irgendwie gehen solche brisanten Themen mittlerweile unter in all dem Flüchtlingschaos – Absicht?

Habt Ihr denn gar nichts gelernt? Wo sind die Protest-Studenten und Akademiker geblieben? Vielleicht gerade mal noch auf einer Anti-TTIP Demo.

Warum haben wir uns in den 1980-igern für Euch Generation von Lahmärschen von der Polizei mit Wasserwerfern und CS-Gas traktieren lassen?

In Mutlangen und in Wackersdorf? Warum haben wir Schornsteine besetzt? Uns bei Greenpeace engagiert? Um eine friedlichere, grünere Welt zu schaffen, und der Atom-Lobby und der aggressiven Supermacht USA die Stirn zu bieten! Wir haben auch fleissig studiert und trotzdem mehr Zeit für einen Beitrag zur Gesellschafts- und Weltpolitik aufbringen können als für das neueste In-Produkt der Fun-Kultur. Und wir hatten keine digitalen Netzwerke, nur ein gemeinsames Anliegen.

Echte physische Präsenz zeigt keiner mehr gerne, aus dem Lager der angehenden Jung-Akademiker, es demonstrieren höchstens noch die erzkonservativen, oft schlicht gestrickten Wutbürger und auf der anderen Seite stehen geistig unterbelichtete AntiFa. Falsches Elite-Denken? Ein Shitstorm im Internet ist wohl schon eine gewaltige Anstrengung? Transparente schwenken statt Fitness-Lounge stärkt auch den Bizeps. Man muss sich ja schon dafür schämen, dass auf Demos mehr Rentner als junge Menschen ihren Protest in die Öffentlichkeit tragen. Und das hängt nicht am demographischen Faktor. Vielleicht liegt die Abwesenhenheit der Studenten bei echten Protestaktionn auch daran: Sie stammen zusehends nur noch aus der Oberschicht. Da will man doch lieber seine Privilegien nutzen, statt als Nestbeschmutzer dazustehen. Ausserdem ist Dauer-Party doch vieel schöner.

Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben.
Die Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben.

Thomas Jefferson

Das klappt aber nur, wenn die ReGIERung auch was von ihren Untertanen zu sehen bekommt. Besonders bei der WAHL und auf der Strasse!!

Wahrscheinlich war es unser Fehler für kommende Generation denken zu wollen: Man soll jede ihre Probleme selber lösen lassen … Zuviel fürsorgliche Achtsamkeit wird bestraft, da dann die Nachfolgegeneration zum verhätschelten, teilweise auch egomanischen Couch-Potato verkommt! Da sind wir wohl selber schuld, Erziehungskompetenz wegen Harmoniesucht:

  • 0 Punkte! Besonders bei den höheren Bildungsschichten.
  • Helikopter-Eltern, zieht Eure Rotorblätter ein und setzt zur Landung an!

Viel zu lange haben wir in Saturiertheit vor uns hingeschnarcht: Die Achziger Jahre sind anscheinend wieder da, nicht nur beim Musik-Geschmack! Gewalt eskaliert weltweit – und wie eingangs erwähnt, selbst Atomwaffen sind wieder im Gespräch – nicht nur bei Donald Trump! Viel Glück und rechtzeitig einen Logenplatz für den Weltuntergang buchen, wünsche ich Allen!

Oh Land of Confusion … !!

Final Countdown …   wie passend von der Gruppe Europe aus dem Jahr 1986.

Ein winziger Lichtblick:  CAMPACT und CETA:…und siehe da, ein paar Erfolge gibt es jetzt – vielleicht.

Und jetzt müssen sogar wieder Freuenrechte diskutiert werden…!!!

Ein schwarzer Sack über dem Kopf , mit oder ohne Sehschlitz, ist kein Zeichen der freien Religionsausübung, sondern ein Gewaltakt gegen Frauen. Der Koran schreibt nichts über Säcke. Frauen, die diese Vermummung als einen Sicherheitsaspekt begreifen müssen, tun mir leid. Unsere Männer sind keine Tiere, die bei einem sichtbaren Streifen Haut gleich eine Frau anfallen. Ich rede nicht vom Burkini – zuviel pralle Fleischbeschau am Strand ist auch mancher Nicht-Muslimin unangenehm, vom UV-Schutz für Überempfindliche mal abgesehen, den das Teil vielleicht bietet.  In ein Schwimmbad gehört sowas allerdings nicht. Da gibt es, wie bei der Sauna auch, eine “Girls only” Möglichkeit. Wer wirklich schwimmen will – Klamotten sind da einfach gefährlich, wie jeder Rettungsschwimmer weiss. Also ein sportlicher Schwimmanzug her, da wird sowieso alles plattgedrückt, was irgendwie weiblich aussieht. Und solange Männer nicht denselben Schamregeln unterworfen werden, ist dieser Verhüllungswahn einfach diskriminierend, egal wo und besonders hier:

Über der Strassenkleidung ein tragbares Textil-Gefängnis mit herumschleppen müssen – Nein, nein und NEIN!

Unsere Generation hat gegen Einschränkungen und Ungleichheit der Frau in der Gesellschaft gekämpft, um jetzt von vor allem grünen VollpfostINNEN in den Rücken gestochen zu werden. Schämt Euch in Grund und Boden für Burka-Verteidigung und Befürwortung von Sex mit Minderjährigen. Auch die Polygamie ist hierzulande gesetzeswidrig und soll es auch bleiben. Und ein Zeugnis kultureller Höhe der “Neubürger” sind all diese Begleiterscheinungen der Massenmigration beleibe nicht. Wenn Menschen hierher kommen und dann verlangen, dass das Gastland, das sie nährt, kleidet und medizinisch versorgt, sich gefälligst den eigenen anachronistischen Bräuchen zu unterwerfen hat, hört der Spass auf. Statt diese Frauen zu befreien, sperrt Ihr sie weiterhin in das Sack-Gefängnis. Natürlich haben sie nach jahrhundertelanger Entrechtung auch Angst vor so einem Schritt, hinaus ins grelle Licht sozusagen und Furcht vor Sanktionen durch den männlichen Teil ihrer Familie. Vollvermummung ist in erster Linie eine kulturelle Tradition, keine religiöse wie uns immer von grünen oder linken VollpfostINNEN weisgemacht wird. Davon abgesehen, um es überspitzt zu formulieren: Menschenopfer waren auch einmal kulturelles UND religiöses Brauchtum – wollen wir das auch wieder erlauben? ” 250 Jahre Aufklärung für nichts?

Und ja, wenn wir unseren liberalen Lebensstil weiter pflegen wollen, müssen wir sehr wohl darauf achten, wen wir in unsere Mitte aufnehmen. Wer für alles offen ist, ist wirklich nicht ganz dicht.

Hamburg bestätitg wieder einmal den fehlenden politischen Willen der Bildungseliten: Wenn nur noch randalierende und plundernde Horden selbsternannter Antifaschisten, aber ohne echtes politsiches Anliegen , die Masse der Demonstanten stellen, ist es mit der Demokratie sowieso vorbei.

Euer Abraxas

Für Mundan-Astrologie Interessierte, hier ist der exakte Saturn Ingress in den Schützen, vor ziemlich genau 30 Jahren. Den derzeitigen Saturn-Stand kann man als auch Saturn-Return der gesellschaftlichen Aktivitäten von uns Baby-Boomern deuten: Jetzt werden die Früchte und Konsequenzen der Aktionen aus den 1980 igern sichtbar. Auch mit den Fehlern werden wir konfrontiert.

Saturn Ingress Schütze, Mundanhoroskop Bonn, 1985. Man beachte den Mars in der Waage am Aszendenten. ASC-Bestimmung für den exakten Eintritt des Saturn in den Schützen.

Saturn Ingress Schütze, Mundanhoroskop Bonn, 1985.
Man beachte den Mars in der Waage am Aszendenten.
ASC-Bestimmung für den exakten Saturn-Ingress auf 0° Schütze.
Quelle: Astrodienst.

Der Saturn im Schützen (Regent Jupiter) stand damals in wechselseitiger Rezeption zum Jupiter im Wassermann (Saturn Co-regent) . Auch Jupiter und Uranus waren in gegenseitiger Rezeption. Da konnte man mit Organisation und dem Blick auf Nachhaltigkeit (2.Haus Saturn) etwas für mehr Idealismus (Uranus, Schütze, Jupiter im Wassermann) in der Heimat (4.Haus) tun. Dies geschah auch durch Kommunikation (3. Haus) neuer (Uranus conj. Merkur) Konzepte und Ideesn. Trotz der abkühlenden sozialen Klimas (Mond im Steinbock). Mars steht etwas auf verlorenem Posten in der Waage (Exil) und am Aszendenten (wie wir die Welt sehen wollen). Allerdings gibt es auch ein paar Probleme, die schon ihre Schatten werfen. Gespannt? Da bin ich jetzt mal wie Sherezade und sage: Eine genauere Analyse wäre mal einen Astro-Stammtisch wert: Also, wer traut sich ?? Email – Adressen findet Ihr unter Veranstaltungen.

Ambrosia

 

Posted by on September 25th, 2016 2 Comments

Herbstanfang: Goldener Abschied mit Calendula

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Noch blühen Goldruten, Ringelblumen und Sonnenblumen.
September Gold ©scrano 2013

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Eduard Mörike 1804-1875

ringel

Calendula mit der Haupt-Signatur von Sonne und Uranus.
Sie blüht bis zum Spätherbst und rettet ein wenig
Sonnenschein in den Winter.
Weitere Signaturen Mond/Saturn, Venus/Mars(Pluto).

Vielseitige Calendula: Die Ringelblume war die Heilpflanze des Jahres 2009.

Denn die Ringelblume hat viel mehr zu bieten, als eine schöne Blüte. Gerade Heimgärtner, die Obst, Salat oder Gemüse im eigenen Beet ziehen, schätzen die Ringelblume in erster Linie wegen einer anderen Eigenschaft: Sie hält Schädlinge fern und dient so dem natürlichen Pflanzenschutz, eine echte Mars-Saturn-Qualität.  Gerade selbst angebaute Lebensmittel will man ja in der Regel nach Methoden des biologischen Landbaus  kultivieren. Die Ringelblume vetreibt gefräßige Schnecken und auch Fadenwürmer. Zur Abwehr einer SCHNECKENINVASION muss ein Beet allerdings vollständig von einer Ringelblumenrabatte umzingelt werden. Gegen Fadenwürmer (Nematoden) reicht es aus, die Blumen in regelmäßigen Abständen mit ins Beet zu pflanzen. Hier ist die Wirkung wie bei Tagetes.

Die Ringelblume (Calendula officinalis) aus Südeuropa wurde ab dem 12. Jahrhundert nach Mitteleuropa eingeführt und fand schnell  ihren Platz in Kloster- und Bauerngärten.
Der Name “Calendula” bezieht sich auf die “Calendae”, die römische Bezeichnung für den Monatsanfang. Die Ringelblume erhielt diesen Namen, weil sie über viele Monate, bis hinein in den Herbst blüht. Die Ringelblume wird hierzulande ähnlich der Tagetes in Mexico, im Totenkult verwendet (Pluto). Traditionell schmückt die Ringelblume auf Friedhöfen die Gräber und setzt mit ihrer lebendigen Farbigkeit einen Kontrapunkt zum Tod. Durch dieses Brauchtum hat die Ringelblume auch den Namen “Totenblume” bekommen. Neben den Kürbissen ist sie auch ein Schmuck zu Halloween. Die Calendula verströmt einen harzig-balsamischen Geruch, dies zeigt eine Sonnen-Signatur. Sie zählt zu den alten Volks-Heilpflanzen und wegen der vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zu den Panaceae. Sie wurde schon früh in Heilpflanzenkatalogen geführt, was der Namenszusatz “officinalis” belegt. Schon Hildegard von Bingen schätzte die Ringelbume und nannte sie “Ringula” oder “Ringella”. Leider wird sie modern fast nur noch äusserlich eingesetzt., die goldenen Zungenblüten schmücken höchstens noch Kräutertees oder werden zur Wollfärbung verwendet. Dabei hat sie auch als Teezubereitung einiges zu bieten.

Magen und Darm: (Mond/Saturn, Pluto/Mars)

  • Ringelblumen-Tee stärkt die Verdauungsorgane, lindert Brechreiz und hilft Magengeschwüre (Mond) abzuheilen.
  • Ausserdem wird die Gallensekretion (Mars) verbessert.
  • Ringelblumentee wirkt leicht abführend und wurmtreibend (Pluto, Saturn)
  • Hämorrhoiden, als Sitzbad (Pluto)

Rachen- und Mundschleimhaut (Venus, Mond)

  • Ringelblumentee oder verdünnte Tinktur hilft als Spül- und Gurgelmittel

Angegriffenes Nervenkostüm (Uranus, Mond)

  • Ringelblumen-Tee oder Tinktur kann gegen Kopfschmerzen (Mars, Mond)  und Einschlafstörungen (Mond) helfen.
  • Schwindelanfälle (Uranus) werden gemildert. Man kann die Ringelblume auch gegen Panikattacken (Uranus, Mars) verwenden.

Frauenprobleme (Mond, Venus)

  • Durch ihre krampflösenden Eigenschaften (Venus, Mond) kann die Ringelblume bei Periodenkrämpfen helfen.
  • In der Ringelblume ist das Phyto-Östrogen Beta-Sitosterol enthalten (Venus), welches unregelmässige Zyklen ausgleicht und Beschwerden der Wechseljahre lindert.
  • Der Inhaltsstoff Stigmasterol fördert den Eisprung und somit indirekt auch die Regulierung des Zyklus (Mond, Venus). Auch Unfruchtbarkeit kann so behoben werden, wenn sie aufgrund von ausbleibendem Eisprung besteht.

Äusserliche Verwendung

Das Haupteinsatzgebiet der Ringelblume ist, wie schon erwähnt die äusserliche Anwendung. Sie wirkt fördernd auf die Granulationsbildung beim Wachstum neuer Haut (Saturn, Venus). Ausserdem wirkt sie abschwellend, entzündungshemmend (Venus, Mond), antibakteriell und pilzhemmend (Saturn, Pluto). Häufig wird auf die Wirkungsverwandschaft von Ringelblume und Arnika (Uranus, Sonne) hingewiesen. Die Ringelblume wirkt jedoch sanfter, was sie im Endeffekt besser einsetzbar macht, weil man sie auch verwenden kann, wo Arnika zu stark reizend wäre. Ich kann z.B. Ringelblumentinktur und Hautsalben gut vertragen, auf Arnika reagiere ich mit Ausschlag. Auch zur längerfristigen Anwendung ist die mildere Wirkung günstiger.

  • Man kann Ringelblumen-Tee auch für Wickel, Waschungen und als Bad anwenden.
  • Ringelblumen-Tinktur eignet sich für Einreibungen und Umschläge..

Hauptsächlich wird die Ringelblume traditionell als Salbe angewandt.

  • Man kann sie für nahezu alle Arten von Hautverletzungen und Hautentzündungen einsetzen, eine hervorragende Zusammenarbeit des Mond/Saturn mit dem Venus/Mars-Prinzip.
  • Auch leichte Brandwunden, Sonnenbrand (Mars, Sonne) und Ekzeme (Saturn, Mond) kann man mit Ringelblumen-Salbe behandeln.
  • In der Apotheke gibt es auch eine Gel-Zubereitung, wenn eine Fettbasis nicht so geeignet ist.
  • Neben offenen Verletzungen (Mars) ist Ringelblumensalbe gut gegen Quetschungen, Verstauchungen und blaue Flecken nach kleinen Unfällen. (Uranus).
  • Auch Krampfadern und Krampfadergeschwüre (Venus, Mars) können mit Ringelblumensalbe behandelt werden,
  • ebenso wie Wunden durch Wundliegen (Dekubitus)
  • Warzen kann man mit frischen, zerquetschten Blättern bekämpfen, wie bei Schöllkraut (Mond, Saturn).
  • Auch als Hämorrhoiden-Salbe (Pluto)
Ringelblumen verleihen Herbstbeeten Farbe.

Ringelblumen verleihen Herbstbeeten Farbe.

Meine Mutter hat schon selbst Ringelblumensalbe auf Schweineschmalzbasis hergestellt: Nicht zu grosse Mengen ansetzen, lieber öfter mal frisch zubereiten. Ringelblumen gibt es fast das ganze Jahr über frisch, im Winter getrocknet.

  • 70 gr Schweineschmalz
  • ca. 6 gr getrocknete Ringelblumen-Blüten (Flos Calendulae) aus der Apotheke oder dem Eigenanbau: Verwendet werden nur die Zungenblüten des Randes ohne Körbchen. Bei Frischblüten den doppelten Ansatz verwenden.
  • Salbentiegel aus Glas oder Keramik
  1. Schweineschmalz in Stücke in ein möglichst kleiens Töpfchen geben.
  2. Bei milder Hitze vollständig schmelzen.
  3. Ringelblumen-Blüten in das geschmolzene Schweineschmalz geben.
  4. Einrühren, bis alle vollständig mit Fett bedeckt sind
  5. Bei kleiner Flamme soll die Mischung etwa eine halbe Stunde vor sich hinsimmern. Nicht fritieren!
  6. Abkühlen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag behutsam wieder aufwärmen und schmelzen, nicht mehr kochen.
  7. Einen kleinen Salbentiegel mit Filterpapier (Teefilterbeutel) auslegen, dann das Salbenfett durch den Filter in den Salbentiegel abgiessen.
  8. Flüssig ist die Salbe kräftig gelb, nach dem Aushärten wird sie deutlich heller.
  9.  Mit einem Küchenpapier bedeckt abkühlen lassen, Salbentiegel gut verschiessen und beschriften.

Im Kühlschrank aufbewahren, dann hält sie länger. Ca. 1 Jahr verwendbar, mit Spatel oder kleinem Eierlöffel entnehmen, um Verkeimung zu vermeiden.

Ringelblumen-Tinktur für äussere Anwendung

  • Ringelblumen-Blüten (frisch oder getrocknet: Mit getrockneten Blüten wird die Tinktur konzentrierter)
  • Doppelkorn oder Weingeist
  • Weithalsflasche (Milch oder Sahne) mit twist-off Verschluss
  • dunkle Apothekenflasche

Zubereitung

  1. Blüten einfüllen, bis etwa halbvoll
  2. Alkohol über die Blütenblätter geben, bis sie gut bedeckt sind.
  3. Tinktur zwei bis sechs Wochen an einem warmen Ort stehen lassen.
  4. Nach und nach nimmt die Tinktur immer mehr Farbe an.
  5. Fertige Tinktur durch ein Kaffeeefilter in ein Becherglas abziehen.
  6. Anschliessend wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt.
  7. Gut verschliessen und beschriften
  8. An einem dunklen, kühlen Platz gelagert hält sich so eine Tinktur mindestens ein Jahr.

Man kann diese Tinktur auch gegen Akne einsetzen: Pickel damit betupfen. Für die Schönheitspflege gibt es auch Zubereitungen mit Ziegenbutter oder Pflanzenöl-Auszüge. Auch Sonnencreme kann man selbst herstellen, wie oft in Ratgebern für die Eigenproduktion von Kosmetikprodukten beschrieben.

  • Dazu gibt es auch Bücher aus der altbekannten HOBBYTHEK-Reihe.

Schliesslich kann man sich junge Blätter und auch Blütenblätter als Salat-Zugabe schmecken lassen. Früher wurde damit auch Reis gefärbt, als Kurkuma noch nicht bekannt und Safran viel zu teuer war.

Und wie immer: Beschwerden abklären lassen. Heilpflanzentipps ersetzen nicht den Gang zum Heilpraktiker oder Arzt.

 

Posted by on September 20th, 2016 Kommentare deaktiviert